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Christian Stierstorfer:

The Vascular Plant Vegetation in the Forest Belt of El Hierro (Canary Islands)

2005. 375 pages, 110 figures, 34 tables, 2 plates, 20 colored plates, 14x23cm, 850 g
Language: English

(Dissertationes Botanicae, Band 393)

ISBN 978-3-443-64306-5, bound, price: 84.00 €

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plantvegetationsoilclimateforest beltEl HierroCarary IslandsPflanzeVegetationBodenKlimaWaldgürtelEl HierroKanaren

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Due to their volcanic history and isolated position in the Atlantic Ocean the Canary Islands became home of an enormous diversity of plants and therefore earned the byname "the Galapagos of botany". El Hierro is the youngest, smallest and southwesternmost Canary Island. Its unique geological history, the remarkable mountain relief and the climatic contrasts create proper conditions for an extraordinarily diverse vegetation and hence offers ideal prerequisites for geobotanical investigations.

This study is a detailed inventory of the vegetation in the forest belt of El Hierro, based on 750 phytosociological sample plots. Additionally, the flora was recorded by grid mapping (1 x 1 km2 UTM). Since the same approach was made in the lower regions (v. GAISBERG 2005), El Hierro is the first Canary Island with a fairly complete floristic and phytosociological database. The abundant information of these data allows us to address many questions about the development and life conditions of the various vegetation types.

After an exhaustive introduction with information on geology, soils, climate and the human influence, all vegetation types of the study area are presented. Beginning with the most natural forest communities, the study also reports on the substitute communities such as the various scrubs, pastures and finally the ruderal vegetation. A portrait of every single community is drawn, with information on the altitudinal and horizontal distribution, the habitat, successional stage, and anthropogenic influences. All these data may serve as a valuable base for conservation efforts. El Hierro indeed deserves its status as a Biosphere Reserve of the UNESCO, which it was awarded in 2000. Hopefully, this study will encourage conservationists to continue their endeavours to preserve the remains of natural vegetation and the endangered endemic plants of El Hierro

Bespr.: Tuexenia 25, 2005 top ↑

El Hierro ist die kleinste, südwestlichste Hauptinsel der Kanaren und ein Geheimtipp für diejenigen, die Massentourismus meiden wollen. Auch die Vegetation war bisher noch weniger bekannt, was jetzt aber ein Ende hat. Die vorliegende umfangreiche und sehr detaillierte Vegetationsmonographie über die Waldgebiete der Insel ist Teilergebnis einer Kooperation zwischen Botanikern der Universitäten Regensburg und La Laguna. Äußerlich wirkt das Buch mit seinem festen Einband fast wie ein Reiseführer, als der er in der Tat für geobotanisch Interessierte zusammen mit einer Flora dienen kann. Schon die geografische Einführung umfasst 67 Seiten. Den Kern bildet die auf 751 Vegetationsaufnahmen aufbauende syntaxonomische Gliederung, die sowohl die Lorbeer- und Kiefernwälder und nach unten angrenzende Gebüsche als auch die Vegetation offener Felsen sowie von Weiden und Ruderalfluren umfasst. Alle Assoziationen werden, unterstützt von übersichtlich gegliederten Tabellen, sehr fein bis in Varianten und Subvarianten unterteilt. Sehr anschaulich wird ihre Verbreitung durch zahlreiche Rasterkarten typischer Arten, die in großer Zahl eingefügt sind. Zu Beginn steht eine syntaxonomische Übersicht aller 21 auf El Hierro vorkommenden Vegetationsklassen, teilweise aufgeschlüsselt bis zu Subassoziationen, am Ende eine räumliche Synthese nach Gesellschaftskomplexen und eine Gesamtübersichttabelle, die über 12 Seiten Artenliste. Insgesamt stellt das Buch (84 EUR) eine reichhaltige und sehr wertvolle floristische, vegetationskundliche und allgemein geografische Quelle für botanisch etwas Bewanderte dar, die El Hierro besuchen möchten.

Hartmut Dierschke

Tuexenia 25, 2005

Besprechung Willdenowia 35, 2005, S. 219 top ↑

Die beiden, in der Reihe "Dissertationes Botanicae" erschienenen Bände (Stierstorfer, Diss Bot. 393 und von Gaisberg, Diss. Bot. 395) geben erstmals eine detaillierte Beschreibung der Vegetation von Hierro auf pflanzensoziologischer Grundlage (BraunBlanquet-Ansatz). Diese kleinste und westlichste Insel des Kanarischen Archipels, die im Jahre 2000 als ein UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesen wurde, zeichnet sich dabei durch eine bemerkenswerte Vielfalt an Habitaten aus, die sich in einer relativ hohen Zahl pflanzensoziologischer Syntaxa widerspiegelt. Hauptanliegen beider Bände ist die Erfassung, Identifizierung, Klassifikation, Charakterisierung und Interpretation der Vegetationseinheiten. Arbeitstechnisch haben sich die Autoren dabei die Insel entlang des Höhengradienten aufgeteilt: Während von Gaisberg sich schwerpunktmäßig mit dem kanarischen Sukkulentenbusch ("Tabaiba", "Cardónal" ­ Kleinio-Euphorbietea), seiner Ersatzgesellschaften (Pegano-Salsoletea) und der Küstenvegetation (Crithmo-Limonietea) beschäftigt hat, konzentriert sich Stierstorfer auf die sich ab 400-600 m Höhe anschließenden Waldfragmente ("Monteverde" ­ Pruno hixae-Lauretea novocanariensis; "Pinar" ­ Chamaecytiso-Pinetea canariensis), deren Ersatzgesellschaften ("Fayal Brezal") und die Gebüsche ("Bosque termófilo", "Retamar" ­ Rhamno crenulatae-Oleetea cerasiformis). Die in beiden Höhenstufen auftretenden Felsgesellschaften (Greenovio-Aeonietea) sowie die weit verbreiteten, offenen, anthropogenen Gesellschaften (Lygeo-Stipetea, Stellarietea mediae bei von Gaisberg; Poetea bulbosae, Tuberarietea guttatae bei Stiersdorfer) runden das Gesamtbild ab. Einleitend werden jeweils Geomorphologie, Geologie, Böden, Klima, Geschichte, Landnutzung und Einfluss des Menschen auf der Grundlage der neuesten Literatur vorgestellt.

Beide Untersuchungen basieren auf einer sehr soliden Grundlage von jeweils über 700 Vegetationsaufnahmen die, entsprechend dem Braun-Blanquet-Ansatz, in sehr übersichtlichen und informativen synoptischen Tabellen zusammengefasst wurden. Insgesamt werden 38 Assoziationen und 10 ranglose Gesellschaften vorgestellt (19 Assoziationen und 9 ranglose Gesellschaften bei Stierstorfer, 19 Assoziationen und eine ranglose Gesellschaft bei von Gaisberg), die sich in zahlreiche Gebietsvarianten gliedern lassen. Dabei sind viele der vorgestellten Syntaxa in ihrem Verbreitungsgebiet auf Hierro beschränkt. Sie heben sich von den vikariierenden Assoziationen der Nachbarinseln durch charakteristische Artenkombinationen und zahlreiche geographische Differentialarten ab, in denen sich die eigenständige, chorologische, syngenetische, floren- und vegetationsgeschichtliche Entwicklung der Insel widerspiegelt. Jede Gesellschaft wird in ihrer Horizontal- und Vertikalverbreitung, ihrem Artengefüge und den Standortfaktoren vorgestellt. Neue Syntaxa betreffen das Pericallido murrayi-Bituminarietum bituminosae Stierstorfer 2005 sowie vier Subassoziationen (Echio aculeati-Micromerietum hyssopifoliae rubietosum fruticosae Stierstorfer 2005; Soncho-Greenovietum diplocyclae phyllidetosum noblae Stierstorfer 2005; Soncho-Greenovietum diplocyclae tuberarietosum guttatae Stierstorfer 2005; Euphorbia regis-jubae-Schizogynetum sericeae ceballosietosum fruticosae von Gaisberg 2005). Zusätzlich zur informativen Beschreibung der Gesellschaften wird das Verbreitungsmuster ausgewählter Arten durch eine Rasterkartierung nach dem 1 km2 UTM-Gitternetz erfasst, das zugleich auf die Verbreitung und das Vorkommen der Syntaxa schließen lässt. Da alle Gefäßpflanzen derart kartiert wurden (s. Stierstorfer & Gaisberg, in press) liegt nun erstmals eine vollständige floristische und vegetationskundliche Datenbank einer Insel des Kanarischen Archipels vor. Zusammen mit den synchorologischen Daten (Stetigkeitstabellen der Gefäßpflanzen, Gesellschaftsanschluss der einzelnen Sippen) wurde somit ein solider Grundstock geschaffen, auf den zukünftige Forschungen zurückgreifen können/müssen und der eine unerlässliche Grundlage für Fragen der Naturschutzplanung, der Landnutzung und des Biotopmanagements darstellt.

Die beiden vorbildlichen Arbeiten zeigen eindrucksvoll, dass die Ausweisung und Unterscheidung von Vegetationseinheiten (Phytozönosen) mit Hilfe floristisch-zönologischer Verfahren (Braun-Blanquet-Ansatz) nach wie vor das einzige Klassifikationsverfahren ist, das sich weitgehend objektivieren lässt und ökologisch interpretierbare Einheiten liefert. Aufgrund der weitgehenden Übereinstimmung der Phytozönosen hinsichtlich Artenzusammensetzung und Standorteigenschaften ergeben sich sinnvolle Bezugseinheiten für die ökologische und praxisorientierte Forschung. Die zugrundeliegende Klassifikationsmethodik ist in sich konsistent und hat sich in der Praxis (s. Biotopklassifikation der EU, Commission of the European Communities 1991; Flora-Fauna-Habitat Richtlinie der EU) durch überregionale und allgemeine Anwendbarkeit und die hierarchische Struktur bewährt. Die wachsende Bedeutung des Braun-Blanquet-Ansatzes etwa in der Naturschutzgesetzgebung sowie die beiden vorliegenden, beispielhaften Analysen der Vegetation Hierros widerlegen daher alle Kritiker und Skeptiker. Weitere solcher "Modellstudien" wären wünschenswert.
Harald Kürschner Willdenowia 35, 2005

Bespr.: Ber. Bayer. Bot. Ges. 2005, Bd. 75, S. 193 top ↑

Die beiden an der Universität Regensburg entstandenen Dissertationen (diese und die von Gaisberg über Vegetation und Flora der westlichsten und kleinsten Kanareninsel stellen ein seltenes, gelungenes Beispiel einer Team-Arbeit dar und sollen daher auch gemeinsam besprochen werden. Während von Gaisberg sich der Vegetation und Flora der Fußstufe (mit dem Sukkulentenbusch und seiner Ersatzvegetation sowie der Küstenvegetation) widmet, bearbeitete Stierstorfer die Waldstufe (die Lorbeer- und den Kanarenkiefern-Wälder, deren Ersatzgesellschaften sowie die Gebüsche).

In beiden Höhenstufen treten Felsgesellschaften auf sowie – höhenzonal differenziert – offene anthropogene Gesellschaften. Beide Autoren leiten ihre Darstellung ein mit ausführlichen Einleitungsabschnitten, in denen Geographie, Geologie, Klima, menschlicher Einfluss auf die Vegetation u. a. von El Hierro dargestellt werden und beschreiben erfreulich gründlich (jeweils 15 Seiten) die angewandten Methoden. Auch methodisch erweisen sich die beiden Autoren als ein Team, haben sie doch von den Untersuchungen im Gelände bis zur Auswertung weitgehend deckungsgleich gearbeitet. Dies, zahlreiche Querverweise, manchmal auch die Einbeziehung von Ergebnissen aus der jeweils „anderen“ Höhenstufe macht die beiden Bände ausgezeichnet nebeneinander, aber auch einzeln lesbar, die Ergebnisse gut vergleichbar. Beide Autoren haben sich – offenbar nach reiflichen Überlegungen – dazu entschlossen, die ephemeren Lückenbüßer in Auflichtungen von Wald- und Strauchgesellschaften (die außerhalb dieser Formationen ja auch selbständig auftreten können, z. B. in Gesellschaften der Tuberarietea guttatae) mit in ihre Vegetationsaufnahmen einzubeziehen. Dies macht es allerdings schwerer, das vorliegende Material mit dem anderer Autoren zu vergleichen, die bei ihren Vegetationsaufnahmen größeren Wert auf die strukturelle Einheitlichkeit der Probeflächen gelegt haben.
Gleichzeitig mit der Erfassung der Vegetation wurde (bezogen auf 1 km2 große UTM-Gitter-Quadrate) auch die Flora kartiert. Die resultierenden Verbreitungskarten zeigen oft überraschend geschlossene Areale und geben gute Einblicke in die regionale Gültigkeit von Kenn- und Trennarten. Beide Autoren gliedern die untersuchten Vegetationseinheiten sehr intensiv, oft bis zu sehr lokalen Varianten und Fazies. Synoptische Tabellen und solche mit Einzelaufnahmen, nicht zuletzt die Gesamtstetigkeitstabelle aller 41 auf Hierro unterschiedenen Assoziationen und Gesellschaften machen diese Gliederungen für die Leser transparent und nachvollziehbar. Viele der behandelten Assoziationen sind für Hierro endemisch. Manche dieser Einstufungen erscheinen noch nicht ganz gesichert, wenn z. B. bei den Kanarenkiefern-Wäldern vier endemische Assoziationen für die vier Inseln Gran Canaria, Teneriffa, La Palma und El Hierro unterschieden werden. Stierstorfer diskutiert aber erfreulich offen die kritischen Aspekte für den Fall des Bystropogo ferrensis-Pinetum canariensis auf El Hierro. Besonders für diese Einstufungen kann man sehr gespannt sein auf eine Synopsis aller kanarischen Vegetationstypen. Mit ihrer Bearbeitung und der damit jetzt erstmals für eine Kanareninsel vorliegenden vollständigen floristischen und vegetationskundlichen Datenbank haben die beiden Autoren eine Vorlage geliefert, der in dieser Ausführlichkeit und Qualität für die anderen Inseln nur schwer zu folgen sein wird. Dennoch: in dieser Richtung muss die Arbeit weitergehen!
Wer sich mit der Kanarenvegetation oder allgemein subtropischer Trockenvegetation beschäftigt, muss diese beiden Arbeiten zu Rate ziehen. Aber auch zur Vorbereitung von Kanaren- (oder El Hierro-) Exkursionen leisten die beiden Bände unschätzbare Dienste. Mit der ausführlich zu Rate gezogenen Literatur sind die umfangreichen Literaturverzeichnisse (16 bzw. 18 Seiten) überdies fast eine botanische Kanaren-Bibliographie.
Die beiden Autoren arbeiten in der Darstellung ihrer Ergebnisse erstaunlicherweise nicht mehr als Team: Stierstorfer schreibt in Englisch, von Gaisberg auf Deutsch. In diesem Zusammenhang mag man Nachsicht haben mit einem wenig zeitgemäßen, dennoch zum Ausbruch drängenden Stoßseufzer: Wo steht die Botanik, wo die Vegetationskunde in Deutschland, wenn hierzulande gefertigte Dissertationen offenkundig in Englisch publiziert werden müssen, um vielleicht gelesen zu werden? Früher haben Vegetationskundler von Spanien über Schweden und Tschechien bis nach Japan Deutsch gelernt, um die Fortschritte in diesem Fach nicht zu verpassen…. F. Schuhwerk

Bespr.: Hoppea, Denkschr. Regensb. Bot. Ges. Band 66 (2005) top ↑

Aus: Hoppea, Denkschriften der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft 66: 631-632 (2005)

*von GAISBERG, Markus: Die Vegetation der Fußstufe von El Hierro (Kanari- sche Inseln). Dissertationes Botanicae, Band 395: 364 Seiten, 97 Abb., 24 Tabel- len. J. Cramer in der Gebr. Bornträger Verlagsbuchhandlung. Berlin, Stuttgart 2005. ISBN 3-443-64308-6

*STIERSTORFER, Christian: The Vascular Plant Vegetation in the Forest Belt of El Hierro (Canary Islands). Dissertationes Botanicae, Band 393: 390 Seiten, 110 Schwarzweiß-Abb., 20 Farbfotos, 35 Tabellen. J. Cramer in der Gebr. Bornträ- ger Verlagsbuchhandlung. Berlin, Stuttgart 2005. ISBN 3-443-64306-X

Mit diesen beiden Dissertationen hat El Hierro, die kleinste der sieben Kanarischen Inseln, die wohl umfangreichste und genaueste Bearbeitung der Vegetation erhalten, die je für eine der Inseln erstellt wurde. Die Autoren haben rund 700 bzw. 750 vollständige Vegetationsaufnahmen, einschließlich aller annuellen Arten erhoben und diese in Tabellen präsentiert, verglichen und ausführlich diskutiert. Für das Verständnis der heutigen Vegetationsverhältnisse wichtig ist die Berücksichtigung der natürlichen Faktoren (geographische Lage, Geologie, Geomorphologie, Böden und Klima) und der anthropogenen Faktoren (Besiedlung und Landnutzung). Ihre detaillierte Darstellung bietet gleichzeitig eine hervorragende Einführung für jede Exkursionsplanung auf El Hierro, in der Studie von Christian Stierstorfer auch für englischsprachige Leser.

Die Arbeit von Markus von Gaisberg behandelt die untere Stufe von der Küste durch den Sukkulentenbusch bis zu den thermophilen Buschwäldern, die zweite Studie von Christian Stierstorfer dann die nach oben anschließende Waldstufe mit den Kanaren-Kiefernwäldern, den Baumheide-Buschwäldern und den Lorbeer- waldresten. Beide Arbeiten enthalten außerdem die Gesellschaften der Sonder- standorte wie auch die anthropogenen Ersatzgesellschaften in den verschiedenen Stufen. In den einzelnen Kapiteln wird sehr ausführlich die Stellung aller Pflanzengesellschaften im Vergleich zu den übrigen Inseln anhand der umfangreichen Literatur diskutiert. Das Vorkommen ausgewählter charakteristischer Arten wird jeweils in Verbreitungskarten im 1 x 1 km Raster dargestellt, ebenso die Verbreitung aller Pflanzengesellschaften, letztere darüber hinaus in Diagrammen der Höhenverbreitung. Im Anhang beider Arbeiten findet sich eine gemeinsam erstellte Gesamtstetigkeitstabelle aller Arten, die in den Vegetationstabellen beider Untersuchungen zu finden sind. Sie zeigt in eindrucksvoller Weise die synökologische Amplitude jeder einzelnen Art von den Küsten bis in die Gipfelzone der Insel auf.

Insgesamt enthalten die Veröffentlichungen viele neue Erkenntnisse über die Vegetation der Insel, mehrere neu erkannte Endemiten wurden in verschiedenen Zeitschriften publiziert. Die Arbeiten bilden einen hervorragenden Beitrag zur Kenntnis der Vegetation der Kanarischen Inseln und gleichzeitig eine wichtige Grundlage für den Schutz der hier beschriebenen Vorkommen der zum Teil einmaligen Pflanzengesellschaften auf El Hierro und der oft nur noch sehr kleinräumigen Standorte ihrer endemischen Flora. Für botanische Exkursionen findet man in den Bänden viele genaue Hinweise auf lohnende Ziele, in der Hoffnung, dass damit ein verantwortungsvoller Umgang im Sinne des Naturschutzes stattfindet.

Für den mehr floristisch Interessierten wird schließlich ein dritter, von beiden Autoren gemeinsam verfasster Band sehr hilfreich sein, der eine vollständige Florenliste und Verbreitungskarten aller Arten im 1 x 1 km Raster enthalten wird und in der Zeitschrift Englera" in Berlin erscheinen wird.

Peter Schönfelder, Pentling

Bespr.: Kieler Notizen zur Pflanzenkunde Jahrgang 34/2006, S. 84 top ↑

In Zusammenarbeit der Universitäten Regensburg und La Laguna (Teneriffa) wurden Flora und Vegetation der kleinen Insel El Hierro im Südwesten des Kanarischen Archipels flächendeckend untersucht. In den Jahren 1997 bis 1999 wurden neben einer Rasterkartierung der Flora 1.500 pflanzensoziologische Vegetationsaufnahmen erstellt, worauf basierend eine syntaxonomische Gliederung sämtlicher vorkommenden Vegetationstypen der Insel, zusammengefasst in zwei Dissertationen entstand. Neben der vorliegenden Arbeit über die Vegetation der Waldstufe El Hierros wurde ein weiteres Werk über die Fußstufe der Insel publiziert (VON GAISBERG 2005, Diss. Bot. 395).

In der hier besprochenen Arbeit gibt der Autor zunächst eine detaillierte Einführung in das Untersuchungsgebiet, bei welcher neben den üblichen Aspekten Lage, Geologie, Böden und Klima auch Geschichte, Landnutzung und Naturschutz El Hierros dargelegt werden. Unter dem im Titel der Arbeit aus pragmatischen Gründen verwendeten Begriff "Forest Belt" verbergen sich außer den Vegetationstypen der Lorbeer-, Baumheide-Busch- und Kanaren-Kiefernwälder zudem jene der angrenzenden thermophilen Gebüsche, der offenen Felsen, sowie der Ruderalfluren und Weiden, also die gesamte Vegetation der Höhenstufen über 400-500 m ü. NN im Norden und Osten bzw. 600-700 m ü. NN im Süden und Westen der Insel. In die Auswertung flossen 751 Vegetationsaufnahmen unterschiedlicher Flächengröße ein. Nach einer syntaxonomischen Übersicht der vorkommenden Vegetationstypen folgt die Charakterisierung der Syntaxa. Es werden dabei die ökologi-schen Standortbedingungen, die floristischen und chorologischen Aspekte und, falls von Relevanz, die Naturschutzprobleme El Hierros erläutert. Außerdem werden Klassifikationen weiterer Autoren aufgegriffen und diskutiert. Zusätzlich sind zahlreiche Verbreitungskarten typischer Arten des jeweiligen Syntaxons abgebildet. Zu jeder Assoziation ist eine übersichtlich dargestellte Vegetationstabelle mit den Einzelaufnahmen abgedruckt, in denen lokale Charakter- und Differenzialarten kenntlich gemacht sind. Ob dabei die Einteilung bis auf das Niveau von Subvarianten sinnvoll ist, lässt sich sicherlich diskutieren. Oftmals sind die Aufnahmen der "Subvarianten" räumlich nämlich stark autokorreliert. Anschließend gibt der Autor eine Rasterkarte über die Verbreitung der Gesellschaftskomplexe auf der Insel, eine Gesamtstetigkeitstabelle sowie -artenliste. Abgerundet wird das Ganze durch 20 Farbfotos von Landschaften und Pflanzengesellschaften.

Das Buch gibt insgesamt tief gehende Informationen über die Insel El Hierro und ihre Vegetation, ist aber nicht zuletzt aufgrund des doch sehr hohen Preises eher für pflanzensoziologisch interessierte Personen geeignet, welche sich intensiv mit der Vegetation der Insel auseinandersetzen möchten.

Steffen Boch

Kieler Notizen zur Pflanzenkunde Jahrgang 34/2006, S. 84

Review: Phytocoenologia 37 (2), P. 322-324 top ↑

El Hierro is the southwesternmost and the smallest (268 km2) of the Canary Islands. It is also the youngest in this volcanic archipelago in the eastern Atlantic. And with the two vegetation monographs of Christian Stierstorfer and Markus von Gaisberg Ð the latter published in German as volume 395 of Dissertationes Botanicae: "Die Vegetation der Fußstufe von El Hierro (Kanarische Inseln)" we can rightly declare El Hierro the best explored Macaronesian island as far as plant life is concerned. The two comprehensive theses are the results of complementary research by the two students from Regensburg (Germany) who, for the purpose of their phytosociological and floristic studies, divided the island into two fairly equal parts. Von Gaisberg investigated the lower "inframediterranean" areas with its Juniperus and succulent dry scrub, Stierstorfer the "forest belt", i. e., the intermediate and high-altitude "thermo-" and "meso-mediterranean" areas. The latter cover, among others, the monteverde, remnants of laurel forest and Myrica- Erica scrub (fayal-brezal), as well as the famous pinares - the open Pinus canariensis woodlands. The former are best preserved in the cloud belt on the northern slopes of the mountains, the latter are extensive south of the mountain ridges below the influence of the trade winds.

Stierstorfer used about 750 relevés to describe the vascular plant communities of the forests, scrub, rocks, pastures, ruderal sites, and wetlands. Another 750 relevés are contributed by von Gaisberg in his study area - an enormous achievement and, taken together, an invaluable basis for future research in the fields of ecology and biodiversity, and indispensable support, no doubt, for nature conservation on El Hierro, which was awarded the status of a UNESCO Biosphere Reserve in 2000.

Stierstorfer’s volume is equipped with 23 photos, an alphabetic list of the recorded species, and an extensive (28 pages) literature reference, regarding also historical and, as a matter of course, all relevant Spanish sources. The introductory part is comprehensive and provides environmental and historical information, both land use history and the history of botanical investigation. The author’s intimate knowledge of the island is reflected on almost every page, to mention but one example - a list of toponyms related to plant names (with no less than 36 taxa represented).

The relevé plots are unevenly distributed all over the island (within the given altitudinal range). The plot locations are specified by UTM coordinates. All 1 x 1 km2 UTM grids were explored but attention was focused on grids with high topographic, climatic and floristic diversity. Most grids include 1Ð10 plots, depending on obvious habitat diversity. All relevés are fully documented and presented in tables comprising one or a few associations. A singular service of both monographs: all field data are reproducible, ready to be re-examined, not in the exact location but at least on local scale. All plant communities are presented in a synoptic table showing differential species and their constancies per community. The reader should not expect sophisticated numerical analysis. The application of statistical methods would be hampered anyway by the fact that the plot sizes differ by magnitudes even within a particular plant community type, e. g., between 3 and 200 m2 in an association of rock vegetation, 20-500 m2 in a scrub community, or 2-150 m2 in a pasture community. This constitutes a serious constraint for further plant diversity analyses on the data but does not interfere with the actual questions addressed in the study: Which vascular plant communities grow on El Hierro? How are they related by species composition and habitat characteristics? Where are they distributed? Which dynamic stage do they represent in vegetation succession?

Perhaps the most noteworthy merit in Stierstorfer’s (and von Gaisberg’s) study is the combination of community ecology and species distribution data. Phytosociological and floristic fieldwork were performed simultaneously. As an output of flora mapping, some 178 distribution maps of taxa associated with particular environments or plant communities are presented. The research partners have since published an atlas with many more maps, of about 550 taxa, and a full checklist, including information on endemism, floristic status, life form, record history, altitudinal references and selected literature (C. Stierstorfer & M. von Gaisberg: Annotated checklist and distribution of the vascular plants of El Hierro, Canary Islands, Spain. Englera 27, 221 pages. Berlin, 2006).

Erwin Bergmeier, Göttingen

Phytocoenologia 37 (2), p. 322-324

Bespr.: Zentralblatt f. Geol. u. Pal. Teil II, Jg. 2007, H. 1-2 top ↑

Die vorliegende Dissertation enthält nach Vorwort, Danksagung und Einleitung drei Hauptkapitel: Geographie und Geschichte von El Hierro, Methoden (16 S.) und Pflanzengemeinschaften. Danach folgen Summary and prospectus, Literatur (26 S., d. h. über 400 Titel) und Anhang (Arten mit niedriger Stetigkeit in den Tabellen sowie Register der Abbildungen und Tabellen).

Das erste Kapitel (67 S.) ist eine sehr umfangreiche Einführung, die man alleine bereits als Reiseführer verwenden könnte. Der Leser erhält ausführliche Informationen zu sechs Themen, zuerst zur geographischen Situation, Topographie und Toponymie. Letzteres ist besonders wichtig, weil es unterschiedliche Namen und Schreibweisen von geographischen Begriffen gibt und weil manche davon identisch mit den Namen der dort vorkommenden Arten sind. Danach folgen Ausführungen zur Geomorphologie und Geologie (El Hierro ist - wie die anderen Kanarischen Inseln - vulkanischen Ursprungs und die jüngste von allen. Sie ist 268 km² groß und wurde im Jahre 2000 als ein UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesen.), zu Böden, zum Klima, Wetter und zur bioklimatischen Klassifikation, zur Geschichte, Landnutzung und zum Naturschutz sowie zur Geschichte der botanischen Erforschung und zum heutigen Kenntnisstand.

Das dritte Hauptkapitel (234 S.) ist - wie nicht anders zu erwarten - das umfangreichste der Dissertation. In ihm werden die Pflanzengemeinschaften beschrieben und diskutiert. Es sind sehr viele pflanzensoziologische Einheiten verschiedener Rangstufen. Konkret handelt es sich um 19 Assoziationen und neun ranglose Gesellschaften mit diversen Subassoziationen, Varianten, Subvarianten usw. Eine Assoziation und sieben Gemeinschaften wurden vom Verf. als neu für die Insel bestätigt oder festgestellt. Er beschreibt drei neue Subassoziationen. Viele Syntaxa sind in ihrem Verbreitungsgebiet auf El Hierro beschränkt. Sie unterscheiden sich von den vikariierenden Assoziationen der Nachbarinseln durch charakteristische Artenkombinationen und zahlreiche geographische Differentialarten. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf die eigenständige chorologische, syngenetische, florenund vegetationsgeschichtliche Entwicklung der Insel. Verf. weist auch auf die Schwierigkeiten der aktuellen pflanzensoziologische Nomenklatur hin. Ohne in die Details einsteigen zu wollen, sei hier nur die Hauptgliederung dieses Kapitels aufgeführt: Lorbeerwälder und fayal-brezal ("Monteverde", Pruno hixae-Lauretea novocanariensis; mit dem spanischen Ausdruck ist das Myrica-Erica-Gebüsch gemeint), Kanarischer Kiefernwald ("Pinar", Chamaecytiso-Pinetea canariensis), Thermophiles Gebüsch (Bosque termófilo, Rhamno crenulatae-Oleetea cerasiformis), Fels- und Mauer-Gesellschaften, Rasen- und Ruderal-Gesellschaften (teils offene, anthropogene Gesellschaften) sowie als Anhang eine Nitrophytische Trittgesellschaft auf Wegen und Fährten (Polycarpo teraphylli-Cotuletum australis) und ferner Einzelvorkommen von Gesellschaften folgender drei Klassen: Phragmito-Magnocaricetea, Isoëto-Nanojuncetea und Lemnetea. Damit sei hier die Vielfalt der in den höheren Regionen (über 400 m im N und über 600 m im S) der Insel angetroffenen Pflanzengesellschaften repräsentiert. Sie beruhen auf 751 pflanzensoziologischen Aufnahmen, die sorgfältig dokumentiert sind [Die Schrift in den Tabellen und den zugehörigen Erläuterungen ist leider zu klein ausgefallen!]. Die ausführlichen Informationen in der umfangreichen Einführung (s. o.) werden in diesem Kapitel aufgegriffen und dienen u.a. der Erläuterung für den heutigen Zustand der Vegetation, die man durch menschlichen Einfluß als teils sehr stark verarmt bezeichnet. Teilweise besteht sogar die Gefahr des Aussterbens von Arten und ganzen Pflanzengesellschaften.

Mit diesem Datenmaterial schuf man eine grundlegende Basis für weitere Untersuchungen der verschiedensten Art, z.B. auch zu Fragen der Bewirtschaf200 Paläontologie allgem. tung und des Naturschutzes und des Biotopmanagements. Die Daten sind elektronisch gespeichert; u.a. ist für jedes Taxon die genaue Verbreitung (horizontal und vertikal) und die Gemeinschaftszugehörigkeit dokumentiert. Alle Gefäßpflanzen sind in einer Rasterkartierung der Insel (Gitternetz 1km²) erfaßt. Am Ende des dritten Kapitels gibt es zwei sehr wichtige Tabellen, und zwar eine für die Stetigkeit der Arten in allen syntaxonomischen Einheiten der Insel und eine alphabetische Liste der beobachteten Arten (insgesamt 544). Dabei handelt es sich wirklich um den Bestand der ganzen Insel, denn der Verf. berücksichtigt hierbei auch die Arten und die syntaxonomischen Einheiten aus der Fußstufe der Insel (mit dem Sukkulentenbusch und seiner Ersatzvegetation sowie der Küstenvegetation), die VON GAISBERG in einer parallel erarbeiteten Dissertation untersuchte (Dissertationes Botanicae 396). Mit diesen beiden Dissertationen ist die Vegetation und Flora der kleinsten und westlichsten der Kanarischen Inseln komplett erfaßt, die man im Jahre 2000 als ein UNESCO-Biosphärenreservat auswies.

Mit den beiden vorbildlichen Dissertationen dokumentieren ihre Verf. eindrucksvoll den Wert der Ausweisung und Unterscheidung von Vegetationseinheiten (Phytozönosen) mit Hilfe floristisch-zönologischer Verfahren (BRAUNBLANQUET- Ansatz). Mehrere gemeinsame Publikationen der Verf. liegen inzwischen vor.

Obwohl das Werk insgesamt sehr zu loben ist, gibt es doch auch einige Anmerkungen und Kritikpunkte. Warum benutzt der Verf. beispielsweise den Artnamen Laurus novocanariensis? In der gesamten, dem Rez. zugänglichen Literatur, u.a. in der 17. Auflage des "Zander" und in der vom Verf. zitierten Flora der Kanarischen Inseln von BRAMWELL &BRAMWELL, heißt der auf den Kanarischen Inseln vorkommende Lorbeer Laurus arizonica. Unklar ist auch, warum der Verf. seine Dissertation in englisch abfaßte, während die durch VON GAISBERG parallel angefertigte (s. o.) in deutscher Sprache erschien. Nicht einmal eine deutsche Zusammenfassung gibt es; dies empfindet der Rez. als blamabel. Merkwürdig ist ferner die Angabe von 20 Farbtafeln, denn es sind nur 16. Offensichtlich zählte man bei Tafeln mit zwei Fotografien diese als zwei separate Tafeln.

Trotz dieser Hinweise sei es nochmals festgehalten: Diese Dissertation ist ein Meilenstein in der Erforschung der Pflanzenwelt der Kanarischen Inseln, auch weil der Verf. sehr ausführlich die angewandten Methoden darlegt und weil er die von ihm ermittelten Ergebnisse kritisch diskutiert.

D. H. STORCH

Zentralblatt f. Geol. u. Pal. Teil II, Jg. 2007, H. 1-2

Bespr.: Makaronesia 8 (2006) top ↑

Esta publicación, complementaria a la anterior y aparecida en la misma serie, por lo que tiene el mismo formato y presentación, está escrita en inglés. Su estructura es muy similar: tras una introducción sigue el capítulo "Geography and history of El Hierro", donde se abordan geografía e historia, geomorfología y geología, suelos, clima, historia, usos tradicionales y conservación de la naturaleza, así como la historia de la investigación botánica de la isla. El capítulo 3 está dedicado a explicar la metodología, que sigue, como la de la obra comentada anteriormente, a Braun-Blanquet. El trabajo de campo principal duró tres periodos vegetativos (1997-1999), añadiéndose luego estudios más breves en los años 2000, 2002 y 2003. Fue procesado por un programa informático un total de 751 inventarios fitosociológicos.

Sigue como "plato fuerte" el capítulo 4, que nos presenta desde la página 97 hasta la 330 el estudio detallado de las comunidades vegetales. Se analizan 19 asociaciones (de las que se describe una como nueva), que pertenecen a las clases Adiantetea, Anomodonto- Polypodietea, Artemisietea vulgaris, Asplenietea trichomanis, Cardamino hirsutae- Geranietea purpurei, Chamaecytiso-Pinetea canariensis, Crithmo-Limonietea, Greenovio- Aeonietea, Kleinio-Euphorbietea canariensis, Lygeo-Stipetea, Parietarietea, Pegano- Salsoletea, Phragmito-Magnocaricetea, Poetea bulbosae, Polygono-Poetea annuae, Pruno hixae-Lauretea novocanariensis, Rhamno crenulatae-Oleetea cerasiformis, Stellarietea mediae y Tuberarietea guttatae.

El quinto capítulo es un resumen en inglés y el sexto un listado bibliográfico muy completo, que enumera más de 440 títulos. El capítulo 7, concebido como apéndice, presenta una lista de especies de baja constancia o fidelidad, así como un índice de figuras y tablas, de las que hay 110 (la mayoría de ellas mapas de distribución de comunidades y especies) y 36, respectivamente. Al final del libro se incluyen además 23 fotografías en color de las comunidades más importantes. Casi no hace falta añadir que también este trabajo está llamado a constituir una referencia obligada para los que se ocupen de la vegetación del piso montano de El Hierro.

Finalizamos con una pequeña reflexión bastante preocupante. Ambos autores nos dijeron con cierta nostalgia que, muy posiblemente, éstas sean las últimas tesis clásicas de vegetación elaboradas en su Universidad e incluso tal vez en Alemania en general. Corren otros tiempos, están en boga los estudios moleculares y bioquímicos, se cierran cátedras de varias disciplinas que podríamos englobar en la "botánica clásica", la cual, según el pensamiento de los políticos y economistas que toman las decisiones y manejan el cada vez más escaso dinero, ya no tiene casi nada que aportar a la sociedad. Nosotros opinamos que sí lo tiene: por supuesto, la botánica clásica trasciende lo puramente académico, y ha sido y sigue siendo una herramienta imprescindible de planificación y protección. El amor a la naturaleza está en la base de estos estudios. Al menos aquí en Canarias, todavía hay lugar para muchos trabajos de este tipo. Esperemos que Christian y Markus se equivoquen y que también en Alemania esta disciplina clásica no llegue a morir.

Rubén Barone y Stephan Scholz

Makaronesia 8 (2006)

Asociación Amigos del Museo de Ciencias Naturales de Tenerife

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Preface and acknowledgements 7
1 Introduction 11
2 Geography and history of El Hierro 14
2.1 Geographic situation, topography and toponymy 14
2.1.1 Physical regionalisation and settlements 14
2.1.2 Toponyms 15
2.1.3 Toponyms and plants 21
2.2 Geomorphology and geology 23
2.2.1 Age and origin of El Hierro 23
2.2.2 Present geology of El Hierro 26
2.3 Soils 27
2.3.1 Order Inceptisols and Order Aridisols 28
2.3.2 Order Entisols 28
2.3.3 Order Andisols 29
2.3.3.1 Suborder Torrands 29
2.3.3.2 Suborder Vitrands 30
2.3.3.3 Suborder Udands 32
2.3.3.4 Suborder Ustands 33
2.4 Climate, weather and bioclimatic classification 33
2.4.1 The different weather regimes 35
2.4.2 Climate and weather on El Hierro37
2.4.2.1 Precipitation 37
2.4.2.1.1 Rain 38
2.4.2.1.2 Fog precipitation 49
2.4.2.2 Wind and clouds 52
2.4.2.3 Temperature and insolation 54
2.4.2.4 Humidity, aridity and evapotranspiration 57
2.4.3 Bioclimatic classification and the potential natural vegetation (PNV) 58
2.5 History, land use and nature conservation 62
2.5.1 Colonisation and population 63
2.5.2 Land use 64
2.5.3 Historical references to flora and vegetation 70
2.5.3.1 The forests 70
2.5.3.2 The Árbol Santo (Garoé) 74
2.5.4 Nature conservation 76
2.6 History of botanical investigation and current knowledge 78
3 Methods 81
3.1 The study area 81
3.2 The fieldwork82
3.3 Data processing, phytosociological tables, maps and graphics 87
3.4 Phytosociological order and classification 88
3.5 Digression regarding the criticism of phytosociology 93
3.6 Abbreviations and layout 96
4 The plant communities 97
4.1 Syntaxonomic conspectus 97
4.2 The laurel forest and fayal-brezal: "Monteverde" (Pruno hixae-Lauretea
novocanariensis 107
4.2.1 General floristic and chorological aspects in El Hierro 109
4.2.2 The humid laurel forest (Lauro novocanariensis-Perseetum indicae,
race of Pericallis murrayi) 117
4.2.2.1 Variant of Gesnouinia arborea122
4.2.2.2 Variant of Geranium purpureum 124
4.2.3 The dry laurel forest: "Monteverde seco" (Visneo mocanerae-
Arbutetum canariensis, race of Pericallis murrayi) 127
4.2.3.1 The variant of Picconia excelsa 129
4.2.3.2 The pure variant and plantation of Arbutus canariensis134
4.2.4 The Myrica-Erica scrub: Fayal-brezal (Myrico fayae-Ericetum
arboreae, race of Pericallis murrayi) 134
4.2.4.1 Variant of Ilex canariensis 136
4.2.4.2 The central variant 138
4.2.4.3 Variant of Ebingeria elegans 142
4.2.5 Addendum: The bramble thickets (Rubio periclymeni-Rubetum) 147
4.2.6 The monteverde - a summary 148
4.3 The Canary pine forest: "Pinar" (Chamaecytiso-Pinetea canariensis)153
4.3.1 General notes 153
4.3.2 Fire and other calamities 156
4.3.3 The Canary pine forest of El Hierro (Bystropogo ferrensis-Pinetum
canariensis) 158
4.3.3.1 Community or association? - The search for character species of
the Bystropogo-Pinetum 162
4.3.3.2 The subassociation of Erica arborea (Bystropogo ferrensis-
Pinetum canariensis ericetosum arboreae) 167
4.3.3.3 The typical subassociation (Bystropogo ferrensis-Pinetum
canariensis typicum) 169
4.3.3.3.1 The pure variant 170
4.3.3.3.2 The variant of Echium aculeatum 170
4.3.4 The Canary pine forest - a summary 175
4.4 The thermophile scrub: "Bosque termófilo" (Rhamno crenulatae-
Oleetea cerasiformis) 177
4.4.1 The dwarf scrub of the S declivities and high altitudes: "Tomillares"
(Echio aculeati-Micromerietum hyssopifoliae) 179
4.4.1.1 The subassociation of Rubia fruticosa ssp. fruticosa (Echio
aculeati-Micromerietum hyssopifoliae rubietosum fruticosae
subass. nova) 179
4.4.1.2 The typical subassociation (Echio aculeati-Micromerietum
hyssopifoliae typicum) 188
4.4.2 The white broom scrub: "Retamar" (Echio hierrensis-Retametum
rhodorhizoidis) 189
4.4.3 The substitutional scrub of the windward declivities (Rhamno
crenulatae-Hypericetum canariensis, altitudinal form of Erica
arborea) 195
4.4.4 The thermophile scrub communities - a summary 200
4.4.5 Addendum: Transitional shrub communities 203
4.5 The rock communities 208
4.5.1 Crassulacean communities (Greenovio-Aeonietea) 209
4.5.1.1 The Crassulacean community of the intermediate altitudes
(Aeonietum longithyrsi, altitudinal form of Sonchus hierrensis)213
4.5.1.2 The Crassulacean community of the high altitudes (Soncho-
Greenovietum diplocyclae) 218
4.5.1.2.1 The subassociation of Phyllis nobla (Soncho-Greenovietum
diplocyclae phyllidetosum noblae subass. nova) 224
4.5.1.2.2 The subassociation of Tuberaria guttata (Soncho-Greenovietum
diplocyclae tuberarietosum guttatae subass. nova) 227
4.5.1.2.3 The subassociation typicum 230
4.5.1.3 The Crassulacean community of shady rocks within the
monteverde (Davallio canariensis-Aichrysetum laxi) 230
4.5.1.4 The community of Aeonium spathulatum 231
4.5.2 Communities characterised by chasmophytic and epiphytic ferns 233
4.5.2.1 The community of Cheilanthes guanchica 233
4.5.2.2 The Davallio canariensis-Polypodietum macaronesici and related
communities 238
4.5.2.3 The fern communities of wet habitats and half-caves (Adiantetea) 243
4.5.3 Communities of urban walls 244
4.5.4 The rock communities - a summary 245
4.6 Pastures and ruderal communities 248
4.6.1 Perennial pastures and ephemeral springtime communities (Poetea
bulbosae and Tuberarietea guttatae) 249
4.6.1.1 Perennial pastures in the NE highland (Trifolio subterranei-Poetum
bulbosae, phase of Galactites tomentosa) 252
4.6.1.2 The Tuberario guttatae-Ophioglossetum lusitanici 256
4.6.1.3 The Hypochaerido glabrae-Tuberarietum guttatae 259
4.6.2 The perennial succession community of fallows (Pericallido
murrayi-Bituminarietum bituminosae ass. nova) 263
4.6.3 The community of Raphanus raphanistrum & Bromus diandrus 73
4.6.4 The ruderal community of intermediate and low altitudes (Bromo-
Hirschfeldietum incanae) 280
4.6.5 The highly nitrophilous ruderal community (Chenopodio muralis-
Malvetum parviflorae) 283
4.6.6 The pastures and ruderal communities - a summary 287
4.7 Addenda 294
4.7.1 The tread community on paths and trails (Polycarpo tetraphylli-
Cotuletum australis) 294
4.7.2 Communities of moist or wet habitats and fresh water298
4.8 Synoptical graphics and tables 303
5 Summary and prospectus 331
6 Literature 335
7 Appendix 363
7.1 Species of low constancy in the differentiated tables 363
7.2 Index of figures and tables 371
Plates 377