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Anne-Kathrin Jackel:

Strategien der Pflanzenarten einer fragmentierten Trockenrasengesellschaft

Vegetationskundliche und populationsbiologische Untersuchungen im Thymo-Festucetum cinereae

[Adaption strategies of plants to fragmented habitats: A study of the population biology of the Thymo-Festucetum cinereae plant community]

1999. 1. Auflage, XII, 253 Seiten, 70 Abbildungen, 42 Tabellen, 14x22cm, 510 g
Language: Deutsch

(Dissertationes Botanicae, Band 309)

ISBN 978-3-443-64221-1, brosch., price: 56.00 €

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Contents

Bespr.: Tuexenia 20 (2000), S. 448 top ↑

Das Thema enthält gleich mehrere aktuelle Fragestellungen. Gewinnen doch populationsbiologische Untersuchungen zunhemend an Bedeutung für die genauere Durchleuchtung von Pflanzengesellschaften, und die Fragmentierung von Lebensräumen ist ein viel diskutiertes Problem im Naturschutz. Das Untersuchungsobjekt sind die Pflanzen eines Trockenrasens der Porphyrkuppen bei Halle/Saale (ein Teil unserer Mitglieder hat sie 1999 kennengelernt; s. auch den Beitrag M. PARTZSCH in diesem Band). Die kleinflächigen Bestände wachsen an besonders trockenen Stellen, sind voneinander getrennte Arten haben nur (noch) kleine Populationen. Gefragt wird nach eigenschafen und Anpassungen der Arten, die ein Überleben ermöglichen und nach Typen ähnlichen Verhaltens, heute oft als "plant functional types" bezeichnet. Bearbeitet wurden 5 Flächen, Teilfragen auch auf weiteren Kuppen. Über drei Vegetationsperioden wurden die Arten auf Dauerflächen detailliert verfolgt. Ein Schwerpunkt waren Diasporenbank- und regen, ein weiterer genauere populationsbiologische Untersuchungen, bevorzugt an Anthericum liliago, Biscutella laevigata, Festuca cinerea und Hieracium pilosella. Allgemeinere Ergebnisse gibt es für viele Arten (z. B. Verteilung der Individuen, Jahresdynamik, Keiimung, vegetative Regeneration nach Trockenperioden). Durch multivariaten Ergebnisvergleich ließen sich schließlich 5 Artengruppen unterscheiden, im Sinne der oben angesprochenen funktionellen Typen. Lebensdauer, generative und/oder vegetative Regeneration und Diasporengröße erwiesen sich als wichtige Krieterien. Insgesamt gibt es viele interessante Ergebnisse und zugleich Anregungen zu weiteren derartigen Arbeiten (110 DM).

H. Dierschke

Tuexenia 20 (2000), S. 448

Bespr.: Zeitschrift für Ökologie u. Naturschutz 9 (2001) 4 top ↑

Das Thema enthält gleich mehrere aktuelle Fragestellungen. Gewinnen doch populationsbiologische Untersuchungen zunehmend an Bedeutung für die genauere Durchleuchtung von Pflanzengesellschaften, und die Fragmentierung von Lebensräumen ist ein viel diskutiertes Problem im Naturschutz. Das Untersuchungsobjekt sind die Pflanzen eines Trockenrasens der Porphyrkuppen bei Halle/Saale. Die kleinflächigen Bestände wachsen an besonders trockenen Stellen, sind voneinander getrennt und manche Arten haben nur (noch) kleine Populationen. Gefragt wird nach Eigenschaften und Anpassungen der Arten, die ein Überleben ermöglichen und nach Typen ähnlichen Verhaltens, heute oft als "plant funktional types" bezeichnet. Bearbeitet wurden 5 Flächen, Teilfragen auch auf weiteren Kuppen. Über drei Vegetationsprioden wurden die Arten auf Dauerflächen detailliert verfolgt. Ein Schwerpunkt waren Diasporenbank und -regen, ein weiterer genauere populationsbiologische Untersuchungen, bevorzugt an Anthericum liliago, Biscutella laevigata, Festuca cinerea und Hieracium pilosella. Allgemeinere Ergebnisse gibt es für viele Arten (z. B. Verteilung der Individuen, Jahresdynamik, Keimung, vegetative Regeneration nach Trockenperioden). Durch multivariaten Ergebnisvergleich ließen sich schließlich 5 Artengruppen unterscheiden, im Sinne der oben angesprochenen funktionellen Typen. Lebensdauer, generative und/ oder egetative Regeneration und Diasporengröße erwiesen sich als wichtige Kriterien. Insgesamt gibt es viele interessante Ergebnisse und zugleich Anregungen zu weiteren derartigen Arbeiten.

Hartmut Dierschke

Zeitschrift für Ökologie und Naturschutz 9 (2001) 4, S. 254

Inhaltsverzeichnis top ↑

A. Einleitung 1
B. Das Untersuchungsgebiet 5
1. Naturräumliche Lage 5

2. Klima 5
3. Geologie 8
4. Böden 9
5. Landwirtschaftliche Nutzung 10
6. Vegetation 10
7. Thymo-Festucetum cinereae 12
C. Material und Methoden 15
1. Untersuchungsflächen 15
1.1. Hauptuntersuchungsflächen 15

1.2. Weitere Untersuchungsflächen 20

2. Die Vegetation der Untersuchumgsflächen 22
2.1. Vegetationsaufnahmen 22
2.2. 1m2-Kartierung 22

2.3. Jahreszeitliche Dynamik der Arten 22
3. Diasporenregen 23
3.1. Untersuchung des Diasporenregens 23
3.2. Vegetationsaufnahmen um Diasporenfallen 25
3.3. Statistische Analyse 25
4. Diasporenbank 25
4.1. Untersuchungsmethoden 25
4.2. Probenahme 26
4.3. Kultivierung 27
4.4. Diasporenbank-Transekt 28
4.5. Klassifikation der Dauerhaftigkeit der Diasporenbank 28
5. Keimversuche 29
5.1. Keimversuche im Klimaschrank 29
5.2. Tetrazoliumtest 31

5.3. Auswertung der Keimungsexperimente 31

6. Eigenschaften der Thymo-Festucetum-Arten 32
7. Multivariate Analyse von Arten und Eigenschaften 33
7.1. Allgemeines zur Anwendung von Ordinationen 33
7.2. Auswahl der Arten und Eigenschaften für die Ordination 34
7.3. Statistische Analyse der Korrelation der Eigenschaften 36
7.4. Ordination 36

7.5. Clusteranalyse 36
8. Populationsbiologische Untersuchungen 37
8.1. Angaben zu den ausgewählten Arten 37
8.2 Lage der untersuchten Populationen 41
8.3. Aussaat- und Vergrabungsversuche 42
8.3.1. Aussaatversuche 43
8.3.2.Vergrabungsexperimente 44
8.3.3. Statistische Analyse 45
8.4. Vergleichende Untersuchungen an mehreren Populationen 45
8.4.1. Populationszählungen 45
8.4.2. Diasporenproduktion 45
8.4.3. Wuchshöhe 45
8.4.4. Diasporengewicht 46
8.4.5. Keimungsexperimente 46
8.4.6. Statistische Analyse 46
9. Nomenklatur 46
D. Ergebnisse 47
1. Die Vegetation der Untersuchungsflächen 47
1.1. Die Verbreitung der Arten auf den Untersuchungsflächen 47
1.2. Die jahreszeitliche Dynamik der Arten 53

1.2.1. Jahreszeitliche Dynamik der Annuellen 53
1.2.2. Jahreszeitliche Dynamik der mehrjährigen Arten 56
1.2.2.1. Jahreszeitliche Dynamik des Keimlingsauflkommens 56
1.2.2.2. Auftreten von Adulten und Keimlingen verschiedener Arten auf den Dauerquadraten 58

1.2.2.3. Überlebensraten der Keimlinge verschiedener Arten 65
1.2.2.4. Jahreszeitliche Dynamik der generativen und vegetativen Regeneration
verschiedener Arten 65
1.2.2.5. Die vegetative Regeneration nach der sommerlichen Trockenperiode 87
2. Diasporenregen 88
2.1. Der jahreszeitliche Verlauf des Diasporenregens 88
2.2. Vergleich des Diasporenregens mit der Vegetation der Untersuchungsfläche 91
2.2.1. Vergleich des Diasporenregens mit der gesamten Vegetation der
Untersuchungsflächen 91
2.2.2. Vergleich des Diasporenregens mit der Vegetation unmittelbar um die
Diasporenfallen 95
3. Diasporenbank 96
3. 1. Diasporendichte und Artenzahl der Diasporenbank
zweier Thymo-Festucetum-Bestände auf dem «Kleinen Lunzberg» 96

3.2. Jahreszeitliche Dynamik der Diasporenbank
zweier Thymo-Festucetum-Bestände auf dem «Kleinen Lunzberg» 98
3.3. Die Diasporenbank der Hauptuntersuchungsflächen 101
3.4. Die Diasporenbanktypen der untersuchten Arten 110
4. Keimungsbedingungen 112
5. Eigenschaften der Arten des Thymo-Festucetum 116

6. Multivariate Analyse von Arten und Eigenschaften 122

6.1. Korrelationen zwischen Eigenschaften der Thymo-Festucetum-Arten 122
6.2. Ausgewählte Ordinationen 124
6.3. Clusteranalyse 131
7. Populationsbiologische Untersuchungen 135
7.1. Anthericum liliago 135
7.2. Biscutella laevigata 138
7.3. Festuca cinerea 141
7.4. Hieracium pilosella 145
E. Diskussion 149
1. Biologisch-ökologische Eigenschaften der Arten des Thymo-Festucetum und
Klassifikation funktioneller Gruppen 149
1.1. Vegetative Regeneration 149
1.2. Generative Regeneration 149
1.2.1. Generative Regeneration bei Annuellen 149
1.2.2. Generative Regeneration bei Biennen und Perennen 150
1.3. Diasporenregen 150
1.3. I. Der jahreszeitliche Verlauf des Diasporenregens 150
1.3.2. Vergleich des Diasporenregens mit der Vegetation der Untersuchungsfläche 152
1.4. Diasporenbank 153
1.4.1. Jahreszeitliche Dynamik der Diasporenbank 153

1.4.2. Die Diasporenbank der Hauptuntersuchungsflächen 154
1.4.3. Die Diasporenbanktypen der untersuchten Arten 157
1.4.4. Vergleich der gefundenen Diasporenbanktypen mit Angaben aus der Literatur 157

1.4.5. Diasporengroße und Diasporenbank 161
1.5. Keimungsbedingungen 161
1.5.1 Dormanz und Dormanzpolymorphismus 161
1.5.2. Der Zeitpunkt der Keimung im Freiland 164
1.6. Eigenschaften der Arten des Thymo-Festucetum 166
1.7. Multivariate Analyse von Arten und Eigenschafien 170
1.7.1. Die Klassifikation funktioneller Gruppen 170

1.7.2. Korrelationen zwischen Eigenschaßen der Thymo-Festucetum-Arten 171

1.7.3. Die Klassifikation der Arten in Ordination und Clusteranalyse 172

2. Populationsbiologische Untersuchungen an ausgewählten Arten 177
2.1. Anthericum liliago 177
2.2. Biscutella laevigata 177
2.3. Festuca cinerea 179
2.4. Hieracium pilosella 179
2.5 Vergleich der populationsbiologisch untersuchten Arten
und Gefährdungsanalyse 180

3. Synthese und Forschungsdefizite 182
3.1. Wie sind die Pflanzenarten des Thymo-Festucetum an ihren stark
fragmentierten Lebensraum und die extremen Standortbedingungen angepaßt? 182
3.2. Sind bestimmte Eigenschaften der Thymo-Festucetum-Arten mit der Häufigkeit
ihres Auftretens an geeigneten Standorten des Untersuchungsgebietes korreliert? 184

3.3. Zeigen kleine Populationen seltener Arten des Thymo-Festucetum Anzeichen
erhöhter Gefährdung? 193
F. Zusammenfassung 195
G. Summary 199
H. Literatur 203
I. Anhang 214