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Artur Wittern:

Mineralfundorte und ihre Minerale in Deutschland

[A guide to locations for collecting minerals in Germany]

2001. VII, 286 Seiten, 182 Abbildungen, 17x24cm, 700 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65202-0, brosch.

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Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Dieses Buch stellt, als erstes seiner Art, Mineralfundstellen in ganz Deutschland übersichtlich dar. Es möchte alle Mineralfreunde erfreuen, die es auch noch nach dem Jahr 2000 zum Sammeln auf die Bergbauhalden, in die Steinbrüche, in Ton- und Kiesgruben sowie an die Meeresstrände hinauszieht. So ist es hilfreich bei der Vorbereitung von Exkursionen, da es an Hand von Kartenskizzen über die Lage der Fundorte informiert. Darüber hinaus sind alle dort vorgekommenen Minerale in einer Übersicht aufgeführt. Wer eine Lokalsammlung aufgebaut hat, kann feststellen, wie weit er fortgeschritten ist. Das Buch kann auch als Nachschlagewerk benutzt werden. Es hat ein ausführliches Fundort- und Grubenregister, so dass es keines langen Suchens bedarf, um etwas über eine bestimmte Fundstelle oder die dort auftretenden Minerale zu erfahren, z.B. für welche sie die Typlokalität ist, oder welche in den letzten zehn Jahren dazugekommen sind.

Wer nicht mehr selbst sammelt, aber am liebgewordenen Hobby festhält, kann immer noch beim Lesen oder Durchblättern des Buches seine Kenntnisse bereichern. Vielleicht freut er sich auch an den zahlreichen Mineralzeichnungen, die man durchaus mit geeigneten Farben bei genügender Vorsicht selbst kolorieren kann. Man wandelt dabei übrigens auf den Spuren Dürers, der seine Sachzeichnungen ebenfalls mit Aquarellfarben antuschte. - Der Verfasser meint, man könne sich auch heute noch auf den verbliebenen Fundstellen mit Erfolg als Mineralsammler betätigen, wenn man nicht zuviel erwartet. Natürlich gehört neben der Anstrengung, die immer schon erforderlich war, ein bisschen Glück dazu.

Bespr.: Bergbau 4/2002, 53. Jg., S. 175 top ↑

Vor rund 10 Jahren hat Artur Wittern sein Taschenbuch "Die Mineralienfundstellen Mitteleuropas, Deutschland Teil 1" herausgegeben, in dem jedoch nur die Vorkommen in Westdeutschland beschreiben wurden.

Jetzt hat Artur Wittern eine ausführliche Beschreibung der Mineralfundorte in der gesamten Bundesrepublik vorgelegt.

Das Buch möchte allen Mineraliensammlern behilflich sein, die eine Sammlung über die in Deutschland vorkommenden Mineralien anstreben. 20 Bereiche Deutschlands werden beschrieben Die Fundstellen werden genau angegeben, und von jedem Vorkommen wird das Wesentliche über die Geologie und die Bergbaugeschichte berichtet. Die dort vorkommenden Minerale werden stets aufgeführt. Der Autor hat sich mit Erfolg um Vollständigkeit bemüht. Wer nicht mehr selbst sammelt, aber am lieb gewonnenen Hobby festhält, kann beim Durchblättern des Buches seine Kenntnisse bereichern. Jeder wird sich an den zahreichen Mineralzeichnungen erfreuen.

Der Autor weist immer wieder darauf hin, unter welchen Bedingungen der Zutritt zu den jeweiligen Fundstellen gestattet ist. Der Sammler sollte aber in jedem Einzelfall genau prüfen, wo sein Sammeln erlaubt ist.

Wittern Buch ist ein "Muss" für jeden Mineraliensammler.

Bergbau 4/2002, 53. Jg., S. 175

Bespr.: Der Geschiebesammler, Jg. 35, Heft 2, Juni 2002 top ↑

Als Wittern vor wenigen Jahren ein Buch mit dem Titel "Freude an Steinen in Schleswig-Holstein und im Raum Hamburg" verfaßte, erntete er heftige berechtigte Kritik, nicht nur wegen der vielen Fehler und Unzulänglichkeiten, die in Wort und Bild enthalten waren. Die Kritik bezog sich auch auf die Tatsache, daß bei dem vielen Abschreiben und Abfotografieren weder Roß noch Reiter genannt wurden. Diesen letzten Punkt hat sich der Autor bei dem nun vorliegenden Werk doch zu Herzen genommen, davon zeugt ein umfangreiches Literaturverzeichnis, das gleichzeitig eine enorme Fleißarbeit belegt.

Es war sicher eine gute Idee, die Fundorte der Minerale in Gesamtdeutschland einmal zusammenzustellen. Für den aktiven Sammler ergibt sich in der praktischen Anwendung dieses Fundstellenführers allerdings eine erhebliche Einschränkung: von den etwa 500 beschriebenen Fundstellen bzw. Fundgebieten entfallen rund 50 % unter die Rubrik "aufgelassen, erloschen, Naturschutzgebiet".

Die Angaben zur Geologie in den jeweiligen Fundgebieten sind kurz, aber zum Verständnis der Zusammemhänge absolut ausreichend. Mit der Beurteilung des wohl wichtigsten Kriteriums bei der Beschreibung der Fundstellen, nämlich der Aktualität und Richtigkeit der Aussagen, tut sich jeder Rezensent schwer, ist ihm doch immer nur ein Teil der Fundorte von eigener Anschauung her bekannt.Dennoch ein Beispiel: im Fall Idar-Oberstein fällt auf, daß der Autor im Bezug auf den Steinbruch Juchem zwar auf dem neuesten Stand ist, in zwei anderen Fällen jedoch völlig daneben liegt. Den Steinbruch Setz bevölkern die Sammler bestimmt nicht mehr, denn er ist bereits seit 1986 stillgelegt und gibt nichts mehr her und das Deutsche Edelsteinmuseum befindet sich seit etlichen Jahren nicht mehr im Börsenhochhaus, sondern in einem anderen repräsentativen Gebäude der Stadt.

Angaben zum aktuellen Stand der Begehungsmöglichkeiten werden nur in ganz wenigen Fällen gemacht. Das ist in jedem Fall ein Manko, bei der umfangreichen Recherche hätten dazu eigentlich deutlich häufiger Angaben gemacht werden müssen, auch wenn diese Daten sich genauso schnell ändern können wie die Fundmöglichkeiten. In mehreren Fällen werden relativ viele Worte über einen einzigen Fund an einem bestimmten Ort verloren. Muß man da schon von einem Fundort im Sinne des Mineraliensammlers sprechen?

Der Sinn der häufigen Computerzeichnungen idealisierter Kristalle ist nicht ganz einzusehen. Eine Prachtstufe wie im Fall der dargestellten Jeremejewitkristalle vom Emmelberg dürfte es wohl kaum gegeben haben. Und wenn der Autor in diesem Zusammenhang sein eigenes Werk als "Malbuch" anpreist, dann verstehe das wer will. Auch die Gedankengänge über die Bildung der Calcitkristalle in den Gaskammern von Cephalopoden - und damit den Ausflug in die Paläontologie - hätte der Autor vielleicht besser für sich behalten. Schade eigentlich, denn solche Dinge mindern den Wert des mit sehr viel mineralogischem Sachverstand erstellten Buches.

Für den Bewohner und Sammler des norddeutschen Flachlandes ist es immerhin erfreulich, daß hier erstmals in einem Fundstellenführer auch die Mineralien aus den nordischen Geschieben Erwähnung finden.

Das vorliegende Buch dürfte im wesentlichen als Nachschlagewerk geeignet sein, zumal wegen der vielen aufgeführten historischen bzw. erloschenen Fundorte. Der aktive Sammler kann selbstverständlich nachlesen, was es in den noch begehbaren Steinbrüchen denn zu finden gibt, bei einiger Erfahrung weiß er aber, daß er seine Erwartungen nicht zu hoch ansetzen darf und oft enttäuscht wird. Im übrigen dürfte er meistens über fundortbezogene Literatur verfügen. - Das Buch ist sauber aufgemacht, der Preis ist angemessen.

Rudolf Mende

Der Geschiebesammler, Jg. 35, Heft 2, Juni 2002

Bespr.: Erzmetall 55 (2002), Nr. 1, S. 59 top ↑

Das Buch möchte allen Mineraliensammlern behilflich sein, die eine Sammlung von in Deutschland vorkommenden Mineralen anstreben. 20 Bereiche Deutschlands werden beschrieben, von Schleswig-Holstein bis zum Bayerischen Wald und von der Eifel bis zum Erzgebirge. Die Fundstellen werden genau angegeben, z. T. mit Lageskizzen. Von jedem Vorkommen wird das Wesentliche über Geologie und Bergbaugeschichte berichtet, und die dort vorkommenden Minerale werden aufgelistet, auch erst vor kurzem beschriebene "Exoten".

Der Autor hat sich mit Erfolg um Vollständigkeit bemüht. Die zahlreichen Mineralzeichnungen sind leider nicht farbig und recht idealisiert angelegt. Der Autor weist darauf hin, unter welchen Bedingungen der Zutritt zu den jeweiligen Fundstellen gestattet ist. Der Sammler sollte aber in jedem Einzelfall genau prüfen, wo Sammeln erlaubt ist.

Erzmetall 55 (2002), Nr. 1, S. 59

Bespr.: Wissenschaft Online (15.5.2002) top ↑

Premiere für Mineralienfreunde: Das erste Werk zu den Mineralfundorten Gesamtdeutschlands ist erschienen. Artur Wittern hat nach eigener Aussage ein aktuelles Verzeichnis erstellt, das nach Vollständigkeit strebt. Ein hoher Anspruch.

Sammler finden in diesem Katalog nicht nur jene Lagerstätten, die gegenwärtig allgemein zugänglich sind. Die Liste der nicht (mehr) erreichbaren Fundorte ist lang: beispielsweise solche, die aufgrund bergbaulicher Tätigkeiten verschwunden sind oder deren Unterschutzstellung das Schürfen mittlerweile verbieten. Aber: Der Autor beschreibt häufig ortsnahe Alternativen. Dadurch bleibt die Auswahl groß.

Durch den Bezug auf wichtige historische Typlokalitäten - also auf Lagerstätten, deren Minerale hier zuerst beschrieben wurden - verdeutlicht Wittern, welche Rolle der deutsche Bergbau für die gesamte Montangeschichte hatte. Obwohl die Gruben und Stollen oft nicht mehr existieren, können auf einigen Abraumhalden mit etwas Glück immer noch schöne Funde gemacht werden.

Das Buch ist nicht nur eine Zusammenstellung von Mineralfundorten für Sammler. Wirtschafts- und wissenschaftshistorisch Interessierte können darüber hinaus auch die Bedeutung des Bergbaus für die geschichtliche und kulturelle Entwicklung vieler Landstriche herauslesen. Es führt interessierte Laien aber auch Fachleute durch insgesamt zwanzig Regionen und Bundesländer Deutschlands. Beim Auffinden - gerade von unbekannten und kleinen Orten - helfen detaillierte Lageskizzen.
Leider besitzt das Buch kein Mineralregister, sondern nur eine Liste am Ende der meisten Fundortkapitel. So bleibt es umständlich, auf die ?Jagd? nach bestimmten Mineralen zu gehen. Schön wäre es gewesen, wenn hin und wieder eine Farbtafel mit Fotos eingebunden worden wäre. Allerdings bleibt mit den (sehr ansehnlichen) Schwarzweißzeichnungen der Preis in einer angenehmen Kategorie.

Dr. Lars Dittert Geologe, Bremen ( wissenschaft-online v. 15.5.2002)

Bespr.: ekz-Informationsdienst top ↑

Dieses Buch stellt, als erstes seiner Art, Mineralfundstellen in ganz Deutschland übersichtlich in einem Band dar. Vom Verfasser erschien bereits 1990 "Taschenbuch der Mineralfundstellen Mitteleuropas" (Deutschland Teil 1), das sich aber nur auf Westdeutschland bezog (hier nicht besprochen). Anhand von Kartenskizzen wird über die Lage der Fundorte informiert. Der dazugehörige Text enthält zu fast jeder Fundstelle das Wesentliche über Geoloige, Bergbaugeschichte und Mineralisation. Darüber hinaus werden alle dort vorgekommenen Minerale in einer Übersicht aufgeführt (wichtig beim Aufbau einer Lokalsammlung). Mit zahlreichen Mineralzeichnungen sowie ausführlichem Orts- und Grubenregister. Vor dem 1-bändigen, nicht mehr aktuellen "Mineralien und Fundstellen Deutschland (Teil 2: BA 9/95). (2A).

LK/MH/: Leske

ekz-Informationsdienst (ID)

Bespr.: Zentralblatt für Geologie und Paläontologie Teil II, Jg. 2002, Heft 3/4 top ↑

Mineralfundorte rückten in den letzten Jahrzehnten auch in den Blickpunkt von Paläontologen und unter ihnen vor allem der Paläobotaniker. Unter Fachleuten hat sich längst herumgesprochen, daß sich beispielsweise fossile Pilze in klaren Quarzen ("Bergkristallen") bei Rösenbeck und in auffallend gehänderten Chalzedonen ("Eisenkiesel") von Warstein (Steinbruch Risse) in jüngeren Spaltenfüllungen im mitteldevonischen Massenkalk des nördlichen Sauerlandes fanden (vergl. M. KRETSCHMAR, Fazies, 7: 237-2G0, Erlangen 1982). Ferner werden solche fossilen Pilze, deren Alter etwa dem der Mineralisationen entsprechen dürfte, in mit Chalzedon gefüllten Spalten in unterpermischen Vulkaniten von Langenthal in Rheinland-Pfalz gefunden. Solche Pilzvorkommen sind meist mit bestimmten Eisenmineralen vergesellschaftet. Ebenso finden sich in den Hohlräumen von Fossilien manchmal sehr schön ausgebildete Mineralien wie Quarz, Pyrit, Markasit, Eisenglanz, Baryt, Coelestin, Strontianit, Calcit oder Araponit. Auf diese Weise sind Mineralfundstellen häufig auch Fossilfundpunkte oder umgekehrt.

Der Verf. richtet sich in seinem Buch vor allem an Mineraliensammler, die eine Spezialsammlung "Minerale in Deutschland" anstreben. Er hat damit sein im Jahre 1990 erschienenes Taschenbuch "Die Mineralfundstellen Mitteleuropas, Deutschland Teil 1", das nur westdeutsche Fundstellen anführt, auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt. Bisher existierte kein Nachschlagewerk, das die wichtigsten Mineralfundorte Deutschlands und die dort vorkommenden Minerale nennt, einschließlich der Raritäten und der neu beschriebenen Minerale. Diese Lücke schließt der Verf., indem er knapp, manchmal aber auch allzu kurz zu fast jeder heute noch zugänglichen Mineralfundstelle das Wesentliche über Geologie, Bergbaugeschichte und Mineralisation aufzählt.

Da die Grenzen der einzelnen Bundesländer nur selten mit den geographisch oder geologisch vorgegebenen Regionen übereinstimmen, folgt seine Gliederung Deutschlands teils unter politischen, teils unter geographischen und geologischen Gesichtspunkten. Er teilt Deutschland von Nord nach Süd und von West nach Ost in 20 Regionen ein: 1 ) Schleswig-Holstein und Hamburg, 2) Niedersachsen, 3) Harz, 4) Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, 5) Ruhrgebiet und Bergisches Land, (Öl) Sauerland, Münsterland und Nordhessen, 7) Sachsen-Anhalt und die angrenzende Oberlausitz, 8) Aachener Revier, Nordeifel und Vulkaneifel, 9) Siebengebirge und Westerwald, 10) Siegerland und Lahn-Dill-Gebiet, 11) Thüringen und sächsisches Vogtland, 12) Sächsisches Granulitgebirge und Erzgebirge, 13) Hunsrück, Untere Lahn und Taunus, 14) Vogelsberg, Rhön, Spessart und Franken, 15) Saarland und Pfalz, 16) Odenwald nebst Randgebieten, 17) Fichtelgebirge und Oberpfalz, 18) Schwarzwald, 19) Kaiserstuhl und Hegau, und 20) Bayerischer Wald. Durch die inkonsequente - mal geographisch, mal politische Einteilung - wurden leider zusammengehörige Gebiete wie z.B. das Saar-Nahe-Becken in mehrere Kapitel (Kap.13 und 15) zerrissen.

Die einzelnen Kapitel werden nach Fundorten weiter untergliedert, wobei die Unterkapitelziffern sich auch in den Übersichtszeichnungen und Spezialzeichnungen der einzelnen Aufschlüsse wiederfinden. Insgesamt werden 434 Fundorte, vor allem Steinbrüche, Bergbauhalden, Ton- und Kiesgruben sowie Meeresstrände beschrieben. Diese Schilderungen umfassen oft nur wenige Zeilen, ab und zu auch eine ganze Seite. Der Text wird durch Lageskizzen und Mineralzeichnungen aufgelockert. Die Fundorte lassen sich anhand der sehr kurzen Wegbeschreibungen finden. Der Leser vermißt jedoch die entsprechenden Blattkoordinaten (übliche Rechts- und Hochwerte), die allein ein sicheres Auffinden gewährleisten würden. Rezensentin bedauert die oberflächliche Abhandlung der Aufschloßverhältnisse im Raum Idar-Oberstein; auf die Besucherbergwerke Steinkaulenberg und Fischbach wird überhaupt nicht eingegangen. Im ehemaligen Steinbruch Setz wird schon lange nicht mehr abgebaut, obgleich Sammler an den aufgelassenen alten Steinbruchwänden noch eine Vielzahl von Mineralien zutage fördern.

Auch das Münsterland wird in diesem Buch sehr stiefmütterlich behandelt. Neben Mineralien wie Turmalin, Epidot, Quarz, Gold und Bernstein in pleistozänen Geschieben finden sich auch in den großen Zementsteinbrüchen des Beckumer Gebiets (Krs. Warendorf: Beckum, Ahlen) oft schöne, sammelwürdige Calcit- und Strontianitstufen. Zentimetergroße, idiomorphe Bergkristalle treten öfters im Bereich der Baumberge westlich Münster (Krs. Coesfeld) in Hohlräumen fossiler Seeigel auf.

Verf. beschreibt als Ausnahme auch einige Fossilfundstellen wie die Grube Messel, wobei er aber nur die dort vorkommenden Minerale erwähnt, oder die Saurierfundstelle in Brilon-Nehden (nördliches Sauerland). Diese wurde aber nicht, wie der Autor schreibt, von der Universität Münster unter Naturschutz gestellt, sondern vom dafür zuständigen Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Betrachtet man den Buchumschlag, auf dem das Farbfoto einer Azurit- und Malachitstufe aus Neubulach/Schwarzwald abgebildet ist, so blättert man in Erwartung farbiger Mineral- und Aufschlußfotos zuerst das Buch durch. Zunächst ist man etwas enttäuscht, denn man findet im Text weder Mineral- noch Aufschlußfotos.

Diese Buch soll nach Ansicht des Verf. kein Bilderbuch sein, sondern als Nachschlagewerk für die im Jahre 2000 noch zugänglichen Mineralfundorte und ihre Mineralvergesellschaftungen dienen. Verf. regt an, daß man zur Vertiefung der Kenntnisse das ausführliche Literaturverzeichnis benutzen soll.

Zentralblatt für Geologie und Paläontologie Teil II, Jg. 2002, Heft 3/4

Geschiebekunde Aktuell, Heft 4, 18. Jg. 2002, S. 140 top ↑

Artur WITTERN, der Verfasser des vor Jahren erschienenen "Taschenbuchs der Mineralien-Fundstellen Mitteleuropas, Deutschland Teil 1", welches nur das damalige Westdeutschland umfaßte, legt nun eine Zusammenstellung vor, wo im heutigen Gesamtdeutschland noch welche Minerale gefunden werden können oder früher gefunden wurden. Die Beschreibung der einzelnen Mineralfundorte erfolgt regional nach Bundesländern oder einzelnen Gebirgsregionen, wie Harz, Schwarzwald oder Kaiserstuhl und Hegau. Viele Kartenskizzen zeigen die Lage von Fundstellen und zahlreiche Abbildungen gefundene Minerale. Da Mineralien auch in Geschieben gefunden werden können [s. Geschiebekunde aktuell 5 (2): 35, 1989], werden bei den nördlichen Bundesländern auch Kiesgruben und Geschiebestrände genannt und Beispiele von Funden angeführt. Mecklenburg-Vorpommern kommt dabei wohl etwas zu kurz, wenn man das Land z.B. mit Schleswig-Holstein vergleicht. Vielleicht regt das Buch Geschiebesammler an, mehr auf Minerale in Geschieben zu achten. Ein ausführliches Literaturverzeichnis und Orts- und Grubenregister machen das Buch zu einem für Sammler von Mineralen unverzichtbaren Nachschlagewerk.

Dr. Roger Schallreuter

Geschiebekunde Aktuell, Heft 4, 18. Jg. 2002, S. 140

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Vorwort V

Dank VII

Mineralfundorte in Deutschland

1. Schleswig-Holstein und Hamburg 1
2. Niedersachsen 16
3. Harz 34
4. Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin 57
5. Ruhrgebiet und Bergisches Land 65
6. Sauerland, Münsterland und Nordhessen 69
7. Sachsen-Anhalt und die angrenzende Oberlausitz 87
8. Aachener Revier, Nordeifel und Vulkaneifel 96
9. Siebengebirge und Westerwald 110

10. Siegerland und Dill-Lahn-Gebiet 115
11. Thüringen und sächsisches Vogtland 127
12. Sächsisches Granulitgebirge und Erzgebirge 143
13. Hunsrück, Untere Lahn und Taunus 174
14.Vogelsberg, Rhön, Spessart und Franken 185
15. Saarland und Pfalz 199
16. Odenwald nebst Randgebieten 207
17. Fichtelgebirge und Oberpfalz 215
18. Schwarzwald 230
19. Kaiserstuhl und Hegau 261
20. Bayerischer Wald 263
Literatur- und Quellenverzeichnis 272
Ortsregister 280
Grubenregister 285

Kurzbeschreibung top ↑

Dieses Buch stellt, als erstes seiner Art, Mineralfundstellen in ganz Deutschland übersichtlich dar. Es möchte alle Mineralfreunde erfreuen, die es auch noch nach dem Jahr 2000 zum Sammeln auf die Bergbauhalden, in die Steinbrüche, in Ton- und Kiesgruben sowie an die Meeresstrände hinauszieht.