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Ute Maurer:

Pflanzenverwendung und Pflanzenbestand in den Wohnsiedlungen der 1920er und 1930er Jahre in Berlin - ein Beitrag zur historischen Pflanzenverwendung

[Plant usage and inventory of housing areas built between 1920 and 1930 in Berlin, Germany - a contribution to the study of historical plant usage]

2002. 221 Seiten, 14x22cm, 490 g
Language: Deutsch

(Dissertationes Botanicae, Band 353)

ISBN 978-3-443-64265-5, brosch., price: 60.00 €

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Keywords

PflanzenverwendungArtenvielfaltBerlin

Contents

Kurzfassung top ↑

Die Pflanzenverwendung und der Pflanzenbestand in den Wohnsiedlungen der 1920er und 1930er Jahre in Berlin sind Gegenstand der Untersuchung. Im Mittelpunkt stehen die Aufnahme und Interpretation des aktuell gepflanzten sowie wildwachsenden Artenspektrums und die Rekonstruktion der Originalbepflanzung in den Freiflächen aus den 1920er und 1930er Jahren anhand von Archivalien. Insgesamt konnten in dreizehn Untersuchungsgebieten 241 gepflanzte Gehölzsippen, 536 wildwachsende Farn- und Blütenpflanzen und sieben Moosarten in neun Biotoptypen nachgewiesen werden. Vierzehn hier wildwachsende Farn- und Blütenpflanzen gelten als gefährdet für Berlin. Das Besondere im Artenspektrum der Wohnsiedlungen der 1920er und 1930er Jahre ist der hohe Anteil an alten Obst- und Ziergehölzen sowie verwilderten Nutz- und Zierpflanzen. Abschließend werden Potentiale bzw. Risiken für die Artenvielfalt in der Stadt aufgezeigt und die Erhaltung der hohen Artenvielfalt und Standortstrukurdiversität im Zusammenhang mit Zielen des Naturschutzes und der Gartendenkmalpflege diskutiert.

Inhaltsverzeichnis top ↑

Zusammenfassung 7
Summary 9
1 Einleitung 11
2 Rückblick - Berlin in den 1920er und 1930er Jahren 14
2.1 Berlins städtebauliche Entwicklung um die Jahrhundertwende 14
2.2 Sozialer Wohnungsbau der Weimarer Republik (1918-1933) 14
2.3 Wohnungsbaupolitik im Nationalsozialismus (1933-1945) 17
2.4 Architekturstile der 1920er und 1930er Jahre in Berlin 19
2.5 Entscheidende Phasen der Grünflächenpolitik bis 1945 22
2.6 Das Bild des Gartenarchitekten in der Gesellschaft bis 1945 25
2.7 Freiraumgestaltung im Wohnungsbau der 1920er und 1930er Jahre 26
3 Methoden 35
3.1 Auswahl der Wohnsiedlungen der 1920er und 1930er Jahre 35
3.2 Flora- und Vegetationsaufnahmen 36
3.3 Kriterien für eine Einteilung in spontane und gepflanzte Gehölze 38
3.4 Kriterien für eine Einteilung in wildwachsende Nutz- und
Zierpflanzen 39
3.5 Ökologische Auswertung 40
3.6 Statistische Auswertung 42
4 Beschreibung der Untersuchungsgebiete 44
4.1 Städtebauliche Einordnung innerhalb Berlins 44
4.2 Geologie und Boden 46
4.3 Klima und Wasserhaushalt 49
4.4 Beschreibung der Biotoptypen 52
5 Untersuchung der Gehölzvorkommen 59
5.1 Artenzahlen 59
5.2 Lebensformtypen und Blattausdauer 60
5.3 Nutzungsformen 62
5.4 Stetigkeit kultivierter und spontaner Gehölze 64
5.5 Herkunft und Einwanderungszeit 66
5.6 Verjüngungs- und Ausbreitungstendenzen 68
5.7 Gefährdete Gehölze 72
5.8 Historische Analyse 72
5.8.1 Einführungsgeschichte der Gehölze bis in die 1930er Jahre 72
5.8.2 Originalbepflanzung an Gehölzen der 1920er und 1930er Jahre 76
5.8.3 Nachpflanzungen an Gehölzen bis in die 1990er Jahre 80
5.9 Vergleich der Wohnsiedlungen der 1920er und 1930er Jahre in Berlin 83
5.9.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede 83
5.9.2 Vergleich der Gehölzspektren im Ost- und Westteil Berlins 87
5.9.3 Vergleich mit Hufeisen- (1925-1927) und Onkel Tom-Siedlung
(1926-1931) in Berlin 89
5.10 Vergleich mit Wohnsiedlungen der 1920er und 1930er Jahre in
Hamburg und Leipzig 92
6 Untersuchung der wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen 94
6.1 Artenzahlen und Stetigkeit 94
6.2 Lebensformtypen 97
6.3 Einwanderungszeit und Etablierung 98
6.4 Soziologisch-ökologische Gruppen 100
6.5 Hemerobie 102
6.6 Ausbreitungstypen 103
6.7 Wildwachsende Vorkommen von Nutz- und Zierpflanzen 104
6.7.1 Ausbreitungsquellen der wildwachsenden Nutz- und Zierpflanzen 105
6.7.2 Herkunft und Einwanderungszeit 107
6.7.3 Einheimische Nutz- und Zierpflanzen mit spontanem Vorkommen 108
6.7.4 Gegenwärtig nicht etablierte Arten mit Etablierungspotential 109
6.8 Gefährdete Arten und Problematik gefährdeter Nutz- und Zierpflanzen 111
6.9 Historische Analyse 113
6.9.1 Geschichte der Nutz- und Zierpflanzen bis in die 1930er Jahre 113
6.9.2 Staudenverwendung in den 1920er und 1930er Jahren 116
6.10 Vergleich der Wohnsiedlungen der 1920er und 1930er Jahre in
Berlin 118
6.10.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede 118
6.10.2 Vergleich der Artenspektren im Ost- und Westteil Berlins 122
6.11 Vergleich mit der Heimstättensiedlung (1911-1937) in Jena 127
7 Untersuchung der Zier- und Scherrasen 130
7.1 Geschichtliche Entwicklung des Rasensaatguts bis in die 1930er
Jahre 130
7.2 Pflanzensoziologische Einordnung der Rasengesellschaften 132
7.3 Vergleich mit Zier- und Scherrasen in Berlin und Deutschland 134
8 Diskussion 136
8.1 Methodenkritik 136
8.2 Fremdländische Arten - Potential oder Risiko ? 137
8.3 Spezifischer Wert der Wohnsiedlungen der 1920er und 1930er Jahre
für den Naturschutz 141
8.4 Umgang mit gartendenkmal geschützten Freiräumen in der Stadt 143
9 Literatur- und Kartenverzeichnis 145
Danksagung 169

Synopsis top ↑

Wohnsiedlungen der 1920er und 1930er Jahre werden in Deutschland wie auch in Europa zu den Höhepunkten der moderneren Architekturgeschichte gerechnet und stehen heute unter Gartendenkmal- bzw. Denkmalschutz
Die vorliegende Studie ist eine vegetationskundliche und floristische Untersuchung des aktuellen gepflanzten sowie wildwachsenden Artenspektrums, sowie eine Rekonstruktion der Originalbepflanzung der Freiflächen von Wohnsiedlungen des Berlins der 1920er und 1930er Jahre.