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Mechthild Kalhoff:

Das Feinwurzelsystem in einem Kiefern-Eichen-Mischbestand

Struktur, Dynamik und Interaktion

2000. XIV, 199 Seiten, 86 Abbildungen, 38 Tabellen, 14x22cm, 440 g
Language: Deutsch

(Dissertationes Botanicae, Band 332)

ISBN 978-3-443-64244-0, brosch., price: 46.00 €

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KieferEicheWurzelMischbestandTrockenheitBiomasseStreß

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

In einem Kiefern-Eiche-Mischbestand im Grunewald (Berlin) wurde das Feinwurzelsystem mit Hilfe verschiedener Methoden (sequential coring, ingrowth core und einem experimentellen Ansatz der ingrowth-core-Methode) untersucht. Zu verschiedenen Zeitpunkten wurden Bodenproben gewonnen, darin die Feinwurzelmassevorräte ermittelt und die Wurzeln der einzelnen Arten hinsichtlich ihrer Morphologie, Verteilung und Dynamik für jede Durchmesserklasse und jeden Bodenhorizont untersucht. Die Feinwurzelparameter wurden mit der oberirdischen Bestandsstruktur in der Umgebung jeder Beprobungsstelle in Beziehung gesetzt. Insgesamt zeigte sich eine hohe Variabilität der Feinwurzelparameter. Die feinsten Wurzeln waren fast durchgehend in allen Bohrkernen vorhanden, während größere Durchmesserklassen häufig fehten.

Content Description top ↑

In a mixed pine-oak stand in the Grunewald (Berlin) the fine root system was investigated to characterize fine root distribution, dynamics and interactions. The standing crop of fine root biomass was determined using the sequential coring method. For each species (Pinus sylvestris, Quercus robur and Q. petraea in the canopy layer and Prunus serotina in the understory) morphology, distribution and dynamics of the fine roots were analyzed for each diameter class in the different soil horizons. To characterize the above and below ground neighborhood the above ground structure of the stand in the vicinity of each soil core sample was set into relation to the fine root parameters. The fine root parameters showed enormous variability. The finest roots were distributed most regulary, while greater diameter roots were absent in many soil cores.

Bespr: Tuexenia 20 (2000), S. 453 top ↑

Der Wurzelraum von Pflanzen ist erst relativ spät in den Mittelpunkt von Forschungsprojekten gerückt, nicht zuletzt wegen seiner schwierigen Aufarbeitung. Erst bei stärker ökosystemaren Ansätzen mußten auch die Wurzeln stärker berücksichtigt werden, um zu Gesamtbilanzen verschiedener Faktoren zu gelangen, aber auch die Beziehungen zur Umwelt der Pflanzen genauer kennenzulernen. Hier gilt den Feinwurzeln besonderes Interesse, wie auch in der vorliegenden Arbeit als Teil eines Projektes "Ballungsraumnahe Waldökosysteme" in Berlin. Das Untersuchungsobjekt ist ein Kiefernforst mit natürlicher Eichenverjüngung auf einem armen Sandboden, mit Sommertrockenheit und Immissionen als Streßfaktoren. Die artgepflanzte Kiefer zeigt, unabhängig von der heutigen Bestandesdichte, eine recht gleichmäßige Wurzelverteilung im Gegensatz zur nachwachsenden Stiel- und Traubeneiche, wobei die Kiefernwurzeln im obersten Boden konzentriert sind, während die Eichen einen größeren Bodenbereich erschließen. Weiter gibt es zahlreiche Daten zu Produktion und Biomasse, Wachstum der Feinwurzeln im Jahresverlauf, Reaktion auf Änderungen der Bodenfeuchte. Auch die Walddynamik mit nachwachsenden Eichen wird diskutiert, wobei diese an Konkurrenzkraft die Kiefer übertreffen. Insgesamt ein interessanter Beitrag zur Waldökosystemforschung (90 DM).

H. Dierschke

Tuexenia 20 (2000), S. 453

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