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Christine Römermann:

Patterns and processes of plant species frequency and life-history traits

2006. 117 pages, fig., tab., 23 pages appendix , 23x14cm, 330 g
Language: English

(Dissertationes Botanicae, Band 402)

ISBN 978-3-443-64316-4, paperback, price: 40.00 €

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Bespr.: Kieler Notizen zur Pflanzenkunde 35 (2007), S. 133
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Die Analyse der Ursachen für die Seltenheit bzw. Gefährdung von Arten ist eine der wichtigsten Fragestellungen der naturschutzorientierten Forschung. Die vorliegenden Forschungsergebnisse dienen häufig als Leitfaden bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen. Untersuchungsgegenstand der modernen Ökosystemforschung ist unter anderem die Einbeziehung funktioneller Artmerkmale, um Beziehungsgefüge und Veränderungen in Lebensgemeinschaften zu interpretieren. In der vorliegenden Dissertation verbindet Christine Römermann diese beiden Forschungsansätze, zeigt die Möglichkeiten bei der Verknüpfung bestehender Datenbanken (z.B. FlorKart, LEDA) auf und wertet diese Daten auf großräumiger Ebene aus (Bundesländer, Deutschland).

Die in der Arbeit enthaltenen Kapitel und Unterkapitel sind jeweils im Stil von Einzelpublikationen aufgebaut. Die Mehrzahl dieser sind bereits in abgewandelter Form, komplett oder auszugsweise, in unterschiedlichen wissenschaftlichen Zeitschriften oder als Buchbeiträge erschienen oder eingereicht.

Die Autorin beginnt zunächst mit einer allgemeinen Einführung in die Thematik. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Seltenheit von Arten und deren Habitaten. Es wurde ein Modell entwickelt, welches es ermöglicht, mit den Daten der floristischen (Raster-)Kartierung eines Landes Aussagen über das Vorkommen und die Häufigkeit von Habitattypen zu machen. Diese Methode könnte in Ländern mit einer bestehenden floristischen Kartierung, aber fehlender Biotopkartierung, hilfreich sein, potenzielle Vorkommen seltener oder geschützter Habitattypen lokalisieren und Artenverteilungen beurteilen zu können. In Kapitel 3 wird der funktionelle Ansatz der Artausbreitung aufgegriffen und die Methodenetablierung bei der Auswertung von vorliegenden Ausbreitungsarten diskutiert. Anhand solcher Merkmalsdaten ist es möglich, Habitate nach den jeweiligen Ausbreitungsmustern der vorkommenden Artengruppen ökologisch zu charakterisieren. Im vierten Kapitel wurden experimentell Modelle entwickelt, die es erlauben, anhand von Diasporenmerkmalen Aussagen über Anhaftungspotenziale und somit über die Epizoochorie von Pflanzenarten zu treffen. Im fünften Kapitel werden die Auswirkungen der Autrophierung und Fragmentierung auf Pflanzenpopulationen diskutiert. Dies wurde am Beispiel von basiphilen (Halb-)Trockenrasenarten getestet. Die Autorin hat dazu verschiedene funktionelle Merkmale für Persistenz und Ausbreitung von 91 Beispielarten herangezogen.

Im sechsten und letzten Kapitel werden offene Fragen für zukünftige Forschungsvorhaben dargelegt und Möglichkeiten für die Integration der Ergebnisse in die Naturschutzpraxis vorgeschlagen.

Insgesamt eine sehr runde und innovative Arbeit, die theoretische Modelle mit der Praxis verbindet und auf diese Weise Ideen für folgende Forschungsprojekte eröffnet.

Steffen Boch

Kieler Notizen zur Pflanzenkunde 35 (2007), Seite 133

Contents
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Chapter 1 General introduction 1

Chapter 2.1 Predicting habitat distribution and frequency from
plant species co-occurrence data 7

Chapter 2.2 The use of habitat frequencies as correction factors
for species frequencies. A case study using functional
traits 25

Chapter 3 Measuring gradual differences in the dispersal potential of
plant species using standardized protocols 33

Chapter 4 How to predict attachment potentials of seeds to sheep
and cattle coat from simple morphological seed traits 61

Chapter 5 Eutrophication and fragmentation determine species rate
of decline but not species rarity! Results from a
functional approach 75

Chapter 6 Conclusions and Perspectives 87

Summary 95

Zusammenfassung 99

References 103

Acknowledgements 117

Appendices