Obituary

Nachruf Michail Alexejewitsch Fortunatow (1899 - 1984)

Kusnezow, Sergeij Iwanowitsch

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Archiv für Hydrobiologie Volume 103 Number 4 (1985), p. 545 - 548

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published: May 22, 1985

DOI: 10.1127/archiv-hydrobiol/103/1985/545

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Kurzfassung

Am 5. Juni 1984 verstarb in Borok (Gebiet Jaroslawl) im Alter von 84 Jahren der im In- und Ausland hochgeachtete Limnologe und Geograph Michail Alexejewitsch Fortunatow. M. A. Fortunatow wurde 1899 in Kiew als Sohn des Professors für Wirtschaftsgeographie A. F. Fortunatow geboren. 1902 wurde A. F. Fortunatow Professor an der Petrowsk-Landwirtschaftsakademie in Moskau, wohin die Familie im selben Jahr umzog. Nach der Beendigung der Mittelschule begann M. A. Fortunatow im Jahre 1917 ein Studium an der agronomischen Abteilung der Landwirtschaftsakademie. Von 1921 bis 1923 setzte er sein Studium an der Abteilung für Fischzucht der gleichen Einrichtung fort. Gleichzeitig beschäftigte er sich unter der Anleitung von Professor W. W. Stantschinski mit Problemen der Ornithologie und Zoogeographie. Diese Arbeiten bestimmten wesentlich sein in seinem ganzen Leben andauerndes Interesse an der Physikalischen Geographie. Seine wissenschaftliche Tätigkeit begann Fortunatow 1923 am ichthyologischen Labor in Kertsch mit einer Expedition in das Mündungsgebiet des Kuban. Von 1923 bis 1931 arbeitete er zunächst als Leiter der ichthyologischen Station am Sewan-See und nach deren Reorganisation als Direktor der Sewansee-Station. 1931 wurde M. A. Fortunatow an das zentrale Institut für Fischwirtschaft in Moskau versetzt. Von dort aus sandte man ihn 1932 nach Petropawlowsk-Kamtschatski zum Aufbau der Kamtschatsk-Abteilung des Instituts für Fischereiwirtschäft. In den Jahren 1945 und 1946 leitete er ein wissenschaftliches Labor im Gebiet des Flusses Jarenga in der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Komi. Im April 1946 wurde M. A. Fortunatow zum Leiter der fischereiwirtschaftlichen Station am Aralsee berufen, wo sich seine wissenschaftlichen Arbeiten vor allem mit den Mündungsgebieten der Flüsse Amudarja und Syrdarja befaßten. Seit dem Mai 1956 war M. A. Fortunatow als wissenschaftlicher Mitarbeiter der biologischen Station „Borok“ tätig, aus welcher 1957 zunächst das Institut für Stauseenbiologie und 1962 das Institut für Biologie der Binnengewässer hervorgingen. 1961 erhielt er den akademischen Titel eines Doktors der biologischen Wissenschaften und wurde wissenschaftlicher Oberassistent des Labors für Hydrologie des Instituts. Auch nach seiner Pensionierung im Jahre 1979 verblieb M. A. Fortunatow am Institut als Konsultant.

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