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Hugo Strunz; Ernest Nickel:

Strunz Mineralogical Tables. Ninth Edition

Chemical-Structural Mineral Classification System

2001. 9. edition, IX, 870 pages, 226 figures, 17x24cm, 1840 g
Language: English

ISBN 978-3-510-65188-7, bound, price: 148.00 €

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Keywords

mineralogical table periodicals mineralogische Tabelle Strunz

Contents

Synopsis -- description of contents top ↑

Mineralogical Tables, first established as Mineralogische Tabellen by HUGO STRUNZ in 1941, have gone through eight editions, numerous reprints and translations.
This ninth, completely new English-language edition is fully revised and updated and incorporates a large number of data on new minerals and new data on previously described minerals.
Mineralogical Tables uses a chemical-structural mineral classification system based on the same general principles as those embodied in earlier editions:
All minerals are apportioned into one of ten classes according to their principal anionic constituents.
Each of these ten classes is then broken down into divisions, subdivisions and groups, based on chemical composition and crystal structure.
A simple alphanumeric coding system is applied to the various categories. This coding system has intentional gaps that permit the insertion of new categories of minerals yet to be discovered without disrupting the general classification scheme.
The data are presented in tabular form, with minerals grouped by structure type, and include the chemical formula and crystallographic parameters for each mineral, as well as the authors and reference to the original mineral description.
Literature references to reports of crystal structure determinations and to the more recent descriptive papers are also provided. Each group is accompanied by a brief description of the crystal structures of the minerals comprising the group, and crystal-structure drawings are given for many of the important structure types.

Audience: Mineralogists, Earth Scientists, serious mineral collectors

Bespr.: Der Aufschluss Jg. 53/2002 top ↑

Die STRUNZ'schen Mineralogischen Tabellen. die 1941 in der Akademischen Verlagsgesellschaft, Leipzig erstmals erschienen, wurden durch Neuauflagen immer wieder überarbeitet. verändert, ergänzt oder übersetzt [2. Auflage: 1949:3. Auflage: 1957; 4. Auflage: 1966; 5. Auflage: 1970; 6. Auflage: 1977; 7. Auflage: 1978; und 8. Auflage: 1982: sowie die Auflagen von 1962 (in russischer Sprache) und 1972 (in chinesischer Sprache)] und waren stets bereits kurz nach ihren Erscheinen vergriffen.

Deshalb ist es eine besondere Freude, dass mit dem Ende des letzten Jahres und rechtzeitig zu seinem 92. Geburtstag (am 24. Februar 2002) nun die 9. Auflage erschienen ist. zu der H. STRUNZ als Koautor Ernest H. NICKEL, der Mitglied der Commission on New Minerals and Mineral Names (CNMMN) der International Mineralogical Association (IMA) ist. gewinnen konnte. Die 9. Auflage hat ein neues Gesicht bekommen und ist erstmals in englischer Sprache abgefasst. Sie ist vollständig überarbeitet worden, entspricht dem letzten Stand unserer Kenntnisse über Mineralien und deren Strukturen und enthält nicht nur sämtliche bis einschließlich des Jahres 2000 bekannte Mineralien, sondern auch die neuesten Daten über längst bekannte, sofern diese in den letzten 20 Jahren überarbeitet wurden. Und schließlich werden darüber hinaus in einem alphabetischen Register zusätzlich mehrere Tausend veraltete Namen von Mineralien erklärt und zugeordnet.

Die von STRUNZ in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erarbeiteten kristallchemischen Grundlagen, die die Basis der von ihm entwickelten Mineralsystematik sind, und die zum Erstdruck seiner Mineralogischen Tabellen führte. ist bis heute, also über viele Generationen hinweg, von Bestand geblieben. Denn auch im Vorwort der 9. Auflage findet sich der Hinweis, dass die Grundlagen der Klassifikation der Mineralien auf der verbindenden Betrachtung von chemischen Eigenschaften mit Strukturprinzipien wie z. B. dem Strukturtyp. der Kationengröße und der Koordinationszahl beruht.

Im Gegensatz zu den klassifikatorischen Grundlagen der STRUNZ'schen Mineralsystematik hat sich die apparative Technik kombiniert mit Computer gesteuerten Systemen, mit denen Mineralien untersucht werden können, rasant verändert. Das betrifft nicht nur die Tatsache, dass heute kleinste Kristalle oder Bruchstücke von Mineralien untersucht werden können, sondern auch den Zeitaufwand für derartige Untersuchungen, der im Vergleich zu früheren Jahren extrem reduziert wurde. Strukturen, deren Aufklarung früher z. B. im Rahmen einer Doktorarbeit bewältigt werden mussten, können heute in wenigen Wochen oder gar Tagen fertiggestellt werden. Das ist auch der Grund dafür, dass sich die letzte Auflage von der jetzigen hinsichtlich auch ihres Umfanges deutlich unterscheidet: Waren in der Der Auflage etwa 2500 Mineralien enthalten, so sind es in der hier vorliegenden etwa 4000.

Diese Mineralien sind nicht wie bisher in neun,. sondern in zehn Klassen zusammengefasst worden, da die Borate, die früher mit den Nitraten und Carbonaten zusammengefasst wurden, nunmehr eine eigene Klasse darstellen. Die zehn Klassen sind: 1. Elemente; 2. Sulfide und Sulfosalze; 3. Halogenide; 4. Oxide (Hydroxide usw.); 5. Carbonate (Nitrate); 7. Sulfate; 8. Phosphate. Arsenate und Vanadate 9. Silikate und l0. organische Substanzen. Diese Klassen sind nach kristallchemischen Gesichtspunkten unterteilt und in isotype und homöotype Gruppen sowie in solche mit nicht vergleichbarer oder unbekannter Struktur untergliedert. Gruppen, in denen mehr als ein Mineral steht, haben eine vergleichbare Struktur oder eine vergleichbare chemische Zusammensetzung. Alle Gruppen sind nach einem bestimmten Schema (siehe dazu von Seite 17 bis 27 in der 9. Auflage) durchnummeriert worden, so dass auch in Zukunft zu erwartende neue Mineralien in beliebiger Zahl in das vorgegebene Schema ohne weiteres eingefügt werden können.

Wie in den anderen Auflagen auch, ist den Mineralien, unabhängig von ihrer Stellung in der Systematik, die Schreibweise ihrer Formeln gemeinsam. Hier befinden sich die Kationen, die mit abnehmendem Ionenradius angeordnet sind, vor einer eckigen Klammer, in der der komplexe Anionenverband untergebracht ist. Gelegentlich auftretende komplexfremde Anionen werden durch einen Vertikalstrich vom komplexen Anion getrennt. In solchen Fällen wird das komplexfremde zuerst genannt. Durch diese Schreibweise werden unter Berücksichtigung auch anderer Kriterien, auf die hier aber nicht näher eingegangen werden kann, Stukturprinzipien relativ einfach erkennbar. Es darf gehofft werden, zumal die Auflage in englischer Sprache erschienen ist und das Buch daher eine noch weitere Verbreitung erfahren wird. dass sich mit der 9. Auflage die Schreibweise der Mineralien, die sehr unterschiedlich gehandhabt wird. weltweit (einschließlich des AUFSCHLUSS') auf die gut begründete und leicht verständliche STRUNZ'sche Schreibweise vereinheitlicht.

Es kann nicht Anliegen dieser Besprechung sein, auf die Anordnung von 4000 Mineralien in Detail einzugehen und zu bewerten bzw. Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten oder auf Ergänzungen hinzuweisen. Den Autoren selbst war bewusst, dass bei dieser Fülle an Mineralien Veränderungen zu erwarten sind. denn sie weisen in ihren Text bewusst darauf hin, dass sie Verbesserungsvorschläge mit Dank entgegennehmen würden.

Zu den STRUNZ'schen Tabellen, die weltweit keine Alternative haben, kann man den Autoren und H. STRUNZ im besonderen nur die aufrichtigsten und anerkennensten Glückwunsche aussprechen. Eine schier unendliche Fülle von Daten sind in den Tabellen gebündelt, und es ist neben der wissenschaftlichen Leistung nicht ohne weiteres abzuschätzen, wie viele Stunden in das Zustandekommen des Buches investiert werden mußten. Dahinter steht insgesamt eine Leistung, die ihresgleichen sucht und besonders deswegen hier hervorgehoben wird, weil diese Leistung von H. STRUNZ in einem Alter von über 90 Jahren hervorgebracht wurde.

Wie der Verlag feststellt, ist dieses Buch "a must" für alle Mineralogen, Kristallographen, Chemiker, für Museen und für Mineraliensammler und damit im besonderen für viele Mitglieder der VFMG. Allerdings wird der Preis von 148.- Euro nicht immer dazu anregen, das Buch zu erwerben auch wenn man es gerne haben möchte. Man sollte sich hier einen Ruck geben. Es lohnt sich!

Arno MUCKE, Göttingen

Der Aufschluss Jg. 53/2002

Bespr.: Lapsis 03/2002, S. 39/40 top ↑

Während des letzten Vierteljahrhunderts wurden fast 1400 - jährlich im Durchschnitt 55 - neue Mineralien beschrieben und anerkannt. Nun erschien eine aktuelle Neuauflage der STRUNZ'schen Tabellen unter Berücksichtigung aller bis einschließlich 2000 bekannten Spezies erstmalig in englischer Sprache. Da über 95 % des Inhalts aus Mineralientabellen und Namensverzeichnis (Index) bestehen, hat der nicht mit der englischen Sprache vertraute Leser keine Probleme mit der Nutzung. Diese Besprechung ist bevorzugt für Sammler geschrieben; und sie werden zunächst wohl das Mineralienverzeichnis einsehen. Wie die Durchsicht des 134 Seiten umfassenden Verzeichnisses zeigt, enthalten die Tabellen 3 881 von der International Mineralogical Association (IMA) anerkannte Mineralien; synthetische Produkte wurden nicht mitgezählt; gegenüber früheren Auflagen sind die meisten ohnehin gestrichen worden. Aber nicht nur diese, sondern auch viele früher als selbständig anerkannte Mineralien. Beispielhaft sei die Chlorit-Serie genannt, aus der Pennin, Kämmererit, Rhipidolith und Delessit verschwunden sind. Demgegenüber blieb der chromhaltige "Fuchsit" als selbständiges Mineral bestehen. Zuständig für die Anerkennung oder Diskreditierung von Mineralien sind - wohl bemerkt - nicht die Autoren der Tabellen, sondern die Mitglieder der IMA-Kommission für neue Mineralien und Mineralnamen (CNMMN).

Die mager gedruckten Namen des Index, bei denen es sich um Varietäten, Spielarten, alte Bergmanns-Bezeichnungen, Fantasie- und Handelsnamen, aber auch um ausgeschiedene Mineralien handelt, sind mit 9 248 Benennungen außerordentlich zahlreich. Erfreulich ist zwar, daß die historischen Namen wie Kupferkies, Zinkblende, Kupferlasur usw. genannt wurden; aber hier ließe sich in künftigen Auflagen sicher etwas Ballast abwerfen. Wie sind die anerkannten 3 880 Mineralien geordnet? Nach wie vor gilt als erstes Ordnungsprinzip der Chemismus auf der Grundlage des Periodensystems der Chemischen Elemente. Die bewährte Einteilung geschieht nunmehr in 10 Klassen mit den Abteilungen A, B, C ... usw. Für die Unterabteilungen AA, AB, AC ... und die Gruppen AA.05, AA.10 usw. gilt als zweites Gliederungsprinzip die Kristallstruktur, die für die meisten Mineralien bekannt geworden ist. Neue Mineralien können entsprechend ihrer Struktur entweder in die bereits vorhandenen Gruppen oder in die Lücken (z.B. AA.06 bis AA.09, AA.ll bis AA.14 usw.) eingeordnet werden. Zusätzliche Gruppen lassen sich im Bedarfsfall beliebig anfügen. Die Borate sind jetzt als selbständige Klasse 6 eingeordnet worden; sie haben sich seit 1941 von ca. 50 auf 143 Spezies vermehrt.

Die textliehen Erläuterungen zu den Tabellen sind im Vergleich zu früheren Auflagen wesentlich kürzer geworden. In der Einführung finden sich u.a. eine über 5 Seiten fortgesetzte Tabelle mit den 230 Raumgruppen und deren Bezeichnungen, alle geordnet nach dem aufbauenden Prinzip von triklin nach kubisch, ferner eine Abbildung mit den 14 Translationsgittern nach BRAVATS und 2 Tafeln mit der Darstellung der häufigen Koordinations-Polyeder. Die in früheren Auflagen vorhandenen Tabellen mit den 32 Kristallklassen und ihren Symmetrieolementen wurden durch eine Tabelle mit den Klassen und ihren Symbolen nach HERMANN/MAUGUIN ersetzt. Die früheren 59 Seiten mit speziellen Kristallstrukturen sind entfallen.

Dafür wurden zu rund 200 Mineralien die 225 Darstellungen ihrer Strukturen und/oder von Teilbereichen und/oder auch nur von einzelnen Baugruppen gegeben, aus denen man sich die Gesamtstruktur erdenken kann. Die früher gezeigten Einheitszellen (unfit cells, Elementarzellen) findet man kaum noch. Die schönen Computer-Grafiken sind wegen ihrer Polyeder-Darstellungen leicht zu erkennen, wenn auch nicht in allen Fällen leicht zu durchschauen. Es ist verständlich, daß aus Platzgründen nur von rund 5 % der Mineralien die Struktur gezeigt werden kann. Doch würde man außer - oder anstatt? - derjenigen von Hauchecornit, Kambaldait oder Changbaiit gern auch die von einigen Zeolithen oder Kylindrit oder Quarz usw. sehen, zumal die noch einfachere von Halit dargestellt wird. Zu jedem Mineral wird sein Name genannt, der Erstautor mit Jahreszahl der Veröffentlichung, die chemische Formel, das Kristallsystem mit HERMANN/MAUGUIN-Symbol und Raumgruppen-Nummer (die SCHOENFLIES-Symbole sind verschwunden), die Gitterkonstanten und die Zahl (Z) der Formeleinheiten in der Einheitszelle.

Geht man ins Detail, so erkennt man sehr viele Änderungen und Umstellungen gegenüber früheren Auflagen; hier können nur ganz vereinzelte Bei- spiele gegeben werden. Gegenüber der Vorveröffentlichung in LAPIS 19 (1994/H.I, S. 56-60) findet man die Abteilung der Arsensultide usw. (z.B. Realgar, Auripigment, Getchellit, Perroudit, Kermesit) als Abteilung 2.F den Einfachen Sulfiden zugeordnet, gefolgt von den Komplexen Sulfiden = Sulfosalzen als Abteilungen 2.G bis 2.K am Ende der Klasse 2. Die frühere Gruppe der Gold-Silber-Telluride (z.B. Nagyagit, Sylvanit, Krennerit, Calaverit) wurde aufgelöst.

In der Klasse 3 der Halogenide sind auf Grund der vermehrten Spezies (166 gegenüber früher 93) und weiterer Strukturauflklärungen viele Umstellungen vorgenommen worden. Bei den Oxiden vergrößerte sich - um nur ein Beispiel zu geben - die Pyrochlorgruppe 4.DH. 1.5 deutlich. Der Koppit wurde gestrichen, was beim Vergleich der chemischen Zusammensetzungen der verbleibenden fast zwei Dutzend Glieder mit derselben Raumgruppe und ähnlicher Zusammensetzung nicht zwingend gewesen wäre. Als Abteilung 4.H der Oxide wurden die Vanadate mit Vanadium in 5-er und 6-er Koordination eingefügt und die Unterabteilung 4.HB den 14 Uranylvanadaten vorbehalten, die in früheren Auflagen in der Abteilung der Uranylphosphate und -arsenate standen; jetzt sind es "Oxide". Trotz struktureller Argumente sollten diese Salze der Vanadiumsäuren bei den Vanadaten bleiben. Der Sammler, Kustos und Chemiker wird die Ausgrenzung der 14 Mineralien, unter ihnen Vanuralit, Tyuyamunit, Carnotit, Francevillit und Fritzscheit bedauern und abwägen, ob er sie nach wie vor bei den anderen 68 Uranylphosphaten und -arsenaten beläßt.

Nach der Klasse 5 der Carbonate folgen die 143 Borate als neue Klasse 6. Wie auch die Silicate können sie nach Insel- (Neso-), Ketten- (Ino-), Blatt- (Phyllo-) und Gerüst- (Tekto-) Strukturen geordnet werden. Diese Bezeichnungen wurden übrigens in der ersten Auflage (1941) eingeführt und finden seit längerem international Verwendung. STRUNZ ist es vorzüglich gelungen, eine übersichtliche und sinnvolle Klassifizierung dieser schnell gewachsenen Klasse zu erreichen.

Große Veränderungen sind bei den Sulfaten (Klasse 7, mit Chromaten, Molybdaten und Wolframaten) und den Phosphaten (Klasse 8, mit Arsenaten und Vanadaten) nicht zu verzeichnen; die Untergliederung wurde noch detaillierter vorgenommen. Insgesamt hat sich die Zahl der Spezies stark vermehrt, was in vielen Fällen durch etwas unterschiedliche Anteile von Seltenen Erden und/oder anderen Substituenten verursacht ist. Das gilt auch für die Silicate; beispielhaft sei der Cronstedtit mit 10 selbständigen Mineralien gleichen Namens genannt. Ebenso haben sich die Zeolithe stark vermehrt (4 x Analcim, 3 x Phillipsit, 4 x Heulandit usw.), was auf moderne Analysentechniken zurückzuführen ist. Die Klassifikation der Silicate blieb im Prinzip seit der 1. Auflage 1941 erhalten, wurde jedoch erweitert und verfeinert.

Mit der Klasse 10 (Organische Verbindungen) und dem Anhang mit 30 im Jahr 2000 anerkannten und publizierten Mineralien rundet sich das Werk ab. Sofern in Sammlungen die Mineralien "streng nach STRUNZ" geordnet sein müssen, werden Sammler wie Kustoden durch die erforderlichen Umstellungen eine Menge Arbeit bekommen. Die Vervielfachung von Namen muß wohl bei den meisten Sammlungen unbeachtet bleiben; denn kaum jemand wird sich den Aufwand detaillierter Analysen leisten können. E.H. NICKEL und M.C. NICHOLS haben bereits ihre Absicht bekundet, in den folgenden Auflagen des "Mineral Reference Manual" und der "Mineral Database" dem Klassifikationsschema von STRUNZ/NICKEL zu folgen. Das wünscht man sich erst recht im deutschsprachigen Bereich, wo man auf individuelle Varianten der Systematik verzichten sollte. Den Autoren ist eine achtbare und respektable Leistung und zugleich auch eine enorme Fleißarbeit gelungen. Es bleibt zu wünschen, daß dieses Werk, das auch optisch sehr ansprechend gestaltet ist, eine möglichst weite Verbreitung findet.

Werner Lieber

Lapsis 03/2002, S. 39/40

Bespr.: Erzmetall 55 (2002), Nr. 4, S. 257 top ↑

"Mineralogische Tabellen", first established by Hugo Strunz in 1941, have gone through many editions, reprints and translations. This ninth edition, the first in English language, is completely revised and updated, incorporating a large number of data on new minerals and new data on previously described minerals. Mineralogical Tables uses a chemical-structural mineral classification system based on the same general principles as those embodied in earlier editions: All minerals are apportioned into one of ten classes according to their principal anionic constituents. Each of these ten classes is then broken down into divisions, subdivisions and groups, based on chemical composition and crystal structure. The data are presented in tabular form, with minerals grouped by structure type, and include the chemical formula and crystallographic parameters for each mineral as well as the authors of the Original mineral description Literature references to reports of crystal structure determinations and to the more recent descriptive papers are also provided. Each group is accompanied by a brief description of the crystal structures of the minerals comprising the group, and crystal-structure drawings are given for many of the important structure types. Since 1941 a must for all mineralogists, crystallograpbers, chomp mineral collectors and museums.

Erzmetall 55 (2002), Nr. 4, S. 257

Bespr.: Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, Jg. 2002, Heft 5-6 top ↑

Die vorliegende, völlig neu überarbeitete und aktualisierte Auflage der Mineralogischen Tabellen von Hugo Strunz erscheint erstmals in englischer Sprache. Die Mineralogischen Tabellen basieren wie in der ersten Auflage von 1941 auf kristallchemischer Grundlage. Von Bedeutung für die Einteilung sind die jeweiligen Strukturtypen, die Kationengrößen und die Koordinationszahlen. Alle bisher bekannten Minerale, etwa 4000 - jedes Jahr kommen 60 bis 80 neue Minerale hinzu - werden aufgrund chemischer Gesichtspunkte in 10 Klassen eingeordnet. Jede Klasse wird auf der Basis strukturchemischer Richtlinien weiter unterteilt in Abteilungen [divisions], Unterabteilungen [subdivisions] und Gruppen [groups]. Eine weitere Untergliederung ermöglichen die Begriffe Familie [family] (z. B. Amphibol-Familie) und Reihe [series] (Olivin-Reihe, Pyralspit-Reihe). Das hier verwendete und 1994 von der Commission on New Minerals & Mineral Names der IMA (International Mineralogical Association) abgesegnete Klassifikationssystem und alphanumerische Code-Schema erlaubt auch zukünftig ohne grundsätzliche Systemänderungen das Einfügen tausender neuer Minerale. Auf den Innenseiten des vorderen und hinteren Einbands finden sich die Ionenradien mit steigender Ordnungszahl bzw. das Periodensystem der Elemente einschließlich Molekülorbital-Schema.

Die 31 einleitenden Seiten behandeln:

historische Entwicklung der Mineralklassifizierung;

chemische Bindung und Kristallstruktur: Bravaisgitter, Kristallsysteme, Kristallklassen und Raumgruppen gemäß der International Tables for Crystallography von 1996;

Definitionen: Kristalle, Minerale, Isotypie, Homöo- und Heterotypie, Polymorphie, Polytypie, Diadochie, gekoppelter Ersatz, Koordinationszahl und Koordinationspolyeder;

Beschreibung der Tabellenangaben: Jede Mineralgruppe besitzt einen alphanumerischen Code (s. unten). Ist die Kristallstruktur bekannt, so erfolgt deren Kurzbeschreibung, öfters begleitet von einem Strukturbild. Innerhalb einer Gruppe wird jedes Mineral wie folgt aufgeführt: Mineralname, chemische Formel, Kristallsystem, Raumgruppe, Gruppennummer, Autor(en) der Erstveröffentlichung, kristallographische Parameter, Anzahl der Formeleinheiten pro Elementarzelle, wichtige Literaturhinweise. Bei den chemischen Formeln gibt man im allgemeinen die Endglieder von Mischungsreihen an. Die Hauptsubstituenten erfolgen in runden Klammern mit abnehmender Häufigkeit.

Erläuterung des Klassifikationssystems. Innerhalb einer Klasse werden die Minerale aufgrund der großen Diversität der Bindungstypen nach ganz unterschiedlichen Kriterien weiter unterteilt, wie z. B.: Polymerisationsgrad der Anionen-Polyeder, Kationen-/Anionen-Verhältnis, Auftreten oder Fehlen von (OH)-Gruppen bzw. H2O.

Abkürzungen der zitierten Zeitschriftennamen.

Die Daten im Tabellenteil stammen zumeist aus der Primärliteratur; man ergänzt sie aber, wo sinnvoll, durch Informationen aus Sekundärliteratur, wie z. B. aus der Mineral Database und den International Tables for Crystallography.

Auf den folgenden 621 Seiten werden die bis Ende 1999 bekannten Minerale nach der oben genannten Systematik in 10 Klassen eingeteilt:

Elemente (Metalle und intermetallische Legierungen, Halbmetalle und Nichtmetalle, Carbide, Silicide, Nitride, Phosphide); Sulfide und Sulfosalze (Sulfide, Selenide, Telluride, Arsenide, Antimonide, Bismutide, Sulfarsenite, Sulfantimonite, Sulfbismutite,...);

Halide;

Oxide (Hydroxide, V[5,6]-Vanadate, Arsenite, Antimonite, Bismutite, Sulfite, Selenite, Tellurite, Iodate);

Carbonate (und Nitrate);

Borate;

Sulfate ( Selenate, Tellurate, Chromate, Molybdate, Wolframate);

Phosphate, Arsenate, Vanadate;

Silikate (Germanate);

Organische Verbindungen.

Im Anhang werden die im Jahr 2000 neu entdeckten Minerale beschrieben sowie eine Reklassifikation von 5 Mineralen bzw. Mineralgruppen durchgeführt.

Abschließend findet man auf 133 Seiten einen alphabetischen Index aller genannten Minerale, ergänzt durch alte deutsche und angelsächsische Bergmannsbegriffe sowie Varietätennamen.

Will man über die Minerale oder deren Mischkristalle mehr als nur die Chemie und die Strukturdaten wissen, so muss man in der einschlägigen Literatur nachschlagen. Die hier genannten Zitate reichen dafür natürlich bei weitem nicht aus, sondern sind allerhöchstens ein Einstieg. Oft ist die Kurzbeschreibung nur sehr schematisch gehalten und stellt z. B. bei den Feldspäten keinesfalls die heute bekannten strukturellen Feinheiten dar.

Obwohl dieses Standardwerk eine große Fülle von Mineralen umfasst, vermisst man die in der älteren Literatur gebräuchlichen Mischkristallnamen wie z. B. die Orthopyroxene Bronzit und Hypersthen. Auch wenn diese Namen in der neuen Nomenklatur nicht mehr existieren, so sollte man sie doch mit der Anmerkung veraltet oder ungültiger Name für aufführen.

In keinem anderen Werk findet man eine so umfassende Übersicht aller bekannten Minerale und der wichtigsten Strukturtypen. Es stellt aufgrund der aktualisierten Daten und Strukturbilder eine deutliche Verbesserung gegenüber älteren Auflagen dar und kann jedem Geowissenschaftler, Chemiker, Physiker, Mineraliensammler und jedem naturwissenschaftlichen Museum zum Kauf empfohlen werden.

C. Schmitt-Riegraf

Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, Jg.

Bespr.: Zeitschrift für Kristallographie, vol. 218, Heft 1 (2003) top ↑

'Mineralogical Tables', first established as 'Mineralogische Tabellen' by HUGO STRUNZ in 1941, have gone through eight editions, numerous reprints and translations. This ninth. completely new English-language edition is fully revised and updated and incorporates a large number of data on new minerals and new data on previously described minerals. 'Mineralogical Tables' uses a chemical-structural mineral classification system based on the same general principles as those embodied in earlier editions:

All minerals are apportioned into one of ten classes according to their principal anionic constituents. Each of these ten classes is then broken down into divisions, subdivisions and groups, based on chemical composition and crystal structure. A simple alphanumeric coding system is applied to the various categories. This coding system has intentional gaps that permit the insertion of new categories of minerals yet to be discovered without disrupting the general classification scheme. The data are presented in tabular form, with minerals grouped by structure type, and include the chemical formula and crystallographic parameters for each mineral, as well as the authors and reference to the original mineral description.

Literature references to reports of crystal structure determinations and to the more recent descriptive papers are also provided. Each group is accompanied by a brief description of the crystal structures of the minerals comprising the group, and crystal-structure drawings are given for many of the important structure types.

Contents: Introduction. 1 Elements. 2 Sulfides and Sulfosalts. 3 Halides. 4 Oxides. 5 Carbonates (+ Nitrates), 6 Borates, 7 Sulfates, 8 Phosphates, 9 Silicates, 10 Organic compounds. - Appendix: New minerals, structures, reclassification. Alphabetic index of mineral names. Audience: Mineralogists, Earth Scientists, serious mineral collectors.

Zeitschrift für Kristallographie, vol. 218, Heft 1 (2003)

Bespr.: Zeitschrift für Kristallographie, vol. 217, Heft 11 top ↑

Since its first appearance in 1941 the present collection of data has gone through eight editions. This ninth, completely new and for the first time English-language edition is fully revised and updated.

Over the more than twenty years since the eighths edition in 1978 our knowledge of the structure and properties of minerals has increased considerably mainly due to improvements of experimental techniques. And this book takes account of that. It is not only the total number of approved minerals that has increased from about 2500 in 1978 to about 4000 at present, but it is also the quality of the data that should be acknowledged. To illustrate the achievements of the present edition it seems worth while to compare this edition with the previous one. The introduction is now mainly dedicated to the nomenclature of the space group symbols according to Hermann-Mauguin (previously Schoenflies symbols together with an older version of international symbols were given) and to the new classification system, which divides the world of minerals by chemical features into 10 classes instead of 9 in the 8th edition. Borates have now become a class of their own. The main part that follows is dedicated to elements (class 1) through organic compounds (class 10). These chapters fill nearly 700 pages. Here the authors provide minerals with chemical formula, author(s) and year of first description, space group in the standard setting according to the International Tables for Crystallography, unit-cell dimension (2 decimal digits in A are given for lattice parameters), number of formula units per cell and references, together with structure drawings (more than doubled compared with the previous edition). References have been updated (and written in a more compact style skipping the volume number) and pictures have been completely redrawn throughout the book. The system of structural formulae as developed by Strunz indicating anions in brackets has been extended and an alphanumeric coding scheme has been introduced to sort all minerals into small groups which are structurally closely related. However, authors failed to continue this classification system down to the individual mineral, so that each mineral was characterised by a characteristic number. H. Strunz and E. Nickel expect this new classification scheme to cover also those minerals hitherto unknown. Finally, an alphabetic index of mineral names is supplied (134 pages) displaying valid names in bold and varietal names in plain font.

The volume is carefully prepared and edited. Apart from obvious misprints (e.g., classication p.VII; Argentoennantite p. 122; Pbum (26) p.l31) the book fulfils well the standard of a printed scientific data base (will there be an electronic version?). With the English edition the world community gets an indispensable reference, whereas the German speaking community must be afraid of losing one. The high price is unfortunate as it puts the book out of reach of a student audience and may even deter scientists. Nevertheless, it is a book that should be lying in every laboratory dealing with materials in general and with minerals in particular. It is excellent to refer to for teaching and for research. This book is a gem of a reference book on minerals, useful for anyone who wishes to deal with minerals more seriously.

P. Paufler, Dresden

Zeitschrift für Kristallographie, vol. 217, Heft 11

Rev.: Oryktologica Nea-News on Minerals top ↑

This is a Chemical Structural Mineral Classification system where all minerals are apportioned into one of ten classes according to their principal anionic constituents. The 10 classes are : 1. Elements 2. Sulfides and Sulfosalts 3.Halides 4.Oxides 5.Carbonates (+Nitrates) 6. Borates 7. Sulfates 8.Phosphates , Arsenates , Vanadates 9. Silicates and 10 . Organic Compounds. To review a book to all its extent is not sometimes an easy target even if it falls within your field .A lot of terminology in Mineralogy and mineral names are either directly Hellenic words or of Hellenic Origin : Crystal, Crystallography, rhombic, hexagonal , trigonic, rhombohedric, tetragonal, system , pentagonic dodekahedron [in plural dodekahedra], octahedra , hematite , amethyst , malachite, baryte , amblygonite etc and therefore is an advantage for an Earth Scientist with an Hellenic language background to read a Mineralogy book. In english language we say rock rock , but the science dealing with rocks is called Petrology Petrology [in a quantitative way] or petrography petrography [in a descriptive way.To extend a bit in other sciences : We say skull skull in Medicine but the Science is called Craniology Craniology , we say Heart Heart but the science is called Cardiology Cardiology . I use since my University years the 3 volumes of classic DANA S SYSTEM OF MINERALOGY and recently trying to write an article on Attapulgite entitled ""Attapulgite : Attapulgite : Collection versus Industrial Collection versus Industrial use" use", I found in ""Strunz Mineralogical Strunz Mineralogical Tables" Tables" that attapulgite attapulgite is synonym [the word also synonym is hellenic = ] with palygorskite palygorskite . On the occasion I found in Strunz Mineralogical Strunz Mineralogical Tables Tables in the section Alphabetical Index of Alphabetical Index of Mineral Names Mineral Names many synonyms or varietal names which "solved my hands" in my job. But as the authors welcome suggestions for improvements in the Preface to the 9th Edition , I take the liberty to advise that it might be useful to include the synonym in the actual classification Group inside the main text of the book and also report the number of page in the alphabetic index. To be more clear : I take as an example tourmaline tourmaline : In page 741 we have Aphryzite= tourmaline tourmaline. In page 610 on Tourmaline group Tourmaline group there is no citation of the synonym name aphryzite or tourmalinite tourmalinite. Similarly there is no number of page next to Aphryzite=tourmaline tourmaline in page 741 of the Alphabetic Index of min Alphabetic Index of minerals names erals names of the book.There are quite a few cases like this such the case also of attapulgite= palygorskite palygorskite, where attapulgite is not reported in Palygorskite Palygorskite Group Group in pages 681-682, while there is no number of page next to attapulgite = palygorskite palygorskite in page 744 of the Alphabetic index of Alphabetic index of mineral names mineral names. As one photo is equivalent with one thousand words , I am sure that after the years "Strunz Mineralogical Tables" backed up by photographs of representative minerals will be one of the best Encyclopedias of Minerals. Even now the book is a must for all Mineralogists , Crystallographers, Chemists, Mineral Collectors , Museums but also for all Mineral and Gemstone Companies specializing in Mineral specimens for Collectors , particularly Collectors on Systematic Mineralogy. Someone may argue that we live in Cyber Epoch Cyber Epoch and possibly Internet or an Encyclopedia of Minerals or Mineralogical Tables including color photographs in CD-ROM form , is a better tool than a book , as you find easily and very fast what you need with your P/C.More than that in an Encyclopedia of Minerals [either in electronic form or in paper form] the reader may have the chance to see fluorites with various colors ,calcite with various colors and habits ,as well as any mineral having various colors and presenting various habits. Obviously the target of a book like Strunz Strunz Mineralogical Tables Mineralogical Tables is different than the target of an Encyclopedia of Minerals and this explains things. I personally believe that despite we live in cyber cyber epoch epoch (versus paper epoch paper epoch ) a Book on any aspect of science will never loose its value as having the book with you in the Countryside without electric installations , Computers ,waste of electric energy etc , you are inspired by Nature and you can create Science even in the top of a Mountain ,where , especially for Earth Scientists , the Good observation still remains the main tool for a geologist.

Oryktologica Nea-News on Minerals

Rev.: Geological Magazine vol. 140/3 -- 2003 top ↑

The need to understand the relationships between parts of the natural world led Linnaeus to devise classification schemes for plants and animals in the second half of the 18th Century. He later expanded his system to cover the mineral kingdom. J. J. Berzelius developed the first chemical classification of minerals in 1824 and Gustav Rose later extended this to incorporate aspects of crystal structure in 1852. Chemical classification was adopted by James Dana in the fourth edition of his System of Mineralogy, published in 1854, and subsequently by most other authors in the second half of the 19th Century. These crystal chemical classification principles were further developed in the light of the results of crystal structure analysis during the 20th Century. These developments were crystallized in the first edition of Strunz's Mineralogische Tabellen in 1941 and the recently completed eighth edition of Dana's Mineralogy of 1997 (see review in Geological Magazine 135, p. 723, 1998).

The current volume is the ninth edition of Strunz Mineralogical Tables, revised in collaboration with Ernest Nickel, and is in English. The work is considerably enlarged; the eighth edition published in 1982 covered less than 3000 mineral species, while the current edition gives data on some 4000 mineral species. Strunz's classification arranges the minerals in ten major chemical subdivisions: Elements, Sulphides and sulphosalts, Halides, Oxides, Carbonates, Borates, Sulphates, Phosphates, arsenates and vanadates, Silicates and finally Organic compounds. Within each chemical group the minerals are further subdivided into structural families and finally isostructural groups. For each isostructural group, a brief description of the structure is given and then minerals are listed with the chemical formula, crystal system, space group and cell parameters. References for the structures are given in footnotes. Polyhedral structural diagrams illustrate many of the major structure types, and some of the more unusual structures. These diagrams are clear and add greatly to the text.

The volume is a tabulated classification of minerals and not a descriptive mineralogy, so physical properties, occurrence and locality data are not included. The book does, however, contain a comprehensive index and gives the modern names for many obsolete minerals. Overall the classification scheme, which is based on grouping by anion type, is logical and well organized. However there are some minor problems with anion solid solutions, the Achilles heel of all anion-based classification schemes. For example the mineral pyroaurite Mg6Fe2(OH)16(CO3) · 4H2O and most of the rest of the hydrotalcite group are classified as a carbonates, while the isostructural iowaite Mg6Fe2(OH)16(Cl) · 4H2O is classified as a hydroxide. Since the carbonate and chloride ions in these minerals can be readily exchanged, it would seem more sensible to me to classify them all as hydroxides, especially as their structures are based on brucite-like layers.

However classification schemes are merely tools and not a straight-jacket; for minerals there is no right or wrong answer. The format of the volume is clear, well set out, the typeface is easy to read and a high quality stock has been used. As far as this reviewer can tell the text is free from errors. Mineralogists will find this book indispensable in quickly establishing the relationships between minerals. Strunz Mineralogical Tables is a major mineralogical reference work and should be in all Earth Science libraries and on the bookshelves of all serious mineralogists.

Allan Pring

Geological Magazine vol. 140/3 -- 2003

Contents top ↑

Introduction
Historical Development 1
Chemical Bonding and Crystal Structures 7
Definitions 13
The Data in the Tabulations 14
The Classification System 14
Summary of System 17
Periodicals 28
1. ELEMENTS (Metals and intermetallic alloys; metalloids and nonmetals;
carbides, silicides, nitrides, phosphides)
1.A: Metals and Intermetallic Alloys 33
1.B: Metallic Carbides, Silicides, Nitrides and Phosphides 46
1.C: Metalloids and Nonmetals 50
1.D: Nonmetallic Carbides and Nitrides 54
2. SULFIDES and SULFOSALTS (sulfides, selenides, tellurides; arsenides,
antimonides, bismuthides; sulfarsenites, sulfantimonites, sulfbismuthites,
etc.)
Sulfides, etc.
2.A: Metal/metalloid alloys 56
2.B: Metal Sulfides, M: S > 1: 1 (mainly 2: 1) 61
2.C: Metal Sulfides, M: S = 1: 1 (and similar) 75
2.D: Metal Sulfides, M: S = 3 :4 and 2:3 93
2.E: Metal Sulfides, M: S <= 1:2 100
2.F: Sulfides of arsenic, alkalies; sulfides with halide, oxide,
hydroxide, H2O 110
Sulfosalts
2.G: Sulfarsenites, sulfantimonites, sulfbismuthites 118
2.H: Sulfosalts of SnS archetype 128
2.J: Sulfosalts of PbS archetype 140
2.K: Sulfarsenates 147
3. HALIDES
3.A: Simple halides, without H2O 148
3.B: Simple halides, with H2O 155
3.C: Complex halides 159
3.D: Oxyhalides, hydroxyhalides and related double halides 170
4. OXIDES (Hydroxides, V[5,6] vanadates, arsenites, antimonites, bismuthites,
sulfites, selenites, tellurites, iodates)
4.A: Metal: 0xygen = 2:1 and 1:1 182
4.B: Metal: Oxygen = 3:4 and similar 187
4.C: Metal: 0xygen = 2: 3,3: 5, and similar 192
4.D: Metal: Oxygen = 1:2 and similar 203
4.E: Metal: 0xygen = < 1 :2 229
4.F: Hydroxides (without V or U) 230
4.G: Uranyl Hydroxides 248
4.H: V[5,6] Vanadates 254
4.J: Arsenites, antimonites, bismuthites, sulfites, selenites, tellurites;
iodates 262
4.K: Iodates 281
5. CARBONATES (+ NITRATES)
5.A: Carbonates without additional anions, without H2O 284
5.B: Carbonates with additional anions, without H2O 292
5.C: Carbonates without additional anions, with H2O 303
5.D: Carbonates with additional anions, with H2O 309
5.E: Uranyl Carbonates 318
5.N: NITRATES 324
6. BORATES
6.A: Monoborates 328
6.B: Diborates 338
6.C: Triborates 341
6.D: Tetraborates 345
6.E: Pentaborates 349
6.F: Hexaborates 354
6.G: Heptaborates and other megaborates 358
6.H: Unclassified borates 361
7. SULFATES (selenates, tellurates, chromates, molybdates, wolframates)
7.A: Sulfates (selenates, etc.) without additional anions, without H2O 363
7.B: Sulfates (selenates, etc.) with additional anions, without H2O 370
7.C: Sulfates (selenates, etc.) without additional anions, with H2O 379
7.D: Sulfates (selenates, etc.) with additional anions, with H2O 395
7.E: Uranyl sulfates 413
7.F: Chromates 415
7.G: Molybdates end wolframates 418
7.H: Uranium and uranyl molybdates and wolframates 422
8. PHOSPHATES, ARSENATES, VANADATES
8.A: Phosphates, etc. without additional anions, without H2O 424
8.B: Phosphates, etc., with additional anions, without H2O 439
8.C: Phosphates without additional anions, with H2O 470
8.D: Phosphates, etc. with additional anions, with H2O 491
8.E: Uranyl phosphates and arsenates 521
8.F: Polyphosphates, Polyarsenates, [4]-Polyvanadates 530
9. SILICATES (Germanates)
9.A: Nesosilicates 534
9.B: Sorosilicates 567
9.C: Cyclosilicates 594
9.D: Inosilicates 617
9.E: Phyllosilicates 657
9.F: Tektosilicates without zeolitic H2O 691
9.G: Tektosilicates with zeolitic H2O; zeolite family 701
9.H: Unclassified silicates 712
9.J: Germanates 716
10. ORGANIC COMPOUNDS
10.A: Salts of organic acids 717
10.B: Hydrocarbons 722
10.C: Miscellaneous Organic Minerals 724
Appendix (New minerals, structures, reclassification) 727
Alphabetic index of mineral names 737

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Mineralogical Tables, first published as Mineralogische Tabellen by Hugo Strunz in 1941, have gone through eight editions, numerous reprints and translations. This ninth, completely new English-language edition is fully revised and updated and incorporates a large number of data on new minerals and new data on previously described minerals.
This reference work should be on the bookshelf of every professional mineralogist, geoscientist and serious mineral collector. (please click the title above for detailed information on the content)