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Geologie von Brandenburg

Hrsg.: Werner Stackebrandt; Dietrich Franke

2015. XVIII, 805 Seiten, 313 Abbildungen, 60 Tabellen, 17x24cm, 1750 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65295-2, gebunden, price: 89.90 €

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brandenburgberlinrohstoffhydrogeologie

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Das umfangreiche Werk beschreibt detailliert - auf neuestem Stand - Geologie, Tektonik und Rohstoffvorkommen (Wasser, Steine und Erden, Braunkohle, Erdwärme, Kohlenwasserstoffe, Stau- und Speicherpotenziale, Kupfer und Silber) des Landes Brandenburg. Es subsummiert wesentliche Forschungsergebnisse, die seit Erscheinen des gleichnamigen Buches von Hucke (1922) gewonnen wurden, darunter auch die Ergebnisse tausender Bohrungen (bis zu 7000 m tief) und komplexer geophysikalischer Untersuchungen, die im wesentlichen zu DDR-Zeiten durchgeführt (aber nicht veröffenticht) wurden. Diese erbrachten nicht nur neue Daten über den Aufbau in der Tiefe, sondern tragen auch maßgeblich zur Bewertung oberflächennaher und tiefer Ressourcen bei.

Schwerpunktthemen des Buches sind: Quartär, Tertiär, Strukturentwicklung des Norddeutschen Beckens und seines variszischen Unterbaus, Rohstoff- und Ressourcenpotenzial, die junge Landschaftsgenese und Verbreitung der Böden.

Die fünfzig Fachautoren dieses Bandes greifen den Kenntnisstand kompetent auf, führen ihn mit neuesten Forschungsergebnissen zusammen und integrieren ihn in die Geologie Mitteleuropas. Mehr als 250 meist farbige Abbildungen erleichtern das Verständnis und den schnellen Einstieg in die vielseitige und gleichzeitig komplexe Geologie Brandenburgs. Selbstverständlich wird hierbei die Geologie von Berlin nicht ausgespart.
Ein ausführliches Inhaltsverzeichnis sowie eine umfangreiche und aktuelle Literaturliste runden das Buch ab.

Dieses umfassende Werk sollte daher nicht nur den regionalen und überregionalen Fachbibliotheken, Instituten und Ingenieurbüros vorbehalten bleiben, sondern jedem geologisch Interessierten eine wertvolle Grundlage zum Verständnis der Geologie von Brandenburg sein.

Bespr.: FOSSILIEN Heft 2016/2 top ↑

Brandenburg wurde einst scherzhaft als die „Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reichs“ bezeichnet. Dies rührt von den oberflächlich weit verbreiteten sandigen Böden her. Einblicke in den geologischen Untergrund sind aufgrund der flachen Morphologie und der mächtigen Überdeckung mit quartären Bildungen sehr beschränkt. Die letzte zusammenfassende Darstellung über dieses Gebiet datierte aus dem Jahr 1922. Seither haben die Kenntnisse über die Geologie Brandenburgs dramatisch zugenommen. Dies rührt einerseits von künstlichen Großaufschlüssen in Braunkohletagebauen und andererseits von den zahlreichen, mitunter extrem tiefen Rohstofferkundungsbohrungen aus der DDR-Ära, die als Staatsgeheimnis angesehen wurden und daher in der Regel nicht publiziert werden durften. 50 Fachautoren unter Federführung von Werner Stackebrandt und Dietrich Franke haben nun den gegenwärtigen Wissensstand in einem über 800-seitigen Werk zusammengefasst. Es gliedert sich in 10 Kapitel, in denen neben der Strukturentwicklung des Norddeutschen Beckens und seines variszischen Unterbaus auch das Rohstoff- und Ressourcenpotenzial, der tektonische Bau mit Salz- und Glazialtektonik, die jüngere Landschaftsentwicklung und sogar die Verbreitung verschiedener Bodentypen nicht zu kurz kommen. Mit der Grundwasserversalzung im Kontext permischer Salzdiapire oder der Problematik saurer Oberflächenwässer in ehemaligen Braunkohletagebauen werden aktuelle Themen angewandter Ingenieur- und Hydrogeologie nicht ausgeklammert. Geophysikalische und geochemische Untersuchungsergebnisse sowie die Vorkommen von Georessourcen (z.B. die bedeutende, noch unverritzte Kupferschiefer-Lagerstätte von Spremberg in der Lausitz) und Geopotenzialen (z.B. zur Speicherung von CO2 im Untergrund) sind ausführlich dargestellt. Ein reich bebildertes Kapitel ist den Geotopen und Naturlandschaften Brandenburgs gewidmet. Die dem Buch zugrundeliegenden, tabellarisch zusammengefassten stratigraphischen Grundlagen werden in einem Beitrag von M. Menning, bis 2015 Vorsitzender der Deutschen Stratigraphischen Kommission, in verständlicher Form erläutert. Dieses Kapitel im Besonderen besitzt eigentlich weit überregionale Bedeutung und ist für alle stratigraphisch oder regionalgeologisch arbeitenden Wissenschaftler lesenswert. Der tiefere Untergrund Brandenburgs – das Stadtgebiet von Berlin eingeschlossen – ist erdgeschichtlich äußerst vielfältig. Die ältesten, in der Lausitz sogar über Tage aufgeschlossenen Schichtfolgen datieren in das Ediacarium. Kambrische Schichten sind sogar im Untergrund weit verbreitet und in Bohrungen fossilführend belegt, wogegen das Devon nur ganz punktuell sicher nachweisbar ist. Die sedimentäre Schichtenfolge wurde in jüngster Vergangenheit oft mit neuen Formationsbegriffen gegliedert, die hier erstmals in ihrem Zusammenhang dargestellt werden. Mitunter ist dieser Prozess noch nicht abgeschlossen. Der Abschnitt über den Muschelkalk sticht leider durch häufig falsche Schreibweisen von Fossilnahmen und Fehlformatierungen hervor. Dieser Abschnitt ist umso wichtiger, da mit dem riesigen Steinbruch von Rüdersdorf der einzige Übertageaufschluss im Muschelkalk Brandenburgs vorliegt. Der Bearbeitungsstand der Gesteinsabfolgen und deren Fossilbestands ist uneinheitlich, weswegen im Jurakapitel ausdrücklich auf die dort teilweise überholte Taxonomie hingewiesen wird, die aus den Originalarbeiten zitiert wird. Die Stilblüte über „leitfähige Ammoniten“ sorgt für etwas Heiterkeit in die ansonsten eher trockene, wissenschaftlich Materie. Einer der Schwerpunkte des Buchs ist neben dem Tertiär mit seinen Braunkohlenflözen naturgemäß das Quartär mit seinen äußerst komplexen und oft kontrovers interpretierten eiszeitlichen und zwischeneiszeitlichen Schichtenfolgen, das auch wissenschaftshistorisch von großer Bedeutung ist. Ein sehr ausführliches Literaturverzeichnis ermöglicht dem an Details interessierten Leser die weitere Recherche. Etwas kurios ist freilich die Zitierweise innerhalb des Texts, wo unnötigerweise die Initialen der Autoren mitgeschleppt werden. Die Illustrationen sind bis auf wenige Ausnahmen durchwegs in Farbe und in guter Qualität reproduziert, was deren Anschaulichkeit meistens erhöht, in einigen Fällen allerdings durch zu intensive Farben erschwert. Für manche Profil- und Tabellendarstellungen ist eine Leselupe unerlässlich. Sehr hilfreich ist die Hervorhebung wichtiger Sachbegriffe im Text durch Fettdruck. Das abschließende Sachwortregister enthält darüber hinaus aber zahlreiche weitere, völlig überflüssige Begriffe, wogegen ein Ortsregister, das weit sinnvoller gewesen wäre, fehlt. Das Buch schließt eine wichtige Informationslücke zur Kenntnis des geologischen Untergrunds in Ostdeutschland, an dem kein Wissenschaftler oder sonst an der Geologie Brandenburgs Interessierter, der sich ernsthaft damit befassen möchte, vorbeikommt. Trotz der genannten kleinen Unzulänglichkeiten ist das Gesamtwerk insgesamt als sehr gelungen zu bewerten und seinen Preis angesichts des Umfangs und der enthaltenen Fülle an Informationen wert.

Günter Schweigert

FOSSILIEN Heft 2016/2

Bespr.: Geoprofil Band 14 top ↑

„Wer sein Vaterland nicht kennt, hat keinen Maßstab für fremde Länder.“ Wer nach diesem vom J.W. v. Goethe stammenden Leitsatz am Anfang des Buches meint, eine geologisch untersetzte Heimatkunde vor sich zu haben, wird beim näheren Lesen schnell eines Besseren belehrt. In gedrängter Form wurden hier 805 Seiten von 50 Spezialisten mit einem wissenschaftlich äußerst anspruchsvollen Text zur vielseitigen und komplexen Geologie des Bundeslandes Brandenburg gefüllt. 93 Jahre nach Huckes gleichnamigem Buch ist endlich die von vielen Geowissenschaftlern sehnsüchtig erwartete moderne „Geologie von Brandenburg“ erschienen. Sie ergänzt die Reihe der deutschen Landesgeologien, die in den letzten 20 Jahren beim Verlag Schweizerbart in ähnlich schönem und vergleichbarem Habitus erschienen sind. Nebeneinander ausgelegt, bilden diese Bände einen Hingucker in jeder Fachbuchhandlung.
War Kurt Hucke nur eine sehr oberflächennahe Betrachtung der geologischen Verhältnisse mit Konzentration auf die quartären Bildungen vergönnt gewesen, so eröffnen heute zahlreiche Tiefbohrungen einen Blick auf die Verhältnisse im tiefen Untergrund. Dem wurde das Buch gerecht. Die Informationsfülle ist enorm, behandelt es doch neben der geologischen Entwicklung auch relativ breit wichtige und bundeslandspezifische Themen der Angewandten Geologie.
In Kapitel 1 werden die regionalgeologische Position, der geomorphologische Überblick und die Erforschungsgeschichte kurz abgehandelt. Das Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Stratigrafie und beinhaltet eine sehr breit angelegte Problemdiskussion der Überarbeitung zur Stratigrafischen Tabelle der Mark Brandenburg inkl. der Bundeshauptstadt Berlin von 2015.
Den Hauptteil des Buches bildet mit dem Kapitel 3 die regionalgeologische Entwicklung vom späten Proterozoikum bis zum Quartär, wie sie sich unter modernen Gesichtspunkten nach Auswertung der vorhandenen Tiefbohrergebnisse und nach neueren Kartierungen darstellt. Kapitel 4 schildert die strukturgeologische Entwicklung, ausgehend von der Rekonstruktion des Krustenbaus und des kristallinen Fundaments über die variszische Tektonik, die postvariszische Beckenbildung bis zur synalpidischen Mobilisierung. Besondere Beachtung finden die Salztektonik, die neotektonische Beanspruchung, die elsterzeitlichen Rinnenbildungen und die Glazialtektonik. Kapitel 5 beinhaltet Arbeiten und Ergebnisse zur geophysikalischen und geochemischen Landesuntersuchung. Den Georessourcen und Geopotenzialen Brandenburgs ist Kapitel 6 gewidmet. Dabei wird nach einem allgemeinen Überblick auf Wasser als Rohstoff, auf die Energierohstoffe, auf Erdwärme, auf Steine- und Erdenrohstoffe, auf Erze sowie auf Speicher- und Staupotenziale eingegangen. Außerdem werden Geopotenziale erläutert. Kapitel 7 widmet sich den Böden Brandenburgs und ihrer Verbreitung. Kapitel 8 geht auf verschiedene in Brandenburg vorkommende Georisiken mit dem Spezialfall der sauren Grubenwässer (Acid Mine Drainage, AMD) in gefluteten Tagebauen ein. Kapitel 9 diskutiert den Wandel in der Landschaft und zeigt auf, dass es dafür keinen vorgezeichneten Weg gibt. Der Mensch selbst ist hier gefragt, die geogenen und anthropogenen Wirkungsmechanismen richtig zu erkennen und zu nutzen. In Kapitel 10 folgt eine Einführung zu wichtigen geologischen Aufschlüssen und Geotopen im Bundesland Brandenburg, dem ein kurzer Bildteil mit ausgewählten und ungleichmäßig über das Land verteilten Fotos von temporären Aufschlüssen und attraktiven Landschaftselementen nachgestellt ist. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis sowie ein Sachwortverzeichnis runden das Werk ab.
Bedauerlich ist die von den Herausgebern im Vorwort genannte Einschränkung, die geologischen Verhältnisse der sozusagen im Herzen liegenden Bundeshauptstadt Berlin nicht gleichwertig mit darzustellen. Die etwas vollmundige Behauptung auf S. 1, dass Brandenburg auf drei Kontinentalplatten liegt, findet sich allerdings bei der Darstellung in Abb. 1.1-1 (S. 2) nicht wieder. Einige Kapitel hätten gestrafft werden können. Die Erörterungen zur Stratigrafie oder zur Erdwärme sind in dieser vollständigen Form eigentlich eher allgemeiner Natur, als dass sie in eine Landesgeologie gehören. Kleinere Schönheitsfehler wie inkonstante Schreibweisen von Begriffen oder unvollständige Legenden an Abbildungen sollten Gegenstand der Überarbeitung vor einer 2. Auflage sein.
Die vorliegende Landesgeologie ist ein umfängliches und wertvolles Standartwerk für alle diejenigen, die geologische Informationen zum Bundesland Brandenburg benötigen. Die Fachautoren haben den Kenntnisstand kompetent zusammengefasst und ihn in Beziehung mit neuesten Forschungsergebnissen gebracht. Das Buch spricht Geo- und Montanwissenschaftler sowie interessierte Laien gleichermaßen an. Es bietet teils vertiefte Informationen und gibt umfassende Hinweise zur weiterführenden Literatur. Fachleute in Forschung und Verwaltung sowie in Geo- und Umweltingenieurbüros finden hier wesentliche Grundlagen für ihre Arbeit.
Bemerkenswert ist die gute Ausstattung mit farbigen Abbildungen. Sie wurde durch die finanzielle Unterstützung des Vereins der Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e.V., der Vattenfall Europe Mining AG, der Friedrich-Stammberger-Stiftung und des Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ möglich. Der Preis des Buches ist stattlich, doch dem Inhalt und der Ausstattung angemessen.
Der „Geologie von Brandenburg“ ist eine gute Aufnahme bei einer vielfältigen Leserschaft zu wünschen.

Dr. Harald Walter, Freiberg

Geoprofil Band 14

Bespr.: Geologische Blätter für Nordost-Bayern Band 66, 4/2017 top ↑

Das umfangreiche Werk (805 Seiten) befasst sich mit allen Themenkreisen, die für die Geologie Brandenburgs von Bedeutung sind. Dabei handeln die 50 Autoren die verschiedenen Fachgebiete in unterschiedlich langen Beiträgen ab. Aufgrund der thematischen Aufteilung gewährleisten die Bearbeiter in ihrem Fachbereich jeweils den neuesten Stand der Wissenschaft, was sich auch in der bis 2014 aufgeführten Literatur im Bezug zum Erscheinungsjahr 2015 widerspiegelt.
Alle Beiträge zeichnen sich je nach Schwerpunkt durch sorgfältig gestaltete und didaktisch sehr gelungene stratigraphische/lithologische Übersichtsprofile sowie durch Schemaskizzen, geologische Schnitte und Aufschluss- und Objektfotos aus.
Bereits nach kurzem Einblick in das Inhaltsverzeichnis wird der didaktisch sehr gute Aufbau des Werkes deutlich, in dem in logischer Reihenfolge alle für Brandenburg wichtigen Kernthemen der Geowissenschaften abgehandelt werden. Dabei weisen die einzelnen Kapitel gemäß dem historisch bereits verfügbaren und dem erst in jüngster Zeit hinzu gekommenem Fachwissen unterschiedlichen Umfang auf.
Im Geologisch-Geomorphologischem Überblick (Kap. 1, 24 S.) wird die geologische Position Brandenburgs durch das Einbringen der Landesumrisse in Karten des großräumigen tektonischen Bauplans und des Norddeutschen Beckens deutlich. Dadurch erschließen sich tektonische und fazielle Gegebenheiten schnell. Die Ausführungen zur geologischen Erforschung Brandenburgs und die Blattübersicht über die geologischen und faziellen Karten runden das Kapitel ab. Ferner ist die Darstellung von bedeutenden Tiefbohrungen von großem Interesse. In ihnen sind z.B. auch die lagerstättenkundlich besonders interessanten Zeitabschnitte von Rotliegend und Zechstein sowie die mesozoischen Abteilungen des „oberen Stockwerks“ übersichtlich dargestellt.
Im Kapitel 2 (Stratigraphie; 16 S.) ist die Korrelation der regionalen mit der globalen Stratigraphie hervorzuheben. Für Studenten sehr lesenswert sind die Ausführungen zur zeitlichen Eichung und Auflösung der stratigraphischen Skala sowie die Darstellung der verschiedenen stratigraphischen Methoden. Die persönlichen Ausführungen der Autoren zur stratigraphischen Nomenklatur sowie zur regionalen und globalen Gliederung regen sehr zum Nachdenken an. Das Kapitel wird durch kurze Abhandlungen zu Schichtlücken, Bodenschätzen und zu den verschiedenen stratigraphischen Tabellen der Jahre 1997, 2002 und 2010 abgerundet.
Nach diesen umfassenden, grundlegenden Informationen wird die regionalgeologische Entwicklung im Kapitel 3, das den Kern des Werkes darstellt, auf 398 Seiten abgehandelt. Dabei wird in großen Unterkapiteln, denen jeweils ein sehr informativer allgemeiner Überblick vorangestellt ist, (1; 55 Seiten) die spätproterozoische-frühpaläozoische, (2; 162 Seiten) die spätpaläozoische-mesozoische und (3; 181 Seiten; davon 75 Seiten Tertiär und 105 Seiten Quartär) die känozoische Entwicklungsetappen abgehandelt.
Dabei wird jede Periode mit ihrer weiteren Unterteilung in Serien, regionale Stufen, Formation und Schichten systematisch besprochen. Auf allen übersichtlich gestalteten Karten ist stets die Position Brandenburgs dargestellt, was es einfach ermöglicht, die paläogeographischen und faziellen Bedingungen zu erkennen. Darüber hinaus wird auch der plattentektonische Rahmen für einzelne Zeitabschnitte in sehr guten Abbildungen dokumentiert.
Es ist schwer einzelne Kapitel besonders hervorzuheben, da sich alle durch sehr gute moderne Bearbeitung auszeichnen und mit entsprechenden qualitativ hochwertigen und anschaulichen Karten, Lithofaziesbildern sowie geologischen Schnitten und Log-Korrelationen versehen sind.
Ob permokarbonische Vulkanite, sedimentäres Rotliegend, Zechstein, Trias, Jura oder Kreide; alle Ausführungen und Darstellungen reizen, sich sofort mit einigen Fragen auf der Basis der dargebotenen Daten und Darstellungen weiter zu beschäftigen.
Das Quartär (Eiszeitalter; Pleistozän, Holozän) wird mittels zweier quartärgeologischer Schichtenschnitte durch das Land Brandenburg und eine Gliederungstabelle für das Pleistozän anschaulich dargestellt. Die Autoren erläutern detailliert den Kenntnisstand beginnend im Präglazial und basierend auf den bisherigen morphologischen und sedimentologischen Befunden, die unter Anderem den Erkundungen im Zuge der Ressourcennutzung und bergbaulichen Aktivitäten geschuldet sind. Dabei wir auch auf die morphologische Überprägung der Landschaft insbesondere in den Interglazialen und Interstadialen Bezug genommen. Die systematische Dokumentation der verschiedenen Kalt- und Warmzeiten wird allerdings nur durch im Verhältnis zum Text (75 Seiten) vergleichsweise wenige Abbildungen (19 Abbildungen) aufgelockert. Das Kapitel schließt mit Ausführungen zum Holozän und mit dem Schwerpunkt der äolischen Überprägung, insbesondere der Bildung von Flugsanden. Die Autoren weisen auch auf die bis heute lückenhafte Korrelation zwischen der alpinen und nordeuropäischen quartärgeologischen Stratigraphie hin.
Das Kapitel 4 zur Strukturgeologischen Entwicklung befasst sich zunächst (1) mit dem Krustenbau und dem kristallinen Fundament, (2) mit der variszischen Tektonik, der postvariszischen Beckenentwicklung und synalpidischen Remobilisierung und der Salztektonik (Halokinese). Die zeitlichen Zusammenhänge werden in guten Abbildungen (z.B. Störungszonen und Schollenbau im Deckgebirge sowie Karte der Salinarstrukturen Brandenburgs) und Tabellen dargestellt.
Das Kapitel wird durch Ausführungen zur neotektonischen Beanspruchung, zu elsterzeitlichen Rinnen und zur Glazialtektonik mit guten Abbildungen (u.a. seismisches Profil durch eine glazialtektonische Schuppenfolge) abgerundet.
Im 5. Kapitel zu geophysikalischen und geochemischen Untersuchungsmethoden werden die gravimetrischen Anomalien, magnetischen Anomalien, Seismik-Studien und beispielhaft Ergebnisse der Magnetotellurik in Brandenburg in einigen guten Abbildungen dokumentiert. Dabei ist stets eine die Methoden erklärende Einleitung den Beispielen vorgeschaltet. Im geochemischen Kapitel werden Ergebnisse element- und isotopengeochmeischer Untersuchungen über Pelite über die Grenzen Brandenburgs hinaus dargestellt. Die ausgewählten Datensätze, die in stratigraphischen Säulen und in Tabellen dokumentiert sind, zeigen beispielhaft ihr Potential zur Verwendung bei mineralo-geochemischen Korrelationen und zur Erfassung des geochemischen Hintergrundes für Anwenderfragen (z.B. Endlagerung).
Mit diesem Kapitel wird gewissermaßen die Brücke zum folgenden Kapitel 6 Georessourcen, Geopotentiale geschlagen. Von großer Bedeutung sind die Ausführungen über Wasser als Rohstoff, in denen die hydrologischen Teilräume Brandenburgs, die hydrodynamischen Verhältnisse und hydrogeochemische Situation abgehandelt werden. Ferner wird auf die Bewirtschaftung der Grundwasserlagerstätten und Grundwasserversalzung eingegangen.
In einem Unterkapitel Steine- und Erdenrohstoffe werden sowohl die Gewinnungsstätten als auch die Entwicklung der Förderung von Kies und Sand, Quarz-und Spezialsand, Grauwacke, Kalkstein, Ton und Torf diskutiert. Bei den Energierohstoffen sind neben Braunkohle und Steinkohle besonders die Ausführungen Kohlenwasserstofflagerstätten hervorzuheben. Die Auflistung der Erdöl-Erdgaslagerstätten gibt durch Darlegung der Explorationstheorien und Explorationsziele im Rotliegenden und im Staßfurtkarbonat einen guten Einblick in die Bedeutung der sedimentologischen Interpretation wie bereits z.B. in den Ausführungen zum Zechstein anhand der Dokumentation der verschiedenen seismischen Anomalien deutlich wird. Ausführungen zur Erdwärmepotential (Oberflächennahe Geothermie und tiefe Erdwärme) sowie zu Thermalsolen runden den ersten Teil des Lagerstättenkapitels ab.
Im Unterkapitel über Erze werden nach einer kurzen Einleitung, in der die überraschenden Erzlagerstättenfunde in auf Kohlenasserstoffen abgeteuften Bohrungen gestreift werden, auf den Korallenoolith und die besonders wichtigen Kupferschiefer-Lagerstätten auch mit klaren Übersichtsdarstellungen eingegangen. Das gesamte Kapitel wird durch Ausführungen zu Speicherpotentialen und Geopotenzialen abgeschlossen.
Im Kapitel 7 werden die die wichtigsten Bodengesellschaften Brandenburgs mit ihren Variationen in Abhängigkeit von den verschiedenen Substratgruppen und der Morphologie der Landschaft sowie ihre Verbreitung beschrieben. Überraschend mag die Vielfältigkeit und Heterogenität der Böden sein. Hier liefert der Autor einen überzeugenden Erklärungsansatz über die quartäre Regionalentwicklung, berücksichtigt aber auch die anthropogene Überprägung und Beeinflussung der Bodenentwicklung durch tiefgreifende Bearbeitung und nutzungsinduzierte Umlagerungen in der Landschaft. Ein wichtiger Abschnitt befasst sich mit der Problematik der Flächenversiegelung in den Städten, einschließlich des urbanen Ballungsraumes Berlin-Potsdam, und den dort vorkommenden Böden, die häufig aus Siedlungsschutt mit technogenen Beimengungen, unter anderem bedingt durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, aufgebaut sind. Abschließend wird am Beispiel des Finowbodens spätglazialer Genese auf die Bedeutung von Paläoböden zur Rekonstruktion der Landschafts- und Klimageschichte hingewiesen.
Im Kapitel 8 Georisiken wird anhand von Fallbeispielen für exogene Risiken Probleme der Auenbereiche (Oderbruch, Elb-Havel-Winkel), von Starkregenereignissen (Kolk-Bildung), Hangrutschungen und Versalzungen abgehandelt. Ferner wird auf anthropogene Georisiken durch Bergbaufolgen und Sanierung in Rohstoffabbaugebieten eingegangen. Insgesamt wird das Gefahrenpotential in Brandenburg als sehr gering eingeschätzt und sind mit Ausnahme der durch den Braunkohlenbergbau beanspruchten Flächen nur lokal und beherrschbar.
Folgerichtig wird das umfassende Werk mit einem Kapitel 9 zur Landschaft im Wandel-das künftige Gesicht Brandenburgs abgeschlossen, in dem sowohl die Entwicklung ländlicher Räume als auch die Einflüsse globalen Wandels auf lokaler Ebene angesprochen werden.
In einem abschließenden Kapitel zu wichtigen geologischen Aufschlüssen und Geotopen wird dem sicher nun geowissenschaftlich hungrig gewordenen Leser anhand sehr gut ausgewählter Aufschluss- und Landschaftsfotos ein Leitfaden zum Besuch Brandenburgs an die Hand gegeben, der durch die Erwähnung der bisher erschienenen Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg (Hrsg. J.H. Schröder, 1993-2014) vervollständigt wird.
Das 66 Seiten umfassende Literaturverzeichnis ermöglicht nicht nur den Einstieg in jedes angesprochene Themenfeld sondern bietet auch für erfahrene Geowissenschaftler eine Fülle neuester Literatur bis 2014. Das 16 Seiten umfassende Sachwortregister ermöglichst es darüber hinaus neben zahlreichen Bohrungen auch Ausführungen zu den u.a. angesprochenen geologischen und stratigraphischen Einheiten rasch zu finden.
Insgesamt stellt die „Geologie von Brandenburg“ ein umfassendes begeisterndes Werk dar, in dem man die Freude an der Erstellung durch die Herausgeber W. Stackebrandt und D. Franke sowie der 50 Autoren spüren kann. Das Buch kann als beispielhaft für ein modernes geologisches Fachbuch gesehen werden, in dem alle Facetten von klassischen geologischen Fragestellungen bis zu heutigen Umweltfragen angesprochen und dabei die großen Zusammenhänge deutlich werden.
Es ist auch ein Buch, in das geo- und umweltwissenschaftlich interessierte Bürger hineinschauen sollten, vermittelt es doch einen guten Eindruck über die komplexen Zusammenhänge und demaskiert so manche Vereinfachung.

Rupert Bäumler & Roman Koch, GeoZentrum Erlangen

Geologische Blätter für Nordost-Bayern Band 66, 4/2017

Bespr.: Geologische Blätter für NO-Bayern Band 66 Heft 1-4 (2016) top ↑

Das umfangreiche Werk (805 Seiten) befasst sich mit allen Themenkreisen, die für die Geologie Brandenburgs von Bedeutung sind. Dabei handeln die 50 Autoren die verschiedenen Fachgebiete in unterschiedlich langen Beiträgen ab. Aufgrund der thematischen Aufteilung gewährleisten die Bearbeiter in ihrem Fachbereich jeweils den neuesten Stand der Wissenschaft, was sich auch in der bis 2014 aufgeführten Literatur im Bezug zum Erscheinungsjahr 2015 widerspiegelt.
Alle Beiträge zeichnen sich je nach Schwerpunkt durch sorgfältig gestaltete und didaktisch sehr gelungene stratigraphische/lithologische Übersichtsprofile sowie durch Schemaskizzen, geologische Schnitte und Aufschluss- und Objektfotos aus.
Bereits nach kurzem Einblick in das Inhaltsverzeichnis wird der didaktisch sehr gute Aufbau des Werkes deutlich, in dem in logischer Reihenfolge alle für Brandenburg wichtigen Kernthemen der Geowissenschaften abgehandelt werden. Dabei weisen die einzelnen Kapitel gemäß dem historisch bereits verfügbaren und dem erst in jüngster Zeit hinzu gekommenem Fachwissen unterschiedlichen Umfang auf.
Im Geologisch-Geomorphologischem Überblick (Kap. 1, 24 S.) wird die geologische Position Brandenburgs durch das Einbringen der Landesumrisse in Karten des großräumigen tektonischen Bauplans und des Norddeutschen Beckens deutlich. Dadurch erschließen sich tektonische und fazielle Gegebenheiten schnell. Die Ausführungen zur geologischen Erforschung Brandenburgs und die Blattübersicht über die geologischen und faziellen Karten runden das Kapitel ab. Ferner ist die Darstellung von bedeutenden Tiefbohrungen von großem Interesse. In ihnen sind z. B. auch die lagerstättenkundlich besonders interessanten Zeitabschnitte von Rotliegend und Zechstein sowie die mesozoischen Abteilungen des »oberen Stockwerks « übersichtlich dargestellt.
Im Kapitel 2 (Stratigraphie; 16 S.) ist die Korrelation der regionalen mit der globalen Stratigraphie hervorzuheben. Für Studenten sehr lesenswert sind die Ausführungen zur zeitlichen Eichung und Auflösung der stratigraphischen Skala sowie die Darstellung der verschiedenen stratigraphischen Methoden. Die persönlichen Ausführungen der Autoren zur stratigraphischen Nomenklatur sowie zur regionalen und globalen Gliederung regen sehr zum Nachdenken an. Das Kapitel wird durch kurze Abhandlungen zu Schichtlücken, Bodenschätzen und zu den verschiedenen stratigraphischen Tabellen der Jahre 1997, 2002 und 2010 abgerundet.
Nach diesen umfassenden, grundlegenden Informationen wird die regionalgeologische Entwicklung im Kapitel 3, das den Kern des Werkes darstellt, auf 398 Seiten abgehandelt. Dabei wird in großen Unterkapiteln, denen jeweils ein sehr informativer allgemeiner Überblick vorangestellt ist, (1; 55 Seiten) die spätproterozoische-frühpaläozoische, (2; 162 Seiten) die spätpaläozoische-mesozoische und (3; 181 Seiten; davon 75 Seiten Tertiär und 105 Seiten Quartär) die känozoische Entwicklungsetappen abgehandelt.
Dabei wird jede Periode mit ihrer weiteren Unterteilung in Serien, regionale Stufen, Formation und Schichten systematisch besprochen. Auf allen übersichtlich gestalteten Karten ist stets die Position Brandenburgs dargestellt, was es einfach ermöglicht, die paläogeographischen und faziellen Bedingungen zu erkennen. Darüber hinaus wird auch der plattentektonische Rahmen für einzelne Zeitabschnitte in sehr guten Abbildungen dokumentiert.
Es ist schwer einzelne Kapitel besonders hervorzuheben, da sich alle durch sehr gute moderne Bearbeitung auszeichnen und mit entsprechenden qualitativ hochwertigen und anschaulichen Karten, Lithofaziesbildern sowie geologischen Schnitten und Log-Korrelationen versehen sind.
Ob permokarbonische Vulkanite, sedimentäres Rotliegend, Zechstein, Trias, Jura oder Kreide; alle Ausführungen und Darstellungen reizen, sich sofort mit einigen Fragen auf der Basis der dargebotenen Daten und Darstellungen weiter zu beschäftigen.
Entsprechend der geologischen Situation in Brandenburg ist die Känozoische Entwicklungsetappe (Kapitel 3.3) mit Tertiär und Quartär trotz ihres vergleichsweise geringen zeitlichen Umfangs (ca. 65 Mio. a) im Vergleich zum vorher abgehandelten Paläozoikum/Proterozoikum (ca. 330 Mio. a) und Mesozoikum (ca. 185 Mio. a) natürlich besonders umfassend ausgearbeitet und reichlich bebildert. Das Tertiär mit seinen Braunkohleflözen und der komplexen Sedimentologie (Meeresspiegelkurven) wird in einzelnen detaillierten paläogeographischen Karten, mit lithostratigraphischer Gliederung und Gamma-Log-Korrelationen ausgezeichnet dokumentiert. Hinzu kommen repräsentative Aufschluß- und Fossilfotos, die animieren, diese Lokationen sofort zu besuchen (z. B. Mischwatt, Sandwatt, Rinnenfazies, bioturbate Sande, Sande mit Flaserschichtung, Flammentone, etc.). Abschließend werden Fragen der Flözbildung der Moorfazies und des petrograhischen Flözaufbau besprochen.
Das Quartär (Eiszeitalter; Pleistozän, Holozän) wird mittels zweier quartärgeologischer Schichtenschnitte durch das Land Brandenburg und eine Gliederungstabelle für das Pleistozän anschaulich dargestellt. Die Autoren erläutern detailliert den Kenntnisstand beginnend im Präglazial und basierend auf den bisherigen morphologischen und sedimentologischen Befunden, die unter Anderem den Erkundungen im Zuge der Ressourcennutzung und bergbaulichen Aktivitäten geschuldet sind. Dabei wir auch auf die morphologische Überprägung der Landschaft insbesondere in den Interglazialen und Interstadialen Bezug genommen. Die systematische Dokumentation der verschiedenen Kalt- und Warmzeiten wird allerdings nur durch im Verhältnis zum Text (75 Seiten) vergleichsweise wenige Abbildungen (19 Abbildungen) aufgelockert. Das Kapitel schließt mit Ausführungen zum Holozän und mit dem Schwerpunkt der äolischen Überprägung, insbesondere der Bildung von Flugsanden. Die Autoren weisen auch auf die bis heute lückenhafte Korrelation zwischen der alpinen und nordeuropäischen quartärgeologischen Stratigraphie hin.
Das Kapitel 4 zur Strukturgeologischen Entwicklung befasst sich zunächst (1) mit dem Krustenbau und dem kristallinen Fundament, (2) mit der variszischen Tektonik, der postvariszischen Beckenentwicklung und synalpidischen Remobilisierung und der Salztektonik (Halokinese). Die zeitlichen Zusammenhänge werden in guten Abbildungen (z. B. Störungszonen und Schollenbau im Deckgebirge sowie Karte der Salinarstrukturen Brandenburgs) und Tabellen dargestellt. Das Kapitel wird durch Ausführungen zur neotektonischen Beanspruchung, zu elsterzeitlichen Rinnen und zur Glazialtektonik mit guten Abbildungen (u. a. seismisches Profil durch eine glazialtektonische Schuppenfolge) abgerundet.
Im 5. Kapitel zu geophysikalischen und geochemischen Untersuchungsmethoden werden die gravimetrischen Anomalien, magnetischen Anomalien, Seismik- Studien und beispielhaft Ergebnisse der Magnetotellurik in Brandenburg in einigen guten Abbildungen dokumentiert. Dabei ist stets eine die Methoden erklärende Einleitung den Beispielen vorgeschaltet. Im geochemischen Kapitel werden Ergebnisse element- und isotopengeochmeischer Untersuchungen über Pelite über die Grenzen Brandenburgs hinaus dargestellt. Die ausgewählten Datensätze, die in stratigraphischen Säulen und in Tabellen dokumentiert sind, zeigen beispielhaft ihr Potential zur Verwendung bei mineralo-geochemischen Korrelationen und zur Erfassung des geochemischen Hintergrundes für Anwenderfragen (z. B. Endlagerung).
Mit diesem Kapitel wird gewissermaßen die Brücke zum folgenden Kapitel 6 Georessourcen, Geopotentiale geschlagen. Von großer Bedeutung sind die Ausführungen über Wasser als Rohstoff, in denen die hydrologischen Teilräume Brandenburgs, die hydrodynamischen Verhältnisse und hydrogeochemische Situation abgehandelt werden. Ferner wird auf die Bewirtschaftung der Grundwasserlagerstätten und Grundwasserversalzung eingegangen.
In einem Unterkapitel Steine- und Erdenrohstoffe werden sowohl die Gewinnungsstätten als auch die Entwicklung der Förderung von Kies und Sand, Quarzund Spezialsand, Grauwacke, Kalkstein, Ton und Torf diskutiert. Bei den Energierohstoffen sind neben Braunkohle und Steinkohle besonders die Ausführungen Kohlenwasserstofflagerstätten hervorzuheben. Die Auflistung der Erdöl-Erdgaslagerstätten gibt durch Darlegung der Explorationstheorien und Explorationsziele im Rotliegenden und im Staßfurtkarbonat einen guten Einblick in die Bedeutung der sedimentologischen Interpretation wie bereits z. B. in den Ausführungen zum Zechstein anhand der Dokumentation der verschiedenen seismischen Anomalien deutlich wird. Ausführungen zur Erdwärmepotential (Oberflächennahe Geothermie und tiefe Erdwärme) sowie zu Thermalsolen runden den ersten Teil des Lagerstättenkapitels ab.
Im Unterkapitel über Erze werden nach einer kurzen Einleitung, in der die überraschenden Erzlagerstättenfunde in auf Kohlenasserstoffen abgeteuften Bohrungen gestreift werden, auf den Korallenoolith und die besonders wichtigen Kupferschiefer- Lagerstätten auch mit klaren Übersichtsdarstellungen eingegangen. Das gesamte Kapitel wird durch Ausführungen zu Speicherpotentialen und Geopotenzialen abgeschlossen.
Im Kapitel 7 werden die die wichtigsten Bodengesellschaften Brandenburgs mit ihren Variationen in Abhängigkeit von den verschiedenen Substratgruppen und der Morphologie der Landschaft sowie ihre Verbreitung beschrieben. Überraschend mag die Vielfältigkeit und Heterogenität der Böden sein. Hier liefert der Autor einen überzeugenden Erklärungsansatz über die quartäre Regionalentwicklung, berücksichtigt aber auch die anthropogene Überprägung und Beeinflussung der Bodenentwicklung durch tiefgreifende Bearbeitung und nutzungsinduzierte Umlagerungen in der Landschaft. Ein wichtiger Abschnitt befasst sich mit der Problematik der Flächenversiegelung in den Städten, einschließlich des urbanen Ballungsraumes Berlin-Potsdam, und den dort vorkommenden Böden, die häufig aus Siedlungsschutt mit technogenen Beimengungen, unter anderem bedingt durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, aufgebaut sind. Abschließend wird am Beispiel des Finowbodens spätglazialer Genese auf die Bedeutung von Paläoböden zur Rekonstruktion der Landschafts- und Klimageschichte hingewiesen.
Im Kapitel 8 Georisiken wird anhand von Fallbeispielen für exogene Risiken Probleme der Auenbereiche (Oderbruch, Elb-Havel-Winkel), von Starkregenereignissen (Kolk-Bildung), Hangrutschungen und Versalzungen abgehandelt. Ferner wird auf anthropogene Georisiken durch Bergbaufolgen und Sanierung in Rohstoffabbaugebieten eingegangen. Insgesamt wird das Gefahrenpotential in Brandenburg als sehr gering eingeschätzt und sind mit Ausnahme der durch den Braunkohlenbergbau beanspruchten Flächen nur lokal und beherrschbar.
Folgerichtig wird das umfassende Werk mit einem Kapitel 9 zur Landschaft im Wandel-das künftige Gesicht Brandenburgs abgeschlossen, in dem sowohl die Entwicklung ländlicher Räume als auch die Einflüsse globalen Wandels auf lokaler Ebene angesprochen werden.
In einem abschließenden Kapitel zu wichtigen geologischen Aufschlüssen und Geotopen wird dem sicher nun geowissenschaftlich hungrig gewordenen Leser anhand sehr gut ausgewählter Aufschluss- und Landschaftsfotos ein Leitfaden zum Besuch Brandenburgs an die Hand gegeben, der durch die Erwähnung der bisher erschienenen Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg (Hrsg. J.H. Schröder, 1993-2014) vervollständigt wird.
Das 66 Seiten umfassende Literaturverzeichnis ermöglicht nicht nur den Einstieg in jedes angesprochene Themenfeld sondern bietet auch für erfahrene Geowissenschaftler eine Fülle neuester Literatur bis 2014. Das 16 Seiten umfassende Sachwortregister ermöglichst es darüber hinaus neben zahlreichen Bohrungen auch Ausführungen zu den u. a. angesprochenen geologischen und stratigraphischen Einheiten rasch zu finden.
Insgesamt stellt die »Geologie von Brandenburg« ein umfassendes begeisterndes Werk dar, in dem man die Freude an der Erstellung durch die Herausgeber W. Stackebrandt und D. Franke sowie der 50 Autoren spüren kann. Das Buch kann als beispielhaft für ein modernes geologisches Fachbuch gesehen werden, in dem alle Facetten von klassischen geologischen Fragestellungen bis zu heutigen Umweltfragen angesprochen und dabei die großen Zusammenhänge deutlich werden.
Es ist auch ein Buch in das geo- und umweltwissenschaftlich interessierte Bürger hineinschauen sollten, vermittelt es doch einen guten Eindruck über die komplexen Zusammenhänge und demaskiert so manche Vereinfachung.

Rupert Bäumler & Roman Koch, GeoZentrum Erlangen

Geologische Blätter für Nordost-Bayern und angrenzende Gebiete Band 66 Heft 1-4 (2016)

Bespr.: Der Anschnitt 69, 2017, H. 3-4 top ↑

In seiner informellen Reihe zur Geologie deutscher Bundesländer legt die E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller) nunmehr die „Geologie von Brandenburg“ vor – letztmals war eine solche Übersicht 1921 erschienen. Beteiligt waren 50 Autoren aus verschiedenen Behörden, wissenschaftlichen Institutionen, Ingenieurbüros und Bergbaufirmen. Der Band wäre nicht möglich gewesen, hätte die DDR im Rahmen einer jahrzehntelangen Lagerstättenprospektion und -exploration, u. a. mit zahlreichen Tiefbohrungen, nicht einen für westdeutsche Verhältnisse unglaublich detaillierten Datenfundus geschaffen. Es ist das besondere Verdienst dieses Bandes, diese Daten und Erkenntnisse zusammenfassend der Öffentlichkeit vorzustellen.
Nach zwei einleitenden Kapiteln („Geologischgeomorphologischer Überblick“, „Stratigraphie“) folgt das knapp 400 Seiten starke Hauptkapitel „Regionalgeologische Ent- wicklung“, gefolgt von den Kapiteln „Strukturgeologische Entwicklung“ und „Geophysikalische und geochemische Landesuntersuchung“. Unter der Kapitelüberschrift „Georessourcen, Geopotenziale“ werden dann die Lagerstätten beschrieben. Es folgen die Kapitel „Die Böden Brandenburgs und ihre Verbreitung“, „Georisiken“, „Landschaft im Wandel – Das künftige Gesicht Brandenburgs“ und „Wichtige geologische Aufschlüsse und Geotope“; ein dankenswerterweise umfangreiches Literaturverzeichnis sowie ein Sachwortverzeichnis beschließen den Band. Ein Ortsverzeichnis allerdings fehlt leider.
Von besonderem Interesse für die Leser dieser Zeitschrift sind die Lagerstätten Brandenburgs. Wer hier an die Bezeichnung „Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reichs“ denkt, mit der die Mark Brandenburg früher aufgrund ihres Sandreichtums bezeichnet wurde, liegt nicht ganz falsch, da Kiessande und Sande die mit Abstand wichtigsten Steine- und Erden-Rohstoffe sind, die heute abgebaut werden. Zu diesen ca. 170 Gewinnungsstellen kommen zehn von Tonen, zwei von Grauwacke und eine von Kalkstein. Bei letzterer handelt es sich um den Abbau der bekannten Kalksteinlagerstätte von Rüdersdorf, die seit mindestens 750 Jahren in Abbau steht und auch wissenschaftshistorisch eine gewisse Bedeutung besitzt, nämlich durch den Nachweis der nordischen Vereisung bis in den Berliner Raum mittels Gletscherschrammen – leider fehlt im Schriftenverzeichnis der durch seine Heliographien ausgezeichnete Titel von Remelé 1899 (Die Glacial-Erscheinungen des Rüdersdorfer Muschelkalks).
Auf das Land Brandenburg entfallen derzeit ca. 25 % der deutschen Braunkohlenförderung. Im Gegensatz zur ökonomischen Bedeutung fällt das Kapitel „Braunkohle“ mit fünf Seiten Länge vergleichsweise kurz aus. Die heute in Betrieb befindlichen Tagebaue Jänschwalde, Cottbus-Nord und Welzow- Süd liegen in der Lausitz und versorgen die Braunkohlenkraftwerke in Jänschwalde und Schwarze Pumpe; im geringeren Umfang wird die Braunkohle zu Briketts, Staubkohle und Wirbelschichtkohle veredelt. Auf die Bergbaufolgen und die Sanierung stillgelegter Tagebau geht ausführlich das Kapitel „Georisiken“ ein. Ein besonderer Augenmerk wird dabei auf die sauren Bergbauwässer (Acid Mine Drainage, AMD) gelegt. Eine geringere Rolle spielen die Folgen der früheren Braunkohlentiefbaue, die bis in die 1930er Jahre, vereinzelt bis 1959, in Betrieb standen.
In den 1950er Jahren setzte die Exploration auf Kohlenwasserstoffe ein. Ihr verdankt die geologische Landeserkundung über 500 Bohrungen, davon fünfzehn tiefe Forschungsbohrungen, neun von ihnen in Teufen von über 5.000 m, eine sogar von über 7.000 m. Etwa zehn Gasfelder und zwanzig Ölfelder sind ab 1962 ausgebeutet worden; die meisten wurden in den 1990er Jahren stillgelegt. Lediglich in Küstrin-Kietz ist noch eine Öllagerstätte produktiv. Im Unterkapitel „Erze“ werden zwei bislang nur durch Bohrungen erkundete, aber noch unverritzte Vorkommen ausführlich dargestellt, das Eisenerz- Vorkommen „Westliche Prignitz“ im äußersten Nordwesten Brandenburgs sowie das „Kupferschiefer“-Vorkommen von Spremberg in der Lausitz. Bei Spremberg liegt eine komplexe, polymetallische Vererzung (vor allem von Kupfer und Silber) vor, die auch in den letzten Jahren weiter erkundet worden ist. Im Lagerstätten-Kapitel werden auch weitere „Georessourcen“ wie Wasser und Erdwärme, aber auch Speichergesteine (beispielsweise für die Speicherung von Gas) abgehandelt.
Leider ist die Geologie des Stadtstaats Berlin, der wie ein Herzstück im Zentrum von Brandenburg liegt, nur in manchen Übersichtsdarstellungen des besprochenen Bandes berücksichtigt. Es wäre wünschenswert gewesen, für diesen flächenmäßig kleinen Teil – Berlin umfasst nur ca. 3 % der Fläche von Brandenburg – die Landesgeologen Berlins hinzuzuziehen. Vermutlich sind die föderalistischen Strukturen ursächlich verantwortlich für diese „Berliner Mauer“.
Nun lassen sich in einem so umfangreichen Werk und bei einer Beteiligung von Dutzenden von Autoren gewisse Fehler und Inkonstistenzen nicht vollständig vermeiden. Eine massive Häufung solcher Unzulänglichkeiten findet sich leider im Literaturverzeichnis: Zeitschriftenartikel ohne Bandnummer und Seitenzahl, unklare Sortierkriterien, häufig fehlende Ortsangaben, unterschiedliche Reihenfolgen der Angaben innerhalb eines Zitats, unterschiedliche Trennzeichen etc. Schade! Studenten würde man dies nicht durchgehen lassen. Ein weiteres Ärgernis sind die Nummerierungen von Abbildungen und Tabellen: Anstatt eine durchgängige, übersichtliche Nummerierung durchzuhalten, erfolgte diese getrennt für jedes Subkapitel, wobei diese Beschreibung der Realität nicht nahe genug kommt, denn für Unterkapitel der vierten Ordnung gibt es kein entsprechendes Wort. Kurz: Verweise auf die Abb. 3.3.3.3-3 oder 3.3.3.1-21 oder die Tab. 3.2.6.3-1 stellen den Leser jeweils vor ärgerliche Suchaufgaben. Eine weitere Unzulänglichkeit ist die Mikrosomie von Beschriftungen in einer Reihe von Abbildungen und Tabellen.
Abgesehen von diesen Kritikpunkten kann der Band, der dank zahlreicher Spenden größtenteils farbig bebildert ist, nur wärmsten empfohlen werden. Er wird, mindestens für die nächsten hundert Jahre, vermutlich aber für immer, das Kompendium zur Geologie Brandenburgs bleiben.

Prof. Dr. Thomas Kirnbauer, Bochum

Der Anschnitt 69, 2017 H. 3-4

Inhaltsverzeichnis top ↑

Zum Geleit (R. Huttl, K. Freytag) V
Vorwort (Herausgeber) VII
Inhaltsverzeichnis IX
Anschriften der Autoren XV
1 Geologisch-geomorphologischer Überblick 1
1.1 Regionalgeologische Position (D. Franke, W. Stackebrandt) 1
1.2 Geomorphologischer Überblick (W. Stackebrandt) 9
1.3 Die geologische Erforschung Brandenburgs (W. Stackebrandt, D. Franke) . 13
2 Stratigraphie (M. Menning) 25
2.1 Einleitung 25
2.2 Aufbau der Tabelle 26
2.3 Geologische Zeitskala 27
2.3.1 Die Globale Stratigraphische Skala 27
2.3.2 Die Regionale Stratigraphische Skala und ihre Korrelation mit
der Globalen Stratigraphischen Skala 27
2.3.3 Zeitliche Eichung und Auflösung der Skala 32
2.3.4 Folgen, Formationen und Gruppen 35
2.3.5 Stratigraphische Nomenklatur 35
2.4 Schichten und Schichtlücken 38
2.5 Bodenschätze und Speicher 38
2.6 Die stratigraphischen Tabellen von Brandenburg 1997, 2002 und 2010 39
3 Regionalgeologische Entwicklung 41
3.1 Spätproterozoisch-frühpaläozoische Entwicklungsetappe (Ediac.-Unter-
Karbon) 41
3.1.1 Allgemeiner Überblick (D. Franke) 41
3.1.2 Ediacarium (B. Buschmann) 46
3.1.2.1 Rothstein-Formation 47
3.1.2.2 Lausitz-Gruppe 48
3.1.3 Kambrium (O. Elicki) 51
3.1.3.1 Unterkambrium (Falkenberg Gruppe) 54
3.1.4 Ordovizium (D. Franke) 59
3.1.5 Silur (D. Franke) 65
3.1.6 Devon (D. Franke) 73
3.1.7 Flyschoides Karbon (D. Franke) 83
3.2 Spätpaläozoisch-mesozoische Entwicklungsetappe 95
3.2.1 Geologischer Rahmen (M. Scheck-Wenderoth, W. Stackebrandt) 95
3.2.2 Molassoides Karbon (D. Franke) 102
3.2.3 Permokarbonische Vulkanite (C. Breitkreuz, M. Geisler) 110
3.2.4 Sedimentäres Rotliegend (D. Franke, W. Stackebrandt) 116
3.2.4.1 Einführung und geologischer Rahmen 116
3.2.4.2 Lithofazies und Paläogeographie 121
3.2.5 Zechstein (J. Kopp, H. Beer, W. Stackebrandt) 132
3.2.5.1 Einführung und Rahmenbedingungen 132
3.2.5.2 Die regionale Ausprägung des Zechsteins in Brandenburg 136
3.2.5.3 Lithofazielle Besonderheiten 139
Staßfurt-Formation (Z2) - Leine-Formation (Z3) -
Aller-Formation (Z4)
3.2.6 Trias 144
3.2.6.1 Geologischer Rahmen (W. Stackebrandt, H.-G. Röhling) 144
3.2.6.2 Buntsandstein (H.-G. Röhling) 147
Einführung - Unterer Buntsandstein - Mittlerer Buntsandstein -
Oberer Buntsandstein (s7-Folge, Röt-Formation)
3.2.6.3 Muschelkalk (W. Zwenger) 179
Allgemeiner Überblick - Der Obere Buntsandstein (Röt) von
Rüdersdorf - Unterer Muschelkalk - Mittlerer Muschelkalk -
Oberer Muschelkalk
3.2.6.4 Keuper (G. Beutler, M. Franz) 194
Einführung - Erfurt-Formation (Unterer Keuper) - Mittlerer
Keuper - Rhätkeuper (Exter-Formation und Seeberg-Formation) -
Strukturbewegungen im Keuper
3.2.7 Jura (M. Schudack, R. Tessin (†)) 217
3.2.7.1 Einführung 217
3.2.7.2 Unterjura (Norddeutsche Lias-Gruppe, "Lias") 218
3.2.7.3 Mitteljura (Norddeutsche Dogger-Gruppe, "Dogger") 226
3.2.7.4 Oberjura (Norddeutsche Malm-Gruppe p.p., "Malm" p.p.) 230
3.2.8 Kreide (Th. Voigt) 240
3.2.8.1 Allgemeiner Überblick 240
3.2.8.2 Beckenentwicklung 243
3.2.8.3 Unterkreide 244
3.2.8.4 Oberkreide 248
3.3 Känozoische Entwicklungsetappe 257
3.3.1 Allgemeiner Überblick (W. Stackebrandt) 257
3.3.2 Tertiär (G. Standke) 259
3.3.2.1 Einführung 259
3.3.2.2 Entwicklung des Kenntnisstandes 262
3.3.2.3 Stratigraphische Gliederungsmethoden 270
3.3.2.4 Paläogeographischer Überblick 278
3.3.2.5 Schichtenfolge 278
Paläozän - Eozän - Oligozän - Miozän - Pliozän
3.3.2.6 Besonderheiten des Tertiärs in Brandenburg 319
3.3.2.7 Braunkohlenflöze: Auftreten, Entstehung und Qualität (J. Rascher) 323
Stratigraphische und räumliche Verbreitung - Braunkohlen- und
Flözbildung - Braunkohlen des Lausitzer Kohlenreviers -
Braunkohlenentstehung und Kohlenqualität
3.3.3 Quartär 333
3.3.3.1 Pleistozän (L. Lippstreu, N. Hermsdorf, A. Sonntag, J. Strahl) 333
Präglazial (höheres Neogen - Elsterfrühglazial) - Elster-Kaltzeit -
Elster-Spätglazial bis Saale-Frühglazial - Fluviatile Entwicklung
von Elbe, Neiße, Oder und Spree - Paläogeographische und vegetationsgeschichtliche
Entwicklung im Elster-Spätglazial und in der
Holstein-Warmzeit - Unteres Saale (Saale-Frühglazial i. w. S.) -
Fuhne-Kaltzeit und Dömnitz-Warmzeit - Oberes Saale (Saale-
Vereisung s. str.) - Saale-Hochglazial - Saale-Spätglazial - Eem-
Warmzeit - Weichsel-Kaltzeit - Weichsel-Frühglazial - Weichsel-
Hochglazial - Weichsel-Spätglazial
3.3.3.2 Holozän (F. Brose) 419
3.3.3.3 Äolische Bildungen (N. Schlaak) 429
Einführung - Fazies, Formenvielfalt und Verbreitung - Methoden
der Datierung - Bildungsphasen der Flugsande - Beispiele
4 Strukturgeologische Entwicklung 439
4.1 Krustenbau und kristallines Fundament (D. Franke, N. Hoffmann, J. Kopp) 439
4.2 Variszische Tektonik (D. Franke, N. Hoffmann, J. Kopp) 449
4.3 Postvariszische Beckenentwicklung und synalpidische Remobilisierung
(W. Stackebrandt, M. Scheck-Wenderoth) 462
4.4 Salztektonik Halokinese (W. Stackebrandt, H. Beer) 472
4.5 Neotektonische Beanspruchung (W. Stackebrandt) 480
4.6 Die elsterzeitlichen Rinnen - ein Beispiel für die Wechselwirkung
endo- und exogener landschaftsgenetischer Prozesse (W. Stackebrandt) 487
4.7 Glazialtektonik (M. Kupetz) 490
5 Geophysikalische und geochemische Landesuntersuchung 500
5.1 Gravimetrie und Magnetik (W. Conrad (†), G. Gabriel, P. Skiba, J. Kopp) 500
5.1.1 Einführung 500
5.1.2 Diskussion der gravimetrischen Anomalien 500
5.1.3 Diskussion der magnetischen Anomalien 504
5.2 Seismik (C. Krawczyk, A. Schulze) 508
5.3 Magnetotellurik (N. Hoffmann) 514
5.4 Geochemie der Sedimente des Norddeutschen Beckens -
Geochemische Evolution von Peliten in Brandenburg und NE-Deutschland
(K. Hahne, J. Luckert, R. Naumann) 519
5.4.1 Einleitung 519
5.4.2 Ordovizium 519
5.4.3 Devon 522
5.4.4 Karbon 524
5.4.5 Perm 527
5.4.6 Trias 530
5.4.7 Jura 531
5.4.8 Kreide . 534
5.4.9 Tertiär . 535
5.4.10 Quartär . 536
5.4.11 Gesamtentwicklung 538
6 Georessourcen, Geopotenziale 542
6.1 Allgemeiner Überblick (Th. Hoding, V. Manhenke) 542
6.2 Wasser als Rohstoff 543
6.2.1 Einführung (V. Manhenke, D. Brose) 543
6.2.2 Hydrogeologische Teilräume in Brandenburg
(K. Berner, M. Pawlitzky) 546
6.2.3 Hydrodynamische Verhältnisse (A. Hermsdorf, D. Brose) 550
6.2.4 Hydrogeochemische Situation (D. Brose, A. Hermsdorf) 552
6.2.5 Bewirtschaftung der Grundwasserlagerstätten
(A. Hermsdorf, D. Brose) 555
6.2.6 Grundwasserversalzung und Binnensalzstellen
(A. Hermsdorf, D. Brose) 558
6.3 Steine und Erdenrohstoffe (Th. Hoding) 563
6.3.1 Kiessande und Sande (Th. Hoding) 565
6.3.2 Tonrohstoffe (Th. Hoding) 568
6.3.3 Kalkstein (Th. Hoding, F. Ludwig) 573
6.3.4 Grauwacke (Th. Hoding, H. Sitschick) 575
6.3.5 Torfe (Th. Hoding, F. Ludwig) 576
6.4 Energierohstoffe (Th. Hoding) 578
6.4.1 Braunkohle (Th. Hoding, P. Nestler) 579
6.4.1.1 Lagerstättentypen 579
6.4.1.2 Nutzung 581
6.4.1.3 Vorräte und Perspektiven 582
6.4.2 Steinkohle (Th. Hoding) 583
6.4.3 Erdöl/Erdgas (St. Schretzenmayr) 585
6.4.3.1 Explorationshistorie 585
6.4.3.2 Explorationsziele 590
6.4.3.3 Perspektiven 592
6.5 Erdwärme . 593
6.5.1 Einführung (W. Stackebrandt, M. Pawlitzky, V. Noack) 593
6.5.2 Oberflächennahe Geothermie (M. Pawlitzky, W. Stackebrandt) 595
6.5.3 Tiefe Erdwärme (V. Noack, W. Stackebrandt, H. Beer) 597
6.5.4 Thermalsole (V. Manhenke) 604
6.6 Erze 611
6.6.1 Die Eisenerz-Lagerstätte Westliche Prignitz
(J. Kopp & O. Hartmann) 611
6.6.2 Die Kupferschieferlagerstätte Spremberg in der Lausitz (J. Kopp) 616
6.7 Speicher- und Staupotenziale (Th. Hoding) 629
6.8 Geopotenziale (V. Manhenke) 637
7 Die Böden Brandenburgs und ihre Verbreitung (D. Kuhn) 641
7.1 Einführung 641
7.2 Ergebnisse anhand der Bodengeologischen Übersichtskarte (BUK 300) 642
7.2.1 Die Heterogenität de. 644
7.2.3.1 Klasse der A/C-Boden (einschliesslich Lockersyroseme) 645
Regosole und kalkfreie Lockersyroseme - Pararendzinen und
kalkhaltige Lockersyroseme
7.2.3.2 Klasse der Schwarzerden 648
7.2.3.3 Klasse der Braunerden 650
7.2.3.4 Klasse der Lessives 652
Parabraunerden - Fahlerden
7.2.3.5 Klasse der Podsole 657
7.2.3.6 Klasse der Stauwassserböden 659
7.2.3.7 Klasse terrestrische anthropogene Böden 661
7.2.3.8 Klasse Auenböden 664
7.2.3.9 Klasse Gleye 666
7.2.3.10 Klasse Moore 667
7.2.3.11 Bodengesellschaften mit Bodenversiegelung 672
7.3 Die Beziehung zwischen den Böden, Flächenbodenformen und der Legende
der Bodenkarte 676
7.4 Ein Paläoboden als Leithorizont (N. Schlaak) 676
8. Georisiken 680
8.1 Einführung (W. Stackebrandt) 680
8.2 Fallbeispiele für exogene Georisiken (W. Stackebrandt) 681
8.3 Fallbeispiele für anthropogene Georisiken - Bergbaufolgen und Sanierung in
Rohstoffabbaugebieten (P. Nestler) 686
8.4 Spezialfall: Acid Mine Drainage (AMD) in der Lausitz (G. Hotzan) 692
8.5 Epilog . 698
9. Landschaft im Wandel - Das künftige Gesicht Brandenburgs
(O. Bens, F. Ossing, W. Stackebrandt) 699
10. Wichtige geologische Aufschlüsse und Geotope (Fototafeln)
(W. Stackebrandt) 706
10.1 Einführung 706
10.2 Bildteil 709
Literaturverzeichnis 723
Sachwortverzeichnis 790