Original paper
Entwässerungng der Braunkohlentagebaue im rheinischen Braunkohlenrevier
Siemon, H.
Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 118 Heft 1 (1968), p. 124 - 124
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published: May 2, 1968
DOI: 10.1127/zdgg/118/1968/124
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Kurzfassung
Die fünf großen Tagebaue der Rheinischen Braunkohlenwerke AG. Frimmersdorf, Fortuna-Garsdorf, Frechen, Zukunft und Indien erfordern umfangreiche Entwässerungsmaßnahmen. Sie hatten bei Jahresförderleistungen je Tagebau von 3 bis 26 Mill. t Braunkohle Ende 1965 Abbauteufen von 50 m bis 220 m erreicht. Die Planung der erforderlichen Entwässerungsmaßnahmen erfolgt überwiegend nach geohydrologischen Gesichtspunkten. Von 1961 bis 1965 wurden mit eigenen Bohrgeräten rund 770 Brunnen mit rund 135000 Bohrmetern erstellt. Ende 1965 waren bei einem Bestand von 873 Brunnen 715 mit einer Gesamtförderleistung von rund 45 m3/s betrieben worden. Vom Jahre 1955 bis Ende 1965 sind aus den verschiedenen Grundwasserstockwerken des Erftbeckens und den Tagebaubereichen an Grundwasseremeuerung und -vorrat insgesamt 9,5 Mrd. m3 Grundwasser gefördert worden. Die durch diese großen Entnahmen beeinflußten Grundwasservorkommen haben in den oberen Grundwasserstockwerken mit freiem Grundwasserspiegel bis Ende 1965 eine Gesamtflächenausdehnung von rund 1000 km2 und in den tieferen mit Druckspiegel eine solche von rund 2000 km2 erreicht. Trotz dieser weitreichenden Beeinflussung sind durch die rechtzeitige Erstellung von Ersatzwasseranlagen bisher keine Schwierigkeiten in der Wasserversorgung eingetreten.