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Deutsches Bäderbuch

Hrsg.: Werner Käß; Hanna Käß; Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e.V.

[Manual of spa therapy and German Spas]

2008. 2. Auflage, 1232 Seiten, 588 Abbildungen, 314 Tabellen, 282 Analysen, 1 Kartenbeilage, 22x28cm, 3580 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65241-9, gebunden, price: 96.00 €

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hydrogeology hydrochemistryheilwasser wassertherapie kur spa peloid moorbad Heilgas heilwasseranalyse kurmittel kurort deutschland

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Das Deutsche Bäderbuch erläutert auf 1232 Seiten aktuell, anschaulich, und fachlich profund die Grundlagen der Balneologie (Wissenschaft des Heilbäderwesens) und stellt 163 staatlich zertifizierte Heilbäder in Deutschland vor.
Die bewährte Gliederung der 1. Auflage des Bäderbuchs, bereits im Jahr 1907 unter Mitwirkung des Kaiserlichen Gesundheitsamtes erschienen, wurde leicht angepasst übernommen. Diese zweite Auflage gliedert sich in zwei Hauptteile: Im Teil 1 vermitteln Fachleute einen umfassenden Überblick über die Bäderkunde im weitesten Sinne. Dabei wird auf Heilwässer, Peloide, Heilgase, Wirkungen und Analytik eingegangen. Dieser allgemeine Teil wird durch ein umfassendes und aktuelles Verzeichnis der relevanten Fachliteratur ergänzt.
Teil 2 portraitiert 163 deutsche Heilbäder mit ortsgebundenem Kurmittel und anerkannte Heilquellenbetriebe. Diese werden anhand ihrer wichtigsten Daten (Kontakte, Verkehrsanbindung, Infrastruktur, Geschichte, Quellen, Anwendungen, Kurmittel, Heilanzeigen, Gegenanzeigen, Heilwasseranalysen) sowie über die Geologie und Hydrogeologie der Heilwässer und, sofern vorhanden, der zugehörigen Peloide umfassend vorgestellt und erläutert. Tradition einerseits und Fortschritt andererseits – z.B. das Bedürfnis nach Nutzung der Erkenntnisse der modernen Forschung und der Wandel der Bedürfnisstruktur der Menschen heute – werden im Deutschen Bäderbuch im Mosaik der verschiedenen Fachbeiträge zu einer dynamischen Synthese geführt. Das Werk beleuchtet die besondere medizinische und gesellschaftliche Identität der Heilbäder in Deutschland im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt.

Somit verfolgt das Deutsche Bäderbuch ein etwas anderes Ziel als der seit 1921 in losen Abständen erscheinende Bäderkalender, der auf die wechselnden Bedürfnisse der Praxis ausgerichtet ist. Es vermittelt einen Überblick über die gesamte Balneologie und bietet zusätzlich ortsspezifische Stammdaten sowie Einzelheiten und Informationen über die jeweiligen Heilbäder mit geologisch-hydrogeochemischem Hintergrund. Das Deutsche Bäderbuch wendet sich an alle balneologisch Interessierten, Badbesucher, Badeärzte, Betreiber von Institutionen, Anbieter von Bäderreisen und Sozialversicherungsträger, kurz alle, die allgemeine Informationen oder Informationen über einzelne Bäder, Quellen, Anwendungen, Heilanzeigen, Betriebe oder Bäderorte benötigen.

Im Teil 2 behandelte Heilbäder:
Aachen, Aalen, Bad Abbach, Bad Aibling, Alexandersbad, Bad Arolsen, Aulendorf, Baden-Baden, Badenweiler, Bayreuth, Bad Bellingen, Belzig, Bad Bentheim, Bad Bergzabern, Bad Berka, Bad Bertrich, Beuren, Bad Bevensen, Bietzen, Bad Birnbach, Bad Blankenburg/ Thüringen, Blenhorst, Bad Bocklet, Bad Boll, Bad Brambach, Bad Bramstedt, Bad Breisig, Bad Brückenau, Bad Buchau, Bad Cannstatt-Berg, Bad Colberg, Dangast, Daun, Bad Ditzenbach, Dorum, Bad Driburg, Bad Dürkheim, Bad Dürrheim, Bad Eilsen, Bad Elster, Bad Ems, Bad Emstal, Bad Endorf, Bad Essen, Bad Faulenbach, Bad Frankenhausen, Freiburg i. Br., Bad Füssing, Bad Gandersheim, Bad Gögging, Bad Griesbach, Bad Grund, Bad Harzburg, Bad Heilbrunn, Heilbad Heiligenstadt, Herbstein, Heringsdorf, Bad Hermannsborn, Bad Herrenalb, Bad Hersfeld, Hoheneck, Holzhausen, Bad Homburg v.d.H., Bad Hopfenberg, Höxter-Bruchhausen, Bad Imnau, Jordanbad, Biberach/Riß, Bad Karlshafen, Bad Kissingen, Bad Klosterlausnitz, Bad König, Bad Königshofen, Bad Kösen, Bad Kreuznach, Bad Krozingen, Bad Laer, Bad Langensalza, Bad Lausick, Bad Liebenstein, Bad Liebenzell, Bad Lippspringe, Bad Lobenstein, Bad Meinberg, Menzenschwand, Bad Mergentheim, Minden, Bad Münder, Bad Münster a. St.-Ebernburg, Bad Muskau, Bad Nauheim, Bad Nenndorf, Bad Neuenahr, Bad Neustadt/Saale, Bad Oeynhausen, Bad Orb, Bad Peterstal-Griesbach, Bad Pyrmont, Randringhausen, Bad Rappenau, Bad Reichenhall, Bad Rippoldsau, Bad Rodach, Bad Rotenfels, Bad Rothenfelde, Rothenuffeln, Bad Saarow, Bad Säckingen, Bad Salzdetfurth, Bad Salzelmen, Salzgitter-Bad, Bad Salzhausen, Salzhemmendorf, Bad Salzig, Bad Salzschlirf, Bad Salzuflen, Bad Salzungen, St. Peter-Ording, Bad Sassendorf, Bad Saulgau, Schlangenbad, Bad Schlema, Bad Schmiedeberg, Bad Schönborn, Bad Schwalbach, Bad Schwartau, Bad Sebastiansweiler, Seebruch, Bad Segeberg, Senkelteich, Sibyllenbad, Bad Soden-Saalmünster, Soltau, Bad SoodenAllendorf, Bad Staffelstein, Bad Steben, Steinbeck, Bad Suderode, Bad Sulza, Bad Teinach, Templin, Bad Tennstedt, Bad Tölz, Bad Überkingen, Bad Urach, Bad Vilbel, Waldbronn, Bad Waldliesborn, Bad Waldsee, WarmbadWolkenstein, Bad Westernkotten, Wiesbaden, Wiesenbad, Bad Wiessee, Bad Wildbad, Wilhelmshöhe, Bad Wildstein-Traben-Trarbach, Bad WildungenReinhardshausen, Bad Wilsnack, Bad Wimpfen, Bad Windsheim, Bad Wörishofen, Bad Wurzach, Bad Zwesten

Bespr.: fg-Mediendienst Nr. 392 - November 2008 top ↑

Mehr als 100 Jahre nach seinem ersten Erscheinen 1907 ist jetzt eine zweite, von Prof. Dr. Werner Käß und Hanna Käß bearbeitet vollkommene Neuausgabe des Deutschen Bäderbuchs erschienen. Es erläutert auf über 1200 Seiten anschaulich und fachlich profund die Grundlagen der Balneologie. 314 Tabellen, 282 Analysen und 588 Abbildungen tragen zur umfassenden wissenschaftlichen Darstellung des Heilbäderwesens bei. Teil 1 vermittelt Fachleuten einen umfassenden Überblick über die Bäderkunde im weitesten Sinn. Teil 2 stellt 163 staatlich zertifizierte Heilbäder in Deutschland mit ihren Kurmitteln und Kureinrichtungen, Indikationen, Heilwasseranalysen, der Hydrogeologie sowie mit ihrer Geschichte und ihrer aktuellen Infrastruktur vor. Das Werk beleuchtet die besondere medizinische und gesellschaftliche Identität der Heilbäder im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt und verfolgt nach Angaben der Herausgeber „ein etwas anderes Ziel als der seit 1921 in losen Abständen erscheinende Bäderkalender, der auf die wechselnden Bedürfnisse der Praxis ausgerichtet ist“. Zielgruppe sind „balneologisch Interessierte, Badbesucher, Badeärzte, Betreiber von Institutionen, Anbieter von Bäderreisen und Sozialversicherungsträger.“

In seinem noch 2007 verfassten Grußwort schreibt der inzwischen verstorbene Ehrenpräsident des Deutschen und des Europäischen Heilbäderverbands, Dr. med. Christoph Kirschner: „Herrn Prof. Dr. Werner Käß und seiner Gattin und Mitarbeiterin Hanna Käß müssen wir ... sehr dankbar und voll Anerkennung sein für die Entwicklung des Konzepts, die fachspezifische, unermüdliche Arbeit am Text, an der Verwirklichung des Buchs und für die persönlichen Opfer, die zur Überwindung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei der Herausgabe dieses Werks unvermeidbar waren“.

fg-Mediendienst Nr. 392 - November 2008

Bespr.: AB Archiv des Badewesens 01, Januar 2009, S. 49-50 top ↑

Nach der 1. Auflage des Bäderbuchs, das im Jahr 1907 unter Mitwirkung des Kaiserlichen Gesundheitsamtes erschien, ist über 100 Jahr später die 2., verständlicherweise völlig neue Auflage des Deutschen Bäderbuches herausgegeben worden. Das mit über 1200 Seiten sehr umfangreiche, entsprechend schwere Werk (2,7 kg) und vor allem sein Inhalt assoziieren der Rezensentin die Bezeichnung „Bibel der Balneologie“. Fachlich fundiert und illustriert werden die Grundlagen der Wissenschaft des Heilbäderwesens (Balneologie) erläutert und 163 staatlich zertifizierte Heilbäder in Deutschland vorgestellt.

Dazu vermitteln Fachleute – deren Auflistung sich liest wie das Who is Who des Heilbäderwesens – im 1. Teil des Buches einen umfassenden Überblick über die Bäderkunde anhand von zahlreichen Aufsätzen über Heilwässer, Peloide, Heilgase, Wirkungen und Analytik. Teil 2 porträtiert alphabetisch geordnet über 160 deutsche Heilbäder mit ortsgebundenem Kurmittel und anerkannte Heilquellenbetriebe. Diese werden anhand ihrer wichtigen Daten (Kontakte, Verkehrsanbindung, Infrastruktur, Geschichte, Quellen, Anwendungen, Kurmittel, Heilanzeigen, Gegenanzeigen und Heilwasseranalysen) sowie über die Geologie und Hydrologie der Heilwässer und – sofern vorhanden – der zugehörigen Peloide umfassend vorgestellt und erläutert.

Das Deutsche Bäderbuch wendet sich, so der Verlag, an alle balneologisch Interessierten, Badbesucher, Badeärzte, Betreiber von Institutionen, Anbieter von Bäderreisen und Sozialversicherungsträger, kurz alle, die allgemeine Informationen über die Balneologie oder spezifische Daten einzelner Bäder, Quellen, Anwendungen, Betriebe oder Bäderorte benötigen. Ein Muss für jeden aus der Heilbäder- Szene!

Konstanze Ziemke-Jerrentrup

AB Archiv des Badewesens 01, Januar 2009, S. 49-50

www.baederportal.com

Bespr.: Schwäbische Heimat 2009/1 top ↑

Das neue «Deutsche Bäderbuch» 2008 ist zwar an die erste Ausgabe dieses Titels aus dem Jahre 1907 angelehnt, musste aber natürlich nach 101 Jahren vollständig neu bearbeitet und gestaltet werden. Die Bezeichnung dieses Mammutwerks nach Inhalt, Umfang und Gewicht als «2. Auflage» ist deshalb wohl mehr als ein Signal des Traditionsbewusstseins der Autoren und des Verlags denn als verlagstechnische Notwendigkeit zu verstehen.

Teil 1 des Buches behandelt auf 190 Seiten alle Fachthemen der Balneologie oder Bäderkunde aus geowissenschaftlicher, medizinisch-therapeutischer, chemisch-analytischer, inge- nieurtechnischer und aus rechtlicher Sicht sowie einen kurzen historischen Abriss. Natürliche, ortsgebundene Heilmittel zum Baden und Trinken sind Mineral- und Thermalwässer, die als Heilwässer und -quellen anerkannt sind, Heilgase und Peloide (Heilschlämme aus organischen oder mineralischen Locker- oder Festgesteinen für Bäder und Packungen). Allein an diesem allgemeinen Teil sind 25 Autoren und Spezialisten beteiligt, das Sachwortverzeichnis und die Auflistung des zitierten Schrifttums hierzu beanspruchen 20 eng bedruckte Seiten.

Im Teil 2 werden auf rund 1000 Seiten 164 deutsche Heilbäder und Heilquellenkurbetriebe nach einer konsequent eingehaltenen Themenabfolge – Kurverwaltung/Auskunft, Lage/ Verkehrsanbindung, Klima, Kureinrichtungen, Kurmittel, Anwendungen, Heilanzeigen/Gegenanzeigen, Werdegang des Heilbads und Geologie/Hydrogeologie – dargestellt. Dabei werden inzwischen in vielen Kurbetrieben und Heilbädern mehrere ortsgebundene Heilwässer und natürliche Heilmittel genutzt. Jedes örtliche Einzelkapitel ist durch ein typisches Foto, Lageplan, geologisch-hydrogeologische Profilskizze, Verzeichnis der Schichtenfolge und/oder geologische Kartendarstellung sowie durch chemische Analysen und oft auch sonstige Tabellen angereichert.

Angesichts des Gesamtumfangs der Arbeit, der Vielzahl von Autorinnen und Autoren, der zitierten Fachliteratur mit daraus übernommenen Abbildungen sowie der Bearbeitungsdauer darf nicht erwartet werden, dass durchgängig alle Fachbegriffe einheitlich verwandt werden, dass die geologisch-stratigraphischen Symbole und Bezeichnungen stets aktualisiert sind und dass in jedem Einzelfall der neueste Kenntnisstand und die neueste Literatur zum Drucktermin Eingang gefunden haben. An der hohen Wertschätzung dieser verdienstvollen Arbeit und einmaligen Fundgrube an Informationen zu balneologischen Themen und Orten in Deutschland kann dies aber nichts ändern. Überraschend und bedauerlich ist allerdings die Unvollständigkeit zahlreicher Analysen insbesondere bei den Spurenstoffen.

«Natürlich» ist das Bäderland Baden-Württemberg im Ländervergleich mit dem Spitzenplatz bzw. mit 36 von 164 Heilbädern und Heilquellenkurbetrieben vertreten (gefolgt von Bayern mit 25, Hessen und Nordrhein-Westfalen mit je 20 und Niedersachsen mit 19 Heilbädern). Sowohl die Anzahl als auch besonders die außerordentliche Vielfalt von Mineral- und Heilwasser-Typen in unserem Lande ist durch die geologischen Verhältnisse begründet. Auch in der kurzen Darstellung und der ergänzenden Auflistung ehemaliger Heilbäder ist Baden-Württemberg mit rund 50, historisch z. T. sehr bedeutsamen Badeanlagen und -orten wie z. B. Göppingen, Rietenau oder Teusserbad bei Löwenstein, sehr gut vertreten. Außerdem besteht im Lande ja eine ganze Reihe moderner Thermalbäder wie z. B. in Böblingen, Konstanz, Meersburg, Überlingen (kurz erwähnt), Tuttlingen oder als jüngste Erschließung beim Merkel‘schen Bad in Esslingen/Neckar, die im Bäderbuch konsequenterweise nicht behandelt werden, weil sie bisher keinen Heilquellen-Status angestrebt oder erreicht haben, obwohl die physikalische und chemische Beschaffenheit sowie die geologische Geschütztheit ihrer Wässer dies durchaus rechtfertigen würde.

Greift man auf die Darstellung «die schwäbischen Mineral-Quellen und Bäder» von Siebert und Reitz aus dem Jahr 1935 zurück, dann wird die Entwicklung sehr deutlich. Durch zahlreiche Tiefbohrungen wurden inzwischen zusätzliche, meist thermale Mineral- und Heilwässer erschlossen und damit die örtlich bestehenden Angebote wesentlich erweitert oder völlig neue Heilbäder und Heilquellenkurbetriebe (oft mit modernen Wellness-Oasen und -angeboten) eröffnet, die unser Land gesundheitlich, touristisch, kulturell und wirtschaftlich bereichern.

Wilhelm Schloz

Schwäbische Heimat 2009/1, S. 121-122

Bespr.: Geohistorica Heft 4/2009 top ↑

Diese zweite, vollständig überarbeitete Auflage des Deutschen Bäderbuchs erschien mit knapper Verspätung zur 100. Wiederkehr der 1. Auflage von 1907 (bearbeitet unter Mitwirkung des kaiserlichen Gesundheitsamtes, 535 S., Verlag Weber, Leipzig). Aus der großen Zeitspanne zwischen dem Erscheinen der 1. und 2. Auflage ergibt sich zwingend, dass letztere unter Berücksichtigung des neuesten Kenntnis- und Forschungsstandes in Fachkreisen äußerst wünschenswert war.

Zwischenzeitlich hatte Walter Carlé (1975) mit ähnlicher Zielsetzung, aber andersartiger Konzeption verfasst: Die Mineral- und Thermalwässer von Mitteleuropa - Geologie, Chemismus, Genese (643 S., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart).

Beide Autoren, Prof. Dr. W. Kaess und Prof. Dr. W. Carlé, waren leitende Hydrogeologen im Geologischen Landesamt Baden-Württemberg (jetzt: Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau). Dieses Bundesland ist reich an Mineral-, Heil- und Thermalwässern sowie Solen und Säuerlingen, entsprechend gingen und gehen von hier manche Impulse spezieller Untersuchung und Erforschung aus, im Fall von W. Kaess mehr mit hydrochemischer, im Fall von W. Carlé mehr mit strukturgeologischer Ausrichtung.

Als Herausgeber des neuen Deutschen Bäderbuchs fungiert für die Vereinigung der Bäder- und Klimakunde e.V. (VBK, mit Sitz in Freiburg i.Br.) das Ehepaar Käß mit Wohnsitz Umkirch nahe Freiburg, die sich der mühevollen, langjährigen Aufgabe unterzogen haben, das neue Bäderbuch zu bearbeiten. Es gliedert sich in einen (allgemeinen) Teil 1 (S. 13-200) und einen (speziellen) Teil 2 "Heilbäder und Heilquellenkurbetriebe" (S. 201-1204) mit Anhang und Kartenbeilage "Kurorte in der BR Deutschland". Beide Teile stützen sich jeweils auf Beiträge namhafter Fachleute aus der Balneologie einschließlich Medizin, Naturwissenschaft und Technik. Gleichwohl verblieb die aufwändige Auswertung und Zusammenstellung bei den Bearbeitern. Imponierend ist die Beschreibung von 163 (!) deutschen Heilbädern und anerkannten Heilquellenkurbetrieben, wobei im Schnitt ca. 6 Seiten auf einen Badebetrieb entfallen, unterteilt in: Infrastruktur, historischer Werdegang, geologisch-hydrogeologische Grundlagen und Heilwasseranalysen. Ein Kapitel ehemalige Heilbäder, ebenfalls alphabetisch aufgelistet, schließt Teil 2 ab, gefolgt von einem umfangreichen Schriften- und Stichwortverzeichnis.

Nicht nur für Fachleute verschiedener Disziplinen, sondern auch für interessierte kurbeflissene Laien sollte dieses hervorragend farbig bebilderte und technisch vorzüglich gestaltete Werk unentbehrlich sein, zumal das Preis : Leistungsverhältnis dem Rezensenten überraschend günstig erscheint.

Eckehard P. Löhnert, Münster

Geohistorica Heft 4/2009, S. 63-64

Rezension: Beiträge z. Hydrogeologie Bd. 57 (Jg. 2009/10) top ↑

Das vorliegende Buch unter der Herausgeberschaft der Vereinigung für Bäder- und Klimakunde e. V. stellt ein umfangreiches Kompendium auf neuestem Stand über die Heilbäder und Heilquellenkurbetriebe Deutschlands dar. Insgesamt konnten 84 Autoren für die Mitarbeit an Einzelbeiträgen und an der Darstellung allgemeiner Gesichtspunkte der Balneologie, der chemisch-physikalischen Grundlagen und der vielfältigen medizinischen Gesichtspunkte gewonnen werden. Die Aufbereitung aller Autorenbeiträge nach einheitlichen Gesichtspunkten, die Gliederung des Gesamtwerkes in einen Allgemeinen Teil 1 mit 33 Kapiteln, einem Sachwortverzeichnis zu medizinischen und naturwissenschaftlichen Begriffen sowie einem Schrifttumsverzeichnis, und in einen Teil 2 – Heilbäder und Heilquellenkurbetriebe – stellte für die beiden Bearbeiter, Werner und Hanna Käss, sicherlich eine außerordentliche Herausforderung dar, deren Bewältigung und Endresultat dem Leser Respekt abverlangt.

Eine vergleichbare Darstellung auf neuestem Stand fehlt derzeit in Österreich. Noch in Zeiten der k.u.k. Monarchie war in Anlehnung an die 1907 erschienene 1. Auflage des Deutschen Bäderbuches ein österreichisches Pendant herausgekommen (K. Diem, 1914). Im damaligen Vorwort vermerkte der Autor: „ ... kommen indessen dem deutschen Buche nicht gleich, denn dieses kann wohl für immer als mustergültige Form für die Ausführung solcher Arbeiten gelten...“ Die letzte sehr geraffte Übersichtsdarstellung, das Österreichische Heilbäder- und Kurortebuch, erschien 1975 und galt als amtliches Informations- und Nachschlagewerk (P. Slezak, 1975). Es wäre zu wünschen, dass von berufenen Fachleuten mit demselben Elan wie beim neuen Deutschen Bäderbuch an eine entsprechende Neuherausgabe eines Österreichischen Bäderbuches herangegangen würde.

Im Allgemeinen Teil 1 wird der Leser in den balneologischen Rahmen (Abschnitt A) in seiner geschichtlichen Entwicklung und seine naturwissenschaftlichen Grundlagen, vor allem Geologie, eingeführt (G. Michel). Zur natürlichen Beschaffenheit, zu den hygienischen Anforderungen und zur Frage, ob die ortsgebundenen Heilmittel als Arznei oder Medizinprodukt anzusehen seien, geben die Beiträge von H. Kussmaul und W. Jäger Auskunft. Die Frage, Arznei oder Medizinprodukt, berührt auch den rechtlichen Rahmen, innerhalb dessen Verabreichungen und Therapien in der Balneologie durchgeführt werden dürfen. Eine Übersicht über die verschiedenen physikalischen Therapiearten, über Kurortklima und Klimatherapie, Einrichtungen zur Überwachung der Heilquellen und Ausführungen zur Architektur runden diesen einführenden Abschnitt ab.

In einem weiteren Abschnitt (B) über das „Heilwasser“ folgen Beiträge zu dessen Charakterisierung (Analytik, Dokumentation, Gehalte an Spurenelementen und ihre physiologische Wirkung, Isotopenmethoden, Aufbereitung der Wässer für balneologische Zwecke), zu bestimmten Behandlungsverfahren (Inhalationen und Spülungen) und über physiologische Wirkungen bei Badeanwendungen sowie bei Trinkkuren. Den Abschluss bilden Anmerkungen zu den Aspekten des Wasserrechts, des Heilquellenschutzes und der Besonderheiten der Fassung von Mineral- und Heilwasserquellen.

Im Abschnitt C (Quell- und Heilgase) werden CO2-, radon- und schwefelhaltige Wässer und ihr therapeutischer Nutzen behandelt, im letzten Abschnitt (D) dieses Teiles die Anwendung von Peloiden (im weitesten Sinne „Heilschlämme“) und ihre Analytik sowie Anmerkungen zu einer kritischen Einordnung in den medizinischen Rahmen.

Den weitaus größten Teil (Teil 2) nehmen auf 977 Seiten die Übersichten zu den Heilbädern und Heilquellenkurbetrieben ein, denen ein 27-seitiges Schrifttumsverzeichnis folgt. Für jedes der 163 beschriebenen Heilbäder bzw. jeden der Heilquellenkurbetriebe wird nach einem einheitlichen Schema eine Charakteristik gebracht, die mit der Bezeichnung, der Gemeinde, dem Landkreis und dem Bundesland sowie einem Foto des Betriebes beginnt und im Text die Anschrift der Kurverwaltung, die Auskunftstelle, die Lage, die Verkehrsverbindungen, das lokale Klima, die vorhandenen Kureinrichtungen (Kurhaus, Baderäume bzw. -flächen), die Kurmittel (z. B. Na-Ca-Cl-Therme oder Iod-Sole-Heilwasser), die Anwendungen (z. B. Wannen- oder Bewegungsbäder, Trinkkuren), die Heilanzeigen und die Gegenanzeigen, die Entwicklungsgeschichte des Betriebes und den Ursprung des Heilvorkommens aus geologischer und hydrogeologischer Sicht bringt. Zu den Betrieben sind Lagepläne im Text eingebunden und, für den Geologen oder Hydrogeologen besonders informativ, zwar nicht immer, aber doch sehr oft Kartendarstellungen, Schnitte, Blockbilder oder auch Bohrprofile, die eine wertvolle Orientierungshilfe darstellen. Dort, wo keine graphischen Darstellungen von Bohrungen verfügbar waren, werden Profilbeschreibungen in Tabellenform mitgeteilt. Tabellarisch wird auch meist eine Übersichtscharakteristik nach verschiedenen Parametern (z. B. nach Baujahr, Teufe, Dargebot, Temperatur, anorganische Inhaltsstoffe etc.) geboten, zusätzlich sind beispielhaft Detailanalysen mit allen Parametern (vom Entnahmetermin über chemisch-physikalische Bestimmungen vor Ort, über Haupt- und Nebenbestandteile bis zu den Spurenelementen und den gasförmigen Inhaltsstoffen) angeführt.

Im Anhang des Werkes finden sich Umrechnungstabellen für Eh-Werte aus gemessenen Redoxspannungen bzw. Faktoren zur Konversion in äquivalente Wasserinhaltsstoffe (z. B. Curie in Bequerel oder Bor in m-Borsäure) bzw. zu verschiedenen Schwefelspezies. Zur leichteren Auffindbarkeit der Betriebe findet sich ein Ortsverzeichnis mit Verweis auf die Textseite und auf das Planquadrat in der Kartenbeilage. Ein 22-seitiges Stichwortregister beschließt das Buch.

In Summe muss festgehalten werden – dies möge als Reverenz an die Herausgeber und das Autorenteam angesehen werden – dass derartige Zusammenfassungen nicht nur von den Herausgebern konsequent „durchgezogen“ werden müssen, sondern auch von den Autoren der Einzelbeiträge ein hohes Maß an Disziplin hinsichtlich Einhaltung der Vorgaben für eine einheitliche Darstellung erfordern. Dies ist in diesem Werk sehr weitgehend gelungen, müssen doch – wie die Praxis zeigt – im Einzelfall auch historische Unterlagen zu Heilvorkommen entsprechend aufbereitet und in eine lesbare Form gebracht werden. Als Nachschlagewerk und umfassende Information über Heilbäder und Heilquellenkurbetriebe der Bundesrepublik Deutschland wird dieses Werk den gebührenden Platz in der Fachwelt bzw. in den einschlägigen Bibliotheken erlangen.

Ralf Benischke

Beiträge zur Hydrogeologie Bd. 57 (Jg. 2009/10), S. 199-200

Bespr.: Amtsblatt Gemeinde Umkirch vom 20.03.2009 top ↑

In der E.Schweizerbart’schen Verlagsbuchhandlung, Stuttgart erschien ganz neu die 2. vollständig neue Auflage des Werkes „Deutsches Bäderbuch“. Dieses Standardwerk über die Deutschen Bäder wurde bearbeitet von Herrn Professor Werner und Frau Hanna Käß aus Umkirch.

„Das Deutsche Bäderbuch erläutert auf ca. 1000 Seiten anschaulich, wohlillustriert und fachlich profund die Grundlagen der Balneologie (Wissenschaft des Heilbäderwesens) in Deutschland und stellt 163 staatlich zertifizierte Heilbäder in Deutschland vor. Die bewährte Gliederung der 1. Auflage des Bäderbuchs, bereits im Jahr 1907 unter Mitwirkung des Kaiserlichen Gesundheitsamtes erschienen, wurde leicht angepasst übernommen. Die zweite Auflage des Deutschen Bäderbuchs gliedert sich in zwei Hauptteile:

Im Teil 1 vermitteln Fachleute einen umfassenden Überblick über die Bäderkunde im weitesten Sinne. Dabei wird auf Heilwässer, Peloide, Heilgase, Wirkungen und Analytik eingegangen. Dieser allgemeine Teil wird durch ein umfassendes und aktuelles Verzeichnis der relevanten Fachliteratur ergänzt.

Teil 2 portraitiert 163 deutsche Heilbäder mit ortsgebundenem Kurmittel und anerkannte Heilquellenbetriebe. Diese werden anhand ihrer wichtigsten Daten (Kontakte, Verkehrsanbindung, Infrastruktur, Geschichte, Quellen, Anwendungen, Kurmittel, Heilanzeigen, Gegenanzeigen, Heilwasseranalysen) sowie über die Geologie und Hydrogeologie der Heilwässer und, sofern vorhanden, der zugehörigen Peloide umfassend vorgestellt und erläutert.

Tradition einerseits und Fortschritt andererseits - z.B. das Bedürfnis nach Nutzung der Erkenntnisse der modernen Forschung und der Wandel der Bedürfnisstruktur der Menschen heute - werden im Deutschen Bäderbuch im Mosaik der verschiedenen Fachbeiträge zu einer dynamischen Synthese geführt. Das Werk beleuchtet die besondere medizinische und gesellschaftliche Identität der Heilbäder in Deutschland im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt.

Somit verfolgt das Deutsche Bäderbuch ein etwas anderes Ziel als der seit 1921 in losen Abständen erscheinende Bäderkalender, der auf die wechselnden Bedürfnisse der Praxis ausgerichtet ist. Es vermittelt einen Überblick über die gesamte Balneologie und bietet zusätzlich ortsspezifische Stammdaten sowie Einzelheiten und Informationen über die jeweiligen Heilbäder mit geologisch-hydrogeochemischem Hintergrund.

Das Deutsche Bäderbuch wendet sich an alle balneologisch Interessierten, Badbesucher, Badeärzte, Betreiber von Institutionen, Anbieter von Bäderreisen und Sozialversicherungsträger, kurz alle, die allgemeine Informationen über die Balneologie oder spezifische Daten einzelner Bäder, Quellen, Anwendungen, Heilanzeigen, Betriebe oder Bäderorte benötigen.

Amtsblatt der Gemeinde Umkirch vom 20.03.2009

Bespr.: Newsletter Dtsch. Heilbäderverband e.V. Ausgabe 08, November 2010 top ↑

Kann man eigentlich noch von einer zweiten Auflage sprechen, wenn die erste Auflage vor mehr als hundert Jahren in einem anderen Verlag erschienen und selbstverständlich ganz andere Autoren hatte? Werner und Hanna Käß sehen das von ihnen nun neu zusammengestellte Deutsche Bäderbuch jedenfalls ganz in der Tradition der 1907 erschienenen ersten Auflage und wählten daher auch sicherlich ganz bewusst diesen Titel. Das 1232 Seiten starke Werk besteht - wie schon das erste Bäderbuch - aus zwei Teilen. Ein erster allgemeiner Teil gibt in 33 Beiträgen auf etwa 180 Seiten einen kurzen Überblick über die medizinischen, naturwissenschaftlichen, technischen und auch rechtlichen Grundlagen. Der zweite Teil behandelt auf mehr als tausend Seiten in alphabetischer Reihenfolge 163 deutsche Heilbäder (von Bad Aachen bis Bad Zwesten) und vergisst dabei auch nicht die ehemaligen Heilbäder.

Dieser Teil stellt das "eigentliche" Deutsche Bäderbuch dar. In der Zusammenstellung und Beschreibung der 163 deutschen Heilbäder und Heilquellenkurbetriebe ist Werner und Hanna Käß hier eine ganz ausgezeichnete und auch wichtige Zusammenstellung gelungen.

Prof. Dr. Horst D. Schulz, Warnemünde

Newsletter Deutscher Heilbäderverband e.V., Ausgabe 08, November 2010

Bespr.: Deutsche Apotheker Zeitung 151. Jg. Nr. 11 vom 17.03.2011 top ↑

Übert Hundert Jahre nach der Erstausgabe des Deutschen Bäderbuches wagten Prof. Dr. Werner Käß und Frau Hanna Käß die Herausgabe einer zweiten Auflage. Dieses umfangreiche Werk basiert auf der im Jahre 1907 unter Mitwirkung des Kaiserlichen Gesundheitsamtes Berlin erschienenen Fassung. Der Titel wurde ganz bewusst an die erste Ausgabe angelehnt. Die bewährte Gliederung von damals wurde leicht modifiziert übernommen, der Inhalt aber vollständig überarbeitet und aktualisiert. Insgesamt konnten über 80 Autoren für die Mitarbeit an den Beiträgen gewonnen werden.

Das Resultat ist ein sehr schön gestaltetes Fachbuch, ein hilfreiches Nachschlagewerk, ein kompetenter Führer für alle Belange der Balneologie.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Teil 1 vermittelt einen umfassenden Überblick über die wesentlichen und allgemein gültigen Fakten der Bäderkunde. Neben einem kurzen historischen Abriss werden die einzelnen Fachthemen der Balneologie aus geowissenschaftlicher, medizinisch-therapeutischer, chemisch-analytischer, ingenieurtechnischer, architektonischer sowie aus rechtlicher Sicht beleuchtet. Teil 2 beschreibt 163 staatlich zertifizierte Heilbäder und anerkannte Heilquellenkurbetriebe mit den jeweiligen ortsgebundenen Kurmitteln: Heilwässer, Peloide (Heilschlämme) und Heilgase. Farbig illustriert und tabellarisch vorzüglich gestaltet werden bei jedem Kurort die wichtigsten Daten zu Lage, Infrastruktur, Geschichte, Kurmittel, Indikationen, Anwendungen, Analysen und Geologie aufgeführt. Sowohl Teil 1 wie auch Teil 2 werden durch ein umfassendes Verzeichnis relevanter Fachliteratur ergänzt.

Lohnenswert ist auch ein Blick in das Kapitel „Ehemalige Heilbäder“. Umfangreiches historisches Material gibt Einblick in das Bäderwesen früherer Zeiten und erzählt Aufstieg und Niedergang ehemals berühmter Kurstationen.

Gleich wie sein Vorgänger vor über hundert Jahren ist die Neuauflage des Deutschen Bäderbuchs ein umfassendes Standardwerk für alle Balneologie-Interessierten. Hervorragend illustriert und präzise verfasst ist es nicht nur für Fachleute verschiedener Disziplinen, sondern auch für kurbeflissene Laien unentbehrlich.

Dr. sc. ETH Priska Binz Nocco – Tomils, Schweiz

Deutsche Apotheker Zeitung 151. Jg., Nr. 11 vom 17.03.2011, Seite 119

Bespr.: pharmajournal 6/2011, 149. Jg top ↑

Die zweite Auflage des Deutschen Bäderbuchs stellt auf über 1200 Seiten anschaulich und fundiert die Grundlagen der Wissenschaft des Heilbäderwesens (Balneologie) dar und portraitiert mehr als 160 Heilbäder und Heilbäderkurbetriebe in Deutschland.

Über jundert Jahre nach der Erstausgabe des Deutschen Bäderbuches wagten Prof. Dr. Werner Käss und Frau Hanna Käss die Herausgabe einer zweiten Auflage. Dieses umfangreiche Werk basiert auf der im Jahre 1907 unter Mitwirkung des Kaiserlichen Gesundheitsamtes Berlin erschienenen Fassung. Der Titel wurde ganz bewusst an die erste Ausgabe angelehnt. Die bewährte Gliederung von damals wurde leicht modifiziert übernommen, der Inhalt aber vollständig überarbeitet und aktualisiert. Insgesamt konnten über 80 Autoren für die Mitarbeit an den Beiträgen gewonnen werden.

Das Resultat ist ein sehr schön gestaltetes Fachbuch, ein hilfreiches Nachschlagewerk, ein kompetenter Führer für alle Belange der Balneologie.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Teil 1 vermittelt einen umfassenden Überblick über die wesentlichen und allgemein gültigen Fakten der Bäderkunde. Neben einem kurzen historischen Abriss werden die einzelnen Fachthemen der Balneologie aus geowissenschaftlicher, medizinisch-therapeutischer, chemisch-analytischer, ingenieurtechnischer, architektonischer sowie aus rechtlicher Sicht beleuchtet. Teil 2 beschreibt und illustriert 163 staatlich zertifizierte Heilbäder und anerkannte Heilquellenkurbetriebe mit den jeweiligen ortsgebundenen Kurmitteln: Heilwässer, Peloide (Heilschlämme) und Heilgase. Dabei werden bei jedem Kurort die wichtigsten Daten zu Lage, Infrastruktur, Geschichte, Kurmittel, Indikationen, Anwendungen, Analysen und Geologie aufgeführt.

Lohnenswert ist auch ein Blick in das Kapitel "Ehemalige Heilbäder". Umfangreiches historisches Material gibt Einblick in das Bäderwesen früherer Zeiten und erzählt Aufstieg und Niedergang ehemals berühmter Bäder.

Gleich wie sein Vorgänger vor über hundert Jahren ist die Neuauflage des Deutschen Bäderbuchs ein umfassendes Standardwerk für alle Balneologie-Interessierten. Hervorragend illustriert und präzise verfasst ist es nicht nur für Fachleute verschiedener Disziplinen, sondern auch für kurbeflissene Laien unentbehrlich.

pharmajournal 6/2011, 149. Jg., Seite 17

Inhaltsverzeichnis top ↑

Teil 1 ­ Allgemeiner Teil
A. Der balneologische Rahmen
Geschichte der Balneologie in Deutschland (G. Michel) 14
Balneogeologie (G. Michel) 17
Natürliche Beschaffenheit der Kurmittel (W. Jäger & H. Kussmaul) 22
Hygienische Anforderungen an örtliche Kurmittel (H. Kussmaul) 26
Physikalische Therapie am Kurort (A. Falkenbach) 30
Ortsgebundene Heilmittel -­ Arzneimittel oder Medizinprodukt (H. Kussmaul,
w. Jäger) 34
Kurortklima ­und Klimatherapie (A. Schuh) 38
Naturwissenschaftliche Begriffsbestimmungen natürlicher ortsgebundener Heilmittel (G. Michel) 41
Das Heilquellenamt (1937-2007) (M. Göller) 45
Die Architektur des Kur-­ und Heilbads in zwei Jahrtausenden (F. Jaeger) 46
B. Das Heilwasser
Die Heilquelle als Keimzelle eines Heilbades (G. Michel) 50
Analytik, Dokumentation und Beschaffenheitsdarstellung von Heilwässern
(W. Käß) 52
Spurenelemente (R. Fresenius, W.Käß) 55
Isotopenmethoden zur Charakterisierung v. Heilwasser (L. Eichinger &
G. Lorenz) 61
Enteisenung und Entmanganung von Heil­ und Mineralwässern (J. Dittmar) 68
Aufbereitung von arsenhaltigen Heil­ und Mineralwässern (D. Quast) 70
Inhalations- und Spülbehandlung (O. Michel) 73
Iodsole in der Ophthalmologie am Beispiel der Quelle in Bad Hall/
Österreich (G. Rieger) 79
Baden
Das Thermalbad: Faktoren, Wirkungen, Wirksamkeit (B. & M. Hartmann) 84
Pharmakologische Wirkungen des Badens in Heilwässern (B. & M. Hartmann) 92
Welche Heilwasserbestandteile haben beim Baden eine Chance wirksam zu werden? (H.G. Pratzel) 96
Überwachung und Aufbereitung von Heilwässern in Therapie- oder
Bewegungsbecken (D. Eichelsdörfer) 106
Thalassotherapie (A. Schuh) 109
Trinken
Trinkkuren (Ch. Gutenbrunner) 114
Versandheilwässer (M. Klein) 128
Heilwasser­ und Wasserrecht (A. Rottke) 136
Heilquellenschutz (G. Michel) 139
Besonderheiten des Brunnenbaus bei Heil-­ und Mineralwasserquellen
(D. Quast) 143
C. Quell- und Heilgase
Kohlenstoffdioxidhaltige Wässer und Mofetten: Evidente Kur­ und Heilmittel
(B. Hartmann) 146
Radon in der Kurortmedizin (A. Falkenbach) 152
Wirkung und Wirksamkeit von Schwefelbädern (H.G. Pratzel) 155
D. Peloide
Was sind Peloide ? (G. Lüttig) 160
Analytik von Peloiden (J. Kleinschmidt) 174

Sachwortverzeichnisse Medizin und Naturwissenschaften 179
Schrifttum zum Teil 1 181
Teil 2 ­ Heilbäder und Heilquellenkurbetriebe
(W. Käß et. al.)
Liste der Autoren zum Teil 2 202
Einzelbeschreibung der 163 deutschen Heilbäder und Heilquellenkurbetriebe in alphabetischer Reihenfolge 204-1141
Kurzfassungen der ehemaligen Heilbäder 1141
Schrifttum zum Teil 2
Anhang
Umrechnungstabellen
Redoxspannung 1205
Äquivalente 1206
Schwefelspezies 1206
Ortsverzeichnis der im Teil 2 besprochenen Heilbäder und
Heilquellenkurbetriebe 1207
Stichwortregister Teil 1 und 2 1209
Dritte Umschlagseite (Anlage)
Übersichtskarte 1:600 000 mit den deutschen Kurorten
Sachwortregister