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Geologie von Rheinland-Pfalz

Hrsg.: Mainz Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz

[Regional Geology of the State of Rheinland-Pfalz, Germany.]

2005. VII, 400 Seiten, 162 Abbildungen, 36 Tabellen, 3 Anlagen, 17x24cm, 1180 g
Language: Deutsch

ISBN 978-3-510-65215-0, gebunden, price: 49.80 €

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Geologie Rheinland-Pfalz Germany

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Inhaltsbeschreibung top ↑

Im vorliegenden Werk hat das Landesamt für Geologie und Bergbau erstmals eine umfassende Beschreibung der Geologie des gesamten Landesgebietes von Rheinland-Pfalz vorgenommen. Ein wichtiges Ziel der Autoren war es, wissenschaftliche Fakten und Zusammenhänge in zusammengefasster Form wiederzugeben.

Nach einem kurzen geographisch-naturräumlichen Überblick und der Schilderung des erdgeschichtlichen Werdegangs der Landesfläche werden die aktuellen stratigraphischen Gliederungen aller im Land Rheinland-Pfalz aufgeschlossenen Gesteinseinheiten, ihre Genese und ihre Petrographie ausführlich dargestellt sowie die tektonischen Strukturen beschrieben. Ergänzend werden zu den einzelnen Erdzeitaltern die wichtigsten Faunen und Floren sowie deren paläogeographische und paläoklimatische Lebensbedingungen aufgezeigt. Zahlreiche Abbildungen und Tabellen unterstützen die textlichen Beschreibungen der Erdgeschichte. Ein kurzer Abriss von Themen der Angewandten Geowissenschaften und der Bodenkunde stellt die Geopotenziale und Georisiken des Landes dar und vervollständigt den Band.
Das umfangreiche Literaturverzeichnis ermöglicht es dem Leser, noch detaillierter Informationen über die Geologie von Rheinland-Pfalz zu erlangen. Weiterhin wird das Werk durch ein ausführliches Sach- und Ortsregister erschlossen. Als Ergänzung wird die bereits vom Landesamt für Geologie und Bergbau publizierte Geologische Übersichtskarte Rheinland-Pfalz im Maßstab 1:300000 empfohlen.

Bespr.: Zeitschrift zur Geschichte des Berg- und Hüttenwesens, Heft 2/2005, 11. top ↑

Das Land Rheinland-Pfalz und somit sein geologischer Dienst bestehen erst seit wenig mehr als 50 Jahren. Zuvor war die Landesfläche verschiedenen deutschen Teilstaaten zugeordnet. Dieses erklärt, warum bisher zwar viele geowissenschaftliche Spezialarbeiten über Teilbereiche des Landes publiziert wurden, ein zusammenfassendes Werk jedoch fehlte. Diese Lücke schließt das vorliegende Buch, in dem erstmals eine Gesamtbeschreibung der Geologie von Rheinland-Pfalz vorgelegt wird. Zahlreiche Geowissenschaftler des Landesamtes für Geologie und Bergbau, aber auch verschiedener Hochschulen haben hierfür die neuesten Erkenntnisse über die Erdgeschichte des Landes zusammengetragen. Das Buch umfasst 7 Kapitel: Geographisch-naturräumlicher Überblick, Erdgeschichte von Rheinland-Pfalz, Böden, Lagerstätten, Ingenieurgeologie, Hydrogeologie und Geochemie.

Das zweite Kapitel "Die Erdgeschichte von Rheinland Pfalz" nimmt mit 288 Seiten den weitaus größten Raum des Buches ein. Dies ist insofern auch berechtigt und begründet, da das Land Rheinland-Pfalz eine besonders große geologische Vielfalt aufweist, die nahezu jedes geologische Zeitalter umfasst. Grundlage der Beschreibung der verschiedenen Gesteinseinheiten des Landes auf der Basis der neuesten stratigraphischen Gliederung sind die Ergebnisse der geologischen Kartierungen, insbesondere der amtlichen geologischen Landesaufnahme.

Die das Land Rheinland-Pfalz dominierenden geologischen Erdzeitalter sind Devon, Unter- und Oberkarbon, Rotliegend, Buntsandstein, Muschelkalk, Tertiär und Pleistozän. Das Devon (Unter-, Mittel-, Oberdevon) nimmt in der Beschreibung eine bevorzugte Stellung ein, da das flächenmäßig größte Areal des Landes das aus devonischen Schichten bestehende Rheinische Schiefergebirge umfasst. Interessant ist die Darstellung der bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreichende Erforschung durch Landesgeologen der Preußischen Geologischen Landesanstalt. Ein fundierter Abschnitt befasst sich mit dem im Devon aufgetretenem Vulkanismus des Rheinischen Schiefergebirges, der auch zur Bildung von Erzgängen geführt hat.

Das Permokarbon (Karbon, Rotliegend, Zechstein) nimmt wegen der großen flächenhaften Bedeutung ebenfalls einen breiten Raum ein. Es folgt die Trias mit Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Die tertiären Ablagerungen im Ober-rheingraben, des Mainzer Beckens sowie die tertiären Ablagerungen in Hunsrück, Taunus und Nordpfälzer Bergland und des Neuwieder Beckens werden eingehend und verständlich dargestellt, wobei Graphiken, Tabellen und Schemazeichnungen das Geschriebene unterstützen. Das Quartär und seine Sedimentologie führt in die Neuzeit mit Flora und Fauna, die an Beispielen belegt werden. In diese Zeit fällt auch der Vulkanismus in der Eifel, dem ein besonderer Abschnitt gewidmet ist.

Der Abschnitt 4 "Lagerstätten" ist in lediglich 14 Seiten behandelt. Im Hinblick auf die z. T. Jahrhunderte alte Bergbautätigkeit im heutigen Rheinland-Pfalz wäre wohl eine eingehendere Schilderung dieser Lagerstätten und ihre geschichtliche Bedeutung wünschenswert gewesen.

Die Abschnitte "Ingenieurgeologie" und "Hydrologie" vermitteln einen sehr guten Überblick über die geologischen Verhältnisse, die diese Spezialgebiete der Geologie berühren. Interessant ist im Kapitel "Geochemie" die Darstellung und Kommentierung von Spurenelementen in Bachsedimenten, wobei eine Vielzahl von Untersuchungen in allen Landesteilen ausgewertet wurde. Einen großen Einfluss der chemischen Zusammensetzung der Bachsedimente haben die zahlreichen früher in Abbau stehenden Erzlagerstätten des Rheinischen Schiefergebirges. Die Belastung mit 13 Elementen von Barium bis Zink ist detailliert aufgelistet, wobei auffällt, dass das umweltschädliche Arsen nicht berücksichtigt wurde.

Die Kenntnis der klassischen Geologie dürfte bei der Lektüre dieses Buches und der geowissenschaftlichen Interpretation eine wertvolle Hilfe sein, obwohl die Verfasser die Beschreibung der geologischen und tektonischen Verhältnisse verständlich dargestellt haben. Sehr anschaulich und sogar exzellent sind die im Text sorgfältig gezeichneten 162 meist farbigen Abbildungen. Zahlreiche Tabellen unterstützen die textlichen Beschreibungen der Erdgeschichte.

Eine wichtige Ergänzung zu dem vorliegenden Text ist die ebenfalls seit kurzem vorliegende Geologische Übersichtskarte von Rheinland-Pfalz im Maßstab 1:300.000, auf der die Verbreitung der beschriebenen geologischen Einheiten dargestellt ist.

Das umfangreiche Literaturverzeichnis ermöglicht es dem Leser, noch detailliertere Informationen über die Geologie von Rheinland-Pfalz zu erlangen. Das Autorenverzeichnis geht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Von den modernen Autoren fehlen einige wichtige Bearbeiter, wie z.B. Bambauer und Bank.

Die Verfasser haben mit diesem Buch ein Standardwerk geschaffen, das in wissenschaftlich einwandfreier und doch verständlicher Form die Geologie des Bundeslandes beschreibt. Für Wissenschaftler und Studenten, aber auch für interessierte Laien ist das Buch eine Fundgrube. Es kann uneingeschränkt empfohlen werden.

Prof. Dr.-Ing. Heinz Walter Wild

Zeitschrift zur Geschichte des Berg- und Hüttenwesens, Fischbacher Hefte Heft 2/2005, 11. Jahrgang

Bespr.: GMIT Nr. 23, März 2006, S. 88/89 top ↑

Das von Klaus Steingötter redigierte Buch ist die erste zusammenfassende geologische Beschreibung dieses vor 50 Jahren entstandenen Bundeslands.

Rheinland-Pfalz ist ein geologisch sehr vielseitiges Land. Die ältesten Gesteine entstanden im Vendium; vom Unterdevon bis Quartär sind fast alle Formationen im Lande vertreten. Viele paläontologischen Funde sind weltbekannt, wie die Fossilien aus dem Bundenbacher Dachschiefer, die Amphibien aus dem Rotliegenden, die Pflanzen aus dem Buntsandstein und die Tertiärfaunen aus dem Mainzer Becken. Auch fehlt es nicht an Sehenswürdigkeiten, wie die Eifel-Maare und Felsgruppen aus dem Buntsandstein des Pfälzer Waldes.

Neben der Geologie werden auch die Ingenieur- und Hydrogeologie vorgestellt. Ausführlich ist die Beschreibung der mineralischen Rohstoffe, an denen es in Rheinland-Pfalz nicht mangelt - von Eisen-, Kupfer-, Blei/Zink-, Uran-, Pyrit-, Gold-, Schwerspat- und Feldspat- bis zu Erdöl-/Erdgaslagerstätten. Besonders vielseitig sind die Steine-Erden-Vorkommen, die von Basalt, Kaolin, Dachschiefer, Massenkalk bis zu Sand und Kies reichen. 2001 gab es im Lande 171 Gewinnungsbetriebe, die der Bergaufsicht unterstanden.

21 Autoren haben an dem vielseitigen und gut illustrierten Werk mitgewirkt. Schon vorher ist eine Geologische Karte 1:300.000 erschienen. Das Buch ist sehr zu empfehlen und sollte ein Anreiz sein, auch die noch fehlenden geologischen Beschreibungen anderer Bundesländer zu erstellen.

ds

GMIT Nr. 23, März 2006, S. 88/89

Bespr.: POLLICHIA-Kurier 22 (1) - 2006, S. 65-66 top ↑

Nachdem das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz bereits im Jahr 2003 mit "Steinland-Pfalz" einen allgemeinverständlichen Überblick über die Geologie und Erdgeschichte des Landes Rheinland-Pfalz veröffentlicht hatte (vgl. Besprechung im POLLICHIA Kurier 2004, Ausgabe 20, Heft 1, S. 47), erschien nun endlich auch eine ausführlichere und umfassendere, wissenschaftliche Beschreibung der Geologie von Rheinland-Pfalz.

Den Anfang dieses Werkes bildet ein nicht ganz fünfseitiger, grober Überblick über die geographisch-naturräumliche Gliederung des Bundeslandes. Darauf folgt dann ein Überblick über die Erdgeschichte von Rheinland-Pfalz, der mit 283 Seiten umfangreichste Teil des vorliegenden Werkes. Diesem Kapitel, auf das weiter unter noch näher eingegangen wird, folgen ein sechs-seitiges Kapitel über Böden, ein 15-seitiges Kapitel über im Land vorhandene Lagerstätten, wobei die Herausgeber hier den Schwerpunkt auf Steine und Erden legen und metallische, sowie Energie-Rohstoffe nur randlich behandeln, sowie ein 14-seitiges Kapitel zu verschiedenen Aspekten der Ingenieurgeologie. Ein 17-seitiges Kapitel zur Hydrogeologie, sowie ein acht-seitiges Kapitel zur Geochemie, das sich ausschließlich mit Spurenelementen in Bachsedimenten befasst, runden den Inhalt des Werkes ab. Dem Textteil folgt ein 38-seitiges, umfangreiches Schriftenverzeichnis, ein acht-seitiges Sachregister, sowie ein sechs-seitiges Ortsregister. Desweiteren liegen dem Buch Anlagen zur Stratigraphie des Devon, des Tertiärs, sowie des Pleistozäns in Rheinland-Pfalz bei.

Da sich die meisten potentiellen Leser dieses Werkes wahrscheinlich vor allem für das Kapitel über die erdgeschichtliche Entwicklung von Rheinland-Pfalz interessieren dürften, wird hier auf diesen Teil etwas näher eingegangen. Das Kapitel beginnt mit einem kurzen Abriss der Erforschungsgeschichte der einzelnen geologischen Einheiten, sowie einer sehr kurzen Zusammenfassung der erdgeschichtlichen Entwicklung des Landes Rheinland-Pfalz. Beginnend mit dem Prädevon wird dann auf die einzelnen, im Land durch Gesteine vertretenen, Epochen der Erdgeschichte näher eingegangen. Die komplexe Sedimentationsgeschichte und Tektonik des Devons, das etwa die Hälfte der Fläche des Landes ausmacht, werden auf 56 Seiten dargestellt. Das Permokarbon, das seine Hauptverbreitung im Saar-Nahe Becken und im Wittlicher Becken hat, wird auf insgesamt 64 Seiten behandelt. Für den paläontologisch Interessierten erfreulich, wird in diesem Teil auch etwas detailierter auf die Entwicklung der Lebewelt und paläoökologische Fragen eingegangen als im vorherigen Teil. Die Trias mit Hauptverbeitung in Pfälzerwald, Westpfalz, und Trierer Bucht wird auf 50 Seiten behandelt und dem Jura, der nur an wenigen Lokalitäten am Haardtrand und hauptsächlich in der Trierer Bucht vorkommt, werden sechs Seiten gewidmet. Die Kreide, die nur durch wenige vulkanische Vorkommen bei Wittlich im Land vertreten ist, wird dementsprechend auf weniger als einer Seite behandelt. Das Tertiär, mit Hauptverbreitung im Oberrheingraben und Mainzer Becken, aber auch zahlreichen kleineren Vorkommen in Eifel und Westerwald, wird auf gut 51 Seiten behandelt. Schließlich folgt auf 45 Seiten das Quartär, das mit zahlreichen Ablagerungen in fast allen Landesteilen vertreten ist. Im Bereich Tertiär und Quartär hält sich das Werk dabei an traditionelle stratigraphische Einteilungen, die im Widerspruch zu aktuellen internationalen Festlegungen stehen. So soll nach internationaler Regelung heute eigentlich nicht mehr zwischen Tertiär (Paleozän, Eozän, Oligozän, Miozän, Pliozän) und Quartär (Pleistozän, Holozän), sondern nur noch zwischen Paläogen (Paleozän, Eozän, Oligozän) und Neogen (Miozän, Pliozän, Pleistozän, Holozän) unterschieden werden. Allerdings wird diese, nach Meinung des Rezensenten nicht hinreichend begründete, Regelung nicht von allen Wissenschaftlern weltweit anerkannt und vor allem Quartär-Geologen wehren sich zur Zeit heftig gegen die "Abschaffung" ihrer Epoche. Auf regionaler Ebene liefert das ganze Kapitel jedoch die neuesten stratigraphischen Gliederungen aller in Rheinland-Pfalz aufgeschlossenen geologischen Einheiten, die zum Teil bisher in dieser Form noch nicht publiziert waren. Leider wird bei den meisten Teilen nur relativ wenig auf die Paläontologie der einzelnen Epochen eingegangen und hier wäre sicherlich noch Bedarf nach neueren zusammenfassenden Darstellungen zu diesem Aspekt der Erdgeschichte von Rheinland-Pfalz.

Bei einer so umfangreichen Thematik wie sie in diesem Buch behandelt wird, ist es allerdings von vorneherein klar, dass die Autoren vieles nur in stark zusammengefasster Form darstellen konnten und nicht alle Aspekte der Geologie von Rheinland-Pfalz bis ins letzte Detail und mit allen möglichen alternativen Interpretationen behandelt werden. Hier kann der Leser jedoch für weiterführende Informationen auf das umfangreiche, allerdings bei weitem nicht vollständige, Literaturverzeichnis zurückgreifen. Als Ergänzung empfehlen Verlag und Herausgeber die ebenfalls vom Landesamt für Geologie und Bergbau herausgegebene Geologische Übersichtskarte von Rheinland-Pfalz im Maßstab 1:300.000. Für die Pfalz sei hier noch zusätzlich auf die 2003 von der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft veröffentlichte Geologische Karte der Pfalz im Maßstab 1:200.000 verwiesen (Autor: PD Dr. K.R.G. Stapf).

Alles in allem stellt das vorliegende Werk eine lange vermisste Zusammenfassung wichtiger geologischer Fakten und ausgewählter Interpretationen zu allen in Rheinland-Pfalz aufgeschlossenen geologischen Einheiten dar. Inhaltlich setzt das Werk dabei in einigen Teilen ein solides geowissenschaftliches Grundwissen voraus und es ist klar, dass die Autoren dabei im Gegensatz zu dem 2003 erschienen "Steinland-Pfalz" weniger die breite Öffentlichkeit oder interessierte Laien, sondern eher geowissenschaftlich vorgebildete Leser als Zielgruppe im Sinn hatten. Trotzdem beinhaltet dieses Werk auch für interessierte "Nicht-Profis" auf dem Gebiet der Geowissenschaften eine Reihe interessanter, zum Teil bisher noch nicht publizierter oder ansonsten nur schwer zugänglicher Informationen zu zahlreichen Aspekten der Geologie von Rheinland-Pfalz.

PD Dr. Dieter Uhl, Neustadt an der Weinstraße / Utrecht

POLLICHIA-Kurier 22 (1) - 2006, S. 65-66

Bespr.: Beiträge zur Geologie von Thüringen N.F. 12 (2005) top ↑

Mit diesem Buch wird die zwanglose Folge monographischer Beschreibungen deutscher Bundesländer aus der Schweizerbart'schen Verlagsbuchhandlung fortgesetzt (bisher Bayern I 1988, Baden-Württemberg 1991, Bayern II 1993, Thüringen 1994 und 2003, Nordrhein-Westfalen 1998, Mecklenburg-Vorpommern 2004). Es gibt einen kurz gefassten, aber dennoch gelungenen Überblick über die mannigfaltigen geologischen Verhältnisse des von Rheinland-Pfalz eingenommenen Areals aus der Sicht und als Ergebnis der geologischen Bearbeitung eines staatlichen geologischen Dienstes; es trägt - stark komprimiert - auch den angewandten Geowissenschaften des Landes Rechnung. An der Darstellung des aktuellen Kenntnisstandes waren 21 Autoren beteiligt.

Im einleitenden ``Geographisch-naturräumlichen Überblick'' (5 S.) werden Morphologie und Bodennutzung der Landschaften (Eifel, Hunsrück, Mittelrhein, Taunus, Westerwald, Trierer Bucht, Pfälzer Wald, Saar-Nahe-Bergland, Rheinhessisches Tafel- und Hügelland, Oberrheinisches Tiefland) knapp skizziert.

``Die Erdgeschichte von Rheinland-Pfalz im Überblick'' (283 S.) beginnt mit einer kurzen Erforschungsgeschichte - getrennt für die regionalgeologischen Einheiten - und einem Abriss des erdgeschichtlichen Werdegangs. Anschließend werden in acht Kapiteln die stratigraphischen Einheiten vom Prädevon bis zum Quartär behandelt:

Das Prädevon ist auf zwei Vorkommen am Südrand des Hunsrücks (Wartenstein- Mörschied-Griebelschied und Schweppenhausen) beschränkt. Der hier aufgeführte Orthogneis granitischer Zusammensetzung von Albersweiler (Platznahme des Protolithen vor ca. 370 Mio. a, Metamorphose-Alter 330 Mio. a) aus der Mitteldeutschen Kristallinzone müsste dem Devon bzw. Karbon zugerechnet werden (vgl. auch Abb. 31).

Das Devon nimmt - entsprechend seinem großen Anteil an den zutage tretenden Gesteinen und der Regionengliederung in 28 Faziesgebiete - breiten Raum ein, wobei zuerst die paläogeographische Entwicklung und Sedimentation interpretiert und danach die Schichtenfolgen der Regionen beschrieben werden; die umgekehrte Reihenfolge hätte zweifelsohne wesentlich zum besseren Verständnis der beträchtlich wechselnden Sedimentationsvorgänge und der differenzierten paläogeographischen Verhältnisse während des Devons im Rheinischen Schiefergebirge beigetragen. Die auf den ersten Blick verwirrende Vielzahl stratigraphischer Bezeichnungen kann von den mit der Materie nicht vertrauten Lesern in 17 Text-Tabellen - für das Unterdevon jeweils mit Kartogramm, aus welchem die Lage der betreffenden Region zu ersehen ist - zeitlich-räumlich erfasst werden. Die verschiedenen Abfolgen des Devons in den 28 Regionen sind zusätzlich auf zwei Falttafeln im Anhang (Anlage 1) korreliert. Das Kapitel Devon endet mit einer Erläuterung der vulkanischen Aktivitäten.

Ähnlich umfangreich ist das ``Permokarbon'' dargestellt (Warum nicht ``Karbon und Perm'', wenn beide in einem Kapitel zusammengefasst werden müssen bzw. sollen?), wobei die Saar-Nahe-Senke entsprechend ihrer Bedeutung für die stratigraphische Gliederung der variszischen Innenmolassen im Vordergrund steht. Hier wird allerdings die seit langem bekannte Tatsache, dass die in marinen Abfolgen definierte Grenze Karbon/Perm (= Gzhel/Assel) der internationalen Standardgliederung (jetzt bei 296 Mio. a festgelegt) nicht mit der für die terrestrischen Abfolgen Mitteleuropas gebräuchlichen Grenze Stefan/Rotliegendes (festgelegt mit dem Einsetzen von Autunia conferta, jetzt bei etwa 300 Mio. a zu suchen) übereinstimmt, noch immer als ein ``grundsätzliches Problem'' gesehen. Kurze Ausführungen über das Rotliegende der im Rheinischen Schiefergebirge gelegenen Wittlicher Senke sowie recht ausführlich über den vorherrschend terrestrischen Zechstein der südlichen Pfalz und des Pfälzer Berglands beschließen dieses Kapitel.

Für ``mitteldeutsche'' Geologen besonders interessant ist die Ausbildung der detailliert beschriebenen Abfolgen von Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper im südwestlichen Germanischen Becken für den Bereich der Hessischen Senke (Pfalz und Rand der Haardt) sowie der Eifeler Nord-Süd-Zone (Trierer Bucht). Neuerungen in der Buntsandstein-Stratigraphie der Pfalz ermöglichen eine bessere Korrelation mit der bekannten Standardabfolge im rechtsrheinischen Germanischen Becken und den Anschluss der Abfolgen in der Trierer Bucht. Davon betroffen ist auch die Grenzziehung zwischen Zechstein und Buntsandstein. Vor allem für den Oberen Muschelkalk zeigt sich - biostratigraphisch begründet - eine Diskrepanz zwischen herkömmlicher lithostratigraphischer Schichten-Gliederung und den als Formationen und Subformationen ausgehaltenen teilweise diachronen Lithofazies-Einheiten. Den Rezensenten - und sicher auch die weitaus meisten, der mit der Trias-Stratigraphie Deutschlands nicht befassten Geologen - erfreut die offizielle Verwendung der traditionellen, lithologisch begründeten Schichten-Bezeichnungen anstelle der von der Subkommission Perm-Trias der Deutschen Stratigraphischen Kommission vorgeschlagenen schablonenhaften, nichtssagenden Formationsgliederungen für Muschelkalk und Keuper.

Gesteine des Juras treten reliktisch am Ostrand der Haardt und in der Trierer Bucht an der Oberfläche auf; eine Tiefbohrung hat im Oberrhein-Graben solche des basalen Doggers und ein fast vollständiges Profil des Lias angetroffen. Für zwei schlot- bzw. gangförmige ``basaltische'' Magmatite wurde radiometrisch Unterkreide- Alter (ca. 110 Mio. a) ermittelt.

Ablagerungen des Tertiärs sind in Rheinland-Pfalz weit verbreitet, aber nur im Oberrhein-Graben (hier fast vollständig von Quartär bedeckt) und im Mainzer Becken (zutage tretend) in größerer Mächtigkeit und - abgesehen vom Paläozän - auch weitgehend vollständig ausgebildet. Die Vorkommen im Nordpfälzer Bergland, Hunsrück und Taunus resultieren zumeist aus der Rupel-Transgression in altangelegte Täler, die des Neuwieder Beckens und des Westerwalds liegen in einer Senkungszone, die sich im variszischen Streichen von der Trierer Bucht bis in die Gegend von Kassel erstreckt. Der tertiäre Vulkanismus ist auf den Westerwald und die Hocheifel konzentriert. Einen Überblick über die Abfolgen des Tertiärs gibt die Falttafel im Anhang (Anlage 2).

Die durchweg im eisfreien Gebiet gebildeten Ablagerungen des Quartärs weisen wegen der Klimaschwankungen sowie aufgrund der vulkanischen Aktivitäten in der Eifel und tektonischer Vorgänge (Absenkung des Oberrhein-Grabens, Hebung des Rheinischen Schiefergebirges) mannigfaltige Ausbildungen auf. Zu nennen sind die pleistozänen Terrassen des Rheins und seiner Nebenflüsse, die darauf in den Kaltzeiten abgelagerten äolischen Sedimente, die periglazialen Deckschichten und das Pleistozän im Oberrhein-Graben, die Auenlehme des Holozäns sowie die Ablagerungen der Vulkan-Felder in der West- und Osteifel, im letzteren mit der vor 12.900 Jahren geförderten Laacher See-Tephra (Trass) als jüngster vulkanischer Bildung. Die zeitlich Einordnung der pleistozänen Ablagerungen ist aus einer weiteren Falttafel (Anlage 3) zu ersehen.

Die angewandten Geowissenschaften sind mit fünf Kapiteln vertreten: Böden (5 S.), Lagerstätten (15 S.), Ingenieurgeologie (14 S.), Hydrogeologie (17 S.), Geochemie (6 S.). Die Böden der zahlreicher als in Kapitel 1 ausgehaltenen Naturräume werden anhand der ``Bodenkundlichen Kartieranleitung'' charakterisiert, wobei die geologische Großgliederung in Grundgebirge einschließlich Vulkaniten, paläozoisches Deckgebirge, mesozoisches Deckgebirge und känozoische Becken zugrunde gelegt ist. Von den Lagerstätten unterschiedlicher Rohstoffe werden seit einigen Jahrzehnten fast ausschließlich, aber in großer Vielfalt und Menge über das ganze Land verteilt, Steine und Erden gewonnen. Zu nennen sind weiterhin die Förderung von Erdöl und Erdölgas im Oberrhein-Graben sowie von sehr geringen Mengen Sole für den Kur- und Badebetrieb. Die Möglichkeit der Gewinnung geothermischer Energie im Oberrhein-Graben ist erwähnt. Im Kapitel Ingenieurgeologie wird ein Überblick über die Baugrundverhältnisse (Gesteins- und Gebirgseigenschaften, Bodensenkungen und Standsicherheit unterirdischer Hohlräume, Rutschungen) und die Erdbeben-Gefährdung gegeben, im Kapitel Hydrogeologie werden die hydrogeologischen Räume ausgegliedert und charakterisiert sowie die Verteilung der Mineral- und Thermalwässer aufgezeigt. Das Kapitel Geochemie beinhaltet die Verteilung von Spurenelementen in den Bachsedimenten der Großlandschaften.

Ein ausführliches Verzeichnis mit den im Text zitierten Schriften (38 S.) ermöglicht eine intensivere Beschäftigung mit interessierenden Teilfragen. Der Inhalt des Buches lässt sich über Sach- und Ortsregister erschließen. Zur Ergänzung wird die ebenfalls vom Landesamt herausgegebene Geologische Übersichtskarte von Rheinland-Pfalz im Maßstab 1 : 300.000 (GÜK 300) empfohlen. Sie kann vom Landesamt oder über den Verlag bezogen werden (Preis 5,00 EUR).

Trotz sorgfältiger Redaktion haben sich einige, teilweise formale Unzulänglichkeiten und Fehler eingeschlichen, die bei einer späteren Neuauflage beseitigt werden sollten: Befremdlich - aber vielleicht typisch für eine Landesbehörde - ist die Anonymität, die dieses wissenschaftliche Werk ausstrahlt (abgesehen vom alphabetischen Verzeichnis der Autoren im Impressum und von der Nennung der Fotografen bei den Abbildungsunterschriften); die Autoren sollten möglichst unter den Überschriften der einzelnen Kapitel bzw. Abschnitte, vielleicht schon im Inhaltsverzeichnis genannt werden. Nicht immer befriedigen können die Abbildungen bzw. Abbildungsunterschriften: So fehlen z. B. bei den Abbildungen 1, 3, 14, 21, 28 die für das Verständnis notwendigen Legenden; bei Abb. 8 und 135 wird nur die Lokalität genannt, aber nicht die geologische Situation erläutert; bei Abb. 104 fehlt der Maßstab. Falsch - wenn auch anderswo nicht selten zu finden - ist der Verzicht auf Flexionsendungen bei den Bezeichnungen für übergeordnete und lithostratigraphische Einheiten. Richtig muss es heißen (vgl. DUDEN, alte und neue Rechtschreibung), z. B.: Rotliegendes, das Rotliegende, des Rotliegenden; des Zechsteins, Buntsandsteins, Devons; des Hunsrückschiefers, Muschelsandsteins; des Tuffs III u.s.w. Zu begrüßen ist der Verzicht auf die Latinisierung der Stufen- Bezeichnungen - Tertiär und Pleistozän ausgenommen; besonders bemerkenswert Holsteinium, Saalium, Weichselium; warum dann nicht auch Mittelweichselium statt Mittelweichsel? Weiterhin müssen einige grammatikalische und Schreibfehler getilgt werden.

Dem Verlag gebührt Anerkennung für die vorzügliche Ausstattung, jetzt auch mit farbigen Abbildungen (einschließlich Fotos) und Tabellen.

GERHARD KATZUNG, Berlin

Beiträge zur Geologie von Thüringen, N.F. 12(2005)

Bespr.: bergbau 8/August 2006, 57. Jahrg. S. 347 top ↑

Das Land Rheinland-Pfalz und somit sein geologischer Dienst bestehen erst seit wenig mehr als 50 Jahren. Zuvor war die Landesfläche verschiedenen deutschen Teilstaaten zugeordnet. Dies erklärt, warum bisher zwar viele geowissenschaftliche Spezialarbeiten über Teilbereiche des Landes publiziert wurden, ein zusammenfassendes Werk jedoch fehlte. Diese Lücke schließt das vorliegende Buch, in dem erstmals eine Gesamtbeschreibung der Geologie von Rheinland-Pfalz vorgelegt wird. Zahlreiche Geowissenschaftler des Landesamtes für Geologie und Bergbau, aber auch verschiedener Hochschulen haben hierfür die neuesten Erkenntnisse über die Erdgeschichte des Landes zusammengetragen. Das Buch umfasst 7 Kapitel: Geographisch- naturräumlicher Überblick, Erdgeschichte von Rheinland-Pfalz, Böden, Lagerstätten, Ingenieurgeologie, Hydrogeologie und Geochemie.

Das 2.Kapitel ``Die Erdgeschichte von Rheinland- Pfalz'' nimmt mit 288 Seiten den weitaus größten Raum des Buches ein. Dies ist insofern auch berechtigt und begründet, da das Land Rheinland-Pfalz eine besonders große geologische Vielfalt aufweist, die nahezu jedes geologische Zeitalter umfasst. Grundlage der Beschreibung der verschiedenen Gesteinseinheiten des Landes auf der Basis der neuesten stratigraphischen Gliederung sind die Ergebnisse der geologischen Kartierungen, insbesondere der amtlichen geologischen Landaufnahme.

Die das Land Rheinland-Pfalz dominierenden geologischen Erdzeitalter sind Devon, Unter- und Oberkarbon, Rotliegendes, Buntsandstein, Muschelkalk, Tertiär und Pleistozän. Das Devon (Unter-, Mittel-, Oberdevon) nimmt in der Beschreibung eine bevorzugte Stellung ein, da das flächenmäßig größte Areal des Landes das aus devonischen Schichten bestehende Rheinische Schiefergebirge umfasst. Interessant ist die Darstellung der bis ins frühe 19. Jh.zurückreichenden Erforschung durch Landesgeologen der Preußischen Geologischen Landesanstalt. Ein fundierter Abschnitt befasst sich mit dem im Devon aufgetretenem Vulkanismus des Rheinischen Schiefergebirges, der auch zur Bildung von Erzgängen geführt hat.

Das Permokarbon (Karbon, Rotliegendes, Zechstein) nimmt wegen der großen flächenhaften Bedeutung ebenfalls einen großen Raum ein. Es folgt Trias mit Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Die tertiären Ablagerungen im Oberrheingraben, des Mainzer Beckens sowie die tertiären Ablagerungen in Hunsrück, Taunus, Nordpfälzer Bergland und des Neuwieder Beckens werden eingehend und verständlich dargestellt, wobei Graphiken, Tabellen und Schemazeichnungen das Geschriebene unterstützen. Das Quartär und seine Sedimentologie führt in die Neuzeit mit Flora und Fauna, die an Beispielen belegt werden. In diese Zeit fällt auch der Vulkanismus in der Eifel, dem ein besonderer Abschnitt gewidmet ist.

Der Abschnitt 4 ``Lagerstätten'' ist in lediglich 14 Seiten behandelt. Im Hinblick auf die z. T. Jahrhunderte alte Bergbautätigkeit im heutigen Rheinland-Pfalz wäre wohl eine eingehendere Schilderung dieser Lagerstätten und ihre geschichtliche Bedeutung wünschenswert gewesen.

Die Abschnitte ``Ingenieurgeologie'', ``Hydrologie'' vermitteln einen sehr guten Überblick über die geologischen Verhältnisse, die diese Spezialgebiete der Geologie berühren. Interessant ist im Kapitel ``Geochemie'' die Darstellung und Kommentierung von Spurenelementen in Bachsedimenten, wobei eine Vielzahl von Untersuchungen in allen Landesteilen ausgewertet wurde. Einen großen Einfluss auf die chemische Zusammensetzung der Bachsedimente haben die zahlreichen früher in Abbau stehenden Erzlagerstätten des Rheinischen Schiefergebirges. Die Belastung mit 13 Elementen von Barium bis Zink ist detailliert aufgelistet, wobei auffällt, dass das besonders umweltschädliche Arsen nicht berücksichtigt wurde.

Die Kenntnis der klassischen Geologie dürfte bei der Lektüre dieses Buches und der geowissenschaftlichen Interpretation eine wertvolle Hilfe sein, obwohl die Verfasser die Beschreibung der geologischen und tektonischen Verhältnisse verständlich dargestellt haben.

Sehr anschaulich und sogar exzellent sind die im Text sorgfältig gezeichneten 162 meist farbigen Abbildungen. Zahlreiche Tabellen unterstützen die textlichen Beschreibungen der Erdgeschichte.

Eine wichtige Ergänzung zu dem vorliegenden Text ist die beigefügte Geologische Übersichtskarte von Rheinland-Pfalz im Maßstab 1:300000, auf der die Verbreitung der beschriebenen geologischen Einheiten dargestellt ist.

Das umfangreiche Literaturverzeichnis ermöglicht es dem Leser, noch detailliertere Informationen über die Geologie von Rheinland- Pfalz zu erlangen. Das Autorenverzeichnis geht bis in das 18. Jh. zurück. Von den modernen Autoren fehlen einige wichtige Bearbeiter, wie z.B. Bambauer und Bank.

Die Verfasser haben mit diesem Buch ein Standardwerk geschaffen, das in wissenschaftlich einwandfreier und doch verständlicher Form die Geologie des Bundeslandes beschreibt. Für Wissenschaftler und Studenten, aber auch für interessierte Laien ist das Buch eine Fundgrube. Es kann uneingeschränkt empfohlen werden.

Prof. Dr. Heinz Walter Wild, Dinslaken

bergbau 8/August 2006, 57. Jahrg.

Makossa Druck und Medien GmbH, Gelsenkirchen

Bespr.: WLA-online-Archiv, 45. Jahrgang 2006/2, S. 124 top ↑

Die in Aufschlüssen greifbare Erdgeschichte von Rheinland-Pfalz beginnt um die Wende von der Erdurzeit zum Erdaltertum vor etwa 550 Mio. Jahren am Südrand des Rheinischen Schiefergebirges. Ab dem Devon (Beginn vor 417 Mio. Jahren) sind dann alle geologischen Systeme (Devon, Karbon, Perm, Trias, Jura, Kreide, Tertiär und Quartär) vertreten. Rheinland- Pfalz als Ganzes kann so geologische Einblicke in das Erdaltertum, Erdmittelalter wie die Erdneuzeit vermitteln. Eifel und Trierer Bucht, Hunsrück und Saar-Nahe-Bergland, Taunus und Westerwald, Pfälzerwald und Rheinhessisches Tafel- und Hügelland, Oberrheinisches Tiefland und Mittelrhein bilden dafür den naturräumlichen Rahmen. Ein diesen Gesamtraum abdeckendes regionalgeologisches Handbuch war bisher allerdings ein Desiderat. Dem hat das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz nun abgeholfen. Ein Einzelner hätte das auch kaum bewerkstelligen können. Den weitaus größten Teil der "Geologie von Rheinland- Pfalz" nimmt naheliegend der "Gang der Erdgeschichte" ein. Dabei erweist sich das Bundesland zugleich als vielfältiger geologischer Forschungsraum von grundsätzlicher Bedeutung. Man denke z. B. an die Rotliegend-Geologie. (So mag der Band zugleich dazu beitragen, daß sich neue Nomenklaturen durchsetzen, also etwa nicht mehr vom "Rotliegenden" gesprochen wird, sondern vom "Rotliegend".) Ergänzt wird dieser erdgeschichtliche Teil durch einzelne Themenbereiche wie Böden, Lagerstätten, Ingenieurgeologie, Hydrogeologie und Geochemie. Der Band informiert also nicht nur über die geologische Differenzierung eines an Geotopen reichen Bundeslandes, sondern auch über Risiken wie Erdbeben, Bodensenkungen oder Rutschungen und über wichtige Grundlagen räumlicher Inwertsetzung wie Wasser oder mineralische und fossile Ressourcen. Insgesamt 161 Abbildungen (vorzügliche und informative Photos, Karten, Diagramme etc.) und 36 Tabellen sowie im Anhang zwei detaillierte Tabellen zur Devon-Stratigraphie illustrieren die gediegenen, von Autoren des Landesamtes wie verschiedener Universitäten verfasten Texte. Zusammen mit der bereits seit 2005 verfügbaren Geologischen Übersichtskarte 1:300.000 liegt für Rheinland-Pfalz damit eine sich auf dem aktuellen Stand bewegende Regionalgeologie vor. Solcherlei Handbücher wünscht man sich für alle 16 Bundesländer!

Dr. Klaus Kremb

WLA-online-Archiv, 45. Jahrgang

Bespr.: der Aufschluss Jg. 58 Jan/Feb 2007 top ↑

Mit dem 2005 erschienenen Buch Geologie von Rheinland-Pfalz liegt nun erstmals eine Gesamtdarstellung der stratigraphischen und strukturellen geologischen Baueinheiten dieses Bundeslandes vor, die einen umfassenden Einblick in die Erdgeschichte der Region gibt. Dem Autorenkollektiv des Landesamtes für Geologie und Bergbau und verschiedener Hochschulen ist es bestens gelungen, die gesamte erdgeschichtliche Entwicklung kompakt darzustellen und darüber hinaus aber auch die Besonderheiten der Region, so z.B. hinsichtlich der Fossillagerstätten und deren bedeutende Funde (devonische Crinoiden des Hunsrückschiefers, permische Pflanzenreste des Saar-Nahe-Beckens, tertiäre Urpferde des Eckfelder Maares) zu präsentieren. Den Themengebieten Böden, Lagerstätten, Ingenieurgeologie, Hydrogeologie und Geochemie sind jeweils eigene Kapitel gewidmet, in denen die Geopotenziale und Georisiken der Region diskutiert werden. Ein kurzer geographisch-naturräumlicher Überblick informiert den Leser zu Beginn über die landschaftliche Vielfalt des Landes. Überwiegend farbige Abbildungen, zahlreiche Tabellen und drei Anlagen zur Stratigraphie ergänzen die Erläuterungen im Text. Allerdings ist die Qualität der Farbfotos zum Teil zu bemängeln, was an der Auflösung der verwendeten Scans liegen mag.

Das Buch bietet Geowissenschaftlern wie interessierten Laien einen sehr guten Überblick über die Geologie des Landes Rheinland-Pfalz. Es eignet sich bestens zur Vorbereitung geologischer Exkursionen im universitären und außeruniversitären Bereich sowie als ergänzende Lektüre für Gymnasiallehrer zur Vorbereitung regionaler Unterrichtseinheiten im Fach Geographie, speziell von Grund- und Leistungskursen.

Die jüngere Fachliteratur wird berücksichtigt und bietet die Möglichkeit zur Vertiefung einzelner Themen. Darüber hilft ein Sach- und Ortsregister dem Leser, schnell die gesuchte Information zu finden. Das Buch sollte in keiner geowissenschaftlichen Bibliothek fehlen, da es eine wesentliche Ergänzung zum aktuellen Kenntnisstand der Geologie in Deutschland darstellt.

Annette E. GÖTZ, Halle (Saale)

der Aufschluss Jg. 58 Jan/Feb 2007

Bespr.: der Aufschluss Jg. 58/1 2007, S. 58 top ↑

Das Land Rheinland-Pfalz und somit sein geologischer Dienst bestehen erst seit wenig mehr als 50 Jahren. Zuvor war die Landesfläche verschiedenen deutschen Teilstaaten zugeordnet. Dieses erklärt, warum bisher zwar viele geowissenschaftliche Spezialarbeiten über Teilbereiche des Landes publiziert wurden, ein zusammenfassendes Werk jedoch fehlte. Diese Lücke schließt das vorliegende Buch, in dem erstmals eine Gesamtbeschreibung der Geologie von Rheinland-Pfalz vorgelegt wird. Zahlreiche Geowissenschaftler des Landesamtes für Geologie und Bergbau, aber auch verschiedener Hochschulen haben hierfür die neuesten Erkenntnisse über die Erdgeschichte des Landes zusammengetragen. Das Buch umfasst 7 Kapitel: Geographisch-naturräumlicher Überblick, Erdgeschichte von Rheinland-Pfalz, Böden, Lagerstätten, Ingenieurgeologie, Hydrogeologie und Geochemie.

Das zweite Kapitel "Die Erdgeschichte von Rheinland-Pfalz" nimmt mit 288 Seiten den weitaus größten Raum des Buches ein. Dies ist insofern auch berechtigt und begründet, da das Land Rheinland-Pfalz eine besonders große geologische Vielfalt aufweist, die nahezu jedes geologische Zeitalter umfasst. Grundlage der Beschreibung der verschiedenen Gesteinseinheiten des Landes auf der Basis der neuesten stratigraphischen Gliederung sind die Ergebnisse der geologischen Kartierungen, insbesondere der amtlichen geologischen Landaufnahme.

Die das Land Rheinland-Pfalz dominierenden geologischen Erdzeitalter sind Devon, Unter- und Oberkarbon, Rotliegendes, Buntsandstein, Muschelkalk, Tertiär und Pleistozän. Das Devon (Unter-, Mittel-, Oberdevon) nimmt in der Beschreibung eine bevorzugte Stellung ein, da das flächenmäßig größte Areal des Landes das aus devonischen Schichten bestehende Rheinische Schiefergebirge umfasst. Interessant ist die Darstellung der bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreichende Erforschung durch Landesgeologen der Preußischen Geologischen Landesanstalt. Ein fundierter Abschnitt befasst sich mit dem im Devon aufgetretenem Vulkanismus des Rheinischen Schiefergebirges, der auch zur Bildung von Erzgängen geführt hat.

Das Permokarbon (Karbon, Rotliegendes, Zechstein) nimmt wegen der großen flächenhaften Bedeutung ebenfalls einen großen Raum ein. Es folgt Trias mit Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Die tertiären Ablagerungen im Oberrheingraben, des Mainzer Beckens sowie die tertiären Ablagerungen in Hunsrück, Taunus und Nordpfälzer Bergland und des Neuwieder Beckens werden eingehend und verständlich dargestellt, wobei Grafiken, Tabellen und Schemazeichnungen das Geschriebene unterstützen. Das Quartär und seine Sedimentologie führt in die Neuzeit mit Flora und Fauna, die an Beispielen belegt werden. In diese Zeit fällt auch der Vulkanismus in der Eifel, dem ein besonderer Abschnitt gewidmet ist. Der Abschnitt 4 "Lagerstätten" ist in lediglich 14 Seiten behandelt. Im Hinblick auf die zum Teil Jahrhunderte alte Bergbautätigkeit im heutigen Rheinland-Pfalz wäre wohl eine eingehendere Schilderung dieser Lagerstätten und ihre geschichtliche Bedeutung wünschenswert gewesen.

Die Abschnitte "Ingenieurgeologie", "Hydrologie" vermitteln einen sehr guten Überblick über die geologischen Verhältnisse, die diese Spezialgebiete der Geologie berühren. Interessant ist im Kapitel "Geochemie" die Darstellung und Kommentierung von Spurenelementen in Bachsedimenten, wobei eine Vielzahl von Untersuchungen in allen Landesteilen ausgewertet wurde. Einen großen Einfluss der chemischen Zusammensetzung der Bachsedimente haben die zahlreichen früher in Abbau stehenden Erzlagerstätten des Rheinischen Schiefergebirges. Die Belastung mit 13 Elementen von Barium bis Zink ist detailliert aufgelistet, wobei auffällt, dass das umweltschädliche Arsen nicht berücksichtigt wurde. Die Kenntnis der klassischen Geologie dürfte bei der Lektüre dieses Buches und der geowissenschaftlichen Interpretation eine wertvolle Hilfe sein, obwohl die Verfasser die Beschreibung der geologischen und tektonischen Verhältnisse verständlich dargestellt haben. Sehr anschaulich und sogar exzellent sind die im Text sorgfältig gezeichneten 162 meist farbigen Abbildungen. Zahlreiche Tabellen unterstützen die textlichen Beschreibungen der Erdgeschichte.

Eine wichtige Ergänzung zu dem vorliegenden Text ist die beigefügte Geologische Übersichtskarte von Rheinland-Pfalz im Maßstab 1:300.000, auf der die Verbreitung der beschriebenen geologischen Einheiten dargestellt ist.

Das umfangreiche Literaturverzeichnis ermöglicht es dem Leser, noch detailliertere Informationen über die Geologie von Rheinland-Pfalz zu erlangen. Das Autorenverzeichnis geht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Von den modernen Autoren fehlen einige wichtige Bearbeiter, wie z.B. BAMBAUER und BANK.

Die Verfasser haben mit diesem Buch ein Standardwerk geschaffen, das in wissenschaftlich einwandfreier und doch verständlicher Form die Geologie des Bundeslandes beschreibt. Für Wissenschaftler und Studenten, aber auch für interessierte Laien ist das Buch eine Fundgrube. Es kann uneingeschränkt empfohlen werden.

Prof. Dr. Heinz Walter WILD, Dinslaken

der Aufschluss Jg. 58/1 2007, S. 58

Bespr.: Zeitschrift für Geomorphologie N.F. 52/2 (2008), S. 266 top ↑

Das sehr schön gestaltete und ausgestattete Buch ist eine übersichtliche, gut lesbare und verständliche Darstellung der Geologie des Landes Rheinland-Pfalz. Nach einer kurzen geographischen Einführung folgt der Hauptteil des Buches (Kapitel 2), der die Gesteine und Schichtkomplexe beschreibt. Die Schichtfolgen werden systematisch vom Älteren zum Jüngeren behandelt, wobei Untergliederungen nach einzelnen Regionen erfolgen. Entsprechend ihrer weiten Verbreitung im dargestellten Gebiet wird den Schichten des Devons, des Jungpaläozoikums und des Mesozoikums breiter Raum gewidmet. Aber auch das Tertiär und das Quartär werden umfassend behandelt, wobei hier natürlich der Vulkanismus der Eifel und der anderen Vulkangebiete entsprechend berücksichtigt wird. Der Abschnitt „Quartär“ befasst sich zudem mit den pleistozänen Terrassen, Lössprofilen, Flusslaufverlagerungen, sowie den eiszeitlichen Fossilien.

Die kompetent ausgeführten Beschreibungen der Gesteine und Formationen erfolgen in ausgewogenem Detail, wobei auch die Bildungsbedingungen und der jeweilige tektonische Rahmen und die geodynamische Entwicklung dargestellt werden. Die zahlreichen Abbildungen geben Fossilfunde, Faziesverteilungen, Aufnahmen von Aufschlüssen oder Handstücken sowie Dünnschliff-Aufnahmen wieder. Vier großformatige farbige stratigraphische Tabellen befinden sich in einer Tasche am Ende des Buches, im Text noch ergänzt durch weitere Tabellen, Isopachenkarten, Profile, Säulenprofile oder Blockbilder. Durch die übersichtlichen textlichen und bildlichen Darstellungen ist es ein Leichtes, trotz der Fülle der Schichten und des mitgeteilten Stoffs den stratigraphischen Überblick zu behalten und das fazielle Neben- und altersmäßige Übereinander der Gesteinsformationen zu erfassen.

Die Kapitel 3–7 sind eher kurz gehalten und den Böden, den Lagerstätten, der Ingenieurgeologie, der Hydrogeologie und der Geochemie gewidmet. Sie vermitteln damit einen gestrafften Überblick über diese in vielen regionalen Werken sonst weniger beachteten, aber für die angewandte Seite der Geologie wichtigen Bereiche. Bei den Lagerstätten sind vor allem die mineralischen Rohstoffe von Bedeutung, denen daher breiterer Raum gewidmet wird als den anderen Lagerstätten. Der ingenieurgeologische Abschnitt befasst sich mit den Materialeigenschaften der Gesteine, dem Erdbebenpotenzial sowie Schadensereignissen wie Erdbrüchen und Rutschungen. Der geochemische Teil beschränkt sich auf Spurenelementgehalte in Bachsedimenten.

Dem Buch sind ein ausführliches Schriftenverzeichnis sowie ein Sachregister und ein Ortsregister hintangestellt. Was fehlt, ist eine geologische Karte des Landes. Es gibt jedoch eine vom Landesamt herausgegebene Geologische Übersichtskarte von Rheinland-Pfalz im Maßstab 1 : 300.000, auf die eigens hingewiesen wird und deren Erwerb zur Lektüre des Buches empfohlen wird. Diese Empfehlung gibt der Rezensent nachdrücklich weiter, da die Karte eine logische und wichtige Ergänzung zu dem Buch darstellt. Die im Buch wiedergegebene Übersichtskarte (Abb. 3) zeigt nur die großen Schichtkomplexe, leider ohne Legende.

Das handliche Hardcover-Buch ist ebenso eine gute Grundlage und informative Quelle für Fachleute wie ein Lesevergnügen für interessierte Laien. Jeder, der sich für die Geologie des Landes Rheinland-Pfalz interessiert oder hier geologische Untersuchungen durchführt, wird gerne zu diesem Buch greifen, das von einem kompetenten Autorenkollektiv von über 20 Fachleuten zusammengestellt wurde. Es kann somit einem breiten Interessentenkreis empfohlen werden.

Wolfgang Frisch, Tübingen

Zeitschrift für Geomorphologie N.F. 52/2 (2008), S. 266

Inhaltsverzeichnis top ↑

1 Geographisch-naturräumlicher Überblick 1
2 Die Erdgeschichte von Rheinland-Pfalz im Überblick 6
2.1 Prädevon 15
2.2 Devon 16
2.2.1 Paläogeographische Entwicklung und Sedimentation 19
2.2.1.1 Unterdevon 22
2.2.1.2 Mittel- und Oberdevon 29
2.2.1.2.1 Bereich der "Kalkeifel" (Regionen 2, 4, 5, 7) 31
2.2.1.2.2 Bereich südlich der Siegener Hauptüberschiebung (Region 15) sowie
Bereich südlich der Boppard-Görgeshausener Aufschiebung
(Regionen 23, 24, 26, 27) 33
2.2.1.2.3 Bereich südlich der Taunuskammüberschiebung (Regionen 19, 20) 34
2.2.2 Schichtenfolge des Devon 35
2.2.2.1 Unterdevon 35
2.2.2.1.1 Bereich Westeifel (Regionen 1-5 und 7) 35
2.2.2.1.2 Bereich östlich der Eifelkalkmulden und nördlich der Siegener
Hauptüberschiebung bzw. in deren Fortsetzung (Regionen 6 und
8-10) 38
2.2.2.1.3 Bereich südlich der Siegener Hauptüberschiebung (Regionen 11-14) 41
2.2.2.1.4 Bereich südlich der Boppard-Görgeshausener Aufschiebung
(Regionen 16-318 und 21-328) 43
2.2.2.1.5 Bereich südlich der Taunuskammüberschiebung (Hunsrücksüdrand):
Hahnen- und Simmerbachtal (Region 19) sowie Guldenbachtal
(Region 20) 52
2.2.2.2 Mitteldevon und Oberdevon 55
2.2.2.2.1 Westeifel, mitteldevonische Eifelkalkmulden (Regionen 2, 4, 5 ,7) 55
2.2.2.2.2 Moselmulde und Olkenbacher Mulde (Region 15) 60
2.2.2.2.3 Gebiet südlich der Boppard-Görgeshausener Aufschiebung und
südwestliche Lahnmulde (Regionen 23, 24, 26-28) 63
2.2.2.2.4 Gebiet südlich der Taunuskammüberschiebung (Soonwald und
Hunsrücksüdrand) (Regionen 18 Südteil, 19, 20) 64
2.2.2.2.4.1 Variszikum der Leiseler Mulde (Region 18 Südteil) 64
2.2.2.2.4.2 Hunsrücksüdrand (Hahnen- und Simmerbachtal) (Region 19) 65
2.2.2.2.4.3 Hunsrücksüdrand (Guldenbachtal) (Region 20) 68
2.2.3 Vulkanismus im Rheinischen Schiefergebirge 69
2.3 Permokarbon 73
2.3.1 Karbon und Rotliegend 73
2.3.1.1 Unterkarbon 74
2.3.1.2 Oberkarbon und Rotliegend 77
2.3.1.2.1 Oberkarbon und Rotliegend des Saar-Nahe-Beckens 82
2.3.1.2.2 Rotliegend der Wittlicher Senke 120
2.3.2 Zechstein 124
2.3.2.1 Zechstein der Südpfalz 127
2.3.2.2 Zechstein des Pfälzer Berglandes 133
2.4 Trias 137
2.4.1 Buntsandstein 137
2.4.1.1 Buntsandstein der Pfalz 139
2.4.1.2 Buntsandstein in Trierer Bucht und Eifel 150
2.4.2 Muschelkalk 160
2.4.2.1 Muschelkalk am Haardtrand 162
2.4.2.2 Muschelkalk der Westpfalz 164
2.4.2.3 Muschelkalk in Trierer Bucht und Eifel 167
2.4.3 Keuper 175
2.4.3.1 Keuper am Haardtrand 175
2.4.3.2 Keuper der Trierer Bucht 178
2.5 Jura 186
2.5.1 Jura am Haardtrand 187
2.5.2 Jura (Lias) der Trierer Bucht 187
2.5.3 Postliassische Entwicklung in Trierer Bucht und Pfälzer Mulde 190
2.6 Kreide 192
2.7 Tertiär 192
2.7.1 Tertiär des Oberrheingrabens 193
2.7.2 Tertiär des Mainzer Beckens 200
2.7.3 Tertiäre Ablagerungen in Hunsrück, Taunus und Nordpfälzer Bergland 219
2.7.4 Tertiär des Neuwieder Beckens 223
2.7.5 Tertiäre Ablagerungen im Westerwald 226
2.7.6 Tertiäre Ablagerungen in der Eifel und der Trierer Bucht 230
2.7.7 Tertiärer Vulkanismus des Westerwaldes 233
2.7.8 Tertiäres Vulkanfeld der Hocheifel 238
2.8 Quartär 244
2.8.1 Pleistozän 244
2.8.1.1 Pleistozän des Rheinischen Schiefergebirges und des Neuwieder Beckens,
der Trierer Bucht sowie des Saar-Nahe-Beckens 246
2.8.1.2 Pleistozän des Mainzer Beckens 257
2.8.1.3 Pleistozän des Oberrheingrabens 263
2.8.2 Holozän 273
2.8.3 Quartärer Vulkanismus 278
2.8.3.1 Quartäre Vulkanfelder der Eifel 278
2.8.3.2 Quartäre Vulkane im Westerwald 288
3 Böden 289
3.1 Böden des paläozoischen Grundgebirges (Rheinisches Schiefergebirge,
Oberes Mittelrheintal, Täler von Saar, Mosel, Lahn und Ahr) 289
3.2 Böden des paläozoischen Deckgebirges (Saar-Nahe-Becken,
Wittlicher Senke) 291
3.3 Böden des paläozoischen und mesozoischen Deckgebirges der Pfalz 292
3.4 Böden des mesozoischen Deckgebirges der Trierer Bucht 292
3.5 Böden neozoischer Becken und Senkungsräume (Neuwieder Becken und
Unteres Mittelrheintal, Mainzer Becken und Oberrheingraben) 293
4 Lagerstätten 295
4.1 Mineralische Rohstoffe --Steine und Erden 295
4.2 Metallrohstoffe und Industrieminerale 306
4.3 Energierohstoffe 308
4.4 Produktion von Rohstoffen in Rheinland-Pfalz 308
5 Ingenieurgeologie 310
5.1 Gesteins- und Gebirgseigenschaften sowie geotechnische Empfehlungen 310
5.1.1 Festgesteine 310
5.1.2 Lockergesteine 313
5.2 Erdbeben 316
5.3 Bodensenkungen/Standsicherheit unterirdischer Hohlräume 317
5.4 Rutschungen 318
6 Hydrogeologie 324
6.1 Hydrogeologische Räume 324
6.1.1 Rheinisches Schiefergebirge 324
6.1.2 Saar-Nahe-Becken 330
6.1.3 Linksrheinische Trias 330
6.1.4 Oberrheingraben mit Mainzer Becken 334
6.2 Mineral- und Thermalwässer 336
7 Geochemie
(Spurenelemente in den Bachsedimenten von Rheinland-Pfalz) 341
Schriften 349
Sachregister 387
Ortsregister 395
Anlagen 1-33 in Klarsichttasche 401