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Francisco D. Calonge:

Gasteromycetes I

Lycoperdales, Nidulariales, Phallales, Sclerodermatales, Tulostomatales

1998. 1. edition, 271 pages, 93 figures, 20x28cm, 840 g
Language: English

(Flora Mycologica Iberica, Volume 3)

ISBN 978-3-443-65008-7, paperback, price: 72.00 €

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Keywords

floramycologyGasteromycetesLycoperdalesNidularialesPhallalesSclerodermatalesTulostomatalesIberian PeninsulaBalearic Islands

Contents

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This volume includes the first part of the Gasteromycetes: the epigenous ones recorded up to the present day in the Iberian Peninsula and Balearic Islands.

Bespr.:Berichte d. Bayerischen Botanischen Gesellsch., Band 71, Juli 2001 top ↑

Der dritte Band der Flora Mycologica Iberica behandelt einen Teil der Spanischen Gasteromyceten-Flora, namentlich die epigäischen Ordnungen Lycoperdales, Nidulariales, Phallales, Sclerodermatales und Tulostomatales. Die hypogäischen Taxa und die secotioiden Gasteromyceten werden in einem späteren Band folgen. Das Werk ist durchgehend zweisprachig (Spanisch/Englisch), wie dies bereits bei den Vorgängerbänden praktiziert wurde (siehe Buchbesprechung in Ber. Bayer. Bot. Ges. 69/70: 227). Spanien ist bekannt für seine äußerst reichhaltige Bauchpilzflora. Dies liegt an der großen ökologischen Diversität der Iberischen Halbinsel, wie ein Blick auf die behandelten Arten verdeutlicht: z.B. Arachnion lazei, A. lloydianum, Battaraea phalloides, Dictyocephalus attenuatus, Phellorina herculanea, Schizostoma laceratum, Tulostoma spp. (19 Arten!) u.a., als mediterrane oder extrem kontinentale Vertreter der Gasteromyceten, zeigen den Wert dieser Ausgabe der Flora Mycologica Iberica an. Phallus duplicatus ss. str. (von Phallus impudicus var. pseudoduplicatus abgegrenzt) könnte sogar den ersten sicheren Nachweis für Europa darstellen, wie auch im Text diskutiert wird.

Wie üblich werden die wichtigsten Merkmale in der Einführung verdeutlicht. Die hierzu verwendeten Strichzeichnungen sind sehr anschaulich. Die Autoren definieren die Gasteromyceten nach dem Konzept von HAWKSWORTH et al. (1995) Ainsworth & Bisbys dictionary of the fungi. Die Systematik folgt JÜLICH (1989). Inzwischen ist die Einteilung der Gasteromyceten sowohl anhand von molekularbiologischen als auch anatomischen Studien weitgehend revolutioniert worden. Ein Florenwerk muss sich natürlich nicht sofort an neueste Ergebnisse der systematischen Forschung angleichen, eine Anmerkung oder Diskussion innerhalb der Einführung wäre aber angebracht gewesen.

Der systematische Teil des Werkes behandelt die fünf oben genannten Ordnungen. Die Gattungen und darin die Arten werden jeweils alphabetisch geordnet. Bis auf den einführenden Ordnungsschlüssel werden die weiterführenden Schlüssel innerhalb des Beschreibungsteiles auf die einzelnen Ordnungen und Gattungen verteilt. Die Gattungskonzepte sind sehr traditionell gehalten. So wird die Gattung Handkea nicht akzeptiert und in die Synonymie zu Calvatia gestellt. Dieses Vorgehen wäre ohne weitere Erklärung einleuchtend, da ja auch innerhalb der Großsystematik an traditionellen Konzepten (JÜLICH 1989) festgehalten wird. Die kurze Begründung, KREISEL proposed Handkea to separate Calvatia utriformis [...] and C. excipuliformis [...] among others. According to our opinion [...] he used mainly subjective reasons for this segregation, instead of real characters (S. 67) ist jedoch etwas befremdlich und wenig informativ. Anstelle subjektive Gründe und das Mangeln echter Merkmale anzugeben, wäre eine kurze Diskussion, weshalb KREISELs Gattungsmerkmale konkret als nicht ausreichend erachtet werden, wohl sinnvoller gewesen. Die Umkombinierung von Calvatia complutensis zu Langermannia (S. 116) wird hingegen nur mit der Bemerkung, dass diese Art gut in Langermannia passe, jedoch ohne weitere Diskussion und Angabe konkreter Merkmale vollzogen. Nebenbei wird KREISEL, einer der Mitautoren von C. complutensis, mehrfach bei der Zitierung dieser Art falsch geschrieben. Die Artkonzepte sind durchdacht und nur in einzelnen Fällen (z.B. in der Bovista pusilla - B. aestivalis-Verwandtschaft) vielleicht zu weit gefasst. Die Artbeschreibungen sind ausführlich, die Originalliteratur wird jeweils zitiert. Zudem werden ausgewählte Merkmale (Habitus, zumeist noch Sporen, teils auch Capillitiumfasern) anhand von Strichzeichnungen illustriert. Die Habituszeichnungen sind sehr treffend und ansprechend. Innerhalb der Gattung Geastrum wurden aber leider nur 9 der 20 Arten habituell illustriert, obwohl gerade hier auch makroskopische Merkmale sehr hilfreich für die Bestimmung sind. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Sporenabbildungen. Hierfür wurden rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen in Form von Strichzeichnungen umgearbeitet. Die Originalaufnahmen hätten sicherlich mehr Details gezeigt als die bearbeitete Version. Drucktechnisch wäre der Abdruck der originalen REM-Bilder wohl kein Problem gewesen. Da die Bestimmungsschlüssel vor allem auf lichtmikroskopische Merkmale, insbesondere der Sporen, eingehen, wäre eine Darstellung lichtmikroskopischer Zeichnungen für den Benutzer der Flora hilfreicher. REM-Bilder als zusätzliche Informationsquelle sind natürlich nicht von der Hand zu weisen, solange aber die so gezeigten Merkmale nicht für die Bestimmung essentiell sind, sind sie nicht von primärer Bedeutung innerhalb einer Flora. Die Darstellung der Capillitiumfasern hätte ausführlicher erfolgen können. So wird die innerhalb der Gattung Tulostoma wichtige Struktur der Capillitium-Septen meist gar nicht illustriert. Bei T. brumale, einer Art mit typischerweise angeschwollenen Septen (wie auch in der Artbeschreibung ersichtlich), wird ein einziges, jedoch nicht erweitertes Septum gezeichnet. Die nur sehr kurzen Capillitiumfragmente, die z.B. bei Lycoperdon (für sehr wenige Arten) abgebildet werden, reichen als Infomationsquelle wohl aus, da in der Einführung die verschiedenen Grundstrukturen großräumiger gezeichnet wurden. Größere Bereiche mit dem Verzweigungstyp wären anschaulicher und schöner gewesen, vor allem aber vergleichende Darstellungen aller Arten. Bei Bovista wurde nur für eine Art (die extrem seltene Bovista ochrotricha) ein sehr kleiner Ausschnitt einer Faser gezeigt, wofür wieder eine REM-Aufnahme nachbearbeitet wurde. Aufgrund der ausführlichen Beschreibungen und der vielen äußerst seltenen Taxa, die behandelt werden, stellt dieser dritte Band der spanischen Pilzflora insgesamt ein wichtiges Werk zur Gasteromyceten-Taxonomie dar. Dem an Gasteromyceten interessierten Mykologen kann dieses Buch als Bestimmungswerk und Flora gut empfohlen werden.

C. Hahn
Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft, Band 71, Juli 2001

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Table of Contents
Preface 7
Acknowledgements 9
Introduction 13
Anatomy and morphology 14
Chemical reagents 23
The number of Gasteromycetes 25
Biology, chorology, ecology and economic importance 25
Phylogeny 27
Basic floras consulted 29
The study of the Iberian Gasteromycetes 31
Systematics adopted 32
Methodology 34
Abbreviations used in the text 38
Systematics 39
Key to orders 39
Order Lycoperdales 41
Order Nidulariales 145
Order Phallales 159
Order Sclerodermatales 185
Order Tulostomatales 207
Glossary 253
References 259
Index of generic, specific and infraspecific names 267
Index of new nomenclatural combinations 271

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Prefacio 7
Agradecimientos 9
Introducción 13
Anatomía y morfología 14
Reactivos químicos 23
Número de Gasteromycetes 25
Biología, corología, ecología y importancia económica 25
Filogenia 27
Floras básicas consultadas 29
Estudio de los Gasteromycetes ibéricos 31
Sistemática adoptada 32
Metodología 34
Abreviaturas usadas en el texto 38
Sistemática 39
Clave de órdenes 39
Orden Lycoperdales 41
Orden Nidulariales 145
Orden Phallales 159
Orden Sclerodermatales 185
Orden Tulostomatales 207
Glosario 253
Bibliografía 259
Indice de nombres genéricos, especiíficos y infraespecíficos 167
Indice de nuevas propuestas 271