Original paper
Anwendung der Bezeichnungen ,plastische und spröde Reaktion" in Beziehung zu bestimmten Formänderungs-Bereichen; ,quasi-plastische Reaktion", ein nützlicher Zwischenbegriff.
Seidl, Erich
Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 86 (1934), p. 703 - 703
published: Jan 1, 1934
Kurzfassung
Die Kennzeichnung der Ausführung Bleibender Formänderungen durch die seit langem eingebürgerten Ausdrücke ,plastische (bildsame, zähflüssige") und im Gegensatz dazu ,spröde Reaktion", ist bekanntlich nicht exakt (gleichartig erscheinende Verformungen können sich unter ganz verschiedenen mechanischen, physikalischen und chemischen Umständen ergeben), sondern geht auf gewisse unmittelbare Eindrücke zurück. Am Sonderfall kristalliner Körper, z.B. Kalkstein, Steinsalz, Eis, Metalle, wurde an Hand zahlreicher Lichtbilder das Wesen verschiedenartiger Ausführungen der Verformung erläutert. Es ergab sich, daß es für die Wahl der Ausdrücke, mit denen die Formänderungen zweckmäßig bezeichnet werden, auf das Gesamtverhalten des Körpers ankommt, während örtliche Reaktionen von untergeordneter Bedeutung sind. ...