Bausandsteine in Deutschland
Band 2
Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schlesien (Polen)
Koordinatoren: Angela Ehling; Heiner Siedel.
2011. 324 Seiten, 7 Abbildungen, 121 Tabellen, 29 Farbphotos, 48 Farbabbildungen, 33 Farbtafeln , 30x21cm, 1470 g
Language: German
(Monographien von BGR und LBEG, 2)
ISBN 978-3-510-95985-3, gebunden, price: 69.00 €
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Keywords
bausandsteine • sandstones • dimension stone • saxony • sachsen-anhalt • vorkommen • verwendung • eigenschaftenContents
InhaltsbeschreibungBespr.: Brandenburgische Geowissenschafltiche Beiträge 1/2-2011
Bespr.: Naturstein 03/12
Inhaltsverzeichnis
Der umfangreiche, vollständig farbig illustrierte, zweite Band der
Bausandsteine in Deutschland behandelt
die derzeit genutzten und historischen Bausandstein-Vorkommen der
Bundesländer Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie, auf Grund ihrer breiten
Verwendung in Deutschland, die Bausandsteine aus Schlesien (Polen).
Der zuvor erschienene Band 1 (Grundlagen und Überblick)
vermittelt die Grundlagen und führt in die allgemeinen Probleme im Umgang mit
Sandsteinen im Bauwesen, Bauinstandhaltung und im Denkmalschutz ein.
Die einzelnen Bausandstein-Vorkommen werden umfassend charakterisiert durch Ausführungen zu ihrer Genese und ihren geologischen Besonderheiten, ihren petrographischen, geochemischen und gesteinsphysikalischen Eigenschaften, inklusive einer Interpretation dieser Daten für den nicht geologisch geschulten Nutzer. Es folgen Angaben zum Verwitterungsverhalten und Hinweise auf ähnliche Sandsteine. Dem historischen Abbau sowie einer Bewertung der Nutzung und Bedeutung der Sandsteine für Bauzwecke im Verlauf der Zeit wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Die Elbsandsteine werden, ihrer großen Vielfalt im historischen Abbau entsprechend, differenziert in sechs regionalen Varietäten im Detail beschrieben.
Die zusammenfassende Darstellung der vorhandenen Kenntnisse wird z. T. ergänzt durch neuere eigene Untersuchungen, um bestehende Wissenslücken zu schließen. Sie ist durch zahlreiche Karten, Übersichten sowie Farbfotografien von Objekten, Gesteinsoberflächen und mikroskopischen Dünnschliff-Aufnahmen reich illustriert.
Dem Anwender in der Denkmalpflegepraxis, dem Architekten, dem Historiker, dem Archäologen und allen Anderen, die sich mit Sandstein vor allem unter dem Gesichtspunkt seiner baulichen Nutzung beschäftigen, wird ein übersichtliches Handbuch für ihre praktische Tätigkeit zur Verfügung gestellt.
Dieser Band gehört zu einem auf sechs Bände angelegten Werk, das sich vor allem an Anwender in der Bau- und denkmalpflegerischen Praxis richtet; der Einführungsband mit Grundlagen und Überblick ist seit Ende 2009 verfügbar (siehe Besprechung in Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 17, 1/2, 2010, S. 38). Band 2 eröffnet nun die ausführlichere Behandlung der historisch und gegenwärtig genutzten Bausandstein-Vorkommen der einzelnen Bundesländer mit Sachsen-Anhalt und Sachsen, ergänzt durch die Darstellung der in Deutschland sehr häufig verwendeten Oberkreide-Sandsteine aus dem benachbarten Schlesien in Polen.
Benutzerfreundlich sind die Abhandlungen für die drei Regionen nach einer einheitlich konzipierten Grundstruktur aufgebaut, die nicht nur die grobe Gliederung, sondern weitgehend auch die Detailcharakterisierung betrifft, jedoch noch Raum für regional- oder Bearbeiter-spezifische Besonderheiten bzw. Zusatzinformationen lässt; ebenso ist dies für die weiteren Bände vorgesehen.
Nach einer Einführung mit Überblick und Einordnung in den geologischen Kontext des jeweiligen Bundeslandes, werden die Bausandsteinhorizonte in der Reihenfolge ihres geologischen Alters beschrieben. Diese Beschreibung beginnt mit einer allgemeinen Kurzcharakteristik und der teilweise erklärend kommentierten Aufzählung von Synonymen oder für Untergruppen verwendeten Bezeichnungen. Es folgen die spezifischen geologischen Angaben zu Alter, Vorkommen und Genese. Die Petrographie umfasst sodann neben der makroskopischen vor allem die detaillierte mikroskopische Charakterisierung – konsequent stets mit Angaben zu Textur, Struktur, Komponenten, Bindung und Porenraum. Geochemische und gesteinstechnische Daten sind tabellarisch erfasst und teilweise verbal erläutert. Auf die Beschreibung des typischen Verwitterungsverhaltens und die Benennung ähnlicher Sandsteine, manchmal mit Hinweisen auf Unterscheidungsmerkmale, folgt abschließend die Darstellung von Abbau und Verwendung in ihrer historischen Entwicklung bis hin zur aktuellen Situation. Zahlreiche geologische Karten und Profile und die Eintragung der Lage der historischen und aktiven Steinbrüche erleichtern dem Nutzer die Zuordnung der einzelnen Vorkommen. Die petrographische Charakteristik wird auf übersichtlichen Tafeln mit fast ausnahmslos qualitativ hochwertigen Fotos illustriert. Fotografisch sind außerdem durchgängig jeweils Verwendungsbeispiele und häufig typische Verwitterungsbilder veranschaulicht.
Der Teil Sachsen-Anhalt (Autorin: Angela Ehling mit Beiträgen von Bodo-Carlo Ehling, Erhard Model und Meike Wehry) ist aufgrund der Vielzahl der hier vorkommenden und untersuchten Bausandsteinhorizonte mit 8 Kapiteln und 153 Seiten am umfangreichsten und ein begrüßenswerter Kenntnisgewinn. Mit Ausnahme des Nebraer Sandsteins und des Gommern-Quarzits waren die vorwiegend lokal bis regional genutzten Sandsteine meist nur Spezialisten bzw. vor Ort bekannt. Zusätzlich zur Grundstruktur wird ein recht ausführlicher zusammenfassender Überblick zu Abbau und Verwendung der Sandsteine in einzelnen Kulturepochen von der Jungsteinzeit bis zum Industriezeitalter gegeben.
Der Teil Sachsen (Autoren: Heiner Siedel, Jens Götze, Katrin Kleeberg, Gudrun Palme) umfasst 4 Kapitel auf 110 Seiten. Hier besticht vor allem die klare, nachvollziehbare Zuordnung, Gruppierung und Erläuterung der großen Fülle von Elbsandstein-Varietäten hinsichtlich geographischer Herkunft, geologischem Alter, verwendungsrelevanten Eigenschaften und jeweiliger Abbaugeschichte. Zusätzlich zur Grundstruktur sind Korngrößen- und Porenradienverteilungen in zahlreichen Grafi ken veranschaulicht und auf den Farbtafeln zusammen mit Dünnschliff- und rasterelektronenmikroskopischen Fotos und tabellarischer mikroskopischer Beschreibung übersichtlich platziert. Trotzdem hätte man sich auch hier eine konkrete, auf die abgebildeten Bereiche bezogene Beschreibung der Dünnschliffbilder gewünscht, wie sie in den Teilen Sachsen-Anhalt und Schlesien gegeben wird.
Der Teil Schlesien, der im Wesentlichen auf der Dissertation und fortgesetzte Arbeiten der Autorin Angela Ehling beruht und dadurch am stärksten „aus einem Guss“ ist, enthält 5 Kapitel auf 54 Seiten. Hervorzuheben ist die hier – wie auch im Teil Sachsen-Anhalt – konsequent durchgehaltene exakte Angabe der Datenbasis für alle Analysen einschließlich Dünnschliffuntersuchungen.
Bei der Gesamtgestaltung des Bandes gefallen neben der guten Illustration die Orientierungshilfen wie die farbliche Markierung der drei Teile. Insgesamt kann man diesen Band allen Sandstein-Befassten und -Interessierten warm empfehlen; dazu sollte man auch den Einführungsband zur Hand nehmen, insbesondere wenn man in der Analytik nicht so zu Hause ist. Wie bei derartigen Sammelbänden fast nicht zu vermeiden, fallen bei genauerem Hinsehen einige Ungereimtheiten auf, z. B. hinsichtlich der Stratigraphie oder der einheitlichen Verwendung von Begriffen. Freuen wir uns auch auf die folgenden Bände, die mit Sicherheit hinsichtlich Vereinheitlichung und Verständlichkeit von der Erfahrung mit diesem Band noch profitieren werden.
Gerda Schirrmeister
Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 1/2-2011, Seite 133
Band 2 des auf sechs Bände angelegten Werks »Bausandsteine in Deutschland« richtet sich v. a. an Anwender in der Bauund denkmalpflegerischen Praxis. Im Gegensatz zum Einführungsband mit Grundlagen und einem Überblick (seit Ende 2009 verfügbar) eröffnet Band 2 nun die ausführlichere Behandlung der Bausandsteinvorkommen der einzelnen Bundesländer. Er beginnt mit Sachsen-Anhalt und Sachsen, ergänzt durch die Darstellung der in Deutschland sehr häufig verwendeten Oberkreide- Sandsteine aus dem benachbarten Schlesien in Polen. Die Abhandlungen für die drei Regionen sind benutzerfreundlich nach einer einheitlich konzipierten Grundstruktur aufgebaut: Nach der Einführung mit einem Überblick und der Einordnung in den geologischen Kontext des jeweiligen Bundeslands werden die Bausandsteinhorizonte in der Reihenfolge ihres geologischen Alters beschrieben. Dies beginnt mit einer allgemeiner Kurzcharakteristik und Aufzählung syno - nymer Bezeichnungen. Es folgen spezifische geologische Angaben zu Alter, Vorkommen und Genese sowie die ausführliche petrographische (=gesteinskundliche) Charakterisierung. Außerdem werden geochemische und gesteinstechnische Daten geliefert, das typische Verwitterungsverhalten beschrieben, ähnliche Sandsteine benannt und der Abbau sowie die Verwendung in ihrer historischen Entwicklung bis hin zur aktuellen Situation dargestellt. Zahlreiche geologische Karten und Profile sowie die Eintragung der Lage der historischen und aktiven Steinbrüche erleichtern dem Nutzer die Zuordnung der einzelnen Vorkommen. Die petrographische Charakteristik wird auf übersichtlichen Tafeln mit qualitativ hochwertigen Fotos illustriert. Fotografisch sind außerdem Verwendungsbeispiele und typische Verwitterungsbilder veranschaulicht. Echter Kenntnisgewinn Der Teil über Sachsen-Anhalt ist aufgrund der Vielzahl der hier vorkommenden und untersuchten Bausandsteinhorizonte am umfangreichsten und ein begrüßenswerter Kenntnisgewinn. Mit Ausnahme des Nebraer Sandsteins und des Gommern-Quarzits waren die vorwiegend lokal bis regional genutzten Sandsteine bisher meist nur Spezialisten bzw. vor Ort bekannt. Im Ab - schnitt über Sachsen besticht v. a. die klare, nachvollziehbare Zuordnung, Gruppierung und Erläuterung der großen Fülle von Elbsandstein-Varietäten. Der Teil über Schlesien beruht im We sent lichen auf der Dissertation und den fortgesetzten Arbeiten der Autorin Angela Ehling. Bei der Gesamtgestaltung des Bu ches sind neben der guten Illus tration die Orientierungshilfen wie z.B. farbliche Markierung der drei Teile lobend zu erwähnen. Insgesamt ist Band 2 allen Sandstein-Befassten und -Inte - ressierten sehr zu empfehlen. Darüber hinaus sollte man auch den Einführungsband zur Hand nehmen, insbesondere wenn man sich im Bereich Analytik (noch) nicht gut auskennt.
Dr. Gerda Schirrmeister
Naturstein 03/12, Seite 72
Angela Ehling Mit Beiträgen Von Bodo-Carlo Ehling,
Erhard Model und Meike Wehry
Methodik und Abkürzungen 6
Vorwort 9
Einführung 10
1. Gommern-Quarzit 24
2. Magdeburger Grauwacke 34
3. Oberkarbon-Sandsteine 46
4. Rotliegend-Sandsteine 60
4.1 Saale-Senke und Meisdorfer Becken 60
4.2 Flechtinger Bausandstein 72
5. Buntsandstein 82
5.1 Unterer Buntsandstein 86
5.1.1 Zeitzer Sandstein 86
5.1.2 Unterer Buntsandstein (ohne Zeitzer Sandstein) 98
5.2. Mittlerer Buntsandstein 108
5.2.1 Nebraer Sandstein 108
5.2.2 Mittlerer Buntsandstein (ohne Nebraer Sandstein) 118
6. Rhät-Sandstein 132
7. Kreide-Sandsteine 144
8. Literatur 157
Sachsen
Heiner Siedel, Jens Götze, Katrin Kleeberg, Gudrun Palme
Einführung 164
1. Karbon - Sandsteine 168
2. Trias – Buntsandstein 178
3. Kreide - Sandsteine 188
3.1 Cenoman 190
3.2 Turon und Coniac des Elbsandsteingebirges 210
3.3 Turon und Coniac des Zittauer Gebirges 250
4. Literatur 269
Schlesien
Angela Ehling
Einführung 275
1. Turon-Sandsteine im Nordsudetischen Becken – Plagwitzer Sandstein 294
2. Coniac-Sandsteine im Nordsudetischen Becken – Rackwitzer Sandstein 302
3. Mittelturon-Sandsteine im Heuscheuergebirge – Wünschelburger Sandstein 310
4. Oberturon-Sandsteine im Heuscheuergebirge – Heuscheuer-Sandstein 318
5. Literatur 323