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H. Ettl:

Die Gattung Chloromonas Gobi Emend. Wille

(Chlamydomonas und die nächstverwandten Gattungen I)

1970. 283 Seiten, 8 Abbildungen, 51 Tafeln, 17x24cm, 900 g
Language: Deutsch

(Nova Hedwigia, Beihefte, Beih. 34)

ISBN 978-3-768-25434-2, brosch.

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Die Notwendigkeit einer neuen Aufteilung und Auffassung der formenreichen Gattung Chlamydomonas wurde durch die erneute Trennung der Gattung Chloromonas in letzter Zeit von Gerloff erkannt. Er hat die frühere Untergattung im Sinne alter Algologen, wie es Gobi, Wille, Schmidle, Korschikoff und Schiller schon getan haben, zur Gattung erhoben. Als maßgebendes Unterscheidungsmerkmal der Gliederung wird die Abwesenheit eines Pyrenoides betont. Obzwar es sich um einen “künstlichen” systematischen Eingriff handelt, war dieser Schritt unbedingt nötig, denn die Gattung Chlamydomonas erreichte mit ihrer Artenzahl schon eine kaum mehr überblickbare Fülle. Dabei ist die Formenfülle, wie neue Untersuchungen immer wieder zeigen, bei weitem nicht erschöpft. Jede Bearbeitung der Gattung Chlamydomonas im breiteren Sinne stößt immer wieder auf das Problem der inneren Gliederung und der Abgrenzung gegenüber den nächstverwandten Gattungen. Es wäre wohl verfrüht von einem endgültigen System der Chlamydomonadaceen zu sprechen, sondern das Gegenteil könnte eher behauptet werden. Die Beziehungen innerhalb der Chlamydomonadaceen sind außerordentlich eng, was auch der Bauplan der Zellen zeigt. Wie Gerloff (1962) betont, wird die Trennung der Gattungen meist nur an Hand weniger oder auch nur eines einzigen Unterscheidungsmerkmals vorgenommen. Es sei nur auf Carteria, Glocomonas, Chlorogonium, Sphaerellopsis u.a. hingewiesen. Vergleicht man diese Unterschiede mit der Merkmalskonstanz von Chloromonas, muß man gestehen, daß die Abtrennung von der Riesengattung Chlamydomonas zum mindesten auch aus praktischen Gründen, aber vor allem wegen der geringen Zahl differential-diagnostisch verwertbarer Merkmale, gerechtfertigt ist.