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Ulrike Lohwasser:

Biosystematische Untersuchungen an Ranunculus auricomus L. (Ranunculaceae) in Deutschland

[A study of the biosystematics of Ranunculus auricomus L. (Ranunculaceae) in Germany]

2001. 220 Seiten, 68 Abbildungen, 11 Tabellen, 14x22cm, 450 g
Language: Deutsch

(Dissertationes Botanicae, Band 343)

ISBN 978-3-443-64255-6, brosch., price: 56.00 €

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Keywords

RanunkelUntersuchungEuropaKleinartZytologieHomogenitätBotanik

Contents

Kurzbeschreibung top ↑

Der Ranunculus auricomus-Komplex ist europaweit verbreitet mit Schwerpunkt in Zentrateuropa. Im wesentlichen werden für Zentrateuropa drei Hauptarten unterschieden. Bearbeitungen in Nordeuropa sehen eine Untergliederung in mehr als 700 Kleinarten vor. Aufgrund der sehr großen morphologischen Variabilität bereitet die Bestimmung der "Auricomi" große Probleme. Nach Auffassung der meisten Autoren ist die fakultative Apomixis in Verbindung mit Polyploidie für die Vielzahl von Kleinarten verantwortlich.

Nach Aufsammlung von 125 Populationen in Deutschland zwischen Kassel und Usedom wurden diese morphologisch und zytologisch untersucht, um anhand dieser Merkmale zu versuchen, eine Einteilung der Populationen in Kleinarten nach dem "agamospecies concept" vorzunehmen. Bei der morphologischen Betrachtung wurden die Blattform und die Blattabfolge sowie die Blüten- und Fruchtmerkmale einer Analyse unterzogen. Besonderes Augenmerk wurde hierbei auf eine vergleichende Wuchsformenanalyse gelegt. Auch wurde der Einfluss abiotischer Faktoren bearbeitet. Mit Hilfe molekulargenetischer Untersuchungen (RAPD- Analyse) wurden einzelne Populationen auf Homogenität und Verwandtschaft untersucht. Aufgrund der großen morphologischen und genetischen Variabilität war eine Einteilung in Kleinarten innerhalb eines Ranunculus auricomus-Aggregates nicht möglich, die Einordnung unter Hauptarten erwies sich als nicht sinnvoll. So bleibt im Moment nur die Einordnung aller Sippen unter Ranunculus auricomus L. sensu lato.

Bespr.: Tuexenia 21, 2001, S. 308/309 top ↑

Wenn in der Vegetationskunde von Ranunculus auricomus gesprochen wird, ist klar, daß es sich nur um eine (oder auch mehrerere) der vielen Kleinarten handelt, die schwer zu unterscheiden sind. In der vorliegenden Arbeit werden 125 Populationen in einem Transekt von Nordhessen bis ins nordöstliche Mecklenburg morphologisch, zytologisch und genetisch untersucht. Die oft benutzten Blattmerkmale können selbst an einem Pflanzenpolykormon variieren, sind insgesamt aber nicht deutlich trennbar, wie auch andere morphologische Merkmale. Selbst bei abgestufter Düngung bzw. unterschiedlicher Beleuchtung streuen die Merkmale stark. Alle Pflanzen haben einen tetraploiden Chromosomensatz, zeigen andererseits eine große genetische Diversität. Für den "Anwender", z. B. den Vegetationskundler, bleibt die erleichternde Feststellung, daß nach den vorliegenden Ergebnissen eine Aufteilung in Kleinarten wenig sinnvoll ist. Zahlreiche Blattzeichnungen zeigen die große Variabilität, aber auch Gemeinsamkeiten ganz verschiedener Wuchsorte. Die umfangreiche Wuchsortbeschreibung im Anhang zeigt, daß die untersuchten Pflanzen aus ganz unterschiedlichen Vegetationstypen stammen, wo man durchaus eine deutlichere Differenzierung erwarten könnte (Wiesen, Parks, Waldränder, Wälder u. a.).

H. Dierschke

Tuexenia 21, 2001, S. 308/309

Inhaltsverzeichnis top ↑

1. Einleitung 1
2. Untersuchungsgebiet und Untersuchungsmethoden 11
2.1. Untersuchungsgebiet 11
2.2. Standortuntersuchungen 12
2.2.1. Bodenuntersuchungen 12
2.2.2. pH-Wert 12
2.3. Morphologische Untersuchungen 12
2.4. Bestimmung der Arten 21
2.5. Wuchsformenanalyse 21
2.6. Zytologische Untersuchungen 22
2.7. RAPD-Analyse 22
2.8. Aussaatversuch / Bodenversuch 24
2.9. Düngeversuch 25
2.10. Lichtversuch 26
3. Ergebnis 27
3.1. Untersuchungsgebiet 27
3.2. Standortuntersuchungen 27
3.2.1. Bodenuntersuchungen 27
3.2.2. pH-Wert 27
3.3. Morphologische Untersuchungen 28
3.4. Bestimmung der Arten 37
3.4.1. Probleme bei der Artbestimmung 56
3.4.2. Artbestirumung auf zwei Untersuchungsflächen an einem Fundort 60
3.4.3. Artbestimmung der Pflanzen eines Rhizoms 61
3.5. Wuchsformenanalyse 62
3.6. Zytologische Untersuchungen 67
3.7. RAPD-Analyse 67
3.8. Aussaatversuch / Bodenversuch 70
3.9. Düngeversuch 73
3.10. Lichtversuch 74

4. Diskussion 77
5. Zusammenfassung / Summary 93
6. Literatur 97
7. Anhang 111