cover

Geologie von Sachsen-Anhalt

Hrsg.: Gerhard H. Bachmann; Bodo-Carlo Ehling; Rudolf Eichner; Max Schwab

2008. XX, 689 Seiten, 175 Abbildungen, 54 Tabellen, 18x25cm, 1700 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65240-2, gebunden, price: 78.00 €

in stock and ready to ship

Order form

BibTeX file

Keywords

BaugrundgeologieKalisalzGeothermiefossilPräkambriumSachsen-AnhaltQuartär

Contents

Kurzbeschreibung top ↑

Das vorliegende Werk ist die erste vollständige und ausführliche Zusammenfassung der Geologie des Landes Sachsen-Anhalt.

Beginnend mit der über 200-jährigen geologischen Erforschungsgeschichte werden die Geomorphologie und die lange regionalgeologische Entwicklung, die gesamte Gesteinsfolge (Präkambrium bis zum Quartär) einschließlich zahlreicher Fossillagerstätten sowie die großen regional­geologischen Einheiten und ihre Strukturen dargestellt, die charakteristisch für Sachsen-Anhalt sind. Wichtigen Aspekten der Angewandten Geologie und der Bodenschätze, insbesondere Steinen und Erden, Kohlen, Stein- und Kalisalzen, Erdöl und Erdgas, Minerallagerstätten, Grundwasser, Geothermie, Baugrundgeologie und Böden sind eigene Kapitel gewidmet.

Das umfangreiche Literaturverzeichnis enthält zahlreiche interne Berichte, welche vor 1990 nicht veröffentlicht werden durften.

Über vierzig Fachleute, koordiniert von den Herausgebern, stellten diese herausragende Übersicht der Geologie von Sachsen-Anhalt zusammen, die in keinem Bücherregal fehlen sollte.

Besprechung: Zeitschrift zur Geschichte des Berg- u. Hüttenwesens 1/2008 14. Jg. top ↑

Nach dem im gleichen Verlag im Jahre 2005 erschienenen Buch „Geologie von Rheinland-Pfalz“ folgt nunmehr in gleicher Aufmachung die „Geologie von Sachsen-Anhalt“. Es ist die erste Publikation, welche die Geologie des Landes Sachen-Anhalt ausführlich und zusammenfassend darstellt. Dass ein solches Buch nicht schon zu einem früheren Zeitpunkt geschrieben wurde, liegt vor allem daran, dass es das Land Sachen-Anhalt erst wieder seit 1990 gibt. Mehr als 200 Jahre geowissenschaftlicher Forschung im Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt haben eine fast unüberschaubare Fülle von Veröffentlichungen erbracht. Um der Menge und Vielfalt der geologischen Ergebnisse gerecht zu werden, hat eine große Anzahl von Bearbeitern an diesem Buch mitgewirkt. Es umfasst 9 Kapitel: Geschichte der geologischen Erforschung, Geomorphologischer Überblick, Regional-geologische Entwicklung, Regional-geologische Einheiten, Bodenschätze und Bergbau, Geologie und Umwelt, Böden sowie geowissenschaftliche Ausstelllungen und Sammlungen.

Das erste Kapitel gibt einen Überblick über die geologische Entwicklung und Bergbaugeschichte. Die ersten und schon z. T. grundlegenden Forschungen erfolgten schon in der Zeit, als der sächsische Teil des heutigen Sachsen-Anhalt noch zum Kurfürstentum bzw. Königreich Sachsen gehörte, wobei der Harz mit seinem Bergbau eine wichtige Rolle spielte. Die preußische Provinz Sachsen (seit 1815) hatte ihren Schwerpunkt in Halle, wo sowohl das neu gegründete Oberbergamt als auch die Geologen der Universität Halle die Forschungen fortführten und insbesondere eine geologische Landaufnahme erarbeiteten.

In Kapitel 2 und wird ein knapper geomorphologischer Überblick der Landschaften des Bundeslandes gegeben, angefangen vom varistischen Grundgebirge des Harzes, den Jura- und Kreidelandschaften bis zu den Glaziallandschaften. Im 3. Kapitel wird die regionalgeologische und plattentektonische Gliederung des Grundgebirges beschrieben und kommentiert, wobei verschiedene Verfahren der Krustenforschung (Seismik, Gravimetrie, Geomagnetik, Magnetotellurik, Geothermie) herangezogen wurden.

Die Stratigraphie von Sachsen-Anhalt im 4. Kapitel nimmt den größten Teil des Buches ein (275 Seiten). Die einzelnen Gebirgsformationen, beginnend vom Präkambrium über Silur, Devon, Karbon bis hin zum Tertiär und Quartär werden eingehend beschrieben, wobei die neueren wissenschaftlichen Beobachtungen und Erkenntnisse berücksichtigt sind. Kapitel 5 behandelt die regionalgeologischen Einheiten von Sachsen-Anhalt. Die Verfasser verstehen darunter die Gliederung des geologischen Untergrundes in Schollen und weitere tektonische Grundformen (Mulden, Sättel). Sie sind für das Landschaftsbild entscheidend. Die Wechselwirkung von Gesteinsuntergrund und Morphologie der Landschaft ist für die einzelnen Landesteile besonders herausgehoben.

Kapitel 6 umfasst „Bodenschätze und Bergbau“ und dürfte für Lagerstättenkundler und Montanwissenschaftler besonders interessant sein, da das heutige Sachsen-Anhalt wegen seiner vielfältigen Rohstoffvorkommen zu den traditionsreichsten Bergbaugebieten Deutschlands gehört. Jahrhundertelang wurde hier Bergbau betrieben. Die Gewinnung von Buntmetall - , Edelmetall- und Eisenerzen, von Steinkohle und Braunkohle von Salzen und Spaten, Steinen und Erden sowie die Erdgasförderung haben Sachsen-Anhalt zu einem bergwirtschaftlich bedeutenden Standort werden lassen. Von besonderer Bedeutung sind die Braunkohlenlagerstätten, die großflächig vorhanden sind und im mitteldeutschen Raum eine große Rolle bei der Elektrifizierung und Entwicklung der chemischen Industrie gespielt haben. Ein kleiner Abschnitt ist dem Bernsteinabbau im Bereich der Halle- Wittenberger Scholle gewidmet. Bernstein tritt dort in den tertiären Braunkohlenflözen auf und wurde in der ehemaligen DDR gezielt abgebaut. Die reichen Stein- und Kalisalze sind auch heute noch von großer Bedeutung, wie z. B. das Bergwerk Zielitz. In Stassfurth wurde 1856 das erste Kalisalzflöz entdeckt. Zahlreiche Solequellen in Halle, Bad Kösen, Bad Dürrenberg u. a. wurden und werden z. T. bis heute genutzt. Unter den Erzen nimmt der Kupferschiefer eine dominierende Stelle in Sachsen-Anhalt ein. Seit dem 12. Jahrhundert ist das Kupferschieferflöz bei Hettstedt bekannt. Die geologischen Untersuchungen zum Kupferschiefer sowie die bergmännische Geschichte werden im Buch ausführlich beschrieben. Ein kleiner Abschnitt befasst sich mit „Martin Luther und der Kupferschieferbergbau“. Die Mittel- und Unterharzer Eisenerzlager und Spatgänge waren in der Vergangenheit Gegenstand eines lebhaften Bergbaus.

Kapitel 8 befasst sich mit den „Böden“. Sachsen-Anhalt verfügt über eine große Vielfalt unterschiedlicher Böden. Die hohe Bodenfruchtbarkeit seiner Lössböden, insbesondere der Schwarzerden, ist die Grundlage einer ertragreichen Landwirtschaft.

Im letzten Kapitel 9 sind insgesamt 28 geowissenschaftliche Ausstellungen, Sammlungen und Objekte aufgeführt, darunter auch 5 Besucherbergwerke, ein Zeichen für die jahrhundertelange Bergbautradition dieses Bundeslandes. Das abschließende Literaturverzeichnis umfasst 81 dichtbedruckte Seiten, ein Zeichen für die seit Jahrhunderten und Jahrzehnten betriebenen geologischen Forschungen und Untersuchungen in diesem Land.

In dem mit Unterstützung des Landesamtes für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt herausgebrachten Buches sind die neuesten Forschungen eingehend dargestellt und kommentiert. Obwohl an der Abfassung insgesamt 47 Wissenschaftler beteiligt waren, erscheint das Buch jedoch aus einem Guss. Herausgeber und Redaktion haben es verstanden, eine Einheitlichkeit herzustellen und die einzelnen Kapitel aufeinander abzustimmen. Hinzu kommt, dass sämtliche Abbildungen einheitlich gezeichnet worden sind. Ein umfangreiches Register ermöglicht dem Leser die ihn besonders interessierenden Bereiche schnell aufzufinden. Die Verfasser haben mit diesem Buch ein Standardwerk geschaffen, dass in wissenschaftlich einwandfreier und doch verständlicher Form die Geologie des Bundeslandes darstellt und beschreibt. Für Wissenschaftler und Studenten, aber auch für interessierte Laien ist das Buch eine Fundgrube. Es kann uneingeschränkt empfohlen werden.

Prof. Dr.-Ing. Heinz Walter Wild

Zeitschrift zur Geschichte des Berg- und Hüttenwesens

Fischbacher Hefte Heft 1/2008 14. Jg., S. 53-55

Bespr.: der Aufschluss Nov/Dez 2008 Ausgabe 6 top ↑

Die „Geologie von Sachsen-Anhalt“ setzt die Reihe bei Schweizerbart verlegter geologischer Beschreibungen deutscher Bundesländer fort. Mit 698 Seiten ein dicker und gewichtiger Wälzer, der in 11 Kapiteln daherkommt. Neben den vier Herausgebern wirkten an der Abfassung 43 Autoren mit, welche die Vielgestaltigkeit der geowissenschaftlichen und bergbaukundlichen Gegebenheiten von Sachsen- Anhalt darstellen. Das Buch ist durchgängig schwarz-weiß gehalten. Die zahlreichen Abbildungen und Tabellen fallen positiv auf. Nur die devonischen Conodontenzonen wurden einmal zu sehr verkleinert, so dass eine Lupe notwendig ist. Die Tuschezeichnungen von Landschaften gefallen gut.

Das Buch beginnt mit einem Überblick zur geowissenschaftlichen Erforschungsgeschichte des Landes. Das erste Kapitel verdeutlicht, dass das Vorhandensein von Metallen, Salz, Kupferschiefer und Kohle seit frühester Zeit Anreize zur Beschäftigung mit geologischen Fragestellungen bot. Herausragende Forscher aus Bergbau, geowissenschaftlicher Landesaufnahme und universitärer Forschung, teils in Tuschezeichnungen dargestellt, schafften es immer wieder, Schlüsselbeiträge zur Erforschung geologischer Prozesse und geologischer Entwicklungen zu liefern. In einem geomorphologischem Überblick (Kapitel 2) wird die landschaftliche Gliederung des Gebietes dargestellt, die die geologischen Grundzüge widerspiegelt. Das dritte Kapitel präsentiert die regionalgeologische Entwicklung zunächst als Überblick. Als Teil der Mitteleuropäischen Scholle erlebte das heutige Gebiet von Sachsen-Anhalt eine wechselvolle geologische Geschichte. Im Lichte der Plattentektonik werden ihre Grundzüge vom Proterozoikum bis ins Känozoikum dargestellt. Struktur und Bau der heutigen Erdkruste werden kurz mit Hilfe von Daten zur Seismik, Gravimetrie, Geothermie und Magnetotellurik erläutert. Auch auf neotektonische Bewegungen und historische Erdbeben wird eingegangen.

Eines der wesentlichen Kapitel des Buches (4) ist die Beschreibung der Stratigraphie. Eine allgemeine Vorstellung der entsprechenden Methoden ist vorangestellt. Dies ist unbedingt notwendig, um die Vorgehensweise bei der Benennung von Einheiten zu dokumentieren. Es ist erfreulich, dass konsequent Formationen benannt werden. Gliederungen von Schichtfolgen nach Sedimentationszyklen, die u.a. mit Milankovitch- Zyklen erklärt werden, sind heute allgemein anerkannt. In einem eigenen Erklärungskapitel müssten sie aber gesondert neben den Erläuterungen zu Radiometrischen Alterbestimmungen stehen. Angefangen vom Proterozoikum bis zum Quartär werden alle Systeme und Formationen eingehend behandelt und soweit möglich, Biozonen zugeordnet sowie mit radiometrischen Altersangaben versehen. Eine Quelle der Information sind die abgedeckten Verbreitungskarten, Isolinien der Mächtigkeiten und die Profile. Den Begriff „Vorpaläozoikum“ hätte man vermeiden können. Im Abschnitt zum Zechstein schlich sich denn doch noch eine missverständliche Formulierung zur Position des Konglomerats ein. Abkürzungen in Abbildungen sollten erklärt werden.

Den regionalgeologischen Aspekten ist Kapitel 5 gewidmet. Die einzelnen, meist durch tief reichende Störungen abgegrenzten Bereiche werden vorgestellt. Die jeweils vorhandenen Schichtfolgen meist kurz, teilweise ein bisschen zu lang rekapituliert. Neuerliche Schichttabellen, wenn auch aus anderer Hand, hätten durch Verweise ersetzt werden können. Kapitel zu Bodenschätzen und Bergbau (Kapitel 6), Geologie und Umwelt (Kapitel 7) und Böden (Kapitel 8) vervollständigen die umfassende Bestandsaufnahme. In Kürze (Kapitel 9) wird auch auf die im Lande befindlichen Museen und Schaubergwerke sowie Ausstellungen mit geowissenschaftlichem Bezug hingewiesen.

Beeindruckend ist das Literaturverzeichnis (Kapitel 10), das auf mehr als 80 Seiten klein gedruckt über 2.300 Zitate vorhält. Darin sind neben den zahlreichen veröffentlichten Werken und Exkursionsführern auch unveröffentlichte Diplomarbeiten, Berichte und Karten aufgeführt. Der Hinweis, das letztere in der Regel im Landesamt verwahrt und zugänglich seien, hätte hier, wenn auch im Vorwort erwähnt, wiederholt werden können. Und der Rest bzw. die Ausnahme von der Regel? Ein ausführliches Register beschließt das Buch.

Natürlich schleicht sich der Tippfehlerteufel trotz sorgfältigster Korrektur in ein solches Werk ein, nicht gravierend bei einigen Tipp- oder Satzfehlern im laufenden Text. Legenden könnten allerdings richtig beschriftet sein.

Die Gesamtbewertung fällt rundum positiv aus. Den Herausgebern und Autoren gelang es zusammen mit dem Verlag, ein beeindruckendes Buch randvoll mit Informationen vorzulegen, das Maßstäbe für künftige Beschreibungen setzt. Es ist weniger ein Lesebuch als vielmehr ein Nachschlagewerk, in dem das Fachwissen zur Geologie von Sachsen-Anhalt umfassend präsentiert wird. In diesem Sinne ist das Buch eine wahre Fundgrube an Informationen und ein anspruchsvolles Werk für einen mehr als angemessenen Preis.

Dorothee MERTMANN, Halle (Saale)

der Aufschluss Nov/Dez 2008 Ausgabe 6

Bespr.: Geschiebekunde aktuell Heft 4, 24. Jg., Dezember 2008, S. 137 top ↑

Das Land Sachsen-Anhalt in seinen heutigen Grenzen existiert noch nicht lange, aber geowissenschaftlich erforscht wurde das Gebiet schon seit über 200 Jahren und die wissenschaftsgeschichtlich-kulturelle Bedeutung reicht sogar mindestens bis in das 16. Jh. zurück, der Bergbau (Kupferschiefer) begann schon im 13. Jh. Plattentektonisch besteht das Land nach heutiger Kenntnis aus zwei Teilen altpaläozoischer Terrane (Kleinkontinente): im Norden aus einem Anteil des Rhenoherzynikums bzw. Ost-Avalonias, im Süden aus einem Anteil des Saxothuringikums bzw. der Terrane-Kollage Armoricas; sie werden jedoch z. gr. T. von jüngeren Gesteinen überlagert. Nach einer Einführung in die Geschichte der geologischen Erforschung, einem geomorphologischen Überblick und der Darstellung der regionalgeologischen Entwicklung wird im ersten Hauptteil die Stratigraphie abgehandelt, einschließlich des Magmatismus’. Ein besonderes Kapitel ist den zahlreichen Fossillagerstätten Sachsen-Anhalts gewidmet, von denen z.B. der Kupferschiefer besondere Bedeutung hat, weil seine Fischreste schon 1535 von LUTHER als Reste früherer Lebewesen, und zwar Reste der Sintflut, erkannt worden waren, und aus ihm das älteste abgebildete Fossil (in MÜNSTERs „Cosmographei“ von 1520) stammt. Aus dem Buch erfahren wir auch noch vieles andere, heute meist Unbekannte, wie z.B. die Tatsache, daß die 1880–86 abgeteufte Bohrung Schladebach bei Bad Dürrenberg seinerzeit längere Zeit die tiefste Bohrung der Welt war und Preußen Ende des 19. Jh. zu den führenden Ländern in der Tiefbohrtechnik und Bohrleistung gehörte. Der zweite Hauptteil ist den einzelnen regionalgeologischen Einheiten gewidmet, und zwar von Norden nach Süden der Altmark-Fläming-Scholle, der Flechtingen-Roßlau-Scholle, der Halle-Wittenberg-Scholle, dem nördlichen Harzvorland, dem (Ost-)Harz und dem südöstlichen Harzvorland. Der dritte Hauptteil befasst sich mit den Bodenschätzen und dem Bergbau, und zwar: Steine und Erden, Kohlen (Braun- als auch Steinkohlen), Bernstein, Stein- und Kalisalze, Erdgas und Erdöl, Erze und Spate, Grundwasser, Geothermie, Untertagespeicher. Die letzten Kapitel schließlich behandeln „Geologie und Umwelt“ und „Böden“. Eine wertvolle Ergänzung und von allgemeinerem Interesse ist das Verzeichnis der geowissenschaftlichen Ausstellungen und Sammlungen, von denen es in S-A sehr viele gibt. Das sehr umfangreiche Literaturverzeichnis (82 S.!) enthält auch viele ältere Zitate, und auch viele Arbeiten aus der DDR-Zeit, die nicht veröffentlicht werden durften, deren Ergebnisse (vor allem aus Bohrungen gewonnene) aber in den Text eingeflossen sind. Alle Abbildungen sind SW-Zeichnungen, und, wie die Tabellen, kapitelweise nummeriert, abgesehen von einem Teil der schönen, den Text auflockernden, Fotos ersetzenden Federzeichnungen von BRINGEZU zu Beginn der meisten Kapitel und auch in einigen Kapiteln. Auf Fotos wurde, wie bei der Geologie von Mecklenburg-Vorpommern [s. Ga 20 (4): 118, 2004], generell verzichtet. Was das Buch außerdem besonders lesenswert macht, sind die Auslassungen zu bestimmten, allgemein interessierenden Themen, wie die bereits genannten und z.B. LUTHERs Beziehungen zum Kupferschieferbergbau. Nicht nur für an der Geologie Mitteldeutschlands Interessierte ist dieses Buch eine wertvolle Informationsquelle, sondern für alle, die sich mit der Geologie Mitteleuropas beschäftigen. Daß es den neuesten Stand der Forschung wiedergibt, garantiert die hohe Zahl der Autoren (47).

Roger SCHALLREUTER

Geschiebekunde aktuell Heft 4, 24. Jg., Dezember 2008, S. 137

Bespr.: Jahrbuch d. Geolog. Bundesanstalt Bd. 148, Heft 1, S. 135 top ↑

Vorweg: Das ist DIE Geologie des Bundeslandes Sachsen- Anhalt. Dieses Opus Magnum – bei der Inhaltsfülle, Vollständigkeit und dem damit verbundenen Umfang ist der Begriff gerechtfertigt – ist DAS Standardwerk; das alle Aspekte der Geologie von Sachsen-Anhalts abdeckt.

Die vier Herausgeber sind profunde Kenner (vgl. deren Kurzbiographien) der Geologie des Landes und verfügen jeweils über eine mehrere Jahrzehnte währende Praxis und Erfahrung in verschiedenen Gebieten der Geologie. Ihr beruflicher Hintergrund, sei er ein universitärer oder einer im Geologischen Landesamt, bildet die idealen Voraussetzungen für das Verfassen eines derartigen Werkes. Zusammen mit 43 weiteren AutorInnen decken sie das gesamte Spektrum der Erdwissenschaften ab.

Am Beginn steht eine Geschichte der historischen Erforschung mit einer Geologie der Bergbaugeschichte (hier wäre vor allem AGRICOLA zu nennen), der Universitätsgeschichte (die Universität in Halle wurde 1694 gegründet) und der amtlichen geologischen Landesaufnahme, die bis in das Jahr 1866 zurückreicht.

Der nächste Part (S. 15 bis 24) gibt einen geomorphologischen Überblick in stratigraphischer Abfolge ( […], Zechstein-Landschaften, Buntsandstein-Landschaften; Muschelkalk-Landschaften, […], Glazial-Landschaften und Bergbau- und Stadtgebiete).

Das Kapitel über die regionalgeologische Entwicklung (S. 25 bis 50) deckt Aspekte der Plattentektonik, des Krustenbaus und der Neotektonik ab; mit inkludiert sind hier Gravimetrie, Geomagnetik, Erdbeben etc.

Das Herzstück des Buches ist das Kapitel 4 „Stratigraphie“ (S. 51 bis 343). Nach allgemeinen einleitenden Bemerkungen über Litho,- Bio- und Chronostratigraphie erfolgt die Darstellung in Unterkapiteln vom Präkambrium bis zum Quartär, das letzte Unterkapitel hat Fossillagerstätten zum Inhalt. Jedem Unterkapitel ist ein allgemeiner Teil vorangestellt, ehe dann die Beschreibung der jeweiligen Einheiten erfolgt. Ganzseitige Verbreitungs- und Mächtigkeitskarten, die über die Landesgrenzen hinausreichen, und stratigraphische Tabellen zusammen mit Profilen erleichtern das Verständnis wesentlich und geben somit Schritt für Schritt Einblick in die Entstehung des Landes. Bei den Fossillagerstätten sind ebenfalls in stratigraphischer Abfolge vom Elbingerode-Riff (Devon) bis zu den Rübeländer Höhlen (Oberes Pleistozän) alle Schlüsselpunkt in kompakter Weise dargestellt; paläobotanischen Pflanzenlagerstätten wurde ein eigener Abschnitt gewidmet.

Kapitel 5 hat „Regionalgeologische Einheiten“ (S. 347 bis 471) zum Inhalt. Die Gliederung erfolgt von Norden nach Süden in Schollen (Altmark-Fläming-Scholle, …) bzw. in regionalgeologischen Einheiten. Innerhalb derer orientiert sich die Darstellung wieder in streng systematischer Sicht nach einem allgemeinen Teil, einem Part über Morphologie und Landschaft vom Liegenden zum Hangenden.

Große Bedeutung hat auch Kapitel 6 „Bodenschätze und Bergbau“ (S. 473 bis 555). Hier sind neben großen Abschnitten über Steine und Erden, Kohlen, Stein- und Kalisalze, Kohlenwasserstoffe etc. auch Bernstein, Grundwasser, Geothermie, Untertagespeicher und der Raffinerie- und Chemiestandort Leuna zu finden. Bemerkenswert ist hier vor allem die Speicherung von Erdgas in den Salzkavernen des Zechsteins.

Den inhaltlichen Abschluss des Buches bilden Kapitel über „Geologie und Umwelt“ (S. 557 bis 571) und „Böden“ (S. 573 bis 585). Bei Ersterem geht es um den Baugrund, geologische Barrieren und Geotope samt Geoparks, beim Zweiten werden zunächst Ausgangsgesteine und Bodensubstrate vorgestellt, eine regionale Darstellung rundet dieses Kapitel ab.

Quasi als Überleitung zur Literatur und zum Register findet sich zwischen Seite 587 und 592 eine nach Orten gegliederte Darstellung geowissenschaftlicher Ausstellungen und Sammlungen. Hier sind zwar Adressen angegeben, hilfreich wären jedoch zusätzlich auch Internetadressen.

Nach dem umfangreichen Literaturverzeichnis (S. 593 bis 673) sind auf Seite 674 geowissenschaftliche Karten samt Bezugsadresse (Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen- Anhalt; poststelle@lagb.mw.sachsen-anhalt.de) angegeben. Das Archiv dieser Institution hält auch in der Regel alle in dieser Arbeit zitierten unveröffentlichten Berichte zur Verfügung. Den Schluss bildet das Register (Kapitel 11), das ein kombiniertes Orts-, Personen- und Sachregister ist.

Aufgelockert wird das Buch durch Zeichnungen von H. BRINZEGU sowie durch Zitate. Letztere finden sich fallweise am Beginn einzelner Abschnitte; die Autoren reichen von AGRICOLA bis hin zu Zeitgenossen.

Alles in allem in gelungenes Jahrhundertwerk, dem mehrere Auflagen zu wünschen sind, der streng systematische Aufbau hilft jedem, auch dem ortsfremden Einsteiger, bei der Orientierung in der Geologie des Landes Sachsen-Anhalt.

THOMAS HOFMANN

Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt Band 148 Heft 1 S. 135

Bespr.: Geohistorische Blätter 1/2009 top ↑

Mit dem vorliegenden Buch liegt erstmals eine umfassende Darstellung der geologischen Verhältnisse für das 1947 gegründete, 1952 aufgelöste und 1990 wiedergegründete Land Sachsen-Anhalt vor. Siebenundvierzig Autoren haben unter der Leitung der Herausgeber von der Universität Halle und dem Landesamt für Geologie und Bergwesen das umfangreiche, teilweise unpubliziertes Material zu den Ergebnissen geologischer Forschungs- und Erkundungsarbeiten zusammengetragen. Es ist in acht Hauptkapitel gegliedert, die ergänzt werden durch eine Auflistung geowissenschaftlicher Ausstellungen und Sammlungen (Kapitel 9: 6 S.), das umfangreiche Literaturverzeichnis nebst aktuellem Verzeichnis geologischer Übersichtskarten (10: 80 S.) sowie das Register (11: 14 S.).

Im ersten Kapitel (14 S.) wird die Geschichte der geologischen Erforschung dargestellt, wobei speziell auf die Bergbaugeschichte und die Bedeutung der Universität Halle und der amtlichen geologischen Landesaufnahme eingegangen wird. In einem zweiten Kapitel (10 S.) werden die geomorphologischen Verhältnisse der geologischen Landschaften vom variszischen Grundgebirge bis zu den Glaziallandschaften beschrieben. Sehr aufschlußreich sind die Ausführungen des dritten Kapitels (26 S.), die das Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt in seiner regionalgeologischen Entwicklung als Teil der Mitteldeutschen Großscholle beschreiben. Dabei wird das Gebiet in den Rahmen der globalen Plattentektonik gestellt und der Krustenbau abgehandelt sowie auf neotektonische Erscheinungen eingegangen. Im umfangreichsten 4. Kapitel (296 S.) wird die Stratigraphie der in Sachsen-Anhalt vorkommenden Gesteine vom Proterozoikum bis zum Quartär dargestellt und im 5. (126 S.) die Entwicklung der regionalen Einheiten (Altmark-Fläming-Scholle, Flechtingen-Roßlau-Scholle, Halle-Wittenberg-Scholle, Nördliches und Südöstliches Harzvorland, Harz, Meisdorf- und Ilfeld-Becken, Saale-Becken) behandelt. Im Kapitel 6 (84 S.) werden die Bodenschätze behandelt: Steine und Erden, Kohlen, Stein- und Kalisalze, Erdgas und Erdöl, Erze und Spate, Grundwasser, Geothermie sowie als Besonderheit der Bitterfelder Bernstein. Im Mittelpunkt des 7. Kapitels (16 S.) steht der Komplex „Geologie und Umwelt“ und im 8. (14 S.) werden die Bodenregionen Sachsen-Anhalts behandelt.

K.-H. BORSDORF (Berlin) & U. WUTZKE (Ahrensfelde)

Geohistorische Blätter 1/2009, S. 87

Bespr.: Zentralblatt Geo. Pal. T. II Jg. 2009, H. 1-2 top ↑

Erstmals liegt mit dieser Neuerscheinung nun eine vollständige Darstellung der Geologie des Landes Sachsen-Anhalt vor. Die Herausgeber präsentieren gemeinsam mit über vierzig Fachkollegen eine übersichtliche Zusammenfassung aller geowissenschaftlicher Daten dieser Region. Beginnend mit einem Überblick zur über 200-jährigen geologischen Erforschungsgeschichte, werden im Folgenden die geomorphologischen Einheiten und die regionalgeologische Entwicklung im plattentektonischen Kontext dargestellt und durch anschauliche Graphiken ergänzt. In der Abhandlung der stratigraphischen Einheiten ist die Nomenklatur der Stratigraphischen Tabelle von Deutschland 2002 (STD 2002) verwandt und die aktuelle Literatur berücksichtigt. Nach den stratigraphischen Einheiten folgt die Darstellung der regionalgeologischen Einheiten. Diese Gliederung ist sinnvoll, da der Leser so die erdgeschichtliche Entwicklung nun exemplarisch für die sechs Haupteinheiten (Altmark-Fläming-Scholle, Flechtingen-Roßlau-Scholle, Halle-Wittenberg-Scholle, Nördliches Harzvorland, Harz, Südöstliches Harzvorland) vorgestellt bekommt.

Ein Kapitel zu den Bodenschätzen und dem Bergbau darf in einer Dokumentation der Geologie von Sachsen-Anhalt nicht fehlen, da diese Region zu den traditionsreichsten Bergbaugebieten Deutschlands zählt. Dabei spielt der historische Bergbau eine zentrale Rolle für die Erforschung von Rohstoffen (z. B. Erze, Kohle, Salz) und der Blick auf aktuelle Themen der Rohstofferkundung und -nutzung – auch im Hinblick auf regenerative Energien (z. B. Kapitel 6.9 Geothermie) – rundet diese Thematik sehr gut ab. Umweltfragen und Geotopschutz werden in einem eigenen Kapitel (Kap. 7) thematisiert. Auch die Böden Sachsen-Anhalts findet man hinsichtlich ihres Nutzungspotentials (Landwirtschaft, Trinkwasserspeicher und -filter etc.) detailliert dargestellt.

Eine Aufstellung geowissenschaftlicher Ausstellungen und Sammlungen sowie ein umfangreiches Literaturverzeichnis mit Angaben zu geowissenschaftlichen Übersichtskarten des Landes schließen die Darstellung der Geologie von Sachsen- Anhalt ab.

Im Register nahm man die Fossilnamen leider nicht auf. Die Zeichnungen von H. BRINGEZU mögen den Text auflockern; Fotos von ausgewählten Geotopen etc. wären hier zur Dokumentation der vielfältigen Geologie Mitteldeutschlands jedoch besser geeignet gewesen.

Insgesamt liegt hier ein gelungenes Nachschlagewerk vor, dem eine breite Leserschaft zu wünschen ist.

A.E. GÖTZ

Zentralblatt Geo. Pal. T. II Jg. 2009, H. 1-2

Bespr.: POLLICHIA 94 (2008/2009) top ↑

Nur knapp 20 Jahre nach der (Wieder-)Gründung des Bundeslandes legt nun eine erste zusammen- und umfassende Darstellung der Geologie von Sachsen- Anhalt vor. Insgesamt 47 Verfasser haben hier ihr Wissen über dieses Bundesland zusammengetragen und auf fast 700 Seiten ”kompakt“ dargestellt.

Das einführende Kapitel (14 S.) beschäftigt sich mit der Geschichte der geologischen Erforschung von Sachsen-Anhalt, die eng mit der Bergbaugeschichte in dieser Region verknüpft ist. Einen ersten, nach stratigraphischen Einheiten untergliederten geomorphologischen Überblick über das Bundesland liefert dann das folgende Kapitel (10 S.). Mit der regionalgeologischen Entwicklung, die im plattentektonischen Kontext dargestellt wird, befasst sich dann das 3. Kapitel (26 S.). Im sehr umfassenden 4. Kapitel (296 S.) werden dann die stratigraphischen Einheiten dargestellt, die in diesem Bundesland praktisch alle Epochen vom Pr¨akambrium bis zum Quart¨ur umfassen. Neben diesen speziellen Informationen findet der Leser hier auch Informationen zur Litho,- Bio- und Chronostratigraphie, sowie zu Fossillagerst¨atten. Darauf folgt dann im 5. Kapitel (127 S.) ein Überblick über die Entwicklung in den wichtigsten regionalgeologischen Einheiten (Altmark-Fläming-Scholle, Flechtingen-Roßlau- Scholle, Halle-Wittenberg-Scholle, Nördliches Harzvorland, Harz, Südöstliches Harzvorland) die den Untergrund des Bundeslandes ausmachen.

Mit den Bodenschätzen sowie dem Bergbau beschäftigt sich das folgende Kapitel (83 S.). Neben einer umfangreichen Übersicht über die vielfältigen Bodenschätze erfährt der Leser hier auch welche Bedeutung diese Bodenschätze für den Werdegang von Martin Luther, als Sohn eines Bergwerks- und Hüttenbesitzers, und damit für die ganze Reformation hatten. Interessanterweise finden sich in diesem Kapitel dann neben Informationen zu klassischen Bodenschätzen auch solche zur Geothermie. Verschiedene Aspekte aus dem Themenkreis Geologie und Umwelt (z.B. Baugrund, Geotope und Geoparks) finden sich dann auf insgesamt 16 Seiten im 7. Kapitel, während im folgenden Kapitel auf 15 Seiten das Thema Böden, vor allem in Hinblick auf ihr Nutzungspotential, behandelt wird. Darauf folgt im 9. Kapitel eine knappe Übersicht über geowissenschaftliche Ausstellungen und Sammlungen in Sachsen-Anhalt. Dem Textteil folgt dann ein 80-seitiges Literaturverzeichnis sowie eine Übersicht der geologischen Karten von Sachsen-Anhalt mit Hinweisen auf deren Bezugsquellen. Den Abschluss des Werkes bildet ein 15- seitiges Register, dass leider keine Fossilnamen enthält.

Das Werk ist durchgehend reich mit geologischen Detailkarten, Profilen, Schemata etc. bebildert. Neben diesen eher ”technischen“ Abbildungen finden sich auch verschiedene eigens für das Werk angefertigte Porträtzeichnungen bedeutender Geologen und wichtiger Geotope. Bei Letzeren Zeichnungen fragt sich allerdings der Rezensent ob nicht Fotos bzw. Reproduktionen älterer, deutlich weniger abstrahierter Porträts aussagekräftiger gewesen wären.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass dieses Werk eine hervorragende Darstellung der Geologie von Sachsen-Anhalt darstellt, die sowohl Fachleuten als auch Laien eine Fülle von Informationen zum Thema liefert.

PD Dr. Dieter Uhl, Neustadt an der Weinstraße

POLLICHIA 94 (2008/2009)

Bespr.: Zeitschrift für Geomorphologie N.F. 53/4 (2009) top ↑

Wie auf der Rückseite des Buches treffend erwähnt, stellt dieses Werk die erste vollständige und ausführliche Zusammenfassung der Geologie des Landes Sachsen-Anhalt dar. Für die Länder Sachsen und Thüringen hat es bereits in der Vergangenheit Vorläufer geologischer Darstellungen gegeben wie die von dem Hallenser Geomorphologen Hans Weber verfassten Geologien aus den Jahren 1951 und 1955. Sachsen-Anhalt in seiner heutigen Form ist hingegen eine sehr junge Einheit ohne historisch verwurzelte regionale Identität. Gerade auch deswegen ist es von großer Bedeutung, dass in der Reihe der geologischen Beschreibungen der deutschen Bundesländer nun auch eine solche für Sachsen-Anhalt erschienen ist.

Das Buch umfasst die folgenden Hauptkapitel: 1. Geschichte der geologischen Er for - schung, 2. Geomorphologischer Überblick, 3. regionalgeologische Entwicklung, 4. Strati - graphie, 5. regionalgeologische Einheiten, 6. Bodenschätze und Bergbau, 7. Geologie und Umwelt, 8. Böden sowie ein Kapitel zu den geowissenschaftlichen Ausstellungen und Sammlungen. Das Literaturverzeichnis ist sehr ausführlich und eine reiche Quelle für die an der Geologie des Landes Interessierten. Der generell geologisch-historischen Ausrichtung des Buches entsprechend ist das Kapitel zur Stratigraphie das umfangreichste. Neben den Herausgebern hat eine ganze Reihe von Fachleuten zur Gestaltung der Einzelkapitel bei getragen, so dass sich das Buch durch eine sehr hohe Sachkompetenz auszeichnet. Das Kapitel zur Geomorphologie und Landschaftsgeschichte ist lediglich eine Über blicks dar stellung, etwas anderes war von den Herausgebern wohl auch nicht beabsichtigt, die die gängigen Vorstellungen zur Geomorphologie referiert. Insgesamt sind aber die Herausgeber zu beglückwünschen dafür, dass sie ein so reichhaltiges Kompendium zusammengestellt haben und damit eine qualitativ sehr hochstehende geologische Präsentation eines neuen Bundeslandes geschaffen haben.

Karl-Heinz Schmidt, Halle

Zeitschrift für Geomorphologie N.F. 53/4 (2009)

Bespr.: Der Anschnitt 62, 2010 H. 4 top ↑

Nachdem die E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller) in Stuttgart in den vergangenen Jahren bereits Bände zur Geologie von Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen verlegt hat, sind nun (2008/2009) in dieser informellen Reihe die Bände „Geologie von Sachsen-Anhalt“ sowie „Geologie von Sachsen“ (in zwei Teilen) erschienen. Neuerscheinungen geologischen Inhalts finden nur selten Eingang in den Rezensionsteil dieser Zeitschrift, doch rechtfertigt der Reichtum an mineralischen Rohstoffen der beiden Bundesländer eine Ausnahme.

Die „Geologie von Sachsen-Anhalt“ wurde von einem Viermännerkollegium (Gerhard H. Bachmann, Bodo-Carlo Ehling, Rudolf Eichner & Max Schwab) herausgegeben, dessen Mitglieder entweder am Geologischen Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt oder an der Universität Halle(-Wittenberg) tätig sind. Beim besprochenen Werk handelt sich um die erste ausführliche und zusammenfassende Buchpublikation zur Geologie von Sachsen-Anhalt, das als Bundesland ja erst seit 1990 besteht. Den Herausgebern ist es gelungen, insgesamt 47 regionalgeologisch kompetente Kollegen als Autoren für die einzelnen Kapitel zu gewinnen. Einleitend schildert R. Eichner die Geschichte der geologischen Forschung, die aber in Teilen eher einen Abriss der Bergbaugeschichte darstellt. Die dort als „kolorierte[s] Unikat“ bezeichnete „Petrographische Karte der Grafschaft Mannsfeld“ von 1815 ist allerdings kein Unikat, sondern als „illuminirte petrographische Charte“ dem dritten Teil einer Publikation beigegeben, die auch im Schriftenverzeichnis des besprochenen Bandes angegeben wird (Freiesleben, Johann Carl 1815: Geognostischer Beytrag zur Kenntniß des Kupferschiefergebirges, mit besonderer Hinsicht auf einen Theil der Grafschaft Mansfeld und Thüringens“, Dritter Theil). Hervorzuheben im ersten, historischen Kapitel sind die Abschnitte „Geologie und Universitätsgeschichte“ sowie „Geologie und amtliche geologische Landesaufnahme“. Es folgen ein „Geomorphologischer Überblick“ (K. Schuberth) und – als Übersicht – die „Regionalgeologische Entwicklung“ (G. H. Bachmann & M. Schwab), bevor der Kernteil des Bandes die stratigraphischen Einheiten (p. 51–343) behandelt, die einen weiten Bogen vom Präkambrium (die ältesten datierten Zirkone lieferten Alter von über 1,5 Milliarden Jahre) bis zum Quartär schlagen. Den Abschluss des stratigraphischen Kapitels bildet der Abschnitt „Fossillagerstätten“, der nach Meinung des Rezensenten besser im Abschnitt „Geologie und Umwelt“ aufgehoben gewesen wäre, nicht nur, weil dort geowissenschaftliche Museen und Geotope behandelt werden, zu denen sich vielfältige Beziehungen ergeben, wodurch im besprochenen Band Redundanzen auftreten (z. B. Geiseltalmuseum im stratigraphischen Kapitel), sondern auch, weil die besprochene Tiefbohrung Schladebach (p. 346), die Ende des 19. Jahrhunderts mit 1748,40 m tiefste Bohrung der Welt, kein Geotop, sondern im besten Fall ein technisches Denkmal darstellt (nämlich deren Bohrkerne). – Das folgende fünfte Kapitel beschreibt die regionalgeologischen Einheiten Altmark-Fläming-Scholle, Flechtingen-Roßlau-Scholle, Halle-Wittenberg-Scholle sowie Harz mit seinem nördlichen und südöstlichen Vorland. Der Bedeutung des aktiven sowie des historischen Bergbaus entsprechend nimmt die Beschreibung des Kapitels „Bodenschätze und Bergbau“ (R. Eichner & J. Wirth) einen breiten Raum ein. Noch heute ist Sachsen-Anhalt ein z. T. bedeutender Produktionsstandort für die Gewinnung von Steinen und Erden, Braunkohle, Stein- und Kalisalzen und Erdgas. In der Vergangenheit wurden zudem Steinkohlen des Oberkarbons und Unterrotliegenden, Bernstein, Erdöl (bis 1986), Bunt- und Schwermetallerze (darunter „Kupferschiefer“-Erze, Pyrit, hydrothermale Pb-Zn-Cu-Erze, sedimentäre Eisenerze) sowie Baryt und Fluorit („Spate“) gewonnen. Behandelt werden auch Uran-Mineralisationen, die durch die SDAG Wismut durch zahlreiche Bohrungen intensiv erkundet worden sind (1949−1953, 1973−1985), deren geringe Menge aber der Aufnahme einer Uranerzgewinnung immer im Wege stand. Auch die Nutzung von Grund-, Heil- und Mineralwasser, von geothermischer Energie und von Untertagespeichern wird in diesem Kapitel behandelt. Ein eigener Abschnitt beleuchtet „Halle und das Salz“ in geologischer und salinarhistorischer Beziehung. Kapitel 7 ist mit „Geologie und Umwelt“ überschrieben (G. Strobel) und umfasst den Baugrund, geologische Barrieren sowie Geotope und den UNESCO-Geopark „Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen“. Dem Kapitel „Böden“ (W. Kainz) folgt als neuntes und letztes Kapitel „Geowissenschaftliche Ausstellungen und Sammlungen“ (G. H. Bachmann), das stichwortartig die im Bundesland vorhandenen Sammlungen, Schaubergwerke und Hüttenmuseen in alphabetischer Aufstellung erläutert. Ein umfangreiches Schriftenverzeichnis (82 Seiten) und ein Stichwortregister beschließen den Band. Dem angelsächsischen Vorbild entsprechend sind die Abbildungen und Tabellen des Bandes leider nicht mehr fortlaufend, sondern abschnittsweise nummeriert (3.1-1, 3.1-2, 3.1-3, 3.2-1, 3.2-2 etc.), was die Suche nach Abbildungen und Tabellen zu einem ärgerlichen Suchspiel werden lässt. Auch gibt es nicht nummerierte Abbildungen, z. B. auf p. 346. Über Geschmack lässt sich bekanntlicher Weise streiten, und sicherlich auch darüber, ob in eine Landesgeologie der vorliegenden Güte Federzeichnungen gehören, die holzschnittartig Felsformationen, Schachtanlagen sowie Portraits bedeutender Bergbeamter und Geognosten darstellen und z. T. verfremden. Der Rezensent ist der Überzeugung, dass die im Einzelnen nicht zitierten Vorlagen der Federzeichnungen aus der Hand von H. Bringezu dem vorliegenden Band besser zu Gesicht gestanden hätten.

Der Band kann allen Interessierten uneingeschränkt empfohlen werden; der attraktive Preis in Höhe von nur 78 Euro (dies entspricht lediglich 11 Cent/Seite) wurde durch eine freundliche Unterstützung des Landesamtes für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt ermöglicht –eine wohltuend bürgerfreundliche Verwendung von Steuergeldern in einer Zeit von sog. Auslandseinsätzen und Bankenstützen.

Der erste, allerdings nicht nummerierte Band der „Geologie von Sachsen“ trägt den Untertitel „Geologischer Bau und Entwicklungsgeschichte“. Korrekterweise müsste er die Nummer I tragen. Er wurde von Werner Pälchen und Harald Walter herausgegeben, zwei ausgewiesenen Kennern der Region, beide am Sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie in Freiberg (Sachsen) tätig bzw. tätig gewesen. Auch für den ersten Band der Landesgeologie haben die Herausgeber zahlreiche Experten gewinnen können, in diesem Fall 42 Autoren. Sachsen gehört seit den Zeiten von Georgius Agricola zu den klassischen Bergbauregionen der Welt, und so verwundert es nicht, dass die beiden Herausgeber nicht die erste sächsische Landesgeologie herausgeben. Wie die Herausgeber betonen, war Kurt Pietzsch (1962) allerdings der letzte, der eine umfangreiche, monographische Bearbeitung des Gebiets als ein „Ein-Mann-Buch“ verfassen konnte: Die intensive Rohstoffexploration der DDR und auch immense bergmännische Aufschlussarbeiten erbrachten einen so ernormen Erkenntniszuwachs, dokumentiert durch ca. 345.000 Bohrungen sowie ca. 7.500 Berichte über Erkundungs-, Kartierungs- und Forschungsarbeiten, so dass ein neuer Versuch, dieses Wissen in Buchform zu dokumentieren, zahlreicher Autoren bedurfte. Die Konzeption für das vorliegende Werk war bereits vor der sog. Wende fertig, doch konnte es erst mit großem, zeitlichen Abstand zur Konzeption fertig gestellt werden.

Der erste Band begnügt sich mit 16 Seiten „Geographisch-geologischer Überblick“, zu denen auch eine kurze „Geschichte der geologischen Erforschung“ (8 S.) gehört, um dann in medias res zu gehen, der Beschreibung der drei geotektonischen Baueinheiten von Sachsen. Kapitel 2 widmet sich den „Baueinheiten des Grundgebirgsstockwerkes“, die im Rahmen der variscischen Gebirgsbildung deformativ überprägt worden sind und größtenteils zur saxothuringischen Zone gehören. Folgende regionalgeologische Einheiten werden beschrieben: Erzgebirge, Vogtland, Granulitgebirge, Nordwestsachsen, Elbezone und Lausitz. Kapitel 3 behandelt die „Baueinheiten des Molassestockwerkes“, worunter die Füllung der spätvariscischen Molassebecken mit permokarbonischen Sedimenten, Vulkaniten und granitischen Intrusionen verstanden wird. Im letzten Kapitel („Postvaristisches Deckgebirge“) werden die das Grundgebirge und die Molassefüllung überlagernden Strukturen und Sedimente beschrieben, die von der Zechsteinzeit bis zum Holozän reichen.

Die den Leser dieser Zeitschrift besonders interessierenden Lagerstätten und Vorkommen mineralischer Rohstoffe (hier Georessourcen und -potenziale genannt) werden im separaten Band II beschrieben, der ein Jahr später erschien. In dem von H. Pälchen herausgegebenen Band erläutern 28 Autoren ein weites Spektrum geowissenschaftlicher Themen, von Georessourcen (mineralischen Rohstoffe) und Geopotenzialen über Georisiken (z.B. Erdbeben) bis hin zu Geotopen, Museen und Schaubergwerken.

Das 1. Kapitel („Georessourcen“) umfasst das Wasser (Oberflächen-, Grund-, Mineral- und Thermalwasser), die sächsischen Energierohstoffe (Stein- und Braunkohlen, Uranerze, geothermische Energie), dann die heute noch wichtigen Lagerstätten der Steine und Erden (Festgesteine, Sande und Kiese, Tonrohstoffe), die Industrieminerale (Fluorit, Baryt), „Erze“ (W, Mo, Sn, U, Pb, Zn, Ni, Co, Cu, Fe etc.), die Schmuck- und Edelsteine (darunter der berühmte Topas vom Schneckenstein bei Muldenburg im Vogtland, die bekannten Achate und Amethyste z. B. von Schlottwitz, aber auch Gesteine wie der weithin bekannte Serpentinit von Zöblitz) und „Sonstige mineralische Rohstoffe“. Hierunter werden Feldspat, Quarz, Quarzit, Kieselgur, Polierschiefer, Talk, Paragonit, Cordierit-Sillimanit-Granat-Gesteine, B-Träger, Zirkon, Schwermineral-Seifen, Anatasschluff, Torf und Erdöl/Erdgas beschrieben, mineralische Rohstoffe, von denen einige auch unter den Industriemineralen bzw. den Energierohstoffen hätten abgehandelt werden können. Erfreulicherweise finden sich eigene Abschnitte zum wichtigen Thema der Rohstoffsicherung und zu den Folgen des Bergbaus und der Sanierung ehemaliger Abbaugebiete, von Bedeutung hier vor allem der ehemalige Braunkohlen- und Uranerzbergbau. Das 2. Kapitel („Geopotenziale“) wäre bis vor wenigen Jahren schlichter und zutreffender mit „Bodenkunde, Hydrogeologie, Ingenieurgeologie, Geophysik, Geochemie“ überschrieben worden. Zu den sächsischen „Georisiken“ (3. Kapitel) zählen Erdbeben (darunter die bekannten sächsischen Schwarmbeben), Gasemissionen (CO2 und N2 aus dem Erdmantel sowie CH4 nicht ganz geklärter Herkunft), „Massenbewegungen“ (Felsstürze, Rutschungen etc.) und „Bodenerosion“. Das 4. und abschließende Kapitel dieses Teilbandes ist mit „Objekte und Stätten geowissenschaftlicher Information und öffentlicher Bildung“ überschrieben. Hier werden die Abschnitte „Geotope und Geotopschutz“, „Geologische Lehrpfade und Schaubergwerke“ und „Geowissenschaftliche Museen, Sammlungen und Archive“ beschrieben: In Sachsen existieren alleine 64 Besucherbergwerke sowie 17 Lehrpfade und 24 bedeutenden Museen geowissenschaftlicher Ausrichtung! Den Abschluss bilden ein „Quellenverzeichnis“ und ein Verzeichnis der „Schlüsselliteratur“.

Bezüglich der Abbildungsnummerierung folgen beide Teile der „Geologie von Sachsen“ leider auch der unübersichtlichen, abschnitts- und kapitelbezogenen Nummerierungsstrategie der „Geologie von Sachsen-Anhalt“. Tabellen werden im Text als Abbildungen bezeichnet und in diese eingereiht, doch sind einige dem ersten Band als Anhang beigegeben, auch hier verwirrend nummeriert und beginnend mit den Tabellen 2.3-1, 2.10-1 und 3.4-1. Aus Platzgründen ist der Geologie von Sachsen leider kein komplettes Literaturverzeichnis beigegeben worden; man hat sich auf die Angabe der sog. Schlüsselliteratur beschränkt, derjenigen Literatur, die am Ende eines jeden Abschnitts kursorisch angegeben wird und die im Schriftenverzeichnis des ersten Bandes gerade einmal zwölf Seiten und des zweiten Bandes acht Seiten füllt. Bei einer Neuauflage sollte das Schrifttum vollständig aufgeführt und auch im Text erwähnt werden. Bei beiden Bänden der „Geologie von Sachsen“ beschließen ein Sachregister bzw. ein Register den Band. Mit 69,00 Euro (= 12,5 Cent/Seite) für Band I bzw. 49,80 Euro (= 15,6 Cent/Seite) sind beide Bände der „Geologie von Sachsen“ kostengünstig in der Anschaffung und können Interessierten uneingeschränkt empfohlen werden.

Sowohl die „Geologie von Sachsen-Anhalt“ als auch die beiden Bände der „Geologie von Sachsen“ richten sich primär an alle Geowissenschaftler, also im engeren Sinn Geologen, Paläontologen und Mineralogen sowie Studenten dieser Fächer, doch werden auch Geographen und Vertreter von Nachbardisziplinen, so Bergleute, Steine-und-Errden-Ingenieure, Bauingenieure, Geotechniker, Planer, Landwirte und Forstleute von beiden Werken profitieren. In Zeiten des nachlassenden Interesses für die regionale Geologie Deutschlands und der Abwicklung geowissenschaftlicher Landesbehörden in zahlreichen Bundesländern wünsche ich der „Geologie von Sachsen“ und der „Geologie von Sachsen-Anhalt“ eine weite Verbreitung und weitere Auflagen.

Prof. Dr. Thomas Kirnbauer, Bochum

Der Anschnitt 4/2010, 62. Jg.

Bespr.: GMIT Nr. 34 Dezember 2008 top ↑

Geologie von Sachsen-Anhalt ist der neueste Band einer Buchreihe, in welcher die Geologie der einzelnen Bundesländer von, oder in Kooperation mit den betreffenden Landesämtern, geologischen Diensten, Universitäten oder sonstigen Fachinstitutionen beschrieben wird. Zunächst fällt die thematisch und didaktisch sinnvolle Gliederung des Buches auf. Auf ein kurzes historisches Resümee folgt eine Einführung in die geomorphologischen Großeinheiten und Landschaftsformen Sachsen-Anhalts, welche den Leser auch mit notwendigen geografischen Begrifflichkeiten vertraut macht. Erfreulich, weil zum weiteren Verständnis absolut notwendig aber oft vernachlässigt, jene Ausführungen im dritten Kapitel, welche die regional-geologische Entwicklung in den Kontext globaler Plattentektonik stellen und einen kurzen Exkurs in Geophysik und Krustenbau geben. Hier wird die Verständnisgrundlage für die dann in Kapitel 4 in stratigraphischer Abfolge abgehandelte Geologie des Landes gelegt. Gut eine den Leser in Stratigraphiesystematik und -nomenklatur einführende Kapiteleinleitung. Interessant hier auch die Ausgliederung eines eigenständigen Unterkapitels zu Fossillagerstätten. Mit Kapitel g wird der zeitlichen schließlich eine räumliche Gliederung, nämlich eine Beschreibung der wichtigsten großtektonischen Einheiten nachund gegenübergestellt. Hier wird auf die vorangegangenen Buchabschnitte zurückgegriffen. Kapitel zu Bergbau und Bodenschätzen (incl. Grundwasser und Geothermie), Geologie und Umwelt, zur Pedologie, sowie eine Auflistung von Ausstellungen und Sammlungen runden das Buch ab. Insgesamt fällt positiv auf, dass es sich bei dem vorliegenden Werk nicht nur um eine deskriptive Abhandlung der Landesgeologie handelt. So werden, stellenweise lehrbuchmäßig, auch kausale Ursächlichkeiten und Zusammenhänge vermittelt oder zum Verständnis notwendige Einführungen in benötigtes Basiswissen gegeben. Dennoch bleibt bei einzelnen Abschnitten immer wieder Recherchebedarf für den Leser, etwa bei Auflistungen nur lateinisch gehaltener Fossilführungen. Das Buch ist reichhaltig und hilfreich mit Karten, Profilen und Tabellen illustriert. Im Gegensatz zu den zahlreich vorhandenen Spezialkarten steht jedoch das Nichtvorhandensein einer beigelegten oder abgebildeten geologischen Übersichtskarte des Bundeslandes. Fotografien fehlen ebenfalls leider völlig. Stattdessen sind an wenigen Stellen, allenfalls dekorativen Aspekten dienende, Zeichnungen eingefügt. Damit wird bedauerlicher Weise versäumt dem Leser ein wesentliches Hilfsmittel zur Identifizierung der, aber auch zur Identifikation mit der, beschriebenen Geologie des Landes Sachsen-Anhalt an die Hand zu geben. Auch für Fachpublikum, an welches sich das Buch laut Vorwort und auch inhaltlich maßgeblich richtet, sind dies zwei Wehrmutstropfen. Trotzdem stellt das Buch aber ein, für jeden regionalgeologisch Interessierten, unabdingliches und bislang überfälliges, die Geologie des Bundeslandes übersichtlich zusammenfassendes Grundlagenwerk dar und gehört zwingend in jeden entsprechend ausgerichteten Literaturfundus.

Markus Diehl, Darmstadt

GMIT Nr. 34 Dezember 2008

Inhaltsverzeichnis top ↑

Vorwort V
Danksagung VII
Anschriften der Autoren IX
Kurzbiographien der Herausgeber XI
Inhaltsverzeichnis XIII
1 Geschichte der geologischen Erforschung (R. EICHNER) 1
1.1 Allgemeines 1
1.2 Geologie und Bergbaugeschichte 1
1.3 Geologie und Universitätsgeschichte 6
1.4 Geologie und amtliche geologische Landesaufnahme 10
2 Geomorphologischer Überblick (K. SCHUBERTH) 15
2.1 Allgemeines 15
2.2 Landschaften im variszischen Grundgebirge 15
2.3 Zechstein-Landschaften 19
2.4 Buntsandstein-Landschaften 19
2.5 Muschelkalk-Landschaften 20
2.6 Keuper-Landschaften 21
2.7 Jura- und Kreide-Landschaften 21
2.8 Glazial-Landschaften 22
2.9 Bergbau- und Stadtgebiete 24
3 Regionalgeologische Entwicklung (G. H. BACHMANN & M. SCHWAB) 25
3.1 Regionalgeologische Stellung 25
3.2 Plattentektonische Entwicklung 27
3.2.1 Altpaläozoische Entwicklung 27
3.2.2 Jungpaläozoische Entwicklung 30
3.2.3 Oberpermisch-mesozoisch-känozoische Entwicklung 32
3.3 Geophysik und Krustenbau (W. LANGE & I. RAPPSILBER) 34
3.3.1 Allgemeines 34
3.3.2 Seismik und Krustenbau 34
3.3.3 Gravimetrie 38
3.3.4 Geomagnetik 40
3.3.5 Magnetotellurik 42
3.3.6 Geothermie 42
3.4 Neotektonik (M. SCHWAB & I. RAPPSILBER) 44
3.4.1 Allgemeines 44
3.4.2 Vertikale Krustenbewegungen 45
3.4.3 Horizontale Krustenbewegungen und Felderung 47
3.4.4 Anthropogen ausgelöste Bewegungen 48
3.4.5 Erdbeben (Seismologie) 49
4 Stratigraphie 51
4.1 Allgemeines (G. H. BACHMANN & M. SCHWAB) 51
4.1.1 Lithostratigraphie 53
4.1.2 Biostratigraphie 54
4.1.3 Chronostratigraphie und Geochronologie (Zeitgliederung) 54
4.1.4 Numerische Altersbestimmung 55
4.1.5 Stockwerksgliederung 55
4.2 Präkambrium (B.-C. EHLING) 57
4.2.1 Allgemeines 57
4.2.2 Kristallines Grundgebirge unsicherer Altersstellung 60
4.2.3 Neoproterozoikum 62
4.2.4 Magmatismus 64
4.3 Kambrium (B.-C. EHLING) 65
4.3.1 Allgemeines 65
4.3.2 Unteres Kambrium 66
4.3.3 Mittleres Kambrium 68
4.3.4 Oberes Kambrium (Furongium) 69
4.3.5 Magmatismus 69
4.4 Ordovizium (M. SCHWAB & B.-C. EHLING) 70
4.4.1 Allgemeines 70
4.4.2 Ordovizium des Harzes 71
4.4.2.1 Piskaborn-Gruppe 72
4.4.2.2 Wippra-Gruppe 74
4.4.3 Ordovizium der Flechtingen-Roßlau-Scholle und des östlichen Subherzyns 75
4.4.4 Ordovizium im südlichen Sachsen-Anhalt 79
4.4.5 Magmatismus 80
4.5 Silur (M. SCHWAB) 81
4.5.1 Allgemeines 81
4.5.2 Silur des Harzes 81
4.5.3 Silur der Flechtingen-Roßlau-Scholle 85
4.5.4 Silur im südlichen Sachsen-Anhalt 85
4.5.5 Magmatismus 86
4.6 Devon (M. SCHWAB & H. HÜNEKE) 87
4.6.1 Allgemeines 87
4.6.2 Devon des Harzes 87
4.6.3 Rheinische Fazies 89
4.6.4 Rheinisch-herzynische-Übergangsfazies 90
4.6.5 Herzynische Fazies 92
4.6.5.1 Herzynkalk-Formation (Lochkov – Famenne) 92
4.6.5.2 Flinzkalk-Formation (Eifel – Famenne) 96
4.6.5.3 Bildungsbedingungen der Herzyn- und Flinzkalke 97
4.6.6 Weitere Faziesräume (Becken-, Riff- und Flysch-Fazies) 98
4.6.6.1 Wissenbach-Formation (Eifel) 99
4.6.6.2 Wernigerode-Formation (Eifel–Famenne) 100
4.6.6.3 Elbingerode-Gruppe (Givet – Famenne) 102
4.6.6.4 Südharz-Selke-Formation (Givet – Famenne) 105
4.6.6.5 Fragliches Devon der Wippra-Zone 107
4.6.7 Devon der Flechtingen-Roßlau-Scholle und des Subherzyns 107
4.6.8 Devon im südlichen Sachsen-Anhalt 108
4.6.9 Magmatismus 109
4.7 Karbon (M. SCHWAB & B.-C. EHLING) 110
4.7.1 Allgemeines 110
4.7.2 Unterkarbon 112
4.7.2.1 Unterkarbon des Rhenoherzynikums 112
4.7.2.1.1 Unterkarbon des Harzes 115
4.7.2.1.2 Unterkarbon der Flechtingen-Roßlau-Scholle und
des Subherzyns 125
4.7.2.2 Unterkarbon der Mitteldeutschen Kristallinzone 128
4.7.2.3 Unterkarbon des Saxothuringikums 129
4.7.2.4 Synkollisionaler Magmatismus 129
4.7.3 Oberkarbon 133
4.7.3.1 Oberkarbon auf rhenoherzynischem Grundgebirge 133
4.7.3.2 Oberkarbon der Mitteldeutschen Kristallinzone (Saale-Becken) 134
4.7.3.3 Postkollisionaler Magmatismus 140
4.8 Perm 140
4.8.1 Allgemeines (G. H. BACHMANN) 140
4.8.2 Rotliegend (B.-C. EHLING, U. GEBHARDT & A. KAMPE) 143
4.8.2.1 Allgemeines 143
4.8.2.2 Norddeutsches Becken 146
4.8.2.2.1 Altmark-Subgruppe 147
4.8.2.2.2 Müritz-Subgruppe (Oberrotliegend I) 149
4.8.2.2.3 Havel-Subgruppe (Oberrotliegend II) 150
4.8.2.2.4 Elbe-Subgruppe (Oberrotliegend II) 152
4.8.2.3 Saale-Becken 154
4.8.2.4 Meisdorf- und Ilfeld-Becken 159
4.8.3 Zechstein (K.-H. RADZINSKI) 160
4.8.3.1 Allgemeines 160
4.8.3.2 Werra-Formation (Zechstein 1) 163
4.8.3.3 Staßfurt-Formation (Zechstein 2) 167
4.8.3.4 Leine-Formation (Zechstein 3) 172
4.8.3.5 Aller-Formation (Zechstein 4) 175
4.8.3.6 Ohre- und Friesland-Formation (Zechstein 5, 6) 177
4.8.3.7 Fulda-Formation (Bröckelschiefer, Zechstein 7) 177
4.9 Trias 178
4.9.1 Allgemeines (G. H. BACHMANN) 178
4.9.2 Buntsandstein (K.-H. RADZINSKI) 180
4.9.2.1 Allgemeines 180
4.9.2.2 Unterer Buntsandstein 183
4.9.2.3 Mittlerer Buntsandstein 187
4.9.2.4 Oberer Buntsandstein (Röt) 196
4.9.3 Muschelkalk (K.-H. RADZINSKI) 201
4.9.3.1 Allgemeines 201
4.9.3.2 Unterer Muschelkalk 202
4.9.3.3 Mittlerer Muschelkalk 207
4.9.3.4 Oberer Muschelkalk 209
4.9.4 Keuper (G. BEUTLER) 213
4.9.4.1 Allgemeines
4.9.3.2 Unterer Muschelkalk 202
4.9.3.3 Mittlerer Muschelkalk 207
4.9.3.4 Oberer Muschelkalk 209
4.9.4 Keuper (G. BEUTLER) 213
4.9.4.1 Allgemeines 213
4.9.4.2 Unterer Keuper 214
4.9.4.3 Mittlerer Keuper 218
4.9.4.4 Oberer Keuper 229
4.10 Jura (G. BEUTLER & E. MÖNNIG) 231
4.10.1 Allgemeines 231
4.10.2 Unterer Jura (Unterjura, Lias) 232
4.10.2.1 Hettangium 232
4.10.2.2 Sinemurium 232
4.10.2.3 Pliensbachium 235
4.10.2.4 Toarcium 235
4.10.3 Mittlerer Jura (Mitteljura, Dogger) 236
4.10.3.1 Aalenium 236
4.10.3.2 Bajocium 239
4.10.3.3 Bathonium 239
4.10.3.4 Callovium 240
4.10.4 Oberer Jura (Oberjura, Malm) 240
4.10.4.1 Oxfordium 240
4.10.4.2 Kimmeridgium 243
4.10.4.3 Tithonium 243
4.11 Kreide (W. KARPE) 244
4.11.1 Allgemeines 244
4.11.2 Untere Kreide 245
4.11.2.1 Berriasium (Wealden) und Valanginium 247
4.11.2.2 Hauterivium 249
4.11.2.3 Barremium, Aptium und Unteralbium 251
4.11.2.4 Mittel- und Oberalbium 253
4.11.3 Obere Kreide 254
4.11.3.1 Cenomanium 256
4.11.3.2 Turonium 258
4.11.3.3 Coniacium 259
4.11.3.4 Santonium 260
4.11.3.5 Campanium 262
4.11.3.6 Maastrichtium 263
4.11.4 Magmatismus (B.-C. EHLING, G. RÖLLIG & J. WASTERNACK) 264
4.12 Tertiär (H. BLUMENSTENGEL & W. KRUTZSCH) 267
4.12.1 Allgemeines 267
4.12.2 Paläogen (Alttertiär) 273
4.12.2.1 Alttertiäre Landoberfläche (G. H. BACHMANN) 273
4.12.2.2 Paläozän 274
4.12.2.3 Eozän 277
4.12.2.4 Oligozän 285
4.12.3 Neogen (Jungtertiär) 291
4.12.3.1 Miozän 291
4.12.3.2 Pliozän 292
4.13 Quartär (T. LITT & S. WANSA) 293
4.13.1 Allgemeines 293
4.13.2 Unterpleistozän (Frühpleistozän) 295
4.13.3 Mittelpleistozän 301
4.13.3.1 Cromer-Komplex 301
4.13.3.2 Elster-Kaltzeit 301
4.13.3.3 Holstein-Interglazial 307
4.13.3.4 Saale-Komplex 309
4.13.4 Oberpleistozän (Jungpleistozän) 317
4.13.4.1 Eem-Interglazial 317
4.13.4.2 Weichsel-Kaltzeit 318
4.13.5 Holozän 322
4.14 Fossillagerstätten 326
4.14.1 Allgemeines (G. H. BACHMANN) 326
4.14.2 Elbingerode-Riff (Devon) (M. SCHWAB) 326
4.14.3 Wettin-Subformation des nördlichen Saale-Beckens (Oberes Karbon)
(M. SCHWAB) 328
4.14.4 Kupferschiefer (Oberes Perm) (G. H. BACHMANN) 329
4.14.5 Obere Solling-Formation von Bernburg an der Saale (Mittlere Trias)
(N. HAUSCHKE) 330
4.14.6 Schaumkalke von Unstrut und Saale (Mittlere Trias)
(G. H. BACHMANN & H. HAGDORN) 331
4.14.7 Knollenmergel von Halberstadt (Obere Trias) (G. H. BACHMANN) 333
4.14.8 Obere Kreide des nördlichen Harzvorlandes (K.-A. TRÖGER) 333
4.14.9 Oberpaläozän von Walbeck (G. H. BACHMANN) 336
4.14.10 Geiseltal und Geiseltalmuseum (G. H. BACHMANN, H. HAUBOLD &
M. HELLMUND) 337
4.14.11 „Latdorfium“ (Unteroligozän) von Latdorf bei Bernburg
(G. H. BACHMANN) 338
4.14.12 Domsener Sande von Teuchern (Eozän) (N. HAUSCHKE) 339
4.14.13 Neumark-Nord (Mittel- und Jungpleistozän) (T. LAURAT, E. BRÜHL &
D. JURKÉNAS) 340
4.14.14 Rübeländer Höhlen (Oberes Pleistozän) (W. ROSENDAHL) 342
4.14.15 Paläobotanische Fossillagerstätten (V. WILDE) 343
5 Regionalgeologische Einheiten 347
5.1 Allgemeines (G. H. BACHMANN & G. BEUTLER) 347
5.2 Altmark-Fläming-Scholle (L. STOTTMEISTER, B. V. POBLOZKI &
W. REICHENBACH) 348
5.2.1 Allgemeines 348
5.2.2 Morphologie und Landschaft 349
5.2.3 Proterozoikum – Westfal (Grundgebirge) 352
5.2.4 Stefan – Rotliegend 352
5.2.5 Zechstein 354
5.2.6 Trias 356
5.2.7 Jura – Kreide 357
5.2.8 Tertiär 357
5.2.9 Quartär 360
5.3 Flechtingen-Roßlau-Scholle (B.-C. EHLING) 370
5.3.1 Allgemeines 370
5.3.2 Morphologie und Landschaft 371
5.3.3 Neoproterozikum – Unterkarbon 371
5.3.4 Stefan – Rotliegend 373
5.3.5 Zechstein – Quartär 375
5.4 Halle-Wittenberg-Scholle (B.-C. EHLING) 375
5.4.1 Allgemeines 375
5.4.2 Morphologie und Landschaft 377
5.4.3 Neoproterozikum – Devon 377
5.4.4 Unterkarbon – Mittelperm (Rotliegend) 381
5.4.5 Oberperm (Zechstein) – Quartär 384
5.5 Nördliches Harzvorland (Subherzyn) (K.-H RADZINSKI., G. BEUTLER,
H. J. FRANZKE & B.-C. EHLING) 385
5.5.1 Allgemeines 385
5.5.2 Ordovizium – Unterkarbon (Grundgebirge) 388
5.5.3 Oberkarbon – Rotliegend 390
5.5.4 Zechstein – Mesozoikum 390
5.5.5 Tertiär 405
5.5.6 Quartär 406
5.6 Harz (M. SCHWAB) 408
5.6.1 Allgemeines 408
5.6.2 Landschaftscharakter und Oberfl ächengestalt (M. FRÜHAUF & M. SCHWAB) 410
5.6.3 Geologisch-tektonischer Bau 412
5.6.3.1 Wippra-Zone 417
5.6.3.2 Harzgerode-Zone 421
5.6.3.3 Tanne-Zone 422
5.6.3.4 Südharz-Selke-Decke 423
5.6.3.5 Blankenburg -Zone 428
5.6.3.6 Elbingerode-Komplex 429
5.6.3.7 Harznordrand-Zone 433
5.6.3.8 Eckergneis 434
5.6.4 Postkollosionale Plutone 438
5.6.4.1 Allgemeines 438
5.6.4.2 Ramberg-Pluton 439
5.6.4.3 Brocken-Pluton 443
5.6.4.4 Ilsestein-Granit 445
5.6.4.5 Harzburg-Gabbronorit-Massiv 446
5.6.5 Postkollisionale Gänge und Vulkanite 448
5.6.5.1 Bodegang-Rhyolith und -Kersantit 448
5.6.5.2 Mittelharz-Gänge 449
5.6.5.3 Auerberg-Rhyolithe 449
5.6.6 Deckgebirge 450
5.6.6.1 Ostharzrand (Saale-Becken) 450
5.6.6.2 Meisdorf- und Ilfeld-Becken 452
5.7 Südöstliches Harzvorland (K.-H. RADZINSKI, B.-C. EHLING, R. KUNERT &
G. BEUTLER) 458
5.7.1 Allgemeines 458
5.7.2 Neoproterozoikum – Unterkarbon (Grundgebirge) 459
5.7.3 Oberkarbon – Unterperm (Rotliegend) 460
5.7.4 Zechstein – Trias 460
5.7.5 Tertiär 467
5.7.6 Quartär 470
6 Bodenschätze und Bergbau (R. EICHNER & J. WIRTH) 473
6.1 Allgemeines 473
6.2 Steine und Erden (H. BORBE) 475
6.2.1 Kiessande 477
6.2.2 Hart- und Festgesteine 478
6.2.3 Kalksteine 480
6.2.4 Anhydrit und Gips 481
6.2.5 Tonige Gesteine 481
6.2.6 Quarzsande 485
6. 3 Kohlen 486
6.3.1 Braunkohlen (J. WIRTH, R. EICHNER & A. SCHROETER) 486
6.3.1.1 Allgemeines 486
6.3.1.2 Revier Bitterfeld 488
6.3.1.3 Revier Halle und Geiseltal 490
6.3.1.4 Revier Weißelsterbecken 496
6.3.1.5 Revier Subherzyne Mulde 497
6.3.1.6 Reserven 499
6.3.1.7 Renaturierung stillgelegter Tagebaue 499
6.3.2 Steinkohlen (M. SCHWAB) 501
6.3.2.1 Allgemeines 501
6.3.2.2 Revier Halle 501
6.3.2.3 Revier Meisdorf 502
6.3.2.4 Revier Ilfeld 503
6.4 Bernstein (G. KRUMBIEGEL) 504
6.5 Stein- und Kalisalze (J. WIRTH) 506
6.5.1 Allgemeines 506
6.5.2 Bergbauliche Nutzung 508
6.5.3 Salzquellen und Salinen 515
6.5.4 Halle und das Salz (G. H. BACHMANN) 516
6.5.5 Künstliche Solegewinnung 519
6.6 Erdgas und Erdöl (J. WIRTH) 519
6.6.1 Allgemeines 519
6.6.2 Lagerstätten 520
6.6.3 Förderung und Reserven 523
6.7 Erze und Spate (K. STEDINGK) 524
6.7.1 Allgemeines 524
6.7.2 Kupferschiefer 524
6.7.3 MARTIN LUTHER und der Kupferschieferbergbau (G. H. BACHMANN) 535
6.7.4 Elbingerode-Komplex 536
6.7.5 Mittel- und Unterharzer Gänge 538
6.7.6 Sedimentäre Eisenerze (Subherzyn-Mulde) 540
6.7.7 Uran-Mineralisationen 542
6.8 Grundwasser (R. KATER) 544
6.8.1 Allgemeines 544
6.8.2 Regionale Grundwassereinheiten 544
6.8.3 Grundwasserhaushalt und anthropogene Störungen 546
6.8.4 Grundwassergewinnung 548
6.8.5 Heil- und Mineralwässer 550
6.9 Geothermie (W. LANGE & J. WIRTH) 552
6.9.1 Allgemeines 552
6.9.2 Temperaturverteilung 552
6.9.3 Geothermische Ressourcen 553
6.10 Untertagespeicher
6.11 Raffinerie- und Chemiestandort Leuna (G. H. BACHMANN) 555
7 Geologie und Umwelt (G. STROBEL) 557
7.1 Allgemeines 557
7.2 Baugrund und Subrosion 557
7.2.1 Allgemeines 557
7.2.2 Baugrund 560
7.2.3 Subrosion 562
7.3 Geologische Barrieren (P. HÖRINGKLEE & G. STROBEL) 568
7.4 Geotope und Geoparks (M. THOMAE) 570
8 Böden (W. KAINZ) 573
8.1 Allgemeines 573
8.2 Ausgangsgesteine und Bodensubstrate 575
8.3 Regionale Gliederung 576
8.3.1 Bodenregion der Flusslandschaften 577
8.3.2 Bodenregionen der Jung- und Altmoränenlandschaften 580
8.3.3 Bodenregion der Löss- und Sandlösslandschaften 582
8.3.4 Bodenregion der mesozoischen Berg- und Hügelländer mit Löss 583
8.3.5 Bodenregion der paläozoischen Mittelgebirge und Bergländer 584
8.3.6 Anthropogene Landschaften 585
9 Geowissenschaftliche Ausstellungen und Sammlungen (G. H. BACHMANN) 587
10 Literatur 593
Geowissenschaftliche Übersichtskarten von Sachsen-Anhalt 674
11 Register 675