cover

Walter Maresch; Hans-Peter Schertl; Olaf Medenbach:

Gesteine

Systematik, Bestimmung, Entstehung

[Rocks: Systematics, Formation and Identification]

2014. 2. vollständig neu bearb. Auflage, VIII, 359 Seiten, 236 Abbildungen, 5 Tabellen, 14x21cm, 720 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65285-3, brosch.

out of stock - new edition available

BibTeX file

Keywords

GesteineBestimmungMagmatitMetamorphiteSedimentiteEntstehung

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Das vollständig, in 2. Auflage neubarbeitete, kompakte Bestimmungsbuch und Nachschlagewerk für Gesteine im Gelände gliedert sich in zwei Teile: Der erste Teil beschreibt die Bildungsprozesse magmatischer, sedimentärer und metamorpher Gesteine im Rahmen der modernen Plattentektonik. Gleichzeitig werden die wichtigsten gesteinsbildenden Minerale eingeführt. Sie sind die Bausteine der Gesteine und für deren Identifikation, Charakterisierung und Klassifikation notwendig. Das Gefüge der Gesteine (die Beschaffenheit und räumliche Anordnung der Minerale) wird nicht nur im klassischen Sinne beschrieben, sondern vielmehr als Ausdruck und Ergebnis der Bildungsprozesse dargestellt. Der zweite, spezielle Teil dieses Werkes beschreibt in klar strukturierter Form, jeweils an Hand von repräsentativen und diagnostisch eindeutigen Farbfotos, mehr als 400 Gesteinstypen wissenschaftlich präzise und stellt diese doch allgemein verständlich vor.

Die Autoren berücksichtigen dabei die neuesten Klassifikations-Empfehlungen der International Union of Geosciences (IUGS), denn, anders als bei Flora und Fauna, gibt es bei Gesteinen keine von der Natur vorgegebenen definierten Arten – kontinuierliche Übergänge in Mineralbestand, Mineralzusammensetzung und Gefüge sind bei Gesteinen die Regel und nicht die Ausnahme.

Eine Übersicht der wichtigsten gesteinsbildenden Minerale befindet sich im Anhang. Bestimmungsschlüssel für Magmatite, Sedimentite und Metamorphite beschreiben das Vorgehen bei der Bestimmung dieser Gesteine. Farbige Markierungen am Seitenrand erleichtern den schnellen Zugriff auf die Information über die jeweilige Gesteinsgruppe.

Sowohl für interessierte Laien als auch für Studierende und Geowissenschaftler ist dieses verlässliche, aktuelle und kompakte Bestimmungsbuch für Gesteine als Hilfe im Gelände und als Nachschlagewerk unentbehrlich (Schotterkurs). Frühere Ausgaben dieses Buches erschienen in der Reihe "Steinbachs Naturführer".

Bespr.: ekz-Publikation ID bzw. IN 2014/17 top ↑

Die 1. Auflage erschien 1987 in der Reihe "Steinbachs Naturführer" im Mosaik-Verlag (zuletzt BA 4/97). Die vorliegende, völlig neu bearbeitete Auflage wurde "durch neues Bildmaterial und Informationen, u.a. über bisher nicht berücksichtigte Gesteinstypen, um ca. 25% ergänzt bzw. erweitert. Der Einleitungsteil wurde mit modernen und neu gestalteten Abbildungen aktualisiert" (Vorwort). Nachdem im 1. Teil die Gesteinsbildung im Rahmen der Plattentektonik beschrieben und die wichtigsten gesteinsbildenden Minerale vorgestellt werden, folgt im Hauptteil die Beschreibung (Klassifikation, Merkmale, Vorkommen usw.) und Abbildung von über 400 Gesteinstypen. Ein Farbcode erleichtert die Zuordnung zu den 7 Hauptgruppen. Mit Flussdiagrammen zur einfachen Gesteinsbestimmung, Literaturhinweisen und Register. Das Bestimmungsbuch und Nachschlagewerk für Gesteine ist zwischen primär für Hobby-Geologen prädestinierten Titeln, wie z.B. von Rupert Hochleitner (zuletzt ID-A 12/14) und eher akademisch ausgelegten Darstellungen, wie z.B. von Ulrich Sebastian (ID-G 13/09) anzusiedeln.

LK/OB: Kühne

ekz-Publikation ID bzw. IN 2014/17 (Verlag 978-3-510)

Bespr.: forstarchiv 85, Heft 3 (2014) top ↑

Das zuerst vor über 25 Jahren in der Reihe „Steinbachs Naturführer“ erschienene Bestimmungsbuch „Die farbigen Naturführer: Gesteine“ ist ein Klassiker, der lange Zeit vergriffen war. Jetzt wurde das Buch überarbeitet und vom Verlag Schweizerbart (Stuttgart) neu aufgelegt.

Durch die Neubearbeitung nahm der Umfang um circa 70 Seiten zu, das Format ist ein paar Zentimeter größer geworden und das ganze Buch mit 720 g ein wenig „gewichtiger“. Das Vorgängerexemplar hatte außerdem ein praktisches Zentimetermaß auf dem Buchrücken und war dadurch insgesamt etwas geländetauglicher.

Am Aufbau des Buches hat sich grundsätzlich wenig geändert. Im ersten der drei Teile werden der Aufbau der Erde und die Entstehung der Gesteine mit nun ausführlicher Darstellung der beteiligten Prozesse vor dem Hintergrund der Plattentektonik beschrieben und die besonders wichtigen gesteinsbildenden Minerale vorgestellt. Auch das Kapitel zum Gefüge beinhaltet nicht nur klassische Beschreibungen, sondern betrachtet das Gefüge als Ausdruck und Ergebnis der Prozesse, die zu der jeweiligen Beschaffenheit und Anordnung der Minerale geführt haben. Diese Ergänzungen sowie zusätzliche Abbildungen und Farbfotos, auch von Landschaftsbeispielen, haben dazu geführt, dass dieser erste Teil wesentlich mehr und anschaulich präsentierten Inhalt vermittelt.

Im zweiten und umfangreichsten Teil werden mehr als 400 Gesteinstypen beschrieben. Die Autoren berücksichtigen dabei die neuesten Empfehlungen zur Klassifikation der International Union of Geosciences (IUGS). Nacheinander werden Plutonite, Vulkanite, spezielle Magmatite, klastische Sedimentite, Pyroklastika, chemische, biochemische und biogene Sedimentite sowie Metamorphite beschrieben anhand von Klassifikation, Mineralbestand, Merkmalen, Entstehung, Vorkommen und praktischer Bedeutung. Den Lesern, die noch die erste Auflage besitzen, werden die hervorragenden Farbfotos bekannt vorkommen. Über viele Seiten haben sich die Farbtafeln bis auf die Neuzugänge nicht verändert. Die Farbfotos der aktuellen Ausgabe haben jedoch eine deutlich kältere Farbtemperatur. Wünschenswert wäre, den Fotos einen Größenmaßstab hinzuzufügen.

Der dritte Teil besteht aus Tabellen, die zum einen über die Eigenschaften der wichtigsten gesteinsbildenden Minerale informieren und zum anderen als Bestimmungshilfen für die drei großen Gruppen der Magmatite, Sedimentite und Metamorphite dienen. Den Abschluss bildet ein aktualisiertes Literaturverzeichnis. Das Bestimmungsbuch gilt als Klassiker und wird Studierenden der Geologie und Mineralogie von Dozenten als Lehrbuch angegeben (siehe z. B. http://www.agw.kit.edu/downloads/Mineralogie/Gesteins_und_Mineralbestimmung_stand_okt_2013.pdf). Auch interessierten Laien ist das Buch als Exkursionsbegleiter und Nachschlagewerk zu empfohlen.

Christine Rapp, Göttingen

forstarchiv 85, Heft 3 (2014)

Bespr.: Unser Harz 7 / 2014 top ↑

Während schöne Mineralien durch formvollendete Kristalle oder leuchtende Farben leicht für sich sprechen und nahezu jeden Naturfreund zu begeistern vermögen, ist es wesentlich schwieriger, Menschen für gewöhnliche Steine — sprich Gesteine zu interessieren. Diese sind zwar als Baumaterial oder Schotter durchaus wichtig und wertvoll, doch als Hobby- oder Sammelobjekte erscheinen sie auf den ersten Blick nur wenig reizvoll.

Aufmerksamkeit für die Welt der Gesteine und die Petrographie, wie dieses Fachgebiet genannt wird, zu wecken und zumindest einen zweiten Blick auf das scheinbar unattraktive Gestein zu wagen, um es danach vielleicht mit anderen Augen zu sehen, dürfte dem vorliegenden Buch mit Sicherheit gelingen.

Auf 359 Seiten erfährt der Leser, wie komplex die Kruste unsere Erde aufgebaut ist und welche Vielfalt an Gesteinsarten in ihr steckt. Jedes Gestein, auch ein „ordinärer Wackerstein“ hat eine Geschichte zu erzählen, die man beim Lesen verstehen lernt. Es vermittelt in erster Linie die Grundkenntnisse, die zum Verständnis dieser Materie notwendig sind und das Handwerkszeug zur richtigen Ansprache der Gesteine und ihrer Bestimmung bilden. Die vorgestellte Systematik entspricht der aktuellen, international üblichen Nomenklatur (IUGS-Regelwerk), die an verschiedenen Beispielen recht allgemeinverständlich erläutert wird.

Somit kann dieses Buch sowohl Einsteigern und interessierten Laien, wie auch Studierenden der Geowissenschaften oder Fachleuten empfohlen werden, da es trotz seiner populären Ausrichtung stets fundierten Tiefgang aufweist und wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wird. Ein Spagat, der den Autoren hier bestens gelungen ist.

Im Mittelpunkt steht nach einer Einführung in den Aufbau unserer Erde unter plattentektonischen Aspekten und einer Kurzbeschreibung der wichtigsten gesteinsbildenden Minerale eine klar strukturierte systematische Beschreibung der drei großen Gesteinsfamilien, nämlich Magrnatite‚ Sedimentgesteine und Metamorphite. Vorgestellt werden in diesem Rahmen mehr als 400 Gesteinstypen. Diese stammen in erster Linie von europäischen Fundorten.

Es folgen tabellarische Bestimmungshilfen für die Gesteinsdiagnose nach äußeren, mit dem Auge oder der Lupe erfassbaren Kennzeichen. Hervorzuheben ist die ausgezeichnete Bebildertmg des Buches mit mehr als 500 hochwertigen Fotografien von Gesteinshandstücken. Dieses ist für den Gebrauch insofern von großer Wichtigkeit, da die Gesteinsarten im Gegensatz zu den durch ihre physikalischen bzw. strukturellen Eigenschaften eindeutig gekennizeichneten Mineralen ausgesprochen heterogen erscheinen und charakteristische Gefügebilder (Texturen) aufweisen. Außerdem gibt es zwischen den meisten Arten nahezu fließende Übergänge. Beispielsweise gleicht im Aussehen trotz annähernd gleicher Zusammensetzung kaum ein Granit dem anderen!

Auch der bekanntlich „steinreiche“ Harz, der eine erstaunliche Vielfalt an unterschiedlichen Gesteinen aufweist und für den Gesteinsfreund ein lohnendes Betätigungsfeld bietet, wird in verschiedenen Beispielen angeführt. So als Typlokalität für das magmatische Gestein Harzburgit, dessen Originalfundpunkt sich im Gebiet von Bad Harzburg befindet. Auch das Sediment- gestein Grauwacke, das gewissennaßen „harztypischste“ aller Gesteine, ist von hier zuerst beschrieben worden und hat später Eingang in die internationale Systematik gefunden.

Zur leichteren Handhabung und zum gezielten schnellen Nachschlagen wäre nach Ansicht des Rezensenten neben dem vorhandenen Register der Gesteine und Fachbegriffe ein sepa- rates Fundortregister sehr hilfreich.

Nichtsdestotrotz kann den Autoren zur Neubearbeitung dieses sehr empfehlenswerten kompakten Bestimmungsbuchs und Nachschlagewerks, das eine wesentliche Bereicherung der deutschsprachigen Geoliteratur darstellt, nur gratuliert werden.

Dipl.-Min. Dr. W. Ließmann, Göttingen

Unser Harz 7/2014

Bespr.: Naturwissenschaftliche Rundschau 67. Jg., Heft 7, 2014 top ↑

Eine Bestimmung von vielen Gesteinen ist oft schwieriger als eine Bestimmung etwa von Tier- oder Pflanzenarten, weil - wie Geowissenschaftler gut wissen - es beispielsweise /den/ Granit oder /den/ Kalkstein nicht gibt, sondern innerhalb der meisten Gesteinsarten viele Varianten möglich sind, die sich im Mineralbestand und/oder im Gefüge (Größe, Form und Anordnung der Minerale/Komponenten) durchaus unterscheiden. Seit längerem gibt es zahlreiche Bücher in allen Sprachen (auch deutsche), die bei der Bestimmung von Gesteinen behilflich sein können. Dabei versuchen die meisten Autoren, mit ihrer Veröffentlichung einerseits Geowissenschaftler und Studierende der Geowissenschaften, andrerseits aber auch interessierte Laien anzusprechen. Es liegt auf der Hand, dass dieses nicht leicht ist und im Ergebnis die Stärken einiger Bestimmungsbücher für Gesteine doch eher im einen oder anderen Bereich zu sehen sind.

Das vorliegende Buch von W. Maresch, H.-P. Schertl und O. Medenbach sehe ich mit deutlich erkennbaren Schwerpunkten eher im fachlich-geowissenschaftlichen Bereich. Das Buch ist eine vollständig neu bearbeitete und erheblich erweiterte 2. Auflage eines schon vor mehreren Jahren erschienenen Bestimmungsbuchs, verfasst von renommierten Geowissenschaftlern, die an der Universität Bochum tätig sind oder waren. Im ersten Teil wird erläutert, wie sich die verschiedenen Gesteine gebildet haben, im zweiten werden mehr als 400 Gesteinstypen nach den neuesten international empfohlenen Klassifikationen beschrieben und mit farbigen Abbildungen dokumentiert. Diese Abbildungen sind von sehr guter Qualität; wenn einzelne von ihnen manchem Leser auch als relativ kontrastarm erscheinen mögen, liegt es vor allem daran, dass die abgebildeten Gesteine in der Natur tatsächlich etwas "langweilig" aussehen. Bei allen Farbabbildungen ist die Größe des dargestellten Ausschnitts in Zentimetern angegeben; manche Leser würden sich vielleicht lieber (oder zusätzlich) einen Maßstab auf den Abbildungen wünschen.

Ein merkbar größeres Gewicht liegt auf den magmatischen und metamorphen gegenüber den sedimentären Gesteinen, was sich schon in der Anzahl der Seiten zu den jeweiligen Kapiteln ausdrückt und auch in den vielen sehr gut gestalteten farbigen Diagrammen vor allem auf den Seiten zeigt, in denen diese Gesteine und ihr Mineralbestand erläutert werden. Als ein eher der Sedimentpetrographie zuneigender Geowissenschaftler hätte ich mir bei manchen Arten von Sedimentgesteinen (z. B. Schreibkreide oder Lydit/Kieselschiefer) deshalb etwas mehr Informationen vorstellen können. Interessant und sicherlich oft hilfreich ist der nach einfachen Merkmalen aufgebaute Bestimmungsschlüssel für alle drei Gesteinsgruppen am Ende des Buches.

Insgesamt handelt es sich um ein äußerst inhaltsreiches und qualitativ hochwertiges Bestimmungsbuch, dessen Verkaufspreis angesichts seiner gediegenen Ausstattung angemessen ist. Das Buch ergänzt gut die bisherigen Veröffentlichungen des auf geowissenschaftliche Literatur spezialisierten Verlags Schweizerbart in Stuttgart.

Prof. Dr. Dierk Henningsen, Garbsen

Naturwissenschaftliche Rundschau, 67. Jg., Heft 7, 2014

Bespr.: Fossilien Heft 5/2014 top ↑

Gesteine begleiten jeden Erdenbürger auf Schritt und Tritt. Sie zu erkennen gehört zum fundamentalsten Handwerkszeug eines jeden Geologen. Wenngleich für eine exakte Zuordnung in vielen Fällen Dünnschliffuntersuchungen oder andere komplexe Labormethoden erforderlich sind, sollte es doch bereits im Gelände oder anhand eines unverwitterten Handstücks gelingen, aufgrund typischer Merkmale von Gefüge und Mineralbestand wenigstens eine vorläufige Klassifizierung vorzunehmen. Zwischen vielen Gesteinsarten bestehen dazuhin fließende Übergänge. In diesem reich illustrierten Taschenbuch wird zunächst auf die Entstehung der übergeordneten Gesteinsklassen Magmatite, Metamorphite und Sedimentite und deren jeweilige Klassifizierungskriterien eingegangen sowie die wichtigsten gesteinsbildenden Mineralien vorgestellt. Im beschreibenden Teil werden dann über 400 verschiedene Gesteine in moderner Nomenklatur vorgestellt. Die Reihenfolge des Untertitels entspricht somit nicht ganz dem Aufbau. Einige weiterführende Standardwerke und ein Sachregister beschließen das Buch. Die abgebildeten Gesteinshandstücke stammen vorwiegend aus Europa und sind generell in sehr hoher Qualität und Farbtreue reproduziert. Alles Wissenswerte über die jeweiligen Gesteine, darunter neben dem Mineralbestand oder Chemismus, Gefügemerkmalen, Beispielen für das Vorkommen und Hinweisen für die praktische Verwendung oft auch die Herkunft des Namens und ältere, heute manchmal ungebräuchlich gewordene Bezeichnungen werden nicht unterschlagen, was bei der Lektüre älterer Literatur sehr hilfreich ist. Die Autoren haben sich erfolgreich um Allgemeinverständlichkeit bemüht, bieten aber auch dem Studenten und Wissenschaftler einen nützlichen Leitfaden. Ein paar kleine Schnitzer wie etwa die Verlegung des Fundorts von Strahlenkalk aus dem Steinheimer Meteorkrater nach Bayern seien verziehen. Falls man es als Anfänger bereits geschafft hat, ein Gestein auf eine der drei Gesteinsklassen einzugrenzen, bieten die Autoren sogar Bestimmungsschlüssel an, mit denen der Nutzer versuchen kann, sein konkretes Gestein weiter einzugrenzen. Sonst helfen dabei natürlich neben sehr viel praktischer Erfahrung oft auch Lagerungskriterien, die aus einem Handstück nicht erkennbar sind. Die Zusammenstellung und Präsentation der Gesteine in diesem Taschenbuch verdient höchstes Lob und machen es für einen erdwissenschaftlich interessierten Amateur und erst recht für einen Geowissenschaftler unentbehrlich.

Günter Schweigert

Fossilien Heft 5/2014 September/Oktober, 31. Jg.

Bespr.: Die Höhle / 65 Jg. / Heft 1–4/2014 top ↑

Es ist ein von Fachleuten geschriebenes Bestimmungsbuch und Nachschlagewerk für Einsteiger mit allgemeiner Verständlichkeit und wissenschaftlichem Tiefgang. Es orientiert sich am aktuellen Regelwerk der IUGS (International Union of Geosciences) und deren Gesteinsnomenklatur und Einteilungsvorschlägen. Im ersten Teil des Buches erfährt der Leser Grundlegendes zum Thema Gesteinskunde, vom Aufbau der Erde, der Entstehung der Gesteine, den gesteinsbildenden Mineralen und den Klassifikationsmerkmalen der Gesteine.

Den zweiten Teil des Buches bildet die Systematik der Gesteine mit Einteilung nach Zugehörigkeit in die großen Gesteinsfamilien, Magmatite, Metamorphite und Sedimentite. Alle Gesteinstypen werden mit Texten und qualitativ hochwertigen Farbfotos vorgestellt. Auch die für Höhlen relevanten Gesteine, wie z.B. Tropfsteine und weitere Kalkgesteine werden kurz erläutert.

Im dritten Teil findet sich ein Bestimmungsschlüssel. Anhand äußerer Merkmale und Eigenschaften eines unbekannten Gesteins hilft dieser in Form eines Flussdiagramms dem Interessierten das fragliche Gestein leichter einzuordnen.

Zusammenfassend ist dieses Buch ein gut gemachtes, aktuelles und sehr informatives Werk, an dem Personen mit Interesse an Gesteinen bestimmt Freude haben werden.

Anna Berger (Wien)

Die Höhle / 65 Jg. / Heft 1–4/2014, Seite 151

Bespr.: AMS ONLINE Ausgabe 03/2014 top ↑

Die neubearbeitete 2. Auflage des Buches stellt ein umfangreiches Nachschlagewerk für Gesteine sowie ein kompaktes Bestimmungsbuch für den Einsatz im Gelände dar. In zwei Teilen gliedert sich das Werk einen ersten beschreibenden Teil, in dem Bildungsprozesse magmatischer, sedimentärer und metamorpher Gesteine erläutert werden. Weiterhin wird die der Zusammenhang bzw. die Bedeutung der Plattentektonik für die gesteinsbildenden Prozesse dargestellt.

Unter anderem wird auf die wichtigsten Minerale der Gesteinsbildung eingegangen und die Elemente der Charakterisierung, der Klassifikation sowie der genauen Identifikation von Gesteinen aufgezeigt. In diesem Zusammenhang werden im Detail auf die räumlichen Mineralanordnungen und die jeweiligen Beschaffenheit eingegangen. Dabei werden nicht nur Sachverhalte beschrieben, sondern es werden die Sachverhalte im direkten Kontext zu den Bildungsprozessen dargestellt. Besonders die dargestellten Zusammenhänge vermitteln dem Leser/Anwender komplexe Sachverhalte in detaillierter und zugleich allgemein verständlicher Art und Weise.

Der zweite Teil des Fachbuches beschreibt in wissenschaftlicher Form die verschiedenen Gesteinstypen und stellt gut strukturiert und mit umfangreichen Farbfotos die einzelnen Gesteinstypen vor. Dabei wird auf mehr als 400 verschiedenen Gesteinstypen detailliert eingegangen.

Ergänzt wird der zweite Teil des Buches durch einen im Anhang befindlichen Bestimmungsschlüssel für Magmatite, Sedimentite und Metamorphite. Der Bestimmungsschlüssel ist übersichtlich und verständlich aufgebaut, so dass auch ohne detailliertes Vorwissen eine Bestimmung von Gesteinen möglich ist. Durch die farbigen Markierungen an den Seitenrändern wird ein schneller und einfacher Zugriff auf die enthaltenen Informationen über die jeweiligen Gesteinsgruppen gewährleistet. Die Farbmarkierung sind besonders für die Praxis im Feldeinsatz von Vorteil und erlauben schnelles Finden gewünschter Informationen ohne aufwendiges Suchen.

Dank der Neuerungen in der 2. Auflage stellt das Werk nicht nur eine Bestimmungsliteratur für Geowissenschaftler dar, sondern eignet sich auch für interessierte Laien und Studierende.

Leider sind Format und Einband des Buches für den Praxiseinsatz im Feld nicht sonderlich geeignet bzw. nicht robust genug, dafür erhält der Nutzer jedoch ein kompaktes Bestimmungswerk mit Fachwissen, das auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft ist. Abschließend stellt das Buch einen gelungenen Kompromiss aus wissenschaftlicher Literatur und allgemeinverständlichem Feldführer.

AMS ONLINE Ausgabe 03/2014

Besprechung: der Aufschluss, Ausg. 2 (2015), Jg. 66 top ↑

"Gesteine": ein einfacher Titel eines interessanten Buches. Es widmet sich im Wesentlichen einer systematischen Beschreibung und bildlichen Dokumentation von charakteristischen Magmatiten, Sedimentiten und Metamorphiten. Den gesteinsbildenden Mineralen und den Gefügen von Gesteinen sowie der Klassifikation und Entstehung von Gesteinen sind weitere Kapitel zugeordnet. Der systematische Teil ist farbcodiert, so dass ein leichteres Auffinden der Hauptgruppen der Gesteine ermöglicht wird. Er umfasst ca. 4/5 des gesamten Textes. Die Erläuterungen zu den Gesteinen im systematischen Teil beinhalten jeweils Angaben zum Begriff, zum Mineralbestand, zu Merkmalen, zur Entstehung, zum Vorkommen und zur praktischen Bedeutung von Gesteinen. Ihre Auswahl umfasst die typischen Vertreter aber auch Besonderheiten. Im Anschluss sind Bestimmungshilfen für die gesteinsbildenden Minerale und Bestimmungsschlüssel für die Gesteine in mehreren Tafeln angeführt und damit eine gelungene Ergänzung.
Das Buch gefällt mit sehr guten Abbildungen und Zeichnungen sowie charakteristischen, gut erkennbaren und typischen Gesteinsbildern von Handstücken, Anschliffen oder Gesteinsplatten. Das Buch ist übersichtlich gegliedert, gut verständlich und ein sehr guter Leitfaden für die Gesteinsbestimmung.

Dorothee Mertmann (Halle)

Der Aufschluss Jg. 66, Ausgabe 2 (2015), März-April 2015, S. 123-124

Bespr.: GMIT Nr. 60 Juni 2015 top ↑

Ein Klassiker unter den deutschsprachigen geowissenschaftlichen Nachschlagewerken ist im vergangenen Jahr deutlich überarbeitet und an sprechend. verjüngt im Schweizerbart-Verlag neu aufgelegt worden: das seit nunmehr 27 Jahren beliebte Bestimmungsbuch für Gesteine, welches seinerzeit von Maresch, Medenbach und Trochim verfasst in der Reihe „Steinbachs Naturführer“ (Mosaik-Verlag) erschienen ist. Das Handbuch, das schon Generationen von Geowissenschaftlern, Studenten der Geowissenschaften und interessierte Laien mit seinen schönen, instruktiven Fotos und kompakten, informativen Beschreibungen begeistert hat, wurde nun von W. Maresch, H.-P. Schertl und O. Medenbach aktualisiert und erweitert.
Ziel der Autoren dieses klar strukturierten, systematischen und reich illustrierten Taschenbuchs ist es, die Klassifizierung von Gesteinen im Gelände bzw. am unverwitterten Handstück anhand von Mineralbestand und typischen Gefügemerkmalen zu ermöglichen. Dabei werden in den jeweiligen Gesteinsbeschreibungen neben Klassifikation, Systematik, Mineralbestand, Chemismus und Gefügemerkmalen auch Entstehung, Vorkommen, praktische Bedeutung und die Namensherkunft angegeben. Die ursprüngliche, bewährte Gliederung haben die Autoren in der Neuauflage beibehalten: Teil 1 des Buches erläutert die Bildungsprozesse der Gesteine allgemein, während in Teil 2 die Beschreibung der mehr als 4oo Gesteinstypen mit hochwertigen Farbfotografien von Gesteinshandstücken und Klassifizierungsdiagrammen erfolgt. Das Buch schließt mit Tabellen der wichtigsten gesteinsbildenden Minerale, sowie mit Bestimmungsschemata für die drei übergeordneten Gesteinsklassen Magmatite, Metamorohite und Sedimentite ab. Sinnvoll konzipiert sind die Erläuterungen der gesteinsbildenden Prozesse unter den Aspekten der modernen Plattentektonik und die Beschreibungen der Gesteinsgefüge als Ausdruck und Ergebnis der Bildungsprozesse.
Sämtliche Fotos wurden in sehr hoher Qualität und Farbtreue reproduziert bzw. neu aufgenommen, die Diagramme gegenüber der 1. Auflage überarbeitet. Bei den Klassifizierungen wurden die jüngsten IUGS-Empfehlungen für Magmatische und Metamorphe Gesteine berücksichtigt. Allerdings wäre bei der Beschreibung der Vulkanite neben dem Streckeisendiagramm jeweils auch die Darstellung im TAS-Diagramm wünschenswert, da dieses, wie die Autoren selbst anmerken, die Grundlage für die Klassifizierung der Vulkanite bildet. Etwas unhandlicher ist das Buch durch die Neubearbeitung geworden: der Umfang nahm um 25 °/o zu (359 gegenüber zuvor 288 Seiten), das Buch ist — trotz Paperback — um 75 % schwerer geworden und hat in seinen Abmessungen zugelegt. Doch das sei angesichts der Informationsfülle gern verziehen. Das Buch ist als Nachschlagewerk und idealer Exkursionsbegleiter bestens für ein breites Publikum mit Interesse an Gesteinen geeignet, da es allgemeinverständlich geschrieben wurde und dennoch stets fundierten Tiefgang aufweist.

Michael Abratis (Jena)

GMIT Nr. 60 Juni 2015, Seite 95-96

Bespr.: Bücherrundschau - Buchneuheiten 2 - 2015 top ↑

Die Erdoberfläche zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Vielfalt an Formen aus. Die harte Erdkruste ist an ihrer Oberfläche außerhalb der großen Wasserflächen von Ozeanen und Meeren vielfach von Erdreich und einer dichten Vegetation bedeckt. An anderen Stellen wiederum tritt sie mit einer Vielfalt von Formen und Farben an die Oberfläche und offenbart dem naturkundlich Interessierten die Grundlagen ihres Aufbaus und ihrer Zusammensetzung. Die komplexe Zusammensetzung der geologischen Muster zu entschlüsseln ist jedoch meistens nur dem geologisch Versierten vorbehalten. Dennoch kann jeder geologisch Interessierte mit Hilfe eines guten Bestimmungsbuches Gesteine bestimmen und darüber hinaus etwas über Ihre Zusammensetzung und Entstehung erfahren. Eine wertvolle Hilfe dazu bietet der reich illustrierte Band aus dem Stuttgarter Wissenschaftsverlag Schweizerbart. Walter Maresch, Hans-Peter Schertl und Olaf Madenbach bieten in dem Buch einen umfassenden Einblick in die Welt der Gesteine. Das vollständig, in 2. Auflage neubearbeitete Bestimmungsbuch und Nachschalgewerk für Gesteine im Gelände gliedert sich in zwei Teile: Der erste Teil beschreibt die Bildungsprozesse magmatischer, sedimentärer und metamorpher Gesteine im Rahmen der modernen Plattentektonik. Gleichzeitig werden die wichtigsten gesteinsbildenden Minerale eingeführt. Sie sind die Bausteine der Gesteine und für deren Identifikation, Charakterisierung und Klassifikation notwendig. Das Gefüge der Gesteine (die Beschaffenheit und räumliche Anordnung der Minerale) wird nicht nur im klassischen Sinne beschrieben, sondern vielmehr als Ausdruck und Ergebnis der Bildungsprozesse dargestellt. Der zweite, spezielle Teil dieses Werkes beschreibt in klar strukturierter Form, jeweils an Hand von repräsentativen und diagnostisch eindeutigen Farbfotos, mehr als 400 Gesteinstypen wissenschaftlich präzise und stellt diese doch allgemein verständlich vor. Die Autoren berücksichtigen dabei die neuesten Klassifikations-Empfehlungen der International Union of Geosciences (IUGS), denn, anders als bei Flora und Fauna, gibt es bei Gesteinen keine von der Natur vorgegebenen definierten Arten – kontinuierliche Übergänge in Mineralbestand, Mineralzusammensetzung und Gefüge sind bei Gesteinen die Regel und nicht die Ausnahme. Eine Übersicht der wichtigsten gesteinsbildenden Minerale befindet sich im Anhang. Bestimmungsschlüssel für Magmatite, Sedimentite und Metamorphite beschreiben das Vorgehen bei der Bestimmung dieser Gesteine. Farbige Markierungen am Seitenrand erleichtern den schnellen Zugriff auf die Information über die jeweilige Gesteinsgruppe. Die Autoren meistern mit dem vorliegenden Band auf bemerkenswerte Weise die herausforderende Aufgabe, ein auch für Laien gut verständliches, übersichtlich gestaltetes und gegliedertes Bestimmungsbuch für Gesteine vorzulegen, das sich mit seiner Darstellung hervorragend als Nachschlagewerk, aber auch für Exkursionen und vielfältige Bestimmungsaufgaben eignet!

Bücherrundschau, Buchneuheiten 2 - 2015

Inhaltsverzeichnis top ↑

Zum Buch 3
Was sind Gesteine? 4
Die drei großen Gesteinsgruppen: Magmatite, Sedimentite, Metamorphite
7
Der Aufbau der Erde 9
Die gesteinsbildenden Minerale 15
Makroskopische Bestimmung 15
Die wichtigsten gesteinsbildenden Minerale 19
Helle Minerale 20
Dunkle Minerale 23
Minerale typisch für Metamorphite 26
Nichtsilikate 28
Weitere Untersuchungsmethoden 28
Das Gefüge der Gesteine 31
Gefüge als Produkt der Gesteinsbildung 32
Das Ausscheidungsgefüge: Merkmal der Magmatite 32
Das klastische Gefüge: Merkmal der häufi gsten Sedimentite 34
Deformationsgefüge und kristalloblastisches Gefüge: Merkmale der
Metamorphite 34
Die allgemeinen Kriterien des Gefüges 35
Klassifikation und Entstehung der Gesteine 42
Die Gruppe der Magmatite 42
Geologische Stellung und Gefüge 42
Klassifi kation 44
Magmen-Serien und Magmatit-Assoziationen 51
Systematik der Magmatite im speziellen Teil dieses Buchs 55
Die Gruppe der Sedimentite 55
Klastische Sedimentite 59
Pyroklastika 60
Chemische Sedimentite und Residualsedimentite 61
Biochemische und biogene Sedimentite 62
Systematik der Sedimentite im speziellen Teil dieses Buchs 62
Die Gruppe der Metamorphite 63
Grundprinzip der beschreibenden Klassifi kation 63
Metamorphosetypen 64
Systematik im Sinne des Metamorphosegrads 68
Systematik der Metamorphite im speziellen Teil dieses Buchs 70
Systematische Beschreibung der Magmatite 72
Plutonite 72
Vulkanite 118
Spezielle Magmatite 160
Systematische Beschreibung der Sedimentite 180
Klastische Sedimentite 180
Pyroklastika 206
Chemische, biochemische, biogene Sedimentite 216
Systematische Beschreibung der Metamorphite 254
Systematische Beschreibung der Meteorite 338
Merkmale der wichtigsten gesteinsbildenden Minerale 340
Bestimmungshilfen 343
Magmatite 344
Sedimentite 346
Metamorphite 348
Zitierte Literatur und eine Auswahl weiterführender Lehrbücher 351
Register 353
Behandelte Gesteine:

Aa-Lava, Abraumsalz, Absarokit, Absatzgestein, Achat, Adakit,
Adamellit, African Blue, Agglomerat, Ägirin, Agmatit, ägyptischer
Alabaster, akkretionäre Lapilli, Aktinolith, Aktinolithfels,
Alabaster, Alabastro onice, Alaskit, Albit-Epidot-Hornfels-Fazies
Algenkalk, Alkalibasalt, Alkalifeldspatgranit, Alkalifeldspatrhyolith,
Alkalifeldspatsyenit, Alkalifeldspattrachyt, Alkaligabbro,
Alkaligesteine, Alkali-Gesteinskomplex, „Alkaligranit“,
Alkaliolivinbasalt „Alkalirhyolith“, alkalische Lamprophyre,
alkalischer Alkalifeldspatsyenit, Alkalitrachyt, Almandin, Alnöit,
Alsbachit, Aluminiumsilikat, Alumosilikat, Alvikit, Amazonit-Granit,
Ammonitenkalk, Ammonitico Rosso, Amphibolit, Analcimsyenit, Anatexit,
Anchimetamorphose, Andalusit, Andalusit-Knotenschiefer Andesit,
Andradit-Skarn, Anfärbeverfahren, Anhydrit, Anhydritgestein,
Ankaramit, Anorthosit, Anthophyllit, Anthophyllitfels, Anthrazit,
Karbonatit, Aplit, Aragonit-Marmor, Arenit, Arterit,
Arfvedsonit-Albit-Nephelinsyenit, Argillit, Arkose, Arsoit, Arterit,
Aschentuff, A-Typ Granitoid, Augengneis, Augenmylonit, Augenobsidian,
Bahia Blue, Banakit, Bändererz, Bändergneis, Basalt,
Basalteisenstein, Basaltischer Andesit, Basaltischer Kimberlit,
Basaltischer Trachyandesit Basalt-Jaspis, Basaltsäulen,
Basalt-Tetraeder, Basanit, Bauxit, Beachrock, Beerbachit, Beforsit,
Benmoreit, Bentonit, Bergen, Bergrutschbreccie, Bernstein, BIF, Bims,
Bimsstein, Biokalkarenit, Bioklast bioklastisch, Biotit,
Biotit-Granat-Gneis, Biotit-Granit, Biotit-Lamprophyr, Blähton,
Blasenlava, Blastomylonit, Blauschiefer, Blauschiefer-Fazies,
Blocklage, Blocktephra, blue ground, Blue Pearl, Boninit, Borolanit,
Boudin Boudinage, Boundstone, Brandschiefer, Brandungskonglomerat,
Braunkohle, Breccie magmatisch, Breccie pyroklastisch, Breccie
sedimentär, Breccie tektonisch, Breccie magmatisch,
Bronzitit, Bronzit-Peridotit, Brotkrustenbombe, Buchit, Buchonit,
Buntsandstein, Calcit-Brucit-Gestein, Calcit-Karbonatit, Camptonit,
Cancalit, Cancrinit, Cancrinitsyenit, Cannstatter Travertin, Cedricit,
Cephalopodenkalk, Chamosit-Eisenerz, Chert, Chiastolith-Knotenschiefer
Chloritfels, Chloritisierung, Chloritoid, Chloritoidschiefer,
Chloritschiefer, Chondrit, Comendit, Cordierit-Fruchtschiefer
Cordierit-Granit, Coticule, Crinoiden-Sandstein, „Crossit“,
Dachschiefer, Dacit, Decken-Andesit, Deformationsgefüge, Dendriten,
Detritus detritisch, Diabas, Diagenese, Diallag-Gabbro, Diallagit,
Diamant-führende UHPGesteine, Diamiktit, Diaphthorese, Diatexis,
Diatexit, Diatomeenerde, dichter
Kalkstein, dichter Magnesit, differenzierte Meteorite, Diktyonit,
Diopsid, Diopsidit, Diorit, Diorit-Aplit, Disthen-Eklogit,
Disthen-Glimmerschiefer Disthen-Staurolith-Glimmerschiefer, Ditroit,
Dolerit, Dolomitgestein, Dolomit-Karbonatit, Dolomit-Marmor,
Dolostone, Duckstein, Dunit, Dunkler Labrador, Durbachit,
„Edelserpentin“, Einbruchbreccie, Eindampfungsgestein, Eisenmeteorit,
eisenreiche Sedimentite Ekerit, Eklogit, Eklogit-Fazies, Eläolith,
Eläolithsyenit, Emerald Pearl, Enstatit-Chondrit, Enstatitit, Eozoon
bavaricum, Epidot-Amphibolit, Epidot-Amphibolit-Fazies,
Epidot-Blauschiefer, Erbsenstein, Erlanfels, Essexit, Esskohle,
Eukrit, Evaporit, Exfoliation, Extrusiva, Fanglomerat, Faserkohle,
Feldspatarenit, Feldspat-führender Sandstein Feldspat-führender
Andesit Feldspatgrauwacke, Feldspatvertreter, Fels, felsic granulite,
Fenit, Fenitisierung, Fenit-Karbonatit-Breccie Fenit-Sövit-Breccie,
Fergusit, Ferroglaukophan, Ferrokarbonatit, Festgestein, Fettkohle,
Feuerstein, Fibrolith, Fitzroyit, Fladenlava, Flammkohle, Flasergneis,
Flint, Flutbasalt, Foiddiorit, Foid-führender „Latiandesit“
Foid-führender Akalifeldspatsyenit, Foid-führender
Alkalifeldspattrachyt, Foid-führender Basalt, Foid-führender Diorit,
Foid-führender Gabbro, Foid-führender Latit, Foid-führender Monzonit,
Foid-führender Norit, Foid-führender Syenit, Foid-führender
Troktolith, Foidgabbro, Foidit, Foidit-Gruppe, Foid-Monzodiorit,
Foid-Monzogabbro, Foid-Monzosyenit, Foidolith, Foidsyenit,
Foraminiferenkalk, Forellenstein, Fortunit, Fossilkalk,
Fraktionierung, fremdgestaltig, Fruchtschiefer, Gabbro, Gabbro-Aplit,
Gabbronorit, Gasflammkohle, Gaskohle, Gauteit, Gekrösegips,
Gelmagnesit, geothermischer Gradient geschichtete Textur,
Geschichteter Hornstein Geschiebemergel, Gesteinsbruchstück-führender
Sandstein, Gesteinsglas, Ghiandone Zebrato, Gips, Gipsgestein,
Gipsstein, Glanzbraunkohle, Glanzkohle, Glasasche, Glaskopf, Glastuff,
Glaukonit-Sandstein, Glaukophanit, Glaukophan-Schiefer
Glimmer-Kimberlit, Glimmernorit, Glimmer-Quarzit, Glimmerschiefer,
Gneis, Gneisgranit, Goldstein, Gotenrot-Granit, Grainstone,
Granat-Blauschiefer, Granat-Cordierit-Sillimanit Granofels,
Granat-Disthen-Granulit, Granat-GlaukophanSchiefer,
Granat-Glimmerschiefer Granat-Granulit, Granat-Hornblendit,
Granat-Lherzolith, Granat-Omphacitit, Granat-Peridotit,
Granat-Pyroxenit, Granat-Seifen, Granat-Sillimanit-Cordierit Gneis,
Granit, Granit-Aplit, Granitoid, Granitporphyr, Granodiorit,
Granodiorit-Aplit, Granofels, Granulit, Granulitquarz, Grauwacke,
Green Tweed, Greenalith, Greisen, Griffelschiefer, Griquait,
Gris-Blanc des Vosges, Grobsilt, Grünsandstein, Grünschiefer, Grus,
Guano, Halbglanzkohle, Hälleflinta, Hangrutschbreccie,
Hartbraunkohle, Hartschiefer, Harzburgit, Haüynsyenit, Haüyntephrit,
Hawaiit, Heliotrop, Heller Labrador, Hellglimmer, Heteromorphie der
Gesteine high-alumina basalt, Höhlenperlen, homogene Textur,
Hornblende-führender Andesit, Hornblende-Biotit-Granit,
Hornblendegabbro, Hornblende-Garbenschiefer Hornblende-Hornfels-Fazies
Hornfels, Hornstein, Hornstein-Eisenerzgesteine Hyaloklastit,
Hypersthen-Gabbro, Hypersthenit, Ignimbrit, Ijolith, Ilmenitnorit,
Impaktmetamorphose, Indexmineral, Injektionsgneis, Itsindrit, I-Typ
Granitoid, Jadeit, Jadeitit, Jadeit-Metagranitoid, Jaspis, Jotunit,
Jumillit, Juvit, Kajanit, Kalium-reicher Trachybasalt Kalkarenit,
Kalkbauxit, Kalkbreccie, Kalkgranat, Kalkkonglomerat, Kalklutit,
Kalkmergel, Kalkoolith, Kalkrudit, Kalksandstein, Kalkschlamm,
Kalksilikatfels, Kalksilikat-Gestein, Kalksiltit, Kalksinter,
Kalkstein, Kalktuff, Kalsilit, Kamafugite, Kaolinit, Karbonatit,
Karbonat-Silikat-Gestein, Kardinal Rot, Karlsbader Sprudelstein,
Karpholith-Chloritoid Schiefer, Karstbauxit, Kataklase, Kataklasit,
Kataklastische Metamorphose, Katzenbuckelit, Katzengold, Kegelgang,
Kentallenit, Kenyit Kenyt, Keratophyr, Kersantit, Khibinit, Kies,
Kieselgur, kieselige Sedimentite, Kieselkalk, Kieselschiefer,
Kieselschlamm, Kieselsinter, Kimberlit, Kimberlit-Breccie, Kinzigit,
Kissenlava, Klinopyroxenit, Knolliger Hornstein, Knotenschiefer,
Kohle, Kohleneisenstein, kohliger Chondrit, Konglomerat, Korallenkalk,
Kornerupin-Granulit, Kornerupin-PhlogopitGneis, Kornstein,
Korund-Gneis, Kreidekalk, Kristallasche, Kristallform,
Kristalloblastese, Kristalltuff, Kugeldiorit, Kugelgranit,
Kugelpechstein, Labradorit-Anorthosit, Labradorporphyrit, Lagengneis,
Lahare, „Lahn-Marmor“, Lakarpit, Lakkolith, Lamproit-Gruppe,
Lamprophyr-Gruppe, lamprophyrischer Kimberlit Lapillus Lapilli,
Lapillistein, Lapillitephra -schicht -lage Lapillituff, Larvikit,
Laterit, „Latiandesit“, „Latibasalt“, Latit, Laumontit-Metagrauwacke
Lavanadel, Lawsonit-Blauschiefer,
Lawsonit-Chloritoid-Glaukophanschiefer, Lawsonit-Glaukophanschiefer,
Leptinit, Leptit, Lestiwarit, Leucit, Leucitbasanit, Leucitit,
Leucit-Nephelin-Tephrit, Leucitphonolith, Leucittephrit, Leukophyllit,
Leukoquarzdiorit, Lherzolith, Limburgit, Limonit, Lineation, Lindlarer
„Grauwacke“, Liparit, Litchfieldit, Litharenit, lithische Asche,
lithische Grauwacke, lithischer Tuff, Lithium-Pegmatit,
Lithographieschiefer, Lithoklast, Lithosphäre, Lockergestein,
Lopolith, Löß, Lößkindl -männchen -puppen, LS-Tektonit, L-Tektonit,
Lugarit, Lujavrit, Lumachelle, Lusitanit, Luxullianit Luxulyanit,
lydischer Stein, Lydit, Lysokline, Madupit, mafic granulite,
Magerkohle, Magmatit, Magnesioriebeckit, Magnesit-Gestein, Magnetit,
Magnetitnorit, Malignit, Mamilit, Mandelgefüge, Mandelstein, Mangerit,
marine Sedimentite, Mariupolit, Marmor, Marmorbreccie, Massengestein,
Massenkalk, Mattbraunkohle, Mattkohle, Meimechit, Meißner Granit,
Melanitnephelinit, Melanit-Nephelinsyenit, Melanosom,
„Melilith-Lamprophyre“, Melilithnephelinit, Melagranit, Melaphyr,
Melaphyr-Mandelstein, Melteigit, Mergel Mergelstein, Mesokataklasit,
Mesomylonit, Metagrauwacke, Metakonglomerat, metamorphes Gestein
Metamorphit, Meta-Lapilli-Tuff, Metapelit, Metaperidotit,
Metapyroklastika, Metaquarzit, Metasandstein, Metavulkanit, Meteorit,
Migmatit, Mikrit, Mikrogranit, Mikroklin-Nephelinsyenit, Minette
(Eisenerz), Minette (Lamprophyr), Missourit, Monchiquit, monomiktes
Kalkkonglomerat, Montmorillonit, Monzodiorit, Monzogabbro,
Monzogranit, Monzonit, Monzonit-Aplit, Moorerz, Moräne, M-Typ
Granitoide, Muckenscheckergranit, Mucronit, Mudstone, Mugearit,
Muschelschill, Muskovit, Mylonit, Mylonitgneis, Nagelfluh,
Natrokarbonatit, Nephelinbasanit, Nephelinit, Nephelinit-Breccie,
Nephelin-Leucit-Basanit, Nephelinolith, Nephelinphonolith,
Nephelinsyenit, Nephrit, Nordmarkit, Norit, Norwegian Rose,
Nosean-Leucit-Phonolith Noseanphonolith, Noseansyenit, Nummulitenkalk,
Ophiolith, Orangeit, Orendit, Orogenese, Orthoamphibol, Orthogneis,
Orthoklas-Nephelinsyenit, Orthophyr Orthoporphyr, Orthopyroxen,
Orthopyroxen-Granit, Orthopyroxen-Granodiorit Orthopyroxenit,
Orthopyroxen-Monzodiorit Orthopyroxen-Monzonit, Orthopyroxen-Tonalit,
Orthoquarzit, Orvietit, Ozeanit, Obsidian, oligomiktes Konglomerat
Olistolith, Olistostrom, Olivin-Diopsid-Phlogopit Lamproit,
Olivingabbro, Olivin-Klinopyroxenit, Olivin-Knollen, Olivinnephelinit,
Olivinnorit, Olivin-Orthopyroxenit, Olivintholeiit, Olivin-Websterit,
Ölschiefer, Omphacit-Granatit, Onyx, oolithischer Grainstone,
oolithischer Laterit, oolithischer Phosphorit, Oolithkalk, Oomikrit,
Oosparit, Oosparit, Opacitsaum, Opal, Opdalit, Ophicarbonat,
Ophicalcit, Packstone, Pahoehoe-Lava, Palagonit Palagonitisierung
Paläopikrit, Palit, Pallasit, Pantellerit, Paragneis, Paralava,
Partikelkalk, Pechkohle, Pechstein, Pegmatit, Pegmatoid, Peles Haar,
Peles Tränen, Pelit, Peloid, Pencatit, peralkalischer
Alkalifeldspatgranit, peralkalischer Alkalifeldspatsyenit,
peralkalischer Granit, peralkalischer Rhyolith, peralkalischer
Trachyt, Peridotit, Perlgneis, Perlit Perlitstruktur, Perowskit,
Perthit, Phonobasanit, Phonolith, Phonolithischer Basanit
Phonolithischer Foidit, Phonolithischer Leucitit Phonolithischer
Leucittephrit Phonolithischer Nephelinbasanit, Phonolithischer Tephrit
Phonotephrit, Phosphatgesteine, Phosphorit, Phyllit, Phyllonit,
physikalische Sedimentite, Piemontit, Piemontitschiefer, Pikrit,
Pikritbasalt, pillow, Pillowbasalt Pillowlaven, Pinit,
Pinolit-Magnesit, Pisolith, Pisolith vulkanischer, pisolithischer
Bauxit, Plagidacit, Plagiogranit, Plagioklas-Peridotit,
Plagiorhyolith, Plutone, Plutonit, polymiktes Konglomerat Polzenit,
Porfido rosso antico, Porfido verde antico, poröses Gefüge,
Rhombenporphyr) Porphyrit, Porphyroklasten, Prasinit, Predazzit,
Prehnit-Pumpellyit-Fazies Prehnit-Pumpellyit-Gestein Propylit
Propylitisierung Protokataklasit, Protomylonit, Psammit, Psephit,
„Pseudoleucit“, Pseudoleucit-Syenit, Pseudotachylit, Puddingstein,
Pumpellyit-Fels, Pyknit, Pyribolit, Pyrigarnit, Pyriklasit,
Pyroklasten, Pyroklastika, pyroklastische Breccie, pyroklastische
Fallablagerung, pyroklastischer Strom, Pyrometamorphose,
Pyrop-Quarzit, Pyroxen, Pyroxen-Andesit, Pyroxen-Granulit,
Pyroxen-Hornfels-Fazies, Pyroxenit, Pyroxen-Jade, Pyterlit, P-Wellen,
Quarz-„Latiandesit“, Quarz-Alkalifeldspatsyenit
Quarz-Alkalifeldspattrachyt Quarzandesit, Quarzanorthosit,
Quarzarenit, Quarzdiorit, Quarzgabbro, Quarzgrauwacke, Quarzit,
Quarzkonglomerat, Quarzlatit, Quarzmonzonit, Quarznorit, Quarzolith,
Quarzporphyr, quarzreiche Granitoide, Quarzsandstein, Quarzsyenit,
Quarztholeiit, Quarztrachyt, Quarzwacke, Radiolarit, Randfazies,
Rapakivi-Granit, Rauhaugit, Rauwacke, Residualsedimentit, Restit,
Reticulit, Rhombenporphyr, Rhyodacit, Rhyolith, Riebeckit-Gneis
-Schiefer Riffbreccie, Riffgestein, Riffkalk, Riffkalkstein,
Riffkalkbreccie, Rodingit, Rogenstein, Rosa Nuraghe, Roteisenerz,
Rudit, Rundschotter, Runit, Sagvandit, Salband, Salzgestein, Sand,
Sandstein, Sanidinnephelinit, Sapphirin-Phlogopit-Gneis Sarder,
Schalentrümmerkalk, Schalstein, Scheelit, Schiefer, „Schieferton“,
Schillerfels, Schillkalk, Schorenbergit, Schotter, Schreibkreide,
Schriftgranit, Schwarzschiefer, Seeerz, Sericit-Gneis,
Sericit-Quarzit, Sericit-Schiefer, Serpentinit, Shonkinit, Shoshonit,
Sienite Balma, Silexit, Silikatbauxit, Silikatmarmor, Sillimanit,
Sillimanit-Paragneis, Siltstein, Sinterkalk, Skarn, Sodalithfoidolith,
Sodalithfoyait, Sodalith-Nephelinsyenit Sodalithphonolith,
Sodalithsyenit, Solnhofener Plattenkalk, Sonnenstein, Sövit, Sparit,
Spatmagnesit, Speckstein, Spessartin-Quarzit, Spessartit, Spilit,
Spinell-Peridotit, Sprudelstein, Spurrit-Fels, Stängelgneis,
Staurolith-Glimmerschiefer Steatit, Steineisenmeteorit, Steinkohle,
Steinmeteorit, Steinsalz, Streifengneis, Störungsbreccie, Strahlstein,
Streichstein, Stricklava, Stromatit, Stromatolith, Stronalit,
subalkalische Lamprophyre Subduktionszonen-Metamorphose, Suevit,
Sumpferz, Surge-Ablagerung, Süßwasserkalk, Syenit, Syenit-Aplit,
Syenogranit, Tachylit, tactite, Tafelschiefer,
Talk-Aktinolith-Gestein, Talkfels Talkgestein Talkschiefer,
Talk-Olivin Granofels, Tarantulit, Tawit, Teersand, Tephra,
Tephriphonolith, Tephritischer Foidit, Tephritischer Leucitit,
Tephritischer Phonolith terrigene Sedimentite, Teschenit, Theralith,
Theralith-Aplit, Tholeiitbasalt, Tholeiit-Serie, Tilleyit-Fels,
Tillit, Timazit, Tinguait, Tonalit, Toneisenstein, Tongallen,
Tongeröll, Tongestein, Tonmergel, Tonminerale, Tonschiefer, Tonstein,
Torf, Trachyandesit, Trachybasalt, Trachydacit, Trachyt,
Trappgranulit, Trass, Travertin, Tremolit, Troktolith, Trondhjemit,
Tropfstein, Trümmereisenerz, Trümmererz, Trümmer-Sedimentit, Tufa,
Tuff, Tuffbreccie, Tuffit, tuffitische Breccie, tuffitischer
Sandstein, tuffitischer Siltstein, Turbidit, Turmalin-Pegmatit,
UHP-Metamorphite, UHT-Metamorphite, Ultrahochdruck-Metamorphose,
Ultrahochtemperatur-Metamorphose, Ultrakataklasit, Ultramylonit,
Umptekit, Unakit, Urtit, Verde Oropa, Verit, Vesuvit, Vicoit, Vogesit,
Vulkanit, Wackestone, Wadsleyit, Websterit, Wehrlit, Weichbraunkohle,
Weißeisenerz, Weißschiefer, Weißstein (Granulit), Wetzstein, Wiborgit
(s. Wyborgit), Wolgidit, Wyomingit, Wyborgit, Xenolith, yellow ground,
Zellenkalk Zement, Zeolith, Zeolith-Fazies, Zinnstein-Greisen, Zoisit,
Zweiglimmer-Granit

Bespr.: Berichte des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben 118. Bd. 2014 top ↑


Wer sich für Steine zu interessieren beginnt — sei es im Gebirge, in
einer Kiesgrube oder auf einer Schotterbank in einem Flussbett — wird
irgendwann nach geeigneten Informationen Ausschau halten. Meist landet
er in einer Buchhandlung bei entsprechenden, häufig einfachen
Bestimmungsbüchern, die Bilder und Beschreibungen vom einfachen
Kieselstein bis zu wertvollen Edelsteinen alles enthalten, was man
gemeinhin mit dem Begriff "Stein" in Verbindung bringt. Ist aber das
Interesse erst einmal geweckt, sollte man zu einem Bestimmungsbuch
greifen, das möglichst fundierte Antworten nach dem "Was und Woher"
der Steine gibt. Um ein solches Bestimmungsbuch und Nachschlagewerk
(auch im Gelände) handelt es sich bei dem hier vorgestellten Buch.




Das Buch gliedert sich in zwei Teile:

Der erste Teil beschreibt die Bildungsprozesse magmatischer,
sedimentärer und metamorpher Gesteine auf der Grundlage der modernen
Plattentektonik. Gleichzeitig werden die wichtigsten
gesteinsbildenden Minerale eingeführt. Sie sind die Bausteine der
Gesteine und für deren Identifikation, Charakterisierung und
Klassifikation notwendig. Das Gefüge der Gesteine (Beschaffenheit und
räumliche Anordnung der Minerale) wird als Ausdruck und Ergebnis der
Bildungsprozesse dargestellt.

Wer die im zweiten Teil folgende, klar strukturierte Beschreibung von
über 400 Gesteinstypen wirklich verstehen will, wird nicht darum herum
kommen, zunächst den ersten Teil ausgiebig und intensiv zu
studieren. Denn dann erschließen sich die in repräsentativen und
diagnostisch eindeutigen Farbfotos dargestellten Gesteine erst mehr
oder weniger allgemein verständlich. Sehr erfreulich an diesem Buch
ist die häufige Darstellung von Gesteinen durch mehrere verschiedene
Farbbilder. Denn anders als bei Flora und Fauna gibt es bei Gesteinen
keine von der Natur vorgegebenen definierten Arten. Kontinuierliche
Übergänge in Mineralbestand, Mineralzusammensetzung und Gefüge sind
bei ihnen die Regel und nicht die Ausnahme. Es hat sich deshalb bei
Gesteinserkundungen eingebürgert, mehrere verschiedene
Bestimmungsbücher auch im Gelände mitzuführen, denn die Erfahrung hat
gezeigt, dass ein Gestein selten mit dem sonst in normalen
Bestimmungsbüchern üblichen einen Bild ausreichend erkenn- bar gezeigt
werden kann. Bei dem hier vorgestellten Buch ist das erfreulicherweise
an- ders. Beispiel: das allgemein bekannte, aber sehr variable Gestein
Granit wird mit l4 Abbildungen und einer Grafik präsentiert. Die
Vielfalt der bildlichen Darstellung der Gesteine aller Bereiche ist
eine der besonderen Stärken dieses Buches.



Insgesamt betrachtet ist dieses Buch sehr anspruchsvoll in Bezug auf
seine Verwendung. Es setzt eine Menge Kenntnisse und Verständnis
voraus, insbesondere auch hinsichtlich der unvermeidbaren
Fachterrninologie. Wer dieses Vorwissen mitbringt oder sich —
z. B. durch intensives Durcharbeiten des ersten Teiles — aneignet, hat
bestimmt größten Nutzen von diesem Buch, sei es im Gelände oder auch
zuhause, wenn er Informationen zu Gesteinszitaten in der Literatur
sucht.



G. Dietmair



Berichte des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben
118. Bd. 2014, Seite 126-127