cover

Manfred Kraft; Aribert Kampe:

Usbekistan

Hrsg.: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

1995. 137 Seiten, 26 Abbildungen, 33 Tabellen, 720 g
Language: Deutsch

(Rohstoffwirtschaftliche Länderberichte, Band XXXVIII)

ISBN 978-3-510-96527-4, brosch., price: 53.00 €

in stock and ready to ship

Order form

BibTeX file

Contents

Inhaltsbeschreibung top ↑

Usbekistan gilt als das ökonomisch bedeutendste Land der mittelasiatischen Region der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Trotz einer beachtlichen Entwicklung der verarbeitenden Industrie sind Rohstoffe am Export immer noch in bedeutendem Umfang beteiligt, wozu auch Bergbau- und Hüttenprodukte gehören.
Mineralproduktion und -Verarbeitung waren aufs engste mit den Nachbarrepubliken und Rußland verflochten; Veredlung und Vermarktung wurden zumeist von Rußland betrieben. Die sich in der UdSSR herausgebildeten Rohstoffströme haben sich stark verändert bzw. sind gänzlich unterbrochen; die Vermarktung von Mineralprodukten wird zunehmend selbst vorgenommen.
Die gegenwärtige Entwicklung ist durch Stabilisierung der Wirtschaft und zunehmende Investitionsbereitschaft ausländischer Unternehmen charakterisiert. Bergbau- und Hüttenproduktion konnten trotz gewisser Rückgänge auf einem relativ hohem Niveau gehalten und in Einzelfällen (Erdgas, Gold) sogar gesteigert werden. Usbekistan verfügt über bedeutende Ressourcen an Erdgas, Uran, Gold, Silber, Kupfer, Molybdän. Beachtung verdienen auch Erdöl, Blei, Zink, Wolfram, Quecksilber, Antimon sowie eine breite Palette nichtmetallischer Rohstoffe wie hochwertige Marmore, Bentonite, Kaoline, Salze, Talk, Wollastonit, Cölestin sowie Schmuck- und Halbedelsteine.
Der Anteil Usbekistans an der Bergbau- bzw. Hüttenproduktion der GUS (1990/91) ist für Uran (42 %), Gold (25 %), Zink-Primärmetall(20 %), Blei im Konzentrat (15 %), Kupfererz (10 %), Molybdän im Konzentrat (7 %) beachtlich. Hauptproduzent für NE-Metalle ist das Bergbau-Metallurgie-Kombinat Almalyk, eines der größten der GUS. Zentrum des Goldbergbaus ist Muruntau und des Uranbergbaus Navoi in der Kyzylkum.
Aus Abprodukten der NE-Metallindustrie und Erdgasindustrie werden etwa 10 % der Schwefelsäure der GUS erzeugt, die eine wichtige Voraussetzung der usbekischen Mineraldünger-Erzeugung ist. Die Erdgasförderung deckt den Eigenbedarf des Landes, während bei Erdöl zum Teil noch Importabhängigkeit besteht.
Als besonders erweiterungsfähig und wirtschaftspolitisch wichtig gelten der Goldbergbau und die Erdöl-/Erdgasförderung Zur Aufrechterhaltung und Erweiterung der Bergbau- und Hüttenproduktion unter marktwirtschaftlichen Bedingungen sind Kapital und know how aus dem Ausland gefragt.

Inhaltsverzeichnis top ↑

I. Allgemeiner Teil
1. Geographie 1
2. Bevölkerung 1
3. Geschichte/Politik 4
4. Wirtschaftsübersicht 7
5. Außenwirtschaft 10
6. Ökologie 11
7. Infrastruktur 11
7.1 Transportwege 13
7.2 Energieerzeugung 15
7.3 Verbundsysteme 16
8. Wirtschaftspolitische Tendenzen 16
II. Rohstoffwirtschaftlicher Teil
1. Geologisch-metallogenetischer Überblick 20
2. Energie-Rohstoffe 24
2.1 Erdöl/Erdgas 24
2.1.1 Geschichtlicher Abriß 24
2.1.2 Lagerstättenübersicht 25
2.1.2.1 Höffigkeitsgebiete der Plattform 28
2.1.2.2 Höffigkeitsgebiete der Postplattformaktivierung 30
2.1.3 Ressourcen und Förderung 31
2.1.4 Aktuelle Situation und Ausblick 33
2.2 Kohle 38
2.2.1 Geschichtlicher Abriß 38
2.2.2 Lagerstättenübersicht 38
2.2.3 Bergwirtschaftlicher Überblick 39
2.3 Uran 40
2.3.1 Geschichtlicher Abriß 40
2.3.2 Lagerstättenübersicht 41
2.3.2.1 Karamazar-Uranerzbezirk 41
2.3.2.2 Kyzylkum-Uranerzbezirk 43
2.3.3 Bergwirtschaftlicher Überblick 48
2.3.4 Aktuelle Situation und Ausblick 50
3. Metall-Rohstoffe 52
3.1 Eisen 52
3.2 Mangan 52
3.3 Chrom 52
3.4 Gold 52
3.4.1 Geschichtlicher Abriß 53
3.4.2 Lagerstättenübersicht 53
3.4.2.1 Chatkal-Kuramin Bezirk 54
3.4.2.2 Bukhara-Samarkand Bezirk 55
3.4.2.3 Süd-Kyzylkum Bezirk 56
3.4.3 Bergwirtschaftlicher Überblick 58
3.4.4 Aktuelle Situation und Ausblick 62
3.5 Silber 63
3.6 Kupfer 65
3.6.1 Geschichtlicher Abriß 65
3.6.2 Lagerstättenübersicht 66
3.6.3 Bergwirtschaftlicher Überblick 71
3.6.4 Ausblick 76
3.7 Blei-Zink 76
3.7.1 Geschichtlicher Abriß 76
3.7.2 Lagerstättenübersicht 77
3.7.3 Bergwirtschaftlicher Überblick 82
3.7.4 Ausblick 86
3.8 Wolfram (Molybdän) 87
3.8.1 Geschichtlicher Abriß 87
3.8.2 Lagerstättenübersicht 88
3.8.3 Bergwirtschaftlicher Überblick 93
3.9 Zinn 94
3.10 Wismut 95
3.11 Quecksilber, Antimon 96
3.12 Arsen 98
3.13 Nickel, Kobalt 98
4. Nichtmetall-Rohstoffe 99
4.1 Kalisalz/Steinsalz 99
4.2 Phosphor it/Phosphor-Stickstoff-Dünger 103
4.3 Schwefel/Schwefelsäure 104
4.4 Karbonatgesteine 106
4.4.1 Karbonatgesteine zur Zementerzeugung 106
4.4.2 Kalkstein zur Branntkalkerzeugung 107
4.4.3 Karbonatgesteine als Natursteine 107
4.4.4 Karbonatgesteine für Metallurgie und chemische Industrie 107
4.5 Lößgesteine 109
4.6 Bausande und Kies 109
4.7 Gips/Anhydrit 110
4.8 Dekorationssteine 110
4.9 Bentonit 111
4.10 Kaolin 112
4.11 Talk/Talkstein 114
4.12 Quarz und Feldspat 114
4.13 Quarz- und Feldspatsande 115
4.14 Wollastonit 116
4.15 Korund 117
4.16 Graphit 117
4.17 Fluorit und Baryt 118
4.18 Cölestin 120
4.19 Farberden 121
4.20 Ozokerit 121
4.21 Halbedelsteine/Schmucksteine 122
4.22 Mineralisierte Wässer 124
4.23 Grundwasser 126
III. Zusammenfassung 129
IV. Quellenverzeichnis 133