Beitrag

Zur Chemotaxonomie der Pertusaria hymenea-Gruppe (Lichenes, Pertusariaceae)

Leuckert, Ch.; Guse K., ; Poelt J.,

Bild der ersten Seite der Arbeit:

Herzogia Band 1 Heft 2 (1969), p. 159 - 171

13 Literaturangaben

veröffentlicht: Jan 31, 1969

DOI: 10.1127/herzogia/1/1969/159

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ArtNo. ESP072000102005, Preis: 14.80 €

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Kurzfassung

77 Proben von Arten der Gattung Pertusaria wurden chromatographisch und teilweise auch massenspektrometrisch untersucht. P. cyparissi, P. hymenea, P. lecanorodes, P. flavicans, P. flavida, P. rupicola und wohl auch P. ficorum und P. maximiliana enthalten das Xanthon Flavicanon, das die gelbe Lagerfarbe verursacht; in P. flavicans, P. rupicola und teilweise P. flavida sowie wahrscheinlich auch P. ficorum und P. maximiliana liegt zusätzlich das Depsidon Stictinsäure vor. Die genannten Arten sind auf das Mittelmeergebiet beschränkt bzw. haben sich offenbar von dort aus über das westliche und mittlere Europa ausgebreitet, wobei die sorediösen Arten am weitesten nach Nordosten bzw. in die alpine Stufe vorgedrungen sind. Es wird diskutiert, ob die Arten trotz ihrer Unterschiede in der Grobstruktur der Fruchtwarzen eine systematische Einheit darstellen. Der Stoffgehalt kann teilweise für die Sippentrennung verwandt werden. P. coronata unterscheidet sich von P. coccodes, zu der sie neuerdings gestellt wird, chemisch durch einen noch nicht identifizierten Stoff, der im UV-Licht orange fluoresziert, sowie durch Stictinsäure gegenüber Norstictinsäure; beide Arten gehören nicht in die Verwandtschaft von P. hymenea. Die Verbreitung der Arten der P. hymenea-Gruppe in Europa wird in Umrissen dargestellt.

Schlagworte

lichen • chemotaxonomy • Pertussaria hymenea-group