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Käthe Seidel:

Die Flechtbinse Scirpus lacustris L.

Ökologie, Morphologie und Entwicklung, ihre Stellung bei den Völkern und ihre wirtschaftliche Bedeutung

1955. XV, 216 Seiten, 42 Abbildungen, 16x24cm, 810 g
Language: Deutsch

(Die Binnengewässer, Band 21)

ISBN 978-3-510-40730-9, gebunden, price: 29.00 €

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Keywords

BinnengewässerBinseFlechtbinseScirpus Lacustris L.ÖkologieMorphologie

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Es werden das vielgestaltige Vorkommen, die Entwicklung, die Mannigfaltigkeit der Form sowie die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Flechtbinse Scirpus lacustris L. beschrieben, welche im Süß-, Salz- und Sauergewässer wächst und auf der ganzen Welt zu finden ist.

Inhaltsverzeichnis top ↑

Vorwort VII
Einleitung 1
Teil I
Die Flechtbinse in den Binnengewässern 2-113
A. Ökologisch-soziologische Untersuchungen 2
I. Die untersuchten Gewässer und die Aufnahmeorte 2
a) Allgemeines über Binsenvorkommen im norddeutschen Gebiet 2
b) Binsenvorkommen an den Seen unserer Werkstätten 4
c) Charakterisierung der untersuchten Seen 4
d) Charakterisierung der Aufnahmeflächen 5
1. Die Lage 6
2. Die Begrenzung see- und landwärts 6
3. Die Bodenart 7
4. Die Wassertiefe 7
5. Überblick 7
II. Die Binsenvorkommen 10
a) Artenreichtum und Stetigkeit 10
1. Tabelle der Pflanzenarten und ihrer Stetigkeit 10
2. Stetigkeit und Prozent-Anteil 11
3. Artenanzahl und Stetigkeit in Klasseneinteilung 12
b) Die Scirpus lacuostris-Gesellschaft und ihre Folgepflanzen 13
1. Tabelle der Gesellschaften und Untergesellschaften mit
Hinweisen auf den Vertritt 13
2. Fazies, Varianten und Subvarianten 13
3. Beziehungen zwischen Wertigkeit, Folgepflanzen und
Verlandungserscheinungen 18
4. Beispiele der zwei wesentlichsten Folgegesellschaften 14
5. Die Mannigfaltigkeit der Vergesellschaftung 14
c) Künstliche oder natürliche Zonierung der Binsichte 17
1. Schutz und Befraß 17
2. Initial-, Optimal- und Terminalphase 18
B. Anatomisch-morphologische Untersuchungen 18
I. Die morphologische Beschreibung des Halmes 18
a) Das Längenwachstum des Halmes 18
1. Meßorte und Meßvorgang 19
2. Teilergebnisse 21
b) Das Tag- und Nachtwachstum 22
1. Meßort und Meßvorgang 22
2. Teilergebnisse und Darstellung 23
c) Das Wachsen der Halme nach der Ernte 25
d) Die Deformation der Halme bei Seichtwasser- und Landformen 25
e) Der kranke Halm 26
f) Die Dicke der Halme 27
1. Bodenarten und Halmdicke 27
2. Zunahme von Masse und Gewicht 27
g) Die basale Wachstumszone 28
1. Meßort und Meßvorgang 28
2. Teilergebnisse 29
h) Das Absterben der Halme 29
i) Die Blüte als Teil des Halmes 30
1. Anzahl der Röhrchen 80
2. Blühwilligkeit 31
3. Beschreibung von typischen Blütenteilen 31
k) Das submerse Blatt 34
1. Vorkommen, besondere Ausbildung und Verrotten 34
2. Der Bau und das Auftrennen der Blattscheide 35
3. Das Blatt des Keimlings 36
4. Subwers lebende Pflanzen 36
II. Die Entwicklung der Gesamtpflanze 36
a) Die vegetative jahreszeitliche Entwicklung 36
1. Die Entwicklung der Halmserie. Messungen bei
Ausgrabungen während eines Jahres 36
2. Das Verbleiben der abgebrochenen Halme 40
3. Die Weiterentwicklung der gebildeten Stoppeln 40
aa) Anzahl von lebenden und toten Stoppeln 41
bb) Wachstum und Absterben der Stoppeln in der
wasser-freien und in der tiefen Zone 42
cc) Das Heranwachsen Derbjunghalme 44
4. Übersicht über das Halmwachstum 44
5. Das Wachstum des Rhizoms 46
aa) Wachstum und Farbe der Rhizomteile 46
bb) Länge des jährlichen Rhizomwachstums 48
cc) Das Rhizomnetz und die Dichte der Halme 49
dd) Richtung des Rhizomwachstums. Der Schwingrasen 51
ee) Das spezifische Gewicht des Rhizomballens 52
6. Das Wachstum der Wurzeln 52
aa) Länge der Wurzeln in verschiedenen Böden 53
bb) Abstoßen und Erneuerung des Wurzelsystems. Ihre Färbung 53
cc) Aufhöhung durch Wurzelschlamm 54
7. Scirpuslacustris, eine wichtige Verlandepflanze 54
aa) Die Produktion 55
bb) Ihre Auswertung 56
8. Die Entwicklung in den verschiedenen Tiefen der Uferzone 57
9. Sukzessive und zonale Erscheinungen 58
1O. Sterbende Binsenbestände 58
11. Überblick über das Jahreswachstum 59
b) Die generative Entwicklung 59
1. Fundorte von Keimlingen 60
2. Laborversuche in Petrischalen und Stecklingstöpfen 60
3. Keimergebnisse 62
4. Weitere Methoden 63
5. Keimungsbeispiele 63
C. Chemisch-technologische Untersuchungen 66
I. Der Nährkuvert 66
a) Futterversuche mehrerer Herbsternten im Stall 66
b) Beobachtungen an Weide- und Stalltieren 69
c) Futteranalyse und Nährwertergebnisse 72
d) Kompostierung der Binsenhalme, Kompostanalysen 75
e) Fütterungsversuche im Stall 77
II. Der strukturelle Aufbau 84
a) Der Auftrieb 84
1. Die Binse als tragfähiges Boot 84
2. Histologische Untersuchungen des Halmes unter besonderer
Berücksichtigung des Aerenchyms 85
3. Mikrochemische Untersuchungen des Halmes, besonders des
Aerenchyms. Eignung für Papier- und Kunstseidenherstellung 87
4. Das spezifische Gewicht 89
b) Die Festigkeit 91
1. Die Einzelelemente des Fasergerüstes 91
aa) Subepidermale Bastfaserbündel 92
bb) Sutparenchymatische Bastfaserbündel 98
cc) AerencEymatische Bastfaserbündel 97
dd) Periphere Gefäßbündel 98
ee) Zentrale Gefäßbündel 99
ff) Überblick über Anlage und Anzahl 101
gg) Zellulose- und Ligninnachweis 102
hh) Röstversuche 102
ii) Einzelzellen 103
2. Gesamtzahlen der Faserzellen 108
aa) Gesamtzahlen von Pflanzen gleichen Untergrunds,
verschiedener Wassertiefe 104
bb) Gesamtzahlen von Pflanzen Verschiedenster Biotope 104
3. Systematische Reißversuche 105
Die lMaschine 105
Das Material und seine Verarbeitung 106
Die Ergebnisse 107
1. Untersuchungen von Halmen verschiedener Biotope,
gleicher Tiefen und gleicher Erntezeit aus gesunden
Beständen 107
2. Untersuchungen von Halmen verschiedener Biotope,
gleicher Wassertiefe und des Erntetages vom 25. Mai
1950 108
3. Untersuchungen von sechs verschiedenen Halmen einer
Pflanze 109
4. Untersuchungen von Halmen verschiedener Biotope
zur Zeit der Binsenernte im Juli 1950 110
5. Untersuchungen von Halmen verschiedener Biotope
bei einem Welken von 1 bis 10 Tagen 111
D. Unbekannte ökologische Valenz 112
Teil II
Die Flechtbinse in den Brack- und Salzwassergebieten 114 162
Anhang: Die Flechtbinse im sauren Bereich
A. Systematische Erläuterungen 114
I. Hinweise auf eigene Pflanzenuntersuchungen 114
II. Hinweise auf Literatur 116
a) Rückblick 116
1. Als eine Art beschrieben 116
2. Als zwei Arten beschrieben 116
3. Als gleichwertig beschrieben 117
4. Als Unterart, Untergruppe, Varietät beschrieben 118
5. Als Bastard beschrieben 118
6. Andere Artbezeichnungen 118
7. Hinweise 119
b) Gegenwärtiger Stand 120
1. Als zwei Arten beschrieben 120
2. Weniger scharfe Trennung 120
3. Im brackigen Bereich nur Scirpus Tabernaemontani 121
4. Beide Typen im brackigen bzw. salzigen Wasser 121
5. Im salzigen Bereich auch Scirpus lacustris 121
6. Andere Benennung 121
c) Ausblick 122
B. Noch nict beschriebene Binsenbestände in Brau- und Salzwassergebieten 125
I. Bestände in Südholland 125
a) Der Standort 125
b) Der Salzgehalt des Wassers 126
c) Der Tidenhub 127
d) Die Sortenfrage 127
e) Der Erfolg 128
II. Bestände in Südfrankreich 129
III. Bestände in Finnland 130
IV. Bestände im Küstengebiet Schleswig-Holsteins 131
a) Eiderbestände 132
b) Eibebestände 132
c) Ostseebestände 133
d) Nordseebestände 133
C. Anbauversude in schleswig-holsteinischen Brau- und Salzwassergebieten 134
I. Die Aufgabe 134
II. Die Durchführung 135
a) Das Pflanzenmaterial 135
b) Die Pflanzsorte 135
c) Pflanzentransporte 136
d) Die Pflege 136
e) Beispiele aus den Pflanzungen 138
1. Pflanzungen an der Eider 138
2. Pflanzungen an der Niedereibe auf dem Hans-Kalb-Sand 139
3. Pflanzungen an der Schlei 139
4. Pflanzungen an der Ostsee 140
5. Pflanzungen an der Nordsee 141
f) Beispiele von Aussaaten 142
III. Teilergebnisse 142
a) Vom Wachstum 142
1. Einzelmessungen 142
2. Vergleichsmessungen 146
3. Jahresmessungen 147
b) Anatomisch-morphologische Veränderungen 149
1. Der Halm 149
2. Die Blüte 150
3. Das Blatt 151
4. Das Rhizom 152
5. Die Wurzeln 153
c) Chemische Veränderungen des Halmes 154
d) Physikalische Veränderungen des Halmes 156
e) Veränderungen des Biotops 158
1. Festigung und Bewuchs des Ufers 158
2. Aufschlickung und Sandfang 159
3. Veränderung des Kiel- und Sandbodens im Küstenbereich 159
f) Untersuchungsergebnisse und Folgerungen für die Praxis 160
Anhang: Die Flechtbinse in saueren Gewässern 161
Teil III
Die Flechtbinse bei den Völkern 163-182
A. Überblick 163
B. Die Flechtbinse bei den außereuropäischen Völkern 168
C. Die Flebhtbinse bei den europäischen Völkern 171
I. Beispiele aus der Vorgeschichte 171
II. Beispiele aus dem Sprachgebrauch 173
III. Beispiele aus dem Volksbrauch 173
IV. Beispiele aus der Volksheilkunde 175
V. Vom heutigen Stand der Binsenarbeiten 176
Zusammenfassung 183
Literatur 189
Autorenverzeichnis und Sachregister 204