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Otto F. Geyer; Manfred P. Gwinner:

Geologie von Baden-Württemberg

herausgegeben von: Matthias Geyer; Edgar Nitsch; Theo Simon

[Geology of the State of Baden-Württemberg, Germany]

2011. 5. völlig neu bearbeitete Auflage, X, 627 Seiten, 185 Abbildungen, 4 Tabellen, 18x25cm, 1550 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65267-9, gebunden, price: 68.00 €

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Inhaltsbeschreibung top ↑

„Geologie von Baden Württemberg“ — die umfassende Darstellung der Geologie, Struktur, Stratigraphie, Tektonik und der Naturressourcen des Bundeslandes Baden-Württemberg.

Seit der ersten Auflage 1964 hat sich dieses Werk als Standardwerk etabliert und liegt nun in vollständig neu bearbeiteter und aktualisierter 5. Auflage vor. Diese berücksichtigt die umfangreichen Forschungsergebnisse seit Erscheinen der 4. Aufl. (1991) und fasst den aktuellen geologischen Kenntnisstand in einem einzigen Band zusammen.
Auf die einleitende Darstellung der mehr als zwei Jahrhunderte umfassenden Erforschungsgeschichte folgt eine Übersicht der Naturräume, des allgemeinen geologischen Aufbaus und der erdgeschichtlichen Entwicklung Baden-Württembergs.
Den Hauptteil des Buches bildet — wie in den vorherigen Auflagen — die detaillierte Darstellung der Gesteinsfolge des Landes und ihrer regionalen Faziesentwicklungen. Dem Grundgebirge, dem nicht-metamorphen Paläozoikum sowie dem Tertiär und der landschaftsgeschichtlichen Entwicklung wird breiterer Raum gegeben als in früheren Auflagen. Erstmals wird dabei die aktuell gültige, in den vergangenen Jahren länderübergreifend abgestimmte stratigraphische Nomenklatur verwendet.

Sedimentations- und Klimageschichte sowie die tektonische Entwicklung des Landesgebietes werden ebenfalls ausführlicher erläutert. Dabei werden die Zusammenhänge zwischen der Geologie Baden-Württembergs und benachbarter Regionen berücksichtigt. Abschließend sind den Wechselbeziehungen zwischen menschlicher Tätigkeit und ihren geologischen Voraussetzungen eigene Kapitel gewidmet. Ein detailliertes Register und umfangreiche Hinweise (mehr als 50% jünger als die 4. Auflage) auf weiterführende Literatur vervollständigen das Werk.

Das Buch richtet sich dabei sowohl an Wissenschaftler und Lehrer an Schulen und Hochschulen als auch an Studierende sowie an alle erdgeschichtlich Interessierten, die sich mit der Vielfältigkeit von Gesteinsaufbau und Fossilien des Landes beschäftigen.

Kirchheimer Teckbote top ↑

Wenn bei der Vorstellung der fünften Auflage eines Buches die Garderobe schon frühzeitig überfordert ist, muss es sich zweifellos um etwas ganz Besonderes handeln. Das trifft auf das lange vergriffene Standardwerk „Geologie von Baden- Württemberg“ zweifellos zu.

Holzmaden. Schon 1964 hatten die beiden Gründungsväter dieses Klassikers formuliert: „Wer sich mit der Geologie Baden-Württembergs beschäftigen will, wird sich des Mangels einer zusammenfassenden Übersicht bewusst, der gegenwärtig im Schrifttum besteht“. O. F. Geyer und M. P. Gwinner hatten sich dafür engagiert, fundiert Abhilfe zu schaffen und sich zu Lebzeiten auch unermüdlich darum bemüht, ihr Werk von Auflage zu Auflage immer auf dem aktuellen Stand zu halten.

Die „Nachfahren“ Dr. Matthias Geyer, Dr. Edgar Nitsch und Professor Dr. Theo Simon konnten jetzt im Kreis ausgewiesener Experten ihr bei der Schweizerbart’schen Verlagsbuchhandlung erschienenes Werk präsentieren. Ein passenderer Ort als das Urwelt-Museum Hauff in Holzmaden hätte für die viel beachtete Buchvorstellung wohl kaum gewählt werden können.

Diplom-Geologe Rolf Bernhard Hauff erinnerte sich zunächst an die legendären Vorlesungen von Professor Frank Westphal, der die Geologie Südwestdeutschlands einst mit einem „Teller mit abgeschlagenem Rand mit Linsen und Spätzle“ verglichen hatte. Der Teller stand dabei für das paläozoische Grundgebirge, der abgeschlagene Rand für den Rheintalgraben, die Linsen für die Trias mit Bundsandstein, Muschelkalk und Keuper und die Spätzle für die Schwäbische Alb mit Juraablagerungen und oberschwäbischem Molassebecken. Sehr gerne ergänzte der Hausherr das stimmige Bild um die ihm noch fehlenden Würstle, deren Rolle er den Sauriern zuerkannte.

Der souveräne Gastgeber konnte auch gleich zeigen, was die Stunde geschlagen hat. Professor Dr. Michael Bauer, Leiter des Medienlabors der Hochschule Aalen und zuständig für die Weiterentwicklung der Didaktik und Computertechnik des Museums, konnte die von ihm entwickelte „Geologische Uhr“ vorstellen, in die man sich seit Beginn des Jahres im Urweltmuseum Hauff per Touchscreen vertiefen kann.

Der Medienexperte gewährte eindrucksvolle Einblicke in die im anschaulichen Zeitraffer als 12-Stunden- Tag eingerichtete Erdgeschichte, bei der etwa die Kontinental-Verschiebung oder auch die Entstehung der Alpen in faszinierenden Animationen dargestellt sind.

Die Information, dass die animierte Erdgeschichte als iPhone-App vorliegt, erstaunte das Publikum. Für den Leiter des Steinbeiszentrums Aalen ist es aber ein sicheres Zeichen dafür, dass die viel gescholtenen neuen Medien tatsächlich komplexere Inhalte transportieren können als Votings darüber, wer im Dschungelcamp bleiben darf . . . Ein weiteres Argument für handy-kompatibles Wissen über die Erdgeschichte hatte der pragmatische Medienexperte ebenfalls parat: Ein solcherart aufgeladenes iPhone eigne sich schließlich hervorragend „als moderner Spickzettel“.

Bevor Professor Dr. Theo Simon im Namen des Autorenteams die inhaltliche Ausrichtung des neuen Buches vorstellte, kamen zunächst Vertreter des Verlages zu Wort. Dr. Eberhard Nägele blickte zurück auf die interessante Geschichte dieses nun schon „in dritter Generation“ vorliegenden Standard-Werks, an dem sich zugleich auch die Entwicklung der Drucktechnik der letzten fünf Jahrzehnte ablesen lasse.

Dr. Walter Obermiller zeigte das „kumulative Resultat der Evolution“ des neu aufgelegten Bandes auf, der sich von über 200 Seiten in der ersten und zweiten auf knapp unter 500 Seiten in der dritten und vierten Auflage steigerte und jetzt mit 627 Seiten aufwartet. Um eine weitere Zunahme des Umfangs zu vermeiden, waren rund 65 Prozent der bisher zitierten Literatur durch neue Verweise ersetzt worden.

Professor Dr. Simon, der mit Dr. Matthias Geyer, Dr. Edgar Nitsch und zwölf Mitarbeitern des Verlages Schweizerbart fünf Jahre an der neuen Ausgabe gearbeitet hatte, bewunderte rückblickend „unseren Mut, die gewaltige Fülle an Material bewältigen zu wollen“. Knapp und präzise führte er durch die einzelnen Kapitel des Bandes, der zwar nicht nur für Fachwissenschaftler geschrieben sei, bei Laien aber doch geologisches Grundwissen voraussetze.

Überzeugt davon, dass niemand, der dieses Werk zur Hand nimmt, entspannende Bettlektüre erwarte, hatte Professor Simon als kurzweilige Leseprobe das nur zwei Seiten starke „Kapitel 3.1.5.2.: Fyschserie und Andesitkomplex der Badenweiler-Lenzkirch- Zone“ ausgewählt. Im Blick auf einen weiterhin entspannten Fortgang des Premierenabends entschied er sich im letzten Moment dann aber doch, auch dieses Kapitel der eigenständigen Lektüre der geneigten Besucher der Buchvorstellung zu überlassen . . .

Kirchheimer Teckbote, Wolf-Dieter Truppat, 29.01.2011

>http://www.teckbote.de/nachrichten/stadt-kreis_artikel,-Verneigung-vor-einem-Klassiker-_arid,1187.html

Bespr.: Schwaben Alpin 2/2011 top ↑

Wohl in keiner anderen Region sind geologische Kenntnisse so weit verbreitet und so tief verwurzelt in der Bevölkerung wie in Baden- Württemberg. Bei Naturliebhabern sowieso, nicht zuletzt aber auch bei Kletterfreunden, denn gerade sie sind es ja, die bei der Ausübung ih res Sports den Stein im wahrsten Sinne des Wortes in den Händen ha ben. Nun ist die 5., neu bearbei te - te Auflage des 1964 zum ersten Mal erschienenen Standardwerkes zur Geologie im Land erschienen. Berücksichtigt sind die umfangreichen Forschungsergebnisse seit der letzten Auflage und der aktuelle geolo - gische Kenntnisstand; das Buch enthält u.a. den allgemeinen geologischen Aufbau und die erdgeschichtliche Entwicklung des Landes und in seinem Hauptteil die detaillierte Darstellung der Gesteinsfolgen.

Schwaben Alpin 2/2011

Bespr.: Reutlinger General-Anzeiger 17.03.2011 top ↑

Baden-Württemberg gehört zu den geologisch spannendsten Gebieten Deutschlands. Ein Flachmeer hat hier seine Sedimente hinterlassen. Eiszeitliche Gletschermassen haben das Gelände umgepflügt, zwei Himmelskörper sich mit verheerender Wucht in die Erde gebohrt. Unter der Alb brodelt ein magmatischer »Hot Spot«, Fossilienfundstätten zeugen von der Blüte der Meeressaurier, erloschene Schlote von brodelndem Vulkanismus. Und mit dem oberen Rheintal hat das »Ländle« sogar einen veritablen Grabenbruch zu bieten.

Eine abenteuerliche Erdgeschichte hat sich demnach in die Gesteinsmassen zu unseren Füßen eingegraben. Die nun neu überarbeitete und ergänzte fünfte Auflage von »Geologie von Baden-Württemberg « erschließt diese Vielfalt in enormer Detailfülle. Nicht weniger als fünfzehn Geologen haben dafür ihr jeweiliges Spezialwissen einfließen lassen.

Der Kern des Buchs ist eine Reise durch Stein gewordene Erdzeitalter. Sie beginnt vor über zwei Milliarden Jahren bei Zirkon-Mineralien, die sich im Schwarzwald und im Odenwald finden. Und sie reicht bis zur Höhlenentstehung und Bodenbildung der letzten Jahrtausende. Dazwischen arbeitet das Buch akribisch Schicht um Schicht ab: Wo ist sie zu finden? Wie ist sie entstanden? Welche Fossilien birgt sie? Dazu liefert das Buch eine Fülle von Abbildungen.

Dieser zentrale, mehrere hundert Seiten starke Teil wird ergänzt durch eine Übersicht der Geologie Baden-Württembergs, durch einen Abriss der Forschungsgeschichte sowie durch ein Kapitel zum Aufbau der Gesteinsschichten.

Ein großer Abschnitt behandelt den Menschen als geologischen Faktor, der seit der späten Steinzeit grabend, schürfend und gestaltend in die Erde eingriff. Der Bergbau ist ein großes Thema, aber auch Thermalwasser, Geothermie und Grundwasserführung.

Schließlich geht es auch um die geologischen Risiken: Erdbeben, Hochwasser, aber auch Bodenhebung durch quellende Mineralien oder Erdeinbrüche – viele dieser Problematiken sind ja in jüngster Zeit akut geworden.

Ein gewisses Maß an Fach-Jargon lässt sich bei der Materie nicht vermeiden. Das meiste ist jedoch für den interessierten Laien durchaus nachvollziehbar. Ganz billig ist der Wälzer nicht, aber dafür bietet er eine fast erschlagende Informationsfülle.

Mit freundlicher Genehmigung des Reutlinger General-Anzeiger (17.03.2011)

Bespr.: Badische Zeitung vom 26.04.2011 (Link) top ↑

Den Volltext der Rezension in der Badischen Zeitung vom 26.04.2011 finden Sie unter folgendem Link:
Badische Zeitung

Bespr.: Der Waldwirt 3/4 (2011) top ↑

Auf die einleitende Darstellung der mehr als zwei Jahrhunderte umfassenden Erforschungsgeschichte folgt eine Übersicht der Naturräume, des allgemeinen geologischen Aufbaus und der erdgeschichtlichen Entwicklung Baden-Württembergs. Den Hauptteil des Buches bildet — wie in den vorherigen Auflagen — die detaillierte Darstellung der Gesteinsfolge des Landes und ihrer regionalen Faziesentwicklungen. Dem Grundgebirge, dem nicht-metamorphen Paläozoikum sowie dem Tertiär und der landschaftsgeschichtlichen Entwicklung wird breiterer Raum gegeben als in früheren Auflagen. Erstmals wird dabei die aktuell gültige, in den vergangenen Jahren länderübergreifend abgestimmte stratigraphische Nomenklatur verwendet. Sedimentations- und Klimageschichte sowie die tektonische Entwicklung des Landesgebietes werden ebenfalls ausführlicher erläutert. Dabei werden die Zusammenhänge zwischen der Geologie Baden-Württembergs und benachbarter Regionen berücksichtigt. Abschließend sind den Wechselbeziehungen zwischen menschlicher Tätigkeit und ihren geologischen Voraussetzungen eigene Kapitel gewidmet. Ein detailliertes Register und umfangreiche Hinweise (mehr als 50% jünger als die 4. Auflage) auf weiterführende Literatur vervollständigen das Werk.

Der Waldwirt 3/4 (2011)

Bespr.: POLLICHIA Band 95 (2010) top ↑

Der ”GEYER & GWINNER“ ist seit vielen Jahren das Standardwerk für jeden der sich mit der Geologie von Baden- Württemberg befassen möchte oder muss. Zwischen 1964 und 1991 erschienen insgesamt vier Auflagen dieses Werkes und lange Zeit sah es so aus, als ob ein Nachfolgewerk nicht in Sicht sei. Nun ist, 20 Jahre nach der 4. Auflage, eine völlig neu überarbeitete 5. Auflage mit neuem Autorenteam erschienen.

Nach einem Vorwort und einem Inhaltsverzeichnis, liefern die Verfasser einen spannend zu lesenden Überblick über die Erforschungsgeschichte der Geologie in Südwestdeutschland, bevor sie dann im zweiten Kapitel eine grobe, einleitende Übersicht über die Geologie und Naturräume Baden-Württembergs liefern. Im folgenden Kapitel beschreiben die Verfasser dann detailliert auf mehr als 500 Seiten die Gesteinsfolge und die erdgeschichtliche Entwicklung in Baden-Württemberg. In diesem Kapitel, das durchweg sehr gut und umfangreich bebildert ist, findet der Leser eine Fülle von Informationen zu den einzelnen stratigraphischen Einheiten, die in Baden-Württemberg immerhin vom Proterozoikum bis zum Quartär reichen. Ein kleiner Wermutstropfen sind bei diesem Kapitel jedoch einige der ganzseitigen Abbildungen mit Fossilien, da zum Einen einzelne Bilder bei zusammengesetzten Abbildungen (Fototafeln) oft sehr klein sind und man kaum Details erkennen kann und zum Anderen viele Fossilfotos auch sehr dunkel und reichlich kontrastarm sind. Das 5. Kapitel steht dann unter der Überschrift Geologie und Mensch. Hier befassen sich die Verfasser mit menschlichen Eingriffen in die Geologie (z.B. bauliche Tätigkeit, Ackerbau, Bergbau), Rohstoffen, Hydrogeologie, Geothermie und Georisiken. Dem Textteil folgt ein 77-seitiges Literaturverzeichnis und ein 33- seitiges Register, welches das Auffinden spezifischer Informationen sehr erleichtert.

Das inhaltlich und gestalterisch sehr gelungene Werk sichert auch in der 5. Auflage den Ruf des ”GEYER & GWINNER“ als den eines Standardwerkes zur Geologie Baden- Württembergs in das 21. Jahrhundert hinein. Wie auch seine Vorgänger-Auflagen kann es jedem der sich mit der Geologie von Baden-Württemberg befassen muss oder will uneingeschränkt zur Lektüre empfohlen werden.

apl. Prof. Dr. Dieter Uhl, Neustadt/Weinstr.

POLLICHIA Band 95 (2010)

Bespr.: Praxis Geographie, Heft 5/2011, S. 48 top ↑

Mit der 2011 erschienenen fünften völlig neu bearbeiteten Auflage dieses Geologieklassikers setzen die Verfasser eine etablierte Tradition hoher wissenschaftlicher Standards fort. In das vorgelegte Standardwerk zur Geologie des südwestlichen Bundeslandes sind viele aktuelle Forschungsergebnisse eingeflossen, die seit dem Erscheinen der letzten Auflage vor 20 Jahren gewonnen wurden. So wird die Sedimentations- und Klimageschichte weit umfassender behandelt. Auch im Bereich der Tektogenese wurde das Wissensspektrum deutlich vertieft. Gänzlich neu ist der Ansatz im System-Erde-Kontext auch menschliches Wirken mitzudenken. Dem gegenseitigen Abhängigkeitsgefüge spürt der Band im Kapitel Geologie und Mensch auf fast siebzig Seiten nach. Obgleich zahlreiche Grafiken und Karten neu hinzugekommen sind, wäre die Ausstattung des Buches mit Grafiken und Karten noch weiter ausbaufähig, dies gilt insbesondere für die farbige Gestaltung der Materialien. Überdies könnten für die sechste Auflage geomorphologische Aspekte  noch ausführlicher angesprochen werden.

Fazit: ein empfehlenswertes Buch auf hohem geowissenschaftlichen Niveau, bei dem der Nichtgeologe in einzelnen Kapiteln auch an Grenzen stoßen dürfte. Das darf aber auch durchaus sein.

Gregor C. Falk/Freiburg

Praxis Geographie H. 5/2011, S. 48

Bespr.: Fossilien 2011/6 top ↑

Die beiden jahrzehntelang an der Universität Stuttgart tätigen Professoren Otto Franz Geyer und Manfred Paul Gwinner fühlten sich der Geologie des Landes Baden-Württemberg, einem Land klassischer geologischer und paläontologischer Forschung, besonders verbunden und schrieben ein zusammenfassendes Buch, das vier jeweils um neue Forschungsergebnisse ergänzte Auflagen erlebte, zuletzt 1991. Inzwischen sind beide Autoren verstorben, und die Forschung hat sich seither rasant weiterentwickelt, sodass nun eine völlig veränderte und erheblich ergänzte 5. Auflage vorgelegt werden konnte, die an die Tradition und die Intention des alten Autorengespanns anknüpft. Die Vielfalt der neuen Erkenntnisse ist so breit gestreut, dass sie nur von einem Kollegenteam bewältigt werden konnte, das von den Herausgebern Matthias Geyer, Edgar Nitsch und Theo Simon angeführt wurde.

Das Buch gliedert sich in eine kurze Einführung in die Erforschungsgeschichte, eine allgemeine geologische Übersicht, die Gesteinsfolge und Erdgeschichte, den tektonischen Bau und schließlich die Beziehungen zwischen Mensch und Geologie. Der Gesteinsfolge wird dabei der größte Raum gewidmet, was die enorme Vielfalt an Formationen in diesem Land widerspiegelt. Der neueste Stand der Forschungen über den Grundgebirgsbau mögen für den Fossiliensammler wohl weniger wichtig sein, sucht man darin Fossilien – jedenfalls mit der normalen Hammermethode, zumindest im kristallinen Anteil vergeblich. Bedeutsamer sind die in den vergangenen Jahren in allen Deckgebirgsschichten, angefangen vom recht komplexen Paläozoikum-Vorkommen im Schwarzwald bis zum Quartär mit sehr vielen zum Teil ganz neu eingeführten Formationsnamen, die hier erstmals übersichtlich dargestellt und erläutert werden. Die die Formationen kennzeichnenden Gesteinstypen, ihr Ablagerungsraum und räumlich-zeitlicher Kontext sowie auch – sofern vorhanden – die Fossilführung werden übersichtlich gegliedert dargestellt und die jeweils wichtigste weiterführende Literatur zitiert. Gegenüber den beiden letzen Auflagen hat man einige Fossilabbildungen mit aufgenommen, diese jedoch leider in sehr kleinem Maßstab und alle nur in Schwarzweiß. Letzteres ist ein kleines Manko dieses Buchs. Einige wenige Fotos und Grafiken sind in Farbe gedruckt und verdeutlichen, dass die Verwendung von Farbe oftmals den Inhalt viel besser verdeutlicht, als es lediglich mit Signaturen oder Graustufen möglich ist. Eine weitere Verbesserung wären erläuternde Geländefotos gewesen, die man im Großkapitel zur Gesteinsfolge völlig vermisst. Vermutlich hätten hierzu nötige durchgehende Farbabbildungen zu einer ganz erheblichen Preissteigerung geführt; so hingegen blieb der Preis für ein gebundenes Buch in guter Papier- und Druckqualität in angemessenem Rahmen. Ein sehr umfangreiches Literaturverzeichnis und ein Register erleichtern das Nachschlagen und die Quellensuche. Für jeden an der vielseitigen Geologie Südwestdeutschlands Interessierten ist dieses Buch unverzichtbar, und die Flut an neuer Information gegenüber den vorigen Auflagen machen es auch für denjenigen zu einem Muss, der eine davon in seinem Bücherschrank stehen hat.

Günter Schweigert

Fossilien 2011/6

Bespr.: Kraichgau - Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung top ↑

Lassen wir zuerst einmal die Beschreibung des Verlages zu Wort kommen:

Geologie von Baden- Württemberg - die umfassende Darstellung der Geologie, Struktur, Stratigraphie, Tektonik und der Naturressourcen des Bundeslandes Baden-Württemberg. Seit der ersten Auflage 1964 hat sich dieses Werk als Standardwerk etabliert und liegt nun in vollständig neu bearbeitetet und aktualisierter 5. Auflage vor. Diese berücksichtigt die umfangreichen Forschungsergebnisse seit Erscheinen der 4. Aufl. (1991) und fasst den aktuellen geologischen Kenntnisstand in einem einzigen Band zusammen.

Auf die einleitende Darstellung der mehr als zwei Jahrhunderte umfassenden Erforschungsgeschichte folgt eine Übersicht der Naturräume, des allgemeinen geologischen Aufbaus und der erdgeschichtlichen Entwicklung Baden-Württembergs. Den Hauptteil des Buches bildet, wie in den vorherigen Auflagen, die detaillierte Darstellung der Gesteinsfolge des Landes und ihrer regionalen Faziesentwicklungen. Dem Grundgebirge, dem nicht-metamorphen Paläozoikum sowie dem Tertiär und der landschaftsgeschichtlichen Entwicklung wird breiterer Raum gegeben als in früheren Auflagen. Erstmals wird dabei die aktuell gültige, in den vergangenen Jahren länderübergreifend abgestimmte stratigraphische Nomenklatur verwendet.

Sedimentations- und Klimageschichte sowie die tektonische Entwicklung des Landesgebietes werden ebenfalls ausführlicher erläutert. Dabei werden die Zusammenhänge zwischen der Geologie Baden-Württembergs und benachbarter Regionen berücksichtigt. Abschließend sind den Wechselbeziehungen zwischen menschlicher Tätigkeit und ihren geologischen Voraussetzungen eigene Kapitel gewidmet. Ein detailliertes Register und umfangreiche Hinweise auf weiterführende Literatur vervollständigen das Werk. Das Buch richtet sich dabei sowohl an Wissenschaftler und Lehrer an Schulen und Hochschulen als auch an Studierende sowie an alle erdgeschichtlich Interessierten, die sich mit der Vielfältigkeit von Gesteinsaufbau und Fossilien des Landes beschäftigen wollen. - Soweit der Verlag.

Die Aufgabe eines Rezensenten ist es nun zu untersuchen, ob die Einschätzung des Verlages richtig ist oder nur werbewirksam formuliert wurde: Da gibt es nicht viel zu untersuchen, denn es ist tatsächlich so, dass hier nicht eine Altauflage ein bisschen verbessert wurde, sondern ein völlig neues Werk entstanden ist - und dies auf aktuellstem Stand und mit allerhöchstem Niveau. Das Buch enthält die neuesten Forschungsergebnisse und ist erfreulicher Weise leicht lesbar geschrieben. Sehr positiv fallen vor allen Dingen die vielen stratigrafischen Übersichtsprofile, Darstellungen der Mächtigkeitsentwicklungen der unterschiedlichen Faziesverteilungen und der Paläogeografie auf, die das Verständnis der geologischen Prozesse bedeutend erleichtern. Die eindeutig notwendige Umstellung der stratigrafischen Bezeichnungen (Stichwort „Formationsbegriff") - für einen Altgeologen manchmal sehr gewöhnungsbedürftig - ist textlich und grafisch gut gelungen, wie auch die Darstellung der Unterschiede zwischen Bio- und Lithostratigrafie. Viele Sonderthemen (Belastung Altbergbau; Bergschäden durch Geothermie; Erdbeben u.v.a.) haben Einzug in das Werk gehalten. Sehr stattlich ist das Literaturverzeichnis mit 77 Seiten.

Was wäre verbesserungswürdig? Einige wenige Fotoabbildungen (Nr. 77, 87, 120) sind partiell etwas zu dunkel geraten und Abb. 122 ist wegen der vielen Grauschattierungen unübersichtlich - sonst ist technisch eine gute Qualität zu vermelden. Wenn nun der Rezensent doch noch ein paar Anmerkungen machen zu müssen glaubt, so liegt dies eher daran, dass jeder regional arbeitende Geologe über "sein" Arbeitsgebiet alles Interessante vorzufinden wünscht - was aber in einer Übersichtsdarstellung der gesamten Geologie von Baden-Württemberg aus Platzgründen nicht immer möglich ist. So möge der geologisch am Kraichgau und der nächsten Umgebung Interessierte die folgenden Zusätze eher als Literaturhinweise für die Eigenrecherche annehmen, denn als Kritik am rezensierten Werk:

S. 355 Küstenkonglomerat-Formation. Diese tritt, wie im Text erwähnt, auch am Abbruch des Kraichgaus zum Rheingraben als "Bohne-Konglomerate" auf, datiert dort aber ins Rupelium - vgl. Aufschluß 37 (19S6), S. 137-148 S. 357 Frauenweiler Subformation: Hier wäre die Erwähnung der Tongrube Rauenberg-Unterfeld mit ihren vielen Fisch-, Insekten- und Vogelfunden (ältester Kolibri der Welt; G. MAYR) angebracht gewesen, die schon zu Vergleichen mit dem Weltkulturerbe Grube Messel führten; vgl. diverse Beiträge in der Kaupia 17 (2010), S. 1-113 mit älterer Literatur.

S. 366/413 Löß: Mit nur zwei, teilweise sich thematisch sogar überschneidenden Seiten ist das Thema "Löß" viel zu knapp abgehandelt, da er ja nicht nur im Kraichgau landschaftsbildend ist. In den letzten zehn Jahren sind von diversen Autoren (Antoine, Bibus, Frechen, Hatte, Moine) über ein Dutzend Veröffentlichungen allein über das Lößprofil in Nußloch erschienen, die zumindest ansatzweise hätten berücksichtigt werden sollen; dass dies nicht geschah mag daran liegen, dass fast alle genannten Arbeiten in der online-Landsbibliographie Baden-Württemberg leider nicht gelistet, sie also nur Löß-Spezialisten bekannt sind.

S. 422 Kalksinter: Hier ist die Liste um das Vorkommen von Binau am Neckar zu ergänzen, das in spätstaufischer Zeit anscheinend kurzzeitig sogar abgebaut wurde, vgl. Kraichgau 22 (2009), S. 197-200

S. 463ff. Vererzungen, Bergbau: Wiederum erscheint dem Rezensenten mit nur drei Seiten das Thema zu kurz abgehandelt. Ohne Frage sind Erzgänge etwas Geologisches und Jahrhunderte lang war der Schwarzwald eine Bergbauregion.

S. 467/516 Bergbau Wiesloch: Im 11. Jh. war der Blei-Silber-Bergbau bei Wiesloch der bedeutendste in ganz Süddeutschland und hat bis heute große Auswirkungen, so z.B. Anbauverbote wegen der Schwermetallbelastungen in weit umfangreicheren Größenordnungen als im Südschwarzwald. Bessere Literatur zur Bergbaugeschichte: Zeitschrift zur Geschichte des Berg- und Hüttenwesens 10 (2004), Heft 2: 4-26 und zu den über 40 Quadratkilometer messenden, teilweise extrem hohen Schwermetallbeiastungen: Handbuch Boden, Band 7 (1997; LfU), S. 1-191

S. 470 Bei der Gewinnung von Gips/Anhydrit wäre das Bergwerk Obrigheim der Heidelberg-Cement AG nachzutragen.

Fazit: Jeder in Baden-Württemberg und angrenzenden Gebieten, der sich mit Geologie befasst, muss "den alten Geyer/Gwinner von 1991" in Pension schicken und sich diese neue 5. Auflage kaufen - so umfangreich, aktuell und qualitätvoll sind die neuen Darstellungen. Die 68 Euro sind gut angelegt; ich wünsche dem Werk eine weite und schnelle Verbreitung.

Ludwig H. Hildebrandt

Kraichgau - Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung

Bespr.: GMIT Nr. 44 (Juni 2011) top ↑

Elf Jahre nach Erscheinen der längst vergriffenen 4. Auflage ist das Standardwerk über die Geologie von Baden-Württemberg endlich wieder verfügbar. Den Begründern O.F. Geyer und M.P. Gwinner war es leider nicht mehr vergönnt, die 5. Auflage selbst zu bearbeiten. Matthias Geyer, der Sohn von O.F. Geyer, Edgar Nitsch und Theo Simon sind ausgewiesene Kenner der Landesgeologie und haben das Buch mit Hilfe weiterer Fachkollegen völlig neu bearbeitet und strukturiert. Dabei wurde gegenüber der 4. Auflage die Zahl der Seiten um die Hälfte erhöht, die der Abbildungen und Tabellen aber um ein Drittel reduziert. Das Buch ist in fünf Kapitel gegliedert.

Kapitel 1 „Geologische Erforschung“ ist neu (wobei die geschichtliche Gliederung für ein Geologiebuch etwas ungewöhnlich ist und die „Nachkriegszeit im Südwesten“ bis heute anzuhalten scheint).

Kapitel 2 „Geologische Übersicht“ behandelt kurz die landschaftliche Gliederung, den Bau der Erdkruste und die erdgeschichtliche Entwicklung anhand gebirgsbildender Epochen.

Kapitel 3 „Gesteinsfolge und Erdgeschichte“ vom Grundgebirge bis Quartär umfasst mit 400 Seiten den größten Teil des Buches. Hier (wie auch in den folgenden Kapiteln) sind die zahlreichen Literaturhinweise erfreulicherweise im laufenden Text aufgeführt und nicht wie in den früheren Auflagen erst am Ende einzelner Abschnitte zusammengefasst, was den Wert als „Nachschlagewerk“ erhöht. Sehr anschaulich sind die Darstellungen der globalen Plattentektonik und der paläogeographischen Verhältnisse von Mitteleuropa in den einzelnen Zeitabschnitten, welche die Landesgeologie in einen größeren Rahmen stellen. Die Lithostratigraphie wird den internationalen Regeln entsprechend durchgängig in Formationen gegliedert und ist mit sehr nützlichen schematischen Profilen und Mächtigkeitskarten erläutert. Die Verfasser sollten jedoch wissen, dass das „Rotliegend“ laut Beschluss der Perm-Trias-Subkommission nicht mehr in „Rotliegendes“ usw. dekliniert wird. Neu sind anschauliche Fototafeln mit wichtigen Fossilien. Der gerade in Süddeutschland gründlich erforschten Landschaftsgeschichte ist ein eigenes längeres Unterkapitel gewidmet. Eigene Unterkapitel beschreiben auch den jungen Vulkanismus, den Oberrheingraben, das Molassebecken, Steinheimer Becken und Nördlinger Ries sowie das Känozoikum von Schwarzwald und Schichtstufenland.

Kapitel 4 “Tektonischer Bau und Schichtlagerung“ erläutert straff den großen Rahmen und die regionalen Strukturen.

Kapitel 5 „Geologie und Mensch“ umfasst in knapper Form vor allem Rohstoffe, wie Erze, Steine und Erden, Industrieminerale, Salze und fossile Brennstoffe. Dem Grund-, Mineral- und Thermalwasser sowie der Geothermie ist ein längeres, regional gegliedertes Unterkapitel gewidmet. Das Unterkapitel „Georisiken“ behandelt Gefahren, welche vor allem von Erdbeben, Rutschungen, Setzungen, Hebungen und Verkarstung ausgehen.

Das Literaturverzeichnis umfasst bei kleinerer Schrift 76 Seiten. Von den aufgeführten Literaturstellen sind nach eigenem Bekunden über 40 % nach 1990 erschienen. Leider fehlen jetzt aber manche wichtigen älteren Hinweise und Schriften. Ein umfangreiches Register von 33 Seiten in Kleinschrift schließt das Werk ab. Insgesamt darf man den Verfassern zur „neuen“ Geologie von Baden-Württemberg gratulieren. Das Buch schreibt das von O.F. Geyer & M.P. Gwinner begründete Standardwerk erfolgreich fort und ist unverzichtbar für alle, die sich mit der Geologie Südwestdeutschlands beschäftigen.

Gerhard H. Bachmann, Halle (Saale)

GMIT Nr. 44 (Juni 2011)

Bespr.: Schwäbische Heimat 2012/1 top ↑

Seit seinem ersten Erscheinen im Jahr 1964 hat sich „der Geyer/Gwinner“ als Standardwerk der Geologie Südwesdeutschlands einen festen Platz verschafft. Umso spürbarer war die Lücke, als die 1991 erschienene 4. Auflage vergriffen und die Fertigstellung der bereits geplanten 5. Auflage den Autoren nicht mehr vergönnt war. Nun haben die oben erwähnten Herausgeber gemeinsam mit zahlreichen fachkundigen Mitarbeitern diese Lücke erfreulicherweise geschlossen. Herausgekommen ist dabei ein Buch, das in Aufbau und inhaltlicher Ausrichtung an Bewährtes aus früheren Auflagen anknüpft, aber doch weit über eine bloße Überarbeitung hinausgeht. Der Text ist vollständig neu verfasst, fast sämtliche Abbildungen sind neu ausgewählt oder neu gezeichnet worden. Dabei galt es, den seit der letzten Auflage enorm gewachsenen Kenntnisstand zur Geologie des Landes zu berücksichtigen.

Auf die einleitende Darstellung der Erforschungsgeschichte folgt eine Übersicht über die Naturräume, den allgemeinen geologischen Aufbau und die erdgeschichtliche Entwicklung Baden-Württembergs. Den Hauptteil des Buches bildet – wie in den vorherigen Auflagen – die detaillierte Darstellung der Gesteinsfolge und ihrer regionalen Faziesentwicklungen. Dabei wurde dem Grundgebirge, dem nicht-metamorphen Paläozoikum sowie dem Tertiär und der landschaftsgeschichtlichen Entwicklung breiterer Raum als bisher gegeben. Dies kommt auch in zahlreichen neuen Karten zum Ausdruck, die aufbauend auf den Ergebnissen zahlreicher Tiefbohrungen Aufschluss geben über die Verbreitung tiefer liegender Schichten. Besonders aufschlussreich ist auch die Kartenserie zur Entwicklung des südwestdeutschen Flussnetzes während der letzten 45 Millionen Jahre.

Sedimentations- und Klimageschichte sowie die tektonische Entwicklung des Landesgebietes werden ebenfalls ausführlicher erläutert. Dabei wird die Geologie Baden-Württembergs nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit den benachbarten Regionen betrachtet Dieser übergebietlichen Betrachtung dient auch die erstmalige Verwendung der aktuell gültigen, in den vergangenen Jahren länderübergreifend abgestimmten stratigraphischen Nomenklatur. Für deren Einführung sehr hilfreich ist, dass parallel dazu die früher in Südwestdeutschland allgemein gebräuchlichen Bezeichnungen erwähnt werden. Das erleichtert der älteren Generation die Zuordnung der neuen Begriffe in das gewohnte System und umgekehrt der jüngeren Generation das Verständnis älterer Literatur und Karten.

Abschließend sind den Wechselbeziehungen zwischen der Tätigkeit des Menschen und ihren geologischen Voraussetzungen eigene Kapitel gewidmet. Hier geht es um die Auswirkungen des Menschen als geologischer Faktor, um Rohstoffe, Grundwasser, Mineral- und Thermalwasser, Geothermie und Georisiken. Das Werk wird vervollständigt durch ein umfangreiches Literaturverzeichnis, das dem speziell interessierten Leser eine Vielzahl von Publikationen zur weiteren Vertiefung erschließt.

Das mit zahlreichen farbigen Abbildungen ausgestattete Buch wird auch in seiner neuen Form dem Ruf als Standardwerk der südwestdeutschen Geologie wieder voll gerecht. Es ist ein Muss für alle, die sich mit der Geologie dieses Raumes eingehender beschäftigen, seien es Wissenschaftler und Lehrer oder Studierende an Schulen und Hochschulen oder seien es Praktiker in angewandten Berufen, die ein entsprechendes geologisches Basiswissen voraussetzen. Darüber hinaus kann es allen erdgeschichtlich Interessierten, die sich an der Vielfältigkeit von Gesteinsaufbau und Fossilien unseres Bundeslandes erfreuen, bestens empfohlen werden. Zusätzlich liefert es ein Fundament für das Verständnis der vielfältigen Formen heimischer Landschaften und deren Entstehung und damit einen wesentlichen Pfeiler für eine fundierte „Heimatkunde“.

Eine Einschränkung muss hier allerdings gemacht werden: Die für die Geomorphologie und Bodenverhältnisse im größten Teil des Alpenvorlandes entscheidenden eiszeitlichen Sedimente werden auf nur knapp dreieinhalb Seiten Text ohne irgendeine Abbildung zum glazialen Formenschatz oder eine Karte der räumlichen Verteilung abgehandelt. Das erstaunt beim sonstigen Umfang des Werkes. Hier wünscht man sich für künftige Auflagen wieder eine ähnlich umfangreiche und anschauliche Darstellung, wie man sie von den früheren Auflagen gewohnt war.

Friedrich Weller

Schwäbische Heimat 2012/1

Compte-rendu: Géochronique n° 121, 2012 top ↑

Le Land de Bade-Wurtemberg est une des régions classiques de la géologie allemande, comme le rappellent les auteurs dans le premier chapitre de ce livre. C’est là que s’illustrèrent, au 19e siècle, des chercheurs aussi réputés qu’Alberti, Quenstedt, Oppel ou encore Oskar et Eberhard Fraas, pour ne citer que quelques noms connus. Du Fossé rhénan aux contreforts des Alpes, en passant par la Forêt Noire et la Souabe, cette partie de l’Allemagne regorge de sites célèbres, où des études réellement pionnières furent réalisées, notamment sur le Trias germanique et sur le Jurassique. Pour les paléontologues, le Bade-Wurtemberg évoque les gisements à platéosaures du Trias, les sites toarciens de Holzmaden et leurs ichthyosaures et autres organismes marins à la préservation exceptionnelle, les calcaires lithographiques de Nusplingen, qui rivalisent avec ceux de Solnhofen, ou encore les remarquables localités miocènes de Steinheim et d’Öhningen.

Pour cette révision du livre, publié à l’origine en 1964 par Otto Geyer et Manfred Gwinner, Matthias Geyer, Edgar Nitsch et Théo Simon se sont entourés d’une douzaine de collaborateurs, ce qui leur a permis d’aborder la géologie de la région dans toute sa diversité et sa complexité. Après une présentation générale du domaine étudié, l’ouvrage suit logiquement un ordre stratigraphique, du Protérozoïque au Quaternaire. Il se clôt par des chapitres consacrés aux ressources naturelles et aux risques (sismiques notamment - fossé du Rhin oblige). Le livre est abondamment illustré de cartes, coupes, diagrammes, planches de fossiles. Il présente de la géologie du sud-ouest de l’Allemagne une vue à la fois très complète et très moderne (les auteurs n’ont évidemment pas oublié que ce territoire comportait deux remarquables cratères d’impact météoritique miocènes, ceux du Ries et de Steinheim, ayant fait l’objet de maintes études récentes).

Cet ouvrage, qui fait partie d’une série en cours de publication consacrée à la géologie des différents Länder allemands, constitue une monographie régionale vraiment exemplaire. On souhaiterait que le concept soit transposé aux régions françaises.

E. BUFFETAUT

Géochronique n° 121, 2012, co-édition BRGM/SGF

Bespr.: Zentralblatt für Geologie und Paläontologie Teil II Jg. 2011 Heft 5-6 top ↑

Geologie war in Württemberg früher einmal ein Schulfach, was sicherlich auch daher rührt, dass hier ein FRIEDRICH AUGUST VON QUENSTEDT Grundlagen zum Schwäbischen Jura und sein Schüler ALBERT OPPEL mit vielen Ammoniten eine erste Zonengliederung aufgestellt hatte. Die damals dazu gedruckten Schriften, vor allem aber die Abbildungen der Fossilien, haben mit dazu beigetragen, dass sich im Gefolge der Wissenschaftler vor allem interessierte Laien als Sammler paläontologischer Objekte betätigten, teilweise sogar mit großem Erfolg.

Die nun vorliegende, neue „Geologie von Baden-Württemberg“ (1. Aufl. 1964, 2. 1968, 3. 1986, 4. 1991 beim selben Verlag) steht in dieser Tradition der Werke des 19. Jahrhunderts – und sie wird auch dazu beitragen, das Interesse an der Geologie wach zu halten, die ja in vieler Hinsicht von grundsätzlicher Bedeutung für unser Dasein ist.

Das Buch ist die Neuauflage eines modernen Klassikers, der Generationen von Lehrenden und Studierenden als Informationsquelle gedient hat. Ähnlich wie bei anderen Klassikern der Lehrbuch-Literatur behielt der Verlag die ursprünglichen Autorennamen im Titel mit bei, aber dieser „Geyer/Gwinner“ wurde mit der Neubearbeitung durch ein jüngeres Autorenteam zu einem grundlegend anderen Buch, in dem sich durch die Berücksichtigung einer Vielzahl aktueller Publikationen auch der Fortschritt unseres Faches widerspiegelt: Das Schriftenverzeichnis ist zwar kaum umfangreicher als das der letzten Auflage, enthält aber wesentliche neuere Titel unter Weglassung von älteren.

Auch die Gliederung setzt neue Akzente. Das beginnt mit einem ausführlichen Kapitel zur geologischen Erforschungsgeschichte Südwestdeutschlands, das der großen Tradition dieser Landschaftserkundung gerecht wird. Und es endet mit einer umfangreichen Darstellung zu „Geologie und Mensch“, die unseren tiefgreifenden Einfl uss in die Landschaft beleuchtet und Rohstoffe, Grundwasser, Geothermie und Georisiken behandelt; das sind Themen, mit denen wir uns heute fast täglich konfrontiert sehen. Den Hauptteil bilden aber die Kapitel zur Erdgeschichte des Landes, wobei gegenüber den früheren Auflagen auch eine andere Behandlung der regionalgeologischen Verhältnisse sichtbar wird: Die erdgeschichtlichen Abläufe werden in zeitlicher Reihenfolge anhand der landschaftlichen Gegebenheiten behandelt, Proterozoikum bis Unter-Karbon z. B. an den einzelnen Gebirgen, in denen sich Gesteinskomplexe von entsprechendem Alter finden lassen. Für das jüngere Deckgebirge nehmen die im Lande besonders weit verbreiteten und gut untersuchten Schichten des Mesozoikum deshalb auch einen entsprechend großen Raum ein.

Das bei GEYER & GWINNER „Regionale Geologie“ genannte Kapitel gibt es nicht mehr. Im Gegensatz zu den früheren Auflagen muss man sich also z. B. für den Odenwald oder Schwarzwald die entsprechenden Informationen aus mehreren Kapiteln zusammensuchen, was für den an der Geologie einer einzelnen Landschaft interessierten Leser etwas mühsam ist, weil er diese nicht im Zusammenhang behandelt sieht. So muss man beispielsweise beim Schwarzwald im Grundgebirgskapitel, bei dessen Deckgebirge besonders unter der Trias und dann noch einmal unter den Kapiteln der jüngeren Erdgeschichte nachschlagen. Den Autoren sollte man dabei allerdings zugute halten, dass man die Anpassung an die erforderlichen stratigraphischen Umbenennungen nur im Zusammenhang in einen erträglichen Umfang bringen konnte; eine Einzelbehandlung bei den Landschaften hätte sonst den gesetzten Buchrahmen gesprengt. Die Begriffe folgen so der STD von 2002, aber im Einzelfall auch den Empfehlungen der DSK von 2005, wobei man die Leser – zu denen ja nicht ausschließlich Fachgeologen gehören werden – zum Glück nicht bis zum Exzess mit den nomenklatorischen Neubenennungen plagt: Sie finden sich weiterhin im Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper zuhause. Das scheint dem Rez. bis auf weiteres nicht unwichtig, weil man damit auch die interessierten Laien bei der Stange hält. Auf der anderen Seite haben es die Autoren geschafft, Ordnung in die für Baden-Württemberg bisher übliche Begriffsvielfalt zu bringen, indem sie die inzwischen für ganz Deutschland gültigen Neufassungen übernommen haben, auf die im „Ländle“ früher üblichen Bezeichnungen aber immer wieder verweisen – dadurch können auch ältere Leser ihren „Schilfsandstein“ im Text noch wiederfinden, der heute, zusammen mit den tonigen Begleitgesteinen, in „Stuttgart-Formation“ umbenannt ist.

Neu sind auch ein paar zusätzliche Bilder zur plattentektonischen Konfiguration, mit der man die jeweilige paläogeographische Situation in einen weltweiten Zusammenhang stellt. Wichtiger für das Verständnis der regionalgeologischen Verhältnisse sind jedoch bessere paläogeographische Kärtchen für die verschiedenen Erdzeitalter, vor allem aber die graphisch ansprechenden Darstellungen zu den regionalen Schichtmächtigkeiten. Auch die sich mit den Zeiten verändernden Klimaverhältnisse werden angesprochen, was letztlich auch weniger informieinformierten Lesern deutlich macht, dass es Klimawandel schon immer gegeben hat.

Bleibt zu sagen, dass dem Rez. selten ein gedruckter Text begegnet ist, der so weitgehend frei von Druckfehlern ist. Dennoch sollten Winzigkeiten in einer Neuauflage berücksichtigt werden wie „Odenwaldes/Odenwalds“ (sogar innerhalb einer Zeichnung), die nicht mehr übliche Beugung von Schichtnamen („Pechelbronner“). Sachlich fehlt ein Hinweis auf die Herkunft der Salzlösungen im Oberrheingraben (deren δ34S-Verhältnis Zechstein-Werten entspricht), und die als „tektonisch“ bezeichnete Entstehung der Flasergranitoide im Odenwald berücksichtigt nicht die neue Deutung durch „ballooning“. Das Zitat zu BUCHNER & SCHMIDER 2010 fehlt im Literaturverzeichnis.

Die Autoren MATTHIAS GEYER, EDGAR NITSCH und THEO SIMON haben mit diesem Buch insgesamt eine bewundernswerte Leistung vollbracht, zu der man ihnen nur gratulieren kann!

Dennoch bleibt für den Rez. ein grundsätzlicher Wunsch offen, den allerdings allein der Verlag erfüllen könnte: Die Farbabbildungen beschränkte man nämlich auf ein Minimum. Die Fototafeln mit den Fossilien kann man jedoch heute in besserer Qualität reproduzieren. So hätten durchgehend farbige Abbildungen das Buch wesentlich attraktiver gemacht und sicherlich auch einen zusätzlichen Kauf-Anreiz geschaffen. Das gilt besonders für die im Vorsatzblatt gedruckte geologische Karte und das zugehörige Profil, besonders auch für Abb. 8, aber nicht nur für sie allein. Hier vergab man nach Ansicht des Rez. eine Chance, die man bei einer Neuauflage überdenken und nützen sollte.

PETER ROTHE, Mannheim

Zentralblatt für Geologie und Paläontologie Teil II Jg. 2011, Heft 5-6

Bespr.: der Aufschluss Ausg. 3, Mai/Juni 2011 top ↑

20 Jahre sind seit der letzten Ausgabe der erstmals 1964 erschienenen „Geologie von Baden-Württemberg“ verstrichen. Dass es Zeit für eine Neuausgabe wurde, kann dem Faktum entnommen werden, dass 40 % der in der äußerst umfangreichen Literaturliste (ca. 1.600 Arbeiten) aufgeführten Schriften nach 1990 erschienen sind. Für die vorliegende Ausgabe, welche die im Verlag Schweizerbart in loser Folge erscheinenden Reihe über die Geologie der deutschen Bundesländer fortsetzt, zeigen sich neben den drei im Titel genannten Herausgebern noch weitere 12 Mitarbeiter verantwortlich.

Das Buch ist in 5 Teile gegliedert. Eine kurze Einführung über die geologische Erforschung weist auf die lange Tradition der geowissenschaftlichen Untersuchungen in Südwestdeutschland hin: die erste geologische Übersichtskarte erschien vor fast 200 Jahren. Das zweite Kapitel bietet einen Überblick über den geologischen Aufbau und die erdgeschichtliche Entwicklung, und dies zeigt wie vielseitig die fast 700 Millionen Jahre zurückreichende geologische Ge schichte des südwestlichsten Bundeslandes ist. 400 Seiten stark ist der dritte Teil, welcher die Gesteinsfolge und Erdgeschichte beschreibt. Letztere beginnt mit jungproterozoischen Grauwacken, die zusammen mit paläozoischen Gesteinen in der variskischen Gebirgsbildung zu Gneisen und Schiefern umgewandelt wurden, und das Grundgebirge des Odenwalds und vor allem des Schwarzwaldes bilden. Aufgrund der großen Fortschritte in der Geochronologie, insbesondere der Datierung einzelner Mineralkörner (Zirkon, Monazit), hat sich der Wissensstand über die tektonischmagmatische und -metamorphe Evolution des variskischen Grundgebirges stark geändert. Das aktuelle Modell der paläogeographischen Entwicklung wird ausführlich erläutert, bevor näher auf die einzelnen Grundgebirgskomplexe eingegangen wird. Postvariskische Sedimente, insbesondere die der Trias und des Jura, machen einen Großteil der oberflächlich anstehenden Geologie Baden-Württembergs aus. Diese prägen nicht nur die heutige Landschaftsform (Schichtstufenland), sondern haben auch weltbekannte Fossilfundorte, u.a. Holzmaden mit den Posidonienschiefer des Lias, hervorgebracht. Ausführlich wird auf die Litho- und Biostratigraphie der einzelnen Formationen eingegangen. Einführend zu jeder Epoche wird deren paläogeographisch-tektonischer Rahmen und Klimaentwicklung beschrieben. In der jüngeren Ge - schichte, ab der Oberkreide, fand vermehrt vulkanische Aktivität statt. Auch hier hat die südwestdeutsche Geologie mit den Karbonatiten des Kaiserstuhls eine Rarität aufzubieten. Der Hegau ist eine weitere Landschaft, die stark durch die Geologie geprägt ist, miozäne Vulkanschlote, die heute als markante Härtlinge herausragen. Ein kurzes Unterkapitel ist den mit am besten erhaltenen Impaktstrukturen der Welt, dem Nördlinger Ries (zum größten Teil Bayern zugehörig) und dem Steinheimer Becken, gewidmet. Vor 14,8 Millionen Jahren, im älteren Mittelmiozän, wurden sie durch Meteoriteneinschlag gebildet, wobei der Kraterdurchmesser des Nördlinger Ries mit 22–24 km deutlich größer als der des berühmten Meteorite Crater in Arizona ist.

Das vierte Kapitel ist dem tektonischen Bau gewidmet. Dabei werden die fünf tektonischen Regionen und die Entwicklung des Spannungsfeldes beschrieben. Dies ist positiv hervorzuheben, da eine umfassende tektonische Zusammenfassung in manch anderen Büchern dieser Reihe fehlt, und die tektonischen Zusammenhänge etwas mühsam den einzelnen Kapiteln zu entnehmen ist. Eine ausführlichere Diskussion des Oberrheingrabens, der größten aktiven tektonischen Struktur Deutschlands, wäre allerdings hier angebracht.

Das letzte Kapitel behandelt die Wechselwirkung zwischen Mensch und Geologie. Zum einen wird der Eingriff des Menschen in die Natur beschrieben, beginnend vom Ackerbau, über Waldrodung, Flussbau (Stichwort Rheinbegradigung), hin zu Bergbau, und in jüngster Zeit zum Landschaftsschutz. Das geologische Kapital wird in den Unterkapiteln Rohstoffe und Wasser (Grundwasser, Mineralwasser und Geothermie) besprochen. Abschließend wird auf Georisiken eingegangen. Dabei kann es sich um überregionale Risiken wie Erdbeben handeln, wobei die Region um Lörrach am Oberrheingraben, und auch das Gebiet südlich von Tübingen (Hohenzollerngraben) am stärksten gefährdet sind. Andererseits haben in jüngster Zeit lokal begrenzte Georisiken, man denke an die Hebung der Altstadt von Stauffen durch Aufquellen von Anhydrit beim Niederteufen von Geothermiebohrungen, große Publizität erhalten.

Die Abbildungen sind von hoher Qualität, zum größten Teil in schwarz-weiß, wobei die Auswahl der farbigen Abbildungen etwas willkürlich erscheint. So wäre es begrüßenswert, wenn die geologische Übersichtskarte in Farbe abgebildet worden wäre. Die „Geologie von Baden-Württemberg“ sei jedem ans Herz gelegt, der eine kompakte Übersicht und Einführung über die Geologie Südwestdeutschlands sucht. Über das sehr ausführliche Schriftenverzeichnis ist schnell der Einstieg in detaillierte Arbeiten gewährleistet. Wie bei den anderen Bänden dieser Reihe, ist der fachlich orientierte Leser angesprochen. Aufgrund der Fülle und Aktualität der Informationen, sowie der hochqualitativen Aufmachung, ist der Preis angemessen.

Jochen MEZGER, Halle (Saale)

der Aufschluss Ausg. 3, Mai/Juni 2011, Seite 149-150

Bespr.: World of Mining 2/2012 top ↑

Das Werk bietet eine umfassende Darstellung der Geologie, Struktur, Stratigraphie, Tektonik und der Naturressourcen des Bundeslandes Baden-Württemberg. Die neu bearbeitete und aktualisierte 5. Auflage berücksichtigt die umfangreichen Forschungsergebnisse seit Erscheinen der 4. Auflage von 1991 und fasst den aktuellen geologischen Kenntnisstand in einem einzigen Band zusammen. Zusätzlich zu der einleitenden Darstellung der mehr als zwei Jahrhunderte umfassenden Erforschungsgeschichte folgt eine Übersicht der Naturräume, des allgemeinen geologischen Aufbaus und der erdgeschichtlichen Entwicklung Baden-Württembergs. Den Hauptteil des Buches bildet – wie in den vorherigen Auflagen – die detaillierte Darstellung der Gesteinsfolge des Landes und ihrer regionalen Faziesentwicklungen. Dem Grundgebirge, dem nicht-metamorphen Paläozoikum sowie dem Tertiär und der landschaftsgeschichtlichen Entwicklung wird breiterer Raum gegeben als in früheren Auflagen. Erstmals wird dabei die aktuell gültige, in den vergangenen Jahren länderübergreifend abgestimmte stratigraphische Nomenklatur verwendet. Zusätzlich zur Berücksichtigung der Zusammenhänge zwischen der Geologie Baden-Württembergs und der benachbarten Regionen, mit zahlreichen farbigen Abbildungen werden außerdem die Wechselbeziehungen zwischen menschlicher Tätigkeit und ihren geologischen Voraussetzungen erläutert.

Stephan Eicke

World of Mining 2/2012, S. 85

Bespr.: Bergbau in Sachsen Band 17 - Bergbaumonografie (2012) top ↑

Von 1964 bis 1991 erlebte die „Geologie von Baden-Württemberg“ von Otto F. Geyer und Manfred P. Gwinner bereits vier Auflagen. Ein Autorenteam unter der Redaktion von Matthias Geyer, Edgar Nitsch und Theo Simon gab sie 2011 in einer völlig neuen Bear-beitung heraus. Diese 5. Auflage schließt sich an eine Reihe von modernen Landesgeologien an, die in den letzten Jahren in bewährter Weise und Form bei der Schweizerbart’schen Verlagsbuchhandlung (Nägele und Obermiller) in Stuttgart erschienen sind. Mit ihrem ähnlichen äußeren Erscheinungsbild stellen diese Bü-cher - nebeneinander ausgelegt - in jeder geowissenschaftlichen Buchhandlung einen Blickfang dar.

Die Neuauflage der Geologie von Baden-Württemberg knüpft einerseits bewusst in Aufbau und inhaltlicher Ausrichtung an Bewährtes aus den früheren Auflagen von O.F. Geyer und M.P. Gwinner an, denen die Fertigstellung einer von ihnen bereits geplanten Neuauflage nicht mehr vergönnt war. Andererseits werden der in den letzten fünf Jahren völlig neu geschriebene Text und die beinahe vollständig neu gestalteten oder neu ausgewählten Abbildungen dem rasanten Kennt-nisfortschritt der letzten 20 Jahre gerecht.

Das Buch gliedert sich in fünf Kapitel. Einem sehr informativen Überblick zur Erforschungsgeschichte der Geologie von Südwestdeutschland im Abschnitt 1 folgt mit Kapitel 2 eine übersichtlich knapp gehaltene Darstellung über Naturräume und Geologie mit dem allgemeinen Bau und der erdgeschichtlichen Entwicklung. Den Hauptteil mit fast 400 Seiten nehmen mit Kapitel 3 die Darstellungen zum Grundgebirge (Proterozoikum bis Unterkarbon) in den einzelnen Einheiten sowie zu Oberkarbon und Perm, zur Trias und zum Jura in den jeweiligen Verbreitungsgebieten ein. Letztere erfahren entsprechend ihrer weiten Verbreitung eine umfangreichere Betrachtung. Das Unterkapitel Kreide bis Quartär befasst sich neben der Land-schaftsgeschichte in der Region eingehender mit dem Oberrheingraben, den alpinen Molassebecken, den Meteoriteneinschlagstrukturen des Steinheimer Beckens und des Nördlinger Rieses, sowie mit dem Pe-riglazial des Schwarzwaldes und der Schichtstufenlandschaft. Es folgt das Kapitel 4 zur Tektonik mit den Lagerungsverhältnissen, das dabei aber insbesondere auf die spätvariskische und jüngere Bruchtektonik fokussiert. Das Kapitel 5 nimmt zum Verhältnis von Geologie und Mensch Stellung, wobei der Mensch als geologischer Faktor betrachtet wird, aber auch die Fragen der Angewandten Geologie wie Rohstoffgeologie, Hydrogeologie und Georisiken mit abgehandelt werden. Ein umfängliches Literaturverzeichnis, das auch wichtige ältere Literatur berücksichtigt und das ebenfalls umfängliche Register runden das Buch ab.

In ihrem logischen Aufbau profitiert die „Geologie von Baden-Württemberg“ von den früheren Auflagen durch Geyer und Gwinner, doch vielleicht auch von den übrigen in der letzten Zeit erschienenen Landesgeologien. Etwas unhandlich und verwirrend gestaltet sich lediglich die nicht konsequente Durchnummerierung mit den teils längeren Textpassagen ohne Un-ternummerierung oder sogar ohne Unterüberschrift (Kap. 3.2, 3.3, 3.4 oder 3.5). Mehr noch als in der vorangegangenen Auflage erschweren sie dem unvoreingenommenen Leser die Orientierung in dem Werk. Einige nicht einheitliche Schreibweisen (z. B. Rotliegend - Rotliegendes) oder die Verwendung bzw. Nichtverwendung von Kursivschrift bei Schichten- oder Zonenbezeichnungen in Verbindung mit Fossilnamen (z.B. Anatinabank, Buchi-Dolomitmergel, Ancepsoolith oder Nodosus-Schichten, dagegen Coenothyris-Schill, Girvanella-Onkoide oder spinatum-Zone) sind für weitere Auflagen zu überdenken.

Der Nutzer des Buches wird Informationen darüber vermissen, welche Autorenschaften sich jeweils hinter welchem speziellen Kapitel verbergen. Da Hinweise zur prävariskischen Tektonik des Schwarzwaldes bereits dem Kapitel 3.1 Grundgebirge unter „Paläogeographische Entwicklung“ zu entnehmen sind, wäre im Kapitel 4 eine zusammenfassende Übersichtsdarstellung zu allen tektonischen Ereignissen wünschenswert gewesen. Dem Paläontologen sei fernerhin Skepsis gegenüber den zahlreichen Fossilfunden aus den Metamorphiten des Schwarzwaldes gestattet. Die publizierten Abbildungen überzeugen nicht immer.

Die Bebilderung erscheint relativ gleichmäßig über das Buch verteilt. Doch sind in manchen Kärtchen und Legenden die unterschiedlichen Grautöne schwer zu unterscheiden (z.B. Abb. 16). Vielfach fehlen die Legenden zu den verwendeten Signaturen teilweise oder gänzlich (Abb. 23, 32, 42, 43 und weitere). Das gilt auch für die teilweise farbigen Grafiken zur Erläu-terung der paläogeographischen Verhältnisse in Krei-de bis Quartär. Eine Vereinheitlichung in der Darstellungsweise wäre dem besseren Verständnis dienlich. Generell aber ist es dem Verlag zu danken, dass bei etwa vergleichbarem Preis zu den zuletzt erschienenen Landesgeologien wieder einige Farbabbildungen im Text möglich wurden.

Die 5. Auflage der „Geologie von Baden-Württemberg“ gibt einen aktuellen Überblick zum geologischen Aufbau dieses Bundeslandes. Es stellt ein unverzichtbares Kompendium für Geo- und Montanwissenschaftler, Geobüros oder für interessierte Laien dar, die zu dieser Region moderne geologische Grundla-gen für ihre Arbeiten oder Betätigungsfelder suchen.

Dr. Harald Walter

Bergbau in sachsen Band 17 - Bergbaumonografie (2012)

Bespr.: standort.wald 47/2012 top ↑

Die fünfte Auflage der „Geologie von Baden-Württemberg“ ist bereits 2011 erschienen, nachdem die vierte Auflage (1991) des „Geyer/Gwinner“ – wie das Standardwerk landläufig, dabei anerkennend genannt wurde – seit längerem vergriffen war und eine weitere aktualisierte Auflage von den genannten Autoren nicht mehr geschaffen werden konnte.

Seit 2011 sind in verschiedenen Fachzeitschriften und auch in Zeitungen mehrere Rezensionen erschienen. Die Besprechung hier soll sich mehr an standortskundlich und geologisch-landeskundlich interessierte Leser richten – auch im Vergleich mit der Vorgänger-Auflage.

Die drei Herausgeber und Autoren M. Geyer, E. Nitsch und T. Simon haben ein beeindruckendes Werk geschaffen mit neuem Aufbau und Gliederung, mit neuen Kapiteln und Texten sowie neu gezeichneten Abbildungen. Zwölf weitere „Mitarbeiter“ werden genannt, auch dabei überwiegend heutige und ehemalige Wissenschaftler des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB - vormals Geologisches Landesamt).

Den Hauptteil des Buchs stellt das Kapitel „Gesteinsfolge und Erdgeschichte“ dar, das schon dadurch so umfangreich ausfällt, weil die früher separat beschriebene „Regionale Geologie“ hier eingearbeitet ist.

Dabei fällt die zuvor ungewohnte Verwendung des Begriffs „Formation“ auf – im Sinne von großen lithologisch unterscheidbaren und abgrenzbaren Gesteinskomplexen – häufig nach einem Ort oder einer Landschaft benannt. So zum Beispiel: Im Unteren Muschelkalk die „Jena-Formatiriert on“ (entspricht dem früher genannten Wellenkalk) und die „Freudenstadt-Formation“ (zuvor Wellendolomit); oder es soll im Unteren Keuper der seitherige Lettenkeuper als Erfurt- Formation firmieren. Der Knollenmergel wird in den Köpfen nicht so leicht der Rottweil-Formation weichen.

Es finden sich auch historisch, nahezu volkstümlich gewachsene Benennungen wie die „Posidonienschiefer-Formation“ oder „Zementmergel-Formation“.

Die ungewohnten Bezeichnungen und Namen ergaben sich aus der Notwendigkeit einer bundesweit einheitlichen Nomenklatur, nahezu auch erzwungen durch die heutige digitale Verarbeitung, Speicherung und Weitergabe. Geltende und zuvor verwendete Benennungen und Begriffe werden im Text und in den stratigrafischen Abbildungen hilfreich und gut verbunden.

Die Benennungen der Schichten, Horizonte oder Bänke innerhalb der Formationen sind dagegen weitgehend unverändert geblieben.

Um sich in der Vielfalt der regionalen, teilweise auch der lokalen Gesteinsausbildungen zurecht zu finden, hilft sehr gut das meist differenzierte Inhaltsverzeichnis - besonders im Grundgebirgs-Bereich und bei den stark vermehrten Erläuterungen des Tertiärs; schwieriger wird es beim Muschelkalk, Keuper und Jura.

Weniger „neuartig“ erscheinen zwischenzeitliche Änderungen von stratigraphischen Grenzen, die in berufenen Kommissionen beschlossen werden. So hilft das Buch den Lesern und Nutzern älterer Literatur und „Papierkarten“ sich darauf einzustellen, dass der Buntsandstein mit der Eck-Formation (in etwa gleich dem Eck‘schen Konglomerat alter Benennung) beginnt und die Schichten im Liegenden, vor allem der (zoologisch ungenau genannte) „Tigersandstein“ zum Zechstein gerechnet werden, letzterer somit Anteile im Nordschwarzwald erhalten hat.

Wer die seitherigen chronologisch gestimmten Einteilungen des pleistozänen „Eiszeitalters“ in Süddeutschland gewohnt ist, einschließlich ihres fahrstuhlartigen Auf-und- Ab mancher Sedimente durch die glazialen Zeiten, wird überrascht sein, dass - in sehr knapper Form - neben Würm und Riß nur noch „Hoßkirch“ (Hoßkirch-Komplex) angesprochen wird.

Für den standortskundlich interessierten Leser und für den Feldbodenkundler, der sich über gesteinsbedingte Unterschiede der regionalen Bodenbildungen informieren will, werden die quartären Sedimente im Alpenvorland (Stichworte: Alt- und Jungmoräne) nur kurz besprochen; und auch der Löß und seine Verbreitung in den verschiedenen Landesteilen verdienten eine ausführlichere Erwähnung. Das Buch in seiner fünften, neugestalteten Auflage gewinnt auch durch das vierte Kapitel „Tektonischer Bau und Schichtlagerung“, in dem zuvor nicht genannte Elemente wie die „Ubstadt-Walldürn-Störungszone“ das Bild runden, das junge Forschungsergebnisse einbezieht und in dem auch der größere, das Land umgebende Rahmen des tektonischen Geschehens dargestellt wird.

Im (5.) Schlusskapitel werden die klassischen Themen Lagerstätten und Hydrogeologie in neuer Weise und Vielfalt ergänzt mit den Unterkapiteln „Der Mensch als geologischer Faktor“ und „Georisiken“.

Verzichtet wird auf ein eigenes Bodenkundekapitel. Bodenbildungen werden am Schluss der Sedimente des Quartärs erwähnt, ihre Entwicklungslinien kurz skizziert und charakterisierende Bodentypen genannt.

Wenn es die Kosten einer weiteren Neuauflage nicht zu hoch treibt, bleibt der Wunsch, dass von den Schwarz/ Weiß-Abbildungen mehr farbig dargestellt werden. Die vorliegenden farbigen Darstellungen erscheinen gelegentlich etwas zufällig ausgewählt. (Abb. 5 auf Seite 22 erinnert dagegen an pop art.)

Martin Wiebel

standort.wald 47/2012

Inhaltsverzeichnis top ↑

Vorwort V
Inhaltsverzeichnis VII
1 Geologische Erforschung Südwestdeutschlands 1
1.1 Frühe Zeugnisse 1
1.2 Merkantilismus und Aufklärung 2
1.3 Geologie im bürgerlichen Zeitalter 4
1.4 Vom Kaiserreich zum Ende des Zweiten Weltkriegs 7
1.5 Die Nachkriegszeit im Südwesten 10
1.6 Ausblick und neue Herausforderungen 12
2 Geologische Übersicht 14
2.1 Naturräume und Geologie 17
2.2 Allgemeiner Bau 20
2.3 Erdgeschichtliche Entwicklung 24
3 Gesteinsfolge und Erdgeschichte 30
3.1 Grundgebirge (Proterozoikum bis Unterkarbon) 30
3.1.1 Odenwald 47
3.1.1.1 Böllsteiner Odenwald und Otzberg-Zone 48
3.1.1.2 Bergsträsser Odenwald 49
3.1.2 Nordbadisch-Fränkisches Schiefergebirge 50
3.1.2.1 Schiefergebirge unter jüngerer Bedeckung 50
3.1.2.2 Phyllitzug von Baden-Baden 50
3.1.2.3 Glimmerschieferzug von Gaggenau 52
3.1.3 Nordschwarzwälder Granitgebiet 52
3.1.3.1 Gneisschollen im Nordschwarzwälder Granitgebiet 52
3.1.3.2 Plutonite und Ganggesteine 54
3.1.4 Zentralschwarzwälder Gneiskomplex 55
3.1.4.1 Kerngneis-Gruppe 57
3.1.4.2 Randgneis-Gruppe 59
3.1.4.3 Münstertal-Quarzporphyr 63
3.1.4.4 Plutonite und Ganggesteine 63
3.1.5 Badenweiler-Lenzkirch-Zone 64
3.1.5.1 Nordrandkomplex 66
3.1.5.2 Flyschserie und Andesitkomplex 66
3.1.5.3 Rhyodacitkomplex und Frühmolasse 68
3.1.5.4 Südrandkomplex 71
3.1.5.5 Plutonite und Ganggesteine 72
3.1.6 Südschwarzwälder Granit-Gneis-Gebiet 72
3.1.6.1 Gneiseinheiten im Südschwarzwälder
Granit-Gneis-Gebiet 73
3.1.6.2 Schiefervorkommen im Südschwarzwälder
Granit-Gneis-Gebiet 75
3.1.6.3 Plutonite und Ganggesteine 75
3.2 Oberkarbon und Perm 77
3.2.1 Steinkohlen-Gruppe (Oberkarbon) 89
3.2.1.1 Oberrheinische Steinkohlen-Untergruppe 93
3.2.1.2 Kohlen-Arkosen-Untergruppe 94
3.2.2 Rotliegend-Gruppe 98
3.2.2.1 Rotliegend-Magmatite 103
3.2.2.2 Rotliegend-Sedimente 104
3.2.3 Zechstein-Gruppe 108
3.2.3.1 Beckenfazies (nichtsalinare randliche Beckenfazies)111
3.2.3.2 Randfazies 113
3.2.3.3 Zechstein-Äquivalente am Hochrhein und Bodensee 114
3.3 Trias 115
3.3.1 Buntsandstein 129
3.3.1.1 Unterer bis Mittlerer Buntsandstein
(„Hauptbuntsandstein“) im Schwarzwald 135
3.3.1.2 Unterer bis Mittlerer Buntsandstein
(„Hauptbuntsandstein“) im Odenwald 139
3.3.1.3 Oberer Buntsandstein 142
3.3.2 Muschelkalk 143
3.3.2.1 Unterer Muschelkalk 152
3.3.2.2 Mittlerer Muschelkalk 156
3.3.2.3 Oberer Muschelkalk 161
3.3.2.4 Sandige Randfazies des Muschelkalks 170
3.3.3 Keuper 172
3.3.3.1 Unterer Keuper 183
3.3.3.2 Mittlerer Keuper 187
3.3.3.3 Oberer Keuper 206
3.4 Jura 209
3.4.1 Schwarzer Jura 217
3.4.1.1 Unterer Schwarzjura 225
3.4.1.2 Mittlerer Schwarzjura 236
3.4.1.3 Oberer Schwarzjura 239
3.4.2 Brauner Jura 245
3.4.2.1 Unterer Braunjura 253
3.4.2.2 Mittlerer Braunjura 261
3.4.2.3 Oberer Braunjura 267
3.4.3 Weißer Jura 270
3.4.3.1 Unterer Weißjura 278
3.4.3.2 Mittlerer Weißjura 282
3.4.3.3 Oberer Weißjura 287
3.4.3.4 Helvetische Fazies 291
3.5 Kreide bis Quartär 292
3.5.1 Landschaftsgeschichte 303
3.5.1.1 Kreide bis Paleozän 303
3.5.1.2 Eozän 305
3.5.1.3 Oligozän bis frühes Miozän 306
3.5.1.4 Mittleres Miozän 312
3.5.1.5 Spätes Miozän – Frühes Pliozän 315
3.5.1.6 Pliozän 316
3.5.1.7 Pleistozän 318
3.5.1.8 Holozän 321
3.5.2 Jüngere Vulkanite (Kreide und Tertiär) 322
3.5.2.1 Südlicher Schwarzwald und Vorbergzone
(Albium bis Miozän) 327
3.5.2.2 Unterer Neckar (Maastrichtium bis Paleozän) 329
3.5.2.3 Kaiserstuhl (Miozän) 331
3.5.2.4 Hegau (Miozän) 334
3.5.2.5 Uracher Vulkangebiet (Miozän) 338
3.5.3 Oberrheingraben 340
3.5.3.1 Eozän bis Unteroligozän 350
3.5.3.2 Unteroligozän bis Miozän 356
3.5.3.3 Pliozän bis Quartär 361
3.5.4 Molassebecken (Tertiär) und Quartär des
Alpenvorlandes 367
3.5.4.1 Ältere Sedimentreste (prä-Oligozän) und
Karstsedimente 380
3.5.4.2 Untere Meeresmolasse (Oligozän) 381
3.5.4.3 Untere Brackwassermolasse (Oligozän) 381
3.5.4.4 Untere Süßwassermolasse (Oligozän bis Miozän) 382
3.5.4.5 Obere Meeresmolasse (Miozän) 384
3.5.4.6 Obere Brackwassermolasse (Miozän) 388
3.5.4.7 Obere Süßwassermolasse (Miozän) 390
3.5.4.8 Höhensande und Deckenschotter
(Pliozän bis Pleistozän) 392
3.5.4.9 Glaziale Sedimente, Rinnen- und Terrassenschotter
(Pleistozän) 393
3.5.4.10 Holozän 397
3.5.5 Steinheimer Becken und Nördlinger Ries 399
3.5.5.1 Steinheimer Becken 403
3.5.5.2 Nördlinger Ries 406
3.5.6 Schwarzwald und Schichtstufenland im Känozoikum 409
3.5.6.1 Glaziale Sedimente und Formen im Schwarzwald 411
3.5.6.2 Pleistozäne Windsedimente 413
3.5.6.3 Talfüllungen 414
3.5.6.4 Kalksinter und Travertin 421
3.5.6.5 Höhlen-, Spalten- und Dolinenfüllungen 424
3.5.6.6 Rutschmassen, Fließerden, Hang- und Blockschutt 426
3.5.6.7 Moore 427
3.5.6.8 Residuallehm und Bodenbildungen 428
4 Tektonischer Bau und Schichtlagerung 430
4.1 Allgemeiner Bau 431
4.2 Alter und Entwicklung des Strukturbildes 435
4.3 Schichtstufenland, Zentral- und Nordschwarzwald 440
4.4 Odenwald 448
4.5 Oberrheingraben 449
4.6 Südschwarzwald, Hochrhein und Hegau 454
4.7 Molassebecken 455
4.8 Impakttektonik 456
5 Geologie und Mensch 458
5.1 Der Mensch als geologischer Faktor 458
5.1.1 Anthropogene Aufschüttungen, Abgrabungen und
Kulturreste 458
5.1.2 Ackerbau und Auenlehm 459
5.1.3 Rodungen und Rutschungen 460
5.1.4 Flussbau und Hochwässer 461
5.1.5 Bergbau und Bergbauhalden 463
5.1.6 Landschaftsschutz und Geotopschutz 464
5.2 Rohstoffe 465
5.2.1 Erze 466
5.2.2 Steine und Erden 468
5.2.3 Industrieminerale 470
5.2.4 Steinsalz, Sole und Kalisalz 471
5.2.5 Fossile Brennstoffe 473
5.3 Grundwasser, Mineral- und Thermalwasser, Geothermie 475
5.3.1 Oberrheingraben mit Vorbergzone 475
5.3.2 Schichtstufenland mit Grundgebirge 480
5.3.3 Alpenvorland 494
5.3.4 Geothermie 498
5.4 Georisiken 501
5.4.1 Erdbeben 501
5.4.2 Hochwässer 504
5.4.3 Massenbewegungen 504
5.4.4 Setzungen 509
5.4.5 Bodenhebungen 511
5.4.6 Steinsalz- und Gipsauslaugung, Karbonatkarst 513
5.4.7 Erdbrände 515
5.4.8 Altbergbau 515
5.4.9 Geogene Gesteinsbelastungen 517
Literatur 518
Sachwortverzeichnis 595