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Artur Wittern:

Mineralfundorte und ihre Minerale in Deutschland. 2., revidierte Auflage

2005. VII, 288 Seiten, 182 Abbildungen, 17x24cm, 700 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65213-6, brosch.

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Contents

Bespr.: Zentralblatt für Geologie und Paläontologie Teil II Jahrg. 2005 Heft 5/6 top ↑

Die 1. Auflage des hier vorgestellten Buches (2001), das wie schon bereits 2002 erwähnt, eine große Lücke bei Büchern über Mineralfundorte in Deutschland schließt, fand bei Mineraliensammlern so großen Anklang, dass vier Jahre später der Druck einer zweiten Auflage erforderlich war.

Vergleicht man die beiden Auflagen miteinander, so fallen kaum Unterschiede auf. Daher kann die Rezensentin bezüglich des Inhalts auf die Besprechung der ersten Auflage verweisen (vorliegende Zeitschrift, 2002 (3/4), Ref. 375). Bei dem einen oder anderen Fundort kamen noch einige neue Mineralnamen (leider oft mit Tippfehlern) oder aktuelle Literaturangaben dazu. Änderungsvorschläge von Kollegen, wie z. B. für den Raum Brilon, nahm man nur z. T. mit auf. Den Hinweis der Rezensentin auf die bekannten Fundorte fossiler Pilze in Quarzen aus Warstein oder im Raum Langenthal (Rheinland-Pfalz) griff der Autor leider nicht auf, verbindet sich hier doch die Paläontologie mit der Mineralogie. Sachfehler korrigierte man unverständlicherweise nicht, sondern strich den dazugehörigen Text gleich mit (S. 76). Tippfehler blieben oft stehen (z. B. S. 80 ``der au6fblühende Strontianitbergbau'').

Insgesamt wirken sich die Unterschiede so gering aus, dass der Satzspiegel bis zum Beginn des Literatur- und Quellenverzeichnisses unverändert erhalten blieb. Bei diesem Verzeichnis fällt auf, dass die neu aufgenommenen Zitate fast ausschließlich nur aus den Mineraliensammler- Zeitschriften Der Aufschluss, Lapis oder Mineralien-Welt stammen.

Auf S. 171 schreibt der Autor immer noch von dem falschen Gesteinsnamen Porphyrit als das für die Mandelsteinfüllungen im Raum Idar-Oberstein relevante Gestein. Hier gibt es neue geowissenschaftliche Arbeiten, die sich mit den verschiedenen Vulkaniten eingehend beschäftigen, aber bei WITTERN keine Berücksichtigung fanden (nur als Beispiel: SCHMITT-RIEGRAF 1996). Die Palette der Namen reicht von Paläo-Latibasalt bis zum Paläo-Rhyodacit. Auch sind die schon 2001 aufgelassenen Steinbrüche Vollmersbach, Setz und Bernhard glücklicherweise (nicht ``leider''!) zwar zumeist mit Bauschutt oder Erdaushub verfüllt, aber immer noch als Mineralfundorte vorhanden (S. 177).

Insgesamt ist dieses mit einem Orts- und Grubenregister abgerundete Nachschlagewerk jedem Mineralienfreund zur Vorbereitung einer Mineralien-Exkursion in Deutschland zu empfehlen.

Die Mineralienbilder liegen leider weiterhin in schwarz-weiss vor (außer dem Umschlagbild). Den Käufer fordert man wie in der ersten Auflage auf der Buchrückseite wie ``auf den Spuren Dürers'' zur Handkoloration auf. Diese Aufforderung mutet zwar heute doch etwas plump an, aber man wollte offenbar den Preis, der in diesem Rahmen gerechtfertigt ist, in erschwinglicher Höhe halten.

C. SCHMITT-RIEGRAF

Zentralblatt für Geologie und Paläontologie Teil II Jahrg. 2005 Heft 5/6

Inhalt top ↑

1. Schleswig-Holstein und Hamburg 1
2. Niedersachsen 16
3. Harz 34
4. Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin 57
5. Ruhrgebiet und bergisches Land 65
6. Sauerland, Münsterland und Nordhessen 69
7. Sachsen-Anhalt und die angrenzende Oberlausitz 87
8. Aachener Revier, Nordeifel und Vulkaneifel 96
9. Siebengebirge und Westerwald 110
10. Siegerland und Dill-Lahn-Gebiet 115
11. Thüringen und sächsiches Vogtland 127
12. Sächsisches Granulitgebirge und Erzgebirge 143
13. Hunsrück, Untere Lahn und Taunus 174
14. Vogelsberg, Rhön, Spessart und Franken 185
15. Saarland und Pfalz 199
16. Odenwald nebst Randgebieten 207
17. Fichtelgebirge und Oberfpalz 215
18. Schwarzwald 230
19. Kaiserstuhl und Hegau 261
20. Bayerischer Wald 263
Literatur- und Quellenverzeichnis 272
Ortsregister 280
Grubenregister 285

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Dieses Buch stellt nunmehr in zweiter, aktualisierter Auflage als erstes seiner Art Mineralfundstellen in ganz Deutschland übersichtlich dar. Es möchte alle Mineralfreunde ansprechen, die es auch im 21. Jh. immer noch zum Sammeln auf die Bergbauhalden, in Steinbrüche, Ton- und Kiesgruben und an den Strand zieht. Es ist hilfreich für die Vorbereitung von Exkursionen, da es an Hand von Kartenskizzen über die Lage von Fundstellen und ihre Minerale informiert. Mit Fundort- und Grubenregister. Zahlreiche Mineralzeichnungen runden das Werk ab.