Original paper
Die Gattungen Chlorogonium und Hyalogonium
Pringsheim, Ernst G.
Abstract
Hyalogonium may be considered as an apochlorotic descendant of Chlorogonium, but coordination of individual taxa of the two genera is not possible. Common to both is a slender shape, the mode of flagellation, and the inner structure. The two genera are represented by so many diverse forms that previously described species can scarcely be recognized in newly found ones. Number and position of pyrenoids and contractile vacuoles are important but not totally constant features. Size and shape of body, length of flagella, nature of stigma, etc., can likewise only be utilized taxonomically on repeated investigation. Acetate appears to be generally indispensable. Supplementing by protein derivatives causes yet more luxuriant growth. Particularly at an elevated temperature, multiplication of Chlorogonium is then so quick and rich that its neglect for physiological investigations is regrettable. Chlorophyll formation may in such circumstances be so much retarded compared with growth that the populations may temporarily appear colorless. Chlorogonium survives bad periods as resting zygospores. Such do not seem to be produced by Hyalogonium so that the preservation of taxa seems mysterious.
Kurzfassung
Hyalogonium darf als apochlorotischer Abkömmling von Chlorogonium betrachtet werden, ohne dass es möglich wäre, bestimmte Taxa der einen Gattung solchen der anderen zuzuordnen. Gemeinsam ist ihnen die schlanke Gestalt, die Art der Begeisselung und der innere Bau. In beiden Gattungen gibt es viele verschiedene Formen, sodass kaum eine früher beschriebene Art in einer neu gefundenen wieder erkannt werden kann. Zahl und Lage der Pyrenoide und pulsierenden Vakuolen sind zwar wichtige, aber nicht ganz beständige Merkmale. Grösse und Gestalt des Körpers, Geissellänge, Stigma und andere Kennzeichen sind gleichfalls nur nach wiederholter Untersuchung taxonomisch verwertbar. Für die Ernährung scheint Acetat allgemein unerlässlich zu sein. Ergänzung durch Eiweissabbauprodukte bewirkt noch üppigere Vermehrung. Bei erhöhter Temperatur ist dann das Wachstum von Chlorogonium so schnell und reich, dass seine Vernachlässigung für physiologische Untersuchungen zu bedauern ist. Die Chlorophyllbildung kann unter derartigen Umständen hinter der Vermehrung so sehr zurückbleiben, dass die Populationen vorübergehend farblos erscheinen. Chlorogonium übersteht schlechte Zeiten als Ruhezygoten. Bei Hyalogonium scheinen solche nicht gebildet zu werden, sodass die Erhaltung der Zahlreichen Taxa in der Natur unbegreiflich ist.
Keywords
Abkömmling;Acetat;Begeisselung;Pyrenoide;Vakuolen;Chlorophyllbildung; Populationen;descendant; Acetate;flagellation;pyrenoids;contractile vacuoles;protein derivatives;Chlorophyll formation;populations