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Herbert Voßmerbäumer:

Geologische Karten

1991. 2. Auflage, IV, 244 Seiten, 176 Abbildungen, 14 Tabellen, 17x24cm, 600 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65112-2, brosch., price: 23.00 €

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geologische kartegeological map

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Geologische Karten sind Handwerkszeug für die Erdwissenschaften. Als Grundlage werden sie für wissenschaftliche Untersuchungen und in der angewandten Geologie benötigt. Sie sind unentbehrlich für die geologische Beratung der Landwirtschaft, der Rohstoffwirtschaft, bei der Baugrundgeologie, Wassergewinnung, beim Umweltschutz usw.
Das Verständnis geologischer Karten ist zunächst schwierig. Mit einigen Grundfertigkeiten, die in diesem Buch anhand vereinfachter Kartenbeispiele vermittelt werden, wird es möglich, geologische Karten zu interpretieren und zahlreiche Strukturen wie z.B. Falten und Störungen zu erkennen und zugehörige Parameter zu konstruieren.
Rund 10-jährige Erfahrungen des Autors bei Kartenkursen gaben den Anstoß zu diesem Werk. So entstand ein mit vielen Beispielen und Hinweisen versehenes, ungewöhnlich anregendes Buch, das die Studierenden der Geologie, der Mineralogie, des Bergbaus, der Geographie und Botanik ebenso anspricht wie die Geowissenschaftler in Wissenschaft und Praxis.

Synopsis top ↑

Geological maps are indispensable in the Earth sciences as basic source of information for practically all types of study and also in applied geology. They are indispensable to geological consultants working in agriculture and mining, in connection with the geology of construction sites and waterworks, for environmental protection, and so on.
Geological maps mean very little to the uninitiated. It is the aim of the present work to give them an idea of what a fund of information geological maps contain.
With more than ten years' worth of experience in field mapping courses, the author has produced an unusually stimulating book, full of examples and hints, tailored to the needs of all who study geology, mineralogy, mining, geography and botany and a stand-by to the geo-scientist in his theoretical and practical work.
Of interest to: Students of geology geography, mineralogy; of biology, mining, forestry, engineering and of agriculture; their institutes; general and scientific libraries; colleges; friends of mineralogy and geology; quarrying industry, planning authorities and environmental protectionists.

Inhaltsverzeichnis top ↑

1 Einleitung 1-3
2 Geschichte 4-43 (18 Abb., 7 Tab.)
Ein Rahmen, Die Kartierer, Kartengrundlagen, Darstellungsfragen, Kartenproduktion
Eine geologische Karte ist eine Momentaufnahme der
Oberflächengeologie eines Raumes. Dieses Bild ist von
Aufschlußbedingungen und jeweiligem Forschungsstand abhängig, von
Fähigkeiten und Erfahrung des Kartierers. Eine geologische Karte
kann veralten, d.h. den an sie gestellten Forderungen nicht mehr
genügen. Wie die unsrigen heute, so waren auch die ersten
geologischen Karten gegen Ende des 18. Jahrhunderts moderne
Zeugnisse wissenschaftlicher und wirtschaftlich orientierter
Auseinandersetzung mit der Erde.
Seither sind über 200 Jahre vergangen. Wir sehen
Wissenschaftsgeschichte unter besonderer Betonung der
Kartengeschichte — mit dem Ziel eines besseren Verständnisses
geologischer Karten.
3 Die geologische Karte und ihre Randausstattung 44-77 (21
Abb., 6 Tab.) Kartenbenennung, Gauss-Krüger Koordinaten, Das
UTM-System, Topographie auf geologischen Karten, Layout einer
geologischen Karte, Flächenfarben, Symbole und Signaturen,
Erläuterungen und Beikarten, Schwarz-Weiß-Darstellungen, Blockbilder
Eine geologische Karte bedarf einer topographischen
Grundkarte. Kartographische Fragen müssen dem Geologen somit
vertraut sein. Wesentlicher noch ist das Wissen um
Darstellungs-Möglichkeiten, d.h. um den Weg, Geländebefunde dem
Fachkollegen wie dem fachfremden Karten-Nutzer kartographisch
verständlich und transparent darzustellen.
4 Geologisches Kartenlesen 78-125 (46 Abb., 1 Tab.)
Einführung, Stratigraphie, Lagerungsverhältnisse, Kritik
Eine geologische Karte steckt voller Aussagen zur Erd- und
Landschaftsgeschichte, zur Tektonik, zu Fragen der Angewandten
Geologie. Sie bleibt aber so lange nur schön, doch schweigsam, als
sie nicht gefragt wird. Wesentlich ist somit die Fähigkeit, befragen
und verstehen, d.h. geologische Karten lesen zu können. Geologische
Karten sind andererseits niemals rein phänomenologisch. Sie enthalten
bei der Ansprache von Gesteinen, tektonischen Phänomen u.a. immer
schon theoretische, erklärende Momente. Insofern muß kritisches
Kartenlesen geübt werden.
5 Strukturkarten126-150 (22 Abb.)
Einleitung, 3-Punkt-Methode, Streichlinienkarten, Tektonische Karten
Geologische Spezialkarten machen quantitative Aussagen zur
Schichtenfolge und zum Gebirgsbau. Kap. 5 zeigt das Handwerkliche. Es
soll zur Ermittlung von Schichtlagerung und Schichtmächtigkeiten
hinführen und damit zu Fragen, die für den wissenschaftlichen wie für
den angewandten Bereich von großer Bedeutung sind.
6 Geologische Karten im weiteren Sinne 151-169 (15 Abb.)
Fazieskarten, Paläogeographische Karten, Paläogeologische Karten,
Karten für die angewandte Geologie
Wissenschaftlicher Fortschritt äußert sich in veränderten
Aufnahmemethoden, in veränderten Karten, die geänderten Ansprüchen
und Bedürfnissen der Gesellschaft, der angewandten Geologie und der
akademischen Forschung Rechnung tragen.
Die konventionelle, stratigraphisch und strukturell orientierte,
geologische Karte stellt in jedem Falle die Grundkarte dar. Alleine
oder auch in Verbindung mit zusätzlichen Gelände- und Laborarbeiten
ist sie Grundlage für interpretative oder weiterführende geologische
Karten.
7 Aufgaben 170-203 (44 Abb.)
Dieses Kapitel dient der Rekapitulation (Nos. 1 - 50) und der Übung
(Nos. 51 - 91). Es empfiehlt sich, die Karten farbig anzulegen. —
Konstruktionsprinzipien sind in Kap. 5 erläutert. Lösungen bringt
Kap. 8.
8 Lösungen 204 - 216 (9 Abb.)
Antworten auf die in Kapitel 7 gestellten Fragen.
Literaturverzeichnis — Register/Anhang 217 - 245 (1 Abb.)