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Diatomaceae I

Hrsg.: B. J. Cholnoky

1966. 269 Seiten, 203 Abbildungen, 17 Tafeln, 17x24cm, 600 g
Language: Deutsch

(Nova Hedwigia, Beihefte, Beih. 21)

ISBN 978-3-768-25421-2, brosch.

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Durch das Entgegenkommen des C. S. I. R. und der Administration von Südwest-Afrika hat der Autor im Jahre 1962 Gelegenheit gehabt, den Abschnitt des Okawango-Flusses besuchen zu können, der teilweise die nördliche Grenze von Südwest-Afrika bildet, später den sog. Caprivi-Zipfel kreuzend, in dem Protektorat Bechuanaland in den Okawango-Sümpfen und NgamiSee endet.
Das Gebiet ist beinahe vollkommen flach und mit Sand und Sanddünen bedeckt, in welcher Landschaft der Fluß sich in Bechuanaland ausbreitet, um die Okawango-Sümpfe zu bilden. Die Bezeichnung „Sumpf“ ist in diesem Falle sicher nicht berechtigt, da diese riesige Wasserfläche 2—15 m tief ist und eine durch unzugängliche Inseln unterbrochene Oberflfläche von etwa 500 km Länge und 80 km Breite bedeckt. Da aber die Oberfläche des Wassers in diesem Gebiet durch flutende Papyrus und Phragmites-Rasen bedeckt ist, ist die Tiefe des Wassers nicht deutlich und nur dann richtig zu beurteilen, falls man Gelegenheit hat, in einem Motorboot oder „Wattu“ (aus einem Baumstamm verfertigter Kahn der Eingeborenen) die abenteuerlich gewundenen freien Rinnsale zu befahren. Nach den Erfahrungen des Autors wären diese „Sümpfe“ also am meisten mit den Bangweolo-See zu vergleichen, wo die Zustände etwa ähnlich sein müssen (vgl. Thomasson 1962), obzwar dieser Vergleich vorläufig recht schwierig ist, da aus dem Bangweolo auffallend wenige Diatomeen mitgeteilt wurden.
Unterwegs wurden auch regelmäßig Wasserproben genommen, die Wochen später — nach Rückkehr — in dem chemischen Laboratorium des N. I. W. R. in Windhoek analysiert wurden. Die Resultate der ganz bestimmt tadellos ausgeführten Analysen sind trotz der Sorgfalt und Mühe nur beschränkt brauchbar, da sich eine Wasserprobe schon nach einigen Stunden, geschweige nach mehreren Wochen, unbedingt weitgehend verändern muß. Die Veränderungen betreffen zuerst die organischen Verbindungen, besonders diejenigen, die für den Trophiezustand verantwortlich sind (organische Stickstoffverbindungen, in erster Linie Aminosäuren), da in den Wasserproben die Bakterien am Leben bleiben und weiter wirken. Die Analysen sind für die Bestimmung der Menge der gelösten Gase, wie O2 und CO2, ohne Bedeutung, da sich die Menge dieser Gase schon in der ersten Minute ver- ändert (vgl. CHOLNOKY 1957 a). Nach einem Transport von so vielen Wochen ist also auch die Bestimmung des pH-Wertes illusorisch und so versuchte der Autor, diesen immer an Ort und Stelle mit einem transportablen Instrument (also nicht kolorimetrisch) festzustellen. Diese pH-Angaben — soweit vorhanden — sind in der Fundortliste angegeben. Die chemischen Ergebnisse sind am Ende in Verbindung mit den Ökologischen Auseinandersetzungen angeführt.
Den Fluß Okawango erreichte der Autor bei Kuring-Kuru und folgte ihm flußabwärts bis zum Ngami-See. Wo sich eine Gelegenheit bot, den Fluß mit dem schweren Lastkraftfahrzeug erreichen zu können, wurden Diatomeenproben gesammelt, die dann im Laboratorium untersucht und analysiert wurden. Die in der hier folgenden Fundortliste angegebenen Probenummern sind die ursprünglichen Sammelnummern, wie sie auch in der Sammlung des C. S. I. R. mit den Kategoriebuchstaben „SW“ — die in der Liste weggelassen wurden — eingetragen sind.

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l. B. J. CHOLNOKY, Die Diatomeen im Unterlaufe des Okawango-Flusses 1
2. M. H. GIFFEN, Contributions to the D'iatom Flora of Southern Africa. II.
Diatoms from Hog's Back Region of the Amatola Mountains, Eastern
Cape Province, South Africa 123
3. B. J. CHOLNOKY, Diatomeenassoziationen aus einigen Quellen in
Südwest-Afrika und Bechuanaland 163
4. R. E. M. ARCHIBALD. Some new and rare Diatoms from South Africa 251