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GBL - Grundwassergüteentwicklung in den Braunkohlegebieten der neuen Länder. Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben

Richtlinie zur Planung zur Errichtung und zum Betrieb des Grundwasser-Sondermeßnetzes "Braunkohle"

Hrsg.: Arbeitsgruppe des GBL-Gemeinschaftsvorhabens und; Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung

1996. II, 22 Seiten, 660 g
Language: Deutsch

(GBL Gemeinschaftsvorhaben)

ISBN 978-3-510-95810-8, brosch., price: 21.00 €

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Dt.Text aus Vorwort top ↑

Der vor mehr als 100 Jahren begonnene Abbau der Braunkohlelagerstätten im Mitteldeutschen und Niederlausitzer Raum war stets an die Beherrschung des Grundwassers geknüpft. Mit der fortschreitenden technischen Entwicklung nahm der Eingriff in den Wasserhaushalt dieser Gebiete immer mehr zu. Betroffen waren zuletzt Regionen mit einer Fläche von ca. 3200 km². Verluste an statischen Grundwasservorräten erreichten ein Volumen von ca. 14 Mrd. m$^3$. Allein zur Füllung der Tagebaurestlöcher werden ca. 6,5 Mrd. m$^3$ benötigt.

Mit der Einstellung des Bergbaus und der damit verbundenen Aussetzung der Sümpfung setzten der Wiederanstieg des Grundwassers und so auch hydraulische und hydrogeochemische Veränderungen ein. Dieser Vorgang wird einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen und muß in dieser Zeitspanne und darüber hinaus, nämlich für die Zeit nach der Einstellung konstanter Fließbedingungen, quantitativ und qualitativ fachlich überwacht und begleitet werden.

Die laufenden bergtechnischen Arbeiten zur Renaturierung von auflässigen Braunkohletagebauen schließen als Teil der Abschlußbetriebsplanung die Einrichtung von Wiederanstiegskontrollsystemen ein. Um einen Beitrag zur Vergleichbarkeit, Standardisierung sowie wirtschaftlichen und wissenschaftlich fundierten Begleitung der Grundwassergüteentwicklung zu leisten, wurde im Rahmen des GBL-Gemeinschaftsvorhabens Grundwassergüteentwicklung in den Braunkohlegebieten der neuen Länder (Koordination NLfB-GGA) eine länderübergreifende Richtlinie erarbeitet und mit den Beteiligten und Erfahrungsträgern sowohl der neuen als auch der alten Ländern abgestimmt. Diese ist als ``Lose-Blattsammlung'' konzipiert und kann somit dem wachsenden Erkenntnisstand kontinuierlich angeglichen werden. Grundlage der Ausarbeitungen bilden bestehende Regelwerke und Leitfäden sowie innerhalb des GBL-Gemeinschaftsvorhabens gewonnene Erkenntnisse.

Die Erarbeitung der Richtlinie erfolgte unter Zusammenarbeit der staatlichen geologischen Dienste der Länder NW und ST sowie der Geowissenschaftlichen Gemeinschaftsaufgaben aus Hannover. Zur Vorbereitung der Annahmeempfehlung erfolgten detaillierte Abstimmungen mit den Umwelt- und Bergbehörden der Länder BB, BE, SN, ST und TH. Eine inhaltliche Abstimmung wurde mit dem Projektträger Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH sowie der Geschäftsstelle des Steuerungs- und Budgetausschusses für die Braunkohlesanierung vorgenommen. Darüber hinaus erfolgte eine Abstimmung mit dem Erft-Verband zum Vorgehen im Rheinischen Revier.