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Johanna Knappe; Klaus Huth:

Rotalgen des Süßwassers in Deutschland und in angrenzenden Gebieten

[Freshwater red algae of Germany and adjacent areas]

2014. 142 Seiten, 3 Tabellen, 60 Tafeln, 14x23cm, 340 g
Language: Deutsch

(Bibliotheca Phycologica, Band 118)

ISBN 978-3-443-60045-7, brosch., price: 79.00 €

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Keywords

Rotalgenred algaeRhodophyceaeSüßwasserfreshwaterGermany

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Trotz ihrer ökologischen Bedeutung für die heimischen Fließgewässer und ihrer großen Vielfalt sind die Kenntnisse über die Süßwasserrotalgen noch wenig verbreitet oder dokumentiert.
Rote Listen zeigen, dass besonders seltene Arten stark gefährdet sind, häufig wegen der Veränderung ihrer Biotope durch den Menschen. Viele Arten bewohnen saubere, schattige Fließgewässer, die besonders in Bergregionen anzutreffen sind.
Die Auswertung älterer Literatur und Vergleiche mit Herbarmaterial ermöglichten die Erkennung und Korrektur früherer Fehler bei der Bestimmung und Beschreibung der behandelten Arten. Zudem konnten durch neue Proben aus dem Harz (Silikatbäche), der Fränkischen Schweiz (Karbonatbäche) und die Bestimmungen der Gewässerchemie sowie Kartierungen im Saarland, Thüringen und großen Teilen von Rheinland-Pfalz neue Erkenntnisse über Vorkommen und ökologische Ansprüche der gefundenen Rotalgenarten gewonnen werden. Seit einigen Jahren tragen auch die Untersuchungen im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinien zur Kenntnis der Verbreitung bei.
Dieser Band soll anregen, sich mit der faszinierenden Gruppe der Süßwasserrotalgen zu beschäftigen.

Detaillierte Abbildungen und begleitende Beschreibungen ermöglichen Biologen, Mitarbeitern der Wasserwirtschaft und allen Interessierten die genaue Bestimmung von Süßwasserrotalgen. Ein einführendes Kapitel gibt Auskunft über Lebensweise, Verbreitung, Aufnahmen in der roten Liste und eine systematische Übersicht; ein Glossar und ausführliches Literaturverzeichnis runden den Band ab.

Bespr.: Lauterbornia 79: 22, 2015-05-08 top ↑

Die limnischen Rotalgen sind eine kleine Gruppe. Ein Teil der Arten sind auf spezielle Habitate beschränkt und werden selten gemeldet, einige Arten sind jedoch weit verbreitet. Bis vor wenigen Jahren war man in Mitteleuropa bei der Bestimmung auf die Bearbeitung von Pascher & Schiller aus dem Jahr 1925 angewiesen. 2007 bzw. 2011 erschienen die beiden Bearbeitungen von Eloranta & Kwadrans (Besprechung Lauterbornia 69, 2010 und 74, 2012).
Das vorliegende Buch behandelt die Rotalgenflora von Mitteleuropa mit Beschreibungen, Abbildungen und Bestimmungsschlüssel zu den derzeit 48 Arten im Gebiet. Für jede Art wird die Erstbeschreibung zitiert und die Synonyme angegeben. Die Artbeschreibungen sind ausführlich, die Angaben zum Habitat werden durch kurze Angaben zu Verbreitung und Fundumständen ergänzt. Am Ende jeder Artbeschreibung wird die spezielle Literatur genannt. Die Schlüssel führen zu den Gattungen und weiter zu den Arten. Alle Arten sind durch mehrere Zeichnungen (Habitus und Details) dargestellt, zusammengefasst in Tafeln. Wiedergegeben sind die Abbildungen aus den klassischen Werken wie auch schon bei Pascher & Schiller, ergänzt durch Abbildungen aus späteren Werken (z.B. Starmach 1981). Hinzu kommen für fast alle Arten neue Zeichnungen der Autorin nach Freilandmaterial. Die drucktechnische Wiedergabe der Zeichnungen, vor allem der Reproduktionen, ist nicht voll befriedigend. Der kurze allgemeine Teil beschreibt Morphologie, Fortpflanzung und Generationswechsel sowie Ökologie der Rotalgen mit Hinweisen auf die Indikatoreigenschaften.
Die solide Bearbeitung wird vor allem im deutschsprachigen Raum begrüßt werden und ist hier uneingeschränkt zu empfehlen. Was sie heraushebt, sind die neuen Originalzeichnungen der Autorin und die überaus gründliche, offensichtlich auf Vollständigkeit ausgerichtete Literaturrecherche, die für den Benutzer gerade beim Auffinden seltener Arten hilfreich sein wird bei der Bestätigung und der floristischen und ökologischen Einordnung.Was jetzt noch zu wünschen ist, wäre ein Farbatlas der limnischen Rotalgen; das neue Buch sollte Algenfreunde dazu anregen.

Lauterbornia 79: 22, 2015-05-08

Inhaltsverzeichnis top ↑

Allgemeiner Teil
Einleitung 9
Zellaufbau und Zellteilung 9
Morphologie 11
Vegetative Fortpfl anzung 11
Sexuelle Fortpfl anzung und Generationswechsel 12
Ökologie und Verbreitung 14
Abiotische Faktoren 16
Biotische Faktoren 22
Rote Listen 22
Untersuchungsmethoden 23
Systematische Übersicht*
*Die Systematik richtet sich weitgehend nach Ott (2009).
Klasse Rhodophyceae
Bestimmungsschlüssel für die Gattungen 24
Ordnung Porphyridiales 25
Familie Porphyridiaceae 25
Porphyridium 26
Dixoniella 29
Chroothece 30
Ordnung Goniotrichales 34
Familie Goniotrichaceae 34
Chroodactylon 34
Familie Phragmonemataceae 36
Kyliniella 36
Rhodospora 38
Ordnung Compsopogonales 38
Familie Compsopogonaceae 38
Compsopogonopsis 40
Compsopogon 43
Ordnung Erythropeltidales 45
Familie Erythrotrichiaceae 45
Erythrocladia 45
Ordnung Bangiales 47
Familie Bangiaceae 47
Bangia 47
Ordnung Acrochaetiales 49
Familie Acrochaetiaceae 49
Audouinella 50
Chantransia 57
Ordnung Balbianiales 58
Familie Balbianiaceae 58
Balbiania 58
Ordnung Batrachospermales 60
Familie Batrachospermaceae 61
Batrachospermum 61
Kumanoa 83
Sirodotia 87
Tuomeya 89
Familie Lemaneaceae 91
Lemanea 92
Paralemanea 105
Ordnung Thoreales 113
Familie Thoreaceae 113
Thorea 113
Ordnung Hildenbrandiales 116
Familie Hildenbrandiaceae 116
Hildenbrandia 116
Fachausdrücke 119
Rote Listen Literatur 121
Literaturverzeichnis 122