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Bundesrepublik Deutschland: Rohstoffsituation 2001

[Consumption, supply and demand of mineral and non-mineral raw materials in the Federal Republic of Germany in 2001]

2002. 186 Seiten, 11 Abbildungen, 89 Tabellen, 22x30cm, 800 g
Language: Deutsch

(Rohstoffwirtschaftliche Länderstudien, Band XXVII)

ISBN 978-3-510-95899-3, gebunden, price: 29.00 €

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Contents

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Außenhandel

Im Jahr 2001 wurden für die deutschen Einfuhren mineralischer und energetischer Rohstoffe (Metalle, Nichtmetalle, Edelmetalle, Edelsteine, Energie-Rohstoffe) 123,2 Mrd. DM ausgegeben. Das waren 3,8% weniger als im Vorjahr (126,1 Mrd. DM). Der leichte Rückgang in der Einfuhrrechnung machte sich besonders auf dem Metall- und Nichtmetallsektor, bedingt durch die ungünstige Baukonjunktur, bemerkbar.

Energierohstoffe

Der Primärenergieverbrauch (PEV) in der Bundesrepublik Deutschland blieb im Jahr 2001 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die insgesamt leichte Zunahme des PEV ist besonders auf den Sektoren Naturgas und Braunkohle sowie Wasser- und Windkraft zu beobachten.

Die sicheren und wahrscheinlichen Erdölreserven Deutschlands lagen zum Ende letzten Jahres mit 47 Mio. t niedriger als im Vorjahr. Die Erdölförderung stieg 2001 auf ca. 3,4 Mio. t. Der Mineralölverbrauch nahm 2001 geringfügig zu auf rund 122,5 Mio. t, ebenso die Rohölimporte auf 104,5 Mio. t. Die sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven gingen 2001 auf ca. 343 Mrd. m3 (Vn) zurück. Die Förderung blieb etwa gleich bei 21,5 Mrd. m3, der Verbrauch stieg leicht auf 94,7 Mrd. m3 Rohgas. Die Rohgasimporte nahmen geringfügig auf 74,4 Mrd. m3 zu.

Die nach deutschen Kriterien gewinnbaren Reserven der heimischen Steinkohlereviere beliefen sich Ende 2001 (bis 2015) auf 280 Mio. t. Die Steinkohleförderung ging 2001 weiter auf 27,4 Mio. t zurück. Insgesamt wurden 39,2 Mio. t importiert, das überstieg erstmals die heimische Förderung. Mit gewinnbaren Vorräten von rund 41 Mrd. t und einer Gesamtproduktion von rund 175 Mio. t Braunkohle im Jahr 2001 lag Deutschland weltweit an erster Stelle.

Der Bedarf an Natururan belief sich 2001 auf ca. 3 200 t U. Er wurde überwiegend durch Importe gedeckt.

Metallrohstoffe

Die zur Deckung des Eisenerzbedarfs der Hüttenwerke notwendigen Importe betrugen 2001 etwa 40 Mio. t, wegen der stagnierenden Konjunktur war das deutlich weniger als im Vorjahr. Dennoch lag die deutsche Rohstahlproduktion mit rund 45 Mio. t nur wenig unter dem Vorjahresniveau. Beim sichtbaren Stahlverbrauch belegte Deutschland 2001 den fünften Rang hinter den USA, der VR China, Japan und der Republik Korea. Die Importabhängigkeit Deutschlands für die Stahlveredlervorstoffe beträgt mehr als 90 % (Erze, Konzentrate, Oxide und Ferrolegierungen). Der größte Teil des Bedarfs an Ferrolegierungen wurde daher auch 2001 durch Importe von etwa 1,1 Mio. t gedeckt. Die bedeutende deutsche NE-Metall-Hüttenindustrie bezieht ihre Rohstoffe aus Importen und der Wiederverwertung von Alt- und Abfallmaterial. Der NE-Metall-Verbrauch ging 2001 leicht zurück. Der Rohmetallverbrauch an Aluminium, Kupfer, Blei, Zink und Zinn in Deutschland belief sich auf 3,9 Mio.t. Das Angebot an Edelmetallen bezieht Deutschland aus den Beiprodukten der eigenen NE-Metallhütten, dem inländischen Schrottaufkommen sowie den Importen von Rohmetall und Schrott.

Nicht-Metallrohstoffe

2001 stieg die Produktion der Kali und Salz GmbH auf rund 3,55 Mio. t Kalifabrikate (K2O-Äquivalent) an. Nach wie vor sind sechs Kaliwerke in vier Revieren in Betrieb. Der Anteil Deutschlands an der Welt-Kaliproduktion betrug im Berichtsjahr 13,5 %, was den 3. Rang ausmachte. Die deutschen Steinsalzbergwerke, Solbetriebe und Salinen erzeugten 2001 mit insgesamt 14,3 Mio. t NaCl etwa 5 % weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2001 wurden (brutto) etwa 400 000 t Feldspat, mehr als 3,8 Mio. t Kaolin und etwa 448 000 t Bentonit gefördert. Die Produktion von Baryt belief sich auf gut 108 000 t, die von Flußspat auf 30 000 t. Im bayerischen Graphitwerk Kropfmühl wurden geringe Mengen Rohgraphit aus eigener Förderung eingesetzt. Durch die nachlassende Baukonjunktur fiel die Gesamtproduktion von Kies und Sand von 355 Mio. t (2000) auf 324 Mio. t im Jahr 2001. Die Produktion von gebrochenem Naturstein belief sich auf etwa 147 Mio. t. Die Zementwerke hatten 2001 einen Ausstoß von 28 Mio. t.

Preisentwicklung

Das reale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands (BIP, real, in Preisen von 1995) blieb 2001 gegenüber dem Vorjahr auf etwa gleichem Niveau von 3 872 Mrd. DM. Die Importpreise für Rohöl frei deutsche Grenze fielen im Jahresdurchschnitt auf 394,30 DM je Tonne. Die Grenzübergangspreise für Erdgas stiegen im Jahresdurchschnitt 2001 noch einmal um 30 % auf 7 578,90 DM je TJ Erdgas. Der Durchschnittspreis für Importkohle belief sich 2001 auf 104,13 DM/t SKE für Kraftwerkskohle und auf 107,74 DM/t SKE für Kokskohle. für die EU lag der gemittelte Preis für Natururan (Mehrjahresverträge) 2001 mit ?38,25/ kg U etwas über dem Vorjahr. Der Spotmarktpreis ist mit ?21,00/kg U gegenüber 2000 leicht gefallen. Die Preise für Eisenerz sind gegenüber dem Jahr 2000 leicht gestiegen. Fines wurden zu einem Mittelwert von ca. 32,3 cents/mtu abgeschlossen, Pellets zu 51,3 cents/mtu. Konzentrate wurden mit 30,3 cents/mtug ehandelt. Im Jahresdurchschnitt 2001 lag der Nickelpreis bei 5 944,69 US$/t, der Jahresdurchschnittspreis für Aluminium bei 1 443 US$/t. Der Preis für Kupfer fiel im Durchschnitt auf 1577 US$/t. Die Durchschnittsnotierung für Blei lag 2001 bei 476 US$/t, für Zink sank sie auf 886 US$/t und für Zinn auf 4 480 US$/t. Der Preis für Gold fiel um 3% auf durchschnittlich 270,30 US$/troz. Die Mittelkurse anderer Edelmetalle gaben ebenfalls leicht nach: Silber fiel auf 4,42 US$/troz, Platin auf 531 US$/troz und Palladium auf knapp unter 600 US$/troz.

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Vorwort
Kurzfassung
1 Außenhandel
2 Energierohstoffe
2.1 Primärenergieverbrauch
2.2 Erdöl
2.2.1 Deutschland
2.2.2 Europäische Union
2.2.3 Welt
2.3 Erdgas
2.3.1 Deutschland
2.3.2 Europäische Union
2.3.3 Welt
2.4 Steinkohle
2.4.1 Deutschland
2.4.1.1 Förderung, Absatz, Lagerbestände
2.4.1.2 Import und Export
2.4.2 Europäische Union
2.4.3 Welt
2.5 Braunkohle
2.5.1 Deutschland
2.5.1.1 Förderung
2.5.1.2 Absatz (aus inländischem Aufkommen)
2.5.1.3 Import und Export
2.5.1.4 Anpassungsma?nahmen
2.5.2 Europäische Union
2.5.3 Welt
2.6 Kernenergie
2.6.1 Deutschland
2.6.2 Europäische Union
2.6.2.1 Versorgung
2.6.2.2 Uranmarkt
2.6.3 Welt
2.6.3.1 Versorgung
2.6.3.2 Uranmarkt
3 Metallrohstoffe
3.1 Eisen und Stahl
3.1.1 Eisenerz
3.1.1.1 Deutschland
3.1.1.2 Europäische Union, Welt
3.1.2 Eisen und Stahl
3.1.2.1 Deutschland, Europäische Union, Welt
3.2 Stahlveredler und Ferrolegierungen
3.2.1 Chrom
3.2.1.1 Deutschland
3.2.1.2 Europäische Union, Welt
3.2.2 Mangan
3.2.2.1 Deutschland
3.2.2.2 Europäische Union, Welt
3.2.3 Molybd?n
3.2.3.1 Deutschland
3.2.3.2 Europäische Union, Welt
3.2.4 Nickel
3.2.4.1 Deutschland
3.2.4.2 Europäische Union, Welt
3.2.5 Vanadium
3.2.5.1 Deutschland
3.2.5.2 Europäische Union, Welt
3.2.6 Wolfram
3.2.6.1 Deutschland
3.2.6.2 Europäische Union, Welt
3.3 Basis-(NE-)Metalle: Aluminium, Kupfer, Blei, Zink, Zinn
3.3.1 Aluminium
3.3.1.1 Deutschland
3.3.1.2 Europäische Union, Welt
3.3.2 Kupfer
3.3.2.1 Deutschland
3.3.2.2 Europäische Union, Welt
3.3.3 Blei
3.3.3.1 Deutschland
3.3.3.2 Europäische Union, Welt
3.3.4 Zink
3.3.4.1 Deutschland
3.3.4.2 Europäische Union, Welt
3.3.5 Zinn
3.3.5.1 Deutschland
3.3.5.2 Europäische Union, Welt
3.4 Edelmetalle
3.4.1 Gold
3.4.2 Platinmetalle
3.4.2.1 Platin
3.4.2.2 Palladium
3.4.2.3 Rhodium
3.4.2.4 ?brige Platinmetalle
3.4.3 Silber
4 Nichtmetallrohstoffe
4.1 Kalisalz und Steinsalz
4.1.1 Kalisalz
4.1.1.1 Deutschland
4.1.1.2 Europäische Union
4.1.1.3 Welt
4.1.2 Steinsalz
4.1.2.1 Deutschland
4.1.2.2 Europäische Union
4.1.2.3 Welt
4.2 Industrieminerale
4.2.1 Feldspat
4.2.1.1 Deutschland
4.2.1.2 Europäische Union, Welt
4.2.2 Kaolin
4.2.2.1 Deutschland
4.2.2.2 Europäische Union, Welt
4.2.3 Bentonit
4.2.3.1 Deutschland
4.2.3.2 Europäische Union, Welt
4.2.4 Baryt/Schwerspat
4.2.4.1 Deutschland
4.2.4.2 Europäische Union, Welt
4.2.5 Flußspat
4.2.5.1 Deutschland
4.2.5.2 Europäische Union, Welt
4.2.6 Graphit
4.2.6.1 Deutschland
4.2.6.2 Europäische Union, Welt
4.2.7 Andere Industrieminerale
4.3 Steine und Erden
4.3.1 Deutschland
4.3.2 Handel mit der Europäischen Union
4.3.3 Rohstoffsicherung
4.3.4 Rohstoffe und Umweltschutz
4.3.5 Recycling
5 Preisentwicklung
5.1 Wirtschaftsindikatoren
5.2 Preisentwicklung mineralischer Rohstoffe
5.2.1 Energierohstoffe
5.2.1.1 Erdöl
5.2.1.2 Erdgas
5.2.1.3 Steinkohle
5.2.1.4 Uran
5.2.2 Metalle
5.2.2.1 Eisenerz
5.2.2.2 Nickel
5.2.2.3 Aluminium
5.2.2.4 Kupfer
5.2.2.5 Blei
5.2.2.6 Zink
5.2.2.7 Zinn
5.2.2.8 Edelmetalle

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Das Hauptaugenmerk auf dem Energiesektor liegt zurzeit auf Erdöl und im Nahen Osten. Und gerade das macht den Vergleich zur heimischen Situation besonders interessant und wichtig: steigende Erdölförderung im Inland 2001, zunehmender Mineralöl- und Rohgasverbrauch, dagegen leicht sinkender Verbrauch von Steinkohle, Steigerungen wiederum bei Braunkohle, Wasser- und Windkraft. Der Rohstoffsituationsbericht Deutschland 2001 präsentiert anschaulich detaillierte Daten zu Produktion und Verbrauch, Reserven und Preisen, Im- und Export von Energie-, Metall- und Nichtmetall-Rohstoffen. Die Studie vergleicht die deutschen Bundesländern und setzt Deutschland in Beziehung zur EU und der Welt. Dabei gibt sie einen Überblick über die Entwicklung der letzten Jahre.