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Naturkatastrophen

Ursachen - Auswirkungen - Vorsorge

Hrsg.: Erich J. Plate; Bruno Merz

[Natural disasters: causes -- effects -- prevention]

2001. XVI, 475 Seiten, 51 Abbildungen, 31 Tabellen, 18x24cm, 1300 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65195-5, gebunden, price: 40.80 €

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Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Fast täglich erreichen uns Meldungen über extreme Naturereignisse, die mit hohen Verlusten an Leben und Eigentum einhergehen, wie z.B. beim Sturmtief Lothar im Jahre 1999, Überschwemmungen in Polen und der Schweiz, Erdbeben in El-Salvador, Donau-Hochwasser, Rhein-Hochwasser, Schlamm- und Gerölllawinen, die ein Schweizer Dorf zerstören, Erdbeben in Indien, El-Salvador, Peru, Österreich.

Statistiken zeigen, daß Naturkatastrophen immer größere Schäden verursachen und immer mehr Menschen bedrohen. Aus diesem Grunde erklärten die Vereinten Nationen die 90er Jahre zur Internationalen Dekade der Reduzierung von Naturkatastrophen (IDNDR).
Das vorliegende Buch dokumentiert und interpretiert die im letzten Jahrzehnt gewonnenen Erkenntnisse der deutschen Sektion der IDNDR.

Die behandelten Themen bauen auf die Beschreibung einzelner Naturgefahren --- Erdbeben, Vulkanausbrüche, Massenbewegungen, Stürme, Überschwemmungen, Dürre, Waldbränden auf.

Da sich solche Naturereignisse nicht vermeiden, wohl aber deren Folgen durch sinnvolle Maßnahmen mindern lassen, werden mögliche technische und administrative Vorsorgemaßnahmen detailliert erörtert. Auch auf gesellschaftlich bedingte Katastrophenanfälligkeit sowie die politischen Rahmenbedingungen des Katastrophenmanagements, bis hin zu ihren Akteuren -- Ämter und Institutionen auf staatlicher und lokaler Ebene, ihre Organisation und Aufgabengebiete -- wird eingegangen und es wird gezeigt, daß erfolgreiches Katastrophenmanagement eine komplizierte Kombination von technischen, administrativen, und politisch-sozialen Maßnahmen voraussetzt.

Diese Maßnahmen müssen aufgrund der besorgniserregenden Katastrophenstatistik der letzten Jahre auch hierzulande, in Mitteleuropa, schnellstmöglich umgesetzt werden.

41 Fachleute aus Natur-, Sozialwissenschaft, Politik, Medien und der Versicherungswirtschaft beleuchten in ihren Beiträgen naturwissenschaftliche, ingenieurtechnische, wirtschaftliche und politische Aspekte des Katastrophenmanagements, sowohl an nationalen als auch internationalen Beispielen.

Synopsis top ↑

Reports about extreme natural disasters that cause extensive damages to property and lives have become a firm part of daily newscasts, documenting the effects of e.g. Hurricane Lothar in Germany in 1999, floods in Poland, Switzerland, earthquakes shaking El-Salvador, flooding caused by the Danube and Rhein rivers, mud- and debris-flows burying a Swiss village, more earthquakes in India, El-Salvador, Peru, Austria. The list goes on and on.

Statistically, these disasters cause ever increasing damages to property and claim increasing numbers of human lives. For that reason, the UN have declared the 90s the International Decade of Natural Disaster Reduction (IDNDR), spawning a number of programs to investigate natural desasters and its effects.

The present book documents the studies carried out by the German IDNDR-chapter and the lessons learned from them. The treated topics are based on a detailed description of natural risks, earthquakes, volcanic eruptions, mass-movements, storms, droughts, and forest fires, explaining their mechanisms and origins.

As is evident, these natural risks cannot be contained, humans can only hope to reduce the toll on property and human lives these desasters can claim.

The book describes possible technical and administrative measures designed to minimize damage. It is shown that social and political measures have no small impact on successful reduction of the impact of desasters. The political boundary conditions for successful disaster management are outlined and the intricate interplay of the the numerous federal, state and local agencies involved, their internal organization and their duties is described.
Successful disaster management is shown to require a well-tuned combination of technical, administrative and socio-political measures at multiple scales.

The damage toll of the past years has shown how urgent the implementation of the described measures, especially here in Central Europe, really is.
41 professionals from the natural sciences, engineering, social sciences, politics, the media and insurance companies share their view of disasters, forecasting, disaster management and containment with reference to local and international case examples.

Bespr.: Wissenschaftlicher LiteraturAnzeiger, 4. Jg. , H. 2, 2002 top ↑

Vor der Naturkatastrophe steht das Naturereignis. Dieses kann exogenen Ursprungs sein (beispielsweise: Starkniederschlag, Hochwasser, Meteoriteneinschlag) oder endogen verursacht sein (etwa: Vulkanausbruch oder Erdbeben). Ist dieses Ereignis in Raum und Zeit in der Lage, dem Menschen und seinen Errungenschaften einen potenziellen Schaden zuzufügen, spricht man von einer Naturgefahr. Tritt dieser Schaden ein und ist vergleichsweise sehr hoch, wird die Naturgefahr zur Naturkatastrophe.

Klassifizieren lassen sich die Naturgefahren vor allem an Hand der Geosphären, in denen sie sich abspielen: der Atmosphäre/Hydrosphäre (tropische und außertropische Zyklone, Tornados, Sturmfluten, Überschwemmungen, Dürren u. a.), der Morphosphäre (z. B. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Bergstürze) und der Biosphäre (vor allem Waldbrände, Insektenplagen). Einige der genannten Ereignisse werden freilich erst durch menschliche Einflußnahme zur Katastrophe. So wie sich nämlich z. B. einerseits die globale Erwärmung in gesteigerten Sturmaktivitäten zeigt, so sind andererseits erdbebengefährdete Gebiete wie San Francisco durch ihre wirtschaftliche Attraktivität gefragte Siedlungsräume.

Deshalb war ein Buch wie das vorliegende längst überfällig. Es entfaltet das Problem in fünf Themenfeldern: Naturkatastrophen als Herausforderung an Wissenschaft und Gesellschaft -- Katastrophenvorhersage als wissenschaftliche und technische Aufgabe -- Katastrophenvorsorge als gesellschaftliche Aufgabe -- Vorhersage und Frühwarnung -- Akteure des Katastrophenmanagements. Die Autoren sind Geowissenschaftler und Geographen, aber auch in anderen Bereichen tätig, etwa im Versicherungswesen. Dies garantiert eine vielschichtige Darstellung.

Daß die Beschäftigung mit dem Problem Naturkatastrophen gerade im Jahrzehnt nach der von den Vereinten Nationen ausgerufenen Dekade zur Reduzierung von Naturkatastrophen (1990-1999) wichtiger denn je ist, mag im Übrigen die Tatsache belegen, daß in den 90er Jahren die weltweiten Schäden eher zu als abgenommen haben.

Wissenschaftlicher LiteraturAnzeiger, 4. Jg. , H. 2, 2002

Bespr.: Notfallvorsorge 3/2001 top ↑

Fast täglich erreichen uns Meldungen über extreme Naturereignisse, die mit hohen Verlusten an Leben und Eigentum einhergehen, wie zum Beispiel beim Sturmtief Lothar im Jahre 1999, bei Überschwemmungen in Polen und der Schweiz, Erdbeben in El Salvador, beim Donau- und Rhein-Hochwasser, bei Schlamm- und Gerölllawinen, die ein Schweizer Dorf zerstören, Erdbeben in Indien, El Salvador, Peru, Österreich.

Statistiken zeigen, dass Naturkatastrophen immer größere Schäden verursachen und immer mehr Menschen bedrohen. Aus diesem Grunde erklärten die Vereinten Nationen die 90er Jahre zur Internationalen Dekade der Reduzierung von Naturkatastrophen (IDNDR).

Naturgefahren, wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Massenbewegungen, Stürme, Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände lassen sich nicht vermeiden, wohl aber deren Folgen durch sinnvolle Maßnahmen mindern. Das Buch von Merz und Plate erläutert detailliert technische und administrative Vorsorgemaßnahmen. Es zeigt, dass erfolgreiches Katastrophenmanagement eine komplizierte Kombination von technischen, administrativen, und politisch-sozialen Maßnahmen voraussetzt. Diese Maßnahmen müssen auf Grund der besorgniserregenden Katastrophenstatistik der vergangenen Jahre auch hierzulande und überhaupt in Mitteleuropa schnellstmöglich umgesetzt werden.

41 Fachleute aus Natur-, Sozialwissenschaft, Politik, Medien und der Versicherungswirtschaft beleuchten in ihren Beiträgen naturwissenschaftliche, ingenieurtechnische, wirtschaftliche und politische Aspekte des Katastrophenmanagements, sowohl an nationalen als auch an internationalen Beispielen.

Bespr.: GUG info 4/2001, S. 16 top ↑

Die Überschwemmungen, die die Stadt Algier im Oktober 2001 zum Katastrophengebiet werden ließen, waren nicht zu erwarten gewesen. Nach der"Weltkarte der Naturgefahren" der Münchner Rück, die in dem Buch"Naturgefahren. Ursachen, Auswirkungen, Vorsorge" eingebunden ist, wäre hier ein Erdbeben wahrscheinlicher. Andererseits unterliegt Norddeutschland (nach dieser Karte) einer erhöhten Gefährdung durch außertropische Stürme. Die Erkenntnisse, die auch dieser Karte zugrunde liegen, sind Ergebnisse, die im Rahmen der weltweiten Dekade zur Katastrophenreduzierung (IDNDR) von 1990 bis 1999 in Deutschland gesammelt wurden. Im Kapitel 3 "Katastrophenvorsorge als gesellschaftliche Aufgabe" faßt Wolf R. Dombrowsky von der Katastrophenforschungsstelle der Universität Kiel die Dekade wie folgt zusammen: "(Sie)hat das Denken über Katastrophen, über ihre Abläufe und Folgen, vor allem aber über ihre Entstehung insbesondere in den Industriestaaten grundlegend umgewälzt; ... Tatsächlich wurde mit der Konferenz von Yokohama nicht nur der zentrale Begriff 'Naturkatastrophe' entlang veränderter Einsichten redediniert, sondern auch ein am falschen Begriff gewonnenes falsches Begreifen erkannt und korrigiert. Seitdem läßt sich Katastrophe nicht mehr als Verursachung durch die Natur mißdeuten, sondern muß als Ergebnis einer fehlverlaufenden Interaktion milder Natur angesehen werden, die der Mensch über kulturelle Transmissionen, vor allem über Technik, organisiert." Der Dekade ist es "gelungen, ansonsten fremde Kulturen und abgeteilte Sphären zusammenzuführen und in einen Dialog über ihre Dynamik und ihre Prozeßhaftigkeit eintreten zu lassen: Natur-, Human- und Ingenieurwissenschaften; supra-staatliche, staatliche und nicht-staatliche Organisationen; Politik, Wirtschaft und Bürger..."

Das Buch gliedert sich in 5 Kapitel: (1) Naturkatastrophen (Definition, Management); (2) Katastrophenvorsorge (unterteilt nach Erdbeben, Vulkanismus, Massenbewegungen, Sturm und Starkniederschlag, Überschwemmungen, Dürren, Feuer); (3) Katastrophenvorsorge als gesellschaftliche Aufgabe; (4) Vorhersage und Frühwarnung sowie (5) Akteure des Katastrophenmanagements (unterteilt nach Regierungsorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, lokale Katastrophenschutzstrukturen, Versicherung, Medien). Alle Beiträge sind kompetent und umfassend geschrieben und es wird ausführlich dargelegt, daß erfolgreiches Katastrophenmanagement eine komplizierte Kombination von technischen, administrativen und politisch-sozialen Maßnahmen voraussetzt.

Unklar bleibt allerdings, an wen sich dieses Buch wendet. Sicher sind all jene gemeint, die mit der Problematik als Wissenschaftler, Techniker oder Politiker primär befaßt sind sowie jene, die sich - hier in Deutschland - für die Problematik interessieren, weil sie vielleicht betroffen sind. Aber was ist mit den Bewohnern der Gegenden, die nach der Weltkarte der Naturgefahren" wirklich gefährdet sind: z.B. die Küsten der Karibik, des Indischen Ozeans und des Pazifiks? Es bleibt zu hoffen, daß auch dort die Erkenntnisse der IDNDR dazu führen, daß das dortige Katastrophenmanagement diese Erkenntnisse berücksichtigen und umsetzen kann. Dabei ist es zweitrangig, ob diese Naturgefahren primär durch den Klimawandel durch den Menschen verursacht sind oder sich "nur" in einem natürlichen Rahmen bewegen.

Monika Huch

GUG info 4/2001, S. 16

Bespr.: D-A-CH-Mitteilungsblatt Band 20, Dez. 2001, Nr. 3 top ↑

Fast täglich erreichen uns Meldungen über extreme Naturereignisse, die mit hohen Verlusten an Leben und Eigentum einhergehen, wie z.B. beim Sturmtief Lothar im Jahre 1999, Überschwemmungen in Polen und in der Schweiz, Erdbeben in El-Salvador, Donau-Hochwasser, Rhein-Hochwasser, Schlamm- und Gerölllawinen, die ein Schweizer Dorf zerstören, Erdbeben in Indien, Peru, Österreich.

Statistiken zeigen, dass Naturkatastrophen immer größere Schäden verursachen und immer mehr Menschen bedrohen. Aus diesem Grunde erklärten die Vereinten Nationen die 90er Jahre zur Internationalen Dekade der Reduzierung von Naturkatastrophen (IDNDR).

Das Buch umfasst 5 Kapitel, ein umfangreiches Literaturverzeichnis und ein Sachregister. Darüber hinaus ist als Falttafel am Ende des Buches eine Weltkarte der Naturgefahren angefügt. Kapitel 1 beschäftigt sich mit den Naturkatastrophen als Herausforderung an Wissenschaft und Gesellschaft; Kapitel 2 behandelt die Katastrophenvorsorge als wissenschaftliche und technische Aufgabe. Es werden die Themen Erdbeben, Vulkanismus, Massenbewegungen, Sturm und Starkniederschlag, Überschwemmungen, Dürren und Feuer behandelt. Die Katastrophenvorsorge als gesellschaftliche Aufgabe bildet den Gegenstand des 3. Kapitels. In Kapitel 4 geht es um Probleme der Vorhersage und Frühwarnung und im Kapitel 5 wird über Akteure des Katastrophenmanagements berichtet.

Das Buch ist übersichtlich geschrieben, viele Tabellen und Abbildungen erleichtern sein Studium.

Für jeden, der sich in Wissenschaft und/oder Praxis mit Naturkatastrophen beschäftigt, ist dieses Buch eine hilfreiche Unterstützung. Auch Studenten und Doktoranden ist es zu empfehlen.

Prof. Dr. S. A. Savidis

D-A-CH-Mitteilungsblatt Band 20, Dez. 2001, Nr. 3, S. 32

Bespr.: Rheinischer Merkur, 24.10.02, Nr. 43, 57 Jg., S. 18 top ↑

Als die Deutsche Forschungsgemeinschaft vor knapp zehn Jahren den imposanten Band "Naturkatastrophen und Katastrophenvorbeugung" zusammenstellte, herausgegeben von dem Karlsruher Hydrologen Erich J. Plate, war das lange Zeit der aktuellste und verlässlichste Überblick zum Thema. Nun gibt es, wieder von Plate verantwortet, das Kompiendium "Naturkatastrophen. Ursachen, Auswirkungen, Vorsorge", das in der E. Schweizerbartschen Verlagsbuchhandlung in Stuttgart erschien.

Und wiederum beeindruckt die Fülle ebenso wie die Übersichtlichkeit der Informationen. Es geht nicht nur um einzelne Phänomene wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme, Dürren und Hochwasser, sondern auch um viele übergreifende Fragen, zu denen sich Expoerten ausführlich äußern: Wie lassen sich Vorhersagen verbessern, Risiken abschätzen, Schäden minimieren?

Viel Raum bekamen ebenso die "Akteure des Katastrophenmanagements", ob staatliche oder private Stellen. Auch die Rolle der Medien wird beachtet -- inklusive ihrer fatalen Scheu, auch über die Vorbeugung vor dem nächsten Desaster zu berichten.

Rheinischer Merkur, 24.10.02, Nr. 43, 57 Jg., S. 18

Bespr.: Dt. Wetterdienst, Fortbildungszeitschr."promet", Jg.28,Nr. 1/2, S. 71/72 top ↑

Extreme Naturereignisse wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme, Starkniederschläge,Überschwemmungen,Dürren und Brände verursachen laut Versicherungsstatistiken immer größere Schäden und fordern häufig auch in heutiger Zeit Menschenleben. Neu ist dieses Thema keinesfalls. Wenig bekannt in der Öffentlichkeit aber dürfte sein, dass die Vereinten Nationen die 90er Jahre zur Internationalen Dekade der Reduzierung von Naturkatastrophen (IDNDR) deklarierten und dass auch ein deutscher Beitrag hierzu geleistet wurde, nämlich durch das hierfür eingerichtete Deutsche IDNDR ­ Komitee. Diesem Komitee standen ein wissenschaftlicher Beirat (für Fragen der Entstehung der Naturkatastrophen und der wissenschaftlichen Strukturierung der Katastrophenvorsorge) sowie ein operativer Beirat (für die Praxis der Vorsorge) zur Verfügung. Nach Abschluss der Dekade wurden die Beiräte vom Komitee beauftragt, das vorliegende Buch zu verfassen, das eine Zusammenstellung zum Thema Naturkatastrophen und ihrer Bewältigung enthalten soll. Wenn man bedenkt, dass es gerade in Deutschland in den 90er Jahren einige nicht unwesentliche Naturkatastrophen gab, angefangen von der Sturmserie im Frühjahr 1990,gefolgt von den Rheinhochwasserereignissen 1993 und 1995 sowie dem Oderhochwasser 1997 bis hin zum Sturm Lothar" zum Jahresende 1999 mit beachtlichen Schäden,so ist es sicherlich von allgemeinem Interesse, die Ursachen, Auswirkungen,aber auch die Vorsorgemaßnahmen von solchen Ereignissen näher zu beleuchten. Die Arbeit des Deutschen IDNDR- Komitees wurde übrigens auch nach Abschluss der Dekade durch eine Nachfolgeorganisation, dem Deutschen Komitee für Katastrophenvorsorge e.V. unter Leitung von Dr. Norbert Blüm fortgesetzt.

Das Buch enthält Beiträge von insgesamt 41 Autoren. Es hat einen interdisziplinären Charakter dadurch, dass die Autoren aus verschiedenen Fachrichtungen kommen, so- wohl aus natur- als auch gesellschaftswissen- schaftlichen Bereichen.Die meteorologische Seite wird hierbei durch Angehörige des Deutschen Wetterdienstes, aber auch von Universitäten vertreten.

Gegliedert ist das Buch in insgesamt fünf Fachkapitel. Das erste Kapitel hat eine einführende Funktion, es definiert Begriffe und betrachtet allgemein die möglichen Schäden von Katastrophen, die einzelnen Elemente der Katastrophenvorsorge (z. B. Risikoanalyse,Vorbeugung, Selbsthilfe der Bürger) und der Katastrophenbewältigung (Katastrophenhilfe, Wiederaufbau), wobei auch Beispiele genannt werden.Die Darstellung beschränkt sich nicht allein auf deutsche Ereignisse, sondern behandelt Katastrophen auf der ganzen Erde, und bei weitem nicht nur auf meteorologisch bedingte Ereignisse, sondern Erdbeben, Vulkanausbrüche und andere. Es wird deutlich gemacht, dass ein Katastrophenmanagement (die Autoren gebrauchen diesen Begriff) keinen absoluten Schutz gegen solche Extremereignisse bieten kann, sondern dass vor allem Vorsorgemaßnahmen im Vordergrund stehen,um Schäden so weit wie möglich zu begrenzen.

Das zweite Kapitel befasst sich mit dem wissenschaftlich-technischen Aspekt von Naturkatastrophen. Zu jeder Ereignisart (Erdbeben, Vulkanismus, Stürme usw.) erfolgt ein Beitrag von einer Spezialistengruppe, wobei sich jeder Beitrag an das Schema Ursachen, Prozesse, Schäden, Maßnahmen" gehalten hat. Die wissenschaftlichen Sachverhalte sind durchweg allgemeinverständlich dargelegt. Schadensstatistiken werden häufig in Form von Diagrammen und Tabellen präsentiert. Auch Karten sind enthalten, z. B. eine Erdbebengefährdungskarte. Leider sind fast alle Abbildungen in schwarz-weiß, darunter leiden vor allem die Kartendarstel- lungen. Nur einige wenige Abbildungen sind farbig, allerdings separat vom Bezugstext in einem eigenen Farbteil. Immerhin haben sich die Autoren aber die Mühe gemacht, bei den Querverweisen zwischen Farbteil und Text die Seitenzahlen mit anzugeben. Spezielle wissenschaftliche Projektergebnisse und spezielle Ereignisse (z. B. der Ausbruch des Vulkans Pinatubo) werden häufig in separaten, grau unterlegten Boxen erläutert.

Speziell bei den meteorologischen Beiträgen findet der Leser Sturm und Starkniederschlag" in einem Abschnitt zusammengefaßt, Überschwemmungen" dagegen separat in einem anderen. Diese Unterteilung erscheint zumindest unglücklich, die Starkniederschläge würden eher zu den Überschwemmungen passen, wenn es auch Ereignisse gibt wie der von den Autoren angesprochene Hurrikan Mitch, wo Sturm und Niederschlag in der Tat zusammenwirken. Inhaltlich sind diese Beiträge jedoch wie die übrigen fachlich sehr fundiert, auf die Rolle der numerischen Wettervorhersage wird ebenso eingegangen wie auf die zur Verfügung stehenden Daten zur Überwachung der Sturm- und Niederschlagsentwicklung (einschließlich Radar), auch auf Hochwasser- Frühwarnsysteme. Exemplarisch werden die meteorologischen Ursachen des Oderhochwassers erläutert.

Im dritten Kapitel kommt der gesellschaftswissenschaftliche Zusammenhang zur Sprache. Hier werden zwei wesentliche Problemkreise angesprochen: Zum einen das Fehlen eines global integrierten Katastrophenschutzes, zum anderen die Problematik der Ent- wicklungsländer, die häufig nicht über die finanziellen Voraussetzungen für eine Katastrophenvorbeugung verfügen und auch durch Katastrophen in ihrer Entwicklung zurückgeworfen werden.

Das vierte Kapitel befasst sich mit der Vorhersage von bzw. der Frühwarnung vor Naturkatastrophen, wobei wiederum zwischen den einzelnen Katastrophenarten unterschieden wird. Methoden der Vorhersage und Frühwarnsysteme werden beschrieben. Allgemein sind vor allem Fernerkundungsme- thoden ein wertvolles Hilfsmittel der Frühwarnung, zum einen für die Überwachung von Vorgängen (z. B. die Krustendeformation bei Vulkanen als Vorläuferphänomen für einen Ausbruch), zum anderen für die Generierung von Eingangsdaten für numerische Vorhersagemodelle. Für den meteorologischen Bereich sind diese Methoden natürlich schon lange bekannt. Bei den geologisch bedingten Naturereignissen besteht das Problem, dass zuverlässige deterministische Vorhersagen zum Teil nur dann möglich sind,wenn Vorboten der Katastrophe bereits eingetreten sind und die Warnung dann nur relativ kurzfristig erfolgen kann. Eine wesentliche Rolle bei Frühwarnsystemen spielen auch die heute verfügbaren Kommunikationssysteme wie das Internet und die Kommunikationssatelliten. Auch die Frage, was bei der Umsetzung von Warnungen zu beachten ist, wird behandelt.

Im fünften Kapitel schließlich wird auf die Akteure des Katastrophenmanagements eingegangen, wobei zwischen (deutschen) Regierungsorganisationen und Nichtregierungsorganisationen unterschieden wird. Dabei werden auch speziell die Rollen der Versicherungen und Medien angesprochen. Unter den Regierungsorganisationen wird auch der Deutsche Wetterdienst erwähnt (er ist sowohl im Komitee als auch im Operativen Beirat vertreten), der ja mit seinen Vorhersagen, Warnungen, Gutachten, aber auch mit der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen eine Schlüsselrolle im Katastrophenmanagement hat. Andere wichtige auf meteorologischem Gebiet arbeitende Institutionen finden jedoch ebenfalls Erwähnung wie z. B. das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR).

Am Schluss des Buches folgt noch ein sehr ausführliches Literaturverzeichnis sowie ein Stichwortverzeichnis.Beigelegt ist eine Weltkarte der Naturgefahren der Münchner Rück.

Insgesamt liefert das Buch eine sehr umfassende Übersicht über die vielen Bereiche des Katastrophenmanagements. Es geht bei Einzelereignissen allerdings meist nicht sehr ins Detail; dies würde sicherlich auch den Rahmen einer solchen Zusammenstellung sprengen. Das Buch ist daher für alle geeignet, die sich einen ersten Überblick über die Thematik verschaffen möchten und weniger eine Vertiefung zu spezielleren Fragen.

P. Bissolli, Offenbach

Deutscher Wetterdienst, Fortbildungszeitschrift "promet", Jg. 28, Nr. 1/2, 2002, S. 71/72

Bespr.: Geographie und Schule Nr. 141, 25 Jg. 2003 top ↑

Das von zahlreichen Autoren verfasste Buch resümiert Ergebnisse der in der Dekade zur Reduzierung von Naturkatastrophen gewonnenen Erkenntnisse. Es gliedert sich wie folgt: Herausforderung an Wissenschaft und Gesellschaft: Katastrophenvorsorge als wissenschaftliche. technische und gesellschaftliche Aufgabe; Vorhersage und Frühe arnung: Katastrophenmanagement. Vor allem im Bereich der Erkennung und Vorsorge werden zahlreiche. auch für die Schule brauchbare Hinweise gegeben.

Geographie und Schule Nr. 141, 25 Jg. 2003

Bespr.: Zeitschrift für Geomorphologie N. F. Band 49 Heft 2 top ↑

In dem Buch über die Problematik der Naturkatastrophen handelt es sich um ein Werk zahlreicher Autoren aus Wissenschaft, Ämtern, Ingenieurwesen und aus der Katastrophenvorsorge, wie z. B. aus dem Referat für Sozialstrukturhilfe des Deutschen Caritasverbandes. Die Auswahl der Fachleute aus ganz unterschiedlichen Bereichen impliziert bereits die Vielfältigkeit und die umfassende Abhandlung des Themas.

Die Herausgeber weisen bereits im Vorwort auf die grundlegende Problematik der Katastrophenvorsorge hin, zum einen merken sie an, dass technische Schutzmaßnahmen nicht immer die erhoffte Wirkung erzielen, zum anderen sind häufig Interessenskonflikte vorprogrammiert, wie z. B. zwischen Landschafts- und Hochwasserschutz. Das Werk gibt im ersten Kapitel einen allgemeinen Überblick über Auswirkungen und Anforderungen der Naturkatastrophen auf und an die verschiedenen Ebenen der Gesellschaft.

Kapitel 2 stellt die verschiedenen Katastrophentypen kurz vor und behandelt insbesondere auch geowissenschaftliche Grundlagen und Ursachenkomplexe.

Der Inhalt der 2. Buchhälfte beschäftigt sich intensiv mit Katastrophenvorsorge (Kapitel 3), Vorhersage und Frühwarnung (Kapitel 4) und stellt die "Akteure des Kastrophenmanagements" vor (Kapitel 5). In diesem letzten Kapitel sind die verschiedenen Organisationen und deren Aufgaben im Ernstfall kurz abgehandelt. Interessant erscheint hier auch die kritische Auseinandersetzung mit den bisher erarbeiteten Zielsetzungen des IDNDR-Komitees (IDNDR = Internationale Dekade zur Reduzierung von Naturkatastrophen).

Insgesamt gesehen besitzt das Buch eine übersichtliche Gliederung. Die einzelnen Kapitel enthalten weiterführende Materialien in Form von "Infoboxen", in denen auf Fallbeispiele, Abbildungen und Tabellen näher eingegangen wird, wobei die Qualität der Abbildungen nicht immer gut ist. Bessere Qualität haben die Farbabbildungen im Text sowie die im Anhang befindliche Weltkarte der Naturgefahren. Diese kleine Kartenbeilage der Münchner Rückversicherung berücksichtigt Erdbeben, Vulkane, Tsunamis und Sturmfluten sowie Wirbelstürme.

Zusammenfassend sei angemerkt, dass es sich hier um ein umfangreiches Werk zum Thema Naturkatastrophen handelt und der Leser sich zum einen über die verschiedenen Typen der Katastrophen und die geowissenschaftlichen Rahmenbedingungen allgemein informieren kann. Zum anderen stellt das Buch den aktuellen Stand von Katastrophenmanagement und -vorsorge in den Mittelpunkt der Betrachtungen und spiegelt die gesellschaftliche Problematik des Themas auf unterschiedlichen Ebenen wider.

PD Dr. Birgit TERHORST, Tübingen

Zeitschrift für Geomorphologie N. F. Band 49 Heft 2

Inhaltsverzeichnis top ↑

1 Naturkatastrophen: Herausforderung an Wissenschaft und Gesellschaft 1
(Erich J. Plate, Bruno Merz, Christian Eikenberg)
1.1 Extreme Naturereignisse und ihre Wirkungen 1
1.1.1 Extreme Naturereignisse 2
1.1.2 Schadenswirkung extremer Naturereignisse 4
1.2 Katastrophenmanagement als Konzept für Katastrophenminderung 8
1.2.1 Ebenen der Katastrophenvorsorge 8
1.2.2 Katastrophenmanagement 11
1.2.3 Risikoakzeptanz 14
1.3 Katastrophenvorsorge 16
1.3.1 Risikoanalyse 16
1.3.2 Vorbeugung 19
1.3.3 Bereitschaftserhöhung 22
1.3.4 Selbsthilfe der Bürger 24
1.3.5 Fernerkundung als Instrument des Katastrophenmanagements 25
1.3.6 Möglichkeiten und Grenzen der Katastrophenvorsorge 26
1.4 Katastrophenbewältigung 28
1.4.1 Durchführung der Katastrophenhilfe 28
1.4.2 Wiederaufbau 31
1.5 Die Internationale Dekade für Katastrophenvorbeugung 32
1.5.1 Organisation und erste Ziele der IDNDR 33
1.5.2 Einbindung der Katastrophenvorsorge in nachhaltige Entwicklung 37
1.5.3 Katastrophenvorsorge und Entwicklungszusammenarbeit 39
1.6 Ausblick: Zukunftsaufgaben der Katastrophenvorsorge 43
2 Katastrophenvorsorge als wissenschaftliche und technische Aufgabe 47
2.1 Erdbeben 47
(Jochen Zschau, Bernd Domres, Christian Reichert, Götz Schneider, Anselm
Smolka)
2.1.1 Geowissenschaftliche Grundlagen 47
2.1.2 Auswirkungen auf Mensch und Natur 51
2.1.3 Quantifizierung von Gefährdung und Risiko 57
2.1.4 Maßnahmen zur Schadensminderung 64
2.1.5 Katastrophenmedizinische Aspekte bei Erdbeben 76
2.1.6 Zusammenfassung und Ausblick 81
2.2 Vulkanismus 83
(Hans-Ulrich Schmincke)
2.2.1 Katastrophenursachen 84
2.2.2 Quantifizierung des Schadenspotentials 88
2.2.3 Maßnahmen zur Katastrophenvorbeugung 88
2.2.4 Maßnahmen zur Minderung der Schadensauswirkungen von
Vulkaneruptionen 95
2.2.5 Deutsche Beiträge zu Vulkangefahren und Vulkankatastrophen 106
2.2.6 Lehren aus großen Vulkaneruptionen 110
2.3 Massenbewegungen 115
(Richard Dikau, Johann Stötter, Friedrich-Wilhelm Wellmer, Martin Dehn)
2.3.1 Gefahrenidentifikation und -analyse 117
2.3.2 Risikoelemente und Vulnerabilität 126
2.3.3 Risikoanalyse, Risikobewertung und -management 128
2.4 Sturm und Starkniederschlag 139
(Gerd Tetzlaff, Gerhard Berz, W. Scharrer, Hella Bartels, J. Kressling,
W. Damrath, R. Roth )
2.6.2 Bestimmung des Gefährdungspotentials durch Dürrekatastrophen 192
2.6.3 Wissenschaftliche Analyse der Katastrophenursachen 196
2.6.4 Stärkung der Resistenz gegenüber Dürrekatastrophen 202
2.6.5 Systematische Vorbereitung auf den Katastrophenfall 205
2.6.6 Zielgerichteter Einsatz von Katastrophenhilfe 207
2.7 Feuer 208
(Johann-Georg Goldammer)
2.7.1 Feuer in der globalen Umwelt: Ursachen und Schadensumfang von
katastrophenartigen Bränden 209
2.7.2 Beeinträchtigung der Gesundheit 219
2.7.3 Beeinflussung der Ursachen von Schadenfeuern und Verminderung des
Schadenpotentials 220
2.7.4 Feuerwissenschaft und operative Systeme des Katastrophen-Managements 226
2.7.5 Ausblick 226
3 Katastrophenvorsorge als gesellschaftliche Aufgabe 229
3.1 Die globale Dimension von Katastrophen 229
(Wolf R. Dombrowsky)
3.1.1 Katastrophe und dauerhafte Entwicklung 230
3.1.2 Schadenspotentiale, Schäden und Schadensbewertung 235
3.1.3 Ausblick 243
3.2 Die entwicklungspolitische Dimension der Katastrophenvorbeugung 247
(Theodor Dams)
3.2.1 Steigende Aktionen wachsende Einsichten? 247
3.2.2 Leitlinien der Darstellung Einzelaspekte 248
3.2.3 Entwicklungsländer: Lage Katastrophen Schäden 249
3.2.4 Nachhaltige Entwicklung: Begriff und Finanzaufwendungen 255
3.2.5 Verursachung und Gestaltung: Drei Diskursebenen 263
3.2.6 Beeinflussung politischer und gesellschaftlicher Willensbildungs- und
Entscheidungsprozesse 271
3.2.7 Beeinflussung der politischen Entscheidungen 272
4 Vorhersage und Frühwarnung 273
(Jochen Zschau, Bruno Merz, Erich J. Plate, Johann G. Goldammer)
4.1 Frühwarnung und Katastrophenmanagement 273
4.1.1 Der Prozeß der Frühwarnung 274
4.1.2 Frühwarnung als Teil des Katastrophenmanagements 275
4.1.3 Grundlagen der Vorhersage 276
4.1.4 Technologische Anforderungen und Entwicklungen 281
4.1.5 Umsetzung von Vorhersage und Warnung 286
4.2 Frühwarnung vor extremen hydro-meteorologischen Ereignissen 292
4.2.1 Stürme, Sturmfluten und Starkniederschlag 292
4.2.2 Hochwasser 295
4.2.3 Dürren 320
4.3 Geologische Desaster 321
4.3.1 Erdbeben 322
4.3.2 Vulkaneruptionen 328
4.3.3 Tsunamis 335
4.3.4 Massenbewegungen 340
4.3.5 Zusammenfassung 343
4.4 Feuer- und andere Umweltkatastrophen 344
4.4.1 Feuer und Vegetationsbrände 344
4.4.2 Luftverschmutzung und andere Umweltbelastungen 346
4.5 Zusammenfassung und Ausblick 347
5 Akteure des Katastrophenmanagements 351
5.1 Regierungsorganisationen 351
(Bernd Hoffmann)
5.1.1 Auswärtiges Amt (AA) 352
5.1.2 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) 354
5.1.3 Bundesministerium für Verkehr (BMV) 355
5.1.4 Bundesamt für Zivilschutz (BZS) 355
5.1.5 Deutscher Wetterdienst (DWD) 357
5.1.6 Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) 359
5.1.7 Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) 360
5.1.8 Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) 363
5.1.9 Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung/Zentralstelle
für öffentliche Verwaltung (DSE/ZöV) 367
5.1.10 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) 369
5.2 Nichtregierungsorganisationen 372
(Günter Hölter, Georg Cremer, Heike Spieker)
5.2.1 Der spezifische Beitrag von
Nichtregierungsorganisationen zur Katastrophenvorbeugung 372
5.2.2 Tätigkeiten der
Nichtregierungsorganisationen auf dem Gebiet der Katastrophenvorsorge 378
5.2.3 Initiativen des Deutschen IDNDR-Komitees im Hinblick auf die
Tätigkeit von Nichtregierungsorganisationen 384
5.2.4 Bewertungen der IDNDR
und des Deutschen Komitees durch die Nichtregierungsorganisationen 386
5.3 Lokale Katastrophenschutzstrukturen 390
(Wolf R. Dombrowsky)
5.3.1 Die Bedeutung lokaler Katastrophenschutzstrukturen 390
5.3.2 Lokale Katastrophenschutzstrukturen und dauerhafte Entwicklung 396
5.3.3 Katastrophenwirkung, Vernetzung und Organisationsgrad 398
5.3.4 Externe Katastrophenschutzstrukturen und lokale Netzwerkbildung 401
5.3.5 Schadenspotentiale, Bestandsgefährdung und dauerhafte Entwicklung 405
5.4 Versicherung 408
(Walter Jakobi, Wolfgang Kron, Gerhard Berz)
5.4.1 Interessenlage 408
5.4.2 Vorbeugung und Risikomanagement 409
5.4.3 Schadenabschätzung, Schadenanalyse, Schadenregulierung 415
5.4.4 Produktgestaltung 416
5.4.5 Bewußtseinsbildung 417
5.4.6 Kooperation und Förderung 420
5.5 Die Rolle der Medien 422
(Alfred Thorwarth)
5.5.1 Die fatale Faszination der Katastrophen 422
5.5.2 Katastrophenvorbeugung ein "Quotenkiller" 425
5.5.3 Die Dekade der "hausgemachten" Hochwasserkatastrophen 426
5.5.4 Katastrophenvorbeugung ein Thema für die Medien? 428
5.5.5 Frühwarnsysteme
Die Technik als Hoffnungsträger 431
6 Literatur 433
7 Sachregister 465
Weltkarte der Naturgefahren (am Ende des Buches als Falttafel)

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Fast täglich erreichen uns Meldungen über extreme Naturereignisse, die mit hohen Verlusten an Leben und Eigentum einhergehen, wie z.B. beim Sturmtief Lothar im Jahre 1999.
Das vorliegende Buch behandelt, ausgehend von ihrer Beschreibung die Naturgefahren - Erdbeben, Vulkanausbrüche, Massenbewegungen, Stürme, Überschwemmungen, Dürre, Waldbrände.
Da sich diese Gefahren nicht vermeiden, aber deren Folgen durch sinnvolle Maßnahmen beherrschen lassen, werden mögliche technische und administrative Vorsorgemaßnahmen detailliert erörtert.
Auch auf gesellschaftlich bedingte Katastrophenanfälligkeit sowie die politischen Rahmenbedingungen des Katastrophenmanagements, bis hin zu ihren Akteuren - Ämter und Institutionen auf staatlicher und lokaler Ebene, ihre Organisation und Aufgabengebiete - wird eingegangen und es wird gezeigt, daß erfolgreiche Katastrophenbeherschung eine komplizierte Kombination von technischen, administrativen, und politisch-sozialen Maßnahmen voraussetzt.
Diese Maßnahmen müßen aufgrund der besorgniserregenden Katastrophenstatistik der letzten Jahre auch hierzulande, in Mitteleuropa, schnellstmöglich implementiert werden.