Zeugen der Erdgeschichte
Ein Reiseführer zu den schönsten Fossilien in deutschen
Naturkundemuseen.
Überarbeitete und erweiterte
2. Auflage
Hrsg.: Ulrich Jansen; Peter Königshof; Fritz F. Steininger
2004. 127 Seiten, 251 vierfarbige Abbildungen , 29x24cm, 980 g
Language: German
(Senckenberg Bücher, 75)
ISBN 978-3-510-61364-9, gebunden, price: 39.80 €
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Contents
InhaltsbeschreibungListe der beschriebenen Museen/List of museums covered
Bespr.: GUG info 4/2002, S. 18
Bespr.: Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, Jg. 2002, Heft 5-6
Bespr.: der Aufschluss 2, Jg. 54, März/April 2003, S. 128
Rev.: Géochronique no. 85, 2003, p. 47
Es handelt sich dabei um einen Führer der besonderen Art, denn er geleitet zur Reise in die Erdgeschichte. Die Exponate in den darin vorgestellten Sammlungen sind die einzigen Belege, die wir von der Geschichte des Lebens auf der Erde haben.
Zehn weitere Museen wurden in dieser 2. überarbeiteten Auflage erstmals berücksichtigt. Dabei entstand ein Führer, der die Faszination und Ästhetik fossiler Lebensformen wiederspiegelt; und gleichzeitig 58 Naturkundemuseen und Schausammlungen vorstellt, die auf 11 Bundesländer verteilt, Jung und Alt zum Besuch einladen.
Jede Sammlung/jedes Naturkundemuseum wird auf zwei gegenüberliegenden Seiten mit Anschrift und Kontaktdaten sowie sehenwerten Exponaten in farbigen Abbildungen vorgestellt.
Bachmann-Museum Bremervörde
Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg
Fossilien- und Heimatmuseum Messel
Fuhlrott-Museum & Forschungsinstitut Wuppertal
Geiseltal- Museum
Geologische Landessammlung von Mecklenburg-Vorpommern
Geologisches und Mineralogisches Museum des Institutes für Geowissenschaften, Kiel
Geologisches Museum der Deutschen Steinkohle AG
Geowissenschaftliches Zentrum der Universität Göttingen
Haus der Natur -- Cismar
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Hohenloher Urweltmuseum Waldenburg
Jura-Museum Eichstätt
Lippisches Landesmuseum Detmold
Mansfeld-Museum
Meteokrater- Museum Steinheim am Albuch
Muschelkalkmuseum Hagdorn Stadt Ingelfingen
Museum am Lindenbühl
Museum am Löwentor
Museum am Schölerberg, Natur und Umwelt Osnabrück
Museum der Natur und Umwelt Cottbus
Museum für Naturkunde Berlin
Museum für Naturkunde Chemnitz
Museum für Naturkunde Magdeburg
Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau
Museum Heineanum Halberstadt
Museum Wiesbaden, Naturwissenschaftliche Sammlung
Naturhistorisches Museum Mainz
Naturhistorisches Museum Schloß Bertholdsburg Schleusingen
Naturhistorisches Museum Heilbronn
Naturkunde-Museum Bamberg
Naturkunde-Museum Coburg
Naturkundemuseum Leipzig
Naturkundemuseum Reutlingen
Naturmuseum Augsburg
Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Paläontologische Sammlung des Instituts für Geowissenschaften der Universität Tübingen
Paläontologisches Museum München
Paläontologisches Museum Nierstein
Quadrat Bottrop
Roemer- und Pelizaeus- Museum Hildesheim
Rohrbach Zement Dotternhausen
Ruhrlandmuseum Essen
Schloßparkmuseum Bad Kreuznach
Spengler Museum
Staatliche Naturhistorische Sammlung Dresden
Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig
Staatliches Museum für Naturkunde Görlitz
Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe
Städtische Museen Heilbronn
Städtisches Museum Zwickau
Städtisches Naturkundliches Museum Göppingen
Südostbayerisches Naturkunde- und Mammut-Museum
Tierpark und Fossilikum Bochum
Urmensch-Museum Steinheim an der Murr
Urweltmuseum Bayreuth Oberfranken
Vorderau Meuseum Fulda
Westfälisches Museum für Naturkunde Münster
GUG info 4/2002, S. 18
Eine Deutschland-Karte im vorderen Teil des Buchs gibt eine rasche Übersicht über die in diesem Führer enthaltenen Museen. Die am rechten oberen Seitenrand der jeweiligen Beiträge wiederkehrende Nummerierung erleichtert das rasche Auffinden. Inhaltlich sind nur wenige kleine Unstimmigkeiten unterlaufen, wie die um eine Zehnerpotenz zu hohen Größenangaben dreier Objekte aus dem Naturkundemuseum Leipzig, eine falsche Nummerierung der Neandertaler-Schädelkalotte aus dem Fuhlrottmuseum oder die falsche Montage der Abbildungen zweier Plattenkalkfossilien aus dem Jura-Museum Eichstätt.
Naturgemäß sind die enthaltenen Museen nicht gleichmäßig auf die einzelnen Bundesländer verteilt. Ihre Anzahl ist wie folgt: Baden-Württemberg: 10; Nordrhein-Westfalen: 7; Bayern, Sachsen-Anhalt: je 6; Sachsen: 5; Niedersachsen: 4; Rheinland-Pfalz: 3, Berlin, Brandenburg, Saarland: je 1; übrige Bundesländer: Fehlanzeige.
Offenbar war der Vorlauf zu diesem Buch recht knapp bemessen, sodass von manchen Institutionen bis Redaktionsschluß kein Beitrag geliefert werden konnte, oder es wurden manche einfach vergessen, wie eine diesbezügliche Recherche des Rezensenten ergab. Die Herausgeber weisen in ihrem Vorwort auf die Unvollständigkeit hin, die wohl aufgrund des herrschenden Zeitdrucks hingenommen wurde. Dennoch verwundert, dass so bedeutende Museen wie diejenigen der Universitätsinstitute von Bremen, Hamburg und Greifswald, das Goldfuss-Museum am Paläontologischen Institut der Universität Bonn, die Bayerische Staatssammlung in München oder gar das berühmte und mit Superlativen aufwartende Museum Hauff in Holzmaden fehlen, neben sehenswerten Museen mit Fossilien in Aalen, Bad Dürkheim, Bielefeld, Bünde, Gerolstein, Gotha, Pottenstein oder Solnhofen, um nur einige herauszugreifen. Hier hätte man sich zumindest eine vollständige Adressenliste am Schluss des Buchs gewünscht. Vielleicht wäre es aber sinnvoller gewesen, das Buch eher den Fossilien als den Institutionen zu widmen oder hierauf einen deutlicheren Schwerpunkt zu legen, denn die Informationen über die Museen sind heutzutage in der Regel viel rascher, wesentlich ausführlicher und stets aktualisiert über das Internet abrufbar. Die hervorragende Ausstattung des Buchs rechtfertigt zweifellos den Preis und macht es für einen naturwissenschaftlich interessierten Leserkreis attraktiv und anschaffenswert, da man trotz der Lücken einen wirklich schönen Überblick über die paläontologischen Schätze in deutschen Museen erhält.
G. Schweigert
Zentralblatt für Geologie und Paläontologie, Jg. 2002, Heft 5-6
Die Herausgeber verzichten bewusst auf längere Einleitungen bzw. Bibliographien und konzentrieren sich nach einem kurzen Vorwort auf die pro Museum zweiseitigen Darstellungen. Diese beinhalten die Adressen (mitunter mit Anfahrtswegen und Parkmöglichkeiten), Öffnungszeiten, Ein- trittspreise sowie Hinweise auf Führungen. Weiterhin werden die Museumsgebäude aus historischer Sicht in Text und Bild vorgestellt. Der Hauptteil der Beschreibung ist der zu besichtigenden Ausstellung und den zugrunde liegenden paläontologischen Sammlungen gewidmet. Es werden die thematischen Schwerpunkte der Ausstellungen erläutert und Informationen über die Anzahlen der in den Sammlungen vorhandenen Stücke sowie deren Herkunft gegeben. Hohen Anschauungswert gewinnt das Buch durch professionelle Aufnahmen wichtiger Einzelobjekte und Ausstellungs- bereiche, die allerdings leider zu einem relativ hohen Preis führen. Dennoch wird durch diese gelungene Auswahl besonders schöner Fossilien sicher mancher Leser zum Museumsbesuch angeregt. Vielleicht entdeckt er dabei noch andere naturkundliehe Einrichtungen, die in dieser Publikation nicht dargestellt werden konnten.
Dr. Jörg ERFURT, Halle (Saale)
der Aufschluss 2, Jg. 54, März/April 2003, S. 128
Les objets illustrés ont été choisis à la fois pour leur intérêt paléontologique et leur beauté. On y trouve des spécimens classiques, comme les Archaeopteryx de Berlin et d'Eichstätt, les platéosaures de Stuttgart {et de bien d'autres musées, car s'il est un dinosaure allemand, c'est bien celui-là, les merveilleux vertébrés éocènes de Messel à DarmstoUt et Francfort ou encore la forêt pétrifiée permienne de Chemnitz. Mais bién d'autres fossiles moins célèbres sont aussi présentés, et tous ne viennent pas d'Allemagne. Les spécimens choisis ne peuvent d'ailleurs donner qu'une idée très incomplète des richesses des musées allemands, que les textes d'accompagnement tentent de résumer. À noter d'ailleurs quelques petites erreurs, comme lorsque le dinosaure Ruehieia, du Musée du Château de Bertholdsburg Thüringen est présenté comme un sauropode C'est en fait un prosauropode. En plus de fournir un répertoire utile aux paléontologues, ce beau livre est propre à susciter des envies de voyages fou de missions scientifiques. Il pourrait aussi donner des idées aux responsables des collections paléontologiques françaises qui, il est vrai, ne soutiennent pas toujours la comparaison avec celles d'outre-Rhin pour ce qui est de la conservation des objets et de leur présentation au public.
E. BUFFETAUT
Géochronique no. 85, 2003, p. 47 -- analyses d'ouvrages