Guide d'excursion

Hydrogeologie des westböhmischen Bäderdreieckes (Frantiskovy Láznë / Franzensbad - Karlovy Vary / Karlsbad -Mariánské Láznë / Marienbad). (Exkursion D am 16. April 1998)

Burda, Jírí; Baburek, Jírí

Kurzfassung

Die Gesteinskomplexe im westböhmischen Bäderdreieck können unter dem Gesichtspunkt der hydrogeologischen Charakteristiken in drei Einheiten unterschieden werden: - Grundgebirgs-Massiv (Phyllite, phyllitische Schiefer, phyllitische Grauwacken, Glimmerschiefer bis Glimmergneise, Paragneise, Orthogneise, Amphibolite, Serpentinite, Granitoide und tertiäre Vulkanite, - Beckenstrukturen (Tertiärsedimente des Cheb- und Sokolovbeckens), - Quartärsedimente (Flüsse und Diluvialsedimente). Das Gebiet wird vorwiegend vom Grundgebirgs-Massiv bestimmt. Das Wasser strömt hier in der oberflächennahen Zone bis in die Tiefe einiger Zehner Meter entlang von Verwitterungs- und Kluftsystemen. Charakteristische Eigenschaft dieses Territoriums sind tiefreichende Störungszonen (Krusne Hory-Bruchzone, Hchymov-Tiefstörung), welche in späteren Phasen der variszischen Tektogenese angelegt wurden. Die Erneuerung tektonischer Bewegungen im Tertiär wurde von intensiver vulkanischer Tätigkeit begleitet. Nachklang dieser Tätigkeit sind Restwärme und CO2-Emisssionen, die Säuerlinge und Thermalquellen bedingen (Karlovy Vary, Hchymov). In den Vulkaniten des Doupovske Hory-Gebirges (Duppauer Gebirge) sind basaltoide Gesteine mit starker Durchlässigkeit und Klüftung für die schnelle Zirkulation des Grundwassers in der oberflächennahen Gesteinszone maßgebend, während pyroklastische Gesteine überwiegend als Wasserstauer wirken.

Mots-clefs

Frantiskovy Lazne • Franzensbad • Karlovy Vary • Karlsbad • Marianske Lazne • Marienbad • hydrogeology • field trip guide