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Irene Bisang:

Biosystematische Studien an Lophozia subgen. Schistochilopsis (Hepaticae)

[Biosystematic study of Lophozia subgen. Schistochilopsis (Hepaticae)]

1991. 225 Seiten, 30 Abbildungen, 20 Tabellen, 17 Taf. im Anhang, 14x22cm, 450 g
Language: Deutsch

(Bryophytorum Bibliotheca, Band 43)

ISBN 978-3-443-62015-8, brosch., price: 56.00 €

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Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Die Familie der Lophoziaceae gilt als eine der schwierigsten Lebermoosfamilien der nördlichen Hemisphäre. Einerseits besteht ein ausgeprägter infraspezifischer Polymorphismus: Merkmale, die in anderen Familien zur Gattungstrennung gebraucht werden können, sind hier selbst zur Artunterscheidung ungeeignet. Andererseits ist die Umgrenzung supraspezifischer Einheiten, ihre taxonomische Rangstufe, sowie die Stellung einzelner Arten innerhalb derselben noch umstritten. Insbesondere die Gattung Lophozia bietet zahlreiche ungelöste taxonomische Probleme, die seit Jahrzehnten mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit genauerer Untersuchungen beiseite geschoben werden. Oft geht es dabei um die Unterscheidung innerhalb von Artenpaaren oder Artengruppen, in denen schwer bestimmbare "Übergangsformen" beobachtet werden. Die herkömmlichen taxonomischen Methoden führen nicht weiter.
Die vorliegende Arbeit hat folgende Ziele:
- Das Studium der Variationsbreite morphologischer und anatomischer Merkmale innerhalb der Artkomplexe Lophozia incisa/opacifolia und L. capitata/laxa der Untergattung Schistochilopsis Kitag. Dazu eignen sich die Biometrie und Vergleichskulturen. Diese Untersuchungen sollen Grundlagen liefern zur Beurteilung der taxonomischen Verwendbarkeit der Merkmale und die Frage klären, ob es sich bei den genannten Taxa um standortsbedingte Modifikationen oder um genetisch verschiedene Sippen handelt.
- Überprüfen der Eignung weiterer Methoden wie Cytologie, Chemotaxonomie, Isoenzym-Elektro- phorese und Reinkulturen zur Lösung obiger Fragestellung und weiterer systematischer Probleme innerhalb der Gattung Lophozia.
— Das Ausarbeiten eines Bestimmungsschlüssels für die Arten und Unterarten der Untergattung und eine kurze Beschreibung und nomenklatorische Bereinigung der Taxa.
Zum Aufbau der Arbeit:
Im II. Teil werden die verwendeten Methoden für alle untersuchten Taxa gemeinsam behandelt. Ergebnisse und Diskussion werden thematisch und nach Artkomplexen getrennt vorgestellt, wobei die Diskussion stets unmittelbar anschliessend an bzw. integriert in die Untersuchungsergebnisse im entsprechenden Kapitel erfolgt. Teil III beinhaltet die taxonomische Revision und Beschreibung der Sippen und im IV. Teil werden die Resultate der vorangehenden Kapitel synthetisch diskutiert.

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I EINLEITUNG 8
1. Problemstellung 8
2. Geschichte und Gliederung der Untergattung Schistochilopsis 9
II UNTERSUCHUNGEN 13
1. Material und Methoden 14
1.1 Morphologie und Anatomie 14
1.1.1 Vorgehen und statistische Verfahren 14
1.1.2 Herkunft der untersuchten Proben 15
1.1.3 Untersuchte Merkmale und Messverfahren 17
1.1.4 Karyologie 23
1.2 Inhaltsstoffe 23
1.2.1 Flavonoide 23
1.2.2 Isoenzyme 23
1.3 Kulturversuche 24
1.4 Ökologie 25
1.5 Chorologie 25
2. Der Lophozia incisa/opacifolia-Komlex 26
2.1. Einleitung 26
2.2 Morphologie und Anatomie 26
2.2.1 Statistisch erfasste Einzelmerkmale 27
2.2.2 Korrelation von Merkmalen 41
2.2.3 Hauptkomponentenanalyse 41
2.2.4 Diskriminanzfunktion 44
2.2.5 Diskussion kritischer Proben 46
2.2.6 Südamerikanische Belege: Lophozia boliviensis 46
2.2.7 Variabilität einzelner Merkmale 48
2.2.8 Karyologie 53
2.3 Inhaltsstoffe 54
2.3.1 Flavonoide 54
2.3.2 Isoenzym-Elektrophorese 54
2.4 Kulturversuche 59
2.5 Ökologie 62
2.5.1 Standort 62
2.5.2 Substrat 62
2.6 Chorologie 63
2.6.1 Verbreitungskarten 63
2.6.2 Diskussion zum Areal 64
2.6.3 Höhenverteilung der Fundorte 70
3. Lophozia grandireris 73
3.1 Morphologie und Anatomie 73
3.2 Höhenverbreitung 75
4. Der Lophozia capitata/laxa-Komplex 76
4.1 Einleitung 76
4.2 Morphologie und Anatomie 77
4.2.1 Statistisch erfasste Merkmale 77
4.2.2 Weitere Merkmale 85
4.2.3 Kombination von Merkmalen 87
4.2.4 Hauptkomponentenanalyse 88
4.2.5 Diskussion kritischer Proben 92
4.2.6 Karyologie 93
4.2.7 Unterscheidung von Lophozia exctsa 94
4.3 Isoenzym-Elektrophorese 94
4.4. Kulturversuche 95
4.5 Ökologie 97
4.5.1 Standort 97
4.5.2 Substrat 98
4.6 Chorologie 98
4.6.1 Verbreitungskarten 98
4.6.2 Auszuschliessende oder zweifelhafte Fundone 99
4.6.3 Diskussion zum Areal 104
4.6.4 Höhenverteilung der Fundorte 105
III TAXONOMISCHE BEARBEITUNG 107
1. Erläuterungen 108
2. Lophozia subg. Schistochilopsis 108
3. Bestimmungsschlüssel für die Sektionen, Arten und Unterarten 109
4. Lophozia sect. Obtusae 111
4.1 Lophozia obtusa 112
5. Lophozia sect. Heterogemma 113
5.1 Lophozia capitata 114
5.1a Lophozia capitata ssp. capitata 114
5.1b Lophozia capitata ssp. Iaxa 114
6. Lophozia sect. Incisae I 19
6.1 Lophozia grandiretis 120
6.2 Lophozia hyperarctica 122
6.3 Lophozia incisa 123
6.3a Lophozia incisa ssp. incisa 123
6.3b Lophozia incisa ssp. opacifolia 124
6.4 Lophozia nakanishii 132
6.5 Lophozia setosa 133
7. Lophozia sect. Schistochilopsis 134
7.1 Lophozia corauta 134
IV SCHLUSSDISKUSSION 136
1. Gedanken zum Artkonzept 136
2. Taxonomische Schlussfolgerungen 137
2.1 Lophozia incisa 137
2.2 Lophozia capitata 139
3. Gedanken zur Evolution der Sippen 141
3.1 Lophozia incisa 141
3.2 Lophozia capitata 142
4. Verwandtschaftliche Beziehungen innerhalb der Untergattung
Schistochilopsis und ihre systematische Stellung 142
ZUSAMMENFASSUNG 145
SUMMARY 146
V LITERATUR 147
Dank 156
VI ANHANG: Liste der untersuchten Proben 157
Verzeichnis der untersuchten Exsikkata 184
VII NAMEN-INDEX 186
VIII TAFELN 1 - 17