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Heike Schneider:

Die spät- und postglaziale Vegetationsgeschichte des oberen und mittleren Werratals

Paläobotanische Untersuchungen unter besonderer Berücksichtigung anthropogener Einflüsse

[Evolution of vegetation of the upper Werra river valley, Germany. A paleobotanic study under consideration of anthropogenic effects]

2006. 229 Seiten, 32 Abbildungen, 13 Tabellen, 7 Diagramme auf 4 Beil., 14x23cm, 490 g
Language: Deutsch

(Dissertationes Botanicae, Band 403)

ISBN 978-3-443-64315-7, brosch., price: 80.00 €

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Keywords

WerraPaläobotanikVegetationGermany

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Untersuchungen zur spätglazialen und holozänen Vegetationsentwicklung Thüringens lagen bislang nur bruchstückhaft oder in sehr schlechter zeitlicher Auflösung vor. Das durch die DFG geförderte Schwerpunktprogramm "Wandel der Geo-Biosphäre in den letzten 15.000 Jahren" bot die Möglichkeit, an verschiedenen Ablagerungen des oberen und mittleren Werratals palynologische Analysen zur Vegetations- und Siedlungsgeschichte Süd- und Südwest-Thüringens durchzuführen. Während spätglaziale und früh- bis mittelholozäne Sedimente nur aus den Profilen des Gerstunger Beckens zur Verfügung standen, konnten spätholozäne Sedimente auch aus dem Moorgrund und dem Thüringischen Grabfeld bearbeitet werden.

Synopsis top ↑

Investigations in lateglacial and holocene vegetation development of Thuringia is known until now only in fragments or in very poor temporal resolution. The key program "Change of the Geo-Biosphere during the last 15,000 years", promoted by the German Science Foundation (DFG); offered the possibility to accomplish palynological analyses in different deposits of the upper and middle Werravalley, in order to investigate the vegetation and settlement history of south and southwest Thuringia. While lateglacial and early- to middleholocene sediments were available only in the profiles of the Gerstungen Basin, lateholocene sediments could be analysed also from the regions Moorgrund and Thüringer Grabfeld.

Inhaltsverzeichnis top ↑

Vorwort III
1 Einleitung 1
1.1 Stand der Forschung 2
1.1.1 Chrono- und biostratigraphische Gliederung des Spät- und
Postglazials 2
1.1.1.1 Gliederung des Spätglazials 3
1.1.1.2 Gliederung des Holozäns 7
1.1.2 Forschungsstand im Werratal 9
1.1.2.1 Vegetationsgeschichtliche Untersuchungen in und um das
Werratal 9
1.1.2.2 Zur spätglazialen und holozänen Flussgeschichte der Werra 11
1.1.2.3 Zur Siedlungsgeschichte im Werratal 12
1.2 Problemstellung und Zielsetzung 24
1.2.1 Problemstellung 24
1.2.2 Zielsetzung 26
2 Untersuchungsgebiet 28
2.1 Naturraum 28
2.2 Geologie 29
2.3 Böden 30
2.4 Klima 31
2.5 Potentielle natürliche Vegetation 33
3 Material und Methoden 37
3.1 Geländearbeiten 37
3.2.1 Probenahme 38
3.2.2 Palynofazies 39
3.2.3 Identifizierung von Pollenkörnern und Sporen 39
3.2.4 Pollenkomponenten 40
3.2.5 Pollensumme 41
3.2.6 Bestimmung der ökologischen Gruppen 42
3.2.7 Pollendiagramme 43
3.3 Datierungen 45
3.4 Sedimentologische Analysen 45
4 Ergebnisse 46
4.1 Standortbeschreibung und Lithologie der Profile 46
4.1.1 Säulingssee 46
4.1.2 Gerstungen 48
4.1.3 Moorgrund 49
4.1.4 Sülzdorf 50
4.2 Chronologie 51
4.2.1 Datierungen 51
4.2.2 Zeit-Tiefen-Diagramme 52
4.2.3 Bemerkungen zu den Datierungen 55
4.2.4 Reservoireffekte in carbonatarmen Seen 56
4.2.5 Sedimententwicklung 59
4.2.5.2 Sedimentwachstum 64
4.2.5.3 Pollenkonzentrationen 66
4.3 Kurzbeschreibung der regionalen Pollendiagramme 71
4.3.1 Profil Säulingssee 1/97 72
4.3.2 Profil Gerstungen 1/99 85
4.3.3 Profil Moorgrund 1/2000 87
4.3.4 Profil Sülzdorf 1/97 (specht) 89
5 Interpretation und Diskussion 93
5.1 Die regionale Vegetationsentwicklung 93
5.1.1 Die Vegetationsentwicklung im Gerstunger Becken
(Untersuchungsgebiete Säulingssee und Gerstungen) 93
5.1.1.1 Die Vegetationsentwicklung im Spätglazial und Frühholozän 93
5.1.1.2 Die Vegetationsentwicklung im mittleren und späten Holozän 110
5.1.2 Die Vegetationsentwicklung in der Region Moorgrund 126
5.1.3 Die Vegetationsentwicklung im thüringischen Grabfeld
(Untersuchungsgebiet Sülzdorf) 130
5.2 Die lokale Vegetationsentwicklung der untersuchten Ablagerungen 136
5.2.1 Lokale Senke Säulingssee 136
5.2.2 Paläorinne Gerstungen 139
5.2.3 Senke Moorgrund 139
5.2.4 Versumpfungsmoor Sülzdorf 140
5.3 Mensch und Umwelt 140
5.3.1 Die ersten anthropogenen Eingriffe in die Naturlandschaft während
des Neolithikums 146
5.3.2 Der Wandel der Waldlandschaft im Werratal durch den bronzezeitlichen
Menschen 151
5.3.3 Die deutliche Zunahme der anthropogenen Einflüsse in der frühen
vorrömischen Eisenzeit 154
5.3.4 Die zunehmende Bedeutung von Ackerbau und Grünlandwirtschaft in
der späten vorrömischen Eisenzeit 159
5.3.5 Der Niedergang der Latènekultur und der Siegeszug der Wälder
während der Römischen Kaiserzeit 163
5.3.6 Die scheinbare Siedlungsleere im Werratal während der
Völkerwanderungszeit 165
5.3.7 Mit der Übername durch die Franken begann eine neue Zeit 167
5.4 Klimatische Betrachtungen 170
6 Schlussgedanken und Ausblick 173
7 Zusammenfassungen 175
8 Literatur 179
9 Anhang 201