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Direct-Push-Verfahren

Hrsg.: Carsten Leven; Hansjörg Weiß; Hans-Peter Koschitzky; Philipp Blum; Thomas Ptak; Peter Dietrich

2010. 36 Seiten, 6 Abbildungen, 7 Farbabb., 21x30cm, 230 g
Language: Deutsch

(altlastenforum Baden-Württemberg e.V., Schriftenreihe, Heft 15)

ISBN 978-3-510-39015-1, geheftet, price: 20.80 €

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Keywords

Direct-Push-Verfahren Altlastenbearbeitung Baugrunduntersuchung Erkundungsmethode

Contents

Synopsis top ↑

In den letzten Jahren kommen für die Erkundung des Untergrundes beispielsweise im Rahmen der Altlastenbearbeitung, von Baugrunduntersuchungen oder für die Bearbeitung wasserwirtschaftlicher Fragestellungen in Deutschland vermehrt Erkundungsmethoden zum Einsatz, die auf bestimmten oft recht neuen Sondierverfahren basieren.

Hinter diesen Verfahren, die oft noch recht „unspezifisch“ als „Direct Push“ bezeichnet werden, verbergen sich eine Vielzahl ganz unterschiedlicher technischer Erkundungsverfahren. Diese Verfahren stellen, je nach Art der eingesetzten Technologie, im einen Fall sinnvolle Ergänzungen, in anderen Fällen aber auch direkte Alternativen zu klassischen Erkundungsmethoden dar.

Ungeachtet dessen sind die Einsatzmöglichkeiten, Anwendungsbereiche und -grenzen dieser neuen Methoden vielfach noch unklar oder gänzlich unbekannt. Das vorliegende Heft soll einen Überblick über diese Verfahren geben und sie detailliert darstellen.

Bespr.: der Aufschluss November/Dezember 2012 top ↑

Der Statusbericht Direct-Push-Verfahren gibt einen Überblick über den gegenwärtigen Stand (Stand 09.2010) der Direct-Push-Technologien, deren Entwicklungen und Einsetzbarkeit. Außerdem soll der Bericht, laut Autoren, zu einer weiteren Verbreitung des Einsatz dieser Technologien beitragen und mögliche Vorbehalte abbauen.

Bei Direct-Push-Verfahren handelt es sich um Sondierverfahren, mit deren Hilfe Mess- und Probenahmesonden statisch oder hydraulisch in den Untergrund getrieben werden. Die Verfahren sind aber nur für den Einsatz in unverfestigten Lockergesteinen konzipiert. Mit Hilfe der Direct-Push-Verfahren können in-situ Messungen durchgeführt werden, zum Beispiel im Rahmen von Altlastenuntersuchungen oder auch Baugrunduntersuchungen. Zu untersuchende Parameter können Boden, Bodenluft und Grundwässer sein.

In dem vorliegenden Statusbericht liegen die Schwerpunkte der einzelnen Kapitel bei der Begriffsdefinition, bei einer ausführlichen Methodenbeschreibung und bei Erläuterungen des Verfahrens anhand konkreter Beispiele. Grade diese Beispiele tragen zum Verständnis des Direct-Push-Verfahrens bei, weil die gewählten Beispiele sehr anschaulich beschrieben und mit Ergebnissen belegt worden sind. Ebenfalls ist die Sprache allgemein verständlich, so dass man nicht unbedingt ein Fachmann im DP sein, um die Vorgehensweise und Messmethodik verstehen zu können. Im Gegensatz dazu sind in den Kapitel der Begriffsdefinition und der Methodenbeschreibung Formulierungen gebraucht, die man als Nicht-Fachmann nicht einfach verstehen kann. Außerdem sind Abkürzungen nicht näher erläutert. Es gibt zwar ein Abkürzungsverzeichnis am Ende des Heftes, aber das ständige Nachblättern stört doch den Lesefluss. Dennoch erläutert das Kapitel der Methodenbeschreibung detailliert die möglichen Einsatzgebiete und Messmethoden für bestimmte Fragestellungen. Daraus kann man viel lernen, grade wenn man nicht allzu tief in der Materie des Direct-Push-Verfahrens steckt.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Autoren mit Ihrem Statusbericht Direct-Push-Verfahren einen guten Überblick über den momentanen Stand der Technologie liefert. Für Praktiker aus Beratungs- und Ingenieurbüros dürften diese Ausführungen genauso interessant sein wie für Laien, die einen geotechnischen Hintergrund haben und sich über das Verfahren des Direct-Push informieren möchten.

Annika Förster, Halle (Saale)

der Aufschluss November/Dezember 2012

Inhaltsverzeichnis top ↑

1. Zielsetzung und Aufbau (S. 5)
2. Definitionen, Anwendungsgebiete und Grundsätze (S. 6)
Neben einer Klarstellung und Bestimmung des Begriffs
„Direct Push“, der für eine spezielle Aufschlußmethode
des Untergrundes steht, werden verschiedene Aspekte hinsichtlich
Anwendungsbereich, Vorteile und Limitierungen sowie typische
und empfohlene Anwendungen
dieser Technik dargestellt und fachlich beleuchtet.
3. Methodenbeschreibung (S. 10)
In mehreren Unterkapiteln erfolgt eine Darstellung der Methoden des Vortriebs
und der verschiedenartigen Sonden bzw. Techniken, die es ermöglichen,
Tiefenprofile geophysikalischer, geotechnischer und chemischer Parameter
zu bestimmen sowie Probenmaterial aus dem Untergrund zu gewinnen.
Möglichkeiten der Installation von Probenahmeeinrichtungen werden gezeigt.
4. Anwendungsbeispiele (S. 21)
Auswahl von Praxisbeispielen werden die Anwendungsmöglichkeiten der Direct-
Push-Technologie dargestellt. Hierbei werden drei LHKW-Schadensfälle und ein
Teeröl-Schadensfall betrachtet und diskutiert.
5. Zusammenfassung und weitere Entwicklungen (S. 32)
6. Allgemeine und ausgewählte Literatur und Links (S. 34)
7. Abkürzungsverzeichnis (S. 36)