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Elbe-Atlas des globalen Wandels

Hrsg.: Frank Wechsung; Hagen Koch; Peggy Gräfe

2011. 102 Seiten, Lesebändchen, durchgehend farbige Abb., 30x42cm, 1800 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65324-9, gebunden, price: 48.50 €

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GLOWAGlobaler WandelWassernutzungWasserbedarfWasserqualität

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Globaler Wandel umfasst Änderungen in Umwelt und Gesellschaft, sowohl Ursachen als auch Wirkungen, mit globaler Dimension. Hierzu gehören der Klimawandel, der technologische Fortschritt, der Wandel im Austausch von Gütern und Dienstleistungen, die demografische Entwicklung und die Migration. Regional können sich durch den globalen Wandel hervorgerufene Änderungen sehr unterschiedlich auswirken. Dies gilt insbesondere für den Wasserhaushalt, der eine naturräumlich hohe Variabilität aufweist und zudem noch durch menschliche Nutzungen höchst unterschiedlich in Anspruch genommen wird.

Der vorliegende Atlas thematisiert den kausalen Zusammenhang zwischen Globalem Wandel und regionalem Wasserkreislauf (GLOWA) am Beispiel des Elbeeinzugsgebietes. Es handelt sich dabei um eine Auswahl von Ergebnissen einer umfassenden Szenarienanalyse, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der GLOWA-Initiative gefördert wurde. Im Atlas werden mengen- und güteseitige Nutzungsansprüche an Oberflächengewässer den Nutzungsmöglichkeiten unter den Bedingungen des globalen Wandels gegenübergestellt. Der globale Wandel wirkt dabei auf beide Seiten. Beispielsweise ändert der Klimawandel in vielen Fällen das natürliche Wasserangebot, also die Nutzungsmöglichkeiten. Gleichzeitig können sich durch den demografischen und technologischen Wandel auch die Ansprüche an die mengen- und güteseitige Nutzung von Oberflächengewässern ändern. Die auf beiden Seiten möglichen Veränderungen werden in diesem Atlas analysiert, bilanziert und bewertet. Die Vulnerabilität oder Verletzlichkeit der Gesellschaft des Elbeeinzugsgebietes gegenüber dem globalen Wandel und hierbei insbesondere dem Klimawandel tritt allgemein feststellbar häufig erst nach extremen Witterungsverläufen zu Tage. Der Elbe-Atlas des globalen Wandels liefert Informationen, um vorab Änderungen dieser Verletzlichkeit gegenüber der jüngsten Vergangenheit abschätzen zu können. Er konzentriert sich dabei auf die Nutzungskonflikte bezüglich Menge und Güte von Oberflächenwasser bei klimabedingt verringerter Wasserverfügbarkeit.

Die im Atlas präsentierte Momentaufnahme bezieht sich auf die sozioökonomischen Randbedingungen in der Periode 1990 bis 2010, die sich stark von denen bis 1989 unterscheiden und gravierende Konsequenzen für die Wassernutzung und den Wasserhaushalt haben. Im Vergleich zur Periode bis 1989 haben sich u.a. die Einleitungen von Sümpfungswässern aus den Braunkohletagebauen, aber auch jene von nur unzureichend gereinigten Abwässern, z.B. aus der Industrie und den Kommunen, stark vermindert. Die Wassernachfrage von Industrie, Landwirtschaft, Kommunen und Schifffahrt hat sich ebenfalls stark reduziert.