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Carlos Lado; Francisco Pando:

Myxomycetes, I.

Ceratiomyxales, Echinosteliales, Liceales, Trichiales

1997. 323 pages, 95 figures, 20x28cm, 1010 g
Language: English

(Flora Mycologica Iberica, Volume 2)

ISBN 978-3-443-65007-0, paperback, price: 61.00 €

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Keywords

MycologyIbericamyxomyceteshabitatIberian PeninsulaMykologieIbericaSchleimpilzLebensraumIberische Halbinsel

Contents

Spanischer Text/Vorwort top ↑

El objetivo de esta obra es dar una visión general sobre la naturaleza de los hongos de la Península Ibérica y proporcionar al usuario una herramienta que le permita su identificacion.

La propia naturaleza de los hongos y el desigual nivel de conocimientos que de ellos tenemos para la Península Ibérica, han marcado claramente la estructura general de la obra. De ahí que las síntesis monográficas se publicarán en una serie numerada de volúmenes, tan pronto como cada contribución se vaya completando. Estos volúmenes variarán en longitud y el rango taxonómico mínimo aceptado será el de género. Los artículos estarán escritos en castellano e inglés.

English description top ↑

This volume deals with Myxomycetes and comprises four orders out of the six recognized for this group of organisms.

Bespr.:Feddes Repertorium, 110 (1999) 7-8, S. 492 top ↑

In rascher Folge erschienen bereits vier Bände der vom Königlichen Botanischen Garten Madrid herausgegebenen Flora Mycologica Iberica. Die nach einem einheitlichen Schema abgefaßten Bände behandeln jeweils eine Pilzgruppe gleichwertig in spanischer und englischer Sprache. Sie sind durch Schwarz-Weiß-Zeichnungen illustriert und enthalten keine Verbreitungskarten. Die taxonomische Bearbeitung ist von unterschiedlicher Qualität. Das berücksichtigte Areal schließt Andorra, das peninsulare Spanien (einschließlich der Balearen) und Portugal ein. Nicht jedoch Madeira und die Kanarischen Inseln. Der vorliegende Band behandelt den ersten Teil der auf zwei Bände berechneten Myxomycetes (Schleimpilze). Diser (phylogenetisch nicht zu den Pilzen gehörenden, jedoch traditionell von Mykologen bearbeiteten) Organismengruppe ist in den letzten 25 Jahren in Spanien große Aufmerksamkeit gewidmet worden, insbesondere an den Universitäten von Madrid und Alcalá de Henares und in deren Umfeld, wobei sich ausgezeichnete Kenner des Artenspektrums herausgebildet haben. Dabei wurden auch ungewöhnliche Habitate durchforscht wie Macchien, xerophytische Vegetation und die ausapernden Ränder von Schneefeldern im Hochgebirge ("nivicole Myxomycetes"). So wurde eine beachtliche Artenvielfalt nachgewiesen. Eine Bilanz der bisher geleisteten Arbeit ist daher von Nutzen. In der taxonomischen und nomenklatorischen Anordnung des Materials richten sich die Autoren nach soliden Vorbildern; an taxonomischen Neuerungen wird lediglich die Neukombination Trichia elaterensis (MULLEAVY) LADO eingeführt (für eine Art, die indessen nicht der iberischen Flora angehört). Der Schwerpunkt liegt auf der Erarbeitung von Bestimmungsschlüsseln, Beschreibungen und Zeichnungen sowie auf Angaben über Habitat, Häufigkeit und Gesamtverbreitung. Daten zur Verbreitung auf der Iberischen Halbinsel sind relativ spärlich und bei häufigeren Arten nur summarisch angegeben; es fehlen Hinweise zur Verbreitung nach Höhenlagen. Die Autoren sind äußerst vorsichtig und kritisch bei der Berücksichtigung der älteren floristischen Angaben, die nicht oder nicht eindeutig nach Herbarmaterial belegt sind. Dies betrifft zahlreiche Taxa. Solche sind zwar in die Schlüssel aufgenommen, nicht aber beschrieben und abgebildet. Alle Beschreibungen und Zeichnungen beruhen auf iberischem Material. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis unterstreicht das gründliche Vorgehen der Verfasser. Für alle, die sich zuverlässig über das Vorkommen von Schleimpilzen auf der Iberischen Halbinsel informieren wollen, hat dieser Band einen hohen Informationswert. H. Kreisel, Potthagen Feddes Repertorium, 110 (1999) 7-8, S. 492

Bespr.: Ber.Bayer.Bot.Ges.,Bd. 67/70,S. 227-288,2000 top ↑

Seit 1995 sind in der neuen Reihe "Flora Mycologica Iberica", die vom Real Jardin Botanico Madrid in Zusammenarbeit mit dem J. Cramer Verlag herausgegeben wird, drei Bände erschienen: Vol. 1, Aphyllophorales resupinarae non poroides, I; Vol 2. Myxomycetes, I und Vol. 3, Gasteromycetes epigeos, von denen nachfolgend Band 1 und Band 2 besprochen werden. Wie schon der Titel des Werkes besagt, ist es das Ziel der Herausgeber, die Pilz-Taxa der Iberischen Halbinsel und der Balearen in monographischer Bearbeitung vorzustellen. Alle Bände sind zweisprachig, wobei die linke Spalte auf jeder Seite den spanischen Text und die rechte Spalte die englische Übersetzung enthält.

Im ersten Band beschreiben M. Teresa TELLERIA und Ireneia NIELO 80 Arten aus 33 Gattungen der resupinaten, nicht poroiden Aphyllophorales (damit bezeichnen die Autoren corticioide Pilze im weitesten Sinn) alphabetisch geordnet. Der vorliegende erste Teil enthält die Gattungen Acanthobasidium bis Cystostereum (incl. sechs nomenklatorischen Neukombinationen). Aufgrund dieser nicht nach systematischen Gesichtspunkten sondern, rein nach makroskopischen Merkmalen getroffenen Einteilung, enthält der Band auch Gattungen, die von anderen Autoren nicht in die Corticiaceae s.l. gestellt werden (z.B. Ceratobasidium, Ceratobasidiaceae, Tulasnellales; Cerinomyces, Dacromycetaceae, Dacromycetales). Dies ist aber bei den noch unzureichend geklärten Verwandtschaftsbeziehungen der Gruppen innerhalb der Aphyllophorales durchaus sinnvoll. Jede Gattung wird mir einer Beschreibung der Gattungsmerkmale und einer Diskussion ihrer Stellung im System eingeführt. In den dichotomen Bestimmungsschlüsseln werden auch solchehrten mit Literaturverweis berücksichtigt, die für das Gebiet noch nicht nachgewiesen wurden aber zu erwarten sind. Neben einer exakten makroskopischen und mikroskopischen Beschreibung werden die einzelnen Arten durch ihr Habitat und ihre Verbreitung charakterisiert. Besonders hilfreich sind die zusätzlichen Bemerkungen, welche Nomenklatur, Taxonomie, Abgrenzung zu anderen Taxa und andere kritische Punkte der Gattungen bzw. Arten diskutieren. Ausgesprochen informativ sind 68 großformatigen Tafeln mir exakten Strichzeichnungen der Mikromerkmale zu jeder beschriebenen Art. Ein Gattungsschlüssel, ein umfassendes Glossar und ein Gesamtindex soll im letzen Band über die resupinaten, nicht poroiden Aphyllophorales abgedruckt werden.

Im zweiten Band wird von Carlos LADO und Francisco PANDO der erste Teil der Myxomycetes abgehandelt. Er enthält die Ordnungen: Ceratiomyxales, Echinosteliales, Liceales und Trichiales (incl. einer nomenklatorischen Neukombination). Nach einer kurzen Einführung führt ein Bestimmungsschlüssel zu den Ordnungen; dieser verweist auch auf die Physarales und Stemonitales, die erst in einem der nächsten Bände erscheinen werden. Die Darstellung der Ordnungen, Gattungen und Arten erfolgt nach dem gleichen Konzept wie für Band 1 (s.o.) beschrieben - jeweils in alphabetischer Reihung. 95 Abbildungen mit Habitus- und Mikrozeichnungen ergänzen die Artbeschreibungen. Umfangreiche Bibliographien runden das positive Erscheinungsbild beider Bände ab. Da die Flora Mycologica Iberica sehr viele Landschaftstypen und Klimazonen abdeckt, ist sie nicht nur für Biologen dieses Floren-Gebietes interessant, sondern auch für die anderer Länder. Man kann sich nur auf weitere, hoffentlich bald erscheinende Bände freuen und wünschen, daß sie der vorgelegten Qualität entsprechen.

L. Beenken
Ber.Bayer.Bot.Ges.,Bd. 67/70,S. 227-288,2000