cover

Einar Naumann:

Grundzüge der regionalen Limnologie

[Principles of regional limnology]

1932. XIV, 176 Seiten, 31 Abbildungen, 8 Tabellen, 8 Tafeln, 16x24cm, 630 g
Language: Deutsch

(Die Binnengewässer, Band 11)

ISBN 978-3-510-40711-8, gebunden, price: 21.00 €

in stock and ready to ship

Order form

BibTeX file

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Die Limnologie unserer Tage zeichnet sich in erster Linie durch den kausalen und synthetischen Griff ihrer Fragestellung aus. Dabei fangt eine neue Betrachtungsweise an, sich seit etwa einem Jahrzehnt immer mehr auf allen Gebieten geltend zu machen. Sie geht auf eine regionale Fragestellung auf produktionsbiologischer Grundlage zurück. Dadurch ist allmählich eine ganz neue Richtung der Limnologie entstanden, die schon eine reichhaltige — aber auch sehr zerstreute — Literatur aufzuweisen hat. Das ist die regionale Limnologie Ihre Prinzipien sollen in dieser Darstellung kurz zusammengestellt werden. Sie sind gewiß bei weitem noch nicht in jeder Hinsicht ganz ausgereift, sondern fordern vielmehr noch in mancher Einzelheit weitere Diskussion und weiteren Ausbau. Bei dieser regen Entwicklung dürfte es aber von besonderer Bedeutung sein, daß eine einheitliche Beleuchtung des Ziels und der Aufgabe der regionalen Limnologie bzw. eine kurze Zusammenfassung des bereits vorliegenden Tatsachenmaterials einmal wirklich versucht wird. Das wird, hoffe ich, ihre weitere Entwicklung und ihre Konsolidierung wesentlich befördern können. Die folgende Darstellung bezieht sich in erster Linie auf die allgemeinen Prinzipien der regionalen Limnologie. Von ihren speziellen Ergebnissen ist nur soviel mitgenommen, als mir zur Beleuchtung der Prinzipien angebracht erschien. Es ist vor allem mein Streben gewesen, das in einer weit zerstreuten, umfangreichen Literatur vorhandene Material unter allgemeinen Gesichtspunkten möglichst kurz und übersichtlich zusammenzustellen. Diese Darstellung ist somit zum nicht geringen Teil von programmatischer Natur. Es sollte mit ihr auch gezeigt werden, wie die limnologischen Probleme regional verfolgt werden können und wie man dadurch zum Ausbau einer Gewässertypenlehre auf produktionsbiologischer Grundlage gelangt.

Inhaltsverzeichnis top ↑

Vorwort VII
I. Ziel und Aufgabe der regionalen Limnologie. Geschichtliches.
A. Allgemeines 1
B. Spezielle Entwicklungsdaten 3
C. Die prinzipielle Arbeitsweise 5
II. Die produktionsbedingenden Faktoren.
A. Allgemeines über Milieufaktoren 5
B. Die speziellen Haushaltsarten 7
1. Der Temperaturhaushalt 7
2. Der Lichthaushalt 8
3. Der Nährstoffhaushalt 9
a) Allgemeines 10
b) Das Ca-Spektrum 12
c) Das N- und P-Spektrum 13
d) Das Fe-Spektrum 14
e) Das Humus-Spektrum 15
4. Der Detritushaushalt 15
5. Der Gashaushalt 17
6. Rückblick. Die vorherrschenden Haushaltsarten im
Oberflächenwasser Nordeuropas 18
III. Das System der Milieuspektra und das System der Saprobien
A. Das Saprobien-System 19
B. Kritisches 22
IV. Die Haupttypen der Gewässer
A. Allgemeines 24
1. Einteilung der Gewässer auf hydrographischer und
hydrogeographischer Grundlage 24
2. Einteilung der Gewässer auf biologischer Grundlage 24
3. Die limnologische Einteilung 25
B. Die Gewässertypen 26
1. Die Zweigliederung der Gewässer nach pflanzen-physiologischen
Gesichtspunkten 26
2. Die Dreigliederung der Gewässer nach produktionsbiologischen und
faunistischen Gesichtspunkten 29
3. Die Vielgliederung der Gewässertypen 31
4. Die Vielheit innerhalb der Zweigliederung 33
5. Rückblick 35
V. Die regionale Verteilung der produktionsbiologisch ausschlaggebenden
Haushaltstypen bzw. der Haupttypen der Gewässer
A. Allgemeines 35
B. Ein spezielles Beispiel: Die regionale Verteilung der
Haupttypen der Gewässer innerhalb Süd- und Mittelschwedens 38
C. Die regionale Limnologie außerhalb der temperierten
Gegenden von Nordeuropa 47
1. Allgemeines 47
2. Die Seetypen alpiner Gebiete 49
3. Die Seetypen arider Gebiete 52
4. Die Seetypen feuchter Tropengebiete 54
VI. Über Gewässertypen und Seetypen
A. Allgemeines 66
B. Die Seetypen 67
VII. Die Bestimmung der regionalen Verbreitung der Organismen.
A. Allgemeines 69
B. Plankton 69
1. Der Temperaturhaushalt 69
2. Der Nährstoffhaushalt im allgemeinen 70
3. Der Nährstoffhaushalt im speziellen 70
a) Der Ca-Standard 70
b) Der PH-Standard 73
c) Der N- und P-Standard. Der Humusstandard 73
C. Die höhere Litoralvegetation 75
D. Mikrobenthos 75
E. Die gröbere Bodenfauna 76
VIII. Planktonprobleme in regionaler Beleuchtung.
A. Allgemeines 76
B. Der produktionsbiologische und geographische Problemkomplex 78
1. Produktion und Verbreitung des Phytoplanktons 78
2. Produktion und Verbreitung des Zooplanktons 79
3. Die Schichtung des Planktons 79
C. Der genetische Problemkomplex 81
D. Die allgemeinen Produktionsgesetze des Planktons 83
1. Produktionsgesetze, welche auf topographische Verhältnisse begründet
sind 82
a) Das Gesetz von Huitfeld-Kaas 82
b) Das, Gesetz von Seligo 83
2. Produktionsgesetze, welche in meteorologisch-hydrographischen
Verhältnissen begründet sind 85
Das Gesetz von Kofoid 85
3. Produktionsgesetze, weiche in rein hydrographischen Verhältnissen
begründet sind 87
Das Gesetz von Nathansson 87
E. Über planktische Keilformen der Gewässer-, insbesondere der Seetypen 88
IX. Litoralprobleme in regionaler Beleuchtung.
A Allgemeines
B Über litorale Phanzengesellschaften als Leitformen der
Gewässer- und insbesondere der Seetypen 90
X. Profundalprobleme in regionaler Beleuchtung.
A. Allgemeines 98
B. Über mikrobenthale Leitformen der Seetypen - Die stratigraphische
Begründung der Seetypen 99
C. Die gröbere Bodenfauna als Leitformen der Seetypen 102
1. Die Dreigliederung der Seetypen nach THIENEMANN 102
2. Weitere Entwicklung der faunistisch begründeten Typenlehre 103
3. Kritisches 107
XI. Zum weiteren Ausbau der Seetypenlehre.
A. Allgemeines 110
B. Die produktionsbiologisch charakterisierten Seetypen 112
1. Die Alkaliatrophie 112
a) Allgemeines 112
b) Spezielle Seetypen 113
c) Kombinationen. Übergangsstadien 114
2. Die Eutrophie 114
a) Allgemeines 114
b) Spezielle Seetypen. Kombinationen 115
3. Die harmonische Oligotrophie 116
a) Allgemeines 116
b) Spezielle Seetypen 117
4. Die Azidotrophie. Die Kombinationen Oligo- +
Azido- bzw. Dys- + Azidotrophie 117
5. Die Dystrophie 118
a) Allgemeines 118
b) Spezielle Seetypen. Kombinationen 120
6. Die Siderotrophie. -Die Kombination Oligo- + Sidero-
bzw. Oligo- + Dys- + Siderotrophie 120
7. Die Argillotrophie. Die Kombination Argillo- + Dys-
bzw. + Eu- bzw. + Oligotrophie 121
C. Synthetischer Ausblick 121
XII. Die natürliche Sukzession der Seetypen.
A. Prinzipielles über die Vorbedingung der Seetypenentwicklung 123
B. Sukzessionen 128
1. Bodenkundliehe Voraussetzungen 128
2. Die Sukzession der Seetypen 131
XIII. Naturbedingte Störungen der normalen Produktionsbiologie
A. Allgemeines 133
B. Klimatisch bedingte Störungen 133
C. Biologisch bedingte Störungen 135
XIV. Kulturbedingte Störungen der normalen Produktionsbiologie.
A. Landwirtschaftliche Einflüsse 137
1. Der Ackerbau 137
2. Die Viehzucht 138
B. Der Waldbau 139
C. Der Wasserbau 140
D. Die Fischerei 140
E. Die städtische Kanalisation 141
F. Industrielle Einflüsse 142
XV. Regionale Limnologie und angewandte Limnologie.
A. Allgemeines 142
B. Die hygienische Limnologie 143
1. Die Hygiene des Trinkwassers 143
2. Die Hygiene des Abwassers 145
C. Die Fischereilimnologie 146
1. Die Fischerei in Seen und Flüssen 146
2. Die Teichwirtschaft 147
XVI. Die jetzige Entwicklung der regionalen
Limnologie in den verschiedenen Ländern.

Ausblick 148
Terminologische Übersicht 151
Literatur 154
Sachregister 173