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Harald Elsner:

Bewertungskriterien für Industrieminerale, Steine und Erden

Teil 12: Schwerminerale (Ilmenit und Leukoxen, Rutil, Zirkon, Monazit und Xenotim, Staurolith, Granat, Chromit, Magnetit)

[Assessment Criteria for Industrial Minerals and Rocks. Part 12: Heavy minerals: Ilmenite, Leukoxen, rutile, zircon, monazite, xenotime, staurolite, garnet chromite and magnetite]

2007. 143 Seiten, 2 Abbildungen, 80 Tabellen, 4 Tafeln, 17x24cm, 380 g
Language: Deutsch

(Geologisches Jahrbuch Reihe H, Band H 13)

ISBN 978-3-510-95956-3, brosch., price: 34.00 €

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Industriemineral Steine Erden Schwermineral industrial minerals rocks heavy minerals

Contents

Beschreibung top ↑

Weltweit sind nichtmetallische Mineralrohstoffe oder Industrieminerale, Steine und Erden bei der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes von außerordentlicher Bedeutung. Immer häufiger wird der Geologe mit der Frage konfrontiert, Vorkommen dieser Rohstoffe auf ihre Verwendbarkeit und Bauwürdigkeit hin zu bewerten. Ganz bewusst werden dabei in dieser Schriftenreihe auch Rohstoffe abgehandelt, die in Deutschland wenig bekannt sind oder nicht genutzt werden, wohl aber im Ausland. Zunehmend wird nämlich der Handel mit Industriemineralen, Steinen und Erden immer internationaler und demzufolge wird nicht nur der im Rahmen der Entwicklungshilfe tätige Geologe immer öfter auch mit exotischeren Rohstoffen in Berührung kommen. Als zwölfte einer größeren Folge von Publikationen werden die Bewertungskriterien für Schwerminerale detailliert beschrieben. Die Gruppe der hier beschriebenen Schwerminerale umfasst Ilmenit und Leukoxen, Rutil, Zirkon, Monazit und Xenotim, Staurolith, Granat, Chromit und Magnetit. Die Bewertungskriterien sind geologischer, mineralogischer, chemisch-physikalischer, wirtschaftlicher und technischer Art und werden ergänzt durch Angaben zur Lagerstättenbildung, zur Möglichkeit der Substitution von Rohstoffen und den daraus hergestellten Produkten und abgeschlossen durch eine Auswahl grundlegender Schriften. Besonders wichtig bei der Beurteilung eines Rohstoffes sind seine qualitativen Eigenschaften. Sie werden im Kapitel Rohstoffanforderungen zusammenfassend beschrieben, und zwar in Abhängigkeit vom jeweils möglichen Einsatzgebiet. Erst die genaue Kenntnis der stofflichen Spezifikationen des jeweiligen Rohstoffes ermöglicht eine Aussage darüber, in welchen Industriezweigen er eingesetzt werden kann. Die mitgeteilten Werte sind als Orientierungswerte (Richtwerte) anzusehen.

Besprechung: GMIT Nr. 28 (Juni 2007), S. 78 top ↑

Mit dem Band Schwerminerale wird die von zahlreichen Fachleuten geschätzte Reihe der Bewertungskriterien für Industrieminerale, Steine und Erde in bewährter Weise fortgesetzt. Als Schwerminerale gelten in der Praxis Minerale mit einer Dichte über 2,9 g/cm3. Die konsequente und weitestgehend einheitliche Gliederung des Bandes, die bisher in allen Heften der Reihe verwendet worden ist, ermöglicht dem Leser einen schnellen Überblick. Im ersten Kapitel werden klare Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen gegeben; es folgt eine kurze und dennoch umfassende Übersicht über die Klassifikation von Schwermineralen, ihre Gewinnung und Aufbereitung sowie über die Genese von Schwermineralseifen. Die folgenden Abschnitte widmen sich den Schwermineralen Ilmenit und Leukoxen, Rutil, Zirkon, Monazit und Xenotim, Staurolith, Granat, Chromit und Magnetit.

Schwerminerale sind begehrte Rohstoffe und werden weltweit aufgrund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften in vielen Bereichen eingesetzt. Besonderen Wert legt der Autor hier auf die Beschreibung der breit gefächerten früheren und heutigen Verwendung. So werden die Titanminerale Ilmenit, Leukoxen, Rutil und Anatas seit langem für die Produktion von nichttoxischem TiO2 als Weißpigment (Ersatz von toxischen Bleioxiden) sowie zur Herstellung von metallischem Titan verwendet. In jüngerer Zeit kam für Titanoxid der Bereich der Nanotechnologie (z.B. UV-Schutz) hinzu. Zirkon wird hauptsächlich in der keramischen Industrie genutzt. Weiterhin werden aus diesem Schwermineral die Metalle Zirkonium und Hafnium gewonnen, deren Einsatz zu ca. 90 \% in der Nukleartechnik erfolgt. Das Seltene-Erden-Phosphat Monazit war vor etwa 100 Jahren als Thorium-Rohstoff für die Herstellung von Glühlampen begehrt. Heute ist die Bedeutung von Monazit und Xenotim aufgrund ihrer Radioaktivität und auch ihrer Seltenheit gesunken. Sie werden jedoch weiterhin als strategische Minerale, die ThO2 und U3O8 enthalten, betrachtet; dies zeigt sich u.a. in den fehlenden weltweiten Vorratsangaben.

Bei der Beschreibung von Lagerstättengrößen und Vorräten wird deutlich, dass z.B. bei Ilmenit/Leukoxen-Seifen häufig andere beibrechende Wertminerale wie Zirkon und Rutil einen wesentlich höheren Preis pro Tonne erzielen und die Gewinnung der Rohstoffe erst durch sie wirtschaftlich wird.

Für die betrachteten Schwerminerale sind die wertvollen Informationen in Text- und Tabellenform kompakt und übersichtlich zusammengestellt. Eine derart umfassende, aktuelle Arbeit dürfte einmalig im deutschsprachigen Raum sein. Neben den zahlreichen Quellenangaben sind auch Hinweise auf die sehr unterschiedliche Datenverfügbarkeit bei den einzelnen Mineralen hilfreich für den Leser. Die Tafeln zeigen durchweg aussagekräftige Fotos und vermitteln durch ihre Auswahl und Reihenfolge erstmals den Prozess "Vorkommen - Gewinnung - Aufbereitung - Lagerung/Transport" der Minerale. Der Text ist in einem guten, verständlichen Stil verfasst, der verschiedene Interessengruppen, wie Hochschulen, Behörden und Ingenieurbüros, vor allem aber die Rohstoff gewinnende und -verarbeitende Industrie, Bergbauökonomen und Rohstoffhändler gleichermaßen anspricht.

Katrin Kleeberg, Freiberg

GMIT Nr. 28 (2007), S. 78

Bespr.: der Aufschluss Ausgabe 2 März/April 2008 Jg. 59, S. 76 top ↑

Die Reihe der Bewertungskriterien für Industrieminerale folgt dem bereits bekannten Schema früherer Ausgaben die sich unter anderem mit Tonen, Karbonat- und Sulfatgesteinen, Quarzrohstoffen, Feldspäten, Natursteinen, Gesteinskörnungen, Magnesiumreichen Rohstoffen, um nur einige zu nennen, beschäftigen.

Die aufwendige und akribische Zusammenstellung auf 142 Seiten umfasst wieder sowohl länderspezifische Details als auch chemisch-mineralogische Hintergründe. Produktionsraten, Produktionsländer und relevante Literatur sind ebenfalls abgehandelt. Auch runden einige Farbabbildungen von Schwermineralvorkommen sowie der Aufbereitung das Buch ab.

Um einen schnellen kompakten Überblick und eine sehr gute Zusammenstellung zu den Themen zu bekommen und auf deren technische Anwendung abzuzielen wieder eine gelungene Ausgabe.

Das Buch kann wieder empfohlen werden und zeigt wie wichtig Planungen für technisch wertvolle Minerale sein können, wenn man die Vorräte, Gewinnung und Anwendung sich auf der Weltkarte einträgt.

Für angewandte Geowissenschaftler und alle interessierten ohne Abstriche zu empfehlen, das Buch hält was es im Titel verspricht.

Herbert PÖLLMANN, Halle (Saale)

der Aufschluss Ausgabe 2 März/April 2008 Jg. 59

Bespr.: MIRO Mineralische Rohstoffe 7/2008 top ↑

Weltweit sind Industrieminerale, Steine und Erden bei der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes von außerordentlicher Bedeutung. Ohne sie gäbe es keinen Hausbau zum Schutz des Menschen, keinen Verkehrswegebau zum Warenaustausche im heute benötigten Umfang, keine Düngemittel zur Ernährung der Weltbevölkerung, keine Produkte wie Glas, Zement, Kalk und Gips, um aus den vielen tausenden von Anwendungsgebieten und Erzeugnissen nur einige wenige zu nennen.

Immer häufiger wird der Geologe mit der Frage konfrontiert, Vorkommen dieser Rohstoffe auf ihre Verwendbarkeit und Bauwürdigkeit hin zu bewerten. Um ihm Entscheidungshilfen an die Hand zu geben, werden die aus der Sicht des Wirtschaftsgeologen wichtigsten Bewertungskriterien in Form eines Leitfadens in der Reihe H des Geologischen Jahrbuchs als lose Folge von Publikationen veröffentlicht. Im Teil 12 werden Schwerminerale behandelt. Unter diesem Begriff werden vereinfacht alle Minerale zusammengefasst, die schwerer sind als Quarz. Die aluminiumoxidreichen Schwerminerale Disthen, Sillimanit und Andalusit wurden bereits in Teil 8 dieser Reihe betrachtet. Auch die Edelsteine und einige Schwerminerale mit ausschließlicher Bedeutung als Metallerz sind nicht Gegenstand dieses Heftes. Die hier dargestellten Schwerminerals sind Ilmenit und Leukoxen, Rutil und Anatas, Zirkon, Monazit und Xenotim, Staurolith, Granat, Chromit und Magnetit.

Im ersten Kapitel diese Bandes werden die wichtigsten Begriffe, die im Zusammenhang mit dem Begriff Schwerminerale verwendet werden und für das Verständnis der Publikation wichtig sind, erläutert. Auch wird kurz auf die Entstehung von Schwermineralablagerungen, den so genannten Seifen, sowie ihre Gewinnung und Aufbereitung eingegangen. Autor des Buches ist Harald Elsner. Herausgegeben wird die Reihe von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, Hannover.

Die Publikation kann bei der E. Schweizerbart´sche Verlagsbuchhandlung bestellt werden.

MIRO Mineralische Rohstoffe 7/2008, S. 48

Inhaltsverzeichnis top ↑

Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Übersicht
1.1 Klassifikation und Definition
1.2 Genese von Seifen
1.3 Gewinnung und Aufbereitung
1.4 Prospektions- und Explorationshinweise
1.5 Allgemeine Literatur
2 Ilmenit und Leukoxen
2.1 Mineralogie, Petrographie, Chemie
2.2 Lagerstättengenese und Vorkommen
2.3 Verwendung
2.4 Substitute
2.5 Rohstoff- und Qualitätsanforderungen (Richtwerte)
2.6 Lagerstättengröße und Vorräte
2.7 Wichtige Produzentenländer
2.8 Literatur
3 Rutil
3.1 Mineralogie, Petrographie, Chemie
3.2 Lagerstättengenese und Vorkommen
3.3 Verwendung
3.4 Substitute
3.5 Rohstoffanforderungen (Richtwerte)
3.6 Lagerstättengröße und Vorräte
3.7 Wichtige Produzentenländer
3.8 Literatur
4 Zirkon
4.1 Mineralogie, Petrographie, Chemie
4.2 Lagerstättengenese und Vorkommen
4.3 Verwendung
4.4 Substitute
4.5 Rohstoffanforderungen (Richtwerte)
4.6 Lagerstättengröße und Vorräte
4.7 Wichtige Produzentenländer
4.8 Literatur
5 Monazit und Xenotim
5.1 Mineralogie, Petrographie, Chemie
5.2 Lagerstättengenese
5.3 Verwendung
5.4 Substitute
5.5 Rohstoffanforderungen (Richtwerte)
5.6 Lagerstättengröße und Vorräte
5.7 Wichtige Produzentenländer
5.8 Literatur6
6 Staurolith
6.1 Mineralogie, Petrographie, Chemie
6.2 Lagerstättengenese
6.3 Verwendung
6.4 Substitute
6.5 Rohstoffanforderungen (Richtwerte)
6.6 Lagerstättengröße und Vorräte
6.7 Wichtige Produzentenländer
6.8 Literatur
7 Granat
7.1 Mineralogie, Petrographie, Chemie
7.2 Lagerstättengenese
7.3 Verwendung
7.4 Substitute
7.5 Rohstoffanforderungen (Richtwerte)
7.6 Lagerstättengröße und Vorräte
7.7 Wichtige Produzentenländer und Vorkommen
7.8 Literatur
8 Chromit
8.1 Mineralogie, Petrographie, Chemie
8.2 Lagerstättengenese und Vorkommen
8.3 Verwendung
8.4 Substitute
8.5 Rohstoffanforderungen (Richtwerte)
8.6 Lagerstättengröße und Vorräte
8.7 Wichtige Produzentenländer
8.8 Literatur
9 Magnetit
9.1 Mineralogie, Petrographie, Chemie
9.2 Lagerstättengenese und Vorkommen
9.3 Verwendung
9.4 Substitute
9.5 Rohstoffanforderungen (Richtwerte)
9.6 Lagerstättengröße und Vorräte
9.7 Wichtige Produzentenländer
9.8 Literatur