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Harald Dill:

Sedimentpetrographie des Stockheimer Rotliegendbeckens, Nordostbayern

Disthen im Schwermineralspektrum des Erbendorfer Permokarbonns

1988. 72 Seiten, 14 Abbildungen, 13 Tafeln, 17x24cm, 260 g
Language: Deutsch

(Geologisches Jahrbuch Reihe D, Band D 88)

ISBN 978-3-510-96103-0, brosch., price: 24.00 €

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Contents

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Das Stockheimer Rotliegendbecken mit seinen drei Teilbecken (Grössauer Becken, Reitscher Becken, Neuhauser Becken) stellt das nördlichste übertage anstehende Rotliegendvorkommen dar. Bekannt wurde es vor allem durch den Steinkohleabbau, der bis Ende der 60er Jahre anhielt, und durch die Uranführung seiner ältesten grauen vulkanoklastischen Sedimente.

Im Becken ist ein markanter Wechsel von einer Graufazies mit Kohle in eine siltig-konglomeratische Rotfazies im Gesamtbeckenbereich feststellbar. Die ältesten Schichten bestehen aus epiklastischen und pyroklastischen Gesteinen, die die Entwicklung einer vulkanischen Depression widerspiegeln. Sie setzen sich aus Ignimbriten, vulkanischen Schlammströmen und Lapilli-Aschen-Tuffen zusammen. Die Kohle tritt sowohl flößbildend in den distalen Bereichen der Schwemmfächer als auch fein verteilt, in Schmitzen, in den Grobsedimenten (Mursedimente) auf. Lakustrine fossilarme Kalke markieren den Ubergang in ein playaartiges Ablagerungsmilieu, wo Sulfat und Karbonat als Porenzement auftreten. Diese bimodalen Rotsedimente des Playastadiums werden von einer monotonen, äolische Sedimente enthaltenden Sandabfolge diskordant überlagert, welche in die Kupferschieferlagune des Zechsteinmeeres überleitet. Die fazielle Änderung im Rotliegenden wird von einer lithologischen Änderung im Liefergebiet begleitet. Während in den Liegendschichten vulkanischer Eintrag und Detritus aus einem anchimetamorphen Liefergebiet überwiegen, nehmen nach oben Gesteinsbruchstücke und Schwerminerale, die kennzeichnend für kristallines Grundgebirge sind, zu. Das Ablagerungsmilieu des Stockheimer Beckens zeigt eine Dreigliederung Caldera/vulkanisches Senkungsgebiet Playa Krusten-Lagunenbereich.

Wirtschaftsgeologisch relevant sind die untersten Schichten des Rotliegenden. Sie enthalten Kohle, Uran und Buntmetalle. Die mittleren Schichten führen Ton und Gips. Zu einer erneuten Buntmetallanreicherung mit vorwiegend Kupfer kam es an der Basis des Zechsteins.

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1 Einleitung 5
2 Das basale Unterkarbon in der Umrahmung des Stockheimer Beckens 8
3 Das Rotliegende des Stockheimer Beckens 8
3.1 Die Tuff-Konglomerat-Serie 8
3.1.1 Verbreitung und Stratigraphie 8
3.1.2 Petrographie und Sedimentologie 9
3.1.3 Interpretation 13
3.2 Die untere Flözzone 16
3.2.1 Verbreitung und Stratigraphie 16
3.2.2 Petrographie und Sedimentologie 18
3.2.3 Interpretation 18
3.3 Die Konglomerat-Wacken-Tuff-Serie 19
3.3.1 Verbreitung und Stratigraphie 19
3.3.2 Petrographie und Sedimentologie 19
3.3.2.1 Petrographie 19
3.3.2.2 Sedimentologie 21
3.3.3 Interpretation 24
3.4 Die obere Flözzone 24
3.4.1 Verbreitung und Stratigraphie 24
3.4.2 Petrographie und Sedimentologie 25
3.4.3 Interpretation 25
3.5 Die Rotton-Konglomerat-Serie 26
3.5.1 Verbreitung und Stratigraphie 26
3.5.2 Petrographie und Sedimentologie der basalen Karbonate 27
3.5.3 Interpretation der Paläogeographie der Karbonate 27
3.5.4 Petrographie und Sedimentologie der Rottonsedimente 27
3.5.5 Interpretation 28
3.6 Die Feinsand-Serie 29
3.6.1 Verbreitung und Stratigraphie 29
3.6.2 Petrographie und Sedimentologie 29
3.6.3 Interpretation 30
4 Das Becken-Modell und seine Bedeutung für die Lagerstättenbildung 34
5 Schriftenverzeichnis 35