Field trip guide
Der Posidonienschiefer (Toarcium, unterer Jura) von Dotternhausen (Exkursion M am 10. April 1999)
Oschmann, Wolfgang; Röhl, Jochen; Schmid-Röhl, Anette; Seilacher, Adolf
Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 81 (1999), p. 231 - 255
36 references
published: May 7, 1999
DOI: 10.1127/jmogv/81/1999/231
ArtNo. ESP151008100012, Price: 6.20 €
Kurzfassung
Der Posidonienschiefer (Unteres Toarc, Lias E) in SW-Deutschland ist berühmt wegen seiner einzigartigen Fossilfunde. Eine ausgezeichnete Erhaltung, insbesondere von Wirbeltieren mit Weichteilresten und Hautabdrücken, wird auf lebensfeindliche Bedingungen am Meeresboden zurückgeführt, die eine rasche Zersetzung der Weichkörper verhinderte. Darüber hinaus sind die Ablagerungen des Posidonienschiefers aufgrund hoher Gehalte an organischem Kohlenstoff als potentielles Erdölmuttergestein bekannt. Detaillierte faunistische, sedimentologische und geochemische Untersuchungen der letzten Jahre bei einer Grabung in Dotternhausen zeigen aber, daß die Sauerstoffverhältnisse am Meeresboden kurz- und längerfristig schwankten und keinesfalls einheitlich schlecht waren. Die hohe Datendichte ermöglicht die Rekonstruktion eines ungewöhnlichen Lebens- und Ablagerungsraumes, der vor etwa 185 Millionen Jahren in einem Epikontinentalmeer Mitteleuropas existierte.
Keywords
posidonia shale • toarcian • lias epsilon • fossils • jurassic • southern germany