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Wilfried Schönborn:

Lehrbuch der Limnologie

[Introductory Limnology]

2003. XII, 588 Seiten, 316 Abbildungen, 65 Tabellen, 18x24cm, 1500 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65204-4, gebunden, price: 68.00 €

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Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Die Limnologie ist die Wissenschaft die sich mit Süßwasser und den Binnengewässern beschäftigt.
Im ersten Abschnitt "Theoretische Limnologie" wird vor allem die Spezielle Limnologie behandelt und die limnischen Lebensräume besprochen. Die Allgemeine Limnologie ist immer in die jeweiligen Abschnitte integriert. Stets werden die Zusammenhänge der Gewässer mit der Umwelt sowie die Zusammenhänge zwischen abiotischen Bedingungen (Gesteine, Klima, physikalisch-chemische Faktoren etc.) und dem Ökosystem sehr ausführlich dargestellt.
Im praktischen, angewandten Teil sind die heutigen Belastungen der Gewässer und Abwässer und die Möglichkeiten, wie sie verbessert werden können, ausführlich beschrieben. Das Buch ist klar in 19 Kapitel gegliedert, die wichtigsten sind: Geschichte der Limnologie - Gliederung - Limnische Lebensräume als Ökosysteme - Wasserkreislauf - Grundwasser- Quellen - Fließgewässer- Standgewässer- Ziele der angewandten Limnologie - Organische Belastungen der Gewässer - Herkunft und Reinigung des Abwassers - Anorganische und toxische Belastungen der Gewässer - Biotestverfahren - Grenzwerte - Gewässertherapie - Künstliche Seen - Voraussage der Wassergüte und des Verhaltens limnischer Ökosysteme - Register- Literatur. Das Lehrbuch, basierend auf Vorlesungen des Verfassers und mit vielen guten Abbildungen ausgestattet, ist für Studierende der Biologie mit den Schwerpunkten Limnologie/Ökologie und für den wasserwirtschaftlichen Praktiker gedacht. Auch den Nebenfächler wird es als Nachschlagewerk ansprechen.

Bespr.: Lauterbornia 48 (2003) top ↑

Während die Zahl der Limnologie-Studenten rückläufig ist, hat sich die Zahl der deutschsprachigen Lehrbücher der Limnologie nun auf vier erhöht. Wegen des unterschiedlichen Blickwinkels und des darauf gegründeten Konzepts ergänzen sich die Bearbeitungen des Themas mehr, als dass sie sich überschneiden. Die inzwischen klassische Einführung in die Limnologie von Schwoerbel (Besprechung Lauterbornia 37, 1999) stellt den Stoffhaushalt der Binnengewässer in den Mittelpunkt. Die Limnoökologie von Lampert & Sommer (Besprechung Lauterbornia 37, 1999) geht von den Organisationsebenen der Gewässerbesiedlung (Individuum, Population, Lebensgemeinschaft) aus. Die Hydrobiologie von Uhlmann & Horn (Besprechung Lauterbornia 43, 2002) ist ein "Grundriss für Ingenieure und Naturwissenschaftler". Hinzu kommen weitere Werke, die auf ein­zelne limnische Lebensräume beschränkt sind.
Das vorliegende Lehrbuch, hervorgegangen aus Vorlesungen des Verfassers, ist als Spezielle Limnologie konzipiert, das heißt, betrachtet werden im theoretischen Hauptteil die unterschiedlichen limnischen Lebensräume. Ausführlich wird jeweils auf den physiographischen Rahmen (Morphologie, Hydrologie), die physikalischen Faktoren und den Chemismus eingegangen. Mit der darauf aufbauenden Biologie der verschiedenen Gewässerbiotope mündet die Darstellung in eine ökosystemare Betrachtung, so die Interdisziplinarität der Limnologie unterstreichend. Das gewählte Konzept schließt die Verbindung von Spezieller und Angewandter Limnologie mit ein.

Fast 30% des Buchumfangs entfallen auf den zweiten Hauptteil, die Angewandte Limnologie, mit dem theoretischen Teil durch zahlreiche Querverweise verknüpft. Richtigerweise werden Saprobie und Trophie einmal theoretisch als Stoffwechselphänomen und dann vom angewandten Standpunkt als Ausdruck anthropogener Gewässerbelastung abgehandelt. Neben der Wirkung der Gewässerbelastung durch organische Stoffe und Pflanzennährstoffe wird auf toxische Erscheinungen, Versauerung und Versalzung eingegangen, eingeschlossen die biologische Indikation und Be­wertung sowie das Monitoring des Gewässerzustands. Eigene Abschnitte behandeln die Abwasserreinigung, die Renaturierung von Gewässern und die limnologischen Besonderheiten großer Stauseen. Eine verständliche, gerade Ausdrucksweise, die Hervorhebung der neu eingeführten Termini durch Fettdruck sowie eine gute Textgliederung zeichnen das Werk als Lehrbuch aus. Am Kopf eines jeden Kapitels wird die empfohlene Übersichtsliteratur zur Vertiefung angegeben. Die sehr ausführliche und zugleich neutral gehaltene Literaturrecherche mit über 1000 Nachweisen - so vom Autor schon in seiner "Fließgewässerbiologie" (siehe Lauterbornia 12, 1992) vorgegeben - macht das Buch zugleich zu einem Nachschlagwerk für das Gesamtgebiet der Limnologie. Die gute Ausstattung des in einem limnologischen Traditionsverlag erschienenen Buches rundet den uneingeschränkt positiven Eindruck ab und führt zu einer breiten Empfehlung.

Bespr.: Mikrokosmos 93/2, S. 110 top ↑

Basierend auf Vorlesungen, die 1992-1999 an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena gehalten wurden, entstand das vorliegende Buch. In dem Lehrbuch wird die Vielschichtigkeit der Limnologie in den Vordergrund gestellt. Die limnischen Lebensräume werden systematisch behandelt sowie die Bedeutung der angewandten Limnologie beleuchtet. Das Buch ist in die zwei Teile Theoretische Limnologie (Grundlagen der Limnologie) und Angewandte Limnologie gegliedert. Im ersten Teil werden neben kurzen Einleitungen zur Geschichte die Gliederung der Limnologie in die verschiedenen limnischen Lebensräume definiert und der Wasserkreislauf beschrieben. Danach werden die Lebensräume Quelle, Flieggewässer und Standgewässer hinsichtlich chemischer, physikalischer und biologischer Parameter behandelt. Typische Vertreter dieser Ökosysteme, ihr Stoffhaushalt und Energiekuss sowie anthropogene Einflüsse und ihre Wirkung werden in den entsprechenden Kapiteln abgehandelt. Im zweiten Teil werden die allgemeinen Ziele der angewandten Limnologie vorgestellt. Die Herkunft und Reinigung von Abwasser wird ebenso behandelt wie anorganische und toxische anthropogene Belastungen (z.B. Schwermetalle, Pestizide, Versalzung). Ein Kapitel befasst sich mit den Methoden der Gewässertherapie für Fließ- und Standgewässer, ein weiteres mit den besonderen Problemen, die künstliche Seen wie Talsperren aufweisen. Im letzten Kapitel dieses Teiles werden die Handwerkszeuge für angewandte Limnologen, mit denen unter anderem die Wassergüte bestimmt werden kann, vorgestellt. Insgesamt kann man zu fast allen limnologisch relevanten Themen und Lebensräumen umfangreiche Informationen erhalten.

Alle Kapitel werden mit einem kurzen Hinweis auf spezielle Uberblicksliteratur zum behandelten Thema eingeleitet und durch Abbildungen und Tabellen illustriert. Das Buch bietet einen guten Überblick über die gesamte Bandbreite der Limnologie. Die wichtigsten klassischen Arbeiten werden behandelt und einige neuere Forschungsergebnisse dargestellt. Das Buch ist gut verständlich geschrieben und eignet sich als Einführung in das Thema für interessierte Laien ebenso wie für Studenten des Grund- und Hauptstudiums.

Desiree Dietrich, Berlin

Mikrokosmos 93/2, S. 110

Bespr.: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung H. 1/2004 top ↑

Die Limnologie ist eine vergleichsweise junge Wissenschaft, reichen ihre Anfänge gerademal in das neunzehnte Jahrhundert zurück. Als ökologisch ausgerichtete Disziplin folgen die von ihr beschriebenen Phänomene nicht einer linearen Kausalität sondern sind häufig netzartig verknüpft. Vorhersagen sind demzufolge mit größerer Unschärfe verbunden als in den klassischen Naturwissenschaften Physik und Chemie. Als Wissenschaft der Binnengewässer gewinnt die Limnologie zunehmend an Bedeutung. Werden doch von der OECD und anderen internationalen Institutionen auf die begrenzten Ressourcen des Süßwassers für die Nutzung durch den Menschen hingewiesen und damit auf das sich daraus abzeichnende Konfliktpotenzial.

Das vorliegende Lehrbuch von Wilfried Schönborn gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil wird eine solide Basis der theoretischen und speziellen Limnologie vermittelt. Die allgemeine Limnologie wird in die einzelnen Kapitel integriert. Dieses Schema wird didaktisch durchgängig eingesetzt. In den ersten Kapiteln wird die Geschichte der Limnologie und ihre Gliederung in Fachbereiche abgehandelt. Die limnischen Lebensräume als eigenständige Ökosysteme sowie der Wasserkreislauf der Erde beschrieben. Hiernach folgen die Kapitel über das Grundwasser, die Quellen, die Fließgewässer und die stehenden Gewässer. In jedem dieser Kapitel werden die Entstehung, die Erscheinungsformen und die charakteristischen Eigenschaften, die Energie- und Stoffkreisläufe sowie die anzutreffenden Lebensgemeinschaften beschrieben. In den beiden letzten Kapiteln zum Teil I wird dies noch vertieft und auch die Abwehrmechanismen der Gewässer auf äußere Einflüsse dargestellt.

Die angewandte Limnologie wird im Teil II abgehandelt und beschreibt die Ziele der praxisorientierten Limnologie sowie die stofflichen und energetischen (Kühlwasser) Belastungen. Ein wesentlicher Aspekt ist der Reduzierung der Belastungen (z.B. Abwasserreinigung) gewidmet. Das vorliegende Buch beschreibt die Wiederherstellung geschädigter Gewässer, die von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie als "heavily modified" bezeichnet und deren Restaurierung gefordert wird. Weiterhin werden künstliche Seen (Stauseen) und ihre Bewirtschaftung angesprochen. In diesem Zusammenhang wird auch der Hochwasserschutz genannt, der jedoch, im Hinblick auf seine wirtschaftliche Bedeutung, leider zu kurz kommt. Hier wäre eine vertiefte Abhandlung der Ursachen und der möglichen Korrekturen im Verlauf der Fließgewässer (Stichwort: Schaffung von Retentionsräumen) wünschenswert. Im Kapitel 8 werden Grundlagen zur prognostischen Berechnung einiger gewässerrelevanter Kriterien beschrieben. Abschließend findet man umfangreiche Register zu Autoren, Sachworten und Organismen. Nicht vorhanden ist ein Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen mit Verweis auf die erstmalige Beschreibung. Die Abbildungen und Tabellen unterstützen die im Text getroffenen Aussagen. Gut gefallen hat auch die Nennung vertiefender Literatur zu Beginn eines jeden Kapitels.

Das Lehrbuch wendet sich an Studierende der Biologie mit Schwerpunkt Limnologie oder Ökologie sowie an Wasserwirtschaftler. Als Sachbuch und Nachschlagewerk ist es aber auch jedem zu empfehlen, der fundierte Kenntnisse über die Binnengewässer und deren Stellenwert für die menschliche Gesellschaft erwerben möchte.

M. Wunderlich, Koblenz

Hydrologie und Wasserbewirtschaftung H. 1/2004

Bespr.: Limnologica Band 34/1-2, 2004 top ↑

Das vorliegende Buch verdankt seine Entstehung den Vorlesungen, die der Autor in den Jahren 1992-1999 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gehalten hat. Es gliedert sich in zwei Teile: Der erste behandelt die Theoretische, der zweite die Angewandte Limnologie. Beide arbeiten den ausgesprochen interdisziplinären Charakter der Limnologie heraus.

Dem ersten Teil vorangestellt ist eine Einführung in die Geschichte der L,imnologie. Die folgenden Ausführungen behandeln deren Grundlagen, auf welchen die sich in Gewässerökosystemen abspielenden Prozesse beruhen. Grundwasser, Stand- und Fließgewässer werden in ihren Eigenarten beschrieben und charakterisiert. Abiotische Faktoren, Strukturbildung und Stoffhaushalt seien als Beispiele für Stichworte genannt. Dabei werden auch spezielle Gesichtspunkte berücksichtigt, wie etwa Klein- und Kleinstgewässer, Moore oder die geografische Verbreitung limnischer Organismen.

Im zweiten Teil geht der Autor auf angewandte Aspekte der Limnologie ein. Auch hier wird der Bogen weit gespannt und reicht von der Abwasserbehandlung über gewisserspezifische ökotoxikologische Fragen, die Renaturierung bzw. Sanierung von Fließ- und Standgewässern bis hin zur Ökologie von Talsperren und ihrer Bewirtschaftung. Dabei wird nicht nur das für ein Limnologielehrbuch obligatorische Spektrum an Pflichtthemen abgedeckt, sondern es finden darüber hinaus zahlreiche praxisrelevante Einzelthemen Berücksichtigung, wie etwa limnologische Prognosemodelle oder Gewässerversalzung.

Es kennzeichnet die vorliegende Darstellung, dass Theoretische und Angewandte Limnologie gleichberechtigt dargestellt sind und nicht das Eine auf Kosten des Anderen präsentiert wird. Beide Teile sind durch zahlreiche Querverweise miteinander verknüpft, wichtige Begriffe durch Fettdruck hervorgehoben. Zur Illustrierung werden Beispiele aus dem internationalen wie auch aus dem mitteleuropäischen Raum verwendet. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis sowie je ein Sach- und ein Organismenregister vervollständigen die Darstellung. Wichtige Überblicksliteratur wird zusätzlich am Anfang der einzelnen Kapitel genannt. Das schwarz-weiß gehaltene Layout orientiert sich am klassischen Lehrbuchstil. Ein lesefreundliches Schriftbild motiviert auch optisch zur Lektüre. Ungeachtet der immensen Fülle des Stoffes (fast 600 Seiten!) bleibt die Übersichtlichkeit gewahrt; trotzdem wäre bei einer Neuauflage zu erwägen, kurze kapitalweise Zusammenfassungen einzufügen.

Das Lehrbuch der Limnologie richtet sich gleichermaßen an (Haupt- und Nebenfach-) Studierende der Limnologie und an wasserwirtschaftliche Praktiker und dürfte als umfassende und kompetente Darstellung seinen festen Platz finden. Es bietet kein Fast Food, sondern seriös recherchierte Informationen zu einem mit Blick auf Umfang und Ausstattung durchaus günstigen Preis. Der neue "SCHÖNBORN" wird uneingeschränkt empfohlen.

CLAUS-JÜRGEN SCHULZ, Sondershausen

Limnologica Band 34/1-2, 2004, S. 68

Bespr.: Österreichs Fischerei 60. Jg. Heft 4 (April 2007) S. 108 top ↑

Die Limnologie beschäftigt sich mit der Ökologie der Binnengewässer. Das Buch ist in zwei große Bereiche gegliedert, und zwar in einen theoretischen und einen angewandten Teil. Im ersten Kapitel wird die Entwicklung dieser relativ jungen Wissenschaft beschrieben, deren Anerkennung als wissenschaftliche Disziplin heftige Diskussionen erforderte. Der theoretische Teil beschäftigt sich mit den einzelnen limnischen Lebensräumen. Es wird vor allem auf die Beziehungen der Organismen mit ihrer belebten und unbelebten Umwelt eingegangen. Immer wieder wird auf die vielfältigen Anwendungen der Limnologie in Wirtschaft und Umweltschutz hingewiesen. Der zweite, praktische und angewandte Teil befasst sich vor allem mit den heutigen Belastungen der Gewässer und zeigt Möglichkeiten auf, welche zu einer Verbesserung führen. Dies betrifft nicht nur den Bereich der Abwasserbehandlung, sondern auch den Flussbau und reicht bis zur Bewirtschaftung künstlicher Gewässer, wie Talsperren und Baggerseen. Gedacht ist dieses Lehrbuch in erster Linie als Unterlage für das Studium der Limnologie im Haupt- oder Nebenfach. Durch die übersichtliche Gliederung eignet es sich aber auch als Nachschlagewerk für einen wesentlich größeren Personenkreis aus Verwaltung und Wirtschaft, welcher sich im weitesten Sinn mit den Gewässern beschäftigt.

G. Schlott

Österreichs Fischerei 60. Jg., heft 4 (April 2007), S. 108

Inhaltsverzeichnis top ↑

Teil I Theoretische Limnologie (Grundlagen der Limnologie)
1. Zur Geschichte der Limnologie 1
2. Gliederung der Limnologie 7
3. Die limnischen Lebensräume als Ökosysteme 8
4. Der Wasserkreislauf 10
5. Das Grundwasser 16
5.1. Definition, Bildung des Grundwassers 16
5.2. Struktur der Grundwasser-Räume 17
5.3. Physik und Chemie 21
5.4. Lebensbedingungen im Grundwasser 23
5.5. Die Organismen des Grundwassers: ihre morphologischen,
physiologischen und ökologischen Besonderheiten 24
5.6. Herkunft der Grundwassertiere und die Zeit ihrer Einwanderung 31
5.7. Stoffhaushalt und Energiefluß in GrundwasserÖkosystemen 34
5.8. Belastung des Grundwassers 36
6. Die Quellen 39
6.1. Definition, geologischer Aufbau und geohydrologische Klassifikation 39
6.2. Physikalische und chemische Klassifikation 41
6.3. Der Chemismus der Akratopegen 42
6.4. Limnologische Klassifikation 45
6.5. Lebensbedingungen der Quellen 46
6.6. Die Organismen der Quellen 48
6.7. Herkunft der Quellbewohner 51
6.8. Anpassungen an die Quellbedingungen 51
6.9. Stoffhaushalt und Energiefluß 53
6.10. Thermalquellen 54
6.11. Verbauung und Belastung, Renaturierung und Wiederbesiedlung 57
7. Die Fließgewässer 63
7.1. Definition, Besonderheiten des Ökosystems ?Fließgewässer? 63
7.2. Die Strukturbildung der Fließgewässer im geomorphologischen Prozeß 65
7.2.1. Die ökologisch relevante Strukturbildung in den Fließgewässern 66
7.2.2. Morphologie 76
7.3. Wasserhaushalt 81
7.4. Physikalische und chemische Faktoren 83
7.4.1. Temperatur 83
7.4.2. Strömung 85
7.4.3. Licht 89
7.4.4. Der primäre Chemismus der Fließgewässer (geogen und abflußabhängig) 90
7.5. Biologie der Fließgewässer 91
7.5.1. Biozönotische Längszonierung 91
7.5.2. Querprofile 95
7.5.3. Plankton 95
7.5.4. Hyporheal 99
7.5.5. Morphologische Anpassungen 105
7.5.6. Verhalten als Anpassung 109
7.5.7. Die tierischen Ernährungstypen und ihre Verteilung 110
7.5.8. Die Instabilität der Habitate und die Besiedlungsdynamik 113
7.5.9. Organismische Drift und Gegenstrombewegung 121
7.5.10. Temporäre Fließgewässer 124
7.5.11. Die Wiederbesiedlungspfade der Fließgewässer nach Störungen 125
7.5.12. Biologie der Flußmündungen 125
7.5.13. Die Aue 129
7.6. Stoffhaushalt der Fließgewässer 138
7.6.1. Trophie und Saprobie 138
7.6.2. Sauerstoffhaushalt 144
7.6.2.1. Die atmosphärische Belüftung 144
7.6.2.2. Die biogene Belüftung 145
7.6.2.3. Die chemische Belüftung 146
7.6.2.4. Der Sauerstoffverbrauch 146
7.6.2.5. Die Sauerstoffbilanz 149
7.6.3. Kohlenstoffhaushalt 149
7.6.4. Stickstoffhaushalt 150
7.6.5. Phosphorhaushalt 152
7.6.6. Schwefelhaushalt 153
7.6.7. Transport und Retention gelöster und partikulärer Stoffe 154
7.6.8. Der Einfluß organischer Abwässer auf die Organismen 156
7.6.9. Natürliche Belastungen 161
7.7. Produktionsbiologie der Fließgewässer 168
7.7.1. Primärproduktion (PP) 168
7.7.2. Sekundärproduktion (SP) 170
7.7.3. Stoffkreislauf und Energiefluß 171
7.8. Allgemeine Aspekte der Fließgewässerbiologie und Zusammenfassung 176
7.8.1. River Continuum Concept (RCC) 176
7.8.2. Die Einheit des Fließgewässer-Ökosystems 178
7.8.3. Zusammenfassung über die Funktionen der Fließgewässer im globalen Wasser- und Stoffhaushalt 180
8. Die Standgewässer 181
8.1. Seen 182
8.1.1. Definition, allgemeine Charakterisierung 182
8.1.2. Entstehung der Seen 182
8.1.2.1. Seen vulkanischen Ursprungs 183
8.1.2.2. Seen tektonischen Ursprungs 183
8.1.2.3. Dammseen 185
8.1.2.4. Seen glazialen Ursprungs 186
8.1.2.5. Karstseen 188
8.1.2.6. Besondere Entstehungsweisen von Seen 188
8.1.3. Morphometrie 190
8.1.4. Wasserhaushalt 192
8.1.5. Geomorphologisch-ökosystemare Relation 194
8.1.6. Das Einzugsgebiet der Seen 196
8.1.7. Die Verbreitung der Seen 197
8.1.8. Seenalterung und Aufbau der Seen 198
8.1.9. Physikalische und chemische Faktoren 202
8.1.9.1. Temperatur und Wasserzirkulation 202
8.1.9.2. Wasserbewegungen 208
8.1.9.3. Licht (Strahlungsklima) 213
8.1.9.4. Sauerstoff und Kohlendioxid 216
8.1.9.5. Andere Gase im Gewässer 220
8.1.9.6. Kreisläufe der Elemente Stickstoff, Phosphor und Schwefel 223
8.1.9.6.1. Stickstoff 224
8.1.9.6.2. Phosphor 224
8.1.9.6.3. Schwefel 227
8.1.9.7. Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium und ihre Salze 230
8.1.9.8. Eisen und Mangan 231
8.1.9.9. Silizium 232
8.1.9.10. Organische Stoffe 233
8.1.10. Lebensgemeinschaft des Pelagials 237
8.1.10.1. Die Organismen und ihre Anpassungen 237
8.1.10.2. Die Vertikalwanderung 244
8.1.10.3. Phytoplankton 246
8.1.10.3.1. Wichtige Phytoplanktongruppen 246
8.1.10.3.2. Nährstoffe 246
8.1.10.3.3. Photosynthese und Primärproduktion des Phytoplanktons 251
8.1.10.3.4. Das Phytoplankton im Zusammenhang mit der pelagischen Umgebung 257
8.1.10.4. Bakterio- und Mykoplankton (mit Ausnahme Cyanobacteria) 258
8.1.10.5. Zooplankton 262
8.1.10.5.1. Wichtige Zooplanktongruppen 262
8.1.10.5.2. Ernährung 264
8.1.10.5.3. Produktion 268
8.1.10.6. Fische 271
8.1.10.6.1. Einteilung der Seen nach Leitfischen 271
8.1.10.6.2. Ernährung 272
8.1.10.6.3. Produktion 273
8.1.10.7. Piscivore Vögel 274
8.1.10.8. Piscivore Säugetiere 275
8.1.10.9. Die biozönotischen Beziehungen im Pelagial 275
8.1.10.10. Die Beziehungen zwischen Pelagial und Benthal 283
8.1.11. Lebensgemeinschaften des Benthals 289
8.1.11.1. Litoral 289
8.1.11.1.1. Litoraler Pflanzengürtel 289
8.1.11.1.2. Algenaufwuchs 293
8.1.11.1.3. Nährstoffhaushalt und Primärproduktion im Litoral 297
8.1.11.1.4. Bakterien 301
8.1.11.1.5. Zoobenthos 302
8.1.11.1.6. Das Litoral als übergeordneter Lebensraum 309
8.1.11.2. Profundal 314
8.1.11.2.1. Allgemeine Lebensbedingungen 314
8.1.11.2.2. Bakterien 319
8.1.11.2.3. Zoobenthos 319
8.1.11.2.4. Die Bedeutung des Profundals in der klassischen Limnologie 324
8.1.12. Paläolimnologie der Seen 326
8.2. Flachseen und Weiher 334
8.2.1. Allgemeine Charakteristik 334
8.2.2. Einige abiotische Faktoren 335
8.2.3. Plankton und Makrophyten 337
8.2.4. Produktion 338
8.2.5. Typische Besiedler von Flachgewässern 338
8.2.6. Sölle 339
8.3. Moore 340
8.3.1. Einführung 340
8.3.2. Entstehung und Charakterisierung der Moore 340
8.3.3. Moortypen 342
8.3.4. Flora und Fauna der Moore 345
8.3.5. Alter der Moore 347
8.3.6. Bedeutung der Moore für den Wasserhaushalt 348
8.3.7. Nutzung und Schutz der Moore 348
8.4. Kleingewässer 350
8.4.1. Einführung 350
8.4.2. Tümpel 351
8.4.3. Pfützen 358
8.4.4. Phytotelmen 359
8.4.5. Lithotelmen 362
8.4.6. Die Bedeutung der Culiciden (Stechmücken) in Kleingewässern 363
8.5. Organismen des Schnees und der Gletscher 365
8.5.1. Kryoflora 365
8.5.2. Kryofauna und ökosystemare Beziehungen 365
9. Geographie der Gewässer und die Verbreitung limnischer Organismen 367
9.1. Einführung 367
9.2. Fließgewässer 368
9.3. Seen 371
9.4. Geographische Aspekte der Verbreitung limnischer Organismen 376
9.5. Neophyten und Neozoen 378
10. Abwehrreaktionen der Gewässer gegen äußere Einflüsse 379
Teil II Angewandte Limnologie
1. Ziele der Angewandten Limnologie 383
2. Die anthropogen bedingte Belastung der Gewässer mit
organischen Abfällen und Pflanzennährstoffen sowie ihre Indikation 386
3. Herkunft und Reinigung des Abwassers 401
3.1. Wasserentnahme 401
3.2. Wasseraufbereitung 404
3.3. Wassertransport zu den Nutzern 407
3.4. Die Nutzung des Wassers und die Charakterisierung des Abwassers 408
3.5. Transport des Abwassers zur Kläranlage 410
3.6. Die technischen Kläranlagen 411
3.6.1. Die mechanische Reinigungsstufe 411
3.6.2. Die biologische Reinigungsstufe 412
3.6.2.1. Belebtschlammanlage 412
3.6.2.2. Tropfkörperanlagen 416
3.6.2.3. Vergleich zwischen Belebtschlamm- und Tropfkörperverfahren 418
3.6.3. Die dritte Reinigungsstufe 419
3.6.3.1. Stickstoffeliminierung 419
3.6.3.2. Phosphateliminierung 419
3.6.4. Die Schlammbehandlung 421
3.7. Naturnahe Kläranlagen und -verfahren 424
4. Biologie der anorganischen und toxischen anthropogenen
Belastungen der Gewässer 428
4.1. Schwermetalle 429
4.2. Synthetische Wasch- und Spülmittel (Detergentien) 433
4.3. Pestizide 434
4.4. Versauerung 441
4.5. Radioaktivität 444
4.6. Versalzung 446
4.7. Häufige Xenobiotika in den Gewässern (ausgenommen Pestizide und Detergentien) 451
4.8. Thermische Belastungen 454
4.9. Biotestverfahren 457
5. Grenzwerte und Monitoring 462
6. Wiederherstellung geschädigter Gewässer (Gewässertherapie) 467
6.1. Nutzung, Ausbau und Renaturierung von Fließgewässern einschließlich ihrer Auen 467
6.1.1. Nutzung und Ausbau der Fließgewässer 468
6.1.2. Naturnaher und ingenieurbiologischer Flußbau 478
6.1.3. Renaturierungsmaßnahmen 481
6.1.4. Renaturierungsmaßnahmen in der Aue 486
6.2. Restaurierung von Seen, einschließlich Sanierung der Einzugsgebiete 489
6.2.1. Therapieansätze bei Seen 489
6.2.2. Reaktionsverzögerung von See-Ökosystemen bei Nährstoffdrosselung 489
6.2.3. Die wichtigsten Restaurierungsmaßnahmen 490
6.2.4. Die Sanierung der Einzugsgebiete 495
6.2.5. Kalkung versauerter Gewässer 496
6.2.6. Renaturierung geschädigter Ufer und Schilfbestände 496
7. Künstliche Seen 498
7.1. Talsperren (Stauseen, engl reservoirs, dams) 498
7.1.1. Zur Geschichte der Talsperren 499
7.1.2. Unterschiede zum natürlichen See 499
7.1.3. Aufgaben und Bewirtschaftung der Talsperren 500
7.1.4. Aufbau von Talsperren 500
7.1.5. Erzeugung von Elektrizität durch Talsperren 504
7.1.6. Hochwasserschutz 504
7.1.7. Schichtung und Einschichtung in Talsperren 506
7.1.8. Sedimentation 506
7.1.9. Stoffhaushalt und Klärfunktion von Talsperren 508
7.1.10. Biologie der Stauseen 510
7.1.11. Zur Limnologie des Fließgewässers unterhalb der Sperrmauer 511
7.1.12. Nutzung der Reinigungsleistung von Talsperren 513
7.1.13. Restaurierung von Talsperren 514
7.1.14. Vor- und Nachteile von Stauseen 515
7.2. Baggerseen 515
7.3. Bergbaurestseen 516
8. Voraussage des Trophiegrades, der Wassergüte und des
Verhaltens von Kompartimenten limnischer Ökosysteme 519
8.1. Chlorophyllgehalt und Nährstoffkonzentration 520
8.2. Voraussage der Trophie von Stauseen 520
8.3. Voraussage des Sauerstoffgehaltes 522
8.4. Voraussage des Verhaltens von Ökosystem- Kompartimenten 524
Literaturverzeichnis 527
Sachregister 568
Organismenregister 581