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Hans-Christian Kläge:

Segetalarten und -gesellschaften der nordwestlichen Niederlausitz und die Naturschutzstrategie zu ihrer Erhaltung

[Arable weeds and arable weed habitats of NW-lower Lusatia (Germany) and viable strategies for their preservation]

1999. 1. Auflage, VII, 142 Seiten, 31 Tabellen, 12 Vegetationstabellen, 14x22cm, 460 g
Language: Deutsch

(Dissertationes Botanicae, Band 304)

ISBN 978-3-443-64216-7, brosch., price: 56.00 €

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Contents

Text aus Kurzfassung top ↑

Am Beispiel der nordwestlichen Niederlausitz wird die Segetalflora beschrieben. Für jeden Standort werden charakteristische Segetalpflanzengesellschaften in ihrer Zusammensetzung und Gefährdung beschrieben. Weiterhin wird durch historische Betrachtung des Bestandes an Segetalpflanzen die heutige Gefährdung einzelner Arten eingeschätzt. Schlußfolgernd aus der Gefährdung von Gesellschaften und Arten wird ein Schutzkonzept beschrieben und in seiner Wirksamkeit diskutiert.

English text from abstract. top ↑

The arable weed flora of Lower Lusatia (Niederlausitz, Germany) and their natural habitat are studied and described. The peculiarities of these habitats are reflected by the existence of ten characteristic weed communities, characterized by the combination of special ecological-sociological typegroups.
All species of the arable weed floras were inventoried and the species composition of each individual flora was analysed. Typical phytosociological associations are the Teesdalio-Arnoseridetum, Papaveretum, Aphanno-Matricarietum, Euphorbio-Silenetum, Centunculo-Anthocerotetum, Chenopodio-Oxalidetum, Digitarietum, Setario-Galinsogetum, Thlaspio-Fumarietum and communities with Bolboschoenus maritimus, described in this volume.
The potential threat to arable weeds is determined from their natural living conditions. natural premises. The actual threat to these species is analysed by looking at their dynamics, their area of distribution and potential alternative habitats.
Endangered arable weeds species of Lower Lusatia were compiled in form of a red list. Based on this red list, a system of protective measures for arable weeds is developed and its effectiveness is discussed.

Bespr.: Tuexenia 20 (2000), S. 446 top ↑

Ackerwildkraut-Gesellschaften in artenreicherer Ausprägung sind heute vielfach (fast) ausgestorben. So ist es erstaunlich, daß es sie doch noch gibt, wie man auch nach dem Titel der vorliegenden Arbeit (110 DM) erwarten kann. Ein Vergleich mit früheren Zeiten läßt zwar deutliche Rückgänge für die Niederlausitz erkennen, es können aber noch recht regelmäßig 192 Arten gefunden werden. Hierüber gibt es einen breiten zeitlichen Überblick.

Der Verfasser hat bereits 1975 seine Diplomarbeit über ein ähnliches Thema geschrieben und seinen Kenntnisstand später erweitert, sowohl hinsichtlich der aktuellen Situation als auch über geschichtliche Vorgänge. Zugrunde liegt nun ein großes Datenmaterial (665 Aufnahmen), das in z. T. sehr großen Tabellen zusammengestellt ist. Allerdings sind auch Aufnahmen aus den 1960er Jahren mit erfaßt, was den aktuellen Bezug möglicherweise aufweicht. Die räumliche Verteilung der Aufnahmenflächen wird in etlichen Karten gesellschaftsbezogen dargestellt. Besonders viele Aufnahmen gibt es vom Teesdalio-Arnoseridetum, Papaveretum argemones, Aphano-Matricarietum und Euphorbio-Silenetum noctiflorae sowie vom Centunculo-Anthoceretum. Die abschließende Übersichtstabelle hätte in komprimierterer Form wesentlich klarer sein können.

Längere Ausführungen gelten auch dem Artenschutz mit speziellen Angaben zur Niederlausitz. Einzelne Feldflorareservate werden kurz beschrieben und neue Schutzstrategien entwickelt. Insgesamt ein wertvoller Beitrag zu diesen stark bedrohten Vegetationstypen.

H. Dierschke

Tuexenia 20 (2000), S. 446

Inhaltsverzeichnis top ↑

1 Einleitung I

2 Material und Methoden 2
3 Das Untersuchungsgebiet 4
3.1 Lage 4
3.2 Die Landschaftsfaktoren 4
3.2.1 Oberflächengestalt und Landschaftsformen 5
3.2.1.1 Altmoränenlandschaft 5
3.2.1.2 Jungmoränenlandschaft 6
3.2.1.3 Holozäne Landschaftselemente 7
3.2.2 Gesteine, Böden 7
3.2.2.1 Prätertiärer Untergrund 7
3.2.2.2 Böden 8
3.2.3 Gewässer 10
3.2.4 Klima 11
3.3 Vegetation 14
3.3.1 Potentielle natürliche Vegetation 14
3.3.2 Anthropogen beeinflußte Vegetation 15
3.3.3 Pflanzengeographie 16
3.4 Tierwelt 19
3.5 Naturräumliche Einheiten 19

4 Die Segetalgesellschaften 25
4.1 Grundsätze der pflanzensoziologischen Zuordnung 25
4.2 Ökologisch - soziologische Artengruppen 27
4.3 Segetalgesellschaften 32
4.3.1 Teesdalio-Arnoseridetum miniman (Malc. 29) Tx. 37 em. Schub. et Mahn 68 35
4.3.2 Papaveretum argemonis (Libb. 32) Krusem. et Vlieg. 39 36
4.3.3 Aphano-Matricarietum chamomillae Tx. 37 emend. Schub. et Mahn 68 37
4.3.4 Euphorbio exiguae-Silenetum noctiflorae G. Müll. 64 38
4.3.5 Centunculo-Anthocerotetum punctati W. Koch ex Libbert 32 39
4.3.6 Chenopodio-Oxalidetum fontanae Siss. 50 nom. inv. Th. Müll. et Oberd. 83 41
4.3.7 Intensivhackfruchtkulturen nährstoffarmer Standorte 42
4.3.8 Intensivhackfruchtgesellschaften nährstoffreicher Standorte 43
4.3.9 Sonderstandorte - Bolboschoenus maritimus-Bestände 44
5 Veränderungen von Flora und Vegetation 45
5.1 Segetalartenbestand 45
5.1.1 Ur- und frühgeschichtliche Funde 45
5.1.2 Bestand im 16. Jahrhundert - FRANKE (1594) 47
5.1.3 Bestand zu Beginn des 19. Jahrhunderts - RABENHORST (1839) 50
5.1.4 Bestand nach den Separationen am Ende des 19. Jahrhunderts - BOHNSTEDT
(1882, 1889) 54

5.1.5 Wandlungen der Ackerunkrautflora - ALWIN ARNDT (1955) 55

5.1.6 Heutiger Bestand 56
5. 2 Zusammenfassung - Entwicklung und Gefährdung der Segetalvegetation 57

6 Segetalartenschütz 64
6.1 Historische Schutzbemühungen 64
6.2 Segetalartenschutz in der nordwestlichen Niederlausitz 66
6.2.1 Ackerschonstreifenprogramm 67
6.2.2 Feldflorareservate 72
6.2.2.1 Freesdorfer Borchelt 74
6.2.2.2 Hammelstall Kasel-Golzig 74
6.2.2.3 Bornsdorfer Weinberg 75
6.2.2.4 Nutzung eines Weinbergs 76
6.2.3 Neue Schutzstrategien 79
6.3 Schlußfolgerungen für ein Schutzkonzept 80
6.4 Grundsätze für den Segetalartenschutz 89
7 Literaturverzeichnis 90
8 Kartenverzeichnis 105