Original paper
Zur Frage der Karstebenheiten
[On Karst relief]
Morawetz, Sieghard
Zeitschrift für Geomorphologie Volume 11 Issue 1 (1967), p. 1 - 13
34 references
published: Apr 13, 1967
ArtNo. ESP022001101001, Price: 29.00 €
Kurzfassung
Am Beispiel der Karstebenen südlich von Karlovac und Kistanje, im Norden von Šibeník und im Unterlauf der Neretva wird die Entwicklung von Ebenen in nahezu reinem Kreidekalkstein beschrieben (siehe Abbildung). Bei der Entwicklung der Ebenen übte zunächst die fluviatile Erosion einen erheblichen Einfluss aus. Anschließend gewann die seitliche Ausdehnung im Bereich angrenzender Quellen, periodischer Karstwasseraustritte und von Kanalsystemen, die gelegentlich zusätzliches Wasser führten, an Bedeutung. Auch die frühere Bedeckung durch Flusssedimente, die die Karstentwicklung wesentlich behinderte oder verzögerte, trug zur seitlichen Erosion bei, während nach der Abtragung dieser Deckschicht die Bildung von Dolinen und Schluchten einsetzte. Im Unterlauf der Neretva und in den angrenzenden Poljen haben die Ablagerungen von Flüssen und die Sedimente der Poljen, die die Wasserführungshorizonte markieren, eine steile und nivellierende Wirkung. Auf den Humbergen finden sich in Gruppen die zahlreichen Kaps und die Humberghalbinseln, die die Grenze bilden. Die Perioden mit höherem Wasserstand – also die letzte Kaltzeit – waren sicherlich sehr aktiv. Die Frage, wie weit ein steiler Humberg bis hinunter zum Turmkarst nicht nur vom Klima, sondern auch vom mitwirkenden aktiven Niveau abhängt, ist noch unbeantwortet. Bei Karlovac und Kistanje, nördlich von Šibeník, und im Unterlauf der Neretva wird die Entwicklung von Ebenen in fast reinem Kreidekalkstein beschrieben (siehe Abbildung). Bei der Entwicklung der Ebenen übte vor allem die fluviatile Erosion einen erheblichen Einfluss aus. Dann nahm die Bedeutung der seitlichen Ausdehnung im Bereich der angrenzenden Quellen, der periodischen Karstwasseraustritte und der Kanalsysteme, die gelegentlich zusätzliches Wasser führten, zu. Auch die frühere Bedeckung durch Flusssedimente, die die Karstentwicklung wesentlich behinderten oder verzögerten, trug zur seitlichen Erosion bei, während nach der Entfernung dieser Deckschicht die Bildung von Dolinen und Schluchten einsetzte. Im Unterlauf der Neretva und in den angrenzenden Poljen wirkten die Flussablagerungen und die Poljensedimente, die die Wasserführungshorizonte markieren, steilernd und nivellierend. Auf den Humbergen fanden sich in Gruppen die zahlreichen Kaps und die Humberghalbinseln, die die Grenze bilden. Die Perioden mit höherem Wasserstand – also die letzte Kaltzeit – waren sicherlich sehr aktiv. Die Frage, wie weit ein steiler Humberg hinab zu einem Turmkarst nicht nur eine Funktion des Klimas, sondern auch des mitwirkenden aktiven Niveaus ist, bleibt weiterhin unbeantwortet.
Abstract
At the example of karst-plains in the South of Karlovac, and Kistanje, in the North of Šibeník, and at the lowest part of the Neretva the development of plains in almost pure chalk-limestone is described (shown). At the development of plains first of all the fluviatile erosion exerteds a considerable influence. Then the importance of the lateral extension in the area of bordering springs, of periodical outles of karstwater and in the area of channel-systems, which spend additional water now and then, increased. Also the former cover of river-sediments, which cut off or delaid the development of karst essentially, contributed to the lateral erosion, while after the removal of this covering layer the development of dolines and canons began. In the area of the lowest part of the Neretva and in the adjoining poljes the accumulations of rivers and the sediments of poljes, which indicate the horizons of the water supply have a steepening and levelling influence. On the Humberge found, in clusters and the numerous capes and the Humberghalbinseln, which constitute the border. The periods of higher waterflow - that is the last cold period - was surely quite an active one. The question how far a steep Humberg- down to a Turmkarst is not only a function of the climate but also of the cooperating active niveau is still unanswered.
Résumé
L’exemple des plains du Karst au sud de Karlovac, de Kistanje au nord de Šibenik et dans la region de la basse Neretva montre la formation de plains dans des calcaires du crétacé le plus souvent assez pures. Pour le développement des plains, tout d’abord, l’érosion fluviatile jouait un rôle. Puis l’évasion latérale obtenait une importance substantielle la région des sources périphériques, aux sorties karstiques périodiques et aux systèmes de rigoles qui livraient de temps à autre de l’eau supplémentaire. De même une ancienne couverture de sédiments fluviatiles qui arrêta ou ralentit fortement la formation du Karst, contribuait à l’érosion en large pendant qu’après l’enlèvement de cette couverture le développement des dolines et des caňons commenceât vigoureusement. Dans la région de la basse Neretva et des poljés voisins les accumulations fluviatiles et les sédiments des poljés qui fixent l’horizon aquifère, influencent d’une façon écarpente et nivelante les “Humberge” se trouvant ici en troupes et les nombreuses “Kaps” et “Humberghalbinseln” qui présentent les bordures. Les périodes d’une élévation du niveau de l’eau, c’est à dire la dernière période glaciaire, y étaient sûrement un temps assez actif. La question dans quelle mésure un “Humberg”- jusque “Turmkarst” est une fonction non seulement du clima mais encore du niveau d’action, doit encore rester ouverte.
Keywords
plains;karst;relief;development