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Ernst-Rüdiger Look; Horst Quade:

Faszination Geologie

Die bedeutendsten Geotope Deutschlands
2. überarbeitete Auflage

Hrsg.: Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e.V.

2007. 2. Auflage, XII, 175 Seiten, 209 Abbildungen, durchgehend farbig, 21x27cm, 970 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65221-1, gebunden, price: 39.00 €

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geotope

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Deutschland ist reich an geologischen Schätzen. "Faszination Geologie" lädt ein, diese an ausgesuchten Stellen zu entdecken. Solche, an denen die erdgeschichtlichen Bildungen besonders gut zu sehen sind, werden als Geotope bezeichnet. Sie umfassen künstliche oder natürliche Aufschlüsse wie Steinbrüche oder Steilhänge, aber auch einzelne Naturschöpfungen wie Findlinge oder ganze Landschaftsteile wie Küstenregionen oder Gebirge. Im bereits in 2. überarbeiteter Auflage vorliegenden, durchgängig vierfarbigen Buch werden die bedeutendsten Geotope Deutschlands vorgestellt. Wie in einem Reiseführer werden diese von Norden nach Süden beschrieben und geologische Bedeutung dargestellt. Es lädt ein, eine geologische Reise durch Deutschland zu unternehmen. Hervorgegangen ist das Buch aus einem Wettbewerb der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e.V. Die Öffentlichkeit und die Fachwelt waren aufgerufen, Geotope von herausragender Bedeutung vorzuschlagen und für jeden verständlich zu beschreiben. Insgesamt wurden aus den zahlreichen Vorschlägen 77 von einer Fachjury ausgewählt, die als die bedeutendsten Geotope in Deutschland angesehen werden können. Das Buch gibt der interessierten Öffentlichkeit einen Leitfaden an die Hand, das Werden und Vergehen des Untergrundes von Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.

Bespr.: umweltjournal 11.07.06 top ↑

Köln, 7. Juli 2006. Mehr als vier Milliarden Jahre Erdgeschichte haben ihre Spuren in Deutschland hinterlassen. Deutschland ist reich an geologischen Kostbarkeiten und erdgeschichtlichen Sensationen, die grade jetzt in der Ferienzeit besonders reizvolle Reiseziele für Naturbegeisterte bieten können. Mit dem Buch "Faszination Geologie" ist erstmals ein Führer zu den bedeutendsten und schönsten geologischen Schätzen Deutschlands erschienen.

Wie in einem Reiseführer werden diese sogenannten "Geotope" von Norden nach Süden beschrieben. Die Orte sind allerdings allein mit der im Buch vorhandenen Lagekarte nicht so einfach auffindbar. Zusätzliches Kartenmaterial oder Tipps, wie die im Buch aufgeführten Internetseiten, sollten vor dem Besuch benutzt werden, um sicher ans Ziel zu gelangen.

Die jeweiligen Erläuterungen zu den geologischen Natursensationen sind kurz, leicht verständlich und oft spannend geschrieben. Insgesamt werden 77 Geotope mit farbigen Fotos und Abbildungen vorgestellt. Also auf geht's, rein nach dem Motto "Deutschland ist auch schön"! Von Helgolands "Langen Anna", zu den Kreidefelsklippen der Insel Rügen und über den gigantischen Kölner Braunkohletagebau zu einem Besuch beim kleinen Urpferdchen nach Messel bei Darmstadt, bis hin nach Solnhofen zum Urvogel und zu Gast am "Teufelstisch" im Pfälzer Wald oder mit Goethe und Heine einmal um den "Brocken" im Harz. Bei solch attraktiven Angeboten fällt die Wahl für einen Tagesausflug oder Ferien­aufenthalt gar nicht so einfach!

Hervorgegangen ist das Buch aus einem Wettbewerb der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover. Öffentlichkeit und Geowissenschaftler waren aufgerufen, Geotope von herausragender Bedeutung vorzuschlagen und verständlich zu beschreiben. Insgesamt wurden aus den zahlreichen Vorschlägen 77 von einer Fachjury ausgewählt, die als die bedeutendsten Geotope in Deutschland angesehen werden können.

Dr. Thomas Wardenbach

umweltjournal 11.07.06

Umweltjournal Thomas Wardenbach

Bespr.: GMIT Nr. 29 - September 2007 top ↑

Die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover hatte 2004 zu einem Wettbewerb zur Erfassung und Ausweisung der 50 bedeutendsten Geotope in Deutschland aufgerufen. Die Erwartungen wurden übertroffen: Zunächst lagen 180 Geotope zur Bewertung und Prämierung vor. Schließlich wurden 77 Geotope bzw. Geotop- Landschaften als ``Nationale Geotope'' ausgezeichnet. Einige von ihnen gehören inzwischen auch zum UNESCO-Weltkulturerbe, wie das Nördlinger Ries, das Wattenmeer, der Rammelsberg und die ehemalige Grube Messel. Der vorliegende Band möchte Geotope als Ziele für Exkursionen vorstellen. In dieser Zusammenstellung werden Fossilfundpunkte oder Schichtenprofile nicht erfasst, da sie anderweitig geschützt werden müssen. Grundsätzlich ist zu bedauern, dass der Geotopschutz bis heute in Deutschland nicht gesetzlich geregelt ist, obwohl Interessenkollisionen mit Steine-Erden- Abbaubetrieben praktisch auszuschließen sind. Die Zahl der Geotope schwankt in den einzelnen Bundesländern erheblich. Im norddeutschen Flachland gibt es nur wenige; sie beschränken sich auf die Nord- und Ostseeküste, die Felseninsel Helgoland sowie Torf-Abbaue.

Die durchweg ausgezeichneten Buch-Abbildungen zeigen - z.T. in Luftaufnahmen - Objekte wie den Muskauer Faltenbogen, Felsgruppen wie die Säulenbasalte von Kirchen/Sieg und aus dem Erzgebirge, Saurierfährten (von Münchehagen bei Hannover), große Findlinge, ehemalige Bergbaubetriebe wie den Rammelsberg, die Lehestener Schiefergruben und die Steinkohlen gruben bei Witten/Ruhr, Felsenmeere im Odenwald und die Eifel als das ``Land der Vulkane''. Beispiele für geologische Landschaften sind die Alpen bei Berchtesgaden mit der Partnachklamm. Der aktive Bergbau ist durch den Braunkohlentagebau vom Niederrhein vertreten.

Der Band ist ein gut erläutertes ``Geologisches Bilderbuch'', das auch bei Nicht-Geologen Verständnis für die Geologie und den unbedingt erforderlichen Geotopschutz wecken sollte.

GMIT Nr. 29, September 2007

Bespr.: spektrum.de top ↑

Gesteine sind wie Buchstaben - die Buchstaben vom Text der Erdgeschichte. Die imposanten Felsen bei Rathen in der Sächsischen Schweiz beispielsweise sind ein hundert Millionen Jahre alter Meeresgrund, der mittlerweile von Wind und Wetter ziemlich angeknabbert ist. Übrig blieben nur die charakteristischen schroffen Felstürme von Bastei und Rauschentor. Andernorts im Schwarzwald frisst sich das kleine Flüsschen Wutach seit dem Ende der Eiszeit vor 12 000 Jahren in den Untergrund: 35 Kilometer weit und fast 200 Meter tief ist es mittlerweile gekommen - legte bei diesem Tagwerk ganz nebenbei unzählige farbige Gesteinsschichten frei, die Zeugnis über eine ganze Milliarde Jahre Erdgeschichte geben.

Das sind nur zwei von 77 so genannten Geotopen, die in dem Buch "Faszination Geologie" von Ernst-Rüdiger Look, Horst Quade und Rainer Müller beschrieben werden. Die ausgewählten steinernen Zeugen der Erdgeschichte sind erst vor einem Jahren von der Akademie der Geowissenschaften in Hannover zu schützenswerten nationalen Gesteinsformationen gekürt und alsbald in diesem Reiseführer der besonderen Art der Öffentlichkeit präsentiert worden. Er führt den Leser quer durch Deutschland von einer Sensation der Erdgeschichte zur nächsten: Kaum zu glauben, dass wir das alles wirklich vor unserer Haustür haben.

Jedes Geotop wird auf zwei Seiten von einem Fachautor ausführlich beschrieben. Neben großformatigen Farbfotografien erläutern auch ab und zu Zeichnungen oder geologische Blockbilder die Entstehungsgeschichte der Gesteinsaufschlüsse. Mithilfe einer Lagekarte der beschriebenen Lokalitäten, einer geologische Übersichtskarte und einer Tabelle der erdgeschichtlichen Formationen kann sich der Leser einen groben Überblick verschaffen.

Beim Lesen der Texte merkt man allerdings deutlich, dass hier Fachautoren am Werk waren. Sie bemühen sich zwar redlich um Verständlichkeit, aber das Korsett ihrer Fachterminologie konnten sie doch noch nicht abstreifen. Da das Buch kein Glossar hat, ist es für Leser ohne Grundkenntnisse in Geologie schwierig zu lesen. Für den Hobby-Geologen ist es aber eine wunderbare und vor allem fachlich einwandfreie Zusammenstellung der wichtigsten Fakten zu diesen besonderen Orten der Erdgeschichte Deutschlands. Literaturhinweise und Links ermöglichen es zudem, tiefer in die Materie einzusteigen oder einfach nur einen Ausflug zu seinem Lieblingsgeotop besser zu planen.

Die erste Auflage von "Faszination Geologie" war innerhalb weniger Monate vergriffen. Für die zweite Auflage wurde das Layout komplett überarbeitet, und diese Arbeit hat sich gelohnt. Etliche Fotos wurden durch bessere ersetzt oder vergrößert. Viele Einzelheiten sind jetzt deutlicher zu erkennen, und die Qualität der Bilder ist einheitlicher. Leider tauchen in der zweiten Auflage aber einige Zeichnungen nicht mehr auf, die vorher die Entstehungsgeschichte mehrerer Geotope sehr plastisch illustriert hatten. Im Fall des Meteoritenkraters des Nördlinger Ries muss man sogar sagen, dass die geologische Karte der ersten Auflage den Geotop viel anschaulicher beschrieben hat als die neue Grafik.

Alles in allem ist die Überarbeitung der zweiten Auflage aber ein Gewinn für das Buch. Es ist jetzt nicht mehr nur ein Geheimtipp für Eingeweihte, sondern eine Schatzkiste für alle, die die aufregenden Geschichten unserer Landschaften entdecken möchten und sich Inspirationen für ihren nächsten Kurzurlaub in Deutschland holen wollen.

Sabine Knapp

spektrumdirekt.de

Bespr.: der Aufschluss Jg. 58/2, 2007, S. 121-122 top ↑

Während Biotope seit einigen Jahrzehnten schon als schützenswerte Ausschnitte der Natur fest im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert sind, fristen Geotope derzeit eher noch ein Schattendasein. Die von LOOK & FELDMANN redigierte Buchpublikation "Faszination Geologie. Die bedeutendsten Geotope Deutschlands" könnte dazu beitragen, Geotope und damit auch die geowissenschaftliche Forschung stärker als bisher ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. In Zeiten eines rasanten globalen Wandels dürfte es den meisten Zeitgenossen auch nicht schwer fallen, das System Erde in seiner Dynamik zu begreifen und gleichzeitig das gegenwärtige Bild unseres Planeten Erde als Momentaufnahme in einer mehr als vier Milliarden Jahre langen Erd- und Lebensgeschichte zu sehen.

Als Geotope werden im Wesentlichen herausragende geologische und paläontologische Aufschlüsse und Aufschlussregionen, bemerkenswerte Landschaften und markante Felsbildungen sowie Zeugnisse der Menschheitsgeschichte, wie Spuren des Altbergbaus, vorgestellt. Wie zahlreiche Negativbeispiele der Vergangenheit zeigen, bedürfen auch Zeugnisse der Geospähre eines besonderen Schutzes, damit sie der Nachwelt erhalten bleiben. Mit dem vorliegenden Buch, das von der Akademie der Gewissenschaften zu Hannover e.v. herausgegeben wurde, wird eine Auswahl von 77 Geotopen vorgestellt, die auf 180 eingereichten Vorschlägen beruht. Einige dieser Geotope gelten sogar als Kandidaten zur Aufnahme in die Liste der UNESCO-Welterbestätten. Im Vorwort wird bei der vorgenommenen Auswahl als Hauptkriterium das öffentliche Interesse hervorgehoben. Dort heißt es "Nicht alle (Geotope) aber sind so gut erhalten, so anschaulich und so leicht zugänglich, dass sie das Interesse eines breiteren Publikums finden würden." Diese wurden dann zugunsten von auch touristisch relevanten Geotopen zurückgestellt.

Ein "Kurzer Abriss der Geologie von Deutschland" (D. HENNINGSEN) führt in das Thema ein. Die einzelnen Geotope werden anschließend Bundesland für Bundesland von Norden nach Süden, beginnen mit Schleswig-Holstein und endend mit Bayern, durch nicht weniger als 89 Textautoren vorgestellt. Letztere sind zumeist Geowissenschaftler, die an geologischen Landesämtern, Universitäten, naturkundlichen Museen oder Geoparks tätig sind. In der Regel ist jedem Geotop eine Doppelseite gewidmet, jeweils eine Foto- und eine Textseite. Den großformatigen Farbfotos wurden zumeist weitere Abbildungen, überwiegend im Briefmarken-Format, an die Seite gestellt, um eine möglichst informative Bildaussage zu gewährleisten. Zur weiteren Information wird auf Internetseiten und auf ein bis zwei Literaturzitate verwiesen. Auf einer Deutschland-Karte wird jeweils das betreffende Bundesland mit dem entsprechenden Geotop markiert.

Um dem am vorliegenden Buch Interessierten einen Einblick in die Vielfalt der ausgewählten Geotope zu geben, werden im Folgenden einige Beispiele genannt; auch die Anzahl der vorgestellten Geotope je Bundesland wird in Klammern angegeben. Vielleicht befinden sich unter den genannten Geotopen auch solche, die dem potentiellen Leser des Werkes bekannt sind und über die er längst schon nähere Informationen wünscht. Vielleicht gibt die Publikation manchem Leser aber auch erst den Anstoß, einige der genannten Geotope selber in Augenschein zu nehmen und sich unter geowissenschaftlichen Aspekten darauf einzulassen. Schon damit wäre ein wichtiges Anliegen von Herausgebern und Autoren erfüllt.

Für Schleswig-Holstein (3) seien hier die Nordsee-Insel Helgoland, die einem Salzkissen im Untergrund seine Existenz verdankt, und das Morsum-Kliff auf Sylt genannt. Niedersachsen (6) bietet neben dem Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer", einem faszinierenden amphibischen Lebensraum, die Saurierfährten bei Münchehagen und das mehr als tausendjährige Bergwerk Rammelsberg bei Goslar. Die Kreideküste von Jasmund auf Rügen, die jährlich tausende von Besuchern anzieht, ist zweifellos das "Highlight" unter den Geotopen in Mecklenburg-Vorpommern (3). Brandenburg (2) wurde durch die Eiszeiten geprägt; eines der ausgewiesenen Geotope ist der "Kleine Markgrafenstein", ein ungewöhnlich großer Findling. Für Sachsen- Anhalt (3) wären das Bodetal im Harz mit Hexentanzplatz und Rosstrappe sowie die Teufelsmauer im nördlichen Harzvorland, der "klassischen Quadratmeile der Geologie", zu nennen. Zu fragen ist allerdings, warum Geotope in Sachsen-Anhalt auf den Harz und Harznordrand beschränkt bleiben. Denn neben den ausgewählten "klassischen" Aufschlüssen gibt es in diesem Bundesland noch eine Vielzahl weiterer vorzeigbarer Geotope. Für Nordrhein- Westfalen (11), neben Baden-Württemberg und Bayern das an ausgewählten Geotopen "reichste" Bundesland, sollen hier das Siebengebirge bei Bonn, als ältestes Naturschutzgebiet Mitteleuropas von besonderer Bedeutung, die Externsteine im Teutoburger Wald und der Braunkohlentagebau Hambach, "Europas größtes Loch", genannt werden. Weltberühmt wurde Hessen (4) mit der Grube Messel bei Darmstadt, seit 1995 auf der "World Heritage List" der UNESCO, die eine außergewöhnliche eozäne Flora und Fauna geliefert hat, von den Fossilfunden übrigens vergleichbar dem Geiseltal bei Halle in Sachsen-Anhalt. Unter den Geotopen Thüringens (6) seien genannt der "Bohlen" bei Saalfeld, der "Thüringer Schieferpark Lehesten" und der Travertin von Weimar-Ehringsdorf mit Funden, die eine frühe Phase der Menschheitsentwicklung belegen. Sachsen (7) wartet gleich mit drei Geotopen auf, in denen Basaltsäulen zum markantesten Inventar gehören. In einem von ihnen, dem Scheibenberg, der "Wiege der Geologie" trug sich vor etwa 200 Jahren der "Neptunistenstreit" zu, den Abraham Gottlob WERNER auf der Seite der Neptunisten anführte. Zu den touristisch gut erschlossenen Geotopen in Sachsen zählt schließlich noch das Elbsandsteingebirge. Rheinland-Pfalz (6) mit seiner Eifel-Vulkanlandschaft bietet als Geotope die Dauner Maare auf. Auch der "Teufelstisch" bei Hinterweidenthal im Pfälzer Wald, der als Abbildungsvorlage für das Titelbild ausgewählt wurde, ist ein weit bekanntes Naturdenkmal. Mit nur einem Geotop, nämlich der Saarschleife bei Mettlach, ist das Saarland (1) vertreten. Für Baden-Württemberg (11) ist es nicht leicht, zwei oder drei Beispiele auszuwählen, da mehrere der aufgeführten Geotope weit über das Bundesland hinaus im öffentlichen Bewusstsein verankert sind. Zu nennen sind der Feldberg und die Wutachschlucht im Schwarzwald, der "Posidonienschiefer" von Holzmaden mit seiner einzigartigen Fossilüberlieferung und die Karstlandschaft Blaubeurer Alb mit dem "Blautopf". Bayern (14), das zuletzt vorgestellte Bundesland, ist von der Anzahl der ausgewählten Geotope der unbestrittene Spitzenreiter, nicht zu Unrecht, wenn man nur die ersten drei vorgestellten nennt: den "Bayerischen Pfahl", den Meteoritenkrater "Nördlinger Ries" und das Altmühltal mit den Solnhofener Plattenkalken.

Bereits die hier nur schlaglichtartige Nennung einiger weniger und zumeist überregional bekannter Geotope deutet an, mit welchen Naturschönheiten bei einer Reise durch Deutschland zu rechnen ist und dass ein Urlaub innerhalb der Landesgrenzen unter geologischen Vorzeichen seinen ganz besonderen Reiz haben kann. "Faszination Geologie" wendet sich ausdrücklich an eine breite Öffentlichkeit, um die Sinne für das "Kulturerbe Natur" und für den erdgeschichtlichen Wandel, wie er in einer Vielzahl von Momentaufnahmen dargeboten wird, zu schärfen. Der Leser wird auch aufgefordert, sich ein eigenes Urteil über die Schutzwürdigkeit der zahlreichen in Deutschland ausgewiesenen Geotope zu bilden nach der Devise, dass wir - jeder einzelne von uns - nur das schützen können oder auch nur für schützenswert erachten, was wir im wahrsten Sinne des Wortes auch "be-greifen".

Zum Schluss sollen auch ein paar kritische Anmerkungen nicht fehlen. Bei einigen der von einer Fachjury ausgewählten Geotope stellt sich natürlich die Frage, welche Kriterien bei deren Auswahl angelegt worden sind und welche stichhaltigen Begründungen sich für den Ausschluss anderer Geotope nennen lassen. Was die Erläuterungstexte betrifft, so haben sich in einige Beiträge Schreibfehler und gelegentlich auch sachliche Fehler eingeschlichen, die bei einer zweiten Auflage korrigiert werden müssten. Ein echtes Ärgernis ist die Bildqualität nicht weniger Abbildungen. Immerhin lebt die Dokumentation der "bedeutendsten Geotope Deutschlands" vor allem von den großformatigen und durchweg farbigen Fotos. Sie sind nicht zuletzt die Werbeträger dieses lobenswerten Geotop-Projekts! Da für die Publikation bzw. über diese Publikation für die Geotope eine breite Öffentlichkeit interessiert oder gar begeistert werden soll, sollten gerade die Abbildungen höchsten fotografischen Ansprüchen genügen, wie es bei vergleichbaren Bildbänden mit kulturgeschichtlichem Hintergrund mittlerweile selbstverständlicher Standard ist. Leider kommen nicht wenige der Fotos als mittelmäßige bis schlechte, teilweise unscharfe Amateuraufnahmen daher. Hier liegt eine große Schwäche dieses vom Anspruch her gar nicht hoch genug einzuschätzenden Buches. Leider wurde hier eine große Chance vertan, denn das Ungleichgewicht zu Ungunsten des Fototeils schmälert das Gesamtprojekt gewaltig. Bei einer Neuauflage sollten deshalb für die Fotobeiträge, wie es bei den Textbeiträgen schließlich gelungen ist, ebenfalls "Profis" gewonnen werden, die Maßstäbe setzen. Es gibt in dem Band doch hoffnungsvolle Beispiele dafür, z.B. die Fotos auf den Seiten 18, 56, 90 oder 112. Andernfalls darf sich die "Geo-Gemeinde" nicht wundern, wenn sie öffentlich nicht oder nur unzureichend wahrgenommen wird.

Norbert HAUSCHKE, Halle (Saale

der Aufschluss Jg. 58/2, S. 121-122

Bespr.: der Aufschluss Ausg. 2 März/April 2008 Jg. 59, S. 102 top ↑

Schon im Jahr nach Erscheinen der Erstauflage von „Faszination Geologie. Die bedeutendsten Geotope Deutschlands“ (2006) wurde von der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e.V. eine Neuauflage vorgelegt. Das „außerordentliche Interesse an einer verständlichen Präsentation von Zeugen der Erdgeschichte in Deutschland“ habe diese 2. Auflage notwendig gemacht, heißt es im Vorwort. Weiter ist da zu lesen: „Anregungen und Anmerkungen von Lesern und Fachkollegen haben den Verlag und die Herausgeber veranlasst, für die 2. Auflage … einzelne Texte und Bilder zu überarbeiten …“. So liegt die 2. überarbeitete Auflage nunmehr in deutlich gewandelter Form vor. Der jetzt freundlichere hellblaue Einband des Buches signalisiert dem potentiellen Nutzer, dass er die Neuauflage in Händen hält. Im Redaktionsteam hat es gegenüber der 1. Auflage Veränderungen gegeben; diesem gehört neben Ernst-Rüdiger LOOK jetzt Horst QUADE an, und für die Bildbearbeitung zeichnet Rainer MÜLLER verantwortlich.

Da im Aufschluss, 58 (2, S. 121-122), über die Zielsetzungen und den Inhalt der 1. Auflage bereits ausführlich referiert worden ist, kann hier darauf verwiesen werden, zumal am Gesamtkonzept keinerlei Änderungen notwendig waren. Positiv anzumerken ist, dass die in der 2. Auflage nunmehr farbig angelegte stratigraphische Tabelle im Verein mit der Geologischen Übersichtskarte von Deutschland den zeitlichen und regionalen Rahmen des Buches mit einem Blick erfassbar macht. Leider wurde darauf verzichtet, einen Hinweis auf die Quelle der aktualisierten Altersdaten zu geben. Die Textautoren hatten die Möglichkeit, ihre Beiträge noch einmal durchzusehen und geringfügige Verbesserungen oder Änderungen vorzunehmen, was in vielen Fällen auch geschehen ist. Ein wesentlicher Kritikpunkt waren bei der 1. Auflage die teilweise amateurhaften Bildvorlagen. Hier wurden grundlegende Verbesserungen erzielt durch Bildbearbeitung und den teilweisen Austausch qualitativ unzureichender Abbildungen. Frühere Briefmarkenformate werden jetzt in der Regel unter optimaler Nutzung des verfügbaren Platzes in größerem Maßstab dargestellt, wodurch der Informationsgehalt deutlich erhöht werden konnte. Bei zwei Abbildungen sei jedoch eine kritische Anmerkung erlaubt. So hat sich der Rezensent bei der Abbildung auf S. 54 vergeblich bemüht, die „deutlich sichtbaren Rippelmarken“ zu erkennen. Schließlich hätte dem an sich gelungenen Foto auf S. 126, das den Blautopf zeigt, eine weitere Abbildung beigegeben werden müssen, die das namengebende Blau dieses Quellteiches in seiner verführerischen Intensität auch wirklich zeigt. Nur in diesem wirklich ganz realen Blau ist die „Schöne Lau“ in ihrem Element. Geht es bei diesem Buch nicht letztendlich um Sichtbarmachung?

Ungeachtet dieser marginalen Kritikpunkte ist dieses Buchprojekt gar nicht hoch genug einzuschätzen, insbesondere mit Blick auf die Außenwirksamkeit der Geowissenschaften. Hier wurde ein überaus wichtiger Schritt in Richtung Öffentlichkeit getan. Steht zunächst einmal der Schutz und die Erhaltung besonders schützenswerter und einem breiten Publikum zugänglicher Geotope im Vordergrund, so ist doch stets im Auge zu behalten, dass mit diesem ansprechenden Band natürlich auch die angemessene Wahrnehmung der Geowissenschaften durch die Politik und durch eine möglichst breite Öffentlichkeit geschärft werden sollte.

Ein direkter Vergleich beider Auflagen zeigt, dass die energisch in Angriff genommene Überarbeitung der 1. Auflage einen echten Gewinn für den Nutzer des Buches gebracht hat. Die neue Präsentation macht wirklich neugierig darauf, die in Text und Bild vorgestellten Geotope mit eigenen Augen zu erleben. Der „Faszination Geologie“ ist in seiner Neuauflage deshalb eine breite Leserschaft zu wünschen. Das Buch sollte zum festen Bestand jeder wohl sortierten Buchhandlung gehören und darf in keiner öffentlichen Bibliothek fehlen. Darüber hinaus eignet es sich hervorragend als anspruchsvolles Geschenk – warum nicht auch für Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien? – und wird sicherlich in manche Privatbibliothek Einzug halten.

Norbert HAUSCHKE, Halle (Saale)

der Aufschluss Ausgabe 2 März/April 2008 Jg. 59

Bespr.: POLLICHIA-Kurier 24 (1) - 2008, Seite 74 top ↑

Ein Buch mit dem Teufelstisch auf der Titelseite! Da wird so mancher Leser denken „Das kann doch nur eine Publikation der POLLICHIA sein!“. Aber weit gefehlt, der vorliegende Band hat nichts mit der POLLICHIA zu tun, auch wenn das auf unserem Logo zu findende Geotop auf der Titelseite prangt. Es handelt sich bei dem hier vorgestellten Werk um eine Publikation der Akademie der Geowissenschaften in Hannover e.V.

Ziel des Werkes, dessen Erstauflage von 2006 innerhalb weniger Monate vergriffen war, ist es den Reichtum Deutschlands an geologischen Schätzen für ein breites Publikum darzustellen. Dazu beschreiben jeweils regional erfahrene Autoren 77 Geotope, die sich wie folgt auf die einzelnen Bundesländer verteilen: Schleswig Holstein (3), Niedersachsen (6), Mecklenburg-Vorpommern (3), Brandenburg (2), sachsen-Anhalt (3), Nordrhein-Westfalen (11), Hessen (4), Thüringen (6), Sachsen (7), Rheinland-Pfalz (6), Saarland (1), Baden-Württemberg (11), Bayern (14). Die meisten Beiträge umfassen eine Seite mit Abbildungen und eine Seite mit kurzen erläuternden Texten (wenige Beiträge [z.B. Altmühltal, Durchbruchstal der oberen Donau] sind aber auch etwas ausführlicher und umfassen dann 4 Seiten). Zudem beinhaltet das Werk eine auf die wesentlichen Einheiten reduzierte Darstellung der stratigraphischen Tabelle von Deutschland, eine geologische Übersichtskarte, sowie einen kurzen, 3-seitigen Abriss der Geologie von Deutschland.

Die Auswahl der dargestellten Geotops erfolgte im Rahmen eines Wettbewerbs der Akademie der Geowissenschaften in Hannover e.V., durch eine Jury der Akademie unter Beteiligung der geologischen Dienste der einzelnen Bundesländer. In diesem Wettbewerb konnten sich die folgenden Geotope aus Rheinland-Pfalz durchsetzen: die Dauner Maare, die Vulkane der Eifel, die Loreley und das Mittelrheintal, der Basaltkegel „Druidenstein“ bei Kirchen/Sieg, der Kaltwassergeysir bei Andernach am Rhein, und, als einziges pfälzisches Geotop, schließlich der Teufelstisch bei Hinterweidenthal.

Das Werk zeigt dabei hervorragend wie vielfältig und beeindruckend die geologischen und paläontologischen Zeugen der Erdgeschichte in Deutschland sind und lädt ein diese aus erster Hand zu entdecken. Es ist daher vor allem für naturkundlich interessierte Laien sehr zu empfehlen und kann sicherlich bei der Planung und Vorbereitung von Exkursionen und Urlaubsreisen sehr behilflich sein, ohne jedoch ausführlichere Spezialiteratur zu den einzelnen Geotopen ersetzen zu wollen.

PD Dr. Dieter Uhl, Neustadt an der Weinstraße

POLLICHIA-Kurier 24 (1) - 2008, Seite 74

Bespr.: Mittl. d. Verb. d. dtsch. Höhlen- u. Karstforscher e.V. Nr. 4/2007 top ↑

Beide Verfasser, Präsident und Geschäftsführer der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover, haben als ausgewiesene Kenner der Materie nunmehr die 2. Auflage der „Faszination Geologie“ vorlegt.

Geotope sind Teil des Naturerbes der Menschheit, sie beschreiben Momentaufnahmen der andauernden Entwicklung und Veränderung unseres Planeten. Es sind schützenswerte geologische Phänomene, natürlich entstanden oder anthropogen überprägt, Teil einer Naturoder Kulturlandschaft, die auch dem interessierten Laien zugänglich sind. Oft sind Geotope zugleich Biotope mit schützenswerten Pflanzen- oder Tiergesellschaften. Einige Geotope sind auch UNESCO-Welterbestätten.

Nach einem Vorwort, einer stratigraphischen Tabelle und einer geologischen Übersichtskarte von Deutschland folgt ein kurzer Abriss der Geologie von Deutschland und die Übersichtskarte der bedeutendsten 77 Geotope Deutschlands. Die Geotopbeschreibungen dieses Buches haben die Verfasser nicht nach wissenschaftlichen Kriterien sortiert, sondern entsprechend der geographischen Lage in den Bundesländern von Norden nach Süden beschrieben.

Jedes Geotop wird auf in der Regel zwei Buchseiten vorgestellt: links findet sich eine großformatige Farbabbildung mit einer wesentlichen Besonderheit, einer Übersichtsaufnahme oder einem Detail des Geotopes, rechts folgt ein einseitiger, selten bis zweiseitiger Text mit geographischer Lageskizze innerhalb Deutschlands und am Textende weiterführende Literaturzitate und relevante Internetadressen.

Die Aufnahme in dieses Werk erfolgte durch einen Wettbewerb – somit beschließt das Werk die Liste der Jurymitglieder, der stellvertretenden Jurymitglieder, der Redaktion sowie der Text- und Bildautoren. Schlagkräftige, markante Text-Überschriften sind ein Kennzeichen dieses Werkes. Nur einige Beispiele: „Wege in den Untergrund“ – ein Karstgeotop; „Eine Landschaft ertrinkt“ – ein Moorgeotop; „Fußabdruck eines Gletschers“ – ein Eiszeitgeotop; „Versteinerte Glut, erloschenes Feuer“ – Vulkanreste; „Europas größtes Loch“ – ein Tagebau; „Die Flucht des Wassers aus der Tiefe“ – ein Kaltwassergeysir; „Der Kampf um das Wasser“ – ein Flussdurchbruchstal.

„Eine Landschaft löst sich auf“ ist die Überschrift für die Karstlandschaft Blaubeurer Alb mit dem Blautopf. Dies zeigt: es ist ein interessantes, lesenswertes Buch auch für Höhlen- und Karstforscher, das zum besseren Verständnis geologischer Vorgänge und Entwicklungen beiträgt. Die Besonderheiten der Geotope finden sich schon in der Überschrift. Das Werk stellt die 77 Geotope so vor, dass sie auch für den interessierten Laien zu einem Anziehungspunkt geowissenschaftlichen Interesses werden. Der Wissenschaftler weiß und der Laie lernt: die Erde und ihre vorgestellten Geotope sind noch in Bewegung, in Aufbau, Hebung oder Absenkung und Zerfall. Zusammengefasst: ein Buch, dem eine weite Verbreitung sicher ist und das zu Geotop-Besuchen einlädt.

Stephan Marks

Mitteilungen d. Verbandes d. detuschen Höhlen- u. Karstforscher e.V., München Nr. 4/2007, Jg. 53, S. 123

Bespr.: STEIN S05 Mai 2010 top ↑

Geotope sind Orte, an denen sich die erdgeschichtliche Bildung besonders gut ablesen lässt. Sie liefern Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und die Entstehung des Lebens. Neben auffälligen Felsformationen, Aufschlüssen von Gesteinen und Bodenformationen, gehören auch wichtige Fundstellen von Mineralien und Fossilien sowie natürliche Landschaftselemente wie Höhlen zu den Geotopen. In dem vorliegenden Buch werden die bedeutendsten Geotope Deutschlands, geordnet nach Bundesländern vorgestellt. Wie in einem Reiseführer werden diese von Norden nach Süden beschrieben und deren geologische Bedeutung dargestellt. Hervorgegangen ist die vorliegende Zusammenstellung aus einem Wettbewerb der Akademie der Geowissenschaften Hannover e.V., in dem die Öffentlichkeit und Fachwelt aufgerufen waren, Geotope von herausragender Bedeutung vorzuschlagen und für jeden verständlich zu beschreiben. Daraus entstand ein Werk, das zu einer geologischen Reise durch Deutschland einlädt und gleichzeitig einen umfassenden Gesamtüberblick verschafft.

STEIN S05, Mai 2010, Seite 31

s-stein.com

Inhaltsverzeichnis top ↑

Vorwort III
Stratigraphische Tabelle von Deutschland X
Geologische Übersichtskarte von Deutschland XII
Kurzer Abriss der Geologie von Deutschland 1
Übersichtskarte der bedeutendsten Geotope Deutschlands 5
Geotope
Schleswig-Holstein
1 HEINZ-GERD RÖHLING
Geologischer Vorposten mitten in der Nordsee 6
Die Insel Helgoland
2 ALF GRUBE, HANS-JOACHIM WOHLENBERG
Salzstock im Buch der Erdgeschichte 8
Die Kalkgrube Lieth bei Elmshorn
3 EKKEHARD KLATT
Hochgepresster Untergrund 10
Das Morsum-Kliff auf Sylt
Niedersachsen
4 STEFAN RÖBER, HENNING ZELLMER, HEINZ-GERD RÖHLING
Fossile Algenrasen im nördlichen Harzvorland 12
"Stromatolithen" am Heeseberg bei Jerxheim
5 RALF NIELBOCK, HEINZ-GERD RÖHLING, FIROUZ VLADI
Wege in den Untergrund 14
Die Zechstein-Karstlandschaft am Südharz
6 ALEXANDER BARTHOLOMÄ, BURGHARD W. FLEMING
Übergang zwischen Land und Meer 18
Die Wattenmeerküste an der Nordsee
7 ANNETTE BROSCHINSKI
Dinos auf Wanderschaft 20
Die Saurierfährten bei Münchehagen am Steinhuder Meer
8 GERFRIED CASPERS
Eine Landschaft ertrinkt 22
Das Huvenhoopsmoor bei Rotenburg an der Wümme
9 KLAUS STEDINGK
Tausend Jahre der Deutschen Kaiser Schatzkästlein 24
Das Bergwerk Rammelsberg in Goslar
Mecklenburg-Vorpommern
10 HANS-DIETER KRIENKE, HILMAR SCHNICK
Aufgebaut aus kleinen Kalkschalen 26
Die Kreideküste von Jasmund auf Rügen
11 KLAUS GRANITZKI
Eiszeit erleben 26
Die Feldberger Seenlandschaft
12 ROLF REINICKE
Ein Bauwerk des Meeres 30
Der Neudarß in der Vorpommerschen Boddenlandschaft
Brandenburg
13 ALMUT KUPETZ, MANFRED KUPETZ
Fußabdruck eines Gletschers 32
Der eiszeitliche "Muskauer Faltenbogen"
14 DIETER GÖLLNITZ
Ein märkisches Weltwunder 34
Der Findling "Kleiner Markgrafenstein" bei Fürstenwalde/Spree
Sachsen - Anhalt
15 HANS-JOACHIM FRANZKE
Klassische Quadratmeile der Geologie 36
Der Harznordrand
16 MATTHIAS THOMAE
Hexentanzplatz und Rosstrappe 38
Das Bodetal im Harz
17 MANFRED FRÜHAUF, KATJA HAGEN
Mit GOETHE und HEINE um den Brocken 40
Die Harzer Blockhalden
Nordrhein - Westfalen
18 JOCHEN FARRENSCHON, ARNOLD GAWLIK
Ein senkrecht stehender fossiler Strand 42
Die Externsteine im Teutoburger Wald
19 VOLKER WREDE
Gesteinsfalten und Insekten von Weltruf 44
Der Ziegeleisteinbruch Hagen-Vorhalle im Sauerland
20 ARNOLD GAWLIK, KARL-HEINZ RIBBERT
Ältestes Naturschutzgebiet Mitteleuropas 46
Das Siebengebirge bei Bonn
21 KLAUS STEUERWALD
Versteinerte Glut, erloschenes Feuer 48
Die "Bruchhauser Steine" bei Olsberg-Bruchhausen im Sauerland
22 VOLKER WREDE
Bizarre Landschaft voller Rätsel 50
Das Felsenmeer bei Hemer im Sauerland
23 GÜNTHER DROZDZEWSKI, VOLKER WREDE
Seit 450 Jahren Steinkohlenbergbau an der Ruhr 52
Im Muttental bei Witten
24 HARALD FRATER
Leben in einem Riff vor 380.000.000 Jahren 54
Das Tal der Schade im Bergischen Land
25 VOLKER WREDE
Europas größtes Loch 56
Der Braunkohlentagebau Hambach westlich von Köln
26 JOCHEN FARRENSCHON
Deutschlands letzte Eisenerzgrube 58
Im Korallenoolith des Wesergebirges
27 JOCHEN FARRENSCHON
Die Weser durchbricht ein Gebirge 60
Die Porta Westfalica bei Minden
28 MATTHIAS PIECHA
Fossiler Meeresgrund in Falten 62
Der Kieselschiefer im Wittgensteiner Land
Hessen
29 VOLKER WARTMANN, STEPHAN SCHAAL
Weltweit einzigartige Ausgrabungsstätte
und der Besucher ist dabei 64
Die Grube Messel bei Darmstadt
30 JUTTA WEBER
Schon die Römer haben es genutzt 66
Das Felsenmeer bei Lautertal im Odenwald
31 THOMAS KIRNBAUER
Blick in das Innere eines 380.000.000 Jahre alten Riffes 68
Der Lahnmarmor von Villmar bei Weilburg
32 ADALBERT SCHRAFT
Basalt auf Abwegen
Die Blockhalde am "Schafstein" in der Rhön
Thüringen
33 HORST BLUMENSTENGEL
Stein gewordenes Zeugnis einer Kollision zweier
Kontinente vor 330.000.000 Jahren 72
Der "Bohlen" bei Saalfeld
34 VOLKER MORGENROTH
Klassische Fächer- und Meilerstellung von Basaltsäulen 74
Der "Feldstein" bei Themar in Südthüringen
35 ULRICH GÖBEL
Glitzernde Welt des "weißen Goldes" 76
Die Kristallsalzschlotte im Erlebnis Bergwerk Merkers
36 HELMUT GARLEB
Meeresüberflutung vor 250.000.000 Jahren 78
Die "Lange Wand" bei Ilfeld im Südharz
37 REINER SCHUBERT
Thüringens "Blaues Gold" 80
Der Schiefer von Lehesten im Thüringischen Schiefergebirge
38 WALTER STEINER
Fundgruben der Erd- und Menschheitsgeschichte 82
Die Travertine des Ilmtales bei Weimar
Sachsen
39 KURT GOTH
Die Wiege der Geologie 84
Der "Scheibenberg" bei Annaberg im Erzgebirge
40 SANDY SCHIFFNER
Ein Fächer aus Basaltsäulen 86
Der "Palmenwedel" am Hirtstein im Erzgebirge
41 KURT GOTH, PETER SUHR
"Der Basalt ist ein Sachse" 88
Der Basaltschlot des Burgberges von Stolpen in der Lausitz
42 KURT GOTH
Bizarre Felsen und tiefe Schluchten 90
Das Elbsandsteingebirge
43 ANJA SAGAWE
"Mich friert bei dem Gedanken" 92
Die Rundhöcker und Gletscherschliffe in den Hohburger Bergen,
östlich von Leipzig
44 KURT GOTH
Zeugnis des frühen Zinnbergbaus 94
Die Altenberger Pinge im Erzgebirge
45 KURT GOTH, PETER SUHR
Eine heiße Sache 96
Der Porphyrtuff von Rochlitz an der Mulde
Rheinland-Pfalz
46 ANDREAS SCHÜLLER
Explosionstrichter voll Wasser 98
Die Dauner Maare in der Eifel
47 WOLFGANG SCHIRMER
Ein deutscher Canyon 100
Die Loreley und das Mittelrheintal
48 ROGER LANG, WOLFRAM FROST, ANGELIKA HUNOLD, UWE KAULFUß,
MARTIN KOZIOL, GUIDO LOTZ, HERBERT LUTZ, WILHELM MEYR,
HOLGER SCHAAFF, SANDRA SCHNEIDERS, ANDREAS SCHÜLLER,
MICHAEL WEIDENFELLER
Land der Vulkane 102
Die Eifel
49 ROGER LANG, WOLFRAM FROST, DORIS DITTRICH
Ein grandioses Naturdenkmal 106
Der "Teufelstisch" bei Hinterweidenthal im Pfälzer Wald
50 ROGER LANG, WOLFRAM FROST
Basaltsäulen wie sie schöner nicht sein können 108
Der Basaltkegel "Druidenstein" bei Kirchen/Sieg
51 BERND KRAUTHAUSEN, JAN DEUSTER, ROGER LANG
Die Flucht des Wassers aus der Tiefe 110
Der Geysir von Andernach am Rhein
Saarland
52 BIRGIT GRAUVOGEL, YVONNE FLESCH
Der Drang ins Bett der Mosel 112
Die Saarschleife bei Mettlach
Baden-Württemberg
53 THOMAS HUTH
Relikte der Eiszeit 114
Feldberg und Wutachschlucht im Schwarzwald
54 THOMAS HUTH
Im Inneren eines Vulkans 116
Der Kaiserstuhl im Oberrheintal
55 GÜNTER SCHWEIGERT
Explosionsartiger Ausbruch eines Vulkans 118
Das Randecker Maar auf der Schwäbischen Alb
56 ROLF BERNHARD HAUFF
Erlebbare Urwelt im Urweltmuseum Hauff 120
Der weltberühmte "Posidonienschiefer" von Holzmaden
57 MATTHIAS GEYER, MANFRED SCHÖTTLE
Der Kampf um das Wasser 122
Das Durchbruchstal der Oberen Donau
58 ECKHARD VILLINGER
Eine Landschaft löst sich auf 126
Die Karstlandschaft Blaubeurer Alb mit dem "Blautopf"
59 MATTHIAS GEYER, CHRISTOPH MÜNCHBERG
Vulkane prägen eine Landschaft 128
Der Hegau
60 NATWORKING-AG DES ROBERT-BOSCH-GYMNASIUMS LANGENAU
Ein Fluss schleicht sich davon 130
Das Lonetal auf der Schwäbischen Alb
61 JÜRGEN THÜRING, THOMAS HUTH
Ein Schiff ohne Fluss 132
Der "Isteiner Klotz" und die "Isteiner Schwellen" am Oberrhein
62 PETER WAGENPLAST
Riesen auf tönernen Füßen 134
Die Hessigheimer Felsengärten im Neckartal
63 ARMIN DIETER
Gigantisches Zeugnis der Abtragung 136
Der Mössinger Bergrutsch, Schwäbische Alb
Bayern
64 STEFAN GLASER
Ein langer Schnitt in der Erdkruste Bayerns 138
Der "Bayerische Pfahl"
65 STEFAN GLASER
Krater, Gläser und Trümmermassen 140
Der Meteoritenkrater "Nördlinger Ries"
66 STEFAN GLASER, MARTINA BACH, MARTIN RÖPER, MARTINA KÖLBL-EBERT
Eine Zeitreise in die Erdgeschichte 142
Das Altmühltal und die Solnhofener Plattenkalke
67 ULRICH LAGALLY
Das Eis hinterließ seine Handschrift 146
Der Gletscherschliff bei Fischbach am Inn
68 ULRICH LAGALLY
Versteinerte Riffe und unergründliche Höhlen 148
Das Felsenstädtchen Pottenstein in der Fränkischen Schweiz
69 MARTIN FÜSSL, BERTHOLD WEBER
Botschaft aus dem Erdmantel 150
Der Basaltkegel "Hoher Parkstein" in der Oberpfalz
70 HANNI EICHNER
Weitsicht einer Dame 152
Die "Steinerne Agnes" im Lattengebirge bei Berchtesgaden
71 GERTRUD KEIM, ULRICH LAGALLY
Spuren eines Rückzugsgefechtes
Die Eiszerfallslandschaft der Osterseen südlich von München
72 ULRICH LAGALLY
Wilde Blöcke und GOETHE mittendrin 156
Das Felsenlabyrinth "Luisenburg" in Wunsiedel im Fichtelgebirge
73 ULRICH LAGALLY
Piratenstück eines Flusses 158
Die Weltenburger Enge bei Kelheim im Donautal
74 ULRICH LAGALLY
Ein Fluss frisst sich durch harten Kalkstein 160
Die Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen
75 ULRICH LAGALLY
Farbenpracht der Natur 162
Die Mineralien im Silberberg bei Bodenmais im Bayerischen Wald
76 ULRICH LAGALLY
Deutschlands längste steinerne Rinne 164
Der Quellkalktuff "Wachsender Felsen" von Usterling in Niederbayern
77 HUBERT ENGELBRECHT
In Stein gegossene Urgewalt der Erde 166
Das Werdenfelser Land
Liste der Jury, Text- und Bildautoren 171