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Oskar Haempel:

Fischereibiologie der Alpenseen

[Fish biology of alpine lakes]

1930. VIII, 259 Seiten, 28 Abbildungen, 15 Tafeln, 16x24cm, 1000 g
Language: Deutsch

(Die Binnengewässer, Band 10)

ISBN 978-3-510-40710-1, gebunden, price: 29.00 €

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Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Die Limnologie erstreckt sich in ihrer Gesamtheit auf alle Verhältnisse der Binnengewässer. Sie zerfällt in zwei Hauptteile, die limnische Hydrographie und die limnische Hydrobiologie. Letztere hat sich neben rein theoretischer Forschungsarbeit auch angewandten Zielen zugewendet und damit für die Praxis eine große Bedeutung erlangt. Die Forschung bleibt nicht, wie früher, bei der örtlichen Bestandesaufnahme stehen, sondern wendet sich in erster Linie den kausalen Zusammenhängen der Produktionserscheinungen zu und erreicht dadurch als Grundlage der Produktionsbiologie in ihrer Auswirkung für die Fischerei als Fischereibiologie größte Bedeutung. Die in den letzten zehn Jahren seitens der verschiedenen theoretischen und praktischen Hydrobiologen ausgeführten Untersuchungen haben zu grundlegenden Unterschieden in der Beurteilung und Klassifikation der Gewässer nach den Produktionsmengen und -ursachen geführt, welche uns kausale Rückschlüsse und Ausblicke gestatten, die für die Ausübung der Fischerei von eminenter "Wichtigkeit sind. Von den bisher zur Untersuchung gelangten zahlreichen Gewässertypen sind wohl die Seen die am meisten und gründlichst studierten Objekte. Auch in fischereibiologischer Richtung liegen diesbezüglich dank der Untersuchungen namhafter Forscher wertvolle Ergebnisse vor. WVenn wir hier von den Untersuchungen norddeutscher und nordischer Seen absehen, so sind es besonders die Alpenseen und alpinen Randseen der Schweiz, Bayerns, Österreichs und Oberitaliens, welche in den letzten Jahren Gegenstand besonderer Studien waren. Die wichtigsten derselben tunlichst zusammenzufassen und aus dieser Zusammenstellung auf Grund eigener vieljähriger Erfahrungen und Untersuchungen in den österreichischen Alpenseen Richtlinien für die fischereiliche Bewirtschaftung der alpinen Becken zu erhalten, ist der Zweck der vorliegenden Darstellung, welche somit als erster Versuch einer speziellen die Alpenseen umfassenden Fischereibiologie aufzufassen ist.

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Vorwort V-VI
I. Kapitel

Der Alpensee als Lebensraum (Biotop) 1-71
1. Die Natur der alpinen Seen 1-54
A. Entstehungsgeschichte der Seen 1-6
B. Hydrographische Eigenschaften der Seebecken 6-24
C. Die einzelnen Seeregionen und ihre Besiedelung 24-54
a) Litoral- und Sublitoralregion 24-28
1) Profundalregion 28-30
c ) Pelagialregion 31-32
2. Der Alpensee als Lebenseinheit 54-71
A Der Nährstoffkreislauf der Seen 54-63
B. Biologische Seetypen im allgemeinen 63-71
II. Kapitel
Fischereiwirtschaftliche Bedeutung der Alpenseen 72-224
1. Fischereiwirtschaftliche Seetypen im allgemeinen 72-74
2 Fischereiwirtschaftliche Seetypen im besonderen und
ihre Beziehung zum alpinen Seentypensystem 74-78
A. Bachforellenseen 78-79
B. Saiblingsseen 79-85
C. Coregonenseen 8-104
D. Seeforellenseen 104-111
E. Zanderseen 111-115
F. Cyprinidenseen 115-124
3. Die Fischerei in den größeren Alpenseen 124-224
A. Französische Alpenseen 124 - 128
B. Schweizer Alpenseen inkl. Bodensee 129-168
C. Deutsche Alpenseen 168-181
D. Österreichische Alpenseen 181-207
E. Oberitalienische Alpenseen 208-224
III. Kapitel:
Richtlinien für die fischerewirtschafliche Bewirtschaftung der Alpenseen

1. Wissenschaftliche Maßnahmen 225-233)
2. Praktische Maßnahmen 230-239
A. Allgemeine Richltlinien für die fischereiliche Bewirtschaftung 230-233
B. Besondere wirtschaftliche Maßnahmen für die Steigerung der
Fischproduktion der Alpenseen 233-239
3. Gesetzliche Maßnahmen und polizeiliche Vorschriften 39-445
Literatur 246-253
Sachregister 254-259