cover

Rudolf Piechocki; Joachim Händel:

Makroskopische Präparationstechnik

Wirbellose. Leitfaden für das Sammeln, Präparieren und Konservieren

2007. 5. Auflage, 346 Seiten, 162 Abbildungen, 18x25cm, 960 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65231-0, gebunden, price: 59.00 €

in stock and ready to ship

Order form

BibTeX file

Keywords

makroskopische Präparationstechnik Exkursion Sammlung Betäubungsmethodik Fixieren

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

In aktualisierter Neubearbeitung liegt nun der Klassiker unter den Präparations- und Sammelanleitungen in der 5. Auflage vor. Dieses Buch unterstützt durch Übersichtlichkeit, Verständlichkeit, anschauliche Zeichnungen und umfassende Literaturangaben nicht nur die praktische Feld und Exkursionsarbeit, sondern auch die wissenschaftliche Bearbeitung von Sammlungen. Fast alle Kapitel enthalten Abschnitte zum Sammeln, Präparieren und zum Konservieren sowie oftmals auch spezielle Hinweise zu besonderen Techniken oder Präparateeigenschaften. Auch der umfangreiche und erweiterte Rezepturanhang zur Herstellung der gängigsten verwendeten Lösungen sowie bietet beste Voraussetzungen, die makroskopische Präparationstechnik anwenden zu können.

Dieses in der Aus- und Weiterbildung von Präparatoren sowie Kostoden und Kuratoren zoologischer Sammlungen unentbehrliche Fachbuch wird darüber hinaus von all jenen genutzt, die wissen müssen, wo, wie und wann man bestimmte wirbellose Tierarten finden kann, welches die geeignetste Präparationsmethode ist und wie man eine wissenschaftliche Sammlung einrichtet.

Bespr.: Entomologische Zeitschrift Band 118 (1), Januar 2008, S. 10 top ↑

Die Erstauflage erlebte dieses Buch 1966, worauf es schnell zum Standardwerk der Präparation und musealen Aufbewahrung zoologischer Sammlungsobjekte wurde. Dass an solcher Literatur Bedarf besteht, zeigt die nunmehr publizierte fünfte Auflage in 40 Jahren, denn auch die vierte aus dem Jahr 1996 war bereits wieder vergriffen.

Im Vorwort von Joachim Händel finde ich meinen eigenen initialen Bezug zu diesem Werk wieder, habe ich doch gleichermaßen wie der spätere Co-Autor des von Rudolf Piechocki begründeten Werkes ein Exemplar schon zu Schülertagen zufällig in einem Antiquariat gefunden und es danach gleichermaßen verinnerlicht.

Nach einer etwa fünfzigseitigen allgemeinen Einführung zum Sammeln und Konservieren, Aufbewahren, Verpacken und Transport von Wirbellosen, sowie Grundlagen der Sammlungstechnik folgt der etwa 250 Seiten starke Hauptteil. Hierin werden die Präparationstechniken der Wirbellosen in systematischer Abfolge vorgestellt. Insekten nehmen erwartungsgemäß mit über hundert Seiten den größten Anteil ein. Für diese finden sich gruppenspezifische Anleitungen, die wie üblich mit der Erfassungsmethodik für die jeweilige Gruppe beginnen, bei der altbewährte Methoden neben neuesten Techniken wie z. B. der Baumkroneneinnebelung vorgestellt werden. Ein herausragendes Merkmal bereits früherer Auflagen war die reichhaltige Illustration, die in der vorliegenden Fassung noch weiter ausgebaut wurde. Zwei Anhänge geben detaillierte Angaben zur Behandlung großer Wirbelloser aus Planktonfängen und „Kochrezepte“ verwendeter Lösungen.

Die „Makroskopische Präparationstechnik“ ist seit langem ein Standardwerk in der Ausbildung von Präparatoren. Sie sollte von jedem Kustoden, dem der Erhalt und Ausbau zoologischer Sammlungen anvertraut wurde, verinnerlicht sein. Auch der Amateur-Entomologe findet hier einen reichen Informationsschatz, denn Entomologen sind nun mal auch stets Sammler – wer könnte schon auf seine Sammlung verzichten, und diene sie auch „nur“ als Vergleichssammlung für zukünftige Determination. Manche Fehler beim Sammeln und vor allem Präparieren von Insekten hätten wohl vermieden werden können, desgleichen viel „Umsteckarbeiten“, wenn die bewährten Empfehlungen mit Beginn des Aufbaus der eigenen Sammlung berücksichtigt worden wären. Diese Überlegungen setzen natürlich voraus, dass der Anfänger in Sachen Insektensammlung das Buch in die Hände bekommt, wobei der doch recht hohe Preis abschreckend wirken mag. Andererseits ändert sich in diesem Metier nicht allzu viel und mit einer umfangreichen Übersicht der Originalliteratur, die sich ebenfalls in diesem Buch findet, ist dessen gesammeltes Wissen in einem Band verfügbar, der ein ganzes Entomologenleben begleiten kann.

Thomas Wagner (Koblenz)

Entomologische Zeitschrift Band 118 (19, Januar 2008, S. 10

Bespr.: Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft Bd. 98 top ↑

Präparationstechnik ist ein sehr umfangreiches Werk mit allen gängigen Methoden zum Sammeln, Präparieren und Konservieren von Wirbellosen.

Aus dem Inhaltsverzeichnis: Sammeln und Konservieren von Wirbellosen, Allgemeines, Vorbehandlung der gesammelten Tiere, Aufbewahrung, Verpackung und Transport und Grundlagen der Sammlungstechnik. Allein damit hat man schon eine sehr gründliche allgemeine Einführung, egal ob man sich für das Sammeln von Landtieren, Bodenfauna und epigäischer Fauna oder Wassertieren (Süßwasser- und Meeresbewohner) interessiert.

Die reiche Bebilderung hilft so manche Fallenart und Sammelgerät zu verstehen. Ebenfalls sind sehr viele Literaturhinweise zur weiterführenden Vertiefung in ein spezielles Thema vorhanden. Im Systematischen Teil wird speziell auf die besonderen Bedürfnisse von Tiergruppen eingegangen. Die Aufzählung der Gruppen läßt fast keine Wünsche offen, Schwämme (Porifera), Hohltiere (Coelenterata), Plattwürmer (Plathelminthes), Schnurwürmer (Nemertini), Schlauch- oder Rundwürmer (Aschelminthes oder Nemathelminthes), Priapswürmer (Priapulida), Bartwürmer (Pogonophora), Weichtiere (Mollusca), Graboder Kahnfüßer (Scaphopoda oder Solenoconchae), Muscheln (Bivalvia), Kopffüßer (Cephalopoda), Spritzwürmer (Sipunculida), Igelwürmer (Echiurida), Ringel- oder Gliederwürmer (Annelida), Stummelfüßer (Onychophora), Zungenwürmer (Pentastomida oder Linguatulida), Gliederfüßer (Arthropoda), Kranzfühler (Tentaculata), Pfeilwürmer (Chaetognatha), Kragentiere (Hemichordata), Stachelhäuter (Echinodermata) und wirbellose Chordatiere. Im Anhang findet man auch eine Übersichtstabelle: Methoden zur Behandlung großer Evertebraten aus Planktonfängen. Sehr übersichtlich gestaltet.

In der umfangreichen Literatursammlung findet jeder bestimmt das passende für sich, um sich mit bestimmten Themen tiefer zu befassen.befassen. Die Rezepturangabe bei häufig verwendeten Lösungen ist für mich persönlich eines der Highlights. Zwar kurz und knapp gehalten, aber mit allen nötigen Informationen versehen.

Zusammenfassend kann ich dieses Buch nur uneingeschränkt empfehlen. Jeder wird noch das eine oder andere Wissenswerte und vielleicht Neue für sich entdecken können.

T. KOTHE

Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft Band 98 Jg. 2008

Bespr.: Beiträge zur Entomologie 58 (2008) 1. - S. 106 top ↑

Das Buch gilt als Klassiker unter den Anleitungen für das Sammeln, Konservieren und Präparieren wirbelloser Tiere einschließlich ihrer Entwicklungsstadien und Tätigkeitszeugnisse für Forschungs- und Lehrzwecke.

Die 5. Auflage, nun in benutzerfreundlicherem Zeitungsstil formatiert, berücksichtigt neueste Erkenntnisse und Methoden auf der Basis zwischenzeitlich publizierter Fachliteratur und verweist insbesondere bei den Insekten auf neue Literaturzitate. Ansonsten wurde traditionell Bewährtes, wie die übersichtliche Gliederung und die große Anzahl instruktiver Zeichnungen weitestgehend unverändert beibehalten.

Ein einführendes Kapitel vermittelt Grundsätzliches über das Sammeln und Konservieren wirbelloser Tiere, so u.a. zur Fang- und Sammelausrüstung, zur Betäubung und Fixierung, zur Aufbewahrung sowie zur Verpackung und zum Transport.

Schwerpunkt des Leitfadens ist der spezielle Teil, der praktisch sämtliche wirbellose Tiergruppen (mit Ausnahme solcher, deren Körpergröße ausschließlich im mikroskopischen Bereich liegt) in der Reihenfolge der Zoologischen Systematik hinsichtlich musealer Behandlungstechnik allumfassend und praxisorientiert abhandelt. Neben der gruppenspezifischen Sammel- und Präparationstechnik findet der Leser hier auch viele weiterführende Hinweise und detaillierte Anleitungen, die bis hin zur Anlage und Einrichtung einer wissenschaftlichen Sammlung reichen. Dabei profitiert der Nutzer sowohl von dem reichhaltigen Erfahrungsschatz der beiden Autoren wie auch dem verarbeiteten Wissen aus der Fachliteratur.

Das Literaturverzeichnis mit ca. 1200 Zitaten stellt besonders für das tiefergehende Studium einer bestimmten Tiergruppe eine wertvolle Informationsquelle dar. Die in der 4. Auflage im Anhang neu hinzugekommene Zusammenstellung von "Rezepturen häufig verwendeter Lösungen" wurde nochmals erweitert und graphisch verbessert.

Die Makroskopische Präparationstechnik ist in der aktualisierten Auflage weiterhin methodische Standardliteratur und sollte in jeder Einrichtung verfügbar sein, die Sammlungen wirbelloser Tiere verwahrt. Die verständliche, komplexe Stoff- und Wissensvermittlung lässt das Buch vor allem auch als Lehrbuch für die Aus- und Weiterbildung von Präparatoren geeignet erscheinen. Ein unentbehrlicher Ratgeber ist der Leitfaden darüber hinaus auch für den ökologisch arbeitenden Biologen sowie für naturkundlich interessierte Freizeitforscher.

Ch. Kutzscher

Beiträge zur Entomologie 58 (2008) 1. - S. 106

Bespr.: DGaaE Nachrichten 22. Jg. Heft 3 (Dezember 2008) top ↑

Seit vor nunmehr über 40 Jahren Rudolf Piechocki den Wirbellosenband der „Makroskopischen Präparationstechnik“ vorgelegt hat, sind diesem inzwischen 4 weitere Auflagen gefolgt, die 4. in Zusammenarbeit mit Joachim Händel, und nun die 5. von Herrn Händel alleine überarbeitet und aktualisiert. Insbesondere seit der letzten Auflage geänderte Gesetze und Verordnungen aber auch neu hinzugekommene Techniken mussten eingearbeitet werden. So ist z. B. der Beitrag zum „Arbeitsschutz“ hinzugekommen, den jeder, der sich mit der Präparation von Wirbellosen befasst, genau lesen und beherzigen sollte.

Soweit nötig, tauschte Händel Sammlungs-, Fixierungs- und Präparations­techniken, wie sie für die einzelnen Tiergruppen beschrieben waren, gegen die Beschreibung neuer oder auch praktikablerer Verfahren aus.

Neu sind auch typographische Hervorhebungen, die einerseits die Orientierung erleichtern, andererseits auf Besonderheiten hinweisen. Auch die zweispaltige Textanordnung zusammen mit der stärkeren Hervorhebung der Unterkapitelüber­schriften ist positiv zu bewerten. Die Anordnung der Klassen und Ordnungen folgt der derzeit akzeptierten Systematik bzw. Verwandtschaft der Tiere. Hierdurch wurden Umstellungen nötig, z.B. bei den Pogonophoren, die jetzt zwischen den Priapuliden und Mollusken eingeordnet sind, wogegen sie noch in der 4. Auflage bei den Deuterostomia zu finden waren.

Den Insektenordnungen ist mit mehr als 100 Seiten umfangreicher Druckraum eingeräumt worden. Von besonderer Bedeutung sind die Angaben über den Umgang mit Spezialisten und den Versand präparierten Tiermaterials. Vor allem hinsichtlich der Präparationsverfahren bei Mikrohymenopteren sollte man sich vorab mit den Spezialisten der jeweiligen Gruppe in Verbindung setzen und von diesen die gewünschte Präparationsweise erfragen, insbesondere auch bei Material, das zukünftig zu molekular­biologischen Untersuchungen herangezogen werden soll.

Im Anhang sind die Rezepturen häufig verwendeter Fixier- und Konservierungs­flüssigkeiten zusammengestellt, deren Anordnung sich allerdings erst nach einem zweimaligen Durchsehen erschließt (nach Beschreibernamen, die aber meist nicht am Beginn der einzelnen Überschriften zu finden sind). Ein umfangreiches Literaturverzeichnis und ein Sach- und Namensregister beschließen den Band.

Dem wohlgelungenen Buch ist eine weite Verbreitung bei all denen zu wünschen, die sich heute noch mit der organismischen Biologie befassen. Es kann auch Anregung bieten, sich mit der Vielfalt der Organismen auseinander zu setzen. Selbst dem versierten Präparator und / oder Sammler wird es weitere Anregungen und Problemlösungen vermitteln können. Dem Band seien noch viele weitere Auflagen beschieden und den Präparationstechniken eine stete Weiterentwicklung. Herrn Händel muss für die gelungene Weiterführung des Piechocki’schen Werkes vielmals gedankt werden.

Horst Bathon (Roßdorf)

DGaaE Nachrichten 22. Jg. Heft 3 (Dezember 2008)

Bespr.: VERNATE 27/2008 top ↑

Die Neubearbeitung des Klassikers der Präparationskunde wurde schon lange erwartet und ist hochwillkommen. Für eine neue Generation von Präparatoren und Kustoden dürfte dieses Werk - wie schon seine Vorgänger - ein unentbehrliches Fachbuch werden. Der „Schöpfer" der „Präparationstechnik", Rudolf Piechoki, verstarb leider zu früh, um noch die in weiten Teilen überarbeitete Version zu erleben. Er hätte an der Überarbeitung durch seinen Kollegen J. Händel sicher nichts auszusetzen gehabt. Auch der Rezensent kann nur positives über dieses Buch berichten. Die Vielfalt der Wirbellosen zieht unweigerlich eine Vielfalt der Fangmethoden, Präparationstechniken und Konservierungsmöglichkeiten nach sich. Dieses in einem Werk umfassend abzuhandeln, ist unmöglich. Dementsprechend hat sich J. Händel auf wesentliche Aspekte konzentriert, zumal es für einige Gruppen kaum neuere Methoden gibt.

Die klare Gliederung des Buches ist hilfreich bei der Orientierung, ebenso wie die allen Tierstämmen vorangestellten Zeichnungen typischer Vertreter.

Das erste Kapitel nach der Einführung behandelt allgemeine Hinweise zum Sammeln, Vorbehandlung, Aufbewahrung, Transport, Verpackung und Grundlagen der Sammeltechnik. Schon dies ist eine Fundgrube für Anfänger und sicher auch für Kustoden einschlägiger Sammlungen. Hervorzuheben sind hierbei die praktischen Hinweise zur Schädlingsbekämpfung, zum Leihverkehr und besonders zur Etikettierung.

Die anschließenden Kapitel beschäftigen sich mit dem Sammeln, Präparieren und Aufbewahren der wirbellosen Tierstämme. Hier werden die jeweils spezifischen Methoden kurz beschrieben und, wenn nötig, mit Zeichnungen untersetzt. Sehr hilfreich sind die jeweiligen Hinweispfeile im Text, die direkt zu den Abbildungen führen.

Zwangsläufig nehmen bei der Behandlung der einzelnen Tiergruppen die beiden artenreichsten Stämme (Mollusca und Arthropoda) den größten Raum in der Darstellung ein. Die Arthropoda sind aufgrund ihrer Formen- und Altenvielfalt das umfangreichste Kapitel. Hier wird versucht, für beinahe jede Klasse - bei den Insecta für fast alle Ordnungen - spezifische Sammel- und Präparationsmethoden aufzuführen. Dies wird ergänzt durch zahlreiche Literaturhinweise und oft noch zusätzlich illustriert. Lobenswert ist auch, daß stets gesondert auf die Präparation von Entwicklungsstadien verwiesen wird. Wesentlich überarbeitete Teile findet man bei dem Kapitel der Insektenpräparation. Für Libellen sind sie besonders detailliert aufgeschlüsselt (Farberhaltungsproblem!). Aber auch die Schwerpunkte Etikettierung, Sammlungsaufbau und Datenverwaltung finden Erwähnung, wenngleich hier eine genauere Analyse nicht Aufgabe des Buches sein kann.

Am Ende stellt ein umfangreiches Literaturverzeichnis jeden Nutzer mit weiterem Informationsgewinn zufrieden und läßt die Schwierigkeit des Autors erahnen, aus der Fülle der neuen Kenntnisse und Fakten stets das richtige ausgewählt zu haben. Der Anhang zur Behandlung großer Evertebraten aus Planktonfängen und die Rezepturen gängiger Präparations- und Konservierungslösungen sind ein weiterer Pluspunkt, der für die Anschaffung dieses Buches spricht. Es sollte in keiner Bibliothek eines Naturmuseums, zoologischen Institutes oder Privatwissenschaftlers (wie die vielen Entomologen) fehlen. Für angehende Präparatoren ist es ein unbedingtes Muß!

Dank an den Co-Autor und den Verlag, daß dieses wichtige Werk in der Überarbeitung vorliegt und auch in Zukunft zur Grundausstattung für Präparatoren und Museen gehören wird.

Matthias Hartmann

VERNATE 27/2008, S. 206

Bespr.: Entomo Helvetica 2:178 top ↑

Die Verwendung geeigneter Sammel- und Erhebungsmethoden ist für den Erfolg biologischer Feldarbeit ebenso wichtig wie die Wahl geeigneter Präparations- und Konservierungstechniken für die Aufarbeitung des gesammelten Materials und dessen Auswertung, will man aussagekräftige Resultate erhalten. Biologische Sammlungen gewinnen so eine enorme Bedeutung, stellen sie doch eigentliche Datenbanken dar, mit denen verschiedenste Fragen untersucht und beantwortet werden können. Bedingt durch den grossen Formen- und Artenreichtum von Organismen existiert eine Vielzahl von Sammel- und Präparationstechniken, die zu überblicken fast nicht möglich ist. Das vorliegende Buch ist die 5. überarbeitete und aktualisierte Auflage eines Leitfadens für das Sammeln, Präparieren und Konservieren von makroskopischen wirbellosen Tieren.

Nach dem Vorwort, einem sehr detaillierten Inhaltsverzeichnis und einer kurzen Einführung folgt ein Kapitel, das allgemeinen Aspekten gewidmet ist. Es werden verschiedene Methoden, Utensilien und Fallen zum Sammeln von Tieren vorgestellt, gruppiert nach Lebensraum, Angaben zur Fixierung von Belegen gemacht und verschiedene Aspekte der Aufbewahrung diskutiert wie Etikettierung, Sammlungschutz oder Versand von Sammlungstieren. Der Text ist begleitet von schwarz-weiss Zeichungen und wenigen Fotos, die alle grau hinterlegt sind. Wichtige Hinweise sind fett gedruckt und mit einem Ausrufzeichen versehen.

Der Hauptteil des Buches, der 239 Seiten einnimmt, ist den einzelnen Tiergruppen gewidmet, wobei Taxa, die mit mikroskopischen Methoden untersucht werden müssen, nicht berücksichtigt sind. Wie im ersten Teil finden sich auch hier viele grau hinterlegte Strichzeichnungen und Fotos. Jeder Grossgruppe ist ein Kapitel gewidmet, das mit Zeichnungen - weiss auf schwarzem Hintergrund - von typischen Vertretern beginnt. Dadurch können die einzelnen Kapitel rasch gefunden werden und auch Nichtfachleute sehen leicht, um welche Tiergruppe es sich handelt. Naturgemäss ist das Kapitel über die Gliederfüsser mit 149 Seiten das umfangreichste. Die Methoden und Techniken, die hier vorgestellt werden, sind solche, die für bestimmte Taxa verwendet werden. Die einzelnen Methoden und Tipps sind jeweils mit Literaturzitaten belegt. Daraus und aus dem anschliessenden Literaturverzeichnis ist ersichtlich, wie gross die diesem Thema gewidmete Literatur ist. Das Buch endet mit vier Anhängen, einer davon eine Liste der Rezepturen häufig verwendeter Lösungen, und einem Register.

Das Buch ist übersichtlich aufgebaut und recht attraktiv illustriert, auch wenn gewisse Seiten wegen der Abbildungen sehr düster wirken. Leider ist auch die Qualität der Abbildungen nicht immer ganz so gut. So wird z.B. in Abb. 91 das richtige Nadeln von Käfern illustriert, man sieht aber wegen der Dunkelheit der Abbildung die relevanten Strukturen kaum. Trotz der vorgestellten grossen Fülle von Methoden kann das Buch nur eine Auswahl präsentieren, eine Tatsache, die dem Leser aber nicht unbedingt bewusst wird. Für jemanden, der mit der Materie nicht vertraut ist, wird es in gewissen Fällen schwierig sein, sich für eine bestimmte Technik zu entscheiden, da zu wenig über Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden gesagt wird. Trotzdem ist das Buch eine sehr hilfreiche Zusammenstellung einer grossen Fülle von Sammel- und Präparationstechniken, die fürs Studium von Invertebraten nötig sind.

Daniel Burckhardt

Entomo Helvetica 2:178

Inhaltsverzeichnis top ↑

Zur Einführung 11
Sammeln und Konservieren von Wirbellosen 13
Allgemeines 13
Sammeln von Landtieren 14
Keschermethode 16
Sammeltuch 18
Sammeln von Bodenfauna und epigäischer Fauna 19
Ausleseapparate 19
Automatischer Fallenfang 20
Sammeln von Wassertieren 23
Ausrüstung und Hinweise zum Sammeln von
Süßwasserbewohnern 23
Geräte und ihre Anwendung zum Sammeln von
Meeresbewohnern 25
Sammeln von Höhlentieren 29
Parasiten 30
Säugetiere (Mammalia) 30
Vögel (Aves) 31
Kriechtiere (Reptilia) 31
Fische (Pisces) 31
Parasiten wirbelloser Tiere 32
Sammeln wirbelloser Tiere unter dem Aspekt
des Natur- und Artenschutzes 32
Überlegungen zum Arbeitsschutz beim Sammeln und
Konservieren 33
Vorbehandlung der gesammelten Tiere 35
Betäubungsmethodik 35
Vorbemerkungen 35
Betäubungsmittel 36
Behandlungsweise 38
Fixierungsmethodik 39
Vorbemerkungen 39
Behandlungsweise 40
Aufbewahrung, Verpackung und Transport 41
Behandlung trockener Naturalien 41
Behandlung feuchter Naturalien 41
Regenerieren eingetrockneter Naturalien 43
Grundlagen der Sammlungstechnik 44
Etikettierung 44
Etiketten für trockenes Sammlungsmaterial 45
Etiketten für Nasssammlungen 45
Sammlungsschutz 46
Vorbeugung 51
Monitoring 52
Materialversand und Leihverkehr 52
Naturkundliche Museen 54
Forschung 54
Bildung 56
Unterhaltung 56
Schwämme (Porifera) 57
Sammeln 57
Präparieren 58
Herstellung von Trockenpräparaten 58
Herstellung von Nasspräparaten 59
Herstellung von Skelettpräparaten 61
Hohltiere (Coelenterata) 63
Hydrozoen (Hydrozoa) 64
Sammeln 64
Betäuben und Fixieren 64
Scyphozoen (Scyphozoa) 65
Sammeln 65
Betäuben und Fixieren 65
Spezielle Hinweise 66
Blumenpolypen (Anthozoa) 66
Sammeln 66
Betäuben und Fixieren 67
Spezielle Hinweise 69
Würfelquallen (Cubozoa) 71
Kammquallen (Ctenophora) 71
Sammeln 71
Betäuben und Fixieren 71
Plattwürmer (Plathelminthes) 73
Behandlungstechnik 73
Strudelwürmer (Turbellaria) 74
Sammeln 74
Betäuben und Fixieren 76
Spezielle Hinweise 77
Saugwürmer (Trematoda) 78
Sammeln 78
Betäuben und Fixieren 79
Spezielle Hinweise 80
Bandwürmer (Cestodes) 81
Sammeln 81
Betäuben und Fixieren 82
Montage 83
Spezielle Hinweise 84
Schnurwürmer (Nemertini) 86
Behandlungstechnik 86
Sammeln 86
Betäuben und Fixieren 87
Schlauch- oder Rundwürmer (Aschelminthes oder Nemathelminthes) 88
Fadenwürmer (Nematoda) 89
Entoparasitische Arten 89
Sammeln 89
Fixieren 91
Freilebende Arten 92
Spezielle Hinweise 92
Saitenwürmer (Nematomorpha oder Gordiacea) 92
Sammeln 93
Betäuben und Fixieren 93
Kratzer (Acanthocephala) 93
Sammeln 93
Fixieren 93
Spezielle Hinweise 94
Priapswürmer (Priapulida) 95
Behandlungstechnik 95
Sammeln 95
Betäuben und Fixieren 96
Bartwürmer (Pogonophora) 97
Behandlungstechnik 97
Sammeln 97
Präparieren 98
Weichtiere (Mollusca) 99
Wurmmollusken (Aplacophora) 100
Sammeln 100
Betäuben und Fixieren 100
Käferschnecken (Polyplacophora) 100
Sammeln 101
Betäuben und Fixieren 101
Bauchfüßer oder Schnecken (Gastropoda) 101
Sammeln 102
Landschnecken 102
Süßwasserschnecken 104
Meeresschnecken 104
Betäuben und Fixieren 105
Vorderkiemer (Prosobranchia) 105
Hinterkiemer (Opisthobranchia) 106
Lungenschnecken (Pulmonata) 107
Behandlung von Schneckenschalen (Konchylien) 109
Spezielle Hinweise 110
Radulapräparate 110
Trockenpräparate 110
Flüssigkeitspräparate 110
Grab- oder Kahnfüßer (Scaphopoda oder Solenoconchae) 112
Sammeln 112
Betäuben und Fixieren 113
Muscheln (Bivalvia oder
Lamellibranchiata) 112
Sammeln 112
Betäuben und Fixieren 112
Behandlung von Muschelschalen (Konchylien) 114
Spezielle Hinweise 115
Flüssigkeitspräparate 115
Injektionspräparate 116
Kopffüßer (Cephalopoda) 117
Sammeln 117
Betäuben und Fixieren 117
Spezielle Hinweise 118
Altersbestimmung 118
Sammlungstechnik 119
Etikettieren und Aufbewahren 119
Schalen als Demonstrationsobjekte 119
Konservierung von Molluskeneiern 122
Spritzwürmer (Sipunculida) 123
Behandlungstechnik 123
Sammeln 123
Betäuben und Fixieren 124
Paraffinierung 124
Igelwürmer (Echiurida) 126
Behandlungstechnik 126
Sammeln 126
Betäuben und Fixieren 127
Ringel- oder Gliederwürmer (Annelida) 128
Vielborster (Polychaeta) 128
Sammeln 129
Betäuben und Fixieren 129
Saugmünder (Myzostomida) 130
Sammeln 130
Betäuben und Fixieren 130
Gürtelwürmer (Clitellata) 131
Sammeln 131
Wenigborster (Oligochaeta) 131
Blutegel (Hirudinea) 132
Betäuben und Fixieren 133
Wenigborster (Oligochaeta) 133
Blutegel (Hirudinea) 133
Spezielle Hinweise 134
Stummelfüßer (Onychophora) 135
Behandlungstechnik 135
Sammeln 135
Töten und Fixieren 136
Zungenwürmer (Pentastomida oder Linguatulida) 137
Behandlungstechnik 137
Sammeln 137
Betäuben und Fixieren 138
Gliederfüßer (Arthropoda) 139
Schwert- oder Pfeilschwänze (Xiphosura) 140
Sammeln 140
Präparieren 140
Spinnentiere (Arachnida) 140
Sammeln und Präparieren 141
Skorpione (Scorpiones) 141
Spinnen (Aranea) 141
Afterskorpione (Pseudoscorpiones
oder Chelonethi) 145
Walzenspinnen (Solifugae) 146
Weberknechte (Opiliones) 147
Milben und Zecken (Acari) 147
Asselspinnen (Pantopoda oder Pycnogonida) 151
Sammeln 151
Konservieren 151
Krebse (Crustacea) 152
Sammeln und Fixieren 152
Marine Krebse 152
Süßwasserkrebse 154
Asseln 156
Präparieren 156
Niedere Krebse 156
Höhere Krebse 157
Spezielle Hinweise 160
Viel- oder Tausendfüßer (Myriapoda) 160
Sammeln 160
Hundertfüßer (Chilopoda) 161
Doppelfüßer (Diplopoda) 161
Fixieren und Konservieren 161
Insekten (Hexapoda) 162
Urinsekten (Apterygota) 164
Sammeln 164
Präparieren 165
Käfer (Coleoptera) 165
Allgemeine Sammeltechnik 166
Sammeln in bestimmten Biotopen 169
Sammeln systematischer Gruppen 177
Verpackung von Ausbeuten 179
Konservierung in Flüssigkeit 181
Präparation der Imagines 181
Genitalpräparate 187
Präparation von Entwicklungsstadien 190
Einrichten von Sammlungen 192
Hinweis auf Strepsipteren 197
Schmetterlinge (Lepidoptera) 197
Allgemeine Sammeltechnik 197
Lichtfang 205
Köderfang 209
Präparation von Makrolepidopteren 211
Präparation von Microlepidopteren 216
Anfertigung von Genitalpräparaten 218
Restaurieren von Faltern 219
Präparation von Entwicklungsstadien 221
Einrichten von Sammlungen 225
Hautflügler (Hymenoptera) 226
Allgemeine Sammeltechnik 226
Sammelmethoden 227
Präparationstechnik 232
Erhaltung von Tätigkeitszeugnissen 237
Zweiflügler oder Fliegen (Diptera) 238
Allgemeine Sammeltechnik 239
Spezielle Sammelmethoden 239
Präparationstechnik 242
Schnabelkerfe (Rhynchota, Hemiptera) 246
Allgemeine Sammeltechnik 246
Sammeln in bestimmten Biotopen 248
Präparationstechnik 250
Geradflügler i.w.S. (Orthopteromorpha) 251
Sammeltechnik und -methoden 252
Präparationstechnik 254
Hinweis auf Staubläuse und Flechtlinge (Psocoptera) 259
Libellen (Odonata) 259
Sammeltechnik 259
Präparationstechnik 261
Netzflüglerartige i.w.S. (Neuropteroidea) 268
Sammeltechnik 268
Präparationstechnik 268
Eintagsfliegen (Ephemeroptera) 268
Sammeltechnik 268
Präparationstechnik 269
Ufer-, Steinfliegen (Plecoptera) 269
Sammeltechnik 269
Präparationstechnik 269
Köcherfliegen (Trichoptera) 269
Sammeltechnik 269
Präparationstechnik 270
Schnabelfliegen (Mecoptera) 270
Sammeltechnik 270
Präparationstechnik 270
Insektengruppen, die eine mikroskopische
Präparation erfordern 270
Sammeltechnik 271
Präparationstechnik 271
Entomologische Sammlungstechnik 273
Etikettierung 274
Handsammlungen 275
Sammlungseinrichtung 277
Kranzfühler (Tentaculata) 278
Röhren- oder Hufeisenwürmer (Phoronidea) 278
Sammeln 279
Präparieren 279
Moostiere (Bryozoa) 279
Sammeln 279
Präparieren 280
Armfüßer (Brachiopoda) 280
Sammeln 280
Präparieren 281
Pfeilwürmer (Chaetognatha) und Kragentiere (Hemichordata) 282
Pfeilwürmer oder Borstenkiefer (Chaetognatha) 282
Sammeln 283
Präparieren 283
Kragentiere (Hemichordata, Branchiotremata) 283
Sammeln 283
Präparieren 284
Stachelhäuter (Echinodermata) 285
Haarsterne (Crinoidea, Crinozoa) 285
Sammeln 286
Präparieren 286
Seewalzen, Seegurken (Holothuroidea) 286
Sammeln 286
Präparieren 287
Seeigel (Echinoidea) 288
Sammeln 288
Päparieren 288
Seesterne (Asteroidea) 289
Sammeln 289
Präparieren 289
Schlangensterne (Ophiuroidea) 291
Sammeln 291
Präparieren 291
Wirbellose Chordatiere 292
Urochordata 292
Sammeln 293
Präparieren 293
Schädellose (Acrania, Leptocardii, Cephalocordata) 295
Sammeln 295
Präparieren 295
Literatur 296
Anhang 327
Behandlung großer Evertebraten aus Planktonfängen 327
Verdünnungstabelle 331
Rezepturen häufig verwendeter Lösungen 332
Register 337