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Beate Kubitz:

Die holozäne Vegetations- und Siedlungsgeschichte in der Westeifel am Beispiel eines hochauflösenden Pollendiagrammes aus dem Meerfelder Maar

[History of Holocene vegetation and settlement of the Western Eifel region (Germany) using a high resolution pollenprofile from the Meerfeld Maar]

2000. 106 Seiten, 16 Abbildungen, 5 Tabellen, 2 Pollendiagramme als Beilage, 14x22cm, 260 g
Language: Deutsch

(Dissertationes Botanicae, Band 339)

ISBN 978-3-443-64251-8, brosch., price: 41.00 €

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Keywords

Holozän.VegetationWesteifelMeerfeldMaarPollenDiagramm

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

In der vorliegenden Arbeit wurde ein Profil mit gewarvten Seesedimenten aus dem Meerfelder Maar zur Klärung der holozänen Vegetations- und Siedlungsgeschichte pollenanalytisch untersucht. Ziel der Untersuchung ist die Verknüpfung der palynologischen Ergebnisse mit einer kalendarischen Zeitskala, die auf Jahresschichtenzählungen beruht. Bei der Diskussion um die potentielle natürliche Vegetation ist die Palynologie prädestiniert, wertvolles Datenmaterial bereitzustellen, das auch viel stärker von der Vegetationskunde genutzt werden sollte.

Content Description top ↑

In this doctoral thesis palynological studies have been carried out on a core from Meerfelder Maar (Eifel, NW-Germany) in order to reconstruct natural and anthropogenically influenced vegetation history of the Holocene. The aim of these pollen analysis is the combination of palynological results with a time scale based on varve chorology. the palynology should be intensive used in the discussion about potential natural vegetation.

Inhaltsverzeichnis top ↑


1. Einleitung und Zielstellung 5
2. Stand der Forschung 5
2.1. Die palynologische Erforschung des Holozäns in der Vulkaneifel 5
2.2. Datierung und Zonierung von Pollendiagrammen (PD) 6
2.3. Die Pollenanalyse und Siedlungsgeschichte 7
3. Untersuchungsgebiet 8
3.1. Geographische Lage und geomorphologische Angaben des Meerfelder Maares 8
3.2. Das Klima 11
3.3. Geologie 13
3.4. Böden 14
3.5. Die rezente Vegetation 16
4. Material und Methoden 17
4.1. Das Sedimentprofil/Sedimentationsraten 17
4.2. Die Laborarbeiten 20
4.3 . Mikroskopiertechnik/Probenzählung 20
4.4. Datenverarbeitung 21
4.5. Chronologie 23
4.6. Die Darstellung der Ergebnisse in Pollendiagrammen (PD) 24
5. Diagrammbeschreibung 24
5.1. (Local) Pollen Assemblage Zones 24
6. Interpretationskriterien 33
6.1. Der Einfluß geographischer, geomorphologischer und klimatischer
Faktoren auf den Pollenniederschlag 33
6.2. Pollenproduktivität und Repräsentativität 34

6.3. Anthropogene Indikatoren 35
7. Der Wandel der Vegetation im Laufe der Besiedlungsgeschichte anhand
palynologischer Untersuchungen aus dem Meerfelder Maar 38
7.1. Historische und archäologische Daten zur Besiedlungsgeschichte 38
7.2. Ablauf der Vegetations- und Siedlungsgeschichte im Profil MFM 6
42
7.2.1. PAZ 1 MFM 6 42
7.2.2. PAZ 2 MFM 6 42
7.2.3. PAZ 3 MFM 6 45
7.2.4. PAZ 4 MFM 6 45
7.2.5. PAZ 5 MFM 6 47
7.2.6. PAZ 6 MFM 6 51
7.2.7.PAZ7MFM6 52
7.2.8. PAZ 8a MFM 6 58
7.2.9. PAZ 8b MFM 6 58
7.2.10.PAZ8cMFM6 59
7.2.11. PAZ 9 MFM 6 59
7.3. Historische Waldgeschichte und-nutzungen 63
7.4. Der Ulmenfall in NW-Europa und im Profil MFM 6 67
7.5. Die Fagus-Expansion im Holozän 71
7.5.1. Fagus im Pollendiagramm aus dem Meerfelder Maar 71
7.5.2. Diskussionsgrundlagen zur Fagus-Expansion im Holozän 72
7.6. Zum Problem der potentiellen natürlichen Vegetation 76
7.6.1. Definitionell 76
7.6.2. Anhaltspunkte und Methoden zum Bestimmen der PNV 77
7.6.3. Rekonstruktion der PNV der Westeifel aufgrund der Betunde im
Meerfelder Maar. 79
8. Zusammenfassung 81
Summary 82
9. Abkürzungen 83
10. Verzeichnis der Abbildungen 83
11. Literaturverzeichnis 84
Anhang:
Anhang 1: Pollenbestimmung Poaceae
Anhang 2: Vereinfachtes Influxdiagramm MFM 6 Holozän
Anhang 3: Gesamtpollendiegramm MFM 6 Holozän

Synopsis top ↑

Ein Profil mit laminierten Seesedimenten aus dem Meerfelder Maar in der Eifel (NW-Deutschland) wurde zur Klärung der holozänen Vegetations- und Siedlungsgeschichte pollenanalytisch untersucht. Dabei konnten die palynologischen Ergebnisse mit einer jährlichen Zeitskala, die auf der Zählung der Jahresschichten (Warven) beruht (GFZ Potsdam, Arbeitsgruppe NEGENDANK), verknüpft werden.

Beginnend mit dem Ulmener Maar-Tuff (in 691 cm Tiefe bei 11.000 Warvenjahren B.P.) wurden bis in eine Tiefe von 20 cm unter der Sedimentoberfläche über 400 Proben analysiert. Um eine hohe zeitliche Auflösung zu erreichen, wurde besonders auf einen dichten Probenabstand (2 bis 1 cm) Wert gelegt.

Aufgrund der vorliegenden palynologischen und warvenanalytischen Ergebnisse lassen sich Aussagen zur natürlichen Vegetationsentwicklung im Zusammenhang mit dem Siedlungsgeschehen in der Westeifel recht präzise zeitlich einordnen. Eine Verbesserung der Warvenchronologie konnte angeregt werden.

Zusätzlich werden Vorschläge zur konkreten Nutzung der Pollenanalyse in der Vegetationskunde, speziell bei der Diskussion um die PNV (Potentielle natürliche Vegetation) gemacht.