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Christine Römermann:

Patterns and processes of plant species frequency and life-history traits

2006. 117 pages, fig., tab., 23 pages appendix, 14x23cm, 330 g
Language: English

(Dissertationes Botanicae, Band 402)

ISBN 978-3-443-64316-4, paperback, price: 40.00 €

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Keywords

plant speciesfrequencylife-history traithabitat frequencyeutrophication

Contents

Synopsis top ↑

Species frequency or rarity and the categorisation of plant species using biological traits have been important subjects in ecological studies during the last years. The combined analysis of species rarity and life history traits can lead to a better understanding of the processes making species become rare or threatened within the changing landscape of Central Europe. Today, many different databases comprise floristic data, data on species performance, data on habitat distribution or species trait data, but these data sources have rarely been combined. The present thesis shows that the combination of different existing databases can reveal valuable information on different aspects of species or habitat rarity (Chapter 2), on the use and ecological relevance of indicator traits (Chapter 3 and 4) and on mechanisms that make species become threatened or leading to species rarity in today’s landscape (see Chapter 5). This information and proposed subsequent analyses (Chapter 6) may lead to a better understanding of vegetation dynamics and restoration measures.

Inhaltsbeschreibung top ↑

Ein zentraler Punkt der ökologischen Forschung war in den letzten Jahren die Analyse der Gründe für die Seltenheit bzw. Gefährdung von Pflanzenarten. Um Gründe für die Seltenheit oder Gefährdung von Arten in der aktuellen Landschaft zu erkennen, erscheint eine Auswertung unter Einbezug funktioneller Merkmale sinnvoll; mit Hilfe von Pflanzenmerkmalen können Arten hinsichtlich ihrer Merkmalsausstattung klassifiziert werden. Dieser funktionelle Ansatz wurde bisher jedoch zumeist nur für die Interpretation von Vegetationsveränderungen entlang von Umweltgradienten verwendet. In verschiedenen, aber meist nicht frei verfügbaren Datenbanken wurden in der Vergangenheit floristische, Gefährdungs-, Habitat- und Merkmalsdaten zusammengefasst. Bislang existieren nur wenige Studien, in denen diese Daten auf großer Skala verschnitten und ausgewertet wurden. Die vorliegende Arbeit zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie durch eine Kombination von Datenbanken verschiedene Aspekte der Seltenheit von Arten und Habitaten (Kapitel 2), zum Beispiel durch die Messung und Beurteilung so genannter „indicator traits“ fur Ausbreitungstypen (Kapitel 3 und 4), aufgezeigt und interpretiert werden können. Darüber hinaus können Prozesse, die zur Seltenheit oder Gefährdung von Arten führen, durch eine Verschneidung unterschiedlicher Daten erkannt werden (Kapitel 5).

Bespr.: Kieler Notizen zur Pflanzenkunde 35 (2007), S. 133 top ↑

Die Analyse der Ursachen für die Seltenheit bzw. Gefährdung von Arten ist eine der wichtigsten Fragestellungen der naturschutzorientierten Forschung. Die vorliegenden Forschungsergebnisse dienen häufig als Leitfaden bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen. Untersuchungsgegenstand der modernen Ökosystemforschung ist unter anderem die Einbeziehung funktioneller Artmerkmale, um Beziehungsgefüge und Veränderungen in Lebensgemeinschaften zu interpretieren. In der vorliegenden Dissertation verbindet Christine Römermann diese beiden Forschungsansätze, zeigt die Möglichkeiten bei der Verknüpfung bestehender Datenbanken (z.B. FlorKart, LEDA) auf und wertet diese Daten auf großräumiger Ebene aus (Bundesländer, Deutschland).

Die in der Arbeit enthaltenen Kapitel und Unterkapitel sind jeweils im Stil von Einzelpublikationen aufgebaut. Die Mehrzahl dieser sind bereits in abgewandelter Form, komplett oder auszugsweise, in unterschiedlichen wissenschaftlichen Zeitschriften oder als Buchbeiträge erschienen oder eingereicht.

Die Autorin beginnt zunächst mit einer allgemeinen Einführung in die Thematik. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Seltenheit von Arten und deren Habitaten. Es wurde ein Modell entwickelt, welches es ermöglicht, mit den Daten der floristischen (Raster-)Kartierung eines Landes Aussagen über das Vorkommen und die Häufigkeit von Habitattypen zu machen. Diese Methode könnte in Ländern mit einer bestehenden floristischen Kartierung, aber fehlender Biotopkartierung, hilfreich sein, potenzielle Vorkommen seltener oder geschützter Habitattypen lokalisieren und Artenverteilungen beurteilen zu können. In Kapitel 3 wird der funktionelle Ansatz der Artausbreitung aufgegriffen und die Methodenetablierung bei der Auswertung von vorliegenden Ausbreitungsarten diskutiert. Anhand solcher Merkmalsdaten ist es möglich, Habitate nach den jeweiligen Ausbreitungsmustern der vorkommenden Artengruppen ökologisch zu charakterisieren. Im vierten Kapitel wurden experimentell Modelle entwickelt, die es erlauben, anhand von Diasporenmerkmalen Aussagen über Anhaftungspotenziale und somit über die Epizoochorie von Pflanzenarten zu treffen. Im fünften Kapitel werden die Auswirkungen der Autrophierung und Fragmentierung auf Pflanzenpopulationen diskutiert. Dies wurde am Beispiel von basiphilen (Halb-)Trockenrasenarten getestet. Die Autorin hat dazu verschiedene funktionelle Merkmale für Persistenz und Ausbreitung von 91 Beispielarten herangezogen.

Im sechsten und letzten Kapitel werden offene Fragen für zukünftige Forschungsvorhaben dargelegt und Möglichkeiten für die Integration der Ergebnisse in die Naturschutzpraxis vorgeschlagen.

Insgesamt eine sehr runde und innovative Arbeit, die theoretische Modelle mit der Praxis verbindet und auf diese Weise Ideen für folgende Forschungsprojekte eröffnet.

Steffen Boch

Kieler Notizen zur Pflanzenkunde 35 (2007), Seite 133

Contents top ↑

Chapter 1 General introduction 1
Chapter 2.1 Predicting habitat distribution and frequency from
plant species co-occurrence data 7
Chapter 2.2 The use of habitat frequencies as correction factors
for species frequencies. A case study using functional
traits 25
Chapter 3 Measuring gradual differences in the dispersal potential of
plant species using standardized protocols 33
Chapter 4 How to predict attachment potentials of seeds to sheep
and cattle coat from simple morphological seed traits 61
Chapter 5 Eutrophication and fragmentation determine species rate
of decline but not species rarity! Results from a
functional approach 75
Chapter 6 Conclusions and Perspectives 87
Summary 95
Zusammenfassung 99
References 103
Acknowledgements 117
Appendices